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Saufnix
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 Akute Hilfe
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Lisl Offline




Beiträge: 1.980

26.11.2004 08:50
#46 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo nacubenda

du schreibst:
Werde mich aber bemühen nicht mehr zu trinken

NEIN ich lasse das erste Glas stehen ....ist besser

gute 24 Stunden


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

26.11.2004 09:36
#47 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo Nacubenda,

es ist schon hart, wenn am Anfang der Abstinenz auf einen viele Probleme zukommen. Aber gerade da braucht man einen klaren Kopf.

Auch ich habe meine Arbeit durch Firmenauflösung verloren. Das ist eine Sache, die man nicht ändern kann. Und für die Suche nach einer neuen Arbeitsstelle kann man auch nicht benebelt sein.

Ich kann mich da nur meinen Vorpostern anschließen. Geh zur Suchtberatung und suche Dir eine SHG.

LG
Adobe


nacubenda Offline




Beiträge: 77

27.11.2004 07:56
#48 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Ich danke Euch echt dafür das Ihr da seit .

Habe mich auch nicht betrunken .Hatte ein totales Tief.

Manchmal muss ich einfach den Frust weg kriegen sonst würde
ich es warscheinlich tun .

So schreibe ich méinem Frust da rein .Ich bin gestern am
Weihnachtsmarkt gewesen und habe wie sollte es auch anders
kommen eine wirklich sehr betrunkene Frau gesehen und es
hat mich sowas von abgeschreckt .

Aber es geht mir einfach
nur schlecht weil alles zusammen kommt.Es hat die letzten Wochen ja auch geklappt das ich nicht`s oder sehr wenig trinke.Ich weis ich bin voll stur nicht zueiner Beratung zu gehen .Es gibt Wege so hoffe ich es ohne Therapie zu schaffen.Freue mich auf Post das hilft mir mehr


Falballa Offline




Beiträge: 3.706

27.11.2004 08:36
#49 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo nacubenda,

jetzt frag ich dich einfach mal nacubenda.

Was ist für dich so schlimm daran Hilfe anzunehmen?
Professionelle?
Denk mal darüber nach, so für dich allein.

Es gibt viele , falsche Gründe, das nicht zu tun.

Du verlängerst unnötig deine Qual und das ist es doch.

Nachdem, was ich von dir gelesen habe,kannst du das alleine nicht schaffen.
Und das musst du auch nicht.Bei den Profis kannst du auch deinen Frust abladen,die können was vertragen. Nutze das für dich.
Das erlaube ich mir, dir zu sagen,weil ich es selbst erlebt habe.


Einen guten Tag für dich
von Manuela


Hyperlink ( gelöscht )
Beiträge:

27.11.2004 09:43
#50 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Was mir oft schwerfällt zu begreifen, wenn ich heute Zahnschmerzen habe, die nicht mehr auszuhalten sind, setze ich alle Hebel in Bewegung, um einen Zahnarzttermin zu kriegen. Da mache ich keine Selbstversuche und auch keine Experimente. Warum ist es bei uns Alkoholikern anders ? Mir muß doch irgendwann klarwerden, daß es nicht mehr anders geht. Daß ich ohne professionelle Hilfe nicht weiterkomme.
Alles andere ist, wie Falballa schon schreibt, eine unnötige Verlängerung der Qual. Schicksalsschläge wird es in Deinem Leben immer wieder geben. Tiefpunkte lassen sich nie vermeiden. Garantie dafür, daß Du Dein ganzes Leben trocken überstehst, gibt es nicht. Daß ist einzig und allein Deine Entscheidung. Ich kann hier nur für mich sprechen, die Chancen dafür,wenn Du Therapie machst, in eine Gruppe gehst stehen auf alle Fälle besser als ohne. Das hilft einfach, das Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen und den Alltag gestärkter zu meistern.
Die sehr betrunkene Frau auf dem Weihnachtsmarkt ist ganz normal. Das muß so sein, solche Menschen werden Dir jeden Tag begegnen, weil Du sie sehen willst. Sie sind Dein Spiegelbild.


nacubenda Offline




Beiträge: 77

28.11.2004 15:55
#51 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Ich denke das ich es einfach alleine schaffen möchte.Habe einfach nicht den Mut zu einer Therapie zu gehen .

Ich habe es ja im Griff das ich in letzter Zeit ganz wenig trinke .

Ist das den nicht genug ??? Soll ich trotzdem gehen ????

Ich quäle mich ja nicht selber damit.

Ách ich weis es einfach nicht was das richtige ist .Vielleicht halten mich die dann dort für beklopft und sagen dann das ich zu wenig trinke oder sagen das ich gar kein Problem habe ?????

Aber ich möchte auf keinen Fall wieder zurück in die schlimme Schiene die schon mal hatte.Das weis ich genau .

Ich bin einfach auch fertig wegen meiner Arbeit und dem ganzen drum herum .Habe auch nicht mehr getrunken .Oh doch gestern da waren wir auf einer Feier .

Habe den total moralischen danach zu Hause gekriegt und es ging mir echt schlecht .

ach vielleicht belüge ich mich einfach auch selbst und Ihr habt recht und ich sollte gehen ????

oh GOtt diese Entscheidung kann mir keiner Abnehmen .

ICH WEIS ES JA.


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

28.11.2004 16:18
#52 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo nacubenda,


du hast es erstmal richtig erkannt, die Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen.
Aber ich kann dir versichern, das niemand dich für bekloppt halten wird. oder dir sagen wir5d du hättest kein Problem, wenn du für dich erkannt hast das der Alkoholkonsum für dich zum problem geworden ist.
Also ich kann dir nur Mut zusprechen, den ersten Schritt zu wagen in eine Suchtberatung zu gehen.
Wenn du dieses Problem angehst, dann lösen sich Knoten für Knoten auch langsam die anderen Probleme (Arbeit etc.)

icvh wünsch dir die Kraft den ersten Schritt zu wagen.

liebe Grüße

Ramona


nacubenda Offline




Beiträge: 77

28.11.2004 16:37
#53 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo Ramona

Ich fage Dich jetzt einfach mal so nach .Wie lange und wieviel hast du getrunken ????

ich weis das ist vielleicht sehr direkt gefragt abe´r ich brauche einfach mal vergleiche und vieleicht schnalle ich es dann ja.

Also bitte gebt mir einfach mal an was ihr so konsumiert oder habt.

Ich bedanke mich im voraus für eure Hilfe

DANKE AN EUCH ALLE !!!!!!


beed Offline




Beiträge: 882

28.11.2004 16:56
#54 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hi Hyperlink,

Deinen Vergleich würde ich gern noch mal aufgreifen:

Ich setze zum Beispiel nicht alle Hebel in Bewegung, wenn ich Zahnschmerzen habe. Wenn die Schmerztabletten und Tinkturen nicht mehr helfen und der Schmerz tatsächlich nicht mehr schwächer wird, auch nicht zeitweise, dann gehe ich einfach zum ZA oder zur Bereitschaft. Aber erst, wenn wirklich garnichts mehr geht... Unvernünftig, ich weiß, aber es ist nun mal so.
Zu einem Berater oder Therapeuten gehen erfordert das Überwinden einer Hemmschwelle. Wenn sie jemand nicht überwinden kann, dann muss man es auch irgendwo akzeptieren - trotz aller Hinweise und Empfehlungen, oder auch Unkereien ala 'ohne wird das eh nichts'.
Es geht nicht darum, dass jemand meint, externe Hilfe würde nichts bringen. Es ist eher der Gedanke, dass es doch auch so gehen kann und muss.

@nacubena,

kann Dich schon verstehen. Manchmal ist es verdammt schwer, mir fehlt auch der Vergleich, aber auch ich bin ein Therapieverweigerer. Ob es gut geht, weiß ich nicht, ob nun mit oder ohne Thera.
Ich habe weder keinen Mut, noch keine Suchteinsicht oder bezweifle ich die besseren Chancen mit begleitender Thera, aber ich bin überzeugt, es auch so zu schaffen.
Bei einem Berater war ich diese Woche gewesen und hatte nicht das Gefühl, dadurch besser und sicherer in die gelebte Trockenheit zu kommen.
So wie der Entschluss, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen, muss auch der Entschluss begleitender Therapie in Anspruch zu nehmen von einem selbst kommen.

LG
beed


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

28.11.2004 17:02
#55 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

hallo nacubenda,

ich kann oder könnte dir sagen was ich getrunken habe, ich glaube aber nicht das das wasder einzelne trinkt einen Maßstab darstellt der irgendeine Allgemeingültigkeit hat.

Es gibt Menschen für die sind drei Bier täglich zu viel und andere wiederum können mit diersem maß gut leben.
Jeder Mensch ist unterschiedlich und verkraftet unterschiedlich viel.

Süchtig bin ich meiner Meinung nach schon wenn i8ch meinen tagesablauf danach einrichte zu bestimmten und unbestimmten Zeiten Alkohol zu mir zu nehmen. Wenn ich auf Dinge verzichte weil es dort keinen ALK gibt. Und wenn ich dann mal 1- 2 tage nichts getrunken habe meine Gedanken anfangen um den Alk zu kreisen.

So gesehen ist, das was der einzelne "runtergespült" hat nie ein Maßstab.

aber wenns dich interressiert. ich habe so 10 halbe Liter Bier (durchschnitt über den Tag verteilt- Spiegeltrinker)
ab und zu auch einen Schnaps dazu und bei Gelegenheiten wo ich wusste da kannste gar keinen Alkohol trinken ab und zu eine Faustan zwischen geschoben. Dazu kammen dann hin und wieder die üblichen extesse, wie zu Sivester Geburtstagsfeiern etc.
zu zeiten wo meine leber das ganze nicht mehr recht mitmachte4 wurde der Verbrauch dann wieder geringer- die leber hat ja den ALK nicht mehr abgebaut und somit war das Blut ständig vergiftet sozusagen.

Lass es nicht so weit kommen nacubenda, kann ich dir bloß raten. Der Konsum erhöht sich langsam und allmälich.

liebe Grüße

Ramona


Falballa Offline




Beiträge: 3.706

28.11.2004 17:52
#56 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Zitat:
ach vielleicht belüge ich mich einfach auch selbst und Ihr habt recht und ich sollte gehen ????

Hallo nacubenda, da hast du doch schon etwas prima erkannt.

Sich selbst belügen ist ein schlechter Berater.

Ich bin zum erstenmal mit großer Aufregung und Herzklopfen zur Drogenberatung. Auch alleine.

Mir hat es gut getan, offen über meine Probleme zu reden.
Ich war froh, sie jemanden erzählen zu können.

Die Angst vor den meisten Dingen, findet im Kopf statt.
Was sagen die, was denken die..........

Erfahren wie es ist, kannst du nur selbst.
Geh mal ruhig hin und mache dir dein eigenes Bild, nacubena.

Wünsche dir Mut
lieben Gruss Manuela

[ Editiert von Falballa am 28.11.04 17:54 ]


Weggefaehrte Offline



Beiträge: 360

29.11.2004 14:52
#57 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo nacubenda.

Eine ganz einfache Frage solltest Du Dir stellen.
Willst Du wirklich mit der Trinkerei aufhören?
Wenn ja die nächste Frage wie lange willst Du vor Deinen Problemen weglaufen?

Wenn Du Deine Probleme in den Griff bekommen willst, solltest Du über Deinen Schatten springen und Dir Hilfe holen.

Liebe Grüße von Günther.


Weggefaehrte Offline



Beiträge: 360

29.11.2004 15:17
#58 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo beed.

Ich fand gut, als Du auf eine Post von mir geantwortet hast, dass Du mal zu einer Suchtberatungsstelle gehen willst. Du schreibst, dass Du das Gefühl hast nach dem Du dort warst, dass es Dich nicht weiterbringe, was du ja so wöhl auch erwartest hattest.

Es kommt aber auf die Erwartungshaltung des einzelnen an was er erwartet. Du mußt schon bereit sein Dich zu öffnen, sonst kann Dir der beste Therapeut nicht helfen. Das ist so etwa wie wenn jemand vor einem Berg steht und von Anfang an sagt da komm ich nie hinauf. Selbst wenn er auch losgeht er wird sich beweisen, dass er es nicht schafft. Genau so ist dies auch wenn jemand schon mit einer negativen Meinung zu einer Suchtberatungsstelle geht, auch er muß sich beweisen, dass er recht hatte.

Auch Deine Schilderung wie Du mit Zahnschmerzen umgehst passt in dieses Bild. Ich denke, Du bist jemand der ebenfalls vor Problemen gerne wegläuft. Denk mal darüber nach.

Liebe Grüße von Günther.


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

29.11.2004 15:26
#59 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo Ramona,

was heißt "ab und zu eine Faustan rein geschoben?


Bettina


beed Offline




Beiträge: 882

29.11.2004 15:57
#60 RE: zu feige zu sagen ja oder nein \"hilfe\" antworten

Hallo Günther,

mag sein... es klingt wahrscheinlich auch so, als ob eine negative Einstellung reicht, um Etwas zum Scheitern zu verurteilen - Nur, das, was ich ändern kann und muss, nimmt mir niemand ab, soll heißen, dass ich lediglich eine Verlagerung der Verantwortung ablehne.
Die Problematik des Trinkens und nicht mehr aufhören können, liegt ja in erster Linie beim Abhängigen selbst, er trinkt, weil er sich einerseits daran gewöhnt hat und weil er andererseits entweder situations- oder körperbedingt ohne Alkohol nicht/kaum handlungsfähig ist.
Das körperbedingte Trinkbedürfnis verschwindet relativ schnell.
Das situationsbedingte Trinkbedürfnis stellt sich ja immer wieder mal ein, da der Abhängige kaum alle Situationen, in denen er früher zur Flasche griff, meiden kann.

Rein physisch verlangt mein Körper nicht mehr nach Alkohol.
Der Kopf manchmal schon - und wann?
Bei Stress, in Momenten die früher über Jahre hinweg eng mit Alkohol verknüpft waren und last but not least>wenn man auf gut deutsch so richtig die Schnauze voll hat, Frust also.

Ich muss nun lernen, in diesen Momenten ohne Alkohol klarzukommen. Wenn dann der Berater zu mir sagt:"Naja, Sie scheinen ja zu wissen, wo diese Schwierigkeiten liegen. Dann können Sie sie auch meistern und der Rest ist Gewöhnung an neue Lebensumstände, das geht nun mal nicht von heute auf morgen." >>>>>>>Na danke, so weit bin ich auch schon...

Die Problembewältigung ist eine Sache für sich. In den letzten Jahren habe ich permanent die Probleme der anderen gelöst und meine eigenen garnicht mehr wahrgenommen oder ich war ihnen so überdrüssig, dass ich mir innerlich gesagt habe:" Ich muss schon ständig die Probleme der anderen lösen, da kann ich mich nicht auch noch um meine eigenen kümmern. Und eigentlich habe ich doch auch keine." fertig.

Den ZA würde ich nicht als Problem bezeichnen. Ich geh generell nicht gern irgendwo hin, wo ich etwas von jemand will und erwarten mich dann noch zusätzlich Schmerzen, dann bedarf es schon starker innerer Überwindung doch hinzugehen.

LG
beed


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