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Saufnix
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 Ganz, ganz viele Fragen
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Falballa Offline




Beiträge: 3.713

07.07.2004 22:27
RE: Suchtfibel antworten

Hallo zusammen
aus meinen Büchern habe ich ein Buch hervorgekramt, das ich mir gekauft habe,
als ich schon ein Jahr trocken war. Ich wollte besser verstehen was mit mir passiert ist.
Von diesem Buch habe ich hier noch nicht gelesen, oder ich habe es übersehen.
Es heißt „Die Suchtfibel“ von Ralf Schneider. Ich finde es immer noch sehr empfehlenswert, .auch für Co`s.

Bin da auf etwas gestoßen , aktuell für dich, Solgar,

Veränderung geschieht gewöhnlich in drei Schritten:

1. Änderung des Denkens
2. Änderung des Handelns
3. Änderung des Gefühls



Das trifft es .
Einen schönen Abend oder
Wünscht Euch Manuela

P.S. kennt jemand dieses Buch?


Weggefaehrte Offline



Beiträge: 360

07.07.2004 23:37
#2 RE: Suchtfibel antworten

Manuela,

ich kenne das Buch. Es lohnt sich dieses Buch
DIE SUCHTFIEBEL zu lesen.
Es beantwortet viele Fragen die ein Suchtkranker hat, wenn
er aus der Sucht aussteigen will.
Auch für Angehörige ein wichtiges Buch wenn sie die Kranheit
Alkoholismus verstehen wollen.

Die Bücherliste die auf der Startseite von Saufnix ange-
klick werden kann enthält weitere tolle Bücher.

Liebe Grüße von Günther einem Weggefährten.


Seelensturm Offline



Beiträge: 232

08.07.2004 08:34
#3 RE: Suchtfibel antworten

Hi ihr,

die Suchtfibel habe ich auch. Ein gutes Buch.

LG
Valeria /Seelensturm


2Solgar ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2004 12:09
#4 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Falballa,

ja, ich kenne die Suchtfiebel von meiner Therapie. Bekommt dort jeder erst mal in die Hand gedrückt. Ist aber wirklich zu empfehlen das Buch.

Hatte vorgestern ein längeres Gespräch mit meiner Frau in der ich Ihr gesagt habe das ich mich trenne wenn alles so bleibt.

Hab versucht Ihr zu erklären das es genau 3 Möglichkeiten gibt wie es weiterläuft.

1. Alles bleibt beim Alten und ich saufe wieder.
2. Ich trenne mich um das Saufen nicht wieder anzufangen.
3. Sie arbeitet auch an sich und dann hätten wir evtl. ne gemeinsame Zukunft ohne Alkohol.

Dann ging erst mal das Geschimpfe los wie: ich halte so lange zu Dir und steh das alles mit Dir durch und dann willst Du mich verlassen.....

Seitdem ist erst mal Funkstille bis auf Organisatorisches.

Mal schauen wie es weitergeht.....Zur not kann ich ihr ja noch die Suchtfiebel um die Ohren hauen....

Bis bald

Gruß Solgar


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

08.07.2004 12:37
#5 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

erzähl Deiner Frau mal, daß das eine normale Entwicklung ist. Hatte sie ein richtiges Co-Verhalten? Das würde nämlich einiges erklären. Auch ein Co muß sich total umstellen, wenn der Partner auf einmal trocken ist und an sich arbeitet.

Auch wenn es Dir nicht so gut dabei geht, ich finde Deine Entwicklung gut.

Viele Grüße
Adobe


Seelensturm Offline



Beiträge: 232

08.07.2004 12:39
#6 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

wurden in deiner Therapie nicht auch von den Therapeuten Gespräche mit deiner Frau geführt? Einzelgespräche sowie auch welche mit dir und ihr zusammen?

Oder wird das in den wenigsten Therapien so gehandhabt, dass auch die Partner mit einbezogen werden?

Der Vater einer früheren Freundin war Alkoholiker (er ist inzwischen schon gestorben). Als er eine Therapie machte, musste auch seine Frau zum Therapeuten in die Klinik kommen. Sie erzählte danach, dass das sehr schlimm war und sie dabei oft und viel geweint hat, weil es teilweise sehr hart war, was der Therapeut ihr sagte und weil alles aufgearbeitet wurde und auf den Tisch kam, was auch sie falsch gemacht hatte, also ihr Co-Verhalten besprochen wurde usw. usw. und was nicht noch alles.

Deshalb dachte ich, dass es so üblich sei, dass da auch mit den Partnern gesprochen wird. Ist das nicht immer so?

Liebe Grüße
Valeria / Seelensturm


[f1][ Editiert von Seelensturm am: 08.07.2004 12:40 ][/f]


Falballa Offline




Beiträge: 3.713

08.07.2004 13:29
#7 RE: Suchtfibel antworten

Hi Solgar,
genau die Möglichkeiten sind es , das wird noch mal schmerzlich.Aber ist man dann durch, geht´s guuuut.
Allerdings kannst du Punkt 1 weglassen. Das brauchst du wiklich nicht mehr.
Ich wünsche dir, das die Dinge sich für Dich so entwickeln,
das du damit zufrieden leben kannst.


P.S.
Mein Ex wollte mich trocken, aber denken und handeln sollte ich nass.Wenn ich das gekonnt hätte, wäre ich reich und hätte das Patent darauf.
Ich bin jetzt trotzdem reich " an Erfahrung"

Dein letzter Satz treibt mir immer noch die Lachtränen in die Augen.Genial
Bleib bei Dir
Gruß Manuela


[f1][ Editiert von Falballa am: 08.07.2004 13:30 ][/f]


Schneeflocke Offline



Beiträge: 485

08.07.2004 13:35
#8 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

Zitat
1. Alles bleibt beim Alten und ich saufe wieder.
2. Ich trenne mich um das Saufen nicht wieder anzufangen.
3. Sie arbeitet auch an sich und dann hätten wir evtl. ne gemeinsame Zukunft ohne Alkohol.


1. ist verständlich, aber Quatsch. Deine Frau ist nicht verantwortlich dafür, ob du säufst oder nicht. Wenn Du das so siehst, treibst Du sie in die Co-Rolle. Falls Deine Therapie Dein ganzes Denken und sogar die Gefühle Deiner Frau gegenüber verändert hat, ist das ganz toll, denn so wie bisher, mit Saufen, wolltest du ja nicht weitermachen.

Zitat
Dann ging erst mal das Geschimpfe los wie: ich halte so lange zu Dir und steh das alles mit Dir durch und dann willst Du mich verlassen.....


Da ich „vom anderen Ufer“ komme, kann ich das erst recht nachvollziehen. auch ich habe monatelang auf so eine Art Dankbarkeit von meinem Mann gewartet, weil ich doch bei ihm ausgeharrt habe. Aber das ist auch Quatsch. Warum, kann man in vielen Co-Beiträgen hier auf dem Board nachlesen.
Ich wünsche Euch, dass Ihr einen neuen Weg zueinander findet. Vielleicht muss bei Deiner Frau erst die Einsicht wachsen, dass auch sie sich Gedanken über ihr Verhalten machen muss.
Mein Mann ist jetzt über ein Jahr trocken. Er hat sich bis jetzt, fast suchthaft in ein früheres Hobby gestürzt, ich habe meine Weiterbildung betrieben. so langsam denke ich, wird es auch bei uns Zeit, dass wir uns wieder mehr aufeinander zu bewegen.
Trotzdem ist es manchmal nicht leicht: gestern hatten wir Besuch. Mein Mann war lustig, gab den großspurigen Spinner und ich war wütend, beleidigt...
Er war eigentlich nur lustig drauf, aber es erinnerte mich so sehr an sein Verhalten, als er noch getrunken hat, dass alte Gefühle wieder hoch kamen, obwohl ich sie für lange überwunden hielt.

Also, Solgar, Dankbarkeit und Rücksichtnahme Deinerseits ist völlig fehl am Platz, aber so etwas wie Geduld ist sicher hilfreich.

Zuerst steht für dich trotzdem: trocken bleiben, egal wie. Nur, wie gesagt ich komme vom anderen Ufer und kann auch Deine Frau verstehen.

Alles Gute

Schneeflocke.


Bobby ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2004 14:33
#9 RE: Suchtfibel antworten

Die Suchtfibel war sowohl in der früheren Langzeittherapie meines Vaters, sowohl als auch in meiner Langzeit die einzige ´Pflichtlektüre´.
Ich habe schon damals naß drin gelesen und es brachte mir schon ´theoretisch´einiges.

Bobby


felidaela Offline




Beiträge: 796

08.07.2004 14:43
#10 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

gibt es bei dir schon so drastische Veränderungen? Ich meine, so lange bist du doch noch nicht trocken?

Hab' ich was verpasst, oder warum willst du dich trennen? War schon lange der Wurm drin, den du nur niedergetrunken hast?



Meine Beziehung ist (auch) auseinander gegangen. War aber mehr der 2. Grund. Und ich hatte keine Wahl. Hm....

Mir hat also auch keiner meine Trockenheit gedankt...


War'n Gag ! Hab' ich nie erwartet!

Mir geht es gut. Sehe ja jetzt sehr deutlich, mit wem ich da zusammen gelebt habe. Und ich muss sagen, mein Interesse an ihm hält sich in Grenzen.

Keine Wut, keine Trauer... nichts. Alles ist gut.


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

08.07.2004 17:44
#11 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

diese Phase, die du gerade mit deiner Frau erlebst, habe ich auch durch. Da geht es dann um "sein oder nicht sein, das ist hier die Frage"......

Du bist sozusagen "neu" und deine Frau "sieht" noch den alten Solgar.
Da prallen Welten aufeinander.

Bei meinem Mann und mir sind zwar in der Trockenheit wieder gemeinsame Interessen hervor gekommen, aaaaber die Denkweise und das Handeln hatte sich im Alltäglichen bei mir verändert. Das war so ähnlich, als wenn ich eine Kerze anzünde und für meinen Mann konnte daraus ein Hausbrand werden. Das ist echt verrückt. Oder er war immer noch der Meinung, den Vordenker für mich übernehmen zu müssen.
Da hat es gewaltig gekracht und das ging bis zur absoluten "Funkstille", was letztendlich keine Lösung ist und keinen von uns weitergebracht hat.

Da gab es nur eins: Entweder musste mein Mann an sich arbeiten oder gehn oder ich bleibe so, wie ich bin und gehe selbst.

Mein Mann hat sich dafür entschieden in psychologische Behandlung zu gehen und es bekommt uns BEIDEN sehr gut.
Letztens sagte er mal zu mir: "Ich gehe richtig gerne zu dem Psychofritzen. Hätte nie gedacht, wie gut das tut und wie es hilft. Und früher meinte ich immer, zu den Psychodocs gehen nur "Verrückte". Aber es sind "Normale", die einfach ihr Denken und Handeln nicht verstehen, weil es andere nicht verstehen, die es doch verstehen müssten".

Ich denke, er ist auf dem richtigen Weg und ich auch.



LG Laila


2Solgar ( gelöscht )
Beiträge:

08.07.2004 22:48
#12 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Saftnasen,

ich war gerade in meiner SHG und es geht mir ganz gut. Auch wenn ich schon wieder Bäume ausreisen könnte sollte ich es doch bei kleinen Bäumen belassen....

@Seelensturm

Ursprünglich war es während der Therapie so angedacht das meine Frau mehrmals an Samstagen (meine Therapeutin wäre extra gekommen) kommt um Paargespräche zu führen. Allerdings kam dies die ersten 6 Wochen nicht zu stande weil: Sie keinen Babysitter hatte, sie endlich mal froh ist nichts machen zu müssen, dieses Wochenende leider keine Zeit hat, sie eh nur kommen sollte weil ich bockig bin und Sex will (Orginalton der Wochenschau von 2004), das Gras grün ist, Scheiße oben schwimmt und Marienkäfer auf dem Rücken echt doof aussehen.......

Nach sechs Wochen "ich kann nicht" ihrerseits und einem "dann leck mich doch und bleib für immer wo der Pfeffer wächst" meinerseits hat sich meine Frau dann doch herabgelassen zu einem Paargespräch zu erscheinen. War halt dann nur eins in 8 Wochen.

Gebracht hat es nichts weil meine Frau je eh schon alles wusste, die Therapeutin sie nur angegriffen hat und eh keinen Plan hat (Wie im nachhinein noch ca. 120 Freundinen Ihrerseits bestätigten).

Also um Deine Frage in kurzform zu beantworten: Ja, der Partner wird mit einbezogen, wenn er will.

@Schneeflocke

Der Punkt eins meiner Liste war nicht dazu gedacht sie in irgendeine Co-Rolle zu pressen. Ich wollte Ihr damit nur vor Augen führen das vieles was mich beschäftigt auch mit Ihr zusammenhängt. Entweder wir ändern was, oder ich ändere was. Auch mit Schuld hat das nichts zu tun, ich bin lange darüber weg Schuldige zu suchen. Bringt nichts.

Wer ist den Schuld an meinem Alkoholismus ?? Ich ? Du ? Gott ? Die Alkoholindustrie ? Meine Eltern ? Die Gesellschaft ? Welche Rolle spielt es---keine.

Und ja, Du hast recht, wichtig ist das ich trocken bleibe, nur so bin ich fähig Entscheidungen zu treffen.

@Bobby

theoreisch weiß ich auch vieles seit vielen Jahren, gesoffen hab ich trotzdem.

@felidaela

Du sagtest so lange bist Du doch noch gar nicht trocken.

Wo fängt trocken an ?? Ich hab mich bisher immer als "Trinkpäusler" bezeichnet und niemals Tage oder Monate oder Wochen gezählt. Ich denke ich werde langsam erst trocken obwohl ich schon länger nicht mehr trinke.

@Saftnase

Toller Nick, ich benutz den öfter als Einleitung hier auf dem Board.

Ich hab am Freitag versucht meiner Frau nahezulegen das es sinnvoll wäre wenn wir zu einer Eheberatung gehen.

Hier die Antwort : Hmmm, wann soll ich denn?? Ich glaube nicht das dies was bringt. Das mit Deiner Therapeutin hat ja auch nichts gebracht. Und ausserdem hab ich ja keine Zeit. Montag und Freitag bin ich ja im Sport und Di-Do arbeite ich ja.

Da fällt mir nicht viel zu ein ausser .....(ich sags nicht :grins2

So, genug getippselt, wünsch euch was.

Gruß Solgar


Schneeflocke Offline



Beiträge: 485

09.07.2004 09:41
#13 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

Zitat
Gebracht hat es nichts weil meine Frau je eh schon alles wusste, die Therapeutin sie nur angegriffen hat und eh keinen Plan hat (Wie im nachhinein noch ca. 120 Freundinen Ihrerseits bestätigten).


Zitat
Ich hab am Freitag versucht meiner Frau nahezulegen das es sinnvoll wäre wenn wir zu einer Eheberatung gehen.
Hier die Antwort : Hmmm, wann soll ich denn?? Ich glaube nicht das dies was bringt. Das mit Deiner Therapeutin hat ja auch nichts gebracht. Und ausserdem hab ich ja keine Zeit. Montag und Freitag bin ich ja im Sport und Di-Do arbeite ich ja.


Ja, wenn das soo ist, kannst du meinen Beitrag ja glatt vergessen...
Da gibt es für mich nur zwei Erklärungen:
Sie hat kein Interesse an Dir. oder
Sie denkt, die Alkoholsucht ist nur Dein Problem und sie hat, wie immer, alles richtig gemacht.

Äh, ich glaube da hast Du echt ein Problem und die Sache mit der Eheberatung ist doch ein guter Vorschlag...
Bleib trocken, Solgar, bewahr Dir Deinen Humor (als Schutzschild?).

Viele Grüße Schneeflocke.


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

09.07.2004 09:44
#14 RE: Suchtfibel antworten

Hallo Solgar,

ehrlich gesagt, verstehe ich die Reaktionen Deiner Frau überhaupt nicht. Es muß doch auch in ihrem Interesse liegen? Was erhofft sie sich für die Zukunft? Wo jetzt alles anders ist, müsste man doch darüber sprechen.

Man kommt ja nicht aus der Therapie zurück und kann so tun als wäre nichts und wieder an dem Punkt x anknüpfen. Dann wäre ja die ganze Therapie umsonst gewesen. War das Deiner Frau nicht bewußt?

Ich wünsche Dir weiterhin, daß Du auf diesem Wege bleibst
Adobe


2Solgar ( gelöscht )
Beiträge:

09.07.2004 16:24
#15 RE: Suchtfibel antworten

Hallo zusammen,

ja, ich versteh die Reaktionen ja auch nicht. Ich kann nur vermuten. Ich nehme mal an das durch meine Trinkerei schon seit Jahren zu viel kaputt ist. Wahrscheinlich ist die Distanz schon zu groß.

Vermutlich hat sie angst sich wieder auf was einzulassen und würgt deshalb alles ab.

Seitdem ich Ihr sagte das ich mich trennen will wenn es so weitergeht ist sie jedenfalls scheißfreundlich zu mir.

Wahrscheinlich plündert Sie gerade alle Konten

Gruß Solgar


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