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Saufnix
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Dieses Thema hat 109 Antworten
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 Akute Hilfe
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Seemaus Offline




Beiträge: 216

05.10.2003 10:34
#46 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Guten Morgen!

Heute Morgen schneit es bei uns, der Winter lässt grüßen.

Danke für eure Antworten, liebe Helena, gerne hätte auch ich so einen Abend verbracht, ganz ohne Alkohol, nur reden. Und wenn ich soweit bin, und es kann, dann muss ich auch noch die Menschen finden, die das auch wollen. Aber das wird halt meine Aufgabe sein. Auf jeden Fall werde ich dieses Silvester ohne Alkohol feiern, das steht für mich schon mal fest!

Helena, ich weiss nicht, ob du mir das schon erzählt hast, aber da du ungefähr meine Trinkmenge pro Tag konsumiert hattest, welche Entzugserscheinungen hattest du dann? War es schlimm?

Ich glaube, ich habe noch niemals eine 2. Flasche Wein getrunken, wenn mir schwindlig wird, geh ich auf Wasser über. Diese Kontrolle habe ich bisher immer behalten. Ich habe mich noch niemals vollgesoffen, musste mich noch nie aufgrund Alkohol übergeben.

Lieber Tommie,

danke für deine Worte. Endlich mal klare Aussagen und Antworten. Absolute Bewunderung an dich, dass du da rausgefunden hast. Mein Vater trank morgens zum Frühstück ein Bier und abends war sein Bier sein Schlafmittel. Ich denke, dass er all die Jahre (bis dann der Schnaps dazu kam, weil er gar nicht die Mengen Bier trinken konnte um seinen Spiegel zu halten) bestimmt 15 - 20 Bier pro Tag und Nacht getrunken hatte. Dazu noch 3 Schachteln Zigaretten. Mein Vater war immer davon überzeugt, kein Alkoholiker zu sein und hat es auch nie geschafft. 1998 ist er elendlich verstorben. Ich hatte nie einen Vater.
Das mal nur so am Rande erwähnt.

Ich trinke täglich, nicht weil ich ein Problem habe. Ich bin da so reingerutscht...sowie Helena das auch formuliert. Jetzt muss ich da nur wieder rausrutschen.

Heute Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen. Aber wie man hier auf dem Board sieht, war ich nicht die einzige Person. Ich habe solche Angst vor dem Entzug, das hat mich heute morgen so gegen 4 Uhr so richtig erwischt.
Ich hatte vor 12 Jahren Panikattacken und war sehr krank, ging nicht mehr aus dem Haus, ich hatte nur noch Panik. Diese Zeit war sehr schlimm für mich und deshalb habe ich auch so Angst vor dem Entzug. Ich weiss nicht, wie ich mit Panikattacken umgehen werde, ich bin so froh, dass ich sie los bin!
Aber da muss ich dann wohl durch.

So, mir steht ein ruhiger Sonntag bevor.
Euch allen auch einen schönen Sonntag,

Grüße
Seemaus


michimu Offline



Beiträge: 93

05.10.2003 11:08
#47 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hallo Seemaus,
wenn es bei Euch schneit mußt du ja irgendwo in den Bergen wohnen, trotzdem gib dir eine Chance und such dir eine Selbsthilfegruppe.

Gerade für dich in deiner Situation scheint m i r das ganz wichtig zu sein, denn das was du hier elektronisch erlebst, nämlich Anteilnahme und Fürsorge, das kannst du dort `life´ erleben.

Deine Angst vor dem Entzug halte ich für gar nicht unberechtigt, denn wenn der Körper an den Alkohol so gut angepaßt ist, wie du das berichtest (perfekter Spiegel) dann dürfte er auch ganz schön rebellisch werden, wenn ihm das süße Gift entzogen wird. Das muß gar keine rein physiologische Reaktion sein, die Psyche spielt da auch mit ("...mach mal Körper, zeigs ihr richtig, damit wir wieder kriegen was wir brauchen...")

In der Gruppe findest du vor allem am Anfang viel Beistand was diese Panik angeht.

Ein Ratschlag ist ja immer erst ein Rat und dann auch ein Schlag und Empfehlungen sind davon die Geschwister,

trotzdem,

überleg dir ob du dich morgen nicht doch in ein Krankenhaus begibst, dich dort mit Distra behandeln läßt und nach einer Woche aus dem größten Schlamassel heraus bist.

Und vor einer Woche Grippe ist ja niemand gefeit auch nicht die größte Arbeitsmaus

Warum mein Rat: ins Krankenhaus und das schon Morgen oder besser noch heute??? Ich habe da so eine etwas abstruse spirituelle Vorstellung vom Trocken werden. Ich denke mir das so - der arme Süchtige säuft so vor sich hin, in Intervallen, oder im Spiegel, gepflegt oder in Exzessen, und er wird immer wieder von Skrupeln geplagt und von dem Wunsch damit aufhören zu können.

Nur in seltenen Fällen wird dieser Wunsch vom Lieben Gott erhört, er macht dann sein Himmelsfenster auf und schaut runter mit sorgenvollem Gesicht und fragt: "Lieber Sünder willst du wirklich?" und wenn dann irgend ein ABER- oder ein EIGENTLICH- Einwand kommt, dann zuckt er resigniert die Achseln und meint leise: "Dann sauf halt weiter, gepfegt und kontrolliert"
Er kennt das, er hat schon so viele zugrunde gehen sehen...

Was ich damit sagen will, das Zeitfenster ist schmal in dem man sich tatsächlich helfen lassen will u n d auch kann. Hier auf dem Forum haben schon viele gekämpft, so wie du und nur wenige sind geblieben. Es ist ein Symptom der Sucht, dass sie sich auch gegen Hilfe abschotten kann. Dann will man von dem ganzen hier plötzlich nichts mehr wissen. Dann ist das wie ein blöder Traum, den man schnell wieder vergessen will.

Alles Gute und Liebe
Michael


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

05.10.2003 11:14
#48 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hi Seemaus,

daß ich mit dem Menschen von gestern abend mal zusammensitzen würde, hätte ich damals auch nicht für möglich gehalten.
Die richtigen Menschen finden sich - aber es braucht Zeit und Geduld und auch ein bißchen Anstrengung.
Aber abgesehen davon steckt das Leben voller unerwarteter Überraschungen -
man muß nur den Mut finden, sich darauf einzulassen.

Über meine Entzugserscheinungen habe ich in der letzten Zeit eigentlich einiges geschrieben.
Das kannst Du in den Themen "Es reicht mir" von Prinz (Akute Hilfe) und in dem Thema von Susanne nachlesen.
Nur soviel: Ich bin da allein zu Hause durch - drei Tage lang. Davon waren die ersten zwei Tage wirklich schlimm - am drittem Tag ging es schon.
Muß dazu sagen, daß ich viel Angst hatte, weil ich einfach noch nicht genug über das wußte, was da mit mir passiert.
Die Aufklärung über das ganze Maß meiner Krankheit folgte erst nach und nach hier übers Board, über Bücher usw.

Darum: Je mehr Du weißt, desto weniger brauchst Du Dich in Panik stürzen.
Sieh zu, daß Du nicht allein bist - die Anwesenheit einer anderen Person verschafft Dir Sicherheit.
Vielleicht wird es gar nicht so wild - jeder Mensch ist anders. Und jeder Körper verarbeitet den Alk anders.
Vielleicht kannst Du Dich auch langsam runtertrinken - jeden Tag ein Glas weniger - wenn Du noch genug Disziplin hast. Aber ich hör die anderen schon schimpfen - denn die Gefahr des Weitertrinkens besteht natürlich.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, ruf die Suchtberatung an und geh parallel zum Doc. Und sei ihnen gegenüber ehrlich - runterspielen bringt Dir nichts.

Sei erstmal ganz nett gegrüßt
und halt die Ohren steif


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

05.10.2003 12:23
#49 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hallo Seemaus !

Ich hab dir eine nmail geschrieben !

Gruß
Bea


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

05.10.2003 13:56
#50 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hi Michi,

Deine Sicht, was das Zeitfenster betrifft, finde ich sehr interessant und ziemlich treffend.

Gruß


Seemaus Offline




Beiträge: 216

05.10.2003 14:20
#51 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hallo Michael,

danke für deine Ratschläge, aber ich kann wirklich nicht in ein Krankenhaus so einfach von heute auf morgen für eine Woche. Ich habe ja eine Familie.
Ausserdem bin ich gegen eine Woche Grippe gefeit, ich bin nämlich dagegen geimpft.

Und ja, irgendwo in den Bergen wohne ich, zumindest am Rande der Alpen und es schneit immer noch. In der nächstgrößeren Stadt, ungefähr 30 km entfernt, gibt es eine SHG. Aber ich habe doch euch und ihr seid viel näher

Ich muss das alleine durchziehen, mit meinem Partner zusammen natürlich. Ich werde das schon schaffen.

Was ist eigentlich Distra, kann ich mir ja auch so besorgen, wenn das so toll hilft!

Grüße
Seemaus[f1][ Editiert von Seemaus am: 05.10.2003 14:30 ][/f]


Seemaus Offline




Beiträge: 216

05.10.2003 14:25
#52 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Achja, da ist noch was, was mir heute auffällt.
Da ich mich im Moment so sehr mit meinem bevorstehenden Entzug des Alkohols beschäftigte, habe ich (und hatte heute Nacht) schon richtige Entzugserscheinungen. Obwohl ich gestern Abend ganz normal meinen Wein getrunken habe.

Kennt ihr das?

Gruß
Seemaus


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

05.10.2003 15:17
#53 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Clomethiazol (Distraneurin)

- schwächt Entzugserscheinungen ab
- zur Behandlung des Alkoholdelirs
- auch als Sedativum in der Geriatrie
- starkes Abhängigkeitspotential (Barbiturat-Alkohol-Typ)
- Mißbrauchsgefahr, deshalb nicht für die ambulante Therapie
- atemdepressorische Wirkung
- Kontraindikation: akute Alkoholintoxikation


Wird in der Klinik im Alkoholentzug gegeben, aber mit Vitalzeichenüberwachung.
Sollte NICHT ambulant gegeben werden, wegen der oben beschriebenen Nebenwirkung und der fehlenden Kreislaufüberwachung.

Grüßle
Bea


michimu ( gelöscht )
Beiträge:

05.10.2003 15:22
#54 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hallo Seemaus
Bea war mal wieder schneller -und professioneller

das mit den Entzugserscheinungen, wird sich, - so vermute ich - so verhalten, wie ich das gestern geschrieben habe: Die Psyche tut den Körper schon mal anstacheln oderntliche Entzugserscheinungen zu produzieren, um das Ich zu beeindrucken, dass es ablassen soll von dem Wahnsinnsvorhaben der Abstinenz, denn die Physis und die Psyche, die haben sich mit dem Alkohol bestens angefreundet, nur das Ich stört dieses tolle Freundschaft.

Distra-neurin ist ein richtiges Teufelszeug, es putzt alle physischen Entzugserscheinungen weg (ist eine Wunderwaffe gegen das Delir) und packt einen (als Nebenwirkung) je nach Dosis leicht bis mittelschwer in Watte, ist also bewußtseinsverändernd und selbst suchtbildend.

Man kann sich also eine zusätzliche Medikamentenabhängigkeit einhandeln. Die Frage ist also, ob sich ein Hausarzt darauf einläßt, dir Distra mit nachhause zu geben. Was Krämpfe u.ä. angeht, das sind keine unbedingten Folgen. Es verhält sich damit wie bei den Beipackzetteln, es kann - in seltenen Fällen.....

Ganz prinzipiell bin ich eh davon überzeugt, dass man auf seine eigene Kraft vertrauen soll, und wenn dein Mann auf dich aupaßt bist du eh in guten Händen, das einzige was sich bei dir kritisch anhört ist die Spiegeltrinkerei, aber nur Mut....Angst ist hier kein besonders guter Ratgeber....

und man kann sich ja auch nächtens hier auf dem Forum rumtreiben: Ich kuck mal um 22Uhr hier in den Chat, wenn Du und nochwer Lust hat?

Bis dann
Michael[f1][ Editiert von michimu am: 05.10.2003 15:24 ][/f]


Seemaus Offline




Beiträge: 216

05.10.2003 15:41
#55 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Ok, falls ich um 22 Uhr noch einigermaßen fit bin, wie gesagt, ich habe heute gar keinen guten Tag, dann komme ich in den Chat, und zwar nüchtern

Bis dann, ich leg mich jetzt etwas hin.

Grüße und Danke!

Seemaus


Ganznette Offline



Beiträge: 180

05.10.2003 17:46
#56 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

liebe seemaus,
als ich vom konsum so weit war wie du, vor ca. 1,5 jahren, habe ich mir die internetseiten von alkoholikern durchgelesen. diese hier gab es noch nicht. ich dachte ups!!!! soooooooooo weit bist du ja dann doch noch nicht. meine güte, JEDER trinkt mal abends entspannt ein fläschen wein.... und doch habe ich gemerkt, da läuft was ganz ziemlich schief bei dir. auffällig war ich natüüüürlich kein bischen. ich hätte genauso auf dein "ich rieche gut" problem (darauf bestehst du doch?) bestanden. natüüürlich, ich grenze mich ja ab. ich bin erfolgreich und mir geht es ja gut. trotzdem, das ganze drama begann ein wenig zu eskalieren, als ich zum ersten mal in eine eigene wohnung gezogen bin, keine kontrolle, partys und man kann ja machen was man will. ich gebe zu, ich bin da auch, wie einige sagen, "reingeschlittert". wie und wieso manche dinge so sind, das ergebnis ist das gleiche. trotz meiner leserei über alkoholismus, und ich habe einige sachbücher gelesen, wurde es immer schlimmer. trotz einer glücklichen beziehung, die ich jetzt habe, und auch mit den herren vorher hatte... krank. es gibt keinen grund, aber es ist einfach so. wenn ich mir genau überlege habe ich mich von meinem ex nur getrennt, weil er mir mit seinem helfersyndrom bzgl. des alkohols auf den nerv ging. ich wollte ja gar nicht aufhören. praktischerweise wohnten wir nicht zusammen, so konnte ich mein leben weiter leben, nur wenn er kam, mussten die weinpullen entsorgt werden. jetzt habe ich ihm mein problem dezent!!!, da wir noch gute freunde sind, geschildert. er hat mich zu einem superprof. geschickt, der mich mal anschauen sollte, auch wegen meines burn out syndroms. ich war am donnerstag dort, ein ganz netter älterer herr, dem ich wieder mal nicht die wahrheit sagen konnte. ich habe es einfach nicht geschafft, ihm wieder die ganz tolle entspannte vorgespielt. ok, du trinkst ein wenig viel aber... das ist doch nicht so schlimm. fand er nach 2 stunden immer noch.... ich habe ein paar fragebögen mitbekommen, die ich mal fast wahrheitsgemäss beantworten will. aber fakt ist auch, dass ich jetzt meine wodkaration (den man ja nicht riechen soll) ins büro schleppe und in stresssituationen einen mit o-saft trinke. kurzum, ich bekomm es nicht so wirklich hin. (ironie) du kannst es, bei deinen weinkonsum, ganz bestimmt noch. wenn du es jetzt nicht einschränkst, meinetwegen immer weniger trinkst bis zum punkt null, jeder jeck ist anders, dann bekommst du ein problem, ein richtiges. meines ist auch ganz klar in sicht. ich mag nicht mehr arbeiten, mich nervt das alles, auch wenn es mir gut geht. äusserlich! zudem habe ich mir in der badewanne überlegt, was das ganze kostet. mind 10 eur pro tag für wein, dann bestimmt 20 eur pro woche für wodka und 7 eur pro tag für zigaretten. das soll jetzt keine mathe aufgabe sein Das sind über 540 EUR, dabei war kein ausgehen, kein vino im restaurant.... überlege mal! das ist doch wahnsinn!!! damit wäre ich bestimmt bei 1000 eur.... für nichts! suchtmittel, die mich nicht glücklich machen. und da ist kein friseurbesuch, keine kleidung, nichts dabei. liebe seemaus, ich will dir nur vor augen halten, wie es kommen KANN. trinken war nicht mein hauptproblem, welches es ist, weiss ich nicht, aber durch das trinken habe ich eben ein neues hauptproblem. für mich, meine beziehung, meine familie, meine freunde, meinen job, mein leben. weil nichts mehr so spass macht. wichtig ist es zu überlegen, wie wann wo man eben trinken kann. das ist alles nicht mehr witzig. hör jetzt einfach auf, ich denke, du kannst das noch! bei mir bin ich mir körperlich nicht mehr so sicher. ich war freitag nach dem profbesuch auf einer party, viel getrunken und dann freitag bis ca. 18.00 bei meinem freund. ich war rappelig, schlecht gelaunt und froh!!!! weil er eine erkältung hatte, und ich mich dann verpieseln konnte. ab in meine wohnung----puh!--- ein glas wein. das sollte dich abschrecken, liebe seemaus, es soll nicht klingen, wie die eine bestimmte dame es meint, dass ich mich mit meinen postings wichtig machen will. es ist einfach scheisse so ein leben. aber die kraft, etwas zu ändern, schwindet immer mehr, je länger es dauert. auch wenn du jetzt meinst, die kraft nicht zu haben, du hast jetzt eine menge mehr kraft, als du in 1,5 jahren haben wirst.
viele liebe grüsse!
sabine


Bernd48 Offline




Beiträge: 979

05.10.2003 18:28
#57 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

hallo micha - ziemlich gut - dein beitrag.


Rosa Krebs Offline




Beiträge: 436

05.10.2003 20:20
#58 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Hallo liebe Seemaus,

ich lese hier schon eine Weile mit und möchte dir nur sagen, dass ich dir ganz fest die Daumen drücke.
Mach weiter so.... du bist auf dem richten Weg!


Hallo "ganznette" Sabine,

aus deinem Beitrag kann man immer deutlicher herauslesen, dass bei dir der "Leidensdruck = dass es so nicht mehr weiter gehen kann" immer näher kommt.

Ich vermute mal, dass du bald alle "Joker" ausgespielt hast. .....


Seemaus Offline




Beiträge: 216

05.10.2003 22:09
#59 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Liebe Sabine,

danke für deinen Zuspruch und deinen Glauben, dass ich es noch schaffe!
Ich lese mit viel Traurigkeit deine Geschichte und wie es dir im Moment geht.

Ich habe heute noch nichts getrunken und würde jetzt gerne ins Bett gehen, ein bisschen lesen und dann seelig schlafen, aber schon jetzt merke ich, dass ich fast überhaupt nicht mehr fähig bin zu tippen. Meine Finger sind irgendwie starrer als sonst. Ausserdem bin ich alleine (mein Tochter ist schon da) und muss morgen arbeiten.

Jetzt sitze ich ernsthaft hier und überlege, ob ich ein Glas Wein trinken soll, damit ich morgen fähig bin zu arbeiten, damit ich keine Entzugserscheinungen bekomme.

Ich hab mir auch schon überlegt, ob ich eine Tetrazepam nehmen soll, den ich habe einen "steifen" Hals und gleichzeitig würde das meine Muskeln entspannen und mich wohl etwas schläfrig machen. Aber da steht, man soll es nicht nehmen, wenn man alkoholsüchtig ist. Also lass ich es lieber, obwohl ich es schon des öfteren früher genommen haben, Muskelverspannungen im Halsnackenbereich kommen bei mir öfters vor.

Also sitze ich hier und weiss nicht genau, was ich machen soll. Soll ich lieber ein Glas trinken (ich würde es dabei belassen) oder lieber nicht? Warum muss es mich plötzlich Sonntagabend packen, das ist so ungünstig.

Liebe Sabine, wollen wir gemeinsam den Versuch starten, dem Alkohol den Rücken zu kehren? Er bringt uns doch wirklich nichts, das wissen wir doch beide gut. Und auch bei dir ist es nicht zu spät, les doch bei den anderen, es ist zu schaffen, egal wie tief man schon drinhängt!

Übrigens, das kenne ich, dass man schnell nach Hause gehen will und endlich "genussvoll" sein Glas Wein zu nimmt. Bei mir ist es ja schon so, dass ich am liebsten gar nichts unternehme abends, denn dann müsst ich ja auf meinen Weinkonsum verzichten. Ich will das alles nicht mehr.

Da ist noch etwas, wovon ich nie berichtet hatte. Ich bin Marcumarpatientin. Alkohol wirkt sich extrem auf die Marcumardosis auf und wenn ich nicht regelmäßig trinke, dann darf ich gar nichts trinken, sonst spiele ich auch mit meinem Leben.
Alles nicht so einfach.

Ich wollte heute Abend eigentlich mich mit einigen hier im Chat treffen, hätte mir sehr gut getan, aber es klappt bei mir nicht!

Und danke liebe RosaKrebs, dass du mir die Daumen drückst.

Oh meine Finger...die liefen auch schon besser

Gruß

Seemaus Tag 0 oder doch lieber nicht? [f1][ Editiert von Seemaus am: 05.10.2003 22:17 ][/f]


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

05.10.2003 22:17
#60 RE: Ich bin noch nicht so weit...noch nicht. antworten

Zitat
Liebe Sabine, wollen wir gemeinsam den Versuch starten, dem Alkohol den Rücken zu kehren?



Na dann mal los, ihr beiden!
Gemeinsam seid ihr stark.

Ich habe etwa zeitgleich mit Bea aufgehört, zu trinken.
Das verbindet, und man macht sich gegenseitig Mut.
Ich glaube, hier gibt es einige "Pärchen" - die es zusammen angegangen sind.
Ich finde die Idee gar nicht schlecht. Ihr wäret auf dem gleichen Stand und könntet dabei Eure Erfahrungen austauschen.
Die Möglichkeit würde ich mir nicht entgehen lassen - es nützt nichts, wenn ihr Euch nur gegenseitig was vorjammert.

Ran an die Bouletten - wie wir Norddeutschen sagen!!



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