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Saufnix
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Dieses Thema hat 592 Antworten
und wurde 46.561 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
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Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

16.05.2011 00:07
RE: Arztbesuch antworten

Geh morgen zum Arzt ,bin schon krankkgeschrieben seit 31.3 wegen Arbeitsüberlastung .und hab noch total Depressionen kenn ich seit Kindheit an ,war aber Ruhe seit ca4-5Jahre was das wohl soll?Würd ihm am liebsten sagen das ich Alkohol trinke ,weiß aber nicht ob ich mich traue

Der Tag strahlt
in den schönsten Farben,
es duftet nach Leben,
und die Luft
schmeckt nach Glück.

Lieblingsspruch von der kleinen Ilo


Hüftl Offline




Beiträge: 3.518

16.05.2011 00:25
#2 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Gepostet von Ilo132
Geh morgen zum Arzt ,bin schon krankkgeschrieben seit 31.3 wegen Arbeitsüberlastung .und hab noch total Depressionen kenn ich seit Kindheit an ,war aber Ruhe seit ca4-5Jahre was das wohl soll?Würd ihm am liebsten sagen das ich Alkohol trinke ,weiß aber nicht ob ich mich traue



Da sind sie wieder das verheimlichen, und die lügen.
Ilo vor wem und was hast du Angst.Du mußt dem Arzt auf jeden Fall sagen das du ein Proplem mit Alk hast.
Viel Glück morgen.

Gruß Hüftl

LG Frank

Die Kraft des Geistes ist grenzenlos,
die Kraft der Muskeln ist begrenzt.


Koichi Tohai


Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

16.05.2011 00:34
#3 RE: Arztbesuch antworten

Das ist aber nicht so einfach ich schäm mich ,fühl mich einfach minderwertig

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Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

16.05.2011 01:04
#4 RE: Arztbesuch antworten

Danke Hüftl das Du mir geschrieben hast ,weiß nicht ob ich es schaffe ,werd ich morgen schreiben ,aber gut zu wissen das mir einer geschrieben hat

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Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

16.05.2011 05:20
#5 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Gepostet von Ilo132
Das ist aber nicht so einfach ich schäm mich ,fühl mich einfach minderwertig



ist das nicht ein sehr ähnliches gefühl?

kennst du das,
das man "irgendetwas" vor sich her schiebt
"es" bis zum geht nicht mehr rauszögert
weil man davor angst hat oder sich schämt.....
dabei hat man "das" ständig mit schlechtem gewissen im hinterkopf
und "es" begleitet einen durch die tage wie eine drohung oder böser geist.....

irgendwann macht man "es" dann doch
und wenn "es" vorbei ist
könnte man sich selbst in den hintern beissen
das man "es" nicht schon viiiiel früher gemacht hat
weil "es" überhaubt nicht schlimm war
und man sich so viele schlaflose stunden erspart hätte.

genauso ist es nun mit deinem arztbesuch.

der wird nicht auf dich herabsehen,
dazu hat er auch garkeine veranlassung.
und den verdacht wird er höchstwahrscheinlich sowieso schon haben.

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


Inessi Offline



Beiträge: 4.790

16.05.2011 07:11
#6 RE: Arztbesuch antworten

Hallo Ilo123,

trau dich, denn es ist nix schlimmes dabei.
Eine gute, erste Übung für dich.
Als ich meinen Alkoholismus das erste Mal laut ausgesprochen hab,
ging es Schritt für Schritt in die trockene Richtung.


newlife Offline




Beiträge: 3.488

16.05.2011 09:08
#7 RE: Arztbesuch antworten

als ich das erste Mal wegen der Sucht beim Arzt war, traute ich mich auch nicht so recht und konnte nur "ganz leise" was dazu sagen, holte mir aber dennoch einen Termin zur Entgiftung.
In der selben Woche kams aber noch so dicke, dass ich es eines Nachts in der Notaufnahme unseres KH sozusagen rausgeschrien habe. Ich hatte keine Scham mehr. Ich hatte das Gefühl, dass ich es keine Minute mehr alleine in der Bude aushalte. Meine Birne spielte mir einen Streich nach dem anderen und ich hätte schon den Pizzaservice rufen müssen.
War daraufhin 5 Wochen mit Doppeldiagnose in der Klapse und ich war dankbar, dass ich Hilfe bekam.
Bis ich das aber so richtig kapiert habe, hat es rund ein halbes Jahr gedauert. Die Gedanken waren ja durchnässt bis zum Anschlag.

Gruß
Dirk

[ Editiert von newlife am 16.05.11 9:10 ]

Enjoy the freedom...


Elefantino Offline




Beiträge: 4.207

16.05.2011 09:30
#8 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Gepostet von Ilo132
Würd ihm am liebsten sagen das ich Alkohol trinke ,weiß aber nicht ob ich mich traue



Moin Ilo,

Hüftl hat absolut Recht. Nun lass doch Deinen armen Arzt nicht länger im Unklaren, sofern er nicht ohnehin schon bemerkt hat, was mit Dir los ist, und es lediglich aus falscher Rücksichtnahme noch nicht von sich aus angesprochen hat.

Wenn Du schlimm gestürzt wärest, und mit starken Schmerzen zu ihm kämst, würdest Du ihm doch auch die Stelle zeigen, wo es wehtut, und ihn nicht ellenlang danach suchen lassen, oder?
Ein guter Arzt, der Dein Vertrauen verdient, sieht Alkoholismus ganz unaufgeregt als Suchterkrankung, und wird Dich deswegen nicht schief ansehen. Auch wird er seine Schweigepflicht beachten, und Dein Problem nicht gegenüber anderen thematisieren, sondern gemeinsam mit Dir an einem Weg in die Abstinenz basteln, und diesen dann auch begleiten und unterstützen.

Wenn Du hingegen Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit Deines Arztes hast, wäre es in jedem Fall besser, einen Arztwechsel in Betracht zu ziehen.

Trau Dich! Schäm Dich nicht für Deine Krankheit, sondern sei stolz, dass Du sie benennst und etwas dagegen unternehmen willst!
Nochmal: Alkoholismus ist eine Krankheit und kein persönlicher Makel!


LG

Chris

Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche


F.W. Bernstein


Usa Offline




Beiträge: 356

16.05.2011 14:21
#9 RE: Arztbesuch antworten

Mit dem Minderwertigkeitsgefühl, und das "zu Stehen zu dieser Krankheit", kenn ich, und noch immer hab ich damit so meine Probleme mit Letzterem.

Am 8. Februar diesen Jahres bin ich zum Arzt gegangen, weil ich mich nicht mehr ertragen konnte, weil ich NICHTS mehr ertragen konnte.
Ich kannte die Ärztin nicht, hab dann vorsichtig mein Problem geäußert, und diese Ärztin gab mir das Gefühl, dass ich mich nicht schämen brauch, ich konnte ganz vorsichtig darüber sprechen, wurde für vollwertig genommen, das hätte ich nie geglaubt.
Seitdem geht es aufwärts, obwohl ich immer noch Schwierigkeiten mit dem "Bekennen" habe.
Ich kann Dir auch nur raten, Dich dem Arzt anzuvertrauen, es kann nur hilfreich sein.

GlG Usa

Es ist besser, geringe Taten zu vollbringen, als große zu planen.
(Chinesisches Sprichwort)


Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

16.05.2011 20:11
#10 RE: Arztbesuch antworten

War heute beim Arzt,habs tatsächlich gesagt,ist mir so unendlich schwer gefallen,dachte jetzt findet er mich total schäbig.das hät ich nicht gut gefunden,weil er derjenige war der mir aus meinen Depressionen herrausgeholfen hat die ich schon mein Leben lang hatte.Aber er hat zu mir gesagt:Wir kennen uns schon so lange und wir haben uns schon so viel erzählt das ich ihm sowas ruhig hätte sagen können,hab ich ja aber jetzt.Hab erzählt ich trink seit einem Jahr.Er hat mir gesagt das es natürlich meine Sache ist wieviel ich saufe aber das ich mir damit ein Eigentor schieße weil nämlich der Alkohol die Wirkung von dem Antidepressiva aufhebt.Na ja,soll jetzt diese Woche nur eine Flasche Wein trinken aber nur 0,75 nicht 1 Liter.Und dann die Woche nur eine halbe und dann gar nichts.Hat mich gefragt ob ich das schaffe,ich hab ja gesagt,ohje!Weiß es nicht genau will ihn aber auch nicht entäuschen.Zum Schluß hat er mich noch in den Arm genommen.ja nun jetzt hab ich es gesagt und fühl mich total schlecht !!!!!!Weiß auch nicht warum,vielleicht weil ich Angst habe ich schaff es nicht,dann bin ich weiter der Vollversager

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Usa Offline




Beiträge: 356

17.05.2011 07:39
#11 RE: Arztbesuch antworten

Ist ja schön, dass Du beim Arzt warst, und Dich anvertraut hast, allerdings verstehe ich den Arzt nicht, kann aber Unwissenheit meinerseits sein.
Ich versteh nicht, dass ein Arzt rät, weiter zu trinken, wenn auch reduziert.
Ich habe hier viel über den kalten Entzug gelesen, das es sehr gefährlich ist, und so ein Entzug immer unter ärztlicher Kontrolle laufen sollte. Wenn dann Medikamente verabreicht werden, weil man sich vielleicht gegen eine Klinik sträubt, oki, aber weiter trinken? Hm . . .

Als ich mich meinem Arzt anvertraut habe, konnte ich einfach gar nicht mehr. Sie wollte mich ja auch sofort einweisen, aber das wollte ich absolut nicht. Sie meinte, ab sofort sollte Alkohol tabu sein. Allerdings hat sie mir nichts gegen die Entzugserscheinung verschrieben, ich hab mich auch nicht getraut zu fragen, dazu war ich einfach zu schwach, obwohl ich mächtige Angst davor hatte. Wir hatten uns so geeinigt, dass ich jederzeit anrufen oder kommen kann, falls es Probleme bis zum nächsten Termin geben sollte. Naja, ich hatte Glück, ging gut, aber wohl war mir nicht. Ich kann auch nur sagen und empfehlen, es immer unter ärztlicher Kontrolle zu machen.

GlG Usa

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obi68 Offline



Beiträge: 2.165

17.05.2011 08:19
#12 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Gepostet von Usa
Ist ja schön, dass Du beim Arzt warst, und Dich anvertraut hast, allerdings verstehe ich den Arzt nicht, kann aber Unwissenheit meinerseits sein.



Das ist keine Unwissenheit deinerseits, sondern Unwissenheit des Arztes.

Leider ist es so, daß das Wissen über Suchterkrankungen bei den meisten Allgemeinmedizinern gen Null tendiert.
Wobei man ihnen da nicht mal unbedingt einen Strick draus drehen kann, weil dieses Thema meines Wissens in ihrer Ausbildung kaum vorkommt.

Illos Arzt hat halt das Wissen "Alkohol verträgt sich nicht mit Antidepressiva" - das scheint es aber auch schon zu sein.


Kleinerfuchs Offline



Beiträge: 3.724

17.05.2011 08:29
#13 RE: Arztbesuch antworten

Meine Ärztin hat vermutlich Ahnung- sie ist nämlich selbst ein Alkie

Sie empfahl mir vor 3 Jahren auch zuerst die Trinkmenge zu reduzieren, als das nicht funktionierte sagte sie "Frau Fuchs, dann hören sie einfach auf. Sie bekommen keinen körperlichen Entzug" Empfehlen würd ichs allerdings nur mir selbst und niemals einem anderen, weil ich das Restrisiko ja auch selbst getragen hab. Immerhin ist meine Mutter auch im Entzug gestorben, und ob was passiert und was, weißt Du erst hinterher. Muss jeder selbst für sich entscheiden.

Irgendwie versteh ich die Ärzte auch, wenn jemand Aufhören, aber nicht in eine Entgiftung will, ja was willste denn mit demjenigen machen?
Gibt ja auch noch sowas wie Mündigkeit, und ein Arzt kann Dir auch nicht alles abnehmen.


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

17.05.2011 08:36
#14 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Gepostet von Kleinerfuchs
Irgendwie versteh ich die Ärzte auch, wenn jemand Aufhören, aber nicht in eine Entgiftung will, ja was willste denn mit demjenigen machen?
Gibt ja auch noch sowas wie Mündigkeit, und ein Arzt kann Dir auch nicht alles abnehmen.



Ja, da hast du natürlich auch recht - sind ja auch nur Menschen.


relaTIEF ( gelöscht )
Beiträge:

17.05.2011 17:55
#15 RE: Arztbesuch antworten

Zitat
Sie empfahl mir vor 3 Jahren auch zuerst die Trinkmenge zu reduzieren, als das nicht funktionierte sagte sie "Frau Fuchs, dann hören sie einfach auf. Sie bekommen keinen körperlichen Entzug"



Wie konnte sie die Aussage treffen, dass Du keinen körperlichen Entzug bekommen wirst bzw. woran hat sie dies festgemacht?


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