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Saufnix
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Dieses Thema hat 66 Antworten
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 Akute Hilfe
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Helianta Offline



Beiträge: 153

29.03.2007 01:02
RE: Therapie antworten

Hallo,

in meiner Absicht, eine Therapie zu machen, bin ich ziemlich langsam. Eigentlich habe ich schon seit meiner Jugendzeit ein Alkoholproblem, das phasenweise auftrat. Etwa 2004 hat es zugenommen.. oder sagen wir mal, etabliert, die "Phase" hat bis heute nicht abgenommen, und nach und nach kamen die Gedanken, dass ich mir damit nichts Gutes tue. Also beschloss ich, einen Therapeuten aufzusuchen. Das hat dann aber sehr lange gedauert, bis ein Abend kam, an dem ich das Normale so sehr über alle Maßen verlassen hatte, dass ich einfach die gelben Seiten aufschlug und endlich ein paar Therapeuten anrief.

Seit 1 1/4 Jahr mache ich jetzt eine Gesprächstherapie, die auch gut und schön ist. Nur: am Alkoholproblem hat sich nichts geändert. Der Therapeut kann nichts anderes tun, als mich dazu mehr oder weniger ständig vehement dazu bewegen zu wollen, zu einem Psychologen zu gehen, der auch eine Entziehungskur in die Wege leiten kann.

Nach über einem Jahr habe ich also diese Hürde auch überwunden. Unglaublich finde ich es eigentlich, dass ich das als eine solche Hürde empfinde. Aber ich kenne schon den tieferen Grund, ihr ahnt ihn sicher auch. Ich muss dann aufhören, trinken zu wollen. Die Psychologin möchte nun dem von mir formulierten Wunsch nach einer Entziehungskur nachkommen. Morgen haben wir unseren dritten Termin. Und ich bin am zaudern, denke: vielleicht geht es ja doch auch so, Du musst es nur wieder in den Griff bekommen etc. Ich für mich, wenn ich ganz alleine wäre, würde es mir sehr wünschen. Aber ich fürchte mich vor dem, was das alles bedeutet, in meiner Situation. Vielleicht kann mir der eine oder andere mit Rat und Tat beiseite stehen, ich versuche mal die kritischen Punkte zu formulieren:

Dauer der Therapie
es gibt verschiedene Fachkliniken, besonders die speziell für Frauen, in denen die Dauer 16 Wochen beträgt. Das Minimum allerdings liegt auch schon bei 6-8 Wochen. Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass das sinnvoll ist, und auch für mich sinnvoll wäre.
Was wird mit mit meiner Tochter? In der Zeit müsste ich meine Tochter (12) alleine lassen, Angebote für Haushaltshilfen, oder eine Mitnahme gibt es nur für Kinder bis 12.
Was wird mit meiner Arbeit? Ich möchte meinem Arbeitgeber nicht sagen, weshalb ich zur Kur ginge, und es gibt dazu keinen Anlass. Für sechs Wochen bekommt man glaube ich eine Lohnfortzahlung, aber was, wenn man länger wegbleibt?
Was sage ich meinen Kollegen? Wir sind in unserer Abteilung nur ein Team von 3 Leuten, wir sprechen normalerweise recht offen,und es wäre zudem eine große Mehrbelastung für die beiden anderen. Die eine davon hat, als wäre das nicht genug, selber eine große Belastung wegen Krebs in der Familie.
Was wird mit all den Leuten drumherum, die alle von nichts wissen? Was wird mit meiner Wohnung?

Ich versuche mir zu sagen, dass es natürlich am wichtigsten ist, nicht weiter zu trinken. Aber es erscheint mir so unmöglich, mich meinen Pflichten derart zu entziehen? Mit dem Trinken "funktioniert" es ja, bis auf den kleinen, aber nicht unwesentlichen Punkt, dass für mich alles baden geht..

Meine Wunschvorstellung wäre eine Hypnose, nach der ich aufwache und es anders mache.. Ja, Quatsch. Hleft mir doch bitte, über den Tellerand zu schauen.

Grüße,
Helianta

:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner


Salo Offline



Beiträge: 299

29.03.2007 01:33
#2 RE: Therapie antworten

Hallo Helianta ;

Willkommen an Bord!

Über den Tellerrand heben, damit du drüber schauen kannst,
das kann ich leider auch nicht, weil:
Mir geht`s nicht anders wie dir!!!

Je mehr ICH es versuche, desto schlimmer wird`s!

Meine Frage:

Wieviel und Was trinkst du am Tag????


l.g.
Salo




Wenn es einen Glauben gibt der wahre Berge versetzen kann,
so ist es der Glaube an die eigene Kraft!


Salo Offline



Beiträge: 299

29.03.2007 01:46
#3 RE: Therapie antworten

Ach ja:

Und das ich`s alleine schaffe, den Zahn hab ich mir auch gezogen!!

Und dieses: Dann darfst du nicht`s mehr trinken,das kenn ich nur zu gut!!!!!!!!!

Ich denke, solang man den Knall noch nicht gehört hat und sich von dem Gedanken lösen kann:
Ich DARF nicht mehr!
ist Hopfen und Malz verloren!

Das Ziel muß sein:
Es reicht, ich WILL nicht mehr!

Nur bis dahin schaff ich es momentan auch nicht!




Wenn es einen Glauben gibt der wahre Berge versetzen kann,
so ist es der Glaube an die eigene Kraft!


Helianta Offline



Beiträge: 153

29.03.2007 01:48
#4 RE: Therapie antworten

Hallo Salo,

danke für Dein willkommen,
nachdem ich endlich das Post los hatte, konnte ich wieder gar nicht mehr loslassen. Schwierige Frage, wieviel ich trinke, denn manchmal hält es sich in Grenzen, und dann wird es wieder grenzenlos. Ich "schaffe" etwa eine Flasche Wein und 2 Bier. Oder eineinhalb Flaschen Wein. Und dann bin ich wieder genug abgenervt um einen Tag nichts zu trinken. Oder auch mal zwei. Aber darüber muss ich dann schon nachdenken. Letzte Woche wollte ich mich auszutricksen, oh, mann. Ich dachte, wenn ich mir eine Flasche Gin kaufe, kann ich mir den kurzfristigen Kick mit einem Gin Tonic geben, und bin dann zufrieden. Aber dem ist nicht so, ohne Sucht hätte ich mir das auch denken können. Die Flasche war nach 4 Tagen alle.

Grüße,

Helianta

:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner


fallada Offline



Beiträge: 2.386

29.03.2007 01:52
#5 RE: Therapie antworten

Doch, des schaffst du, Salo!

"Wenn das das berühmte 'lange Glück' sein soll, dann lass ich meine Fenster lieber ungeputzt und beschäftige mich mit mir oder meinem Mann." -- 'Saftnase'


Salo Offline



Beiträge: 299

29.03.2007 02:03
#6 RE: Therapie antworten

Bei mir fing`s vor `nem halben Jahr mit 2 Liter Wein täglich an, davor hab ich auch schon getrunken, aber nicht so viel!

Im Januar hatte ich meinen Komplett-Absturz, da hab ich es dann mit Hilfe des Board`s hier geschafft mal 2 Wochen nix zu trinken, bin sogar bei `nem Suchtberater gewesen!

Dann fing`s wieder an, mitlerweile 3 Flaschen!
Ich könnt echt kotzen!

Momentan ist es so, das, wenn ich Vorrat da habe, hab ich so`n Zwang:

Jetzt sauf schnell leer, wenn alle ist, ist alle und dann gibt`s nix neues mehr und dann geh ich doch wieder einkaufen und somit ruinier ich mich selber!

Kann mich halt auch mit:

"NIE WIEDER" nicht abfinden!!!




Wenn es einen Glauben gibt der wahre Berge versetzen kann,
so ist es der Glaube an die eigene Kraft!


Hermine 2 Offline




Beiträge: 3.177

29.03.2007 02:12
#7 RE: Therapie antworten

Moin Heliante,
ein freundliches willommen dir an board.

Ich kann deine ängste gut verstehen, hatte ich auch mal.....

Es gibt übrigens auch die möglichkeit ambulant eine thera zu machen. Zugeschnitten auf sucht. Werden in der regel über die suchtberatungen organisiert.
In der regel läuft da dann einiges an dem einen oder anderen woe. Zumindest kenne ich das aus erzählungen von gruppenmitgliedern.
Ich kann nicht beurteilen, ob dir das was bringen würde.
Auch nicht, ob du eine stationäre entgiftung machen solltest. Ist nämlich ganz schön was gefährlich, wenn du einfach aufhörst zu trinken. Kann zu krampfanfällen, dellirium und ähnlich fiesen sachen kommen.
Ich war dazu 7 tage im kh. Das ganze nennt sich qualifizierte entgiftung und ist in der regel auf drei wochen ausgelegt.
Glücklicherweise hatte ich keine entzugserscheinungen, musste keine medis nehmen.
Aber das drum rum, die anderen süchtigen, das "programm", das gesamte, war für mich das beste was ich machen konnte. Was sucht anging war ich zu der zeit noch mächtig was naiv.
Und ich habe verdammt viel gelernt für mich in den 7 tagen.

Ich hatte mir vom kh aus bereits hilfe gesucht, hatte am selbstentlassungstag den ersten suchtberatungstermin und habe dann auch gleich zwei selbsthilfegruppen (shg) gefunden in denen ich mich wohl fühlte. Saufnix sowieso, die haben mir hier recht zügig klar gemacht, dass dieser weg der richtig ist.
Durch die shg habe ich dann auch recht schnell eine auf sucht spezialisierte verhaltenstherapeutin gefunden und dort gute 30 stunden gehabt.

Im gedanken machen, warum es nicht geht mit dem kh, war ich, selbstständige damals, sowas von erfindungsreich.
Bis jemand mich hier auf saufnix provokant in etwa das folgende gefragt hat:

Würdet du dir diese ganzen gedanken auch macchen, wenn du dir ein bein gebrochen hättest?
So richtig kompliziert.
In einem fremden land.
Ans gipsbett gefesel.
Oder irgendwas in der art.
Du kannst es dir aussuchen, es gibt jede menge möglichkeiten, die dich daran hindern könnten, zu arbeiten, dich um dein kind zu kümmern.

Lasssen wir mal die kollegen weg, die haben eh was davon, wenn du nicht mehr trinkst. Weil dann arbeitet es sich nämlich um einiges besser.

Deine tochter, nun mit einer trinkenden mama ist sicher nicht immer friede freude sonnenschein. Und damit meine ich nicht das deine tochter einen lallende, torkelnde mama erlebt. Das weiß ich ja nicht. Sondern dich und dein verhalten, das alkoholbedingt, sicher anders ist, als wenn du nix trinken würdest, bzw. in ab und an mal, massvoll.
Ich war jedenfalls ziemlich schräg drauf als ich noch trank. Meine selbstwahrnehmung war mir irgendwie.......vollkommen abhanden gekommen.

Wegen der arbeitgeber sache, kann und mag ich nix raten. Ich war, wie getippselt, selbstständig und hatte dieses problem nicht auch noch an den haken.
Da gibt es sicher leute hier, die dir was dazu sagen können.

So, lang ists geworden und dabei könnte ich dir hier noch so viel mehr dazu schreiben.
Du hast einen anfang gemacht Heliante und das ist schon ne ganze menge. Welche therapieform für dich, und darum geht es jetzt zuallererst mal, um dich, die richtige ist, das kannst du am besten mit einer/einem suchtberaterIn herausfinden.

Ich wünsche dir die für dich, und deine familie, richtige entscheidung, schiebe je eine portion kraft, mut und entschlossenheit zu dir rüber und denke mal, wir lesen uns.
Lieben gruss geschickt
Mine

Mein Selbstbetrug endete in einer Sackgasse.
Meine Selbstbestimmung zeigt mir viele neue
Wege in eine bunte Welt.


Helianta Offline



Beiträge: 153

29.03.2007 02:18
#8 RE: Therapie antworten

Liebe Salo,

so könnte ich es bei mir auch beschreiben. Es gibt den Gedanken im Supermarkt, dann kauf Dir doch was, ein oder zwei Flaschen Wein sind schon okay, die können dann ja etwas halten, damit Du nicht nachts zum Kiosk laufen musst, und Kind und Mitbewohnerin nichts mitkriegen. Und dann trink ich es schneller aus, als ich gucken kann. Und dann geh ich doch noch zum Kiosk, weil ich dann meine, es muss unbedingt sein.

Das nie wieder ist ein besch*** Punkt, an dem ich ebenfalls hänge, und es ist nicht der richtige Ansatz, ich weiß. ich denke daher, dass nur eine Therapie es irgendwie bringen kann, einem dieses Verhalten abzugewöhnen.

Hast Du auch sowas in Planung, oder was willst Du damit machen?
Gruß,

Helianta

[ Editiert von Helianta am 17.03.08 23:36 ]

:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner


SabineCaross Offline



Beiträge: 10

29.03.2007 06:20
#9 RE: Therapie antworten

Herzlich willkommen, Helianta,
Zu deinen Bedenken, eine Kur zu machen:
1.
Über kurz oder lang wird deine Leistungsfähigkeit im Job abnehmen, deine Kollegen/Chef wird merken, was mit dir los ist. Dann fängt für dich ein Spießrutenlauf an und deine Kollegen müssen deine Aufgaben sowieso übernehmen.(Ich spreche aus bitterer Erfahrung)
Wenn du zur Kur gehst, mußt du niemandem im Betrieb über deine Krankheit Rechenschaft ablegen!
2.
Du machst dir Sorgen um dein Kind. Auch das kann ich nachvollziehen, ich habe 4 Kinder. Gerade für dein Kind ist es wichtig, dass du eine Therapie machst. Hast du dir einmal Gedanken über die Folgen der Co-Abhängigkeit deiner Tochter gemacht? Und sei nicht so naiv zu glauben, dass sie nicht merkt, dass mit dir was nicht in Ordnung ist, Kinder haben sehr sensible Antennen!
In der Suchtberatungsstelle werden dir die Möglichkeiten bezüglich der Unterbringung/Betreuung deiner Tochter aufgezeigt.
Deine Krankheit ist für die Seele deines Kindes sehr gefährlich, du musst dir und der Tochter zuliebe etwas tun!
3.
Lass dich bei deinem Entzug unterstützen. Ein Selbstversuch kann gefährlich werden. Gehe zur Entgiftung (ca. 10 Tage) in eine Klinik, gib dich nicht der Illusion hin, damit hättest du es geschafft, mache auf jeden Fall direkt im Anschluss eine Therapie, such dir eine (Frauen-)gruppe, in der du dich WOHLFÜHLST.

Du hast den ersten Schritt schon getan, es hat bereits "KLICK" gemacht bei dir, jetzt verzweifle nicht an deinem eigenen Mut, geh weiter!

Ich drücke dir ganz fest die Daumen!
Bine


RdTina Offline




Beiträge: 4.304

29.03.2007 07:09
#10 RE: Therapie antworten

Moin Helianta
und herzlich willkommen hier an Board.
Ich möchte mich im Großen und Ganzen meinen Vorschreiberinnen anschliessen, möchte Dir auch noch anraten im Zusammenhang mit einer evtl. Langzeittherapie nicht von "Kur" zu sprechen. Dieser Begriff suggeriert, daß Du zur Erholung und "Seele baumeln lassen" dorthin fährst. Und das ist nicht der Fall. Eine LZT bedeutet ein ordentliches Stück Arbeit an und mit Dir. Und dafür brauchst Du einen freien Kopf.
Ich selbst hatte das wahnsinnige Glück meine Kinder (damals 17J. u. 10J.) durch meine Familie betreuen lassen zu können. Als Alternative hatte ich gute Freunde, die dies evtl. übernommen hätten. Dadurch hatte ich meine 16 Wo. den Kopf frei und konnte mich völlig auf mich selbst konzentrieren. Nun weiss ich auch, daß nicht jeder diese Möglichkeit hat. Bei diesem Problem kann Dir aber evtl. eine Suchtberatungsstelle helfen.
Eine andere Möglichkeit wäre die ambulante Therapie. Du gehst morgens in eine Therapieeinrichtung und gehst nachmittags wieder heim. DIESE Form ist u.U. aber schwieriger "durchzuziehen", weil Du das "Ausschalten des Alltags" so gut wie nie hinbekommst. Ich sage nicht, daß es nicht funktioniert, ich empfinde es aber als weitaus schwieriger.
Was Deinen Arbeitsplatz anbelangt, empfehle ich Dir, Dich Deinem Chef mitzuteilen. Das ist ein Angang, das glaub ich Dir gern. Aber ich habe damals die Erfahrung gemacht, daß Chefs da durchaus sehr verständnisvoll sind. Wenn Du so weiter trinkst wie bisher (und es wird sich u.U. noch steigern) wirst Du ohnehin eines Tages "auffallen". Deine Arbeitsqualität und Zuverlässigkeit läßt sich auf Dauer bei übermäßigem Alkoholkonsum nicht mehr aufrecht erhalten. Im schlimmsten Fall wird Dich das dann Deinen Arbeitsplatz kosten. Deine Arbeitskollegen darfst Du erst einmal getrost beiseite packen, die haben damit nichts zu tun. Aber mal ehrlich, das ist doch ein willkommener Grund, den letzten entscheidenden Schritt NICHT zu gehen.
Wie gesagt, wenn Du den Schritt zur Abstinenz wirklich gehen willst, informiere Dich hier, bei einer Suchtberatung, besuche einmal eine Selbsthilfegruppe. Dies dient erst einmal zu Deiner eigenen Information, WAS Du eigentlich für Möglichkeiten hast. Ob und wann Du dann den Schritt in eine Therapie machst, diesen Zeitpunkt bestimmst ohnehin nur Du.
Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, es lohnt sich nämlich wirklich das Leben ohne Alkohol.
Liebe Grüße
Tina

Alles im Leben hat seinen Sinn



Über die Steine, die ich mir HEUTE in den Weg lege, werde ich MORGEN stolpern


Heizer Offline




Beiträge: 1.024

29.03.2007 08:09
#11 RE: Therapie antworten

Moin Helianta

es gibt nicht nur die Möglichkeit einer Stationären Therapie... ich habe eine ambulante Therapie gemacht, so dass ich weiter meinen Job, den ich gerade erst bekommen hatte, weiter erfüllen konnte...

Allerdings habe ich diese Entscheidung nicht alleine getroffen sondern zusammen mit den Therapeutinnen in der Suchtberatungsstelle... denn ich konnte zu dem Zeitpunkt gar nicht abschätzen was auf mich zu kommt... und was es heisst Therapie zu machen und "nebenbei" den Alltag im Griff zu behalten...

heute weiss ich, dass die 2,5 Jahre ambulante Therapie für mich der richtige Weg war.... ein Weg der sich lohnt...

Vielleicht hast du in deiner Nähe eine Suchtberatungsstelle, wo du Informationen bekommst, was für dich möglich ist in deiner Situation...

Gruß

Heizer

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein neues Leben kann ich nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag...


Inessi Offline



Beiträge: 4.790

29.03.2007 09:43
#12 RE: Therapie antworten

Zitat
Gepostet von Helianta

Seit 1 1/4 Jahr mache ich jetzt eine Gesprächstherapie, die auch gut und schön ist. Nur: am Alkoholproblem hat sich nichts geändert. Der Therapeut kann nichts anderes tun, als mich dazu mehr oder weniger ständig vehement dazu bewegen zu wollen, zu einem Psychologen zu gehen, der auch eine Entziehungskur in die Wege leiten kann.



Hallo Helianta,

meine erfahrene (auch mit Sucht) Therapeutin würde dazu sagen, daß eine "normale" Therapie mit nassem Denken nicht viel bringt. Erst einmal durch Suchttherapie stabil trocken werden.

Eine stationäre Therapie kam für mich auch nicht in Frage, ich machte ebenfalls 2,5 Jahre eine ambulante Suchttherapie. Fand ich für mich besser, denn nach 16 Wochen in einer Klinik wieder nach Hause hätte mir nix gebracht, die Rückfallgefahr wär mir da zu hoch. Konnte weiterhin arbeiten gehen und brauchte meine Tochter aus ihrem Umfeld nicht rausreissen. Ich finde ambulant besser, da ich auch gleich im Alltag etwas für mich verändern konnte.

Liebe Grüße.


Greenery Offline




Beiträge: 5.854

29.03.2007 10:47
#13 RE: Therapie antworten

Zitat
Gepostet von Helianta
Aber ich kenne schon den tieferen Grund, ihr ahnt ihn sicher auch. Ich muss dann aufhören, trinken zu wollen.



Für den Anfang reicht es schon, einfach nicht mehr zu trinken. Wenn man sich darauf konzentriert, hat man die ersten Wochen eigentlich schon genug zu tun.

Zitat
Gepostet von Salo
Das Ziel muß sein:
Es reicht, ich WILL nicht mehr!



Zwar 'ne Wiederholung, aber egal: für den Anfang reicht es schon, es nicht mehr zu TUN.

@euch beide

Da das einem Alkoholkranken in der Regel nicht besonders leicht fällt, gibt's Hilfe auf dem Weg.

Am schwersten sind die ersten Schritte.

Wenn's euch jetzt mit eurer Trinkerei scheiße geht, dann wird das in Zukunft so bleiben oder noch schlimmer werden, wenn ihr diese ersten Schritte nicht geht.

Niemand außer ihr selbst wird sie für euch gehen können.

It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
J. Krishnamurti


SabineCaross Offline



Beiträge: 10

29.03.2007 14:51
#14 RE: Therapie antworten

Hallo Helianta,
seit deiner ersten Kontaktaufnahme hier im Forum sind mehr als 12 Stunden vergangen. Ich wünsche dir, dass es dir gut geht und hoffe dass die Antworten, die du hier bekommen hast, dir helfen, dich auf den Weg zu machen.
Du weißt, dass der Weg nicht einfach ist, aber du kannst es schaffen! Toi,toi,toi
Bine
Ps: Sorry, mir ist bei meinem letzten Beitrag der falsche Smily hineingerutscht, es sollte natürlich der "Daumendrücker sein.


Elke2311 Offline



Beiträge: 389

29.03.2007 15:36
#15 RE: Therapie antworten

Hallo Helianta,
wie wäre es mit einer ambulanten Therapie, dem Besuch einer Selbsthilfegruppe. Ich sage heute: GOTTSEIDANK MUSS ICH NICHT MEHR TRINKEN!!!!! Ich habe damals auch tausende von Ausreden gehabt , bis ich mich dann doch zu einer stationären Therapie von 16 Wo. durchgerungen habe. Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich bin nun schon seit Juni 1991 trocken und sehr glücklich und zufrieden.
Viel Erffolg auf deinem Weg
Elke


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