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Saufnix
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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 1.349 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
Seiten 1 | 2
Mondkind Offline




Beiträge: 6

31.12.2015 19:09
Vorstellung antworten

Hallo zusammen, ganz herzlichen Dank für die Aufnahme!Seit ich 15 bin, habe ich Alkohol im Sinne einer "Selbstmedikation" benutzt, um mich ruhig zu stellen, was viele hier mit einer Lebensgeschichte beherrscht durch psychischen und physischen Mißbrauch seit frühester Kindheit sicher kennen.Lange konnte ich so in dieser Gesellschaft funktionieren, ungeachtet gescheiterter Partnerschaften, 9 Jahre als Alleinerziehende und diesem ständigen Gefühl, noch nicht da zu sein, wo ich hinmöchte, weiß aber nicht, wie.In den Schwangerschaften und ein Mal allein für begrenzte Zeit den Ausstieg geschafft, dann vorletztes Jahr stätionärer Entzug, nachdem ich im Prädelir schon weiße Mäuse gesehen habe und voll Panik den RTW rief, dann während der berufsbegleitenden Reha schon rückfällig geworden, nun nach dem Schreiben von Abschieds-SMS an meine Kinder von der Familie aufgefangen, bei meinem Bruder, der Arzt ist, kalt entzogen und nun endlich Rckkehr in die Heimat aus Potsdam, wo ich seit 2008 versucht hatte, Fuß zu fassen, was nie gelang.Nun beginnt radikal ein neues Leben, bin froh, endlich wieder "zu Hause" zu sein und den sehr belastenden job in der Pflege von schwerstbehinderten jungen Menschen mit einem Arbeitsplatz in der Altenpflege, was mir viel besser liegt, zu tauschen.Momentan herrscht natürlich bei mir, wie auch letztes Mal erst mal diese Hochstimmung vor, die die Erfahrung der Unabhängigkeit vom Suchtmittel und der großen Steigerung der Leistungsfähigkeit in der Abstinenz mit sich bringt.Anders als vorher ist nun das Wissen, daß das nächste Glas mein letztes sein wird, da mein Bruder 1/3 meiner Leber als zerstört im Ultraschall sah und die Werte entsprechend sind.Ich freue mich auf den Austausch hier und habe schon viele interessante Beiträge "eingeatmet" :-)Erst mal einen guten Start 2016 an alle und ganz liebe Grüße!!

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

31.12.2015 21:29
#2 RE: Vorstellung antworten

Hallo Mondkind,
herzlich willkommen hier im Forum.
Wünsch dir einen guten Austausch hier und
natürlich auch einen guten Start ins neue Jahr .
LG ILO

Der Tag strahlt
in den schönsten Farben,
es duftet nach Leben,
und die Luft
schmeckt nach Glück.

Lieblingsspruch von der kleinen Ilo


Mondkind Offline




Beiträge: 6

31.12.2015 21:38
#3 RE: Vorstellung antworten

Danke

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


Bluetic Offline




Beiträge: 1.630

31.12.2015 22:55
#4 RE: Vorstellung antworten

schließe mich llo an, herzlich willkommen on Board.

LG Toni

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Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll

Georg Christoph Lichtenberg
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Mondkind Offline




Beiträge: 6

31.12.2015 23:51
#5 RE: Vorstellung antworten

Vielen Dank für die liebe AufnahmeIch lese mich hier gerade fleißig durch und finde mich in Vielem wieder, in Einigem aber auch nicht...Da ich diverse Süchte hatte und habe, ist mir schon immer wichtig gewesen, dahinter zu schauen; warum ich ein bestimmtes Verhalten "brauche"/an den Tag lege.Mit 16 war ich magersüchtig, damit fing das "Sichtbare" an, vorher fiel ich als Kind nur durch unkontrollierbare Wutanfälle auf.Der Therapeut damals legte seine Schablone an und als ich nach 2 Jahren immer noch nicht damit einverstanden war, dass ich bloß einfach nicht "nicht erwachsen werden wollte", erklärte er mich für untherapierbar.Ich versuchte es im Alleingang, ging in eine SHG für Essgestörte(und streckte endgültig die Segel nach einem Jahr, weil die Meetings in Freßgelage ausarteten, anstatt an den Ursachen zu arbeiten), beteiligte mich in Internetforen und verschlang alles über psychosomatische "Störungen", was ich fand.Mit der Zeit fand ich zu fast allen meinen Verhaltensweisen 1:1 Erlebnisse in meiner Kindheit.Was währenddessen nicht verhinderte, dass ich entdeckte, dass mir Alkohol mir immer öfter und ausgedehnter "Auszeiten" von meiner inneren Anspannung und Zerrissenheit verschaffte und da ich als Kind gelernt hatte, dass man unter den widrigsten Umständen ruhig und möglichst nicht zu merken zu sein hat, konnte ich so den "Idealzustand" erreichen, wohl irgendwo im Hinterkopf mit inzwischen medizinischer Ausbildung wissend, wohin das führt.Es ging (leider?)zu lange zu gut, bis die Kinder aus dem Haus waren, da gab es dann außer dem Job keine Bremse mehr.Bis hin zu dem oben genannten Zustand und meiner kaputten Leber heute.Da ich während der letzten Abstinenz als Ersatz eine Wahnsinnskaufsucht entwickelt habe, habe ich meine Finanzen dermaßen an die Wand gefahren, dass ich dachte, jetzt gibt es keinen Ausweg mehr, als abzutreten.Aber glücklicherweise(?) war ich dann zu betrunken, um es durchzuziehenund dann stand vor allem mein Vater auf dem Plan, hat mich erst zu meinem Bruder gekarrt zum Entzug und mich jetzt in sein Haus aufgenommen, regelt mit mir meine Finanzen und ist dabei so angenehm pragmatisch, denn ein HätteKönnteWürde bringt ja nichts.Seine Kernaussage ist:
Ganz oben steht das Leben.
Dann kommt ganz lange gar nichts.
Dann kommt die Familie.
Und irgendwann ganz unten kommt die Arbeit und das Geld.
O.k., bei meinem Sicherheitsbedürfnis kommt Arbeit und Geld etwas früher, denn leider keine Existenz ohne GeldAber nach vielen Gesprächen in meiner großen Familie wird klar:Ich muß erst mal wissen:Wie will ich leben?Und dann alles andere drumherumstricken.Oft genug denke ich:Jetzt EIN Bier, ein Moment Pause vom KopfkinoUnd dann rufe ich mir meine Leberwerte vor Augen und die Worte meines Bruders, dass der Schaden selbst bei Erholung der Werte da ist und bleibt und dass das nächste Glas das letzte ist.Ich hoffe, dass dieser Schuss vor den Bug jetzt endlich reicht und mich nicht wieder der Teufel reitet, ich könnte es kontrollierenDas Schöne hier im Forum ist für mich die Ehrlichkeit und die klar geäußerten verschiedenen Sichtweisen,was mir bestimmt sehr helfen wirdUnd vielleicht kann ich ja auch etwas beitragenSo, jetzt mal gleich raus, eine Rakete hochjagen mit den Wünschen, dass alle das erreichen, was sie sich in tiefstem Herzen wünschen

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


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grufti Offline




Beiträge: 3.484

01.01.2016 14:58
#6 RE: Vorstellung antworten

Hallo Mondkind,

herzlich willkommen auch von mir!

Mir scheint, dein Vater hat ganz vernünftige Ansichten.

Ich wünsche dir sehr, dass 2016 für dich das Jahr der Umkehr wird. Du wirst sehen, es lohnt sich, auch wenn der Weg nicht immer leicht ist.

Hast du schon einen Plan für eine Therapie oder sonstige professionelle Hilfen, die du in Anspruch nehmen willst?

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


Bodhisattva Offline




Beiträge: 1.048

01.01.2016 17:21
#7 RE: Vorstellung antworten

Liebes Mondkind,

auch von mir alles Gute und ein herzliches Willkommen hier.

Grüße, Bodhi


Mondkind Offline




Beiträge: 6

02.01.2016 14:34
#8 RE: Vorstellung antworten

Dankeschön Euch
Nun ja, vor zwei Jahren habe ich ja schon einen professionellen stationären Entzug gemacht mit anschließender berufsbegleitenden einjährigen Reha bei der AWO mit einem Einzelgespräch und einem Gruppengespräch pro Woche, wobei ich-selbst in der Suchtbehandlung gearbeitet-stationär genau das erlebte, wie Kollegen mit Patienten umgingen, nämlich abwertend, emtmündigend und verachtend.Die "Säufer" waren auf der Station das Letzte,die Drogenabhängigen waren in der Hierarchie höher und benahmen sich auch so.Kleine Beispiele:Das Pflegepersonal signalisierte uns ständig(und ich kenne ja auch die "andere" Seite!), wie lästig wir waren, z.B. wenn wir außerhalb der nötigsten Kontakte(Med.-Ausgabe, Blutdruckmessen und pusten)nach Wasser oder Tee fragten oder wenn es mir in den ersten Tagen schlecht ging, wurden wir angeblafft:"Jetzt nicht, wir haben Besprechung, was zu tun(und vor dem PC schlafen-im Spätdienst....)", Fernsehen nur bis 22Uhr, d.H. vor dem Ende des Films ausmachen, sonst war es für den nächsten Abend ganz gestrichen und was schon wieder lustig ist:Wir bekamen heißes Wasser für Tee und Kaffee nur bis 21 Uhr und weil der Schlaf im Entzug ja grottig ist, hatten wir uns eine Kanne für die Öffnung des Raucherzimmers um 5 Uhr gesichert für löslichen Kaffee,die immer einer von uns im Zimmer unterm Bett verstecken musste, weil die Nachtschwester sie sonst konsequent auskippte...Aber ich schweife ab, obwohl mich interessiert, ob andere das auch so erlebt haben.Mir ging es ja vor allem um den überwachten Entzug, den Rest nahm ich eher mit Humor.
Die Reha war eigentlich sehr gut, ich habe viel über mich und Strategien zur Rückfallvermeidung gelernt, nur machte ich zum wiederholten Male die Erfahrung(ich hatte schon mehrmals versucht, professionelle Hilfe zu bekommen), daß die Therapeuten und auch Mitpatienten wütend wurden, wenn ich berichtete, was mir in meiner Kibndheit passiert war.Bis heute begreife ich das nicht, erkläre es mir vage damit, daß ich vielleicht an ähnliche Erlebnisse erinnere, die der andere verdrängt hatAuf jeden Fall werde ich mir Hilfe holen, denke aber, daß echte Experten-nämlich Menschen, die das alles aus eigener Erfahrung kennen-wohl für mich eher in Frage kommen, als Therapeuten, die sauer werden, wenn man schwach ist.Ich weiß, es sind nicht alle so!Nur habe ich die Stecknadel im Heuhaufen noch nicht gefundenDeshalb bin ich jetzt hier im Forumund werde mir hier in der Nähe eine AA-Gruppe suchen.Diesmal muß ich es schaffen, denn der nächste Schluck bedeutet meinen sicheren Tod und meine Familie hat mir mit Rat und Tat gezeigt, daß das keine Option ist.Und die Voraussetzungen wurden geändert, was ich schon lange wollte und einfach zu bequem war, nämlich zurück in die Heimat, die Nähe zu meinen Kindern und meinen Brüdern und viele gute Gespräche mit meinem Vater, ohne 300km fahren zu müssen und sich nicht mehr als Fremdkörper zu fühlen, denn leider besteht der Ost-West-Konflikt immer noch in vielen zwischenmenschlichen BereichenAuf jeden Fall einen guten Jahresstart Euch

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


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trollblume Offline




Beiträge: 3.423

02.01.2016 14:39
#9 RE: Vorstellung antworten

hallo Mondkind
herzlich willkommen und alles Gute für Dein Abstinenzprojekt.


Für mich war der wichtigste Schlüssel zum Erfolg

(neben vielem Anderen in meiner History nachzulesen)

gerade weil ich ihn selbst in der Hand hielt:

immer das erste Glas stehen lassen

weil
dann muß ich mir über das zweite, dritte,vierte und all die ätzenden Folgen keinen Kopp mehr machen
das hat jetzt schon fünf Jahre und neun Monate geholfen




good luck
vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


Mondkind Offline




Beiträge: 6

02.01.2016 14:55
#10 RE: Vorstellung antworten

Danke, Vera
Ja, diesen Satz kenne ich auch, er wurde bei mir zum "du kannst das, das zweite läßt du stehen", bis die Flasche dann wieder täglich leer wurdeGut, daß ich jetzt erst mal für längere Zeit unter einer gewissen Aufsicht bin, denn ich habe mich ja finanziell gnadenlos verrant und mein Vater verwaltet jetzt meine Finanzen und ich könnte keinen Alk kaufen, ohne daß es rauskäme, abesehen davon, daß das erste Glas auch das letzte in diesem Leben wäre.Ein Bekannter fragte, ob es nicht fürchterlich wäre, so "entmündigt" zu sein, aber ich sehe das so:Ich habe auch finanziell zum wiederholten Male die Kurve nicht gekriegt und bin bereit, von jemandem zu lernen, der es kann.denn ich kann es nicht, das habe ich leider bewiesen.Und kontrooliert trinken kann ich auch nicht, das ist Fakt und es fängt damit an, daß ich nicht mehr so viel ausgebe und auf einmal viel mehr Zeit habe, weil ich den Schnaps nicht "ausschlafen" muß.Warum hatte ich das nur vergessen??!!

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


Clavis Offline




Beiträge: 1.088

02.01.2016 15:39
#11 RE: Vorstellung antworten

Auch von mir alles erdenklich Gute für Deinen neuen Lebensweg. Er lohnt sich.

Ich selbst kann die AA - Gruppen nur empfehlen, mich hat vor allem das spirituelle Lebensprogramm angesprochen, dass zu tiefgreifender, ganzheitlicher Veränderung, Wachstum und Heilung führt.

Toll ist es auch, dass man im Grunde jeden Tag ein Meeting besuchen kann, wenn man das braucht. In größeren Städten gibt es sogar mehrere pro Tag. Es gibt dort keine Ratschläge und meist keine Wichtigtuer (na ja, Ausnahmen bestätigen die Regel ) dafür viel Menschlichkeit und Verständnis.

Viele Wege führen nach Rom - aber nicht "Alle"

Achte auf Deine Worte, sie könnten Wirklichkeit werden

Die Wahrheit macht Dich frei, aber vorher macht sie Dich fertig

Ratschläge sind auch Schläge








Dankbar frei von Alkohol-Nikotin-Medikamenten und anderen Drogen, auch frei von vielem Anderen -
Frei eben.


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Eule Offline




Beiträge: 343

02.01.2016 17:06
#12 RE: Vorstellung antworten

Herzlich willkommen liebes Mondkind(toller Nicname),

ich möchte Die auch alles Gute auf deinem Weg in die Trockenheit wünschen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass dies nicht immer ganz einfach ist. Es hilft mir immer sehr hier mitzulesen um letztendlich zu wissen dass man nicht alleine ist mit seiem Schicksal.

Liebe Grüße
Eule

Viva la Vida
Es lebe das Leben


newlife Offline




Beiträge: 3.488

02.01.2016 21:04
#13 RE: Vorstellung antworten

bei mir sinds bald wieder 2 Jahre ohne Stoff, es waren aber schonmal weit über 2 Jahre bevor ich wieder anfing.

Letzteres schreibe ich dir, weil mir damals was entscheidendes fehlte. Ich war vom cleanen Lebensweg nicht überzeugt, sondern wusste lediglich, dass es besser für mich ist. Somit war das Sauberbleiben auch recht anstrengend.

Seit geraumer Zeit siehts bei mir anders aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man einen Lebensstil nicht in Menschen hineinkloppen kann. Somit sage ich auch, wenn jemand nicht aus Überzeugung clean leben möchte, muss er das auch nicht tun.

Für mich lohnt es sich jetzt, denn ich hab keinen Bock mehr auf so ne derbe Abhängigkeit. Ich weiss inzwischen auch zu genau was passiert, wenn ich wieder hinlange. Ein etwaiges kurzes Hochgefühl ist das Desaster nicht wert. Obwohl ich zwar so ziemlich im Hier und Heute lebe, möchte ich aber trotzdem, dass es mir möglichst lange gut geht.

Mir geht es also ohne Stoff wirklich gut und ich kann das fühlen. Also bleibt das auch so.

Alles Gute für 2016.

Enjoy the freedom...


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Mondkind Offline




Beiträge: 6

04.01.2016 11:30
#14 RE: Vorstellung antworten

Hallo zusammen
Ja das stimmt, erzwingen kann man nichts, die Überzeugung muß da sein.Und wenn ich so zurückschaue, wieviel Zeit und Geld mich letztendlich diese kurzfristige "Erleichterung" gekostet hat, geht die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht auf, zusammen mit den gesundheitlichen Folgen.Ich frage mich nur immer wieder, warum ich trotz besseren Wissens immer wieder auf der Basis der Erfahrung, daß die Abstinenz mir so viel mehr Gutes bringt,zum Alk gegriffen habe, warum ich immer noch diese innere Unruhe zeitweise als so unerträglich empfinde, daß ich Leib und Leben für eine Auszeit riskiere.Obwohl es soviel andere Strategien gibt.Vielleicht finde ich ja eine Antwort in den Gruppen.Ja, daß die AA`s nach einem Programm arbeiten, hat mich auch überzeugt.Die teilweise planlosen Meetings von anderen SHG`s haben mich immer wieder in die Flucht geschlagen, weil es mir einfach zu oberflächlich war, einfach nur nett zu plaudern und zu hören, wie toll alles ist.Es ist bestimmt nicht überall so!Das ist halt nur meine persönliche Erfahrung.
Euch allen eine gute Woche!

"Mut ist nicht, keine Angst zu haben, Mut ist, zu wissen, dass etwas anderes wichtiger ist."


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Eule Offline




Beiträge: 343

04.01.2016 12:06
#15 RE: Vorstellung antworten

Mondkind

Ich sage einfach mal Sucht, es ist die Sucht die sich immer und immer wieder anmeldet. Bei mir ist das so, dass ich mir immer wieder vor Augen führe wie schlimm es werden wird wenn ich wieder schwach werde und das bis in jede Einzelheit meiner nassen Zeit.

In meiner Gruppe ist es auch so, dass ich immer diejenige bin die jammert und sich schwer damit tut gegen den Saufdruck anzukämpfen, doch letztlich kam ein neues Mitglied zu uns und siehe da diese kannte schon lange ein anderes Mitglied unsere Gruppe und damit habe ich erfahren, dass nicht ein jeder so ehlich ist seine wahre Geschichte preiszugeben.

Fazit ist, dass jeder seine eigene Art hat mit der Sucht umzugehen, offen oder verdeckt. Ich sagte gestern zu einer Leidensgenossin meiner LZT im Jahr 2012 die am 8.1. begann, als sie mich fragte wie ich es den schaffen würde solange trocken zubleiben ohne Rückfall?

Ich habe Angst nie wieder aufhören zu können zu trinken und somit nie frei sein von all den Begleiterscheinungen die damit fuer mich in Verbindung stehen. Ich stelle mir vor es ist viel schwieriger immer wieder die kraft aufbringen zu müssen Rückfällig zu sein dann wieder auf stehen, wieder fallen usw.

So geht jeder seinen Weg in die Trockenheit ober auch nicht. Du bist frei in deinen Entscheidungen und den willen das erste Glas stehen zu lassen.

Ich wünsche dir nur das beste auf deinen weg in die zufriedene Trockenheit.

Liebe Grüße

Eule

Viva la Vida
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