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Saufnix
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Dieses Thema hat 113 Antworten
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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vicco55 Offline




Beiträge: 2.562

07.09.2016 18:08
#46 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Dazu kommt, die schriftliche Kommunikation ist einfach begrenzt. In einem persönlichen Gespräch kann ich sofort nachfragen. Dazu kommt noch die ganze nonverbale Kommunikation. Das macht ja auch die Saufnix-Treffen so wertvoll in meinen Augen.


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kapoen Offline




Beiträge: 218

07.09.2016 18:50
#47 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Die unten stehende Lebensphilosophie war gewissermaßen so etwas wie der therapeutische Faden, das Leitmotiv der Therapie. Der Text stand auf einer großen Tafel in unseren Therapiesaal!
Wenn ich mich recht entsinne, mußten wir es auch jeden morgen hand in hand zusammen aufsagen,
Mai das waren noch ganz schön freakige Zeiten damals :-)



Ich bin hier, weil es letztlich kein Entkommen vor mir selbst gibt.
Ich bleibe solange auf der Flucht, bis ich mich Euren Augen und Herzen zu stellen wage.
Ehe ich es nicht ertrage, mein innerstes Geheimnis mit Euch zu teilen,
kann ich nicht davon befreit werden.
Ich werde einsam bleiben.
Hier in der Gemeinschaft kann ich mir selbst begegnen.
Nicht als Riese meiner Träume, und auch nicht als Zwerg meiner Ängste,
sondern als Mensch, der als Teil des Ganzen mitarbeitet.
Auf diesem Grund kann ich Wurzeln schlagen und wachsen.
Nicht mehr allein wie im Tod, sondern als Mensch unter Menschen.

Beauvais


Bodhisattva Online




Beiträge: 1.048

07.09.2016 23:44
#48 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Hi Kapoen,

ja, der Autor war selbst ein Therapeut, ich habe den Text vor Jahren nass gelesen (ohne Einsicht, dass ich Alkoholiker bin bzw. mitten drin im Suff) und dann auch wieder nüchtern, großartig.

In so wenig Zeiten so viel über mich persönlich auszusagen ist schon sehr beeindruckend.

Schönen Abend, Bodhi


kapoen Offline




Beiträge: 218

08.09.2016 07:25
#49 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

@Bodhi


Sehr bemerkenswert und wohl auch der Schlüssel zurück ins leben, raus aus der Sucht (wenigstens für mich) die leicht abgewandelte Textstelle:

“wo ausser in der Erfahrung tiefer Gemeinschaft, können wir ein Spiegel für uns finden? ....Nicht als Riese meiner Träume, und auch nicht als Zwerg meiner Ängste, sondern als Mensch unter Menschen“


Bodhisattva Online




Beiträge: 1.048

08.09.2016 08:04
#50 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Hallo Kapoen,

dieser Riese meiner Träume, und der Zwerg meiner Ängste, 20 Jahre rekursiv gelebt, und so pervers wie das ist, besoffen mir den Kopf zermartert welche Abbruchbedingung mich rausführt aus dem Tal der Tränen. Die schnelle Abbruchbedingung war der Alkohol, die Macht der Brühe aus der Flasche.

Es gab immer wieder Momente der Besinnung in denen ich zu meinem Kern vordringen konnte, das war jedoch nur ein kurzes Aufzucken, schlussendlich hat's die Brühe permanent verhindert, dass ich diesen Kern auch fühlen darf und den Weg zu gehen diesen Kern auch zu leben, denn nur da fängt meine ganz persönliche Zufriedenheit an. Nass ist diese meine Ego-Maschine fast unbesiegbar, nüchtern habe ich die Chance das zu beobachten und Verhaltensweisen zu ändern, und ja, bei diesem Prozess des Austrocknens fühlte sich mein nasses Ego bedroht und kämpft und schreit, weil es anhaften möchte an diesem Zustand des Größenwahns und der Träumerei und der Liebe und der Sehnsucht nach Selbstzerstörung in vollendeter Konsequenz.

Auch nüchtern ist sie noch da, meine ganz persönliche EGO Maschine in der Traumzeit (oder Fegefeuer) oder wie auch immer ich das benenne, und der Weg heraus ist schmerzhaft und manchmal leide ich auch, aber dieses tragende Gefühl, dass dieser Weg richtig ist, das ist ebenfalls in mir, und darauf höre ich und ja, meine Gesundung führt über diese geistigen Korrekturen. Dabei helfen mir SHG's, der Austausch mit Menschen und die Basis, meine Nummer 1: No Alk.

Grüße, Bodhi


F10 2 Offline




Beiträge: 4.238

08.09.2016 08:27
#51 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Stell´s mal hier ein

==> CliC hier für Diskussionsgrundlage

Der Rat Park ist eigentlich Grundlage unserer SHG

_____________________________________________________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


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kapoen Offline




Beiträge: 218

15.09.2016 14:11
#52 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Der Versuch einer Aufarbeitung!


Wie auch sonst häufig im Leben, ist es gut die Ereignisse einfach mal absacken zu lassen und dadurch - und mit Zeitabstand - die Geschehnisse aufarbeiten zu können.

Das war für mich auch durchwegs so etwas wie ein Lehrbeispiel dafür, wie vertrakt die Dinge manchmal laufen können, und wie subtil selbst nach 36 jahre Trockenheit die Sucht- bzw. Narzismusmechanismen drohen sich ins Leben einzuschleichen. Aber alles der Reihe nach!

Vor einigen Monate erlitt ich einen leichten Herzinfarkt. Im Zuge meiner Genesung war ich dann zwei Monate Krankgeschrieben und hatte entsprechend viel Zeit, auch Langeweile, zumal auch ich kaum was unternehmen konnte.

Auch Psychisch war ich schwer angeschlagen, da nicht wirklich klar war, daß die unmittelbare Lebensbedrohung schon vorüber ist und auch natürlich viele Sorgen darüber, wie gehts weiter etc.

In dieser Situation hab ich nicht gezielt nach dem Forum gesucht, sondern ein großer Zufall - hab ich schon mal hier beschrieben - spüllte mich hierhin, letztendlich wars ne uralte ungeöffnete Email!

Die nette Begrüßung, der Zuspruch und die Annerkennung meinen Beiträgen gegenüber haben mir gut getan in dieser Situation. Ich denke, wenn man hier aufschlägt mit einer solchen Lebensgeschichte, mit einer solchen langen Trockenzeit, ist das schon mal ein Pfund mit dem man wuchern kann.

Das war dann eigentlich alles schön und gut soweit, allerdings muß in dieser Zeit mein “kleiner Drache“ sich wohl auch in der Nase gekitzelt gefühlt haben, nießte etwas und rieb sich erstaunt die Augen!? Nein nicht ein Prinz hat es wach geküßt, es war der Kuß von Narziß!

Und mit den “kleinen Drachen“ ist das so wie mit den kleinen Kindern, sind sie erstmal etwas flüge geworden, muß man ständig hinter ihnen her sein, ständig versuchen sie etwas anzustellen mit ihren kleinen niedlichen Patschhändchen!

Nun gut, solange man noch alles im Griff hat ist das ja nicht so weiter schlimm, allerdings anstrengend wirds dann auf Dauer doch.

Ich schrieb dann immer mehr und mehr, und was ich schrieb, war wohl nicht so schlecht, kam doch nach wievor jede Menge bestätigende Feetbacks zurück.
Es muß dann auch in etwa diese Phase gewesen sein, wo ich zum ersten male realisierte - wenn auch noch verschwommen - das mir da irgendwas nicht bekommt, mir einfach nicht gut tut.

Was konnte es sein, was stimmte nicht mit mir, tat ich doch alles richtig? Aus meiner Erfahrung heraus weiß ich, daß in verfahrenen Situationen, wo man den Überblick verloren hat, nicht selten das Beste ist mal auf Abstand zu gehen, Distanz aufzubauen! Okay, da der nächste Urlaub nur noch wenige rettende Meter entfernt war, beschloß ich diesen dann auch zu nutzen um mich zurückzunehmen und zu relaxen.

Watscheinlich wäre die Rechnung auch voll so aufgegangen, wenn ich nicht just am Letzten Tag, eine solch unangenehme Auseinandersetzung draussen auf der Strasse hatte und ich zufolge so angepisst war, wie schon seit langem nicht mehr.
Ich konnte dann am Abend demzufolge gleich mal nicht die Versuchung widerstehen, meinen gesammelten Frust frisch Verpackt und mit dem Etikett “therapeutisch Wertvoll“ versehen der Triny um die Ohren zu hauen! Dabei ist es nun gar nicht so wichtig, ob das rein inhaltlich richtig oder falsch war, ich glaube eh, das das meiste, was ich hier in den letzten Monaten geschrieben hab, durchwegs interessant und sinnvoll ist. Nur die Funktion dahinter, das warum ich es eigentlich geschrieben habe, nämlich aus einer überbetonten Ego-Perspektive, die war nicht okay, und sowas kann langfristig auch gefährlich werden.

Noch an diesem Abend ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, das schöne Selbstbild von dem uneigenützigen Kapoen hat dicke Riße bekommen. Mir ist dann schnell klar geworden, daß ich diesen Zug stoppen muß. Ein Zug nach nirgendwo!

Deswegen dann meine Ankündigungen des Rückzugs, aber auch die gezielte Demontage bzw. die Vereitlung einer Selbstdarstellung die auf
den Status einer Art “Forumsgurus“ hinaus gelaufen wäre.

Dabei wären die “Starallüren“, eines Gurus wohl genau die Versatzstücke eines künftigen Rückfall. Man scheitert mindestens genau so gerne, wenn nicht noch mehr, an seiner “Großartigkeit“ als an seiner Versagtheit.

Wenn die eigentliche Funktion dessen was wir tun, mehr dazu dient unsere Großartigkeit zur Schau zu stellen, dann sollten alle Alarmglocken schrillen und zwar gewaltig!
Ich habe ja hier zuletzt auch geschrieben, das mich das ganze Thema um die Suchtkrankheiten nicht mehr wirklich interessiert und das stimmt so auch. Nach 20, ,25 oder 30 jahre wird die Nabelschau dann irgendwann auch mal langweilig. Und natürlich stehe ich nicht jeden morgen mit dem Gedanken auf, das erste Glass stehen zu lassen. Das erste Glass interessiert mich überhaupt nicht mehr!
Ich lebe heutezutage ein stinknormales, ja zum Teil langweiliges Leben. Wenn ich zufällig neben Euch wohnen würde, würded Ihr bestimmt denken, “was ist das bloß für ein spießige Heini“!

Aber genau, diese Normalität und Langweile sind der Beste Schutz nicht wieder voll abzudriften. Weder der Riese seiner Träume, noch Zwerg seiner Ängste, sondern normaler Mensch unter normaler Menschen zu sein.

Deswegen sind meine Bestrebungen darauf ausgerichtet, ein möglichst unaufgeregtes Dasein zu fröhnen. Ich versuche auch dann zufrieden mit mir selbst zu sein, wenn ich kein Guru, oder wenn ich kein Erleuchteter bin, nein mir genügt es, wenn ich einer von Vielen bin.

Das ist im Übrigen auch der Hintergrund dafür, warum ich durchwegs niemand von meiner Krankheit erzähle. Was solls auch? Will ich erreichen, das man mich bedauert(Zwerg meiner Ängste)?
Will ich erreichen, das ich bewundert werde(Riese meiner Träume)? Jedenfalls habe ich es noch nie erlebt, daß aufgrund solcher Infos echte Freundschaften entstehen. Und Freunde außerhalbs des Themenkreis sind irgendwann, genau so wichtig (wenigstens für mich), wie am Anfang der Kontakt zu den Mitbetroffenen.


So gesehen strebe ich nicht danach, durch immer mehr (Selbst)erkenntnis irgendwann ins Nirwana aufzusteigen. Diese Denke scheint mir eher ein leztes Festklammern an der Vorstellung seiner eigenen Genialtät zu sein. Das eigentliche Nirwana heißt für mich in ein stink normales Leben ankommen. Was sich aber so einfach anhört, ist nicht die Pflicht, sondern die Kür.

Ich warne aber die Frischlinge unter uns, also die Leute, die noch in ihren ersten 10 jahre Trockenheit stecken, daß schon genauso praktizieren zu wollen, also sich nicht mehr mit ihrer Krankheit auseinander zusetzen! Sowas könnte sehr leicht schief gehen.

Um mich braucht sich diesbezüglich niemand ernsthaften Sorgen zu machen, zwar steht man niemals absolut drüber über diese Sache (Dragon sleeps, him never will be died!) aber die Zeit und die Erfahrung bieten dann doch aus sich heraus genügend Schutz, das man sich ohne Seil und doppelter Sicherung irgendwann wieder dem Leben voll stellen kann.

Zum Schluß mal die härteste Situation meines Trockenen Lebens, die ich je überstehen mußte.
Vor gut 15-20 jahre hatte ich ein Beinbruch mit anschließende Knocheninfektion. So lag ich dann gut vier Monate in Mürnau auf der Indektionsstation. Ständig in der Furcht, ein Bein zu verlieren und damit überhaupt mit der Frage, was die Zukunft noch zu bieten hat. Eine extrem niederschmetterende Lage also! Zwar ist man nicht alleine dort, nur die Mitpatienten saufen sich aus Angst und langweile jeden Tag bis zur Haarspitze - Canale Grande -, aber auch andere Substanzen machten hier die Runde.
Wenn man einer solchen Situation, allein ohne Partner oder stützende Familie monatelang ohne mit der Wimper zu zuken überstehen kann, schent mir das doch beleg für ne gewisse Standhaftigkeit zu sein.

Meine Zukunft hier im Forum stell ich mir so vor, daß ich mich gelegentlich mal melde, mal hallo sage und ein bißchen über mich erzähle, ansonsten werde ich mich hier raushalten. Falls mal jemand ne Frage hat nur zu.


Für mehr reichen mir meine Rescourcen aber nicht, denn es ist kein Witz, daß ich jobmässig 200-230 stunden eingespannt bin und ich außerdem noch um meine thailändische Frau immer noch verstärkt kümmern muß!

Also Ciao und bis denne!

Kapoen


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septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

15.09.2016 14:33
#53 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Zitat
Für mehr reichen mir meine Rescourcen aber nicht, denn es ist kein Witz, daß ich jobmässig 200-230 stunden eingespannt bin und ich außerdem noch um meine thailändische Frau immer noch verstärkt kümmern muß!



Hallo, Kapoen

Na ja, also so langweilig liest sich das dann doch nicht für mich.

Ganz schön viel zu Schultern hast Du da für mein Empfinden und dann der Infarkt dazu...eine "Warnung" ?

Warst Du auch zur REHA?

Hier gibt es die Seite: "Meckern, Toben, Alltagsfrust"...finde ich gut, um mal Dampf abzulassen.

Vielleicht wäre es gut gewesen, Du hättest über das Geschehene hier berichtet.

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


kapoen Offline




Beiträge: 218

15.09.2016 14:49
#54 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

@Septembersonne


Ja da stimmt wohl, daß mit der Thematisierung dieser Ereignisse rund um den Infarkt!
War auch wirklich extrem schwierig! Ich auf der Intensivstation, keine Ahnung ob ich den nächsten Tag noch überlebe, neben mir eine junge Frau, die in der Nacht ihren Infarkt nicht überlegte. Dazu meine Frau, immer noch relativ hilflos, wie sie hier zurecht kommen soll! Das war sicherlich einer meiner schwierigsten, traumatischten Ereignisse überhaupt? Vielleicht doch kein Zufall, daß i h hier aufgeschlagen bin?

Grüße

Kapoen


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

15.09.2016 15:01
#55 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Zitat
Gestern war ich mit meiner Frau Radlfahren hier in München, da sagt doch so eine riesen dummes Arschloch zu mir, ich solle "mit meiner gekauften Frau" platz machen (meine Frau ist Thailänderin). Ich war so was von angepisst, ich wäre dem am liebsten ins Gesicht gesprungen, dumm nur, daß er zwei Köpe größer, zwanzig kilo schwerer und 20 jahre jünger war als ich, außerdem muß ich einfach vorsichtig sein mit meinen Herzgeschichten. Trotzdem habe ich ihm zur Rede gestellt und aufgefordert, daß er sich bei meiner Frau entschuldigen muß! Aber no Chance, der hat mich einfach zur Seite gefegt....



Ich meinte aber auch o.g. Vorfall.

Da kocht es in einem , brodelt, Wut macht sich breit...da braucht es ein Ventil.

Gelassen bleiben, manchmal gar nicht so einfach.

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


kapoen Offline




Beiträge: 218

15.09.2016 15:12
#56 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

@Septembersonne

20 jahre jünger und gesund hätte ich ihm bestimmt den Kopf abgerissen, ich weiß auch nicht grade klug, aber meine Frau lass ich von niemanden ungestrafft beleidigen! Meine Frau meinte übrigens, wenn ich mich so auf einem fremden einlasse wie dort, wäre das als wenn ein agressiver Hund kläffend ankommt, ich dann aber mich genauso, also dann zwei kläffende Hunde , mich verhalten würde, das wäre einfach nicht sau klug von mir! Sie ist ja Budistin! Hat sie rational betrachtet recht natürlich!

Grüße

Kapoen


Bodhisattva Online




Beiträge: 1.048

15.09.2016 16:03
#57 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Hi Kapoen,

manchmal geht's hier zu wie im "Gallischen Krieg", schlussendlich vertragen sich alle wieder, meistens zumindest, seitdem ich hier im Forum bin ist das mit dem Prügeln eher gemäßigt, war jetzt die erste größere (kleinere?) Prügelphase, wenn ich mir da so ältere threads ansehe, joooooo.

Es ist und bleibt ein Internetforum und das ist gut so, mit vielen nützlichen Denkweisen, erheblich Witz & Unfug und für einige auch der Schritt in die Trocken-/Nüchternheit. Ich persönlich möcht's nicht missen, dafür habe ich zuviel gelernt, aus den threads, über mich selbst (Spiegelung) usf., und wie mit fast allem im Leben, kann man es auch hier übertreiben. Der große Vorteil, und daraus habe ich den meisten Nutzen gezogen, ich kann mich beobachten, welcher Beitrag mich triggert und welcher nicht, und kann mich hinterfragen warum das so ist. Im besten Falle kann ich Denkweisen auch korrigieren, das geht natürlich und vor allem auch draußen im Real-life, aber eben auch hier. Daraus ziehe ich Nutzen. Einige user (die ich auch persönlich kennen lernen durfte) sind mir auch ans Herz gewachsen, und ich verfolge sehr gerne deren Weg.

Was ich übrigens noch nie gesehen habe ist ein user der trocken ist (und nicht erst 2/3 Monate) und längere Zeit poltert, quasi der nüchterne Poltergeist, der Klassiker -> poltern und auf "nimmer" Wiedersehen oder eben Schreib-Randale und irgendwann Einsicht (Erleuchtung?) und der Weg ins trockene Leben kann beginnen. Das zweite ist bei einigen so gewesen, und diese Personen schreiben noch immer hier.

Ich wünsche Dir einen feinen Tag & Grüße, Bodhi


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kapoen Offline




Beiträge: 218

15.09.2016 16:30
#58 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Salve Bodhinumous!


Ja Astrix und Obelix hatten auch gegen eine “anständige Keilerei“ nie was einzuwenden..was ja auch durchwegs sympathische Züge aufweist. Ich bin da auch nicht so geschockt deswegen und nachtragend spwieso nicht. Ein solches Forum gabs ja zu meinen Anfangszeiten noch lange nicht, so daß ich in gewisserweise ein Newbie bin was das anbelangt. Ich denke es bietet für jeden etwas und kann sicherlich ein hervoragende Einstieg in den Austieg sein. Bis auf dem einen Punkt, den ich wirklich etwas kritisch sehe, ist das hier ne wirklich.ne runde gelungene Sache, wo bestimmt auch wirklich viel Herzblut drin steckt! An dieser Stelle mal gleich ein großes Dankeschön und Lob für den Initiator!
Dann wünsch ich Euch/Dir noch ein schöner Abend!

Pax vobiscum!


Kapoen


malo Offline




Beiträge: 1.684

15.09.2016 20:15
#59 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

jo...kapoen...

ich finde gut wie du deine momentane Situation reflektierst...

gut finde ich auch, dass du dem board erhalten bleibst, weil von deiner Erfahrung durchaus noch einige
hier profitieren können...mir geht zumindest teilweise so wie du es beschrieben hast...ich bin froh ein
normales und unaufgeregtes leben zu führen -das ist ja gerade das aufregende-, allerdings mit shg und ein
wenig engagement in der örtlichen suchtselbsthilfe...mir macht es einfach auch spaß und trägt
zu meiner persönlichen weiterentwicklung bei...

ob da auch ein wenig egostreicheln dabei ist?...weiss ich nicht, aber kann durchaus sein...

aber ich finde es
auch wichtig etwas zurück zu geben...ich hatte damals das glück, nach meiner therapie bei menschen zu
landen, die einfach erstmal nur da waren und mich genommen haben wie ich bin... in unserer heutigen
gesellschaftlichen situation, wo der einzelne immer wichtiger und die masse immer unsolidarischer
wird, ist es für mich wichtig dagegen ein zeichen zu setzen...und wo kann ich das besser, als in
dem thema, wo ich mich selbst zum "spezialisten" entwickelt habe...

nicht zuletzt bietet diese plattform ja auch immer mal wieder die möglichkeit seine grauen zellen
zu trainieren und manchmal eben auch gelassenheit zu üben...


lg malo

wer jeden tag kämpft
muss eines tages verlieren


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Tanja Offline



Beiträge: 291

15.09.2016 20:51
#60 RE: Mein Werdegang zum Alkohiliker - Reflexionen antworten

Hallo Kapeon,

ich finde es super, dass Du diesem Forum erhalten bleibst.

Ich kann mir aus Deinen Beiträger sehr viel herausziehen. Und auch wenn ich Deine teilweise überaus intellektuellen Texte 2 mal lesen muss um sie verstehen zu können tue ich das immer wieder gerne :-)

Liebe Grüße,
Tanja


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