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Saufnix
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Dieses Thema hat 63 Antworten
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 Akute Hilfe
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gepard Offline




Beiträge: 851

31.07.2005 11:02
#31 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Der Gedanke daran, nie wieder was zu trinken, war nur so lange unerträglich für mich, so lange ich nicht wirklich entschlossen war, nichts mehr zu trinken. Wie ich entschlossen war und aufhörte, da war der Gedanke plötzlich angenehm.


Andy1 Offline




Beiträge: 1.385

31.07.2005 11:40
#32 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Tonino,

Ich bin erst seit ca. 11 Wochen trocken. Wieder.
Hab aber schon vor 11 Jahren eine Langzeittherapie gemacht, weil ich zu jener Zeit schon da war, wo du jetzt vielleicht bist.
Zuvor hatte ich auch die Spiele mit ausschleichendem Trinken probiert. Eine interessante Geschichte, die man probieren muss um zu sehen, dass man nur verliert.

Hör auf zu trinken Tonio. Hier kannst du nur gewinnen. Du verlierst mit Alkohol absolut nichts.


@Tonino
Ich will nie wieder Alkohol trinken!!!! Ich will. Und wenn du mir eine Pille geben würdest, mit der das dann geschieht, würde ich sie sofort und ohne zu zweifeln schlucken. Nur gibt´s die halt nicht.

Das wünschen sich am Anfang viele. Aber du hast Recht eine Pille gegen Drogen gibt es nicht. Höchstens eine, welche die dich psychisch davon abhalten könnten zu trinken wäre "Antabus" ,(da kannste dann sterben daran, wenn man dann zusätzlich Alk zu sich nimmt) oder Campral, das den Saufdruck in den ersten Monaten mildern soll. (Wirksamkeit ist aber umstritten)

Schlussendlich bleibst nur noch du selbst als "PILLE" übrig und das ist doch schon mal sehr viel!

Schau mal, eines habe ich nicht vergessen. Als ich vor 11 Jahren ein Gespräch mit einem Krankenversicherungsmenschen hatte, der mir die LZT nahe legte, sagte dieser: Wenn man einem Kranken sagt, sie werden demnächst sterben, wenn sie nicht auf z.B. Colesterinreiche Speisen verzichten, oder ähnliches, dann würden diesr alles in der Welt dafür tun, um gesund zu werden bzw. zu bleiben.
Sagt man aber zu einem Alkoholiker oder Raucher, dass er sterben wird wenn er weitermacht, geht er erst einmal einen Trinken bzw. eine Rauchen. Und die meisten hören nicht auf, sondern lassen sich Zehen und Beine amputieren oder landen siechend auf der Straße oder mit Kosakov in der Klappse usw. Und warum Tonino?
Ganz einfach: "Sch....Drogensucht"

Aber so schlimm ist es dann doch nicht. Denn wie du hier siehst, kann man was dagen tun und ohne Drogen lässig, lustig, gelassen (? :grins2 frei, selbstbewust und fröhlich leben.

Aber als Erstes musst DU das wollen!

Gruß

Andy


Igel ( gelöscht )
Beiträge:

31.07.2005 11:51
#33 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Andy,

der mit dem Gelassen war gut

war aber nen kurzer Trip mit deinem Bike, odda ?

LG
Igel


Patrizia Offline




Beiträge: 535

31.07.2005 13:08
#34 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Tonino,
herzlich willkommen auch von mir

Bin auch erst seit ein paar Wochen an Board und hab in dieser Zeit soviel gelernt über das Aufhören. Gleichzeitig mich auch um die Trinkgründe bzw. Trinkauslöser gekümmert mit Hilfe von Literatur aller Art ( gell Igel).

Mein Weg war bisher holprig. Aber er führt nach oben
Hauptsache, die Richtung stimmt!

Auch MIR wollte und will man das Problem kleinreden. Muss jeder selber wissen, ob er aufhören will, unser Leben können wir ja nur alleine für uns fühlen und uns entscheiden..sieht aus, als ob du die richtige Wahl getroffen hast. Alles, was dir jetzt noch in die Suppe spuckt, sagt dir die Sucht. Was sonst soll es sein, wenn man trinkt, obwohl man weiß, dass Alkohol einem das Leben vergällt? (wie bei mir).

Ich schreibe mir das Wichtigste was ich so lerne in den vergangenen Wochen immer auf, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und vergisst so leicht.

Das Allerwichtigste ist das mit den 24 h, das du in deinem Beispiel so schön erklärt hast.

Man kann die Sache drehen und wenden, sich den Kopf zerbrechen wie man will, an Theorie (wie ich manchmal) fast ersticken. Gestern schrieb ich was über Theorie und Praxis.
Die Praxis siegt schlussendlich. Wollte ich noch mal gesagt haben
Und die steckt in der Sache mit den 24h und dem Kehren....es wird vermutlich noch Ballast weggekehrt in der Zeit, umso besser und auch notwendig. Aber immer nur für heute. Und aufpassen, dass man nicht aus der Puste kommt dabei.

Hoffe, es klang nicht allzu wirr. Bin auch noch am Anfang.

Lieber Gruß
und gute 24h
Patrizia


Patrizia Offline




Beiträge: 535

31.07.2005 13:09
#35 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Nachtrag:
Trinkgründe gibt es nicht. Hab ich hier gelernt. Will das Wort nie wieder gebrauchen!!

Pat


Andy1 Offline




Beiträge: 1.385

31.07.2005 23:25
#36 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Igel,
da war ich noch gar nicht weg. Hab mich wieder total versaufnixt. Schlimm.
Aber um 12.00 war ich dann unterwegs. Volles Programm inkl. Waldwanderung im Hochschwarzwald, nach Pilzen schauen und Blaubären sammeln.

Schönen Start in die Woche

wünscht

Andy


Bakunin Offline




Beiträge: 1.575

31.07.2005 23:42
#37 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

mönsch andy das kommt von dem nichtraucherding das du am laufen hast das du jetzt die nikotinsucht und die alkoholsucht in einen topf schmeißt.da würd ich ganz vorsichtig mit umgehn da das erstens nicht geht und zweitens hier nicht thema ist.

moin tonini

ich drück dir fest die daumen das du deinen weg aus der sucht findest.ich bin hier vor einem halben jahr völlig verzweifelt reigestolpert und mit hilfe dieses board ist es mir gelungen bis heute das erste glas stehn zu lassen.
pack es an..es loht sich !

liebe grüße
erik


gepard Offline




Beiträge: 851

01.08.2005 00:09
#38 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Andy, und hattest du eine Begegnung mit einem Blaubären?


Tonino Offline



Beiträge: 16

01.08.2005 08:08
#39 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

So, das war die Nacht nach dem letzten Glas. Sie war furchtbar. Kaum geschlafen, wenn dann unruhig und mit Albträumen. Aber wenigstens nicht mehr getrunken als ein Viertel Wein, wenigstens keine Entzugserscheinungen (außer das schlechte Schlafen und gerötete Augen) und wenigstens heute ohne.
Wobei ich zugeben muss, wenn ich ehrlich bin konnte ich mir bei dem letzten Glas nicht vorstellen, dass ich nie, also wirklich nie wieder Wein trinken werde. Heißt das jetzt, dass ich nur eine Trinkpause mache und noch nicht auf dem richtigen Weg bin??
Wäre ja tragisch, wenn es einem erst abartig dreckig gehen muss, bis man diese Sicherheit fühlt. Bei der Sicherheit heute das erste Glas stehen zu lassen, habe ich aber überhaupt keine Bedenken. Im Gegenteil. Und ich freue mich, heute hoffentlich nach den zwei schlechten Nächten wieder besser zu schlafen und morgen völlig nüchtern aufzuwachen.

Seid lieb gegrüßt, vielen Dank für eure Meinungen,

Tonino


Hellas Offline




Beiträge: 401

01.08.2005 08:49
#40 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Moin Tonino!
Ich versteh nicht ganz,was du unter Entzugserscheinungen verstehst,die hat mensch erst ohne Alkohol(und 1/4 l Wein gehoert doch auch dazu!)
Respekt schon mal dafuer,dass du das so kontrolliert hingekriegt hast.
Der Gedanke "nie wieder Alkohol zu trinken",war fuer mich anfangs auch unvorstellbar.Stellte mir dass Leben dann langweilig vor.Meine Freunde wuerden Partys feiern,verrueckte Dinge tun,Sex and Drugs and Rock'n Roll.Ich nie wieder in Biergaerten ein kuehles Bier geniessen duerfen,Oper-Air und Konzerte alles einfach nuechtern zu erleben.Nie wieder an der Bar oder in der Disco jemanden einfach so anquatschen,einen Wodka ausgegeben bekommen und froehlich feucht auf alles los quatschen.Und dann auch noch mit Freunden und Verwandten am Mittagstisch sitzen,die den herrlichsten Rotwein geniessen und ich trockne Nudel mit meinem Saft!!!

Tonino,ueber diese Gedanken koennte ich seitenlang schreiben,sie waren alle da,kommen manchmal auch immer noch wieder auf.
Nach ein paar Monaten Nuechternheit,sieht alles weniger dramatisch aus,und ist "seltsamerweise" viel schoener als ich mir jemals haette vorstellen koennen.
Ich muss dazu auch sagen ,dass ich seit Anfang an zu AA gehe,ohne deren Unterstuetzung haette ich es nicht geschafft.Besser gesagt habe es nicht geschafft,denn die ersten AA Prospekte in meinem Buecherregel und Alkoholbuecher hab ich schon seit 8 Jahren im Regal,auch immer wieder gelesen,wie auch immer wieder getrunken,allein konnte ich es nicht schaffen.Aufhoeren konnnte ich schon,aber nicht trocken bleiben.

Noch was ,ich wuerde an deiner Stelle auch zum Doc gehen. Du brauchst keine Angst zu haben,dass du dort dumm angeschaut wirst,diese Leute haben grossen Respekt vor uns,denn sie wissen was alkoholkrank heisst.Du kannst nur davon profetieren.

Also los!!
liebe Gruesse,einen Neustart im Monat August
von Marin,g24h


NoAlktoday Offline




Beiträge: 654

01.08.2005 12:50
#41 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hallo Tonino ,

auch ich möchte dich hier begrüßen.

Zu diesem Satz möchte ich etwas anmerken:

Zitat
Wobei ich zugeben muss, wenn ich ehrlich bin konnte ich mir bei dem letzten Glas nicht vorstellen, dass ich nie, also wirklich nie wieder Wein trinken werde.



Tonino, wenn du das alles hinter dir hast und eine Zeitlang wirklich abstinent gelebt hast, wirst du dir wünschen, dass du nie, also wirklich nie wieder in die Versuchung kommen willst/wirst, Alkohol trinken zu MÜSSEN.
Man braucht ihn dann nicht mehr und all die unangenehmen Begleiterscheinungen des Alkoholmissbrauchs will man NIE WIEDER erleben.
Ich z.B. verzichte seit Okt. 2002 auf nichts, ich habe gewonnen!
Es geht mir gut, ich bin im Gegensatz zu Zeiten während des Alkoholmissbrauchs endlich mal rundum zufrieden mit Allem, was ich beeinflussen kann.
Dass das nicht immer 100%ig ist, ist klar, aber nüchtern sind viele Situationen ganz anders zu meistern.

Alles Gute wünsche ich dir!

Jutta


Bakunin Offline




Beiträge: 1.575

01.08.2005 13:01
#42 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

moin tonino

ja das mit diesem NIE WIEDER ist erst mal ein brocken der nicht leicht zu verdauen ist.darum muss man sich auch zeit nehmen und erst mal nur an heute denken.heute das erste glas stehen lessen.und dann langsam schritt für schritt verändert sich auch die denke und dieses "nie wieder"bekommt plötzlich etwas befreiendes.immer wenn mir heute so der gedanke beim anblick feucht-fröhlichfeierner menschen an alk kommt seh ich mich auch dumpf torkelnd unter den tischen liegen.und das will ich nie wieder !
drum lass ich heute das erste glas stehn.ich drück dir die daumen das dein experiment des ausschleichens gelingt.

liebe grüße
erik


Der Todde Offline




Beiträge: 261

01.08.2005 13:10
#43 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Zitat
Gepostet von Hellas
Ich versteh nicht ganz,was du unter Entzugserscheinungen verstehst,die hat mensch erst ohne Alkohol(und 1/4 l Wein gehoert doch auch dazu!)



Hallo Marion,

wenn man Spiegeltrinker ist, setzen die Entzugserscheinungen schon ein, wenn man unter seinem gewohnten Spiegel ist. Wenn dieser z.B. bei 2 Promille liegt, helfen 1/4l Wein auch nicht mehr viel.

Gruss
Thorsten


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

01.08.2005 13:32
#44 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Zitat
Gepostet von Tonino
Wobei ich zugeben muss, wenn ich ehrlich bin konnte ich mir bei dem letzten Glas nicht vorstellen, dass ich nie, also wirklich nie wieder Wein trinken werde.



Es reicht völlig, wenn Du dir jedesmal wenn Dir das Glas Wein in den Kopf kommt, vorstellen kannst warum Du es lieber stehen lässt. Und das kannst Du, solange Du dich selbst nüchtern besser leiden kannst wie mit Alkohol im Blut.

der minitiger


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

01.08.2005 17:15
#45 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Mensch Andy und Gepard, Blaubären kann man doch nicht im Wald finden.
Die tummeln sich meistens mit haarigem Gesichtspullover an der Theke, auf ner Bank oder Sofa.....

LG Laila


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