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Saufnix
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Dieses Thema hat 63 Antworten
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 Akute Hilfe
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Tonino Offline



Beiträge: 16

30.07.2005 18:12
#16 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Erstmal nochmal vielen Dank für die vielen schnellen Antworten.
@bordeauxnixe
von "problemlos" 14 Tage ohne kann ich nicht wirklich reden. Aber möglich ist es in der jüngeren Vergangenheit immerhin gewesen....
Ich habe mich jetzt dafür entschieden mich heute und morgen langsam "runterzutrinken" - heute einen halben Liter Wein und morgen ein Viertel. Ab Montag dann nichts mehr. Und das auch auf Dauer. Ich weiß, dass das nicht die optimale Methode ist, aber nach allem, was ich über mögliche Folgen des Entzuges im Forum gelesen habe, macht mir der kalte Entzug zu viel Angst - auch wenn es bislang immer gut gegangen ist.
Das "Runtertrinken" ist natürlich auch keine Garantie, dass nichts passiert, aber ich hoffe, dass es das Risiko reduziert und für den Schritt zum Entzug in der Klinik bin ich (noch) nicht bereit.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden. Drückt mir bitte die Daumen. Wenigstens habe ich erstmals das Gefühl, endlich eingesehen zu haben, dass ich es halt nicht kontrolliert packen werde....das ist, glaube ich, ein wichtiger Schritt

Liebe Grüße an alle im Forum

Tonino


Igel ( gelöscht )
Beiträge:

30.07.2005 18:18
#17 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Tonino,

"ausschleichen" von Alkohol ?

Kenn ich wohl von Medis., allerdings hat das mit Alk. bei mir nie geklappt. Nach dem ersten Glas kam dann meist das zweite und dann waren mir meine "guten Vorsätze" komischerweise relativ egal.

Interessantes Experiment, wünsche dir gutes Gelingen, mein ich wirklich so, denn vielleicht klappts ja bei dir.

LG
Lutz


Tonino Offline



Beiträge: 16

30.07.2005 18:23
#18 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

@igel
habe mir sicherheitshalber für heute Abend Beistand geholt, der auch von dem Plan weiß. Und deshalb bin ich mir relativ sicher, dass es gut geht. Hoffe so die Entzugsgefahren zu minimieren.....
Aber wie gesagt, ich halte euch auf dem Laufenden

Liebe Grüße

Tonino


Der Todde Offline




Beiträge: 261

30.07.2005 18:38
#19 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Zitat
Gepostet von Tonino
Wenigstens habe ich erstmals das Gefühl, endlich eingesehen zu haben, dass ich es halt nicht kontrolliert packen werde....das ist, glaube ich, ein wichtiger Schritt



Hi Tonio,

DANN verstehe ich aber nicht, dass du es heute und morgen kontrolliert versuchen möchtest. Oder hast du dich verschrieben?

Gruss
Thorsten


Tonino Offline



Beiträge: 16

30.07.2005 18:48
#20 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Nein, ich habe mich nicht verschrieben....
ich habe nur Angst vor den mehrfach im Forum diskutierten Entzugsfolgen, weil ich die letzten Tage wirklich "gesoffen" habe.
Ich weiß, dass es am besten wäre, wenn heute der erste Tag wäre, aber davon habe ich ja nichts, wenn ich morgen tot bin....
Drückt mir die Daumen, die nächsten Tage werden schwer genug....
Aber ich will und werde das schaffen.
Montag lass ich das erste Glas stehen. Versprochen!

Tonino


Der Todde Offline




Beiträge: 261

30.07.2005 18:54
#21 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Tonino,

Entzugserscheinungen, insbesondere ein Delir können aber öfter mal auch weitaus später auftreten, als nach nur 2 Tagen... Deshalb behalten die Krankenhäuser einen ja auch mind. 8-10 Tage da...

Ich würde an deiner Stelle Montag morgen zu deinem Hausarzt gehen und ihm die ganze Sache schildern...

Viel Erfolg, ich drück dir die Daumen
Thorsten

Ach ja, ich hatte mal ein Delir, das nach ca. 4-5 Tagen aufgetreten ist... Zum Glück war ich da schon in der Klinik...

[ Editiert von Der Todde am 30.07.05 18:56 ]


Tonino Offline



Beiträge: 16

30.07.2005 19:21
#22 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hallo Thorsten,

das mit dem Hausarzt werde ich mir durch den Kopf gehen lassen, auch wenn mein Gefühl zumindest heute noch nein dazu sagt.
Wieso kommt es denn in der Klinik zu einem Delir? Die sollten dir doch eigentlich Mittel geben, damit genau das nicht passiert, oder habe ich da was falsch verstande?
Und noch eine Frage: wie genau äußert sich das Delir - gibt es irgendwelche Anzeichen, bei denen ich notfalls noch Hilfe holen kann bzw. sollte?

Liebe Grüße

Tonino


Der Todde Offline




Beiträge: 261

30.07.2005 19:28
#23 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

OK, ich hatte mich falsch ausgedrückt...

Hatte ein Delir nach 4-5 Tagen, war dann aber noch rechtzeitig in der Klinik, als ich (noch) merkte, dass da was nicht stimmt, nicht schon 5 Tage...

Bei mir hat es sich so ausgedrückt, dass ich Stimmen gehört und Sachen gesehen habe, die so nicht da waren. Z.B. habe ich im Fernsehen auf einmal einen "Livebericht" in den RTLNews über mich gesehen, wie ich durch die Innenstadt torkele uswusf...

Wenn mir das alleine zuhause passiert wäre, hätte alles passieren können...

Gruss
Thorsten

[ Editiert von Der Todde am 30.07.05 19:29 ]


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

30.07.2005 19:54
#24 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Tonino,

ich kann Deine Gedankengänge komplett nachvollziehen.

Ich wollte auch unbedingt so aufhören, daß ich noch möglichst wenig verloren habe und daß ich das möglichst alleine schaffe. Berührungsängste gegenüber Gruppen hab ich zwar im Grunde nicht, aber irgendwie hätte ich einfach das Gefühl gehabt ich habs noch nicht geschafft solange ich noch andere Leute dazu brauche. Mein Vertrauen in andere Menschen war lange Zeit viel zu wenig ausgeprägt, daß ich mich auf irgendwelche Hilfestellung verlassen wollte. Also ich musste erst mal alleine durch.

Aber eins wusste ich ganz genau: Ich wollte vom Alkohol loskommen weil mir die Sauferei das Leben vergällt hat. Es war einfach nicht mehr schön.
Also wäre es sicher Blödsinn gewesen, ein Risiko einzugehen, wenn ich das bessere Leben auch ohne Risiko haben kann. Ich wusste, daß ich keine grossen Entzugserscheinungen hab, weil ich jede Woche ein paar Tage Pause gemacht habe, aber wenn ich das nicht gewusst hätte dann wär ich ins Krankenhaus gegangen.

Nix ist so blöd wie wenn man dann an den Folgen falschen Stolzes leiden muss, wenn man im Grunde schon geschnallt hat daß es falsch ist was man tut. Also überwinde Dich, wenn du Angst hast das was passiert. Du würdest Dich ewig ärgern, wenns schief geht und Du Dir plötzlich im Krampfanfall die Zunge abbeisst, z.B..

der minitiger


Tonino Offline



Beiträge: 16

31.07.2005 01:02
#25 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Es ist jetzt gleich 1 Uhr und ich habe die angekündigten 0,5 Liter Wein getrunken. Verteilt allerdings über einen Zeitraum von 21 Uhr bis jetzt - jetzt werde ich versuchen, zu schlafen, auch wenn das nach den Betäubungen der letzten Zeit in diesem Zustand sicher nicht einfach wird.

@minitiger2:
Ich will mir ja helfen lassen. Deshalb bin ich in diesem Forum. Aber erst wenn die Hilfe nicht reicht, dann werde ich zu härteren Methoden greifen müssen. Neben dem Forum weiß auch mein engstes Umfeld Bescheid. Aber die Folgen einer "Selbsteinweisung" in die Klinik betreffen ja auch den Arbeitgeber und da hast du Recht. Da ist der Stolz da, vor ihm möchte ich das, was ich weiß, noch nicht eingestehen.

Wünsche euch allen eine gute Nacht und hoffe, dass nichts Schlimmes passiert, was den Entzug angeht. Zur Zeit sind keinerlei Folgen zu merken, aber das ist nach dem halben Liter Wein auch nicht verwunderlich. Morgen wird sicher schwieriger.

Morgen lasse ich das zweite Glas stehen. Und am Montag das erste.

Tonino

[ Editiert von Tonino am 31.07.05 1:03 ]


Saftnase Offline




Beiträge: 1.206

31.07.2005 03:24
#26 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hallo Tonino,

beim Stoppen der Alkoholkrankheit sind Stolz und fragwürdige Experimente der denkbar schlechteste Ratgeber.
Ich habe zwar auch alleine von heute auf morgen mit dem Trinken aufgehört, aber nochmal würde ich es so nicht machen.
Damals waren mir die Risiken gar nicht bewusst und ich hatte einfach nur Glück relativ glimpflich aus der Sucht zu kommen.
Es geht um dein Leben und wenn dein Selbstentzug schief läuft, hat dein Chef schneller einen Nachfolger für dich, als du dir vorstellen kannst. Und die warmen Worte in ehrbarem Gedenken helfen dir aus der Holzkiste auch nicht mehr raus...... Klingt krass - kann aber durch falsche Scham sehr realistisch werden.

Pass gut auf dich auf. Und Stärke zeigt sich auch darin, eine Schwäche zuzugeben.
Egal, in welcher Lage.

LG Laila


Tonino Offline



Beiträge: 16

31.07.2005 09:32
#27 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hallo, Ihr Lieben.

Ich habe jetzt die Nacht überstanden. War unangenehm, weil ich nicht schlafen konnte, weil die Gedanken kreisten, um das was passieren könnte wegen des Entzuges, um die Tatsache, dass der Weg zur dauerhaften völligen Abstinenz ein langer und steiniger ist, vielleicht zu lang und steinig; um die Frage, was es für Folgen hätte, wenn ich es nicht schaffen würde und ob ich es überhaupt schaffen kann, wenn ich selbst nicht uneingeschränkt daran glaube.

Habe mich dann an Beppo Straßenkehrer aus "Momo" erinnert, das ich als Kind immer gerne gelesen habe, der sagte, dass man wenn man eine sehr lange Straße vor sich hat, nie an die ganze Straße denken sollte, sondern immer nur an den nächsten Schritt und den nächsten Besenstrich, dann merkt man plötzlich man hat die Straße geschafft und ist nicht einmal aus der Puste.....(oder so ähnlich).

Wenigstens habe ich praktisch keine Entzugserscheinungen, wenn man von den kreisenden Gedanken vielleicht einmal absieht, aber Handzittern oder ähnliches sind nicht da, wobei ich ja auch nicht gar nichts getrunken habe am gestrigen Abend. Jedenfalls ging die Nacht ohne Schweißausbrüche zu Ende und am frühen Morgen bin ich auch für zwei Stunden eingedöst.

Heute Abend werde ich mein letztes Glas Wein trinken und dann auch nur eins. Sorge macht mir, dass ich nicht 100% überzeugt bin, dass es auch wirklich das letzte Glas ist. Aber dazu kann ich mich ja leider nicht zwingen. Ich kann nur einfach immer 24h nichts trinken.....

Das Board ist wirklich toll und mir eine große Hilfe! Danke! Vielleicht hat noch jemand einen Tipp, bei welchen Anzeichen ich mich sofort in ärztliche Obhut begeben sollte? Halluzinationen, Dinge sehen, die nicht da sind....sonst noch was? Ich weiß, die meisten von euch werden jetzt sagen - auch ohne Anzeichen. Aber dazu bin ich wohl nicht bereit.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag. Hier bei uns scheint endlich mal wieder die Sonne.

Alles Liebe

Tonino


Igel ( gelöscht )
Beiträge:

31.07.2005 10:03
#28 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Hi Tonino,

ersmal Glückwunsch das du nach ner halben Flasche nich weiter gemacht hast.

Würde die Tatsache das du momentan keine weiteren Entzugserscheinungen (bis aufs Grübeln) hast, vorsichtig als Positiv einschätzen. Aber das ist und kann nur meine persönliche Meinung sein, ich bin kein Mediziner.


Warum beisst du dich eigentlich so an der Angst vor ner Staionären Therap. fest ?. Kannst dir ja auch Anonym helfen lassen und dein Arbeitgeber kriegt nix raus.

Auch beim Entzug gibt es ambulante Hilfe, geh doch zu nem Suchtarzt, die machen den ganzen Tag nix anderes und haben sowohl Verständniss für deine Krankheit als auch die nötige Sachkenntnis und peinlich muss dir das auch nicht sein.

Über das Thema Entzugserscheinungen und evtl. Folgen des kalten Entzuges gibts unmengen an Infos im Netz, denke aber es bringt jetzt auch nich viel sich verrückt zu machen und hinter jedem Pubs gleich nen beginnenden Krampfanfall zu vermuten.

Letztendlich musst du den für dich besten Weg finden, habe es seinerzeit auch zuerst alleine versucht, auch den einen oder anderen Kalten Entzug hinter mehr (allerdings mit wesentlich heftigeren Entzugserscheinungen) und musste dann letztendlich erkennen das es ganz ohne fremde Hilfe nicht geht von dem Zeugs dauerhaft loszukommen. Die "Versuche" der Abstinenz waren aus heutiger Sicht schlicht Trinkpausen, mehr nicht. Wobei die Pausen dann letztlich immer kürzer wurden und die Trinkphasen sich verlängerten.

Heute bin ich heilfroh Hilfe angenommen zu haben und "ärger" mich fast darüber es nicht viel früher gemacht zu haben, da ich mir einiges erspart hätte.

Drück dir die Daumen, mach dich nicht verrückt und denk vielleicht doch mal über ambulante (anonyme) Hilfe nach, vielleicht ersparst du dir auch einiges.

LG
Lutz


gepard Offline




Beiträge: 851

31.07.2005 10:23
#29 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

Tonino, was für eine Art von Unterstützung erwartest du denn von deiner Umgebung? Worum geht es (dir) denn bei der Alkoholkrankheit oder beim Trockensein?

Wenn du ganz persönlich fest entschlossen bist, dass Alkohol einfach nicht mehr in Frage kommt (und von deinen guten Gründen dafür überzeugt bist), dann wirst du auch nichts mehr trinken und müsstest auch nicht so herum-eiern.


Tonino Offline



Beiträge: 16

31.07.2005 10:58
#30 RE: Das Ende des kontrollierten Trinkens antworten

@Igel: Danke, für die aufmunternden Worte!

@Gepard:
Was für eine Hilfe ich erwarte? Letztlich ist mir das egal, die Hauptsache ist, dass es mir hilft. Das klingt jetzt wahrscheinlich ein bisschen egoistisch und planlos. Aber ich habe halt für mich bislang nicht den richtigen Weg gefunden und hoffe, dass ich ihn ab morgen gehen werde bzw. eigentlich seit gestern bereits gehe. Die Antworten im Board haben mir beispielsweise sehr geholfen, den Glauben, dass ich es schaffe zu erhöhen. Aber ich kann ja nichts tun, von dem ich nicht überzeugt bin, dann ist es prinzipiell ja von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ein ambulanter Entzug hört sich für mich vielleicht realistisch an.

Ja, ich will das. Ich will nie wieder Alkohol trinken!!!! Ich will. Und wenn du mir eine Pille geben würdest, mit der das dann geschieht, würde ich sie sofort und ohne zu zweifeln schlucken. Nur gibt´s die halt nicht. Deshalb muss ich für mich meinen Weg finden. Vielleicht kannst du dir ja vorstellen, dass der Gedanke daran, wirklich NIE mehr was zu trinken, erstmal schwierig ist, auch wenn es für mich wohl der einzige Weg ist.

Ist ja nicht so, dass ich den Vorsatz damit aufzuhören erst gestern gefasst hätte. Aber bis auf Trinkpausen hat das eben nie funktioniert - obwohl der Wille da war. Aber eben nur der Wille für eine gewisse Zeit aufzuhören, nicht für immer. Das ist diesmal anders. Aber da ist halt noch dieser kleine Teufel, der mit vorgeschobenen Argumenten unterschiedlichster Art mich immer wieder verführt hat und der sich das sicher nicht so einfach bieten lassen wird. Ich weiß, ich war es, der getrunken hat. Vielleicht bin ich zu willensschwach, obwohl das meine Umgebung sicher nicht über mich sagen würde.

Insofern ist das Board für mich schon allein als moralische Unterstützung eine große Hilfe und ich kann nur nochmal betonen, dass die Menge der Antworten und wie schnell sie kommen, mich sehr beeindruckt hat. Vielen Dank dafür.

Tonino


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