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Saufnix
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 Akute Hilfe
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Merryl Offline




Beiträge: 822

05.11.2004 18:13
#166 RE: Ten days after antworten

Hallo Ralph,

ich fand es interessant zulesen, was Du geschrieben hast, keine Frage. Aber dennoch möchte ich nochmal genau das wiederholen, was ich weiter oben schon mal geschrieben habe:

Kein gesunder Mensch fängt an zu saufen. Niemand wird aus Spaß zum Alkoholiker, niemand wird aus "Gewohnheit" zum Alkoholiker, Alkoholismus ist eine Krankheit und kein Betriebsunfall.

Und nun füge ich hinzu, niemand wird zum alkoholker, weil es einfach so passiert.
Um das zu verdeutlichen: Du schreibst:

"Was aber machen die Pegeltrinker? Sie müssen keine Probleme entsorgen. Ich trank zuhause allein vor mich hin."

Das ist jetzt etwas aus dem Zusammenhang zitiert aber dennoch: Erkläre mir doch was das für ein Leben war: warum hängst Du zuhause ab und säufst. Warum war da nichts, was dir wichtiger erschien? Warum bremste Dich nichts, dein Leben so wegzuschmeißen? So gar kein Problem? War da wirklich nichts, was Dich so handeln lies? Wie ist es überhaupt zur Entscheidung gekommen, zu Hause zu bleiben und zu trinken?
Da muss ja vorher was gewesen sein, bis du dich mit deinem pegeltrinkerdasein arrangiert hast. Das trinken war halt schöner als das leben.

Ich will nicht bestreiten, dass es eine Eigendyamik gibt bei der Sucht, die halte ich sogar für sehr stark (bei mir war es auch so). Aber ich glaube man muss sehr vorsichtig sein, mit der Eigendynamik die Sucht zu erklären.

Lieber Gruß
Merryl

[f1][ Editiert von Merryl am: 05.11.2004 18:15 ][/f]

[f1][ Editiert von Merryl am: 05.11.2004 18:23 ][/f]


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

05.11.2004 18:18
#167 RE: Ten days after antworten

hallo Waldschrat,
"du schreibst: Ich hab mir nämlich meine heile Welt geglaubt."
für deine 3 Wochen trocken bist du für meine Begriffe erstaunlich akltiv. Und mir gibst du wunderbar zu erkennen, wie ich selber seinerzeit alles inn Frage gestellt hatte, die Ursachen erforschen wollte, die Bösewichte von den Guten trennen konnte, Irrtümer reihenweise entstanden wegen des überzogenen Eifers. Wunderbar! Aber du säufst nicht, und du säufst gerne nicht!! Du sortierst deine "wohlerhaltenen Reste", Scherben von vorher. Sortiere nur fleißig, du wirst noch eine Menge Brauchbares finden, aber es dauert eben etwas Zeit. Und egal ob von innen nach außen oder von Norden nach Süden, dein Bemühen wird umso erfolgreicher sein, je kritischer du guckst.
ich grüße dich, Max


beed Offline




Beiträge: 882

05.11.2004 18:47
#168 RE: Ten days after antworten

Hallo Merryl,

meinst Du nicht, dass Deine Aussage ein wenig absolut ist?

Der Übergang vom gesunden Menschen zum abhängigen Trinker geschieht, denke ich mal, sehr oft unmerklich.

Es gab immer irgendwelche Anlässe (Durst, Feiern, Gemütlichkeit, Trauer, Schmerz, Belohnung ...) etwas zu trinken. Eine gewisse Zeit macht das auch überhaupt nichts. Da kommen Phasen, wo es besonders viele Anlässe in engerer Folge gibt und man überlegt schon mal (War ganz schön viel in letzter Zeit und so). ... Irgendwann kommen die ersten Beschwerden (die haben immer andere Ursachen)... tja und dann das böse Erwachen. Man ist sich nicht bewusst darüber, jemals absichtlich in Richtung dieses Stadiums gesteuert zu haben.

Deshalb ist auch das Eingeständnis abhängig zu sein anfänglich von soviel Uneinsichtigkeit begleitet.
Man ist sich erstmal gar keiner Schuld bewusst! Daher auch: "Probleme?? Hatte ich keine!"

LG
beed


Merryl Offline




Beiträge: 822

05.11.2004 19:27
#169 RE: Ten days after antworten

Nee, Beed, ich meinte das schon ganz genau wie ich es auch geagt habe. Dieses "reinrutschen" verniedlicht es denn dann doch zu sehr. Nicht umsonst sollen ja frisch trockengeschleuderte einmal ihre trinkmengen aufschreiben. Und auch von einem halben Jahr "Party" bist du noch nicht drauf....
Und niemand von uns tut sich einen Gefallen damit, seine Sucht zu verniedlichen.

Gruß
Merryl


beed Offline




Beiträge: 882

05.11.2004 20:19
#170 RE: Ten days after antworten

Merryl, wenn es aber so war, dann war es so!

Da spielt es unterm Strich doch keine Rolle mehr, wie man es nennt.

Ich bin sozusagen ein "frisch Trockengeschleuderter" und weiß, dass ich täglich bis 17.00 Uhr 2 Bier und von 17.00 Uhr bis ich ins Bett ging (2.00 Uhr) 2 Flaschen Sekt getrunken habe. Wozu sollte ich mir das aufschreiben??
Ich weiß, dass das viel zu viel war, mein Körper hat die weiße Fahne geschwenkt und es hat "Klick" gemacht. Ich trinke keinen Alkohol mehr und hoffe, dass es mir irgendwann mal besser geht.

Das einzusehen, war schwer, der körperliche Entzug(zu Hause) ein Albtraum (ich wollte sterben - ich wollte einfach, dass es vorbei geht), mein Arzt hatte mir Diazepam verweigert, mit der Begründung, ich müsste da jetzt durch, ich solle mal richtig leiden, damit ich es begreife ... und ich litt!!!

Ich möchte das nicht nochmal durchmachen und werde auch konsequent bleiben, mir und meiner Familie zuliebe!

Ich werde keine SHG, keinen Suchtberater o.ä. aufsuchen. Ich war nur so schwach, solange ich nicht begriff, wie ich mir schadete. Jetzt habe ich begriffen.

Verniedlicht habe ich nichts, es war eine Schilderung, wie es ablief und ich brauche da nachträglich nichts reininterpretieren.

Ich bin nicht euphorisch, ich wars am Anfang nicht und auch jetzt nicht. Es geht mir nicht wirklich gut, aber ich weiß, dass absolute Abstinenz das Einzige ist, was mir helfen wird.

Liebe Grüße
beed

Übrigens meinte ich nicht ein halbes Jahr, sondern 10, 15.


Merryl Offline




Beiträge: 822

05.11.2004 20:37
#171 RE: Ten days after antworten

Beed,

es ist absolut o.k. für mich was Du schreibst. ich will um himmels willen nicht, dass jemand anfängt nach Gründen zu wühlen, so nach dem Motto, ja da muss doch noch was sein. Die Dinge kommen schon auf einen zu, alles zu seiner Zeit.


Lieber Gruß
Merryl


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2004 21:29
#172 RE: Ten days after antworten

Hi,

jetzt will ich doch auch noch mal was zu den Ursachen sagen.

Meine Trinkerei wurde mit Sicherheit dadurch begünstigt, dass ich einfach einen Haufen Gelegenheiten hatte, zu trinken.
Natürlich hatte ich als Kind oder Jugendlicher Probleme mit dem Erwachsenwerden, aber ursprünglich waren das vielleicht nicht mehr Probleme, wie sie andere Jugendliche auch hatten. Erst dadurch, dass ich meine Problemchen in Alkohol getränkt habe, sind daraus Probleme erwachsen, die ich dann nicht mehr so einfach lösen konnte. Was den Teufelskreis natürlich dann befördert hat.

Noch was: im jugendlichen Alter kann ein halbes Jahr regelmässiger Konsum den Hirnstoffwechsel ganz anders umbauen als bei einem Erwachsenen, bei dem die gesamte Entwicklung generell nicht mehr so schnell abläuft. Wie viele andere war ich mit 15, 16 Jahren beim täglichen Konsum angelangt, was auch niemand in meinem Umfeld komisch fand. Weder im Elternhaus, in der Schule, noch im Freundeskreis. Man hat einigermassen kritiklos getrunken, weil alle anderen es auch gemacht haben, und natürlich sind wir davon lockerer drauf gekommen. Die Wirkung war ja erst mal die gewünschte. Ich glaub man muss keine ausgeprägten Probleme haben, um eine lustvolle Lockerheit zu geniessen.
Die psychische Abhängigkeit hab ich damals wohl entwickelt und bin sie auch nicht mehr losgeworden, allen Pausen zum Trotz.

Damit mich keiner falsch versteht: ich hab meine Psyche schon mal ziemlich gründlich durchgecheckt, und natürlich bin ich fündig geworden. Aber jeder hat Schrammen und nicht jeder wird abhängig. Jedenfalls bin ich davon weder trocken geworden noch trocken geblieben.

Der viel wichtigere Punkt für mich ist der, dass ich gelernt hatte, meine Gefühle mit Alkohol und Drogen zu manipulieren. Sucht ist für mich ein erlerntes Verhalten, und ich hatte gelernt, dass man nur irgendwas einpfeifen muss, um eine Wirkung zu erzielen. Ich musste sonst nix tun, es war einfach bequem. Ich kannte zwar andere Betätigungen, um anders bzw. gut draufzukommen, aber diese andern Möglichkeiten waren allesamt mit Anstrengungen verbunden.

Unbenommen davon hab ich heut aber heutige Gefühle, und wenn ich heut euphorisch werde oder vom Ärger einen dicken Hals bekomme und sich der innere Druck aufbaut, dann ist es in dem Moment uninteressant, wo in meiner Vergangenheit die Ursache für diese Reaktion liegt. Jetzt hab ich das Gefühl, jetzt leb ich damit.

der minitiger

[f1][ Editiert von minitiger2 am: 05.11.2004 21:39 ][/f]


Merryl Offline




Beiträge: 822

05.11.2004 21:37
#173 RE: Ten days after antworten

Minitiger,

das fand ich einen richtig guten Beitrag, Sucht als erlerntes Verhalten. Darüber grübel ich nun mal ein bischen.

Merryl


fallada Offline



Beiträge: 2.386

05.11.2004 22:58
#174 RE: Ten days after antworten

Hallole,

Merryl schrieb zu minitiger: "das fand ich einen richtig guten Beitrag[...]"

Also selbst Trockenalkis "bewegen sich doch" (manchmal aufeinander zu)!

Schlagt mich, wenns sein muß,
fallada


Winkelbube ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2004 23:18
#175 RE: Ten days after antworten

Hallo @beed

Deine Frage war:
Du meinst, Deine Probleme waren eigentlich leicht zu lösen - hast Du das damals auch so gesehen?

Antwort:
Ja, sah ich damals auch so, weil mir klar war, woher sie kamen. Ich war Single damals, also ohne Frau und Kinder und alles, was da an Problemen auf einen zu kommen kann, traf mich ja nicht. Vielleicht deshalb. Wie erwähnt, Probleme entstanden meist erst durch Alkohol. Beispielsweise mit der Bank, nach einer ausgiebigen Sause mit viel Geldverschwendung. Danach war meist das Konto überzogen.
Oder das Geschäft lief schlecht. Ich hätte nur zu den Kunden gehen brauchen und für mich trommeln müssen. Tat es aber nicht, weil mein Selbstvertrauen dahingesoffen war. Ohne Alk ist es nämlich ein durchaus starkes, wie ich jetzt ja sehe.

Alle anderen Probleme habe ich immer gemeistert. Ein Pegel-/Spiegeltrinker funktioniert nämlich wunderbar, wenn er den richtigen Pegel hat. Das ist ja das fatale daran. Erst ohne klappt nichts mehr.

Ich grüsse Dich zurück,
Ralph.


Winkelbube ( gelöscht )
Beiträge:

05.11.2004 23:25
#176 RE: Ten days after antworten

Hallo @Merryl


Zu Deinem Satz:
Kein gesunder Mensch fängt an zu saufen. Niemand wird aus Spaß zum Alkoholiker, niemand wird aus "Gewohnheit" zum Alkoholiker, Alkoholismus ist eine Krankheit und kein Betriebsunfall.

Also ich kenne genügend Gesunde die anfingen, sonst hätten wir hier kein Board. Es waren doch nicht alle von Anfang an krank hier, gewissermassen ab der Wiege. Weiter sage ich, das viele von jenen, die heute zum Spass Alkopops in sich reinschütten, hier "die Schreiber von morgen" werden. Und die letzte Aussage ändere ich mal um, in: Alkoholismus ist eine Krankheit durch einen Betriebsunfall.

Begründung: Nehme ich den menschlichen Körper mal als eine Fabrik an, und so in etwa ist es ja auch, dann funktioniert, entweder durch eine Fehlkonstruktion von Anfang an oder durch Aussetzen, der Mechanismus nicht mehr, dem Zuviel der Dosis Alkohol durch Abwehr ein Ende zu setzen. Bei mir war dieser Mechanismus von Anfang an defekt, wie ich jetzt weiss. Andere haben ihn, aber es scheint einigen leichter, ihn zu überlisten. Bei anderen funktioniert es nicht (gottseidank) mit der List, und die meintest Du sicher auch mit den Gesunden.

Erkläre mir doch was das für ein Leben war: warum hängst Du zuhause ab und säufst. Warum war da nichts, was dir wichtiger erschien? ...

Mein Satz, "ich trank zuhause allein vor mich hin", besagt doch nichts darüber, dass ich verkümmerte. Im Gegenteil. Schon oben bei beed habe ich erwähnt, dass der Pegel-/Spiegeltrinker erst bestens funktioniert, wenn er seine dazu notwendige Menge erreicht hat. So auch bei mir. Das "allein" bezog sich auf, ich ging nicht mehr in Kneipen oder auf Feten, wie vorher. Ich wollte nur nicht meine zwanzig Jahre währende Alkoholkarriere hier niederschreiben.

Auch habe ich mein Leben nicht weggeschmissen, sondern genau das Gegenteil. Ich habe mich aus einer Grossstadt, in der Du glaube ich lebst, zurückgezogen in die Provinz um darüber zu reflektieren, was bei mir schief läuft und wie ich den Alkohol los werde. Weit und breit keine Kneipe kam mir da grade recht. Denn soweit war ich, dass ich wusste, so konnte ich nicht weitermachen. Also änderte ich zuerst mein Umfeld und die Gewohnheiten und brauchte noch zwei Jahre, mich gänzlich vom Alkohol zu verabschieden. Ohne jede Hilfe übrigens.

Zum Pegeltrinkerdasein: Ich brauchte kein Arrangement, ich brauchte meinen Pegel um zu funktionieren. Dahin geriet ich schleichend. Aus Schlummer-, Belohnungs-, Geselligkeitstrunk wurde Pegelsaufen bei mir. Zunächst noch unbemerkt, danach war es zu spät.

Mit der Eigendynamik die Sucht zu erklären, sagst Du. Das wüsste ich gerne genauer. Auch wüsste ich gerne, wozu Du Dich zählst, Ex Problem- oder Spiegeltrinker, oder eine Mischform, Ex Sturztrinker oder Quartalssäufer?

Egal aber welche Form auch immer, die Lehre ist für alle gleich - No Alk forever!

Lieben Gruss auch von mir,
Ralph.


beed Offline




Beiträge: 882

06.11.2004 00:39
#177 RE: Ten days after antworten

Hallo Ralph,

bei mir war es genauso, wie Du es für Deinen Fall beschreibst, jedoch mit Frau und Kindern und mich hat es letztlich körperlich ausgehebelt, sonst hätte ich es nie wahrhaben wollen.
Aber wie meinst Du, dass Dein Selbstvertrauen ohne Alk stärker ist, das würde ja heißen, dass Du das früher nicht unbedingt hattest und eine Art Kompensierung gemacht hast, wär ja doch ein Grund gewesen, oder?

LG
beed


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

06.11.2004 09:28
#178 RE: Ten days after antworten

Hallo Winkelbube,

"Zum Pegeltrinkerdasein: Ich brauchte kein Arrangement, ich brauchte meinen Pegel um zu funktionieren. Dahin geriet ich schleichend. Aus Schlummer-, Belohnungs-, Geselligkeitstrunk wurde Pegelsaufen bei mir. Zunächst noch unbemerkt, danach war es zu spät."

Das kann ich unterschreiben. Genauso war es bei mir auch.


LG
Adobe


Winkelbube ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2004 10:50
#179 RE: Ten days after antworten

Guten Morgen und

Hallo @beed.

Stichwort Selbstvertrauen: Doch hatte ich vorher auch. In Saufpausen z. B., die es ja auch gab, war es wieder hergestellt. In Saufphasen zerbröselte es dann wieder mehr und mehr. Mir war ja klar, dass bei mir der Alkoholkonsum nicht in "normalen" Bahnen verlief. Das verunsicherte mich, dass andere es bemerken könnten. Z. B. mein Zittern bei noch nicht erreichtem Pegel, wenn es mal nicht möglich war, nachzuladen. Ich war keiner von denen, die dazu auf die Toilette liefen. Oder der Einkauf und die vermeintlichen Blicke "Ach, der schon wieder", obwohl es sie vielleicht nicht gab.

Oder beim Neid auf meinen Bruder, der scheinbar nach dem dritten Glas in der Kneipe aufhören konnte mit dem Satz, "ich hab genug, ich muss morgen arbeiten, tschüss". Später stellte sich dann heraus, er soff zuhause weiter, oder man traf sich zufällig in einer anderen Kneipe wieder. Er schon blau wie ne Haubitze und nix mit Arbeit am nächsten Tag. Er wollte es nur vor mir verbergen, er ist nämlich auch Alki, wie heute feststeht.

Alkohol führt zur Selbstüberschätzung, nicht aber zur Stärkung von etwas, das man nicht hat. Ausserdem ist es mir auch völlig piepe, ob ich einen Grund hatte zu saufen. Auch ohne Forschung danach habe ich im Bewusstsein oder im Unterbewussten, dass ich Alkohol im Getränk nicht mehr brauche.

Gruss von
Ralph.


Winkelbube ( gelöscht )
Beiträge:

06.11.2004 10:54
#180 RE: Ten days after antworten

Hallo Adobe,

Freut mich zu lesen (weil es wohl unterschätzt wird), dass es eben doch so gehen kann, aus "Gewohnheit" zum Alkoholiker zu werden. Genau das ist ja das Schlimme daran, wenn man eigentlich kein Problem hat, an dem man den Konsum "dingfest" machen kann. Problem erkannt - Gefahr gebannt gilt da nur, wenn man das Alkoholproblem erkannt hat. Dann ist es aber leider schon zu spät.

Sehr verkürzt gesagt also: Den Problemtrinker lassen Gründe saufen, der Spiegeltrinker sucht sich erst welche.

Noch viel schlimmer betroffen sind die Ko-Alkoholiker/-kinder. Sie haben die wenigste Schuld und tragen das grösste Leid und können (fast) nichts dagegen unternehmen.

Auch lieben Gruss von
Ralph.


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