Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Saufnix
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 3.380 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Seiten 1 | 2
Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2015 13:12
Nichts geht mehr antworten

Hallo an alle,
ich lese schon einige Wochen mit und will mich nun kurz bei Euch vorstellen.
Ich bin 48 Jahre alt, Alkoholikerin und Konsumentin von Gras. Zzt. halte ich mich noch immer an 2 täglichen Bieren fest und einigen Tüten- mich so runterzutrinken war sehr schwer und ist es auch noch...
Mein Wunsch ist, auch diese Biere weglassen zu können, denn- wie wir alle wissen- werden am Wochenende doch mal 3,4,5 Biere daraus...
Ich kenne kein anderes Leben als das, mich abends "auszuknipsen". Bin Heimkind und habe mit 11 Jahre angefangen zu saufen und Drogen zu nehmen (20 Jahre lang alles, was der Markt so hergab).
Ich habe einen 19 jährigen Sohn, der mir viel Bauchschmerzen macht und den Arsch voller Probleme. Eben hat die Bank den Kredit, der mir bereits zugesichert war, zurück gezogen. Und jetzt sitze ich hier am Schreibtisch auf Arbeit und möchte am liebsten am nächsten Tresen kleben und mich wegtrinken.
Es ist so unendlich ermüdend, alles. Mein letztes Jahr ist eine Katastrophe gewesen.
Heute habe ich einen Termin bei einer Vorstellungsgruppe in einer Einrichtung, bei der ich entgiften und ggf. Tagesklinik machen will. Da muss ich erst noch meinen Weg suchen und eine geeignete Therapieform, denn meine Arbeit ist die einzig verlässliche Größe in meinem Leben. Ich trinke niemals tagsüber, wenn ich arbeite.
Sorry, das ist jetzt alles etwas unsortiert- es ist so viel geschehen, dass aber erst mal nur ein erster Abriss genügen sollte. Ihr sollt ja nicht einschlafen über ersten Endlostexten.
Viele Grüße
Mariellchen


Bodhisattva Offline




Beiträge: 1.048

19.05.2015 13:30
#2 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mariellchen,

erstmal welcome hier on board und schön das Du geschrieben hast.

Vorstellung bzgl. der Tagesklinik ist ein guter Anfang, ich wünsche Dir viel Erfolg für das Gespräch.

Schreibe einfach was Dir am Herzen liegt, Du schreibst für Dich und nicht für andere hier.

Darf ich fragen wie dein langjähriges Trinkmuster (Menge & Zyklen) aussieht und ob Du schon mal Schritte hin zur Trockenheit übernommen hast. Oder wie kam es jetzt zur Erkenntnis es muss aufhören?

Grüße, Bodhi


Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2015 13:49
#3 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Bodhi,
danke für dein welcome!
Mein Trinkmuster hat viele Male sein Gesicht geändert. Als Jugendliche und bis ich 30 Jahre alt war hieß es: Bis zum Verlust der Muttersprache.
Ab der Geburt meines Sohnes dann, vor 20 Jahren stetig an den Wochenenden, und in den letzten Jahren waren es meist entweder ein Sechserträger Bier oder zwei Flachen Wein. Schnaps habe ich nur beim Weggehen getrunken.
Es gab sogar mal eine Pause von 3 Jahren, 2005-2008. Da hatte ich einen komischen Moment und das Gefühl,jetzt geht einfach nichts mehr rein- und da war es auch noch relativ "einfach", aufzuhören.
Inzwischen habe ich es wieder und wieder versucht, war 2011 eine Woche in der Klinik- habe aber nach 2 Monaten wieder getrunken.
Ich wünsche mir so sehr ein Leben ohne Alk und Drogen- und habe gleichzeitig eine Riesenangst davor, Gefühle, Stress, Kummer aushalten zu müssen ohne sie betäuben zu können...
Gruß
Mariellchen


Boe Offline



Beiträge: 1.809

19.05.2015 17:09
#4 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mariellchen, herzlich willkommen.

"Gefühle, Stress, Kummer aushalten zu müssen ..." ist ein falscher Ansatz. Aushalten, wie lange denn? Aushalten ist sch...

Du pflegst offenbar einen falschen Umgang mit Deinen Problemen, nimmst vieles zu sehr zu Herzen, bzw. machst DIr vieles zum Problem was DIch nicht umbringen wird. Der Stoff kann DIch umbringen...das ist ein Problem.
Ich hab in den letzten Jahren gelernt, dass ich vieles zu wichtig nahm, zu persönlich und versuche objektiver mit allem umzugehen. Denn Probleme haben alle, wie sehr man sich damit belastet ist häufig das größere Problem.
Ich könnte Dir jetzt "viel Glück" wünschen, dass Du den Absprung schaffst. Wäre aber Blödsinn, mit Glück hat das nichts zu tun.

...................................
Leichtigkeit


Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

19.05.2015 17:39
#5 RE: Nichts geht mehr antworten

schön das du hergefunden hast mariechen

Zitat von Mariellchen im Beitrag #3

... Ich wünsche mir so sehr ein Leben ohne Alk und Drogen-



das ist ein toller wunsch und ich glaube jeder hier schließt sich diesem wunsch für dich an!
und das tollste daran ist, ....
du kannst ihn dir aus eigener kraft erfüllen

Zitat von Mariellchen im Beitrag #3

... und habe gleichzeitig eine Riesenangst davor, Gefühle, Stress, Kummer aushalten zu müssen ohne sie betäuben zu können...



versuch mal den denkansatz zu verändern.

JETZT mußt du aushalten und bist handlungsunfähig.

nüchtern wärest du nicht mehr gezwungen auszuhalten,
könntest aktiv werden und an deinen negativen gefühlen arbeiten.
du könnest sogar die umstände verändern die diese gefühle auslösen.

der alk betäubt nicht nur, er lähmt dich auch.

außerdem ist man trocken viel selbstbewußter und das selbstwertgefühl größer,
und positive gefühle sind auch gleich schöner

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


trollblume Offline




Beiträge: 3.423

19.05.2015 18:22
#6 RE: Nichts geht mehr antworten

hallo mariellchen
willkommen hier an board,

Lies dich erstmal in Ruhe durch,
einen ersten Schritt hast Du ja bereits unternommen.

Auf einen guten Austausch



LG vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


Clavis Offline




Beiträge: 1.088

19.05.2015 20:57
#7 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mariellchen

auch von mir ein herzliches Willkommen.

An jedem Punkt in seinem Leben kann man neu anfangen.

Man kann anfangen sich nüchtern ein neues, schönes Leben zurechtzubasteln, das ist eine "richtige" Aufgabe, die mit der Zeit auch Spaß macht und die einen stärkt.
Durch diese Stärkung ist man dann auch immer mehr in der Lage mit seinen Kummer, Stress und sonstigen Problemen adäquat umzugehen.
Man findet Lösungen fürs "Unmögliche", manchmal geschehen auch Wunder.

Das erste Glas nur für Heute stehen zu lassen und mich parallel dazu sofort einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, war mein erster Schritt.

Viele Wege führen nach Rom - aber nicht "Alle"

Achte auf Deine Worte, sie könnten Wirklichkeit werden

Die Wahrheit macht Dich frei, aber vorher macht sie Dich fertig

Ratschläge sind auch Schläge








Dankbar frei von Alkohol-Nikotin-Medikamenten und anderen Drogen, auch frei von vielem Anderen -
Frei eben.


grufti Offline




Beiträge: 3.484

20.05.2015 01:09
#8 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mariellchen,

herzlich willkommen hier!

Für mich war dieses Forum auch der erste Schritt in Richtung Trockenheit. Es hat zwar noch ein Jahr gedauert, aber dann habe ich ganz klassich entgiftet, eine ambulante Therapie gemacht, mich ganz bewußt auch drauf eingelassen und mitgearbeitet, und seitdem bin ich trocken.

"Es gab sogar mal eine Pause von 3 Jahren, 2005-2008."

Mich würde interessieren, wie es dir in dieser Zeit damit ging.

Und außerdem würde mich interessieren, wie es dir bei deinem heutigen (bzw. gestrigen) Termin in der Therapieeinrichtung ging.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2015 09:14
#9 RE: Nichts geht mehr antworten

Guten Morgen an alle und vielen Dank für die netten Willkommensgrüße!
An meiner Denke muss ich in der Tat einiges verändern- das sind schon mal ein paar sehr hilfreiche Schubser in die richtige Richtung, denke ich.

Lieber Grufti,
in den drei Jahren meiner Trockenheit ging es mir sehr gut- allerdings bin ich (das weiß ich heute) immer schön nah dran geblieben am Stoff. Bin zum Fußball gegangen, wo viel getrunken wird usw. Umgekippt bin ich dann durch einen Mann, in den ich mich verliebt habe. Beim dritten date bestellte er Weißwein- und ich dachte "naja, einen Abend kannst du ja mal..bist ja schon lange trocken...". So bescheuert ist man...

Mein gestriger Termin war schlimm. Warum? Ich hatte vorher auf der Tankstelle ein Mixgetränk mit Vodka geholt. Dieses habe ich vor zittern ins Auto gekippt und mir noch ein weiteres geholt. Das ich pusten muss, wusste ich nicht (ist aber auch egal, denn ob das nun geprüft wird oder nicht- ich HATTE getrunken). Ich war bei 0,66 Promille und durfte daher nicht an der Gruppe teilnehmen.

Ich muss noch viel lernen...

Gruß
Mariellchen


Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2015 10:11
#10 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mary,
du hast Recht- der Alk betäubt und lähmt mich. Ich habe gar kein richtiges Leben. Die Arbeit ist meine einzige Stütze- danach kann ich es kaum aushalten, bis ich endlich zuhause bin und trinken/mich ausknipsen kann. Ich funktioniere und funktioniere- scheinbar.
Gestern morgen habe ich einen Anruf der Bank gehabt. Der Kredit, der bewilligt wurde- wurde wieder zurück gezogen. Das war eine Schocknachricht, denn ich habe bereits mein ganzes Gehalt für Rechnungen verbraucht- es sollte ja der Kredit diese Woche eingehen.
Dann viel los auf der Arbeit, erstes Mal Gruppe---so ist es passiert.
Ich war geschockt zu sehen, dass ich von diesen zwei Büchsen schon 0,66 Promille hatte.
Es dämmert mir, wie sehr ich das Ganze unterschätzt habe, und das sehr viel in mir passieren muss.
Leider steht jetzt noch viel Arbeit ins Haus- mein Sohn muss aus meiner alten Wohnung ausziehen, ich habe 8 Monate zwei Wohnungen finanzieren müssen, weil er nach 2 Wochen die Lehrstelle geschmissen hat und keinerlei Geld vom Amt bekommt.
Er zieht jetzt wieder zu mir. Ich bin im September in diese Wohnung eingezogen mit meinem zukünftigen Mann- der mich 4 Tage vor der Hochzeit in einer Nacht- und Nebelaktion verlassen hat. So hingen noch 3 Monatsmieten Kaution daran und Renovierungskosten.
Und nun das gleiche von vorn mit der alten Wohnung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich brauche so viel Kraft- und weiß nicht mehr, woher ich sie nehmen soll...
Lieben Gruß
Mariellchen


Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

20.05.2015 11:31
#11 RE: Nichts geht mehr antworten

huhu mariechen

da hast du recht, du brauchst viel kraft um das alles bewältigen zu können.

ich bin nicht ganz sicher ob ich alles richtig verstanden habe und könnte daneben liegen
aber
ist es wirklich so eine gute idee deinen sohn wieder zu dir zu nehmen?
ich kenn sein alter nicht und auch nicht wie lange er selbstständig war.
geschmissene lehrstelle und kündigung seiner wohnung und sich nicht darum kümmern wie er sich weiter finanzieren kann ....
nun ja, als mutter hilft man da ....
aber ob diese lösung so gut für euch alle beide ist?

ich an deiner stelle würde natürlich auch helfen,
ohne frage!
aber nicht mir alle seine selbstverschuldeten lasten auch noch mit aufbürden.
er scheint erwachsen genug zu sein seine entscheidungen selber treffen zu können,
dann müßte er auch alt genug sein die konsiquenzen dafür auszulöffeln und in verandwortung zu gehen.
ich würde ihm dabei helfen seine probleme eigenständig zu lösen und sie ihm nicht abnehmen.
das tut euch beiden nicht gut.

(aber wie gesagt: ich weiß nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe und könnte ganz falsch liegen )

pusten vor einer gruppe ist mir persönlich neu.
die gruppen die ich so kenne nehmen für eine gewisse zeit auch leute auf die noch nicht trocken sind und kontrolieren ihre mitglieder nicht.
wenn einer lügt fällt das in der regel sowieso schnell auf und er schadet sich damit nur selber.
du könntest deine kontaktperson aus der gruppe vielleicht bitten dich vor dem nächsten besuch abzuhohlen.
das nimmt eine menge von der aufregung und könnte dir helfen vorher nicht trinken zu müssen.

deine finanziellen und auch emozionalen umstände sind grade ganz schön verzwickt und schwierig.
vermutlich hast du das gefühl das grade alles zusammenbricht und siehst nur noch schwarz.

ich bin kein experte in finanzellen dingen
aber ich denke das du noch nicht am ende bist und noch möglichkeiten hast.

ich würde dir raten einmal mit allen unterlagen zu einem schuldenberater zu gehen.

das dich dein ex verlassen hat ist sicherlich auch noch eine tiefe schmerzende wunde.
solange du wut, trauer und sehnsuchst mit alk betäubst
wirst du es kaum verarbeiten können.
so bleibt der momentane zustand ohne aussicht auf besserung.

mit dem trinken aufzuhören bringt dich auch in die lage dieses düstere kapittel zu verarbeiten und damit abzuschließen.

wenn du jetzt durchstartest und anfängst etwas für dich zu tun,
ist nicht automatisch sofort alles rosarot und schön.
aber dann bist du auf dem weg in eine lebenswerte, glückliche zukunft.
wenn du weiter trinken würdest ist da bestenfalls noch stillstand mit tendenz nach unten.

einen anfang zu finden und hilfe zuzulassen ist das schwerste dabei
aber da bist du ja schon drann

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2015 12:30
#12 RE: Nichts geht mehr antworten

Mary,
wie recht du hast: Einen Anfang zu finden und Hilfe zuzulassen ist so schwer.
Mein Sohn ist 19 Jahre, und das er nicht selbständig ist liegt zum Einen daran, dass er Pc-spielsüchtig ist (nach meiner Einschätzung) und zum Anderen daran, dass ich ihn falsch erzogen habe. Ich war die größten Teile seines Lebens alleinerziehend und wollte alles so gut machen wie es zwei Elternteile hinbekommen. Ich habe Weihnachten mein Auto verkauft, um ihn beschenken zu können- weil ich es immer als meine Pflicht empfand, alles zu tun damit er nicht benachteiligt ist.
Er ist ein sehr sensibler Junge, immer gewesen, und ich habe ihm jeden Stein aus dem Weg geräumt, war eine Turnbeutelhinterherträgerin. So bereitet man niemanden aufs Leben vor...ich habe viele Fehler gemacht. Aber eines habe ich immer hinbekommen: ihn zu lieben und zu achten für ALLES, was er ist.
Naja. Also ganz ehrlich: Für mich war es erst schrecklich ohne ihn, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und es tatsächlich genossen.
Nun geht es aber nicht anders als das er zu mir zieht, denn er bekommt vom Staat keinerlei Unterstützung, und ich kann nicht mehr 2 Wohnungen finanzieren.
So viele Baustellen, finanziell, emotional.
Die Gruppe, in die ich gehe ist eine Vorbereitungsgruppe für eine Tagesklinik. Nach gestern habe ich nun zunächst nochmal einen Termin mit der Leitung.

Hier brauche ich/wünsche ich mir einen Rat von Dir/Euch:
Also meine Arbeit ist ja ein echtes Highlight im Leben, die einzig feste Säule. Meine Trinkzeit beginnt nach Feierabend, immer zuhause, allein.
Wenn ich nun 4 Monate in die Tagesklinik gehe, ist das genau an meiner Problematik vorbei: Ich kann nicht arbeiten, habe Tagesklinik (das wird allergrößte Stress in mir auslösen, denn Menschen verursachen Stress in mir)- und abends nach diesen anstrengenden Tagen sitze ich wieder zuhause- zur Trinkzeit.

Ich werde stationär entgiften, und danach weiß ich nicht wie es weitergehen soll.


grufti Offline




Beiträge: 3.484

20.05.2015 12:45
#13 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Mariellchen,

"Wenn ich nun 4 Monate in die Tagesklinik gehe, ist das genau an meiner Problematik vorbei: Ich kann nicht arbeiten, habe Tagesklinik (das wird allergrößte Stress in mir auslösen, denn Menschen verursachen Stress in mir)- und abends nach diesen anstrengenden Tagen sitze ich wieder zuhause- zur Trinkzeit."

Es gibt außer der Tagesklinik auch noch andere Möglichkeiten.

Bei einer stationären Therapie bist du durchgehend in der Einrichtung, 24 Stunden am Tag.

Ich selbst habe eine ambulante Therapie gemacht, d.h ich bin ganz normal zru Arbeit gegangen und nach Feierabend zur Therapie, anfangs fast täglich, nach einigen Monaten immer noch drei, viermal die Woche, und das ganze fast ein Jahr lang. Das ist zwar auch anstrengend, aber besser Abends in der Therapie als daheim und saufen.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


Mariellchen ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2015 12:48
#14 RE: Nichts geht mehr antworten

Hallo Grufti,

ich denke, ich brauche die erste Woche stationär und 24 Stunden am Tag (es kann ja bis auf 10 Tage verlängert werden). So wäre ich über die ersten schlimmen Tage hinweg.
Das was du gemacht hast, klingt sehr anstrengend- nach Feierabend zur Therapie. Hast du dann dort geschlafen oder bist du nach Hause gegangen?


grufti Offline




Beiträge: 3.484

20.05.2015 13:26
#15 RE: Nichts geht mehr antworten

Nein, ich habe nicht dort geschlafen.

Meistens dauerten die Abende von 18 bis 21 Uhr mit einer halben Stunde Pause. Anstrengend war es sicher, aber ich erinnere mich, dass ich oft nach einem anstrengenden Arbeitstag richtig gerne hingefahren bin, schließlich gabs dort ja auch Entspannungsübungen.

Und den Abend daheim sitzen, saufen und morgens verkatert wieder zur Arbeit ist auf Dauer anstrengender, soviel steht fest.

Du wirst keinen Weg finden, der dich ohne Anstrengung aus deinem Schlammassel wieder herausführt.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


1 Mitglied findet das Top!
Seiten 1 | 2
«« Abstinenz
 Sprung  
disconnected Saufnix-Chat Mitglieder Online 0
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen