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Saufnix
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Dieses Thema hat 56 Antworten
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 Akute Hilfe
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Sinn ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2004 17:45
RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo zunächst mal an alle.

Zum Thema Hardcoreentzug, bitte ich erstmal alle um Entschuldigung.
Jemand hat mir geschrieben, Selbstentzug zu Hause, dazu noch 3 schulpflichtige Kinder und in einer kleinen Wohnung. Das funktioniert nicht !
Sehe ich genauso, das kann meiner Meinung nach nicht funktionieren. Diesen Aspekt hatte ich nicht berücksichtigt.
Sage zu, dass ich mich zukünftig zu diesem Thema etwas zurück nehmen werde u. eventuelle Ratschläge etwas differenzierter zu geben.
Ich hoffe, das ist okay für Euch.

Jetzt zum Thema, welches wir die nächsten 2 Wochen in unserer Gesprächsgruppe besprechen möchten.

UND ZWAR :

Welche unangenehmen Begleiterscheinungen hat der Alkoholmissbrauch bei Euch hervorgebracht ?

Also bei mir :
meistens dicken Kopf morgens, welcher mit fleißig Iboprofen ( ist wie Aspirin ) bekämpft wurde.
dann jeden morgen ( beim Gassi gehen ) ganz ganz schlimmer Brechreiz ( so halb gekotzt im Feld ) ging so 2-3 Stunden lang.
Ganz schlimm war mein Sodbrennen - echt jeden Tag war irgendwie voll Sch.... mit all den Riopan, Kompensan, usw.
Meine Gamma GT-Wert war komischerweise immer so bei 30-50, obwohl starker Alk.-missbrauch vorlag.
Welche Nebenwirkungen gabs bei Euch ??
Würde mich schon mal interessieren ?

Grüße von Sinn

PS : Manchmal bin ich halt ein wenig flappsig, ist so meine Art, nehmts nicht allzu persönlich.


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

26.04.2004 18:04
#2 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn,

also all diese "Nebenwirkungen" hatte ich auch,wenn ich mal wieder mit meiner "Trockenlegung" beschäftigt war.

Hab das dann mit Literweise Tee behandelt,was zur Folge hatte,daß die Nieren kaum nachkamen und mein Blutdruck in ungeahnte Höhen schellte.
Das war bei mir schon kein Kater mehr,das war der Entzug kombiniert mit einer akuten Alkoholvergiftung.

Entzug bedeutet ja,daß dem Körper bzw. dem Stoffwechsel der Alkohol "entzogen" wird.Dieser ist aber mittlerweile der Meinung,er brauche den Stoff und dieser sei lebensnotwendig...Dumme Sache...Und dauert eine Weile bis er das kapiert hat und die Zellen,die Alkohol-durchtränkt sind,das Zeug wieder rausrücken und sich mit Wasser füllen...

Und die sogenannte "Entgiftung" ist im Grunde genommen das Gleiche,nur,ich hatte meistens so an die 2,5 Promille,da hatte ich schon ganz schön was zu ackern,bis das "Gift" rausgespült war....

Bleibende Schäden habe ich auch nicht,ich hatte zwischendurch immer Zeit zum regenerieren.

Ob das bei Dir noch ein Kater oder schon Entzugerscheinungen waren,vermag ich nicht zu sagen...
Aber kann es sein,daß Du Dir die Sucht auch angesoffen hast,indem Du morgens Deinen Kater ersaufen wolltest?

Das war bei mir so.

Hast Du eigentlich schon gezittert ect.,als du angefangen bist,morgens Cognac zu kippen,oder kam das erst später?

Würd mich mal interressieren.


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

26.04.2004 18:18
#3 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn,
Hallo Roswitha,

also ich hatte nie einen dicken Kopf. Kopfschmerzen und zwar chronische bekam ich erst Jahre später. Bei mir ging zum Schluß der Alkohol sehr an die Substanz, habe damals nur noch 42 kg gewogen, weil mich Essen angeekelt hat. Mein Gamma GT war bie 100. Heute habe ich 7. Nur so zum Vergleich.

Dann hatte ich sehr angegriffene Nerven. Übernervös und zum Schluß morgendliches Zittern. Kurz bevor ich in die Entgiftung ging, konnte ich morgens mein erstes Glas nicht halten, das mußte mein Freund tun. Auch habe ich es dann sofort wieder rausgebrochen und erst das zweite blieb drin. Weiterhin hatte ich wahnsinniges Herzklopfen.

Wenn ich daran jetzt denke und das so niederschreibe, kann ich nur sagen, ich möchte sowas nie wieder erleben.

Bei meinem Rückfall war es bei weitem nicht so schlimm aber ich hatte auch nur einen Abend getrunken und es dann sofort wieder sein lassen. Da habe ich dann nur 2 Tage lang innerlich etwas vibriert.

Bleibende Schäden habe ich Gott sei Dank auch keine davongetragen. Ich weiß nur, hätte ich damals nicht aufgehört, würde ich heute nicht mehr leben.

Viele Grüße
Adobe


Sinn ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2004 19:44
#4 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hi Roswitha,

Hm-Kater morgens ersäufen ?

Bin bin eigentlich sicher, dass dies nicht bei mir der Fall war.
Hatte 3-4 x die Woche nen dicken Kopp morgens. Sehe das aber so, weil ich durcheinander gesoffen habe. Ne Flasche Brandy und einige Biere haben nicht gereicht. Also fleißig rein damit was sonst noch im Haus war. Von Campari über Kraüterschnaps, Amaretto und all den anderen Scheiss.

Ich bezeichne dies heute als - BRUTALES SUCHTVERHALTEN-Totale Abhängigkeit. Mehr fällt mir hierzu nicht ein.

Morgens gesoffen hab ich nur, wenn die Birne wieder einigermaßen klar war. Dank an die Pharmaindustrie, danke Iboprofen.
Eigentlich bin war ich ( bin ich ? ) ein Riesenarschloch!!!!

Gezittert hab ich schon immer ein wenig, würde dies aus meiner Sicht nicht als Entzugserscheinungen bezeichnen.

Vielleicht hattr ich deshalb keine, weil ich mich trotz Suff immer gescheit ernährt habe und trotz allem viel Sport getrieben habe.
Wie gesagt vielleicht - sehe ich zumindest als realistisch an, vielleicht auch nur Glück ?
I don´t no. So what. Egal, die Scheisse ist vorbei. Schlimm ist nur der gelegentliche Saufdruck. Glaub mir, es ist wirklich schwer. Hatte in grad vor ner halben Stunde. Voll an an Glas guten Wein gedacht-nur so ein Gläschen.
Hab ich mir den Hund geschnappt und bin durch das Feld gefegt, dann 3 Kippen West und anderthalb Liter Eistee reingeschüttet. Vorbei ist der Druck.
Ist aber schon alles recht schwierig, ich meide auch seit über nem Jahr jede Feier, geh so gut wie nicht mehr aus.
Komisch ist, ich kann im Minimal an 800 Liter Sprit vorbei laufen, juckt mich.
Manchmal hock ich vorm PC an denke an Alk.
Schon irgendwie merkwürdig, aber da muss und gehe ich durch.

Deshalb meine Meinung - Entzug ist für mich nicht das Hauptproblem ( werde dies jedoch aus anderer Sicht betrachten-Entzug zuhause z.B. mit 3 schulpflichtigen Kindern in ner 85 qm Wohnung - geht nicht, hier besser Klinik , vielleicht wars deshalb recht leicht bei mir )
Das Hauptproblem heißt : DAUERHAFT ABSTINENT !!!!!!!!!

.......Bin halt manchmal ein Chaot, aber ansonsten ein gudder Kerl.
Grüße
Sinn - Nick wegen den Uhren aus FFM, nicht wegen Sinn, Unsinn oder was weiß ich.


Sinn ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2004 19:50
#5 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

@ Roswitha,

also Du auch Spiegelsäuferin ?
so täglich 2,5 Promille und keine Sau hats gemerkt.
Auch so ne Hardcorealkoholikerin ?

Verzeih, war doch recht stressig die letzten Tage hier on Board.
Ich denke Du verstehts auch Spass und es ist mir ein Bedürfnis hier das mal kundzutun.

Sind wir doch einer Meinung. Die Scheiße ist vorbei und wir sind beide nicht im geringsten stolz darauf.

Was ich täglich verschossen habe, könnt ich mir alle 6 Monate ne neue Sinn zulegen.

Gruß
Sinn


marlborohh ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2004 19:54
#6 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn,

hatte auch die typischen Nebenwirkungen: Übelkeit, Kotzreiz, Zittern und natürlich den dicken Schädel.

Heute habe ich nur noch eine Nebenwirkung und das sind Angstzustände und Panikattacken, weiß nicht ob ich die früher auch schon hatte.

Die sind echt heftig

gruss Susan


Sinn ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2004 20:11
#7 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hm,

wieder was gelernt.

Einige negative Begleiterscheinungen haben viele Boardteilnehmer hier ( Kotzreiz, Sodbrennen, dicken Schädel)

Andere wiederum haben Angst und Panikattacken ( kenne ich wiederum überhaupt nicht )

Beweist also es gibt kein Allheilmittel die Krankheit zu besiegen, jeder ist anderst, jeder reagiert anderst -
Hauptsache ist nix zu saufen.

Und vielleicht kommt noch die Erscheinung der " zufriedenen Trockenheit" bei mir.

DAMIT KANN ICH MOMENTAN REIN NIX MIT ANFANGEN ??????????

Grübel, Grübel


Randolf Offline




Beiträge: 967

26.04.2004 20:47
#8 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo zusammen,


....also bei mir waren es weniger die körperlichen Begleiterscheinungen, also Überkeit, Schwindel, etc., die mich dazu brachten, aufzugeben, sondern der seelische Katzenjammer, der in der letzten Zeit immer unerträglicher wurde.
Nach einem (exzessiven) Besäufnis brauchte ich mehrere Tage, um wieder klarzukommen.D.h.arbeiten ging zwar noch mit viel Zusammenreißen (Montag) - aber bis ich wieder innerlich richtig da war, vergingen 2 bis 3 Tage.Und die waren beschissen ! Im Kopf liefen die sinnlosesten Gedanken ab, die ich nicht abstellen konnte, durchsetzt mit Schuldgefühlen und neuen Vorsätzen.
Wie lautet das Sprichwort? 'Die Straße zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.'

Oder der 'Tag dannach' - wo man vor Übelkeit und Schwindel die meiste Zeit liegend verbringt, währen draußen das beste Wetter ist....und man aber zu kaputt ist, um davon was aufzunehmen!Und dann das Bedauern für die sinnlos vergeudete Zeit.....
Eigentlich war es dieser seelische Schmerz, der bei mir den Leidendruck ausgemacht hat.

Möcht ich echt nicht mehr haben, shit.

Werd ich auch nicht.


Schönen Abend

Randolf


Lisl Offline




Beiträge: 1.980

26.04.2004 21:41
#9 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn

bei mir war es eher eine Kopfsache und eine Angst vor meinem Saufdruck nach meinem aufhören.
Ich hatte etwas Kreislaufschwierigkeiten und auch brauchte ich einige Tage um wieder hier und jetzt zu sein.

Meine Leberwerte sind nach meinem Rückfall auch hoch gestiegen, doch ich denke jetzt wieder OK.
Muss mal zum Arzt gehen.

Das schlimmste an diesem war, wie gesagt die Angst vor dem Saufdruck und auch der Saufdruck an sich, der ja lange dagewesen ist, wenn du meine anfänglichen Threads hier mitverfolgt hast.

ist???? muss grad mal auf den Kalender schauen.

Morgen sind es 12 Wochen...also drei Monate
und der Saufdruck so schlimm wie er war ist seit ein paar Wochen weg

Trocken zufrieden bin ich auch...habe mehr Durchblick.

Damit ich noch mehr Klarheit über mich und mein Leben an sich bekomme, schreibe ich hier und löse einige Knoten in meinem dicken Wollknäuel


Alles liebe und gute 24 Stunden


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

26.04.2004 22:37
#10 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn,

nee,Spiegeltrinkerin war ich nicht...

Bei mir war es so,dass ich mir so alle 3-4 Monate die Kante gegeben habe.Dann aber mit Pauken und Trompeten.Das ganze zwei Wochen lang.
Da bin ich auch schon morgens angefangen,um den Kater nicht zu spüren...
Angefangen hat meine Abhängigkeit vor ca. 13 Jahren.
Da war ich von meinem Ex endgültig weg und musste vorübergehend im Frauenhaus wohnen....War eine fürchterliche Erfahrung für mich.
Den ganzen Tag gängelnde Sozialarbeiterinnen mit Jesuslatschen auf Öko-Trip,die mir auch noch um meines Sohnes Willen verbieten wollten,daß ich arbeiten gehe.
Ich solle doch zufrieden von der Sozialhilfe leben,wurde mir vorgeschlagen....
Naja,das war alles so fürchterlich,daß ich da die erste Woche mit Smirnoff und Co Bekanntschaft gemacht habe...
Mein Sohnemann war den ganzen Tag auf Achse mit den anderen Kids und Mami war hackendicht...
Als ich wieder aufhörte,hatte ich meinen ersten Entzug...Au Weia...DAS war übel...Aber Frau schafft auch das,wenn es sein muss...musste schließlich arbeiten gehen...
Naja,aber da mir das Leben immer Spaß macht und ich keinen Bock auf ein Dauerbesäufnis hatte,hab ich immer schön lange Trinkpausen eingelegt...
Die letzten jahre allerdings immer mit dem guten Vorsatz niiiieeee wieder die Flasche anzurühren...
Es wurde ja auch von mal zu mal massiver.
Denn WENN ich TRINKE,DANN RICHTIG....
Als ich das letzte Mal,diesmal in der Klinik,entzog,hatte ich bei der Einlieferung noch 2,82 Promille.Um 11Uhr morgens!!!
Keinen blassen Dunst,wo das alles steckte...boah.

Naja,und dann begann die Therapie bzw. Reha mit Suchtberaterin...
So hatte ich einen neutralen Anker draussen,der mich durch mein Eis-Meer leitete und ich hab gelernt,auf Frontal-Kollisionen zu verzichten.
So nebenbei haben wir auch an Zielen gearbeitet,z.B.,auf welche Verhaltensweise ich in Zukunft verzichten könne...und welche Denkmuster mir schaden ect..Tolle Sache...
Naja,war schon immer ein Psycho-Freak...

Zeig mir,wie Du denkst,ich zeig Dir,wie du bist....

So,und jetzt bin ich hier,würde im Traum nicht daran denken überhaupt an einer Flasche zu schnuppern.Ich empfinde das Zeug als überflüssig,da ich all meine Lieblings-Pullen-Rituale so nach und nach ersetzt habe...
Momentan wär mir sogar eine Tafel Schokolade lieber als eine ganze Flasche Weinbrand...


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

26.04.2004 22:44
#11 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hi,ich nochmal,

was Du da beschreibst,mit Kotzen,dicken Kopf und Sodbrennen,das sind Katererscheinungen oder eine akute Alkoholvergiftung.

Abhängigkeit ist das zweitere mit Panik,tiefster Seelenschmerz,Schreckhaftigkeit,Zittern,natürlich auch Kotzen,dicker Kopf und Sodbrennen und dann noch das ganze Brimborium mit Musik und Klingeling ect...

Aber nu vertu Dich nicht,es gibt auch die psychische Abhängigkeit..nicht nur die Körperliche,selbst wenn du körperlich nicht abhängig wärst,ist der psychische "Ich-greif-zur-Pulle-Mechanismus" trotzdem da.

Diese psychische Abhängigkeit hatte ich schon ganz früh in der Pubertät.Das Körperliche kam erst viel später.

[f1][ Editiert von Biene2 am: 26.04.2004 22:48 ][/f]


Seemaus Offline




Beiträge: 216

26.04.2004 23:15
#12 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Hallo Sinn,

Nebenwirkungen meiner Spiegeltrinkerei (1 Liter Wein pro Abend) hatte ich in 2 Richtungen.

Die Körperlichen hielten sich in Grenzen. Ab und zu Schwindel am Vormittag, Stuhlgang hatte ich irgendwie täglich 3 Mal, manchmal auch etwas Kopfschmerzen, schlechter Mundgeruch am Morgen.

Die seelischen Nebenwirkungen waren für mich der Punkt zum Aufhören. Der Alkohol beherrschte mich.
Ich wartete den ganzen Tag darauf, dass endlich der Abend anbricht und ich meinen Wein trinken kann.
Ich hätte am liebsten ab 18 Uhr keinen Kontakt mehr zu meiner Tochter gehabt, da sie mich nicht immer trinken sehen soll.
Ich wusste immer, dass es keinen Abend gab, wo ich fähig gewesen wäre, noch aus dem Haus zu gehen und z. B. mit dem Auto fortzufahren.
Meine Tochter aber ist 13, wir wohnen auf dem Land und bald werde ich auch mal abends sie irgendwo abholen müssen. Wie schlimm wäre es, sie nicht abholen zu können, bzw. mit Alkohol Auto zu fahren oder schlechtgelaunt meiner Tochter gegenüber zu treten, weil ich keinen Alkohol trinken darf. Es war mir alles so klar, dass ich damit einfach nicht weiterleben wollte!
Ausserdem haben sich sowohl mein Vater, als auch meine Großeltern totgesoffen.

So, es war nur mein Verstand, der Angst vor der Zukunft hatte. Angst davor, irgendwann vielleicht 2 Flaschen Wein am Abend zu trinken. Angst davor, die Kontrolle über alles zu verlieren und so habe ich eben aufgehört zu trinken.

Wenn ich die Alkoholkarrieren von euch lese, dann kann ich nur sagen: ALLE HOCHACHTUNG!!!!!!
Dass ihr nun trocken seid finde ich eine unglaubliche Leistung und ihr könnt echt mächtig stolz auf euch sein!

Guten Nacht
Grüße aus dem Allgäu
Grüße an meinen Freund (falls er hier mitliest :zwinker1
Sabine

P.S. Sinn, Ibuprofen und Aspirin haben nur eines gemeinsam, sie sind beides Schmerzmittel. Ansonsten wie Apfel und Birne. Nur so nebenbei.


vicco55 Offline




Beiträge: 2.544

27.04.2004 09:06
#13 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Guten Morgen,
da möchte ich doch auch noch a bisserl was zum Gruselkabinett beitragen. Als Spiegeltrinker - vorwiegend Bier - kenne ich das morgendliche Trockenkotzen zur Genüge. Würg, würg, Magenkrampf - nix kommt raus. Dazu kam so alle 8 bis 10 Wochen trotz Tabletten ein veritabler Gichtanfall mit brutalsten Schmerzen. Das habe ich 10 Jahre ausgehalten - erst dann war ich mit 47 soweit, den Weg ins Trockene zu wagen.
Nebst dem Ultimatum meiner Frau trug dazu wesentlich bei, daß ich mir ausrechnen konnte, mit 50, 52 in der Kiste zu liegen. In meiner Saufumgebung in den Stüberln im Schlachthofviertel von München hatte ich genügend Anschauungsmaterial, was uns Bierdimpfln mit 50+ gesundheitlich so alles blüht. Ein sog. "Münchner Bierherz" hatte ich schon.
Trotz alledem hatte ich Glück - außer der Gichtanfälligkeit habe ich momentan keine Schäden aus meiner Saufzeit zurück behalten. Ich hatte scheints noch rechtzeitig die Kurve gekriegt, zudem noch eine Roßnatur.
Einen schönen Tag aus dem sonnigen Bietigheim wünscht
der Viktor


1Aldebaran ( gelöscht )
Beiträge:

27.04.2004 09:34
#14 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

`n wunderschönen guten Morgen auf von mir,

neben der "üblichen" Beschwerden wie oben schon häufig beschrieben, habe ich mir durch die Spiegeltrinkerei die Nerven kaputtgesoffen.
Die Ärzte nannten es "Polyneuropathie"...angeblich durch permanenten Entzug von Vitamin B.
Mir wurde das wie folgt erklärt:
die einzelnen Nervenbahnen sind von dünnen Häutchen überzogen, die durch den Mangel an Vit. B zerstört werden...die Nerven liegen also buchstäblich "blank"; bei mir war das in den Füßen und zog sich gegen Ende der Sauferei die ganzen Beine hoch. Länger als 1/2 Stunde stehen war nicht mehr drin, das Treten der Bremse und Kupplung wurde zur Qual, die Schmerzen nicht mehr zu ertragen. Sie äusserten sich ähnlich den Schmerzen, die entstehen, wenn man sich Nadeln unter die Haut schiebt...in die Fußsohlen, den Fußrücken, die Zehen.
Nächtelang lag ich in der Heia und heulte Rotz und Wasser, wollte mit dem Kopf gegen die Wand laufen, nur um andere Schmerzen zu spüren....

Das war auch (mit) der Grund, wieso ich mehr oder weniger zur Therapie gezwungen war.
Vereinzelt treten diese Schmerzen heute noch auf...abhängig von der Qualität des Stoffes, der direkten Hautkontakt hat.

`nen trockenen Tag noch euch allen Tapferen
Aldebaran


Bernd48 Offline




Beiträge: 979

27.04.2004 10:04
#15 RE: negative Begleiterscheinungen-Alkoholmissbrauch antworten

Na, dann auch noch was von mir:

Vom "Quartals"-säufer zum "Monats"-säufer -->

3 Tage bis drei Wochen täglich eine Flasche Doppelkorn (selten mehr) und paar Bier innerhalb von 2 Stunden, dann Tiefschlaf , am nächsten Morgen rasch Nachschub - immer nur eine Flasche - keine "Vorratswirtschaft" - alles andere wäre wohl längst tödlich gewesen.

Wenn es nicht mehr ging - körperlich - kalter Entzug.

1.Tag - Nur auf dem Sofa - unfähig, das Haus zu verlassen.
Schweißausbrüche, Zittern, Schreckhaftigkeit bei jedem unerwarteten Geräusch, manchmal Musik im Kopf von nirgendwo, tanzende Fäden und Punkte vor den Augen. Viel Wasser und Tee.
Puls über 130, Schlaflosigkeit.

2.Tag - Entzugserscheinungen lassen nach, vorsichtiges Aufräumen des Leergut-Chaos. Wieder feste Nahrung.
Puls um 120, Schlaflosigkeit.

3.Tag und weiter - zunehmende Normalisierung, es treten gelegentlich Angstzustände und Panik-Attacken auf - wenn ja - ziemlich schlimm.

Dann zumehmende Besserung des Befindens, gesunde Ernährung, frische Luft und Bewegung - Regeneration.

Zur Zeit bin ich noch dabei, von diesem Karrussel abzuspringen. Was ich hier lese , die AA-Gruppe u.v.m helfen mir dabei.

Gute 24 Stunden.


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