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Saufnix
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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 Kuddelmuddel
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Max mX Offline




Beiträge: 5.878

06.01.2004 10:13
#16 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hi Patricia, Bea, Biene, Helena, Sabine

ich finde eure Gedanken so toll. Sonst kann man über sowas nicht sprechen, da machen alle 'Huch nicht doch, das Leben sei doch schon so kurz'.
* Leben ist schön , wenn auch anstrengend
* Leben ist nicht alleine für mich, sondern wir sinds
* ich soll für meine Gesundheit sorgen, d.h. ich saufe nichts, rauche auch seit 14 Jahren deswegen nicht mehr (ist mir sauschwer gefallen) und ich esse bewußt Grünzeug mit selten Fleisch und guten Gewürzen.
Für meine Psyche laufe ich, lange Kilometer. Das hört sich bloß so dramatisch an (lieb Patricia) ist aber nach längerer Eingewöhnung sehr schön. Und für meine Seele bemühe ich mich um positive Verbindungen zu lieben Menschen (z.B. zu uns hier).
* weil mir alles leicht fällt, oder auch zufällt (Gottes Fügung?), und auch viel Freude macht, darum ist mein Leben sehr schön.
* Ich habe mich in Dinge gefügt, die ich nicht ändern kann. Und ich habe "besser ein Licht angezündet als auf die Dunkelheit geschimpft".
Und alles hat mal ein Ende, und die mich leiden mochten sollen an mich denken (so wie ich lieb an meine Oma denke, die 1955 gestorben ist). Und die mich nicht leiden mögen, haben auch keinen Schaden, weil wenn sie sich umdrehen bin ich ja für sie schon weg (na hoffen wir's doch).
Ich habe an sich nur eine einzige Plage: ich lebe alleine und komme damit nicht zurecht. Ich kann, seit mein "kleinstes Kind" aus dem Hause ist, für keinen mehr akut sorgen und da sein. Ich würde sehr gerne eine liebe Frau finden, aber es geht irgendwie nicht recht. Ich kann ja nicht auf Trebe gehen und mir eine suchen. Und um Gottes Willen keine Tussi, Putti oder eine "altersgemäß" Ordentliche, das weiche von mir.
Am besten wäre eine Alkoholikerin (trocken), die mit mir das Schicksal teilen möchte. Und emotional und musikalisch soll sie sein.

Ich wollte euch auch sagen, dass ich ganz friedlich bin, und dass ich solche Schwingungen weitergeben möchte, bevor ich sterbe.

liebe Grüße Max

aber vielleicht machen wir doch ein neus Bord: wie leben ich richtig? Bevor wir richtig sterben. Dann können wir vielleicht besser purzeln [f1][ Editiert von Max mX am: 06.01.2004 10:15 ][/f]


Seemaus Offline




Beiträge: 216

06.01.2004 10:56
#17 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte auch ganz gerne meine Gedanken dazu weitergeben.

Erstmal liebe Biene, ich werde diese Woche noch 39. Dass du bei dem Gedanken des Sterbens eine Panikattacke bekommest, sehe ich als völlig normal, das passiert, denke ich jedem mal.
Der Gedanke, dass vielleicht schon die Hälfte deines Lebens vorbei sein könnte, mag ja gruselig sein, andererseits, wenn du noch wirklich 40 Jahre leben darfst, ist das doch schon eigentlich ein Gedanke, der dich glücklich machen müsste, oder?
Wir haben noch so viele Wünsche und Ziele offen, wir wollen noch lange Leben um noch viel zu erleben und das ist einfach gut so! Das nennt man Lebenswille, Lebensfreude und das macht eben unser Leben lebenswert, wenn es uns auch traurig macht über den Tod nachzudenken.

Ich habe vor einiger Zeit mal mit meiner Mutter darüber gesprochen, sie ist 58 Jahre alt, glücklich und zufrieden. Sie sagt, dass es ihr jetzt nicht schwerfallen würde, zu gehen. Sie hat im Grund alles erreicht, was sie wollte und es wäre ok!

Vor was ich wirklich Angst habe, ist im Alter krank zu sein. Auch bedingt durch meinen Beruf sehe ich eben sehr viele, sehr kranke, pflegebedürftige alte Menschen. Das könnte ich mir natürlich ersparen, indem ich morgen sterbe, aber das will ich eben auch nicht :-).

Ich glaube auch nicht, dass es etwas nach dem Tod geben wird, ist wohl nur der Wunschgedanke von uns Menschen. Selbst wenn, was würde es ändern, so wie hier und jetzt wird es nicht sein. Aber es ist doch einfach schön, dass wir unser Leben so lieben, dass wir es nicht hergeben möchten!


Ich war ja schon mal tot, bzw. in einem ähnlichen Zustand. Ganz genau weiss ich das nicht, aber auf jeden Fall lag ich im Koma und auch während einer OP wurde mir mal 2 Minuten der Herz- und Blutkreislauf angehalten. Ich habe viele Erlebnisse in dieser Zeit gehabt, aber da ich nicht genau sagen kann, ob es an den vielen Medikamenten lag, bzw. wann genau ich diese seltsamen Erlebnisse hatte, will ich auch gar nicht davon berichten. Aber es war nicht ein Nichts!

So, liebe Grüße
Wir haben hier heute einen Feiertag, Heilige Drei Könige.

Sabine


Rosa Krebs Offline




Beiträge: 436

06.01.2004 15:11
#18 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo,

ich habe mir auch so meine Gedanken übers Ableben gemacht.....
Bei 2 Todesfällen in einem Monat....... sind nun alle aus der vorhergehenden familiären Generation tot und nun sind wir (aus Pietät nenne ich mich mal zuerst, mein Mann, Geschwister, Cousins usw.) der Folge nach dran. Ich hoffe wir haben das Glück vor unseren Kindern und Kindeskindern sterben zu dürfen.

Ich bin jetzt auch in einem gewissen Alter....
und habe diese Woche Geburtstag (Seemaus / Sabine) und werde 48 Jahre alt und dieses Jahr auch noch Oma. Deprimieren tun mir nur die 48 Jahre – aber nicht das Oma werden. Bin eher schon jetzt richtig stolz darauf.

Mein Schwiegervater wollte unbedingt "kremiert" werden und hatte sich vorsorglich ein Urnengrab in seiner Heimatstadt gekauft. Er wusste auch wie er beerdigt werden wollte.
Die Tante meines Mannes (starb im November) hat sich der Anatomie einer Universität verschrieben.... und wird nach 1 Jahr beerdigt werden. Es war ihr ausdrücklicher Wunsch – ihr Sohn konnte nichts dagegen tun.

Ich finde diesen Schritt sehr "ehrenswert". Sie war eine Frau der Tat..... und selbstlos.

Mich "zerlegen lassen" oder im Grab liegend....... nein danke. Ich werde mich einäschern lassen.


Sich auf das Sterben vorbereiten können, wäre für mich die "angenehmste" Sache...... falls Schmerzen keine Rolle spielen. Abschied nehmen von der Familie, Mann, Kinder, Kindeskinder könnte ich, weil ich weiß sie können ihr Leben ohne mich gut meistern. In ihren Gedanken und Erinnerungen werde ich noch ein ganzes Stück mit weiterleben dürfen.......

Meine größte Angst ist an Alzheimer zu erkranken. Meine Mutter starb vor ein paar Jahren an dieser schrecklichen Krankheit. Ich habe diesem "Alptraum" den langsamen Zerfalls miterlebt und darf diese ganze "Prozedur" nun bei meiner Schwiegermutter hautnah ein zweitel mal mit ansehen.

Ein- bis zweimal in der Woche gehe ich ins Pflegeheim (Demenzgruppe mit Menschen aller Stadien der Demenz) und reiche meiner Schwiegermutter das Essen um so mit ihr in Kontakt zu sein. Reden kann sie schon seit einiger Zeit nicht mehr. Sehe ich mir diese Menschen dort an, haben sie bestimmt ihren letzten Lebensabschnitt ganz anders vorgestellt und das macht mich manchmal so unsagbar traurig.

Falls ich diese "Krankheit" bekommen sollte, weiß ich nicht welche Art einer Beerdigungszeremonie für mich passen würde. Vor dem Sterben habe ich dann über Monate nicht mal gewusst, dass ich überhaupt lebe.
Und an ein Leben nach dem Tod...... oder an Wiedergeburt..... glaube ich nicht.
Nach meinem Ableben habe ich meine Aufgabe auf dieser Welt erfüllt und mache Platz für die nächsten Generationen.

Meine Angst liegt mehr in der Zeit, die zwischen dem Bewusstsein des baldigen Sterbens und dem tatsächlichen Abschied ist. Dieses Zeitspanne nach eigener Vorstellung nützen zu können........ mit Allen und allem im Reinen sein wäre mein "Herzenswunsch" und ich hoffe, ich werde da auch hinkommen.

Alles was ich mir jetzt für mein Ableben / Beerdigung ausdenke oder vorstelle ....... ist doch für mich im "Jetzt und Hier" nur Spekulation.... also sinnlos.
Ich lebe ja noch, verändere meine Gefühls- und Gedankenwelt.... werde bestimmt noch "anders" (positiv) beeinflusst durch meine Kinder – und zukünftigen Enkelkind/er.
Und schreibe euch mal in 20 Jahren ..... wie ich dann im Heute darüber denke.

So und noch was: erstens kommt es nie so – zweitens wie man denkt.

Liebe Grüße
Rosa Krebs


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2004 15:58
#19 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo Seemaus,

Zitat:

Der Gedanke, dass vielleicht schon die Hälfte deines Lebens vorbei sein könnte, mag ja gruselig sein, andererseits, wenn du noch wirklich 40 Jahre leben darfst, ist das doch schon eigentlich ein Gedanke, der dich glücklich machen müsste, oder?


Stimmt!Das Glas (hi,hi,hi...) ist wohl noch halbvoll!
Ich denke mal,wenn es dann leer ist,werde ich auch keinen Durst mehr haben...

Hab wahrscheinlich mal wieder eine Nuller-Krise.
Als ich dreissig wurde war das auch so ein komisches Gefühl,frei nach dem Motto,das war's wohl mit der Jugend....


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2004 18:48
#20 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Ich kenn das auch. Kurz vor meinem 41. Geburtstag ist es in mich gefahren, dieses Gefühl der eigenen Endlichkeit.

War aber gar nicht so schlecht, daß ich das so erlebt habe. Bis dahin war mir mein Leben nämlich irgendwas, mit dem ich beliebig verfahren konnte. Nachdem ich ja als junger Mann schon mal versucht hatte, mein Leben wegzuwerfen, wars mir trotz allem,was danach passiert ist, ziemlich egal...ich hatte immer das Gefühl, daß ich leicht drauf verzichten könnte. Wie gewonnen, so zerronnen..mich hatte ja keiner gefragt, ob ich mein leben überhaupt haben will...

Gut, und irgenwann mit knapp 41 hatte ich es plötzlich plastisch vor Augen, daß der Zeitraum, der vor mir lag, etwa so lang war wie der Zeitraum, der hinter mir lag...also ein Zeitraum, den ich schon mal durchlebt hatte und den ich wirklich begreifen konnte.

Da sind dann so ein paar Sachen passiert...ich mußte mir klar werden, daß ich drüber nachdenken muß was ich von meinem Leben noch will. Mir wurde klar, daß die Zeit nicht reicht, die Verwirklichung irgendwelcher Träume in die ferne Zukunft zu legen, sondern daß ich irgendwann ziemlich bald anfangen muß, meine Träume zu verwirklichen.
Plötzlich war mir klar, daß jeder Tag, an dem ich nicht lebe, unwiderbringlich verloren ist. Da hats dann auch angefangen, daß ich besoffene Tage im Nachhinein als Verlust erlebt habe, was mich bis dahin nicht weiter gestört hatte..bis dahin hatte ich gefühlsmäßig eher zu viel Lebenszeit, und danach wars irgendwie anders.

War eines der Schlüsselerlebnisse, wo ich überhaupt erst geschnallt habe, daß ich nur genau ein Leben habe, und daß mir dieses Leben vielleicht doch zu schade zum Versaufen ist. Könnt auch sagen, ich hab gesehen, daß ich von ganz alleine sterben werde und nicht auch noch nachhelfen muß.

In diesem Zusammenhang gibts übrigends eine interessante Statistik. Alkoholiker, die in diesem Alter um die 40plusminus.. trocken werden, haben statistisch die größten Erfolgssaussichten. Oder, anders gesagt, mit vierzge wird der Schwob g`scheit..

Vor dem Tod an sich hab ich bis heute keine Angst - bei mir in der Familie herrscht bei Todesfällen grundsätzlich Übereinstimmung, daß der Tod für den Betroffenen das Beste war. Mir graust vor dem, was davor kommen könnte. Wobei mir am meisten davor graut, völlig hilflos zu sein und nicht mal mehr drüber verfügen zu können, ob die Geräte abgeschaltet werden oder nicht, mit Schlaganfall gelähmt oder mit Alzheimer..irgendso eine Horrorgeschichte. Ich hab über Jahre immer wieder einen Schlaganfallpatienten gesehen, der sich nicht bewegen und nicht sprechen konnte. War aber ansonsten soweit gesund, daß man schon hätte nachhelfen müssen. Ich weiß natürlich nicht, wie es in ihm ausgesehen hat...aber ich könnt mir schon vorstellen, daß das wie verschärfter Kerker ist.

eieiei, keine nette Vorstellung.

der minitiger


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

08.01.2004 00:42
#21 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo Zusammen,

ich habe mir in meinem Leben schon viele Gedanken über mein Ableben gemacht. Wollte die meiste Zeit meines Lebens lieber tod als lebendig sein. Als ich dann endlich (fast) so weit war, spürte ich eine unheimliche Erleichterung und als ich dann auf der Intensivstation aufwachte war es wie ein Albtraum.
Heute ist das aber anders, heute bin ich froh, dass ich überlebt habe, dass ich auch noch so viele schöne Dinge erleben kann und dass ich an mir arbeiten kann.

Wenn ich mal sterbe, hoffe ich, dass es schnell geht. Die Großeltern meines Mannes vegetierten auch im Halbkoma ein halbes/dreiviertel Jahr vor sich hin. Es war grauenhaft - ich hätte sie am liebsten erlöst. Ich hatte das Gefühl, dass sie unheimlich leiden. Ich hoffe, dass mich mal jemand erlöst, wenn es so schlimm kommen sollte.

Ich möchte gerne verbrannt werden. Ein kleines Urnengrab, falls meine Familie drauf wert legt oder mich bei einer schönes Seereise in alle Winde verstreuen, wäre ganz o.k.

Im Moment denke ich, dass ich schon zufrieden bin, wenn ich die nächsten 20 Jahre noch erleben darf, schauen kann, wie mein Kind erwachsen wird, vielleicht nochmal beruflich was auf die Beine stellen und dann am besten während eines Karibikurlaubes tot umfallen.

Ist das zu krass?

Aber was ich mir unbedingt wünsche, wenn ich sterbe, ist, dass ich beruhigt auf mein Leben blicken kann.Das ich mir nicht sagen muss, ich hab´alles versaut, sondern dass ich für mich das Gefühl habe, dass ich das beste Gegeben habe, was ich konnte, das ich vielleicht jemanden Glücklich machen konnte und das ich selbst auch glücklich und zufrieden mit mir selbst sein konnte.Das meine Zeit nicht unbegrenzt ist, ist mir in den letzten Jahren schon bewußt geworden, insbesondere nach der Geburt meines Sohnes. Deshalb nehme ich mein Leben jetzt ja auch selbst in die Hand!

Als musikalische Begleitung bei meiner Beerdigung könnte ich mir (als jahrzehntelanger begeisterter Grönemeyer-Liebhaber) sehr gut "Zum Meer" vorstellen.

Der Text ist doch wunderbar, oder?

wer hat dich geplant, gewollt,
dich bestellt und abgeholt
wer hat sein herz an dich verlor'n
warum bist du gebor'n
wer hat dich gebor'n


wer hat sich nach dir gesehnt
wer hat dich an sich gelehnt,
dich, wie du bist, akzeptiert,
dass du dein heimweh verlierst
dass du dein heimweh verlierst..


dreh dich um
dreh dich um
dreh dein kreuz in den sturm
wirst dich versöhnen, wirst gewähren,
selbst befreien für den weg zum meer


wer ersetzt dir dein programm
nur wer fallen, auch fliegen kann
wer hilft dir, dass du trauern lernst,
du dich nicht von dir entfernst,
du dich nicht von dir entfernst..


dreh dich um
dreh dich um
vergiß deine schuld, dein vakuum
wende den wind, bis er dich bringt
weit zum meer
du weißt, wohin..

dreh dich um
dreh dich um
dreh dein kreuz in den sturm
geh gelöst, versöhnt, bestärkt,
selbstbefreit den weg zum meer

..selbstbefreit auf dem weg zum meer...

Alles Liebe
Gaby


Schneefrau Offline




Beiträge: 2.958

09.01.2004 02:53
#22 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo alle zusammen!
Danke für Eure Antworten, dieses Teilen und meine da durch lächelnden und zeitgleich weinenden Augen!

Schätze, der "Weg zum Meer" ist auf meiner
"Beerdigungs-Hit-Parade" grade auf Platz 1 geschnellt.

Denk an Euch/uns und bin aufrichtig froh um dieses Forum mit Euch Menschen an Bord!

nächtlicher Gruss
SAbine
[f1][ Editiert von Schneefrau am: 09.01.2004 3:14 ][/f]


StellaLuna Offline




Beiträge: 3.574

09.01.2004 06:51
#23 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo,

wißt ihr, was ich so schlimm finde?
Mir wird plötzlich mein Leben bewußt und ich ärgere mich(hoffentlich nicht zu Tode), dass ich jahrelang so unfähig war, im wahrsten Sinne selbstbewußt zu sein, zu erkennen und zu erfühlen.

Versteht mich jemand?

Fühle mich, als käme ich gerade aus der Pupertät und wandle mich zu der Frau, die ich immer gerne sein wollte...

Gruß

Patricia


Ameise Offline




Beiträge: 1.110

09.01.2004 09:01
#24 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Hallo Patricia,

ich würde mal sagen, es ist nie zu spät, zu erkennen.

Sicher gibt es viele Menschen, die nie getrunken haben, aber trotzdem ihr Leben nur so dahin plätschern lassen, ohne sich je bewußt zu machen,
was sie denn so alles versäumen.

Wir sind im Grunde genommen richtige Glückspilze,
da es irgendwann in unserem Kopf mal "funz" gemacht hat.
Und ich denke, es war auch nicht alles nur schlecht, nur weil wir uns manchmal wegtrinken mußten.
Man sollte diese Zeit als das sehen, was sie ist: ein Teil unseres Lebens und ein Teil unserer Entwicklung, ohne den wir nicht da angekommen wären, wo wir jetzt sind.

Was das Lied von Herbi angeht -
nun ja: das habe ich ganz oft gehört, - in den letzten Wochen meiner Trink-Karriere.
Darum fällt es mir heute schwer, es ohne dumpfe
Gefühle hören zu können.
Auch fällt es mir schwer, mir über meine Beerdigung Gedanken zu machen, gerade jetzt, wo ich wieder angefangen habe, zu leben.
Aber schön ist das Lied allemal.

Gruß


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

09.01.2004 10:43
#25 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hi Patricia,

ja, ich. "Mir wird plötzlich mein Leben bewußt. . ., dass ich jahrelang so unfähig war, . . . zu erkennen . .
Versteht mich jemand?"

Mich dünkt, du wirst jetzt auch noch weise. Wie Helena schon bemerkt hat, die vielen vielen 'so vor sich Dahinkullernden' erblicken dieses Licht erst gar nicht. Aber wir sind die Auserwählten, deren anfängliche Lebensgeschichte so dramatisch eben nicht ging, dass wir (leider/ Gott sei Dank) gezwungen waren und zu besinnen osder zu verrecken.
Und wir alle lieben 'Leutz' (sagt ihr immer) hier waren so frei das Leben zu wählen. Ich finde das ganz toll, und jetzt haue ich dir dafür auf deine Schulter und mir selber auch!!

ich grüße, heute bei Matschwetter in der Reichshauptstadt, igitt Max


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

09.01.2004 11:05
#26 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

Also Max, was soll ich den davon halten,

Reichshauptstadt ??

Wie wäre es nur mit Hauptstadt ?

Grüßle
Bea


jerry65 Offline




Beiträge: 120

09.01.2004 11:15
#27 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hall Bea,
nimms nicht so ernst, in dem Alter ist es halt schon etwas schwerer sich nochmal an was "neues" zu gewöhnen


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

09.01.2004 11:43
#28 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hi Bea,

Jerry hat vollkommen recht, da bin ich wohl doch in die falsche Partitur geraten. Ach nee, das ist ja wieder aus der Musik.
Vielleicht liegt's ja auch am "Reichstag", dessen Kuppel ich nich immer nicht besucht habe.
Ich bessere mich, im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten,
grüße dich, euch,, Max


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

09.01.2004 11:47
#29 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hi Bea,

Jerry hat vollkommen recht, da bin ich wohl doch in die falsche Partitur geraten. Ach nee, das ist ja wieder aus der Musik.
Vielleicht liegt's ja auch am "Reichstag", dessen Kuppel ich nich immer nicht besucht habe.
Ich bessere mich, im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten,
grüße dich, euch,, Max


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

09.01.2004 11:49
#30 RE: Ableben und Beisetzung- macht ihr Euch Gedanken? Antworten

hi Bea,

Jerry hat vollkommen recht. Ist ja unglaublich wie schusselig doch ältere Leute werden. Da bin ich wohl doch in die falsche Partitur geraten. Ach nee, das ist ja wieder aus der Musik.
Vielleicht liegt's ja auch am "Reichstag", dessen Kuppel ich nich immer nicht besucht habe.
Ich bessere mich, im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten,
grüße dich, euch,, Max


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