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Saufnix
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Dieses Thema hat 118 Antworten
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 Akute Hilfe
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Reiner Offline




Beiträge: 1.036

10.09.2002 11:22
#106 RE: Wie gehts weiter? antworten

hannah


schön dass Du den Weg hierher gefunden hast!

Auch mir ging es vor zwei Jahren so mit den "Chatrooms",
"Boards", "Links" und überhaupt mit diesem ganzen "Computerkram". Ich wäre in meiner nassen Zeit gar nicht in der Lage gewesen mir Infos über das Medium Internet einzuholen, da ich mir erst nach meiner Therapie einen Rechner gekauft habe. Und die Zeit die ich früher in meinem damaligen "Chatroom" Kneipe zugebracht habe unterhalte ich mich jetzt mit Menschen a la Coleur in diesem Forum und mir geht's gut dabei.Ich lerne immer noch und werd's wohl ewig tun. Jedenfalls fühl ich mich wohl hier.
Was die Funktionen dieses Forums betrifft:
Einfach nachfragen -Wir sind gern bereit zu helfen.
In diesem Forum findest du sehr viel, auch was das chaten betrifft:



Sorry, ist Werbung für das von mir moderierte Forum.

Nun zum Grund Deines Hiersein's:
Wenn du mal auf diesen Seiten etwas stöberst wirst Du wahrscheinlich feststellen dass Du nicht die Einzige bist die Probleme mit dem Alkohol hat oder auch hatte. Hier treffen sich Menschen denen es ähnlich geht oder ging.
Also die Gründe der Besucher sind so verschieden aber auch fast die Gleichen.
Probleme im Umgang mit Alkohol und die daraus resultierenden Folgen

Zitat
es ist schwer, sich einzugestehen daß man nicht trinken kann wie andere



Ja hannah es ist schwer aber ich denke mal DU hast es DIR eingestanden. Und das ist für DICH der wichtigste Punkt in Deinem weiteren Leben. Damit fängt alles an oder endet auch alles. Nur mußt DU DICH jetzt richtig entscheiden.



Zitat
trinke immer "nur" abends, will mich wegmachen



Da geht es sehr vielen so.Die Gründe fürs Trinken sind SO verschieden doch gleichen sie sich auch immer wieder.Nur das Ergebnis ist meißtens das Gleiche:

"ALKOHOLABHÄNGIGKEIT"


Nun liegt es an DIR wie du damit umgehst.
Willst Du was dagegen unternehmen? Ich glaube ja! sonst wärst Du wohl nicht hier.Meiner Meinung nach würde für Dich das Aufsuchen einer Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe die einzig richtige Chance sein um mit deiner Krankheit umgehen zu lernen.

Zitat
schäme ich mich so entsetzlich außerdem hat das sowas endgültiges.



Ja ich weiss, ich kenne das auch dieses "Schämen" nur wenn du lernst mit deiner Krankheit umzugehen wird daraus "Stolz". Und hannah "endgüldig" ist nur die Krankheit, aber man kann auch zufrieden damit leben.
Glaub mir!!

Ich hoffe ich konnt dir meine Meinung und Gedanken zu Deinem Post einigermaßen rüberbringen.

Also schreib wenn Du was wissen möchtest.

Wir werden Dir auf jeden Fall antworten.

Einen schönen Tag wünscht Dir Reiner


tommie Offline




Beiträge: 10.570

10.09.2002 18:45
#107 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo Hannah,

einen Rat möchte ich dir als ersten geben: suche dir professionelle Hilfe/Unterstützung in Form eines Arztes, einer Selbsthilfegruppe und/oder einer Beratungsstelle. Und - lasse es zu dass man dir hilft.

Schamgefühl, Angst und Zweifel sind "in deiner Situation" völlig normal. Obwohl du bald feststellen kannst: du brauchst dich nicht zu schämen. Es liegt ganz alleine an dir, ob du den einen, mit entscheidenten Schritt machst. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich dir nur schreiben: warte nicht unnütze lang, unternehme jetzt etwas.

Denn: diesen Schritt - das Annehmen von Hilfe - tust du für dich.

Ich habe diesen Schritt vor 1185 Tagen gemacht - und habe ihn bis heute noch keine Stunde bereut.

tommie


Burkhard Tomm Bub Offline



Beiträge: 214

10.09.2002 19:15
#108 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo hannah !

Willkommen !

Es freut mich, dass Du den Weg hierher
gefunden hast.

Ich bin mehrfachabhängig (Schwerpunkt
Alkohol und Tranquilizer) und nun seit
12 Jahren trocken/clean- rückfallfrei.

Aus meiner Erfahrung: Glaube mir:
Trockenheit ist KEIN Langstreckenlauf,
sie wird NICHT immer schwerer.
Das Gegenteil ist der Fall !

Suche dir unbedingt auch leibhaftige
Menschen und nimm Hilfe an.
Sei es Dir wert !
Du bist es nämlich wert.

Alles Gute und mfG: TOM


Hannah ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2002 11:35
#109 RE: Wie gehts weiter? antworten

vielen dank, ihr lieben!
es kam mir fast unwirklich vor, wie resonanz aus dem all, als ich eure antworten auf dem bildschirm vorfand. es scheint also zu klappen: hannah und die computerei- unglaublich! vielen dank euch allen! besonders die, liebe ursel, denn dem sinne nach genau so ein satz:" nur du allein schaffst es, abber du schaffst es nicht allein!" hat mich die letzten monate immer wieder begleitet. ich habe schon eine menge versuche unternommen, einige jahre psychotherapie, anonyme gruppen, habe viel gelesen, mich mit den 12 schritten auseinandergesetzt - und muß immer wieder feststellen, daß es bei mir schon beim ersten hakt. ich weiß schon, daß es besser wäre, mir "leibhaftige" hilfe zu suchen- und doch sind gerade diese versuche bislang daran gescheitert, daß ich mich ganz schnell vereinnahmt fühlte. jeder andere schien besser zu wissen, was für mich gut ist. auch diese geschichten von kampftrinkern, entgiftungen - all das hatte zur folge. daß mein suchtteufel sich die hände rieb und triumphierte:"siehst du, sooo schlimm ist es bei dir ja gar nicht...!" ich möchte kleine brötchen backen, ehrlich zu mir selbst sein, denn natürlich ist es schlimm- sonst würde ich ja hier nicht schreiben.
hannah


urselst ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2002 12:43
#110 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo Hannah,
schön, daß du heute wieder hier bist. Zum Thema:
>>diese geschichten von kampftrinkern, entgiftungen - all das hatte zur folge. daß mein suchtteufel sich die hände rieb und triumphierte:"siehst du, sooo schlimm ist es bei dir ja gar nicht...!"<< hätte ich meine eigene erfahrung anzubieten.
Ich habe nie eine körperliche Entgiftung in irgendeiner Einrichtung gemacht und den gößeren Teil der 20 Jahre mit Alkohol hab ich in einem weitgehend gesellschaftlich toleriertem Maß getrunken, wie viele Andere eben auch. Ich kenne also manche der ganz wüsten "Kriegsgeschichten", wie ich sie nenne, auch mehr von weitem.
(ich lasse jetzt mal fürs erste die ganze Geschichte vom Trockenwerden aus).
Nun bin ich auf meinem Genesungsweg in einer Selbsthilfegruppe anonymer Drogenabhängiger gelandet, wo ich mich sehr wohl fühle. So, ich hab aber nie sogenannte harte Drogen genommen, in der Hauptsache halt Alkohol. Und immer wieder tauchte bei mir entweder die Frage auf: darf ich da überhaupt hingehen? hab ich überhaupt genügend heftige Sachen erlebt, um da dazuzugehören? (wenn meine Stimmung grad so war, daß ich gerne dazugehören wollte und Angst hatte, die lachen mich aus) oder andersrum: so schlecht wie denen ists mir doch nie gegangen, so weit unten war ich nie, wahrscheinlich bin ich gar nicht süchtig und brauch da nicht mehr hingehen (wenn ich grad keinen Bock mehr auf die Gruppe hatte und mich sowieso anders als alle fühlte).
Bis ich dann mitgekriegt hab, als ich anfing über dieses Thema zu sprechen, daß viele das ebenfalls kannten. Jeder findet jemand dessen Geschichte noch krasser ist. Und fast jeder hat irgendeine Droge noch nicht genommen und kann sich dadran hochziehen, daß er genau da alles im Griff hat.
Dort wurde mir immer wieder gesagt: Für jeden ist seine/ihre eigene Geschichte die schlimmste. Ganz einfach weil ich keine andere habe. Und wenn ich für mich entscheide, daß es zuviel ist, daß es so nicht mehr weitergeht, daß ich am Ende bin, dann ist es völlig egal, ob jemand anderes diesen Weg noch weiter gehen mußte oder weniger weit. Da, glaube ich, fängt das Ernstnehmen und Annehmen der eigen Person und Geschichte an.
Und zum Thema >>jeder andere schien besser zu wissen, was für mich gut ist. << möchte ich nur sagen: die Sellbsthilfegruppe ist für mich ein Ort, wo ich lernen möchte und lernen kann, gut für mich zu sorgen - und wenns dafür nötig ist, mir Menschen, die mir mit ihrer Sorge zu nahetreten mit einem krachenden NEIN auf Abstand zu halten, dann tue ich das.

Und so ganz langsam wird meine Geschichte zur besten und schönsten, die ich habe - ganz einfach weil es meine Geschichte ist.

Alles gute für dich, Hannah, und viele grüße von der ursel


Hannah ( gelöscht )
Beiträge:

11.09.2002 12:58
#111 RE: Wie gehts weiter? antworten

liebe ursel,
ganz vielen dank für deine antwort. ich hatte unglaubliche angst, mit meinem schreiben jemanden vor den kopf zu stoßen, weil ich in meiner lebenssituation, meinem ewigen anlauf nehmen und dann doch wieder scheitern vielleicht gar nicht das recht hätte, auszusprechen, daß ich leider bisher nicht das gefunden habe, was ich suche. ich brauche noch etwas zeit und es tut so gut, nicht verurteilt zu werden.
ganz liebe grüße
hannah


Burkhard Tomm Bub Offline



Beiträge: 214

11.09.2002 19:28
#112 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo hannah !

Ja, nicht jede Gruppe passt zu Jedem.
Die Konzepte sind unterschiedlich
(AA, BK, Kreuzbund, etc.) und die
Gruppen vor Ort sind NOCHMALS unter-
schiedlich, je nachdem wer zum "Kern"
gehört, wer der / die SprecherIn ist, usw.

Das ist andererseits auch gut, so, da wir
Süchtigen AUCH sehr verschieden sind, obwohl
wir alle dieselbe Krankheit haben.

In der Suchtberatung findest Du eine andere
Möglichkeit, hier gibt es Einzelgespräche.

Suche weiter, bis Du das richtige findest.
Es lohnt sich.

MfG: TOM


Hannah ( gelöscht )
Beiträge:

15.09.2002 16:56
#113 RE: Wie gehts weiter? antworten

ich finde es ganz toll, daß es dieses forum gibt. in der zwischenzeit habe ich viel reingeguckt und gelesen. für mich ist es ein wahnsinns fortschritt, mich zu meinen problemen und zu meinem wunsch, nix mehr zu trinken (schon beim aufrufen dieses forums)zu bekennen. irgendwas in mir beginnt zu begreifen, daß es mein leben ist, um das es geht. der satz von dir , tom, daß trockenheit mit der zeit leichter fällt und nicht immer schwerer wird, hat mich immer wieder eingeholt.
hannah


tommie Offline




Beiträge: 10.570

15.09.2002 17:22
#114 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo Hannah,


klar geht es um dein Leben, um dich - in dieser "Beziehung" geht es ganz ausschließlich um dich.

Der Satz von TOM, ja, der hat 'was.

Wie es mir mit dem ' Leichterfallen ' der Trockenheit geht, dazu nur soviel:

ich sehe besser
ich spüre mehr
ich rieche die Düfte wieder
ich fühle intensiver
ich liebe lieber
ich hasse richtig
ich erlebe das Leben
ich frage nach
ich will mehr wissen
ich reise wieder
ich freue mich fröhlicher
ich kann wieder weinen
ich lebe es wieder
das wahre Leben
mein Leben


Und - das ist es doch wert, das Leben. Oder ?

tommie
... manchmal auch ganz einfach stinkefaul und auf nix bock ...


matronula Offline



Beiträge: 38

15.09.2002 19:02
#115 RE: Wie gehts weiter? antworten

Hallo Hannah,

Deine Geschichte hat mich sehr an meine eigene erinnert, vor allem der letzte Satz in Deinem ersten Beitrag (das mit der Endgültigkeit). Diese Vorstellung hat mich damals sehr erschreckt, und ich hätte deshalb meine Therapie fast nicht angetreten.

Ich habe dann angefangen, den "Rest meines Lebens" in kleine Einheiten aufzuteilen. Ich habe mir gesagt, jetzt gehst Du erst mal hin, kein Mensch kann Dich daran hindern, nach einer Stunde wieder fortzugehen, aber schau es Dir zumindest einmal an. Der zweite Schritt: Bleib über nacht da, morgen kannst Du immer noch abhauen. Die erste Zeit war trotz Entzugserscheinungen erträglich. Also war das nächste Ziel, die stationäre Phase der Therapie (sechs Wochen) auf jeden Fall durchzustehen, danach würde ich weitersehen. Einmal wäre ich beinah gegangen, weil mir der Weg, der vor mir lag, so unendlich weit vorkam un ich gedacht habe, das schaffe ich sowieso nicht, also warum soll ich mich unnötig quälen? Aber auch da hat es mir geholfen, den nächsten Tag noch abzuwarten, am anderen Morgen ging es mir besser und ein gutes Gespräch hat mir neuen Mut gegeben. In der ambulanten Phase der Therapie, die sich über ein Jahr erstreckte, habe ich nach und nach die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so schwer ist, ohne Alkohol zu leben, dass viele Probleme, die ich vorher nie ohne Alkohol lösen zu können geglaubt hätte, mit klarem Kopf ganz leicht zu bewältigen waren.

Kurz und gut: Inzwischen (gut dreieinhalb Jahre später) erschreckt es mich überhaupt nicht mehr, mir ein Leben ohne Alk vorzustellen, im Gegenteil, wovor ich wirklich Angst habe, ist, einmal durch irgendeinen Grund wieder in diese Tretmühle zu rutschen (you never know!).

Geschämt habe ich mich damals übrigens auch, sowohl vor mir selber als auch vor anderen. Diese Scham ist aber recht schnell verschwunden und hat sich in das Gegenteil verwandelt, denn gerade wer so weit unten ist hat jeden Grund stolz auf sich zu, wenn er/sie trotzdem nicht aufgibt.

Liebe Hannah, gerade weil Deine Situation mich so sehr an mich erinnert, möchte ich Dir Mut machen. Mir hat es sehr geholfen, kleine Brötchen zu backen und von Tag zu Tag zu denken.

Ich wünsche Dir gaaaaaaaaaaanz viel Kraft und alles Gute!

Matronula


Hannah ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2002 08:52
#116 RE: Wie gehts weiter? antworten

hallo tommie, hi matronula,
das gedicht hat mich sehr berührt. es ist schön, wieder mit dem leben in konatakt zu kommen ohne diese mauer aus schuldgefühlen und zerknirschung. lange zeit habe ich befürchtet, eine solche wachheit würde mir noch mehr funktionieren und leistung abverlangen bis ich dann den geistesblitz hatte, daß ich nicht SCHAFFEN MUSS , sondern MACHEN KANN. ich komme mir gerade wie eine hochstaplerin vor, die schon meint, mitreden zu können, kaum daß sie ein paar tage trocken ist. die endgültigkeit macht mir immer noch angst. es wird leichter, wenn ich mir sage -(und dann auch voll dahinter stehe)-, daß ich nix mehr trinken WILL und nicht, daß ich nie mehr DARF.ich bin so froh, dieses forum gefunden zu haben!
viele grüße
hannah


matronula Offline



Beiträge: 38

21.09.2002 15:08
#117 RE: Wie gehts weiter? antworten

Liebe Hannah,


eine späte Antwort von mir, aber immerhin...

Das mit der Hochstaplerin vergisst Du mal am besten ganz schnell. Egal, ob jemand eine Stunde nichts getrunken hat oder ein Jahr oder ein halbes Leben (oder auch noch bzw. wieder drinsteckt im Schlamassel): Jede/r hat seine/ihre Erfahrungen gemacht und alle sind es "wert", hier gepostet zu werden. Wichtig ist, dass man sich mit dem Problem auseinandersetzt. Jeder Gedanke, mag er einem selbst im Moment auch klein und unwichtig erscheinen, hilft vielleicht einem/r anderen ein ein großes Stück weiter. Und oft hilft es einem ja auch selbst, Dinge niederzuschreiben, um in das eigene Gedankenchaos ein bisschen Klarheit reinzubringen.

Ich würde mich jedenfalls freuen, hier wieder etwas von Dir zu lesen.

Liebe Grüße und weiterhin vieieiel Kraft wünsch ich Dir!

Matronula


Hannah ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2002 11:12
#118 RE: Wie gehts weiter? antworten

lieber matronula,
vielen dank für deine ermutigung. das hat bei mir eine menge angestoßen, aber es ist nicht so leicht, das dann in eine antwort umzusetzen. ich will mal versuchen,die zweifel über meine berechtigung, mich hier im forum zu beteiligen an die seite zu schieben, in der hoffnung, daß mich das schreiben ein stück weiter bringt. ich hatte bislang immer das gefühl, so herumzueiern zwischen einsicht, kapitulation (?) und verharmlosung und selbstbetrug. das macht mich total fertig. dieses eingeständnis will einfach nicht über meine lippen, denn damit verbunden wäre die einsicht, NIE wieder zu trinken (eine aussicht, die ich ehrlich gesagt im augenblick superklasse finde...). ich frage mich, was in bestimmten situationen den suff so attraktiv macht für mich: im nüchternen alltag bin ich sehr konfliktscheu und harmoniebedürftig, kann mich schlecht abgrenzen und werde dann sauer auf menschen und situationen, die mir dies dann doch abverlangen. ich nehme mich selbst nicht wichtig, die alkohol-eskapaden steigern dies gefühl bis zur absoluten selbstverachtung. ich hab´s dann mal wieder nicht geschafft, bin eben überhaupt nichts wert, gescheige denn liebenswert... darauf gieß ich dann den wein oder bier (HABE ich getan)und bemerke dann, wie es mir zunehmend glechgültig wird, was ich von mir halte. ich rede wie ein wasserfall, verbeiße mich in themen, habe natürlich immer recht und kritisiere andere für ihr "ungerechtes" verhalten (aber nur, wenn sie nicht dabei sind), mache hochtrabende pläne, die mit dem unerträglichen kater und der scham über diese entgleisungen (manchmal auch mit gedächtnislücken)spätestens am nächsten morgen wieder meine selbstverachtung nähren...ich merke tatsächlich, wie gut das schreiben tut. auch die tatsache, daß ich´s mir später wieder anschauen kann, falls ich wieder auf einen anderen trip kommen sollte.
hannah


Punky Offline




Beiträge: 35

26.09.2002 13:03
#119 RE: Wie gehts weiter? antworten

Liebe gast-hannah,
das was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. So hab ich auch die meiste Zeit verbracht... mit einem Gefühl der absoluten Wertlosigkeit.
Aber wichtig wäre hierbei, die Ursachen darüber heraus zu finden und das falsche Denkmuster"wegzuwerfen.
Leider hab ich heute nicht viel Zeit, aber ich komm bestimmt nochmal auf dieses Thema zurück.
Eines glaub mir:
Jeder Mensch ist wertvoll !!

Gib nicht auf!


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