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Saufnix
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Dieses Thema hat 37 Antworten
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 Akute Hilfe
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lucina Offline



Beiträge: 30

17.09.2003 09:37
#16 RE: @ ganznette antworten

Hallo Ganznette,

ich lese deine Posts immer sehr interessiert und sehe mich in vielem, was du schreibst. Heute möchte ich dir aber auf die Sache mit den vergrößerten roten Blutkörperchen antworten. Bei mir wurde dieses nämlich vor ca. 2 Wochen auch festgestellt, allerdings sind meine Leberwerte völlig normal. Es gibt eine Erbkrankheit, nennt sich Haemochromatose (Eisenspeicherkrankheit), die mit diesem Symptom einhergeht. Zur Zeit wird gerade ein Gentest bei mir gemacht, um sicherzustellen, ob ich diese Erkrankung habe (was aber wohl so ist). Ich kann mich erinnern, dass diese Diagnose schon einmal stand (vor ca. 7 Jahren), da sagte mir der Arzt auch, meine Blutkörperchen wären bisschen zu groß und der Eisenspiegel überhöht, wär aber nix Schlimmes. Also mach dich nicht so verrückt - diese Erkrankung wird in schlimmen fällen mit "Aderlass" behandelt und du hast eine völlig normale Lebenserwartung. Unbehandelt allerdings (wenn es denn sehr ausgeprägt ist) lagert sich im Alter Eisen in der Leber ab und das kann dann gefährlich werden. Sag dies doch deinem Internisten mal, dass er dich daraufhin untersuchen soll - vielleicht ist er darauf einfach nicht gekommen, da die Gent-Untersuchungsmethode noch sehr "jung" ist (vor einiger Zeit noch wurde so etwas nicht weiter untersucht). Wünsch dir alles Gute!!

Gruß
Lucina


laufchrissi ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2003 11:01
#17 RE: @ ganznette antworten

Oh, Hiiiiilfe!!!

hört doch endlich auf, Euch zu verscheißern. Ich hatte in meiner Saufzeit so ziemlich alle Krankheiten. Angefangen von Krebs über Diabetis bis hin zu einer kleinen Grippe.
Ich war rundum krank! Na ja, stimmt ja auch, blos heißt meine Krankheit

"A L K O H O L I S M U S"

@ganznette
"nur Du alleine schaffst es, aber Du schaffst es nicht alleine..so heißt einer der Slogans bei AA".
Was willst Du denn mit dem Doktorvater. Der nimmt Dir die Flasche auch nicht aus der Hand, den Tremor nimmt er Dir nicht ab, die Ängste und Schuldgefühle, Langeweile und was es sonst noch gibt, bleiben eh bei Dir. Also was willst Du?
Willst Du aufhören zu saufen oder willst Du weitermachen wie bisher, dann aber mit allen Konsequenzen.
Denk dran: Du hast nur dieses eine Leben....


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

17.09.2003 11:49
#18 RE: @ ganznette antworten

Hallo Ihr !

Ich halte alle Symptome die ganznette beschreibt wie zb Schlafschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Vit. B Mangel nach wie vor für Folgeerscheinungen bei Alkoholabhängigkeit.
Zb der Vitamin B Mangel ist sehr typisch.

Desweiteren ist der MCV- Wert erhöht, das ist ein Teil des Erythrocyt (rotes Blutkörperchen) der wird dick wenn man trinkt. Der MCV Wert ist wie die Leberwerte ein Signal, und wird auch bei der MPU mit abgenommen.

Und ganznette, mal ehrlich, möchtest du wirklich - falls du tatsächlich an deiner Situation etwas ändern willst - zu einem Doktor gehen, der dir nach dem Mund redet ?
Ich persönlich fände es besser, du suchst dir jemanden unabhängiges mit dem du endlich mal deine Lage ehrlich besprechen kannst.

Gruß
Bea


Ganznette Offline



Beiträge: 180

18.09.2003 08:39
#19 RE: @ ganznette antworten

liebe luciana, cristiane hat, glaube ich, recht. auf dieses thema, was du angeschnitten hast, wurde mein blut auch noch untersucht, ergebnisse liegen aber nicht vor. da ich wohl ansonsten gesund bin, gehe ich mal davon aus, dass es der alk ist. sich diesbezüglich was vorzumachen, wäre schon kindisch.
ich glaube, ein termin bei einem psychiater wäre schon angebracht. der soll mich ja auch nur mal angucken, bei ihm mache ich bestimmt keine therapie. der nimmt ja auch keine patienten. sauferei hat ja auch immer ursachen. und ich habe einen riesenbammel davor, ne therapie zu machen. auch diese "stunde" die woche ist für mich der blanke horror. aber das ist das thema mit dem privaten vorbelastet sein, denke ich. und wenn ich den schritt schon einmal gehe, ist das ein riesenfortschritt. wie halt auch ein normaler internistenbesuch, den hab ich jahrelang vor mir hergeschoben. es kam einmal eine aussage im forum: ein alkoholiker mag sich selbst nicht. das wird schon stimmen! das muss man wieder lernen. übrigens ist mir aufgefallen, dass ich abends, wenn ich allein bin, gar nicht mehr soviel trinke. gestern abend war es eine halbe flasche wein. oh wunder! aber eigentlich auch kein wunder, wo ich ja tagsüber trinke. und dann gibt es situationen, die ich nicht mit alk verbine. z.b. lesen oder fernsehen. ich habe jetzt einen kleinen fernseher im schlafzimmer, und dann muss ich nicht trinken, bzw. ich fülle mir ein weinglas und trinke es nicht aus. weil ich dann nicht dran denke oder vorher einschlafe oder so. und auch wenn ich dann um 3.00 aufwache, muss/mag ich es nicht trinken, obwohl ich dann denke, trink es doch nun aus. aber wenn ich vor dem pc sitze z.b. ist das ganz normal zu trinken, ansonsten würde was fehlen. das zittern habe ich zum glück nicht wieder gehabt. puh, das war ein scheiss-gefühl! viele grüsse an alle


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2003 08:59
#20 RE: @ ganznette antworten

Hallo ganznette,

den Kuddelmuddel mit Bekannten würde ich aufhören.Ich glaube nicht,dass das etwas bringt.

Mit Krankheiten vom eigentlichen Thema ablenken,bringt ebenfalls nichts.Krankheiten hin oder her,Du säuft wie ein Loch und wirst nicht mehr lange durchhalten.

Und Recht hast Du,wenn nicht bald was passiert wirst Du (entschuldige den Ausdruck) im Siff versinken.

Ich lese nun schon eine ganze Weile mit und denke mir,Du solltest den letzten Rest Energie zusammenkratzen und anfangen eine SHK zu besuchen,notfalls anfänglich mit Promillespiegel.Du musst dringend das Umfeld wechseln.Oder nimm eine Orangensaftflasche mit Wodka und such Dir ein schönes Plätzchen in der Natur,wo Du wieder LEBEN tanken kannst.
Aufhören kannst Du momentan wirklich nicht allein und von jetzt auf Gleich,aber Du kannst Dein neues Leben schon mal anleiern.

Da Dein Leben ja nur noch aus Alkohol besteht,wirst Du über kurz oder lang untergehen.
Da man niemals darauf warten sollte,dass etwas "passiert",denn es "passiert" nie etwas,es gibt nur so etwas wie Ursache und Wirkung,mach den ersten Schritt aus dem Suff.


laufchrissi ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2003 09:20
#21 RE: @ ganznette antworten

Bravo Biene, Du hast mir aus der Seele gesprochen.

Wir hatten doch fast alle Glück, und ist dies oder das noch nicht passiert. Mensch, wenn ich einen Tod gefahren hätte. Viel hat ja nicht gefehlt. 3,8 Promille und ich bin noch gerade auf dem Strich *haha* gelaufen. Der Gutachter hat seiner Zeit vor Gericht gemeint, wenn sie noch keine Alkoholikerin ist, dann ist sie auf dem besten Weg dazu. Ich hätte ihn umbringen können.
Wie schon gesagt, jeder wußte das ich saufe nur ich habe geleunet.

@ganznette
siehste, ich hab es Dir in einem obigen Post gesagt, Dein Freund merkt schon was mit Dir los ist. Na ja, vielleicht mußt Du ja alles verlieren, um aufhören zu können. Weißt Du, Alkoholiker sind nicht nur die auf der Parkbank, sondern die am Schreibtisch, die hinter der Gardine, die Fluglotsen, die Kraftfahrer und Polizisten, die täglich versuchen ihren Job zu machen kurzum solche wie Du.
Alkoholismus ist übrigends mit Doktortitel und Studium nicht anders als ohne. Ich weiß von was ich spreche. Ich habe einige Theologen, Dipl. weiß nicht was, Lehrer, Doktoren und angehende Doktoren kennenlernen dürfen. Die hatten den gleichen Durst wie ich, die haben die gleichen Probleme wie ich, kurzum die liegen auch in ihrer eigenen Kotze wenn es sein muß. Das ist Alkoholismus und nichts anderes.
Schade um Dein Leben


lucina Offline



Beiträge: 30

18.09.2003 09:38
#22 RE: @ ganznette antworten

Hallo Ganznette,

ich dachte, es hätte sein können, dass du diese Erkrankung hast. Zu mir meinte der Internist, dass es wohl sehr wahrscheinlich ist, dass ich das habe, da andere Werte darauf hindeuteten... aber genau werde ich es auch erst Anfang Oktober wissen, denn dann bekomme ich das Ergebnis vom Gentest, da dies nicht anders festgestellt werden kann. Nun ja, eigentlich hoffe ich sogar ein bisschen, dass es eher vom Alk kommt, denn dagegen kann man etwas tun - dann liegt es in meiner Hand, was zu ändern. Da ich seit einiger Zeit nicht mehr trinke, habe ich auch die Hoffnung, dass sich alles normalisiert. Was mich nur stutzig macht, ist, dass ich diese Diagnose vor sieben Jahren schon einmal hatte und da habe ich ja noch nicht so getrunken... na, ich warte jetzt einfach ab. Ich habe auch nicht gewusst, dass es vom Alkoholkonsum auch vergrößerte Blutkörperchen geben kann...
Ich wünsche dir viel Kraft, dass du es schaffst, mit dem Trinken aufzuhören!

Gruß
Lucina[f1][ Editiert am: 18-09-2003 9:39 ][/f]


Ganznette Offline



Beiträge: 180

18.09.2003 09:40
#23 RE: @ ganznette antworten

ihr habt recht, liebe biene und christiane. ganz klar, ganz eindeutig. aber kennt ihr das nicht auch, die hand ins feuer legen zu müssen um zu wissen, wie heiss es ist? vom kopf her weiss ich das alles, aber irgendwie will ich es auch spüren. vielleicht einfach spüren und auch mal sehen, wie die andere seite aussieht. diese selbstzerstörung, die ja jeder alkoholiker betreibt, hat einen grund. welchen, weiss ich halt nicht. vielleicht will ich die dinge ja gar nicht ändern, vielleicht soll es mir schlecht gehen, vielleicht mag ich mich ja bestrafen.... dumm und kindisch, ein zeichen, dass es einem nicht gutgehen DARF. da muss man auch ansetzen. mir geht es noch so gut und trotzdem geht es mir sauschlecht. nicht wirklich, nicht offensichtlich, aber innen in einem ist die leere. lasst mir noch ein bischen zeit, diese wird kommen, wodurch auch immer. toller fände ich ja auch wenn alles-schwuppdiwupp- geändert werden würde. aus der arroganz wird schlagartig ein mensch, der da irgendwo schlummert. so einfach geht das nicht. ich habe mal gelesen, die steine, die man den kindern immer aus dem weg räumt, werden irgendwann zur mauer. genauso wie dumme mensches es leichter haben, sie denken nicht drüber nach, sie machen einfach, das erleichtert das leben ungemein. ihr habt sicherlich einen lanen leidensweg hinter euch, christiane hat das ja ziemlich klar, deutlich und dadurch (für mich) bewegend beschrieben. aber das leben mal eben zu ändern, wenn man so alt ist wie ich, nichtstun in "tun" umzuwandeln, das ist eine ziemliche aktion.... die braucht leider zeit und kraft und einsicht
liebe grüsse an alle


Gitti Offline




Beiträge: 314

18.09.2003 10:45
#24 RE: @ ganznette antworten

Hi Ganznette "

Du schreibst:

Zitat
aber das leben mal eben zu ändern, wenn man so alt ist wie ich, nichtstun in "tun" umzuwandeln, das ist eine ziemliche aktion.... die braucht leider zeit und kraft und einsicht



Wäre das nicht eine Herausforderung für Dich?

wieviele sind älter wie du, die den absprung geschafft haben ,am Alter kann es also nicht liegen. Du redest mit wenn, oder, aber, aber nicht ich will.
Helfen kann Dir keiner das mußt Du ganz alleine schaffen.
Grüße von
Gitti


laufchrissi ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2003 10:49
#25 RE: @ ganznette antworten

es gibt tausend Gründe in Deinem Leben nichts zu ändern und nur einen etwas zu ändern: Du hälst es einfach nicht mehr aus.

Liebe ganznette,
wie bist Du eigentlich zu dem Nikkname gekommen. Für mich sehr aufschlußreich!!
Bestrafung für was? Das ist die Frage auf die Du wohl nie eine Antwort bekommen wirst. In meiner Gesprächstherapie ein Thema gewesen. Warum muß ich immer alles kaputt machen? Warum darf es mir nicht gut gehen?
Vielleicht deshalb, weil ich diese Gefühle kenne und damit leben kann. Mit guten Gefühlen zu leben und umzugehen, habe ich nicht gelernt. Von meinen Eltern habe ich mitbekommen:
das Leben ist eine Plage, Du mußt arbeiten, Du darfst Dir nichts gönnen um zu etwas zu kommen, Du bist nichts ohne Leistung und und und und.......
Ich hab gedacht, wenn ich schöne Kleider habe, ein Auto, ein Haus, dann werden mich die Menschen mögen. Nein.. die Menschen mögen mich dadurch nicht. Erst dann, wenn ich mich selbst mag und wenn ich das auch ausstrahle, dann wird ein Schuh draus.
Und ändern kann ich mich in jedem Alter. Ich muß es nur wollen. Da ich aber nicht weiß, was bei solchen Aktionen raus kommt, habe ich Angst davor und verschiebe das Ganze dann lieber auf einen späteren Zeitpunkt oder eben bis....
"Du hälst es einfach nicht mehr aus"


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2003 11:40
#26 RE: @ ganznette antworten

Hallo ganznette,

ist alles schön und gut,was Du da schreibst.Gründe,warum wir alle angefangen haben,gibt es tausende und der Hang zur Selbstzerstörung oder Grenzen austesten wollen gehört sicherlich auch dazu.
ABER darüber kannst Du hinterher philosophieren,wenn Du das Zeug aus dem Körper hast.
Vorher kannst Du eh nicht mehr klar denken.

Also meiner Meiniung nach ist es fünf vor zwölf.


Biene ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2003 12:41
#27 RE: @ ganznette antworten

Hallo ganznette,

musste mich noch einmal an den Rechner setzen,denn Dein Posting mit dem Wein im Bett geht mir nicht aus dem Kopf.
Bei mir kam das so an,als ob Dir die ganze Geschichte mittlerweile wirklich aus den Ohren kommt.
Das Zeug schmeckt gar nicht mehr!Warum tue ich mir das an?
Wie komme ich da nur ohne viel zu zerschlagen wieder raus....und...und ...und.

Also,da ich über Jahre hinweg nach meinen quartalsmässigen Orgien selbst entzogen habe(WAS ICH DIR ABER NICHT RATE,denn es ist schrecklich und ich muss anscheinend eine ganze Herde Schutzengel gehabt haben),kann ich Dir nur erzählen,wie ich mich wieder auf die normale Schiene befördert habe.

Zunächst einmal warte auf keinen Fall darauf,dass sich Dein Arbeitgeber einschalten muss oder Ähnliches.Fang lieber jetzt schon mal an,Dich an nicht-trinkende Zeiten zu erinnern.
Das funktionniert folgendermassen:
Jeder trockene Alkoholiker kann sich noch an die tollen Gefühle der nassen Zeit erinnern.Es war ja nicht immer alles Essig.Daher auch die Rückfälle.
Und genauso funktionniert es anders herum.Schau Dir Deine Fotoalben an,kauf Dir Blumen für die Wohnung,wie schon gesagt,geh raus.
Atme die tolle Luft ein und zeig Deinem Körper und Deiner Seele,wie schön das Leben ohne Alk doch eigendlich ist.Wenn dann Dein verseuchter Körper und Deine verzweifelte Seele die Erinnerung an bessere Zeiten wieder-aktiviert haben,kommt der Lebenswille von ganz allein.
Bei mir war das dann immer der Zeitpunkt gewesen,die Flasche in die Ecke zu stellen und den Teekocher anzuschmeissen.
Dann wollte ich mich nicht länger vergiften,verstecken,abtauchen und vor allen Dingen fand ich dann diese ganzen Lächerlichkeiten,wie Flaschen verstecken und den ganzen anderen Mist mehr als peinlich.

Lass Dich krankschreiben sobald es geht und mach eine Entgiftung (geht ambulant)mit anschliessender Reha (geht auch ambulant).Dort kannst Du dann die Gründe für das Trinken in aller Ruhe aufarbeiten.


tommie Offline




Beiträge: 10.571

18.09.2003 14:02
#28 RE: @ ganznette antworten

Hu hu ganznette ,

ich habe noch einmal einige deiner Posts gelesen und glaube, einen der vielen 'Gründe' gefunden zu haben die dich davon abhalten, mit dem Saufen aufzuhören.
Deshalb eine Frage: ganznette, könnte es sein, daß du gar nicht aufhören möchtest, weil sich die Trockenheit für dich nicht lohnt ?
Denn im Grunde genommen willst du doch gar nicht aufhören, es wäre dir viel lieber, wenn alles so bleiben könnte wie es jetzt ist - oder besser noch: wenn es dir mit noch mehr Alkohol immer besser ginge.

tommie


Irmi Offline



Beiträge: 2

18.09.2003 15:47
#29 RE: @ ganznette antworten

ja ich glaube auch, Ganznette, dass Du nicht wirklich aufhören willst, ich möchte es eigentlich auch nicht oder doch, ich will aufhören ohne etwas dafür tun zu müssen oder auf etwas (Alk/Benebltsein/alles leichter nehmen) zu verzichten, genau wie mit dem Rauchen. Was man hier im Forum liest ist alles sehr gut und helfend gemeint und die Leute, die es geschafft haben, sprechen aus bitterer Erfahrung. Bis vergangenen Sonnabend konnte ich mir auch nicht vorstellen, wie ich je ohne Alk leben soll. Aber nun habe ich große Angst (seit den ersten Seiten besagten Buches) und ich denke, jetzt kann ich es schaffen, jetzt oder nie. Keinen Alkohol im Haus zu haben, habe ich 1000 x versucht, dann bin ich doch abends zur Tankstelle gerannt. Nun habe ich 2 Flaschen Wein zu Hause und jede Menge Kirschsaft, so versuche ich, Kollaps o. ä . durch abrupten Entzug zu vermeiden, also auszuschleichen. Und was soll ich sagen, ich kann es selbst nicht glauben: Abends ab 19 Uhr trinke ich wie schon gesagt ¼ einer 0,75iger Flasche Wein in drei Portionen gemischt, aber schluckweise, dabei lese ich das Buch; 22:30 Uhr sind die alle und ich geh ins Bett. Lesen ist wirklich sehr gut zur Ablenkung, an den PC gehe ich nicht (PC-Spiele), das verbindet sich auch mit Alk.
Na lange Rede kurzer Sinn, mir ist es überhaupt nicht schwergefallen, ich hätte auch nur Kirschsaft trinken können. Nächste Woche halbiere ich das Ganze und dann ist ganz finito. Mir fehlt nichts und ich komme morgens leichter aus den Federn (5:30 Uhr). Ich weiß, von außen ist da nichts zu machen, da können die Leute reden was sie wollen.
Vielleicht schreckt Dich das Buch ja auch so ab wie mich, einen Versuch ist es allemal wert.
Herzlichen Gruß von


Ganznette Offline



Beiträge: 180

22.09.2003 08:02
#30 RE: @ ganznette antworten

hallo ihr lieben!
zuerst das unwichtigste: der nickname:-) an dem tag, als ich mich hier angemeldet habe, meinte einer meiner azubis zu einem anderen: die ist zwar echt manchmal schwierig und arrogant, aber wenns drauf ankommt, ist sie doch "ganz nett".
eure postings stimmen natürlich, biene cristiane und tommi. dass weiss ich auch. und ich habe das buch von der bea hellmann übrigens samstag angefangen zu lesen, es nicht mehr weglegen können. kurzum, 440 seiten gelesen. klr, dass ich am samstag zu nichts gekommen bin! aber egal, ist ein unglaublich packendes buch. und die gedanken eines alkoholikers sind schon ziemlich ähnlich.... ich kann nur jedem empfehlen, es zu lesen, allein wie sie die zeit "danach" beschreibt, die kennt ihr ja alle. die bea hellmann hat nur einen riesen vorteil... sie muss nicht arbeiten und tut es auch nicht. die beschreibung der betty ford klinkik fand ich auch super-interessant. das ist ja ein richtiger horror. und das passt wieder zu den amerikanern, aber nicht zu europäern, glaube ich. ergo, vielen dank für den tip, dieses buch zu kaufen.


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