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Saufnix
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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 421 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
Gast ( gelöscht )
Beiträge:

15.03.2003 20:14
RE: Kann ich helfen? antworten

Hallo Leute!
Von mir kann ich behaupten, dass ich nicht alkoholabhängig bin, aber ein Freund von mir ist es. Ich häng jetzt schon stundenlang beim Internet und versuche mich über Alkoholismus zu informieren. Mein Freund sagt im Rausch, dass er Alkoholiker ist. Dann sagt er wieder, er kann damit umgehen... Ich hab jetzt einiges im Net gelesen und bin mir ziemlich sicher, dass er krank ist. Ich habe selber Angst davor ihm zu sagen was ich denke, weil er mir vielleicht nicht mehr vertraut oder weil er gar nix sagt drauf oder ganz abweisend reagiert. Wir kennen uns noch nicht lange, doch ist er ein sehr lieber Mensch und ich möchte etwas für ihn tun.
Ich weiß nicht, ob seine Charakterzüge oder Stimmungszustände nur von Alkohol kommen oder nicht. Kann eine Person komplett durch Alkohol verändert werden???
Ich hab bemerkt, dass sein Herz ziemlich schnell schlägt auch wenn er schläft. Kommt das auch vom trinken???
Gehört wenig bis gar nix essen zu Alkoholismus?
Was denkt ihr soll ich machen? Wie soll ich mit ihm umgehen und wie kann ich ihm helfen?
Am Anfang hab ich darunter gelitten, dass er trinkt; jetzt hab ich ein bischen Abstand gewonnen und laß mich auf keinen Fall runterziehen, aber traurig macht es mich allemal, wenn ich nicht weiß was ich tun soll?
Ich wäre euch voll dankbar, wenn ihr mir antworten würdet. Danke,schon jetzt!!!Ich kenn sonst niemand mit dem ich darüber reden kann.
Alles LiebeUnterstrichen


miezekatz Offline




Beiträge: 731

15.03.2003 20:41
#2 RE: Kann ich helfen? antworten

Lieber unbekannter Gast,

du kannst dich hier im Forum unter der Rubrik "Ko-Abhängigkeit/Angehörige von Abhängigen" etwas schlau machen. Denn es ist immer wieder dasselbe.

DU kannst am Alkoholismus bzw. wahrscheinlichen Alkoholismus deines Freundes nichts ändern. Das muss er selbst tun. Du kannst dich für dich selbst informieren, damit du weisst, mit welcher Krankheit du konfrontiert bist. Ja, dass es eine Krankheit ist und keine "dumme Angewohnheit", die der Betroffene einfach so aufgeben kann. Du kannst ihn durch Nichthilfe dabei unterstützen.

Die von dir angeführten Symptome wie z.B. das sich nicht richtig ernähren, die charakterliche Veränderung sind Zeichen einer Alkoholkrankheit.

Dass dich dieser Zustand des Freundes herunterziehen kann, das hast du ja schon gemerkt, wenn du sagst, dass du das nicht für dich möchtest.

In Selbsthilfegruppen für Freunde und Angehörige findest du Rat und Hilfe. Aber nur für DICH. Vielleicht zeigt sich dein Freund einsichtig, wenn du ihm erklärst, dass er krank ist und dass er konstruktiv etwas gegen diese Erkrankung tun kann. Was genau, das erfährt er auch durch Selbsthilfegruppen, Suchtberatungsstellen. Er kann sich von so vielen Stellen Hilfe holen, wenn er nur will.

Tommie hat hier ins Forum die "Broschüren zu Alkoholproblemen" gestellt unter

www.alkoholikerforum.de/allesklar/

Auch darin findest du viele nützliche Tipps.


Ich wünsche dir alles Gute!


Softeis Offline




Beiträge: 624

15.03.2003 20:47
#3 RE: Kann ich helfen? antworten

Hiho Gast,

will was zu dem "Herz schneller schlagen im Schlaf" sagen.
genau das hat mir auch mal jemand gesagt als ich noch
gesoffen habe.
Ich weiß aber nicht ob das mit dem Alkohol zusammenhängt,
bin kein Arzt und die, die das damals gesagt hat hört mein
Herz schon lange nicht mehr im Schlaf ab.
Vorstellen könnt ichs mir...

Was Du machen kannst kann ich ned sagen weil ich mich in
Deine Lage nicht hineinversetzen kann.
Bei mir wars so das mir des wurscht war was "die" gesagt
hat, im Zweifelsfall war ich für den Alkohol.

Bestimmt antworten noch andere die mehr über "Co-Alki"
wissen.

cu

ps.: Ups, Miezekatz war schneller

[f1][ Editiert am: 15-03-2003 20:50 ][/f][f1][ Editiert am: 15-03-2003 20:50 ][/f]


Sualk Offline




Beiträge: 25

16.03.2003 08:22
#4 RE: Kann ich helfen? antworten

Lieber Gast.
Besuch doch die Seite, http://www.eles-strohhalm.de . Diese beschäftigt sich speziell mit dem Thema Co-Alkoholismus und du wirst dort sicherlich einige Antworten finden.
Bis gleich
Klaus (mehrfachabhängig und zufrieden abstinent)


Zitrin Offline




Beiträge: 308

16.03.2003 11:21
#5 RE: Kann ich helfen? antworten

Sälü Gast,

Helfenwollen kann bei dieser Krankheit verheerend sein!

Vorallem wenn Liebe mit im Spiel ist.

Die Gefahr, dass wir Co- abhängig werden ist gross.

Ich bin krank weil ich helfen wollte.

Co-Abhängige sind Suchtverlängerer!


Aber niemand hat das Recht einem anderen Menschen zu sagen wie er zu leben hat.
In unserer Gesellschaft üben aber gerade mütterliche Frauen diese Rolle.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass das Leben in dieser Rolle schuld daran ist, dass so viele co-abhänig werden.

Sprich Deinen Freund auf Deine Wahrnehmung an, aber übe Dich nicht in lieber Freund sein, beim Alkoholkranken. Beschützen, Helfen, Entlasten, Kontrollieren,Erwartungen aufstellen...
Dein Freund muss selber wissen dass er ein Problem mit dem Alkohol hat und sich selber Hilfe suchen, alles andere ist wahrscheinlich zum Scheitern verurteilt.
(meine Erfahrung)

(Ich habe eine Adresse unterm Kopfkissen, die meine Sucht heilen könnte, organisiert ist meine Hilfe, aber den Mut sie zu nutzen braucht meine Entscheidung!)

Der Moment wird kommen!

Der Alkoholiker hat dasselbe Recht!

Schau gut zu Dir,
fühle mit,
aber bitte bitte leide nicht mit,
sonst bist Du:

IN DER SUCHT GEBRAUCHT ZU WERDEN gefangen!

Eine Angehörige
Zitrin


Gast ( gelöscht )
Beiträge:

17.03.2003 16:58
#6 RE: Kann ich helfen? antworten

Hallo!
Hier bin ich wieder. Ein großes DANKE! an euch. Ihr gebt mir Kraft mich fern zu halten und nicht "Müllkippe" für meinen Freund zu werden. Ich weiß ja, daß das nur er selbst kapieren muß, doch bin ich froh, wenn mir das auch andere sagen. So krieg ich echt Kraft.
Alles Liebe!


Zitrin Offline




Beiträge: 308

18.03.2003 11:45
#7 RE: Kann ich helfen? antworten

Lieber unbekannte Gast,

in Spiegeln erkennen wir uns selbst.

Ich bräuchte tausend Spiegel um meine vielen Gesichter erkennen zu können, und finde doch stets immer nur eine Maske statt mich selbst.

Gegenseitig können wir uns helfen.


Ich möchte stets zu grosse Schritte organisieren.

Langsam merke ich, dass sogar Scheitern wichtig ist. Ich kann endlich erfahren, dass weniger oft mehr ist!
Dass es ein Fortschritt ist, wenn nur 1 Maske fällt!

Viel Kraft und Ausdauer
wünscht
Zitrin


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