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Saufnix
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Dieses Thema hat 65 Antworten
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 Akute Hilfe
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Alienseek ( gelöscht )
Beiträge:

11.02.2003 22:22
#61 RE: angst antworten

Hallo Sakini, und ein Gruß in die Runde an alle !

Finde Klasse, daß Du mit "Beidem" gleichzeitig aufhörst !
Ich finde es logisch und sinnvoll, auch wenn die nachvollziehbare Reaktion vieler Leute lautet:"Nimmst du dir da nicht etwas viel vor ??"

Ich glaube NEIN.

Habe vor 3 Wochen mit rauchen,saufen UND kiffen aufgehört, für mich die einzige Möglichkeit !

Halte durch, und solange man nicht auf Partys muß, finde ich es auch nicht schlimm, im Gegenteil, aber Partys machen mir im.M. keinen Spaß :-(

Grüße Alienseek


karotte Offline



Beiträge: 141

12.02.2003 08:41
#62 RE: angst antworten

Moin Reiner,

gerne möchte ich mich an den Gesprächen beteiligen und ich finde dieses Forum total klasse.

Jetzt zu Deiner Frage:

Um ein wenig auszuholen ... Vor ca. 3 Jahren hatte ich einen körperlichen Zusammenbruch und auf gutes Zureden meiner Freundin bin ich mit ihr zu meinem Hausarzt gegangen. Ich sage Dir, es war ein echt harter Weg, weil er mich ja nur mit anderen kleineren Wehwehchen kannte.
Aber ich habe diesen Weg nie bereut.

Mein Hausarzt hat mir gleich eine Überweisung ins Krankenhaus ausgeschrieben.
Nun musste ich mich 14 Tage lang Tag täglich dort melden.
Dann waren 3 Wochen Entzug angesagt, alles lief gut ...
man/frau ist dort ja auch unter einer Art "Käseglocke" (wohl behütet), nur die Wochenende Zuhause zu verbringen und das nüchtern, war schon schwierig oder besser gesagt eine Art Herausforderung.

Anschließend (ca. 2 Monate später) habe ich mit der Basis-Therapiegruppe (2 Monate) angefangen und bin dann gleich rüber in die Therapiegruppe. Es war eine Gruppe mit Betroffenen und 2 Therapeuten.

1 1/2 Jahre deshalb, weil ich in dieser Zeit 2 Rückfälle hatte und ich mich nicht stark genug gefühlt hatte, nur 1/2 bis 1 Jahr daran teilzunehmen.

Ich war froh, das das mit der Therapie doch so zügig ging.

Jetzt liegt meine Therapie schon 1 Jahr zurück und denke hin und wieder noch daran, weil mir die Gruppe ein wenig mein Selbstvertrauen eingeräumt/geschenkt hat.

So, das dazu ... ich werde hier öfters reinschauen und freue mich auf nette Gespräche.

Ich wünsche Dir einen schönen Tag ... wie auch den anderen Forumlingen ... *grins*

lieben Gruß Karotte


karotte Offline



Beiträge: 141

12.02.2003 08:55
#63 RE: angst antworten

Ach übringens Reiner ... das Karöttchen ist ja putzig
*freu*

Gruß Karotte


Vanillekipferl ( gelöscht )
Beiträge:

12.02.2003 11:35
#64 RE: angst antworten

Hallo Mietzekatz,

du hast recht, das ist wirklich nicht so einfach. Ich merke, dass ich, auch privat, immer wieder in diese Falle tappe, jemand anderem erklären zu wollen, was ich weiß,
unbedingt klar machen zu wollen, wie ich was meine, auf Biegen und Brechen um Verständnis zu werben, ständig in Erklärungsnot zu sein und doch so oft das Gefühl zu haben, dass es wieder mal nicht richtig rübergekommen ist, und so langsam in Frust zu geraten, weils nicht klappt.
Und warum...? Da steckt wohl noch der Alkohliker in mir, der von allen verstanden werden will, von allen angenommen werden will, von allen akzeptiert werden will, von allen für kompetent gehalten werden will.... in diese Falle tappe ich noch. (eigentlich jetzt schon wieder, erklär, erklär, laber laber)
So funktioniert das aber nicht, das weiß ich ja eigentlich. Und trotzdem..........
Nun, ich denke ich bin ja nicht am Ende, (nicht mehr) sondern am Anfang....

Liebe Mitzekatz, ich sag dir für deine Rückmeldung vielen Dank. Du weißt gar nicht, wie sehr du mir geholfen hast !!!


Vanillekipferl ( gelöscht )
Beiträge:

12.02.2003 11:47
#65 RE: angst antworten

Hallo Reiner,

es stimmt schon, du hilfst,
das ist wohl das Wichtigste.
Es kommt jetzt auch kein ABER...,
das ist auch nicht ironisch gemeint.
Nix für ungut.


patrick der 2te ( gelöscht )
Beiträge:

17.02.2003 17:49
#66 RE: angst antworten

Hallo an alle!
Wie ich bei der Anmeldung bemerkt habe, gibt´s hier schon nen Patrick, deshalb mein etwas aristokratisch anmutendes "der 2te".
Ansonsten bin ich ein ganz Normaler 23jähriger ;-)
Naja, eigentlich bin ich nur in diesem Board gelandet, weil die Überschrift "Angst" das ist, was mich an dem ganzen Entzug doch am meisten beschäftigt /zermürbt.

Mein Neurologe hatte Anfangs weder durch einfache Bluttests noch durch sonstige Untersuchungen Hinweise auf Alkoholismus.
Ich bin damals wegen Unruhe, Herzrasen und diffusen Ängsten (kennen vielleicht einige) dort eigetrudelt.
An Alkoholismus habe ich selbst nicht glauben wollen, weil ich vielleicht 5-6 Bier in der Woche getrunken hab.
Auf die Frage hin, ob es denn ein Problem für mich sei, mal zwei Wochen nix zu trinken, habe ich "Quatsch" geantwortet, und es dann auch gelassen.

Ich habe also meinen Entzug ambulant gemacht, und das ohne zu wissen, ob ich nun Alkoholiker bin. Ich hatte somit auch zwei Wochen lang keine Medikamente gegen die Entzugserscheinungen.

Die Angstzustände wurden so unerträglich, dass ich gedacht habe, ich werde verrückt. Wusste ja nicht genau, woher sie kommen.
Nach zwei Wochen (bei meinem nächsten Termin) wurde mir dann Doxepin verschrieben, was eher schlecht als recht geholfen hat.

Jedenfalls wurde es besser, obwohl die Angst immer noch ständig zu spüren war, dazu Schwindel, extreme Geräuschempfindlichkeit und vor allem unglaubliche Konzentrationsstörungen.
Letzteres war besonders schlimm, weil ich zu dieser Zeit im ersten Semester Jura in einer neuen Stadt studiert hab. (Ich merke gerade, dass ich ziemlich weit ausholen müsste, um alle Umstände zu erklären, sorry...)

Nach ungefähr einem Monat habe ich aus Versehen Tiramisu gegessen. Erst nach einer Woche kam dann die Angst mit einer unglaublichen Wucht zurück.
Das Ganze (Alk im Essen -> Entzug -> Angstzustände) passierte dann nach zwei Monaten noch mal.

Mittlerweile bin ich seit einem 3/4 Jahr trocken, nehme auch keine Medis mehr, die ständige Angst ist weg, aber ich habe immer noch hypersensibilisierte Ohren und schlimmen Schwindel, manchmal Herzklopfen.

Was mich vor allem beschäftigt, ist, dass meine intellektuellen Fähigkeiten irgendwie immer noch beeinträchtigt sind.
Kennt das jemand von Euch, dass sich die ganze Sache so lange hinzieht? Irgendwie denke ich manchmal, es bleibt so, wie es jetzt ist. Und das wäre, auch im Hinblick auf meinen späteren Job, alles andere als toll.
Ist das noch im Bereich des Möglichen, dass die Spannungszustände so lange bestehen?
Freue mich ehrlich über jede Antwort.
P.S. Bin übrigens kein Schlipsträger, trotz Jura ;-)


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