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Saufnix
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Dieses Thema hat 70 Antworten
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 Akute Hilfe
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Miezekatz Offline




Beiträge: 731

22.12.2002 22:26
#31 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Leute!

Also ich finde schon, dass ihr den Gitarristen arg in die Mangel genommen habt. Jeden Satz von ihm habt ihr nochmals unter die Lupe genommen, ihn interpretiert und zerhackt.

Ich habe ganz gut verstanden, schon beim ersten Beitrag, warum er hier ist. Er ist in einem Job, der ihn auffrisst, und kompensiert den Druck, den er hat, mit zu viel Alkohol und er hat gemerkt, dass ihm das jetzt aus den Fingern gleitet. Es, also das Trinken, ist für ihn nicht mehr 100%ig kontrollierbar geworden. Da hat er im Internet gesucht und ist auf dieses Forum aufmerksam geworden. Er hat sich die posts stillschweigend eine zeitlang durchgelesen und - oh schreck - er hat viele Parallelen zu seinem eigenen Verhalten ziehen "müssen". Und das hat ihn veranlasst, selbst zu posten. Das ist doch eigentlich ganz einfach zu verstehen. Und nun wird er hier schwer durch den Fleischwolf gedreht!!

Wenn die Leute bei AA das bei mir während meiner ersten Gruppenbesuche gemacht hätten, wäre ich da nie wieder hingegangen!!!!

Ich hoffe, dass der Gitarrist sich wieder einstimmt und weiter am Ball bleibt. Gut ist, dass er sich zunächst mal mit Musik beschäftigt, damit kann man sich abreagieren.

Vergesst nicht, er ist einer von uns und er will etwas unternehmen, er hat halt seine Richtung noch nicht gefunden, wie auch - so schnell.

Lasst uns Kraft, Erfahrung und Hoffnung teilen!! Es ist vollkommen wurscht, wo wir herkommen, welchen Hintergrund wir beruflich, bildungsmäßig, privat, haben. Barfuss oder Lackschuh... vollkommen egal. Es ist bei jedem die gleiche Krankheit.


Reiner Offline




Beiträge: 1.036

22.12.2002 23:27
#32 RE: So langsam gehts bergab antworten

@Mieze

Das lass ich nicht so stehen Mieze!!!!

Zitat
Also ich finde schon, dass ihr den Gitarristen arg in die Mangel genommen habt. Jeden Satz von ihm habt ihr nochmals unter die Lupe genommen, ihn interpretiert und zerhackt.



Finde ich überhaupt nicht!!!
Jeder von uns hat nur SEINE EIGENE MEINUNG zu den Post’s des Gittaristen geschrieben.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn ich Dir sage das „Alkoholismus“ eine heimtückische Krankheit ist, deren Verlauf sehr oft tödlich endet sage ich Dir doch bestimmt nix Neues.
Oder?
Ja und das man gegen solch eine Krankheit nicht mit Ausreden, Halbwahrheiten und zögerlichen Verhalten gewinnen kann ist UNS doch wohl auch klar.
Oder?
Nun frag ich Dich wie wir sonst auf so ein Posting reagieren sollen?
Wenn nicht mit der schonungslosen und knallharten Realität!!!
Vielleicht gestattest Du mir dieses Mal zu sagen das es Frau vielleicht nicht checkt wenn ein Man dem andern die Wahrheit sagt.

So long Reiner


ameise Offline




Beiträge: 1.110

23.12.2002 06:56
#33 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo, ihr alle,

eigentlich wollte ich nur mal kurz reinschauen und lesen, muß jetzt aber doch mal ein Post abgeben und Miezekatz zustimmen.
Man gewinnt keine anderen Menschen, in dem man ihre ersten Versuche, über ihr Problem zu reden, mit altklugen Weisheiten zum Schweigen bringt.
Sicher haben Reiner und Tommi im Kern Recht - aber sie sind ja auch bei weitem reflektierter als jemand, der in einem relativ frühen, unausgereiften Stadium der Selbsterkenntnis hier einen ersten Schritt wagt.
Mir gefällt die spontane unbedarfte Ehrlichkeit vom Gitarristen, und er ist doch am Anfang eines guten Weges, wenn er weiter an sich arbeitet.
Wie heißt es so schön: Immer in KLEINEN Schritten.
Auch mein Weg, nichts mehr zu trinken begann mal in so einer Phase, die auch schon mindestens drei Jahre zurückliegt.
Von dieser Phase an hat es halt nochmal zweidreiviertel Jahre gedauert bis ich soweit war, mit dem Trinken ganz aufzuhören.
Ich wußte damals schon, daß an meinem Trinkverhalten etwas nicht stimmt. Hätte mich aber damals jemand mit Argumenten totgeschlagen, - ich denke, ich hätte zum Trotz weitergemacht, weil ich erst selbst zu dieser Erkenntnis kommen muß, bevor es "klick" macht.
Da können sich andere den Mund fusselig reden.
Mein Rat an den Gitarristen: Hör weiter in Dich selbst hinein, öffne Dich Deiner Frau mit all Deinen Ängsten, lies regelmäßig die Beiträge in diesem Forum, kurz: bleib am Ball, und entscheide selbst, ob Du in eine Gruppe gehst, ob Du erstmal noch so weitermachst (?), - aber wenn Du erstmal an diesem Punkt bist, wo Du jetzt bist, wirst Du immer wieder an diesen Punkt kommen -.
Vor allem gib Dir Zeit - Du mußt nicht von jetzt auf gestern eine Entscheidung treffen.
Vielleicht mag mein Beitrag nicht so klug klingen - vielleicht liege ich völlig falsch - ich habe die Weisheit nicht gepachtet - aber ich schreibe hier einfach von Mensch zu Mensch mit den Worten und Gedanken, die ich habe.
So, mag sein, daß meine Zeilen nicht so gut ankommen, aber ich fange ja auch gerade erst wieder an, dort zu sprechen - wo ich früher lieber getrunken habe.

Viele liebe Grüße
Helena


hannah ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2002 07:41
#34 RE: So langsam gehts bergab antworten

hallo, du gitarrist:
bei den Selbsthilfegruppen von AA reicht der wunsch, mit dem trinken von alkohol aufhören zu wollen, um dort willkommen zu sein, dort wird man nicht rausgeschmissen, ausgeschlossen, wenn das nicht gleich so klappt, stimmt`s,liebe mieze? - es ist trotzdem nicht so leicht, dorthin zu gehen, weil man sich damit eingesteht, daß man 1. ein alkoholproblem hat und 2. hilfe braucht, weil man es allein nicht schafft, dieses problem zu lösen


Miezekatz Offline




Beiträge: 731

23.12.2002 10:10
#35 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Reiner,

nein, ich check das in der Tat nicht, wie ein Mann dem anderen die Wahrheit sagt. Ich verstehe auch nicht, warum das bei Männern anders sein soll als bei Frauen. Brauchen Männer eine härtere Tonart als Frauen? Ich glaube nicht. Wenigstens nicht alle. Ich habe bei AA sehr sensible Menschen kennengelernt, Frauen UND Männer. Und die hätte ein harter Ton umgehauen. Eingeschlossen mich selbst. Was soll das mit der "schonungslosen Wahrheit", wenn ein Mensch sich meldet, der nicht recht weiss wo er steht, der nur erkannt hat, dass er nicht richtig steht. Natürlich ist Alkoholismus eine tödlich verlaufende Krankheit. Aber lass doch den Gitarristen erst mal herausfinden, ob er überhaupt Alkoholiker ist! Er befindet sich in einem Anfangstadium der Erkenntnis - sozusagen, wo eine Sensibiltät im Umgang mit ihm auf jedenfall angebracht ist.
Das ist meine Meinung. Wenn du deine kund tust, darf ich meine ja auch wohl sagen, oder?


felidaela Offline




Beiträge: 796

23.12.2002 14:47
#36 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hi Gitarrist,

sorry, so ist das mit dem Schreiben, der Ton geht nicht mit keine Mimik, Gestik - nichts. Missverständnisse scheinen vorprogrammiert zu sein.

Ich wollte Dir mit meiner Frage weiterhelfen, in die, meines Erachtens nach, "richtige" Richtung zu denken (ist aber anmaßend gewesen). Du suchst Hilfe - ich wollte helfen.

Bei mir hat es 8 Jahre gedauert, vom Gedanken, dass was nicht stimmt, bis heute. Und manche Minute wäre es mir lieber, nicht "aufgewacht" zu sein. Ich fühle mich schutzlos und weiß aber nun, dass mich meine Süchte NICHT mehr beschützen können. Ist auch keine so tolle Situation.

Alles Gute, Dir.


tommie Offline




Beiträge: 10.570

23.12.2002 16:08
#37 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo ,

es liegt / lag mir fern jemanden " in die Mangel zu nehmen " oder gar vorzeitig als Alkoholiker zu bezeichnen. Ich schreibe nur ehrlich meine Meinung. Und ich bleibe bei selbiger: schade um jeden Tag, den Gitarrist so weitermachen will / möchte. Was er wann und wie gegen seinen " problematischen " Umgang mit Alkohol unternehmen will / möchte / kann, bleibst selbstverständlich ganz allein ihm selbst überlassen. Ich möchte meinen Beitrag so verstehen, daß ich seine jetztige Vorgehensweise nur allzu gut selbst kenne: auch ich wußte um mein Problem, andere ebenso; 2 Jahre geschah nichts halbes und nichts ganzes. Zurückblickend sehe ich diesen Zeitraum als " halb verlorene Zeit " an.

Sorry, so ist nun einmal meine Meinung. Ein " Erkennen " eines Problems ist ja eine tolle Sache, aber sich dann damit zufrieden zu geben " ..ich habe das Problem erkannt, na prima..." , das kann es auch nicht sein.

Dennoch wäre es hilfreich, wenn Gitarrist einigermaßen klar schreiben würde was er sich so vorstellt: einfach nur wieder " gesellschaftlich anerkannt " trinken, vorübergehend nichts trinken, einfach nichts mehr trinken, professionell unterstützt trocken werden ? Was denn nun ?

Auch die Frage des Selbstbetrugs sollte nicht außer Acht gelassen werden. Gitarrist, hast du schon einmal (ganz bewußt) 4 Wochen keinen Alkohol mehr getrunken (KH-Aufenthalt etc. ausgenommen, also bei " normaler Belastung ") ? Falls ja, ließ das Bedürfnis nach Alkohol schnell nach ? Kam nach diesem Zeitraum schnell wieder ein Drang Alkohol zu trinken ? usw.

Solche Dinge zu wissen wäre hilfreich. Für dich.

tommie


Lissy ( gelöscht )
Beiträge:

24.12.2002 20:01
#38 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Gitarrist,

falls Du noch nicht ganz erschlagen bist, von all den wohlmeinenden Antowrten, möchte ich auch gerne noch etwas hinzufügen.

Ich bin Angehörige eines Alkoholikers, deshalb habe ich besonders interessiert die Zeilen gelesen, in denen Du von Deinem Verhältnis zu Deiner Frau schreibst.

Ich denke, was Du da so schreibst mag zwar vielen ziehmlich wirr vorkommen, aber für mich ist das schon ein recht rundes Bild. Ich erkenne unsere Situation in Vielem wieder, wenn eben auch von der Angehörigen-Sicht aus.

Du hast ein Grundproblem mit Sreß, versuchst das zu kompensieren mit Alkohol, hast dadurch Streß mit Deiner Frau, versuchst das zu kompensieren mit ganz besonders viel Gutem Willen, alles recht zu machen, das ist recht Arbeitsaufwendig, folglich mehr Streß...usw.

Ich habe das bei meinem Freund beobachtet, der ganz ähnliche Gründe gefunden hat zum Saufen.
(Entweder, wenn er sehr gestreßt war, oder wenn er sehr euphorisch war und Grund zur Freude hatte)

Er hat sich auch die meiste Zeit bemüht, alles ok. zu machen und nach Außen komplett zu funktionieren.
Da ja Saufen ein Zeitaufwendiger Sport ist (Es ist ja nicht nur die Zeit des Saufens kaputt, sondern auch die Zeit danach, bis der Kopf wieder klar ist!), ist es für Ihn oft zum Streß ausgeartet, die ganz normalen Alltagsdinge auf die Reihe zu bringen.

Für mich als Partnerin war das oft sehr nervig anzuschauen.
Bevor wir uns eingestanden haben, daß da ein tatsächlichesm konkretes Problem (halt einfach eine Krankheit) vorliegt, war ich einfach nur davon genervt von der Unregelmäßigkeit und Inkonsequenz, mit der er die Dinge anging.
Mal sehr bemüht und dann wieder sch..egal, hauptsache Dicht.

Ich weiß heute, daß ich als Angehörige mich völlig falsch verhalten habe mit ständiger Nörgelei.

Sicher war ich auch genau das, was Du an meinst, wenn Du schreibst
----------------------------------
wobei ich meine Frau in den letzten Jahren als zunehmend fordernd empfinde
----------------------------------

Heute sieht die Welt schon wesentlich besser aus:
1. mein Partner ist seit 1,5 Jahren trocken
2. Er ist in eine Motivationsgruppe der Psychosozialen Beratungsstelle gegangen (8 x 2 Stunden)
3. Ich bin in eine Angehörigengruppe gegangen (6 x 2 Stunden)
4. Wir besuchen recht unregelmäßig (er häufiger) eine Selbsthilfegruppe
5. Wir sind zu einem Paartherapeuten gegangen
6. Wir haben eingesehen, daß wir gemeinsam in der Scheiße stecken und uns gegenseitige Vorwürfe gar nichts bringen
7. Wir reden wieder meiteinander
8. Ich kann ihn wieder komplett ernst nehmen, habe wieder Vertrauen in ihn und bin deshalb (hoffe ich doch) nicht mehr so fordernd
9. Ich versuche immer wieder, zu verstehen, was Co-Abhöngigkeit bedeutet, und daß diese Falle überall lauert (z.B. auch wenn mein Chef mir einreden will, daß die Firma kaputt geht, wenn ich nicht auf meinen Urlaub verzichte)

Ich möchte Dir einfach sagen, es lohnt sich, die Dinge in den Griff zu bekommen, bevor alles am A... ist, Deine Gesundheit, Deine Partnerschaft.

Für Dich wird der Verlust (auf Alk zu verzichten) erst mal sehr hart sein.
Aber ich möchte doch behaupten, daß auch ein ganz schöner Gewinn dabei herausschaut. Es gibt Kraft, sich so intensiv mit sich selbst und mit der Partnerschaft auseinander zu setzen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deiner Frau
Alles Gute und viel Kraft, Lissy


Softeis Offline




Beiträge: 624

24.12.2002 21:42
#39 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Lissy,

-2. Er ist in eine Motivationsgruppe der Psychosozialen Beratungsstelle gegangen (8 x 2 Stunden)
-3. Ich bin in eine Angehörigengruppe gegangen (6 x 2 Stunden)
-4. Wir besuchen recht unregelmäßig (er häufiger) eine Selbsthilfegruppe
-5. Wir sind zu einem Paartherapeuten gegangen
-6. Wir haben eingesehen, daß wir gemeinsam in der Scheiße stecken und uns gegenseitige Vorwürfe gar nichts bringen
-7. Wir reden wieder meiteinander
-8. Ich kann ihn wieder komplett ernst nehmen, habe wieder Vertrauen in ihn und bin deshalb (hoffe ich doch) nicht mehr so fordernd.


...Wenn ich das so lese überkommt mich ein wohliger Schauer
über den Rücken.
Das was ihr da habt muß wohl Liebe sein... son komisches
Dingens was niemand so recht kapiert.

Weihnachtliche Grüße

(Softeis Weihnachtlich sentimental angehaucht ...)

cu


Lissy ( gelöscht )
Beiträge:

24.12.2002 23:16
#40 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Softeis,

das is gar nicht so schwer :-)

Nach nur 13 Jahren Streit und mach und tue scheint´s momentan, als hätten wir den Dreh jetzt raus (Klopf auf Holz, Klopf auf Holz, Klopf auf Holz).

Und das verdanken wir nicht zuletzt auch dem Alk-Problem.
Das hat uns gezwungen, unsere Kommunikation noch mal ganz neu zu überdenken.

Und wir setzen inzwischen die Priorität, daß unsere Partnerschaft mehr wert ist, als so Lappalien, wie Arbeit, Geld, die Meinung unserer Umwelt u.s.w

(Z.B. nehmen wir uns die Freiheit, heute am Heiligabend, dem Fest der Liebe, ganz unromantisch jeder für sich am Computer zu versumpfen. Das fänden viele Leute wahrscheinlich etwas seltsam... )

In diesem Sinne,
Ich wünsch auch Dir besinnliche Weihnachten vor oder hinter oder unter oder ohne dem computer
Gruß, lissy


Gitarrist Offline



Beiträge: 28

27.12.2002 20:21
#41 RE: So langsam gehts bergab antworten

Ho ho ho,

wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest gehabt zu haben.

Ich schreib Euch nochmal gleich in einer längeren Post ...

kann nur sagen, dass ich überwältigt bin von den vielen Nachrichten. Und dass ich mich hier gehört fühle.

Ich denke immer daran, dass hinter jeder Post ein Mensch mit seiner eigenen Erfahrung steht ... und dass sich jeder unheimlich viel Mühe gibt. Für mich. Dafür noch mal ein tiefes "Danke".

Also, ich wünsche jedem von Euch, dass Ihr auf dem von eingeschlagenen Weg konsequent und glücklich seid. Auch, wenn das bei mir noch offen ist.

Der Gitarrist

PS: Nochmal ein lieber Gruss an alle ... die tags schiessen meinen Rechner echt ab:

:-))))


Gitarrist Offline



Beiträge: 28

04.01.2003 01:11
#42 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo tommie,

danke Dir fürs reply erstmal. Jetzt pfluecke ich ein bissl. ;-)

Du erscheinst mir in deinem Denken und Handeln wenig konsequent:

Kann ich in der Tat unterschreiben. Kann sowohl Ursache als auch Auswirkung meines Alkprobs sein.


Dieses " sich um das Thema herumwinden " kenne ich nur zu gut. Dein - für dich vielleicht - " bestes Argument " Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass bei einer (nicht-virtuellen) Selbsthilfegruppe schon so etwas wie ein Gruppenzwang da ist ? ist noch so eine Ausrede

Gut, kann sein, dass ich Ausreden verwende. Ich bin trotzdem gerne hier.

Daß du diverse " Sauffallen " jetzt schon so gut kennst nutzt dir wenig.

Nö. Stimmt nicht. Klar muss etwas passieren, doch das Erkennen ist doch auch wichtig.

Und natürlich gilt aus meiner Sicht immer noch: DU mußt den Willen und den Mumm dazu haben nicht mehr zu saufen. DU ganz alleine. Dein Einwurf "... meine Frau..." ..."...beruflicher Stress..." zielt nur auf eines hinaus: "die anderen sind doch schuld ". Sind sie aber nicht, denn ganz alleine DU bist für dein Handeln verantwortlich.

ja/nein. Ich meine einfach, ich muss auf der ganzen Linie etwas tun. dazu gehört *auch* der alkohol.

Im großen und ganzen führst du fast alle Ausredenklischees auf, die man sich im ersten Augenblick so vorstellen kann.

Naja Tommie, ich bin da anderer Meinung. Ich weiss, dass es Klischees gibt, na gut.

Erstmal Danke Tommie,

Gitarrist


Gitarrist Offline



Beiträge: 28

04.01.2003 01:15
#43 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hab vergessen,

Tommie,
ein frohes, weiterhin zufriedenes Jahr 2003 wünsche ich Dir.

Gitarrist

PS: Und vielen Dank für Deinen Fleiß und Deine Arbeit hier ... echt klasse.


Gitarrist Offline



Beiträge: 28

04.01.2003 01:34
#44 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo liebe Miezekatze,

danke für Dein Posting. ....hmm. ... habe tatsächlich ein bischen ob des *wohlgemeinten* analysierens mir überlegt: Ganz schön offener Ton ... na ja ... komme wg. des Tonfalls, den ich beruflich kenne, damit schon klar. Ob das nun männlich oder weiblich ist ... wer kann das sagen? Ich glaube, es gibt Männer, die eher soft sind, und Frauen, die nur Zahlen im Kopf haben ... Quintessenz: Ich denke, wenn wir uns in diesem Forum sprechen, dann ist es egal, ob Mann oder Frau.

Hab mich jedenfalls gefreut, Mietze. Kriegst nochn Bild von mir unter Kuddelmuddel von unserere Katze.

Gitarrist

PS: Ach, ja hab schon einige Deiner Nachrichten gelesen. Bist ne tolle Mieze, find ich. Und ich wünsche Dir ein schönes, gesundes und liebevolles neues Jahr.


Hummel2 ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2003 00:33
#45 RE: So langsam gehts bergab antworten

Hallo Gitarrist,
es ist nicht so einfach einem gebildeten Menschen zu helfen.

Reiner hat sich wie es so seine Art ist Zeit gelassen und viele gute Punkte gefunden.

Meine Empfehlung ließ dir seinen Beitrag mindestens 3 x durch.

So wie ich es sehe:
Du kämpfst und hast bis jetzt nur gegen dich selbst gekämpft. Dein Körper hat dir schon lange das Stopp-Schild vors Gesicht gehalten und du hast es ignoriert.

Die Flucht in den Alkohol erweckt in mir den Eindruck einer tiefen Sehnsucht nach "ablegen der Verantwortung" ohne direkt dafür verantwortlich gemacht zu werden.

Du mußt dir ganz dringend darüber klar werden, wieviel Verantwortung du JETZT tragen kannst ohne dabei auf der Strecke zu bleiben.

Ein Abrutschen in den Alkohlismus wird dir mehr nehmen als du jemals mit einem NÜCHTERNEN "nein" kaputt machen kannst.

Ich hoffe, du hälst uns auf dem Laufenden

sumsum


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