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Saufnix
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Dieses Thema hat 25 Antworten
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 Akute Hilfe
Seiten 1 | 2
hannah ( gelöscht )
Beiträge:

21.10.2002 15:25
RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Es fällt mir sehr schwer, dies zu schreiben, aber ich bin rückfällig geworden nach einer ganz kurzen zeit der trockenheit, in der es mir richtig gut ging. Ich fühlte mich unabhängig und klar im kopf , und dann passierte das, was ich bislang nur vom hörensagen kannte nämlich das besoffene denken, daß mir der alk auch nichts mehr anhaben könnte. Ich wollte nicht einmal, ein einziges mal ein kleines glas wein zum essen genießen, nur ein einziges, nein, ich hatte den ganz klaren vorsatz, mich des abends nur noch einmal gehörig zu betrinken – mindestens eine flasche wein sollte es sein – und wurde es dann auch. Seitdem bin ich krank, was aber nichts mit dem alk, wohl aber psychisch mit dem rückfall zu tun hat. Ich muß da nun wieder durch – ich will nix mehr trinken, muß diese unsicherheit ertragen, evtl. das scheitern, dieses ganze vertaute elend – aber ich will das – und ich will das hier aufschreiben als mahnung, wenn es mich das nächste mal anfällt. Wann ist diese elende unruhe überstanden – nach 3 – 4 tagen?


matronula Offline



Beiträge: 38

21.10.2002 19:12
#2 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

mensch hannah....

zunächst mal bin ich einfach traurig...

Du weißt, dass ich selbst keine Rückfall-Erfahrung habe, kann Dir also nur "theoretisch" schreiben (und wie immer nur meine ganz persönliche Meinung).

Das Gefährlichste was Du jetzt tun kannst, ist Dir das Scheitern einzureden, nach dem Motto "jetzt ist es eh schon egal". Dann hast Du (fürs erste) wirklich verloren.
Es klingt vielleicht komisch, aber ich denke, man kann eine solche Situation auch als Chance verstehen, als Warnschuss: Irgendwas läuft noch nicht rund. Die Erklärung mit dem Vorsatz greift zu kurz, davon bin ich überzeugt. Aber Du musst herausfinden, was dahintersteckt, und zwar schnell. Und das wirst Du wahrscheinlich alleine nicht schaffen.
Wenn Du das aber hinkriegst, auf welche Art auch immer, wird die Unruhe auch verschwinden, weil Du dann weißt, was passiert ist und wie Du es verhindern kannst.

Nochmal: Nimm es als Chance, eine offensichtlich noch dunkle Ecke aufzuräumen, und gib nicht auf, dann kannst Du es noch immer schaffen.

Diesmal drück ich Dir ganz fest die Daumen und wünsche Dir die Kraft, die Du jetzt brauchst!

Matronula


Reiner Offline




Beiträge: 1.036

22.10.2002 08:28
#3 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Hannah

Es ist schon recht interessant zu verfolgen wie auch von anderen Forumsmitgliedern , Boardbesuchern oder Gästen auf Deinen Beitrag reagiert wird..

Schon 30 Leser aber erst eine Antwort.

Ich glaube das spricht auch für die Brisanz der Thematik „Wie gehe ich mit einem Rückfall um oder wie sollte ich damit umgehen?“.

Ich glaube viele wüssten noch nicht einmal wie sie einen Rücfall selbst verarbeiten würden (zu dieser Gruppe zähle ich mich übrigens auch) geschweige denn Dir hier Ratschläge und Tipps zu geben.
Auch ich kann ,wie Matronula, auch nur meine persönliche Meinung und meine Gedanken zu Deinem „Umfaller“ darlegen. Ich nenn es mal bewusst nicht „Rückfall“ weil es in meinen Augen auch keiner war.

Ich habe vor ner Weile in einem Forum mal einen Beitrag zum Thema Rückfall gelesen den ich 100% unterschreiben würde und der voll und ganz meine Meinung wiederspiegelt.
Der Verfasser des genannten Beitrags definiert Rückfall so:

Rückfall= Aus einer zufrieden gelebten Abstinenz zurückzufallen in frühere nasse Zeiten.

Nun frage ich Dich Hannah:

Hast du schon zufrieden abstinent gelebt?

Ich glaube eher nicht.

Denn Dein Kopf und auch Dein Körper hängen noch viel zu sehr an der Droge.

Ich persönlich kenn das aus meinen nassen Zeit, in der ich aber noch nichts von Süchten, Rückfällen usw. wusste, sondern lediglich immer wieder den klägliche Versuch unternommen habe, es mir und meinen Umfeld zu beweisen.dass ich kein Alkproblem habe, was dann auch immer wieder in die Hose ging.
Erst als ich im Kopf soweit war mir selbst einzugestehen, dass ich’s allein nicht schaffe hat es geklappt, zumindest bis heute.

Wichtig in Deinem Fall ist für mich nicht das Du wieder zur Flasche gegriffen hast sondern das Du den Willen hast nach diesem missglücktem Versuch es wieder zu versuchen.

Du schreibst:

Zitat
. Ich muß da nun wieder durch – ich will nix mehr trinken, muß diese unsicherheit ertragen, evtl. das scheitern, dieses ganze vertaute elend – aber ich will das – und ich will das hier aufschreiben als mahnung, wenn es mich das nächste mal anfällt. Wann ist diese elende unruhe überstanden – nach 3 – 4 tagen?


Warum quälst Du Dich so Hannah?

Aber am einfachsten für Dich erscheint mir nun endlich die Gründe beiseite zu schieben, die dich daran hindern Dir professionelle Hilfe zu holen, und den Schritt zu gehen den die allermeisten von uns gegangen sind , nämlich den Schritt zum Hausarzt, Suchtberatung, SHG usw. zu machen.

Ich weiß es gibt zig Gründe diesen Schritt nicht zu gehen aber nur einen Einzigen ihn zu gehen und der wäre:

Eine trockene und zufriedene Abstinenz zu leben.

Ich glaube auch Hannah Du steckst schon viel zu sehr drin, im Alkoholsumpf, als dass Du es schaffen könntest da allein wieder rauszufinden.

Also geh den Schritt, wenn es auch unsagbar schwer fällt im ersten Moment.

Du wirst es nicht bereuen!

Ich wünsche Dir weiterhin Kraft und Stärke Hannah!!!!

Ciao Reiner


Miezekatz Offline




Beiträge: 731

22.10.2002 08:46
#4 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Hallo Hannah!

Auch ich gehöre zu den 30 Lesern deines Beitrages, die noch nicht geantwortet haben. Ich habe ein paarmal angesetzt und es immer wieder gesteckt. Es ist ziemlich schwer für mich, darauf zu antworten, ich will es aber jetzt nochmals versuchen.

Du hast festgestellt, dass es dir gut geht, wenn du nichts trinkst und dass es dir schlecht geht,wenn du trinkst. Die Schlussfolgerung daraus ist eigentlich NICHT zu trinken. Du hast es trotzdem gemacht und du hast gewusst, was du tust. Du hast immer die freie Wahl. Und du musst immer mit den Konsequenzen daraus leben. Daran führt kein Weg vorbei. Du hast auch die Wahl, den holprigen Weg in ein trockenes Leben nicht allein zu gehen, sondern dich Menschen mit gleichem Hintergrund in einer Selbsthilfegruppe anzuschliessen. Das zufriedene abstinente Leben kommt nicht von alleine und aus heiterem Himmel. Ich habe schon etwas dafür tun müssen. Und alleine ist es mir nicht gelungen. Ich musste so lange herumprobieren, bis ich den für mich richtigen Weg gefunden hatte. Für mich im stillen Kämmerlein hätte ich diesen Weg wahrscheinlich nie gefunden.

Fang nochmals von vorne an, geh den Weg der kleinen aber konsequenten Schritte. Ich drück dir die Daumen, dass du es schaffst!

Liebe Grüsse!


richie Offline




Beiträge: 395

22.10.2002 09:32
#5 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

okay, noch einer der 30 meldet sich hier zu Wort.
Ja, es ist wirklich ein sehr brisantes Thema, und das einzige, was ich dazu sagen kann, sind meine eigenen Erfahrungen:
zufriedene Abstinenz - ob ich die erreicht hab (oder ob ich sie jemals erreiche) weiss ich nicht - ich weiss nur, dass, wenn ich saufen wuerde, es mir in kuerzester Zeit ganz schlecht ginge.
ich denke, man darf einen Rueckfall weder verharmlosen noch verteufeln - mir hilft manchmal (vor einem eventuellen Rueckfall, denn Trinkwuensche hab ich hin und wieder) folgende Ueberlegung:

was will ich:
a) nur ein Glas trinken ?
(funktioniert nicht, hab ich mir shcon oft genug bewiesen)
b) einen Rausch ?
dann geht's mir 1) am naechsten Tag in der frueh schlecht, 2) faellt es mir danach viel schwerer, nicht weiter zu trinken, 3) ist diese Ganze verworrene "alkoholische Gedankenwelt" mit Depressionen etc. sofort wieder da.
irgendwie gelingt es mir dann (bis jetzt) mich selbst davon zu ueberzeugen, dass es (was immer fuer Probleme ich gerade habe) durch saufen auch nicht besser wird....

weiss jetzt nicht, ob du damit was anfangen kannst, aber das ist, was mir spontan dazu einfaellt.

und nochwas: als trockener Alkoholiker moechte man ja unbewusst, dass das ganze Leben nur mehr rote Rosen bietet, weil man ja schliesslich so "brav" nciht mehr trinkt - das spielt's aber nicht, und ich glaube, diese Tatsache anzunehmen, ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Genesung...


hannah ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2002 09:58
#6 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Ihr lieben, wenn ihr wüßtet, was es mir bedeutet, daß ihr mir geantwortet habt...! vielen dank dafür, daß ihr euch nicht abgewandt habt!
- lieber matronula, ich war so froh, von dir zu hören, es hat mich so gerührt, auch, weil mich deine antwort so mit mir selbst konfrontiert hat: klar, es kann andere berühren und traurig machen (was ich natürlich nicht will, und doch tut es gut, daß es menschen gibt, denen es nicht egal ist), aber letztlich ist es allein mein leben, das ich mit dem herumexperimentieren kaputt mache
- lieber reiner, auch dir meinen tiefen dank -, du hast so eine art, die dinge so mutig auf den punkt zu bringen, danke!
- Liebe mieze, auch dir vielen dank für deine aufrichtigen und lieben worte! Ich bin so froh, daß ich zu euch gefunden habe, denn so ganz allein bin ich dadurch nicht mehr mit meinem alkoholproblem.
Ich habe das glück, keinen körperlichen entzug machen zu müssen – wobei ich denke: wenn ich mein leben und meine einstellung nicht radikal ändere, dann ist das womöglich auch nur noch eine frage der zeit- oder wie eine freundin, die seit 30 jahren trocken ist, einmal sagte:“ ich konnte zwar nie mithalten bei diesen ganzen harten geschichten, aber ich wusste, ich bin genau so, und wenn ich so weitermache – dann kann ich irgendwann mitreden – und deshalb bin ich eher ausgestiegen.“ Manche menschen müssen immer bis an die grenze gehen. es gibt in meiner umgebung auch leibhaftige menschen, an die ich mich wenden kann. Ein bisschen geoutet habe ich mich auch schon. Ich werde da dran bleiben und die ausgestreckten hände ergreifen.
Ich glaube, ich habe es schon mal angedeutet, daß ich mit einigen versuchen, mich einer SHG anzuschließen kein großes glück hatte. Auch wenn man es mir nicht gleich ansieht, bin ich sehr schüchtern – und so konnte es passieren, daß ich mit den worten, „...also hier sind SIE falsch , dies ist kein offenes meeting...! nach einem schweren anlauf frustriert rausgeschmissen und alleine fühlte.
Auf jeden fall will ich für meine begriffe mutiger werden und dieses forum mehr nutzen, weil es ungeheuer gut tut, diese ganzen gedanken überhaupt einmal loszuwerden. Ich habe auch noch ganz viele fragen. Wie ist das mit dem entzug z.B., sind nicht kreislaufprobleme und übelkeit auch schon symptome? Warum ist mir nach alkoholekzsessen immer so furchtbar übel, und warum steigerte sich diese übelkeit/kreislaufproblematik immer bis zu dem zeitpunkt, da ich so über den daumen gepeilt wieder bei o,o Promille angekommen sein müsste? War das nur bei mir so oder gibt es da gesetzmäßigkeiten, die mit der abhängigkeit zu tun haben?
So, dies erst mal für`s erste... ihr werdet noch öfter nüchtern von mir hören – ich würde mich natürlich sehr über antworten freuen, noch mal vielen dank euch dreien!!
eure


hannah ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2002 10:03
#7 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

lieber richie, unsere beiträge haben sich wohl überschnitten, vielen dank für deine antwort! natürlich hilft mir der bericht über deine erfahrungen weiter! ich bin im moment etwas in eile und werde mich wieder melden, dachte, ich wollte mich nur kurz bedanken und dann sprudeln die eigenen gedanken nur so. bis bald


richie Offline




Beiträge: 395

22.10.2002 10:41
#8 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Zitat
Gepostet von hannah
... und so konnte es passieren, daß ich mit den worten, „...also hier sind SIE falsch , dies ist kein offenes meeting...! nach einem schweren anlauf frustriert rausgeschmissen und alleine fühlte.



Was war denn das fuer eine Gruppe ?
Wenn das eine AA-Gruppe war, haben diese Mitglieder sich wohl schon sehr weit von ihren Urspruengen entfernt. (ein wesentlicher Punkt - nicht nur bei AA ist der, dass einem kein anderer sagegen kann, ob man Alkoholiker ist oder nicht...)

Aber es gibt ja viele Gruppen - und es muss ja nicht gleich die naechstbeste sein (und natuerlich muss ein bisserl die Chemie auch stimmen).


Miezekatz Offline




Beiträge: 731

22.10.2002 10:58
#9 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Wenn die Gruppe auf ein offenes Meeting hingewiesen hat, dann hat Hannah sich dort wahrscheinlich nicht ehrlich zu erkennen gegeben. Wenn jemand kommt der "sich nur mal generell informieren will" und vielleicht noch einen Freund oder Familienmitglied vorschiebt, wird zurecht auf ein offenes Meeting vertröstet. Das ist ein Schutz für die Gruppe. Dafür sind die offenen Meetings ja da, als Information für Interessierte. Ganz anders ist es für Betroffene, die sich als solche aber auch bezeichnen müssen. Ich muss mich nicht gleich als Alkoholiker bezeichnen. Es genügt zu sagen, dass ich Probleme mit dem Alkohol habe und herausfinden möchte, wo ich stehe, ob ich krank bin. Das genügt vollkommen. Ich wurde sehr nett und fürsorglich aufgenommen. Aber ich wurde nicht gehätschelt und umsorgt. Ich war nichts Besonderes, kein einmaliger Fall. Das hat mir enorm gut getan, das sofort - ohne Schminke - zu erfahren.

Ehrlichkeit ist das oberste Gebot. Es besteht auch die Möglichkeit, telefonisch mit einem Gruppenmitglied in Verbindung zu treten, mit dem man dann gemeinsam den Gruppenraum betreten kann. Ich biete nochmals mein Nachschauen im schlauen Buch an, wenn ich weiss, in welcher Stadt ich nach einer entsprechenden Telefonnummer suchen soll. Bitte mich dann privat anmailen, denn fremde Telefonnummern stelle ich hier nicht ins Board.


Gruss,


richie Offline




Beiträge: 395

22.10.2002 11:02
#10 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Zitat
Gepostet von Miezekatz
Ich biete nochmals mein Nachschauen im schlauen Buch an, wenn ich weiss, in welcher Stadt ich nach einer entsprechenden Telefonnummer suchen soll.



was fuer ein "schlaues Buch" ???


hannah ( gelöscht )
Beiträge:

22.10.2002 11:23
#11 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Liebe miezekatze,
um gottes willen: nichts liegt mir ferner als hier im netz dem ansehen von AA schaden zu wollen bzw. darüber eine diskussion auszulösen – bitte nicht!!!
Ich habe meine schüchternheit und meine angst beschrieben. Ich kam da an und vorsichtig und ängstlich zur tür rein – ich hatte noch gar nichts gesagt, das meeting hatte noch gar nicht begonnen – als mich eine frau so ansprach. Das hat für mich gereicht, das weite zu suchen.


Miezekatz Offline




Beiträge: 731

22.10.2002 11:55
#12 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Hallo Hannah,

wenn das so ist, dann war das entgegen allen Richtlinien von AA. Dann hattest du das Pech, nicht an die richtige Person zu kommen. Vielleicht suchst du doch nochmals einen Telefonkontakt - Tel.Nummern kriegst du auch über örtliche Pfarrämter. Gib nicht auf wegen einer unsachlichen, ich möchte schon sagen dummen Person.


Daumendrück von


Miezekatz Offline




Beiträge: 731

22.10.2002 11:56
#13 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Hallo Richie,

die AA-Kontakte, das nenne ich mein schlaues Buch.

Grüsse!


Gitti Offline




Beiträge: 314

22.10.2002 12:29
#14 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

hallo Hannah
auch ich habe vor sehr langer Zeit einen Rückfall gebaut,ich sehe es heute so das ich noch nicht so weit war.
Nach ein jähriger trockenheit (ich sage heute trinkpause dazu)hat es bei mir erst" klick " gemacht.Auch ich schämte mich fürchterlich ,und ich lernte meine Gruppe in dem Krankenhaus wo ich entgiftete kennen,sprach das ich mich deshalb schämte und man sagte mir weswegen denn, sehe es als erfahrungswert an,da ist nichts weswegen du Dich schämen mußt,so viele versuchen trocken zu werden meinst du denn das es jeder gleich beim ersten mal geschafft hat,wenn Du es aber für Dich selber tust ,nicht für andere ein trockenes Leben anstrebst wirst du es auch schaffen,und er sagte noch etwas was ich nicht vergessen habe.Du hast nur ein Leben was Du daraus machst liegt ganz alleine bei Dir.Darüber habe ich nachgedacht,und da hat es Klick gemacht.Ich selber würde nie jemanden verurteilen der einen Rückfall baut ,aber jemand der sich keine Hilfe sucht,es gibt so viele Selbsthifegruppen die Dir auf den richtigen weg helfen .Suche doch erst einmal telefonischen Kontakt zu einer gruppe es gibt doch auch kontaktanzeigen in der tageszeitung einen versuch ist es wert.
Alles liebe wünsche ich Dir auf Deinem weiteren weg
Gitti


matronula Offline



Beiträge: 38

22.10.2002 22:57
#15 RE: wie kann ich einen rückfall verhindern? antworten

Hallo hannah,

ich hoffe, es geht die einigermaßen gut...

Ich hab gerade nochmal alle Beiträge gelesen, und dabei ist mir aufgefallen, dass ich dir noch garnicht meinen Respekt gezollt habe: Einen Rückfall einzugestehen (blödes und unpassendes Wort, aber ich finde kein besseres), dazu gehört soviel Mut, alle Achtung, dass du den gefunden hast. Ich habe in meiner Therapie einmal in einem Rollenspiel einen Rückfall zugeben "müssen", dachte vorher, no problem, aber als ich dann da saß, haben mir die Worte gefehlt. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht...

Zu den Kreislaufproblemen etc. kann ich nur sagen: Bei mir haben die Entzugserscheinungen GENAU SO ausgesehen, neben dem Zittern und dem ständigen Frösteln (und einer schwer auszuhaltenden inneren Unruhe...)

Mit der SHG hast du wohl einfach Pech gehabt. Auch wenn ich deine Reaktion darauf sehr gut nachvollziehen kann (bin auch eher von der schüchternen Abteilung), solltest du aber aufpassen, dass du dich nicht hinter dieser Erfahrung versteckst und das Thema damit ad acta legst. Es gibt bestimmt eine Gruppe, die zu dir passt und in der du dich wohl fühlst. Du musst aber SUCHEN, um sie zu finden (sorry für diesen Allgemeinplatz...)!

Ich wünsch dir alles Gute, viel Kraft und was du sonst noch so brauchen kannst!

Matronula


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