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Saufnix
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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 472 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
Kontrollverlust Offline



Beiträge: 4

10.10.2018 11:59
Meine Geschichte antworten

Hallöchen liebe Leute,

da ich nun schon ein Weilchen hier mitlese und nun schlussendlich zugelassen wurde, möchte ich Euch gerne von meiner Karriere berichten.

Ich bin zwar nun erst zarte 33 Jahre alt, meine Karriere begann bereits im Alter von ca. 16 Jahren. Damals litt ich an psychosomatischen Problemen, die sich durch starke Übelkeit manifestierten. Als ich damals die beruhigende Wirkung von Alkohol kennen lernte, stellte sich schon schnell ein missbräuchlicher Konsum ein. Das ganze verlief damals allerding noch recht human. Im laufe der folgenden Jahre war es mal mehr, mal weniger. Der nächste auffällige Lebensabschnitt folgte ca. 10 Jahre später. Ich litt an meiner Arbeitsstelle unter enormen Druck, die Stimmung im Team war Scheiße! und ich als absoluter Harmoniemensch, dachte meine regelmäßigen Feierabendbierchen seien in Ordnung. Schon damals fiel meiner Ex-Freundin auf, dass ich zuviel trank, weshalb gerne leere Flaschen versteckt wurden, um zu verscheiern wieviel es mitunter wirklich war... ihr kennt das Prozedere. Der Perfekte Abend war für mich alleine, am PC, ein paar Strategiespiele, eine Flasche Glenmorangie (neeein, Alkis trinken keinen Whisky, die saufen Klaren für 5 Euro... bla bla), eine 1.5 Liter Flasche meinen meinem lieblings Feinkosthändler und zwei Big-Boxes Kippen. Wenn der Kater am nächsten Tag zu gravierend ausviel, wurde meiner Ex unter Nennung fadenscheiniger Aussagen abgesagt und weitergetrunken. Solche Eskalationen gabs zu der Zeit jedoch nach wie vor nur am Wochenende (oooooochhhh, nen echter Alki trinkt schon morgens... ich hab das voll im Griff). Schlussendlich gipfelte der ganze Schei** im Tod meines Vaters, der sich aufgrund von Depressionen das Leben nahm. Damals war ich 28, weder bereit meinen geliebten Vater zu verlieren, noch fähig mit der Todesursache klarzukommen. Darauf folge ein Jahr in dem ich selten nüchtern war. In der Anfangszeit viel durch Kokain geprägt, investierte ich einen viel zu großen Teil meines Erbes in hochwertige Spirituosen und Wein. Zu der Zeit war mir absolut klar, dass ich ein Problem habe - aber Hey, mein Vater hat sich umgebracht, ich darf saufen (das hat die kleine Stimme auf jeden Fall behauptet). Nach ziemlich genau 14 Monaten im Vollrausch, Gott weiß wie mein Körper die Zeit überstanden hat, wendete ich mich an die AA. Es blieb jedoch leider bei einem Termin, die Typen waren echte Alkis, alle einen Entzug hinter sich... ich konnte aus eigener Macht aufhören, ich bin besser (sagte die Stimme). Darauf folgten nun noch ein paar Jahre, die mal besser... mal schlechter liefen. Irgendwann fehlte ich fast jeden Monat und Freitag bei der Arbeit, ich packte keine ganze Woche mehr. Aus zwei Gläsern Wein am Abend wurde eine 0,7er Flasche... dann eine Literflasche... vor einigen Wochen waren es 1.5 Liter unter der Woche vor einem wichtigen Termin für den ich mich eigentlich am Abend zuvor nur beruhigen wollte. Ich nenne mich hier Kontrollverlust, da dies die zutreffende Beschreibung für die vergangene Zeit ist. Wenn ich in einer Gruppe getrunken habe, bekam ich zunehmden Alkoholneid, fing an unauffällig ein paar Gläser zu exen, um mehr abstauben zu können. Der Schrank neben mir ist noch immer gefüllt mir diversen leeren Flaschen. Ich habe meine derzeitige Partnerin soweit runter gezogen, dass sie sich selber massive Sorgen um ihren Konsum macht, wobei sie traurigerweise in erster Linie ständig um mich geweint hat (bla, wozu denn... ich hab doch irgendwie immernoch alles im Griff... oder?). Vor knapp einem jahr trank ich mal 4 Wochen keinen Tropfen und tadaaa, da war mein Beweis das ich kein Alkoholiker bin... ich könnte noch einige Zeilen so weiter schreiben, aber ich denke jeder Betroffene versteht. Vor heute 11 Tagen, wollte ich noch ein bissel vor meinem Computer entspannen, während meine Freundin schon schlief. Nachdem es mir gelungen war, jeglichen Akolhol der sich im Haus befand zu vernichten (es waren 2 Liter Wein + Sonstwas) und mich an unserer Bettkante wiederfand, zu betrunken um zu schlafen, zu schamerfüllt um ihr zu erklären was in meinem Kopf vor sich geht, war klar - das ganze endet nicht gut... ich muss nicht erst die Schlapsflasche am Bett stehen haben oder durch einen Entzug gehen - Ich bin Alkoholiker! Mir stehen die Tränen in den Augen während ich dashier schreibe, aber für mich ist klar, ich will mein Leben zurück! ich habe nun seit 10 Tagen keinen Tropfen angerührt und es geht mir fantastisch! Die kleine Stimme sagt mir mittlerweile "Sei froh das es NOCH so einfach geht", denn ich weiß mitterlweile das es nurnoch eine Frage von Wochen/ Monaten/ Jahren ist, bis ich meinem "Idealbild" eines Alkoholikers entspreche - und da will ich nicht hin! Ich habe nun die Reißleine gezogen und bin total motiviert es durchzuziehen. Ich will nie wieder einen Tropfen trinken!

Danke fürs zuhören!

Liebe Grüße

Kontrollverlust


F10 2 Offline




Beiträge: 4.412

10.10.2018 13:18
#2 RE: Meine Geschichte antworten

Hallöchen liebe Leute,

da ich nun schon ein Weilchen hier mitlese und nun schlussendlich zugelassen wurde, möchte ich Euch gerne von meiner Karriere berichten.

Ich bin zwar nun erst zarte 33 Jahre alt, meine Karriere begann bereits im Alter von ca. 16 Jahren. Damals litt ich an psychosomatischen Problemen, die sich durch starke Übelkeit manifestierten. Als ich damals die beruhigende Wirkung von Alkohol kennen lernte, stellte sich schon schnell ein missbräuchlicher Konsum ein. Das ganze verlief damals allerding noch recht human. Im laufe der folgenden Jahre war es mal mehr, mal weniger.

Der nächste auffällige Lebensabschnitt folgte ca. 10 Jahre später. Ich litt an meiner Arbeitsstelle unter enormen Druck, die Stimmung im Team war Scheiße! und ich als absoluter Harmoniemensch, dachte meine regelmäßigen Feierabendbierchen seien in Ordnung. Schon damals fiel meiner Ex-Freundin auf, dass ich zuviel trank, weshalb gerne leere Flaschen versteckt wurden, um zu verscheiern wieviel es mitunter wirklich war... ihr kennt das Prozedere.

Der Perfekte Abend war für mich alleine, am PC, ein paar Strategiespiele, eine Flasche Glenmorangie (neeein, Alkis trinken keinen Whisky, die saufen Klaren für 5 Euro... bla bla), eine 1.5 Liter Flasche meinen meinem lieblings Feinkosthändler und zwei Big-Boxes Kippen. Wenn der Kater am nächsten Tag zu gravierend ausviel, wurde meiner Ex unter Nennung fadenscheiniger Aussagen abgesagt und weitergetrunken.
Solche Eskalationen gabs zu der Zeit jedoch nach wie vor nur am Wochenende (oooooochhhh, nen echter Alki trinkt schon morgens... ich hab das voll im Griff). Schlussendlich gipfelte der ganze Schei** im Tod meines Vaters, der sich aufgrund von Depressionen das Leben nahm. Damals war ich 28, weder bereit meinen geliebten Vater zu verlieren, noch fähig mit der Todesursache klarzukommen. Darauf folge ein Jahr in dem ich selten nüchtern war.

In der Anfangszeit viel durch Kokain geprägt, investierte ich einen viel zu großen Teil meines Erbes in hochwertige Spirituosen und Wein. Zu der Zeit war mir absolut klar, dass ich ein Problem habe - aber Hey, mein Vater hat sich umgebracht, ich darf saufen (das hat die kleine Stimme auf jeden Fall behauptet). Nach ziemlich genau 14 Monaten im Vollrausch, Gott weiß wie mein Körper die Zeit überstanden hat, wendete ich mich an die AA. Es blieb jedoch leider bei einem Termin, die Typen waren echte Alkis, alle einen Entzug hinter sich... ich konnte aus eigener Macht aufhören, ich bin besser (sagte die Stimme).

Darauf folgten nun noch ein paar Jahre, die mal besser... mal schlechter liefen. Irgendwann fehlte ich fast jeden Monat und Freitag bei der Arbeit, ich packte keine ganze Woche mehr. Aus zwei Gläsern Wein am Abend wurde eine 0,7er Flasche... dann eine Literflasche... vor einigen Wochen waren es 1.5 Liter unter der Woche vor einem wichtigen Termin für den ich mich eigentlich am Abend zuvor nur beruhigen wollte.

Ich nenne mich hier Kontrollverlust, da dies die zutreffende Beschreibung für die vergangene Zeit ist. Wenn ich in einer Gruppe getrunken habe, bekam ich zunehmden Alkoholneid, fing an unauffällig ein paar Gläser zu exen, um mehr abstauben zu können. Der Schrank neben mir ist noch immer gefüllt mir diversen leeren Flaschen. Ich habe meine derzeitige Partnerin soweit runter gezogen, dass sie sich selber massive Sorgen um ihren Konsum macht, wobei sie traurigerweise in erster Linie ständig um mich geweint hat (bla, wozu denn... ich hab doch irgendwie immernoch alles im Griff... oder?).

Vor knapp einem jahr trank ich mal 4 Wochen keinen Tropfen und tadaaa, da war mein Beweis das ich kein Alkoholiker bin... ich könnte noch einige Zeilen so weiter schreiben, aber ich denke jeder Betroffene versteht. Vor heute 11 Tagen, wollte ich noch ein bissel vor meinem Computer entspannen, während meine Freundin schon schlief.

Nachdem es mir gelungen war, jeglichen Akolhol der sich im Haus befand zu vernichten (es waren 2 Liter Wein + Sonstwas) und mich an unserer Bettkante wiederfand, zu betrunken um zu schlafen, zu schamerfüllt um ihr zu erklären was in meinem Kopf vor sich geht, war klar - das ganze endet nicht gut... ich muss nicht erst die Schlapsflasche am Bett stehen haben oder durch einen Entzug gehen - Ich bin Alkoholiker!

Mir stehen die Tränen in den Augen während ich dashier schreibe, aber für mich ist klar, ich will mein Leben zurück! ich habe nun seit 10 Tagen keinen Tropfen angerührt und es geht mir fantastisch! Die kleine Stimme sagt mir mittlerweile "Sei froh das es NOCH so einfach geht", denn ich weiß mitterlweile das es nurnoch eine Frage von Wochen/ Monaten/ Jahren ist, bis ich meinem "Idealbild" eines Alkoholikers entspreche - und da will ich nicht hin! Ich habe nun die Reißleine gezogen und bin total motiviert es durchzuziehen. Ich will nie wieder einen Tropfen trinken!

Danke fürs zuhören!

Liebe Grüße

Kontrollverlust
Hi there,


SO! kann ich es lesen. Vorher niemals und auf gar keinen Fall! Wird auch kaum einer machen.

LG Lektor

_____________________________________________________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Kontrollverlust Offline



Beiträge: 4

10.10.2018 13:35
#3 RE: Meine Geschichte antworten

Hehe, Dankeschön! Ich hab einfach alles was mit im Kopf rumschwirrte runter getippt und auf senden gedrückt 😅


F10 2 Offline




Beiträge: 4.412

10.10.2018 13:42
#4 RE: Meine Geschichte antworten

_____________________________________________________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Susanne Offline



Beiträge: 175

10.10.2018 13:44
#5 RE: Meine Geschichte antworten

Hehe F 10 2
dachte schon, Du unterschreibst mit
LG Dr. H. Lecter ;-)

Hallo Kontrollverlust,

Du hast anschaulich und nachvollziehbar beschrieben, was Dich hierher getrieben hat.
Und mich persönlich interessiert auch: Haste noch ̀ nen Job? Und mit dem Koks war irgendwann wieder Schluss? Deine derzeitige Partnerin - hui, was macht die jetzt in der Situation?

Prima, dass Du "nie wieder einen Tropfen trinken" willst.
Dich hier anzumelden ist schon ein guter, großer Schritt in die richtige Richtung.
Sonst schon Ideen bei Dir wie es nach der Fassung des Guten Vorsatzes (ist ja vermutlich nicht das erste Mal...) langfristig erfolgreich weiter gehen könnte? Wie eine vielleicht zusätzliche Unterstützung aussehen könnte?

Freundliche Grüße,
Susanne


Kontrollverlust Offline



Beiträge: 4

10.10.2018 13:59
#6 RE: Meine Geschichte antworten

Hey Susanne!

Vielen Dank ☺️

Also ich Gott sei Dank wieder glücklich im Berufsleben und auch von dem weißen Zeug lasse ich schon laaaaange die Finger!

Wie es weitergehen soll, das ist momentan noch offen. Ich bekomme auf jeden Fall von Familie, Partnerin und Freunden voll den Rücken gestärkt. Ich stelle momentan verschiedene Dinge fest die ich bereits gelesen habe, in Punkto Verschiebung... Ich rauche wie ein Loch und fresse wie ein Weltmeister. Ich weiß bisher nicht genau welche Art von Hilfe ich noch brauche oder brauchen könnte. Vielleicht schaue ich nun mal wieder bei dem AA wochentreffen vorbei. Mich hier angemeldet zu haben und eine (vielleicht?) aktive Teilnahme sehe ich schon als einen ersten Schritt in eine gute richtig an :)

Liebe Grüße

Kontrollverlust


Hüftl Offline




Beiträge: 3.591

10.10.2018 16:43
#7 RE: Meine Geschichte antworten

Hi Kontrollverlust willkommen an Board.

Zitat von Kontrollverlust im Beitrag #6
Ich weiß bisher nicht genau welche Art von Hilfe ich noch brauche oder brauchen könnte. Vielleicht schaue ich nun mal wieder bei dem AA wochentreffen vorbei.


das haben einige wie du auch so gedacht, und ruck zuck waren sie wieder in der alten Tretmühle.
Mit dem scheiß Alk ist nicht zu spaßen, ich an deiner Stelle würde eine Therapie machen 3 Wochen Stationär u. 3 Wochen Ambulant danach weißt du mehr wie es weitergeht.
Ich war schon ein halbes Jahr trocken und habe dann die Kombitherapie gemacht, und es hat mir soooooooo viel gebracht.
Ich wünsche dir für die nächste Zeit alles Gute.

LG Frank

Die Kraft des Geistes ist grenzenlos,
die Kraft der Muskeln ist begrenzt.


Koichi Tohai


marimba Offline




Beiträge: 906

11.10.2018 23:58
#8 RE: Meine Geschichte antworten

Hey Kontrollverlust,

schön, dass du dem ein Ende bereiten willst, also dem Kontrollverlust. Ich habe auch mit Anfang 30 aufgehört und ebenfalls bevor ich mich in die körperliche Abhängigkeit gesoffen hatte. Das ist zwölf Jahre her und ich bin sehr froh, dass ich den Turn damals geschafft habe. Das Leben ist so viel geiler!

Zitat von Kontrollverlust im Beitrag #6

Wie es weitergehen soll, das ist momentan noch offen.

Kann ich gut nachvollziehen und erinnere mich gut an meine eigene Unsicherheit in der Anfangszeit. Einerseits fiel es mir leicht nichts zu trinken, andererseits war es teils eine echte Herausforderung mich (und die Welt) 24/7 ertragen zu müssen. Einerseits war ich voll auf die Lösung dieses einen Problems, Saufen aufhören, fokussiert, andererseits habe ich mir keinen Millimeter über den Weg getraut. Die Sicherheit wächst dann mit der Zeit.
Zitat von Kontrollverlust im Beitrag #6

Ich weiß bisher nicht genau welche Art von Hilfe ich noch brauche oder brauchen könnte. Vielleicht schaue ich nun mal wieder bei dem AA wochentreffen vorbei. Mich hier angemeldet zu haben und eine (vielleicht?) aktive Teilnahme sehe ich schon als einen ersten Schritt in eine gute richtig an :)

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, herauszufinden was du brauchst und was dir hilft. Ist ein spannender Weg. Lass dir nichts einreden, nicht von anderen und auch nicht von dir selbst.

Ich habe eine Weile eine SHG besucht, sonst aber keinerlei Therapie in Zusammenhang mit Alkohol gemacht und auch nie darüber nachgedacht. Das meiste habe ich hier gelernt, allerdigns war das Forum seinerzeit noch wesentlich belebter. Ich habe mich dann später mit anderen Themen therapeutisch auseinandergesetzt.

Deine Geschichte liest sich ziemlich heftig und könnte mir vorstellen, dass sich da früher oder später ein paar seelische Aufräumarbeiten lohnen. Ein zuverlässig klarer Kopf ist dafür aber nötig und ich wünsche dir alles was du brauchst um den zu bekommen.

Die Maus steht für den inner groove, für ne einwandfreie Sache, für den Wunsch, daß es einen so richtig erwischt.
aus Koppstoff von Feridun Zaimoglu


1 Mitglied findet das Top!
Kontrollverlust Offline



Beiträge: 4

12.10.2018 01:07
#9 RE: Meine Geschichte antworten

Heyo,

Danke für den lieben Zuspruch!

ich bin nach wie vor zu 200% davon überzeugt das ich gerade auf einem guten Weg bin.
Die täglichen Drinks vermisse ich komischerweise keinen Millimeter, ich bin total stolz auf die tollen Gedanken die mir bezüglich einer Alkoholfreien Zukunft im Kopf rumschwirren.
Endlich mal wieder die Energie haben, für Unternehmungen mit meiner Partnerin, die nichts mit dem Trinken zu haben - sie hat es so sehr verdient!

Hab mir (als Raucher) nun eine E-Zigarette zugelegt... irgendwie als kleine Spielerei. Verschiedene Geschmacksrichtungen probieren... etwas anderes zum genießen. Das der Scheiß auch ungesund ist, steht auf einem anderen Blatt

Bezüglich einer Therapie ist es vielleicht momentan vermessen zu sagen, dass ich denke keine zu brauchen, auf jeden Fall nicht bezüglich der Trinkerei... aber man wird sehen was die Zukunft bringt.
Die anderen Baustellen, welche die letzten Jahre mein Seelenleben vergewaltigt haben (Suizid des Vaters vornehmlich) habe ich schon vor einer Zeit professionell in Angriff genommen.

Ich wünsche Euch eine angenehme Nacht und denke man liest voneinander :)

Liebe Grüße


1 Mitglied findet das Top!
marimba Offline




Beiträge: 906

12.10.2018 09:05
#10 RE: Meine Geschichte antworten

Zitat von Kontrollverlust im Beitrag #9
ich bin nach wie vor zu 200% davon überzeugt das ich gerade auf einem guten Weg bin.

Sicher war ich mir auch, obwohl…es war mehr so eine innere Gewissheit, dass es das nun war und diese Gewissheit habe ich eine ganze Weile mit Argusaugen beobachtet, sprich blind vertraut habe ich mir dennoch nicht. Alles Gute.

Die Maus steht für den inner groove, für ne einwandfreie Sache, für den Wunsch, daß es einen so richtig erwischt.
aus Koppstoff von Feridun Zaimoglu


sole Offline




Beiträge: 2.304

12.10.2018 09:53
#11 RE: Meine Geschichte antworten

Hallo Kontrollverlust!

Deine Geschichte habe ich ohne Formatierung gelesen, obwohl mir das auch schwerfällt, den Hinweis von F10.2 habe ich erst beim runterscrollen gesehen. Obgleich runtergetippt, fand ich deine Schilderung sehr anschaulich, sehr ähnlich zu meiner Suchtgeschichte und voll von den typischen Stolperfallen auf dem Weg zur Einsicht, krank zu sein und Hilfe zu brauchen.

Ich habe vor 12 Jahren die Reißleine gezogen, zum Schluss dann doch leicht entzügig. Ohne Entgiftung, ohne Entwöhnungsbehandlung, nur mit einer Selbsthilfegruppe - was im Nachhinein gequirlte Shice war. Davon kann ich nur abraten.

Zitat von Kontrollverlust im Beitrag #1
Ich will nie wieder einen Tropfen trinken!


Du warst doch bei den AA. Obwohl deren Meetings mein Ding auch nicht sind, haben die eine gute Regel: Die nächsten 24 Stunden trinke ich nicht. Mein ungefragter Rat(schlag): Schreib dir das hinter die gerade getrockneten Ohren. Die Trockeneuphorie, die aus deinem Post rausleuchtet, wird irgendwann mal vergehen, und dann ist "nie wieder" eine zusätzliche Hürde. Deshalb halt dich an die 24 Stunden. Da können verdammt viele draus werden.

Good Luck
sole

Quando sento che mi prende la depressione, torno a Firenze a guardare la cupola del Brunelleschi: se il genio dell'uomo è arrivato a tanto, allora anche io posso e devo provare a creare, agire, vivere. (Franco Zeffirelli)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.412

12.10.2018 10:36
#12 RE: Meine Geschichte antworten

Zitat von Susanne im Beitrag #5
Hehe F 10 2
dachte schon, Du unterschreibst mit
LG Dr. H. Lecter ;-)





Hallo? Alles hat seine Grenzen. So würde ich z. B NIE die Leber eines/r SAUFNIXerin essen.

LG Gesundheitsapostel

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Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


1 Mitglied findet das Top!
Virgil Hilts Offline




Beiträge: 161

12.10.2018 15:18
#13 RE: Meine Geschichte antworten

Zitat von F10 2 im Beitrag #12

So würde ich z. B NIE die Leber eines/r SAUFNIXerin essen.

LG Gesundheitsapostel



Na,na, meine Leberwerte sind (inzwischen wieder) Top!

Aber nicht das ich dir die jetzt unbedingt freiwillig spenden wollte...

Ich kann auch ohne Alkohol traurig sein. (Simon Borowiak)


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