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Saufnix
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Dieses Thema hat 68 Antworten
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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newlife Offline




Beiträge: 3.664

09.01.2018 22:29
#16 RE: Eure Einschätzung antworten

Es wird bemerkt und das nicht zu knapp. Auf meiner früheren Arbeit ging man zu locker mit dem Thema um. Der Chef soff auch gerne und wir beide waren öfter verstrahlt. Hab ich wieder mal von Kopf bis Fuß nach Alkohol gestunken wurde gesagt, mach mal das Fenster auf. Hab mich nach sowas dann schon versucht mal wieder zusammenzureißen, aber es ist oft bei nem Versuch geblieben. Ich habe keine Kontrolle über den Konsum und wenn ich in Fahrt war, bin ich nur noch wie ferngesteuert in Richtung Stoff gelaufen, da gab es einfach kein zurück mehr. Ich musste dann zwangsläufig mal krank machen, damits nicht direkt wieder auffällt.
In der Nachbarschaft wusste es jeder. Gesagt hat niemand was. Ich hatte damals in der Stadtmitte gewohnt und unten im Haus war ein Ladengeschäft. Ich sprach gelegentlich mit den Inhabern und die sahen mich ja abends nie, weil die dort ja nur arbeiteten.
Ich kam eines Tages von einem Entzug zurück und die Mitarbeiterin aus dem Geschäft sagte nur einen Satz zu mir. "Und... hats Ihnen gutgetan?" Ich werde den Satz niemals vergessen, war er doch so deutlich und brachial in seiner Wirkung. Durch nur vier Worte wusste ich, was die ganze Häuserriege über mich so erzählt hat. Es hat nichts genützt, dass ich meine ganzen Pullen immer mit der Reisetasche holte und so tat, als ob ich vom Bahnhof komme.

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grufti Online




Beiträge: 3.528

09.01.2018 23:15
#17 RE: Eure Einschätzung antworten

"Ich hätte aber mal eine andere Frage. Warum trinkt ihr denn? Oder habt getrunken? Ich kann das nämlich gar nicht so einfach beantworten. Ich hatte weiter oben schon gefragt, ob ihr auf eure Trinkerei angesprochen wurdet. Ich habe leider keine Antwort gekriegt. Wäre schön, wenn einer was dazu schreibt. ;-)"


Ich kann das auch nicht so einfach beantworten. Im Grunde war es eine Reihe von kleineren persönlichen Defiziten, die ich mit Hilfe des Alkohols überspielt habe. Auf jeden Fall gibt es bei mir nicht den EINEN Grund, weshalb ich getrunken habe.

Einen Grund habe ich vor wenigen Tagen hier <klick mich> beschrieben.

Ein paar andere Gründe:

In der Jugend tat ich mich etwas angeheitert leichter, Mädels anzusprechen.
Im Berufsleben tat ich mich schwer, NEIN zu sagen. Der dadurch entstandene Frust wurde regelmäßig unter dem Deckmäntelchen des Feierabendbierchens runtergespült.
Im Privatleben, auch in der Partnerschaft war es nicht viel anders.

Und eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit Alkohol an sich über Jahrzehnte kam noch dazu, obwohl ich (im Gegensatz zu den Erzählungen vieler anderen) schon mit zwanzig Jahren ahnte, dass die Sache mit dem Alk noch ein schlimmes Ende nehmen könnte.

Übrigens dient eine Langzeittherapie nur vordergründig dazu, einfach den Alkohol aus seinem Leben wegzulassen. Sondern es wird versucht, genau diese persönlichen Defizite zu bearbeiten, so dass der Patient in Zukunft ohne die Krücke Alkohol durchs Leben gehen kann.

In meiner Therapie wurde dazu der Begriff "Nachreifung" benutzt. Man schluckt etwas, wenn man im fortgeschritteenen Erwachsenenalter gesagt bekommt, man wird jetzt nachgereift, es trifft aber den Punkt. Drum hieß meine Therapie auch Verhaltenstherapie.

Der Begriff "Krücke " wurde ebenfalls benutzt. Man erklärte uns, dass man ohne Therapie zwar die Krücke Alkohol weglassen kann, es läuft sich dann aber schlecht. In der Therapie lernt man wieder das Laufen ohne Krücke.

Zum Thema "Ansprechen": Je enger das Verhältnis zu der jeweiligen Person in meinem Umfeld , desto intensiver wurde ich darauf angesprochen. Im Beruf nie, das lag aber sicher daran, dass es dem Umfeld erstmal peinlich war und man besser wegsieht, solange die Ausfallerscheinungen nicht gar zu krass waren. Gemerkt hat es mein berufliches Umfeld definitiv, da bin ich mir sicher.

Im privaten Umfeld natürlich die Partnerin, und da wurde auch Tacheles geredet.

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Biene Offline




Beiträge: 358

10.01.2018 09:53
#18 RE: Eure Einschätzung antworten

Guten Morgen Anne,

erstmal auch ein herzliches willkommen auch von mir.

Was dein Suchtberater damit bezweckt dir zu raten an 2 Abenden die Woche je 2 Bier zu trinken weiss ich nicht.

Wäre mir persönlich viel zu anstrengend mich auf die beiden Tage zu konzentrieren.

Warum hast du denn die Menge an Bier und Anzahl der Wochentage nicht schon von alleine reduziert?

Aber das ist nicht so einfach nicht wahr? Der kleine Suchtteufel gaukelt dir vor das alles nicht so schlimm ist und der Suchtberater bestärkt dich noch darin.


Deine Frage bezüglich der Gründe für das Saufen sind warscheinlich so vielfältig wie die Menschen selbst.

Bei mir war es auch die Sebstverständlichkeit dass Alkohol zum Leben dazu gehört.Ich hab nur das nachgemacht was meine Eltern und alle Erwachsene mir damals als Kind vorgemacht haben.

Konnte es garnicht abwarten bis ich endlich 16 war und dazugehörte.

Die Quittung folgte ein paar Jahrzehnte später und heute kann ich mich nur wundern wie blöd ich damals und all die Jahre war.

Hätte ich gewusst wie schön diese selbstbestimmte Freiheit ohne Suff ist hätt ich schon viele Jahre früher aufgehört.

Kannst ja mal für dich überlegen ob dir 2 Bier an 2 Tagen die Woche was bringt.

Liebe Grüße

Biene


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Julia Offline



Beiträge: 80

10.01.2018 11:37
#19 RE: Eure Einschätzung antworten

Magst du mal ein Beispiel geben, eine Situation beschreiben, in der es "schwer mit dir auszukommen ist"? Was heisst in diesem Zusammenhang "empfindlich"? Du sagst, du seist ein "schwieriger Mensch". Empfindest du das so, oder sagt das dein Umfeld?

_______________________________________________
Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird,
ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)


Annie Offline



Beiträge: 37

10.01.2018 15:51
#20 RE: Eure Einschätzung antworten

Was bei mir definitiv als Grund paßt, ist daß die Fantasie mit Alkohol viel schöner ist. Defizit? Ich bin zwar nicht besonders selbstbewußt, aber ich tue so;-)

Bei mir ist es eher sowas wie, daß ich meine, daß ich irgendwie anders sein muß, weil man mich so nicht mögen könnte. Ich glaube, ich fordere viel zu viel vom Umfeld. Und ich verstehe schnell was falsch. Aber ich frage dann nicht nach, sondern kündige direkt die Freundschaft. Und so weiter. Das meine ich mit schwierig. Das macht einsam. Flasche bester Kumpel.

Ich kann jetzt schlecht meine schwierige Kindheit mit euch durchhecheln, aber ihr versteht doch, was ich meine. Da liegt der Hund begraben. Da müßte ich ran:-(


newlife Offline




Beiträge: 3.664

10.01.2018 17:14
#21 RE: Eure Einschätzung antworten

Hi Annie,

ich hab deinen Beitrag jetzt ein paar Mal gelesen und ich könnte mir vorstellen, dass du versuchen willst es allen Recht zu machen, aber daran scheiterst. Du musst ja jetzt nicht "irgendwie so sein", wie das andere eventuell erwarten würden.

Du musst du selbst sein. Mit all deinen Ecken und Kanten. Das wird durchaus zur Folge haben, dass dich manche nicht mögen. Die andere Folge ist, dass dich wiederum andere richtig mögen, weil du nämlich nur ohne Verbiegungen authentisch bist.

Ich habe diesbezüglich recht viele Erfahrungen gemacht und sogar hier im Forum. Ich bin eben, wie ich bin. Manchmal unbequem, manchmal verständnisvoll, ich kritisiere und ich lobe. Ich spreche aber niemandem nach der Schnauze. Ich bin ich selbst und ich habe ganz sicher diesem Aspekt auch eine inzwischen 4jährige Trockenheit zu verdanken.

Aber eines habe ich jetzt auch mal gemacht. Ich habe hier im Forum gefragt, warum ich oft nicht so recht verstanden werde. Ich hatte eben diesen Eindruck und mir war das wichtig. Ich habe mich wahnsinnig über die Rückmeldungen gefreut. Ich habe Interesse und Wertschätzung an meiner Person wahrgenommen. Das sind wertvolle Menschen, denen du auch gerne mehr über dich erzählen kannst. Sie werden dir helfen auf deinem Weg.

xfce.org - Für ein Leben ohne Abhängigkeiten


Annie Offline



Beiträge: 37

10.01.2018 18:26
#22 RE: Eure Einschätzung antworten

Zitat von newlife im Beitrag #21


weil du nämlich nur ohne Verbiegungen authentisch bist.




Danke, du sprichst mir aus der Seele!!! Mal ein Beispiel: Ich fange einen neuen Job an und das Team ist insgesamt laut und aufgekratzt, dann stehe ich blöd da, weil ich in einer neuen Gruppe schüchtern bin. Damit das keiner merkt, weil ich denke, daß das in so einer Gruppe nicht gut ankommt, mache ich also Theater um alles und bin überdreht. Mal ehrlich. Das nimmt mir doch keiner ab!

Ein negatives Beispiel dafür, daß ich zu viel von anderen erwarte, ist, daß ich immer meine, wenn ich anrufe und irgendwas will, daß die Welt den Atem anhält und alles fallen läßt. Dann werde ich ungeduldig, maule rum und wunder mich, wenn ich dann (völlig zu Recht)eins drüber kriege. Dann bin ich tagelang beleidigt. Bescheuert, aber so ist es.

Ich habe damit Probleme, wenn mich Leute nicht mögen. Nach Möglichkeit will es vermeiden, offenen Krieg mit Leuten zu haben. Es ist normal, daß manche nicht mit einem klar kommen, ich mag auch nicht jeden, aber insgesamt habe ich es lieber harmonisch. Das ist bestimmt eine Frage des mangelenden Selbstbewußtseins. Wenn es einen richtigen Grund gibt, kann ich mich aber streiten. Davor habe ich keine Angst oder so. Aber ich versuche mich möglichst anzupassen und es kann gut sein, daß mir das keiner abnimmt, weil es nicht echt ist.

Und eins will ich noch sagen hinsichtlich, ob bemerkt wird, was mit einem los ist. Mir ist es bei einem ehemaligen Job mal passiert, daß Kollegen über mich gesagt haben:" Wenn die morgens kommt und in den Raum haucht...(Gelächter)". Und das ist bestimmt 6 Jahre her und war für mich kein Grund was zu ändern. Obwohl das schon sehr peinlich war.



Aber eines habe ich jetzt auch mal gemacht. Ich habe hier im Forum gefragt, warum ich oft nicht so recht verstanden werde. Ich hatte eben diesen Eindruck und mir war das wichtig. Ich habe mich wahnsinnig über die Rückmeldungen gefreut. Ich habe Interesse und Wertschätzung an meiner Person wahrgenommen. Das sind wertvolle Menschen, denen du auch gerne mehr über dich erzählen kannst. Sie werden dir helfen auf deinem Weg.


Das ist interessant. Wo steht denn das? :-)


newlife Offline




Beiträge: 3.664

10.01.2018 23:04
#23 RE: Eure Einschätzung antworten

hui.. jetzt hab ich selber suchen müssen, obwohl ich das erst zu Beginn der Woche geschrieben habe.

Entstanden ist das im Thread von Vianne.
Vorstellung Vianne (13)

Ich habe es dann aber in meinen eigenen Thread übergeleitet, dass wirst du dann sehen.

Ich sehe schon. Du glaubst, du musst überall gut ankommen. Überspielst einerseits deine Schüchternheit als "Clown". (Habe ich früher in der Schule gemacht, ha ha.) Und ein anderes Mal glaubst du, die Welt muss sich jetzt unbedingt nur um dich drehen. Da bist du aber nicht die Einzige, die das glaubt.

Wir leben ja in einer Gesellschaft, eine Gesellschaft gibt eine gewisse Richtung vor und wir Menschen müssen uns in der Tat auch anpassen oder vielleicht besser gesagt einordnen können. Aber nicht bei jeder Gelegenheit und nicht überall, wo es Menschen gibt.

Bei mir gibt es durchaus Situationen und Begebenheiten, da reagiere ich kühl und abgeklärt und da wo ich für mich was erreichen möchte, zeige ich Interesse. Ich werde somit nicht überall gemocht, aber das ist mir egal. Ich ändere meine Haltung nicht. Das geht aber nur dann, wenn du von deiner Haltung überzeugt bist, das sie für dich gut ist. Veränderungen daran gibts ja trotzdem, da du dich permanent entwickelst und zu anderen Sichtweisen kommst, anders urteilst. Das ist ja ein ständiger, fortlaufender Prozess und das ist auch gut so.

Du selbst bist mit dir noch nicht ganz koscher und weißt noch nicht so richtig, wohin die Reise geht. Das ist Unsicherheit und die versuchst du dann durch diese "Rollen" in die schlüpfest zu kaschieren. Das aber merken andere. Ich glaubte damals in der Schule ich wäre ein toller Hecht, so als Klassenkasper. Ich war aber sowas von unsicher, hatte null Selbstbewusstsein und habe alles überspielen wollen. Ich wurde immer ausgelacht und wusste nicht warum.

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Bodhisattva Offline




Beiträge: 1.091

11.01.2018 00:07
#24 RE: Eure Einschätzung antworten

Hy Annie,

spricht etwas dagegen das Du eine Zeit lang ohne Alkohol lebst, einfach so - ohne Bedingungen und große Ziele, wenn die Zeit zur Veränderung reif ist, wird sich automatisch vieles fügen und du wirst die richtigen Schritte einleiten. Trinkend (ob nun kontrolliert oder nicht) beraubst Du dich selbst der Gelegenheit mal selbst nachzusehen was los ist.

Grüße, Bodhi


Annie Offline



Beiträge: 37

11.01.2018 16:06
#25 RE: Eure Einschätzung antworten

Zitat von Bodhisattva im Beitrag #24
Hy Annie,

spricht etwas dagegen das Du eine Zeit lang ohne Alkohol lebst, einfach so - ohne Bedingungen und große Ziele, wenn die Zeit zur Veränderung reif ist, wird sich automatisch vieles fügen und du wirst die richtigen Schritte einleiten. Trinkend (ob nun kontrolliert oder nicht) beraubst Du dich selbst der Gelegenheit mal selbst nachzusehen was los ist.

Grüße, Bodhi


Darauf wird es hinauslaufen, wobei ich noch nicht weiß, ob es ein überschaubarer oder längerer Zeitraum werden wird. Und wie dann weiter und ob überhaupt nochmal ein Bier. Ich kenne mich. Nur eins geht nicht... Irgendwie denke ich gerade recht viel, nicht unbedingt bewußt, läuft mehr im Hinterkopf.

Ich habe gesehen, daß newlife u.a. die gleichen Themen haben wie ich. Da kann ich ja mitschreiben. Wir brauchen ja nicht mehrere Threads mit gleichem Inhalt. Durch newlifes Beiträge muß ich mich durchlesen, wenn ich mal viiieeel Zeit habe. Sehr viel Text:-))

Dann danke für die große Resonanz. Ich muß sagen, daß ich wieder ganz gut gelaunt und guter Dinge bin.

LG Annie


Illusion Offline



Beiträge: 87

11.01.2018 16:39
#26 RE: Eure Einschätzung antworten

Zitat
Trinkend (ob nun kontrolliert oder nicht) beraubst Du dich selbst der Gelegenheit mal selbst nachzusehen was los ist.



GENAU das hat mir heute als Motivation gefehlt...
schwer auszudrücken aber die Sicht
OHNE was zu haben was MIT nicht geht

************************************************
"wer noch atmet, ist mehr gesund als krank" (Hirschhausen)


grufti Online




Beiträge: 3.528

11.01.2018 17:29
#27 RE: Eure Einschätzung antworten

"Ich kenne mich. Nur eins geht nicht... "

Na also, damit ist doch alles gesagt.

Du musst nur noch lernen, das, was du schon weißt, zu akzeptieren.

Liebe Grüße vom Grufti!
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Vianne Online



Beiträge: 141

11.01.2018 18:06
#28 RE: Eure Einschätzung antworten

OHNE kriegst du du sehr viel mehr, was MIT nicht geht. Z.B.

Freiheit
Selbstachtung
Gelassenheit
Frieden
Ausgeglichenheit
Souveränität

Der Alkohol gaukelt dir vor, du kriegst das alles durch ihn, wenn du ihn trinkst.

Das stimmt nicht. Der Alkohol lügt. Bzw. dein Suchtgedächtnis lügt.

Du kriegst nix davon, nur Selbstverachtung, Reue, Scham, Unruhe, und jedes schlechte Gefühl, das als Keim in deinem Unterbewusstsein lagert, überdimensional aufgeblasen...


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Annie Offline



Beiträge: 37

11.01.2018 18:35
#29 RE: Eure Einschätzung antworten

Viane, das hast du sehr schön gesagt. Was heißt schön?! Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

Unter der Woche mache ich mir keine Sorgen. Ich stehe früh auf, gehe arbeiten, einkaufen, kochen, Haushalt machen, Sport. Abends falle ich meist recht früh halb tot ins Bett. Das Wochenende wird ein Problem. Ich kenne nicht so viele Leute. Ich wüßte nicht, wo ich auf den Plötz neue Freunde für Freizeitgestaltung herzaubern soll. Da muß ich mal sehen. Es gibt ja Möglichkeiten. Vielleicht sollte ich es auch alleine "aushalten" können/sollen/müssen. Zeit zum Grübeln brauche ich so oder so.

Ach guckt mal. Ich habe erfolgreich mit Rauchen aufgehört, dann schaffe ich das auch :-)


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newlife Offline




Beiträge: 3.664

11.01.2018 18:48
#30 RE: Eure Einschätzung antworten

Wochenende ist bei mir jetzt auch nicht immer so wirklich der Bringer. Trotzdem aber fällt es nicht mehr schwer. Gut, ich habe jetzt auch 4 Jahre. Ist nicht wahnsinnig viel, aber doch schon etwas.

Die Gedanken hinsichtlich Konsum verändern sich. Es gibt überhaupt keinen Anlass zum Konsumieren. Wichtig ist, dass du dir Zeit gibst. Der Blick auf die Dinge wird ein anderer. Du bist durch die Sucht angreifbarer und empfindlicher geworden. Trinkgründe gab es ja sehr viele und gab es keinen, hat man sich eben einen ausgedacht.

Je nach Abhängigkeitsgrad dauert das auch länger, bis sich das legt, aber es legt sich. Voraussetzung dafür ist aber, dass du sagen kannst, mein Leben passt mir in den Kram. Will mal ganz bewusst nicht immer "zufrieden" schreiben, denn ab und zu ist der Mensch auch mal weniger zufrieden.

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