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Saufnix
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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 1.766 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
Seiten 1 | 2
Marco Offline



Beiträge: 5

11.11.2017 00:48
Der erste Teil meines Weges? antworten

Hallo zusammen.
Ich lese nun einige Zeit Beiträge in diesem Forum und habe mich nun doch einmal dazu durchgerungen mich selbst „miteinzubringen“. Ich hoffe, dass ich dies in dem richtigen Bereich des Forums tue und dabei auch die richtige Form wahre. Falls dies nicht der Fall sein sollte, nehme ich es niemanden krum, falls der Beitrag gelöscht oder verschoben werden sollte.

Zunächst zu meiner „Geschichte“. Mit 14/15 habe ich die ersten bewussten Erfahrungen zum Thema Alkohol gesammelt. Kam mir dabei sehr cool vor und habe ziemlich damit angegeben. Mit 16, dann der erste komplett Vollrausch (Filmriss, Kotzen, alles was dazugehört). Kurz danach ging es dann mit Partys los. Mindestens einmal die Woche. Trinken Programmpunkt. Auch sonst immer öfters. Mit 18, während ich noch zur Schule ging, trank ich dann nahezu täglich. Später habe ich dann angefangen zu arbeiten. Da ich im Bereich der Pädagogik tätig war habe ich beschlossen unter der Woche nicht mehr zu trinken. (Ein Vorsatz, der während dieser zwei Jahre auch weitestgehend gehalten hat; erst gegen Ende gab es die ein oder andere Ausnahme bei der ich doch mal unter der Woche was getrunken habe). Dafür waren die Wochenenden ziemlich „intensiv“ im Sinne von Freitags angefangen und bis sonntagsmorgens kaum zu stoppen. Gegen Ende fingen die „Abrisse“ an sich zu häufen. Dann hab ich angefangen zu studieren und bin von zu Hause ausgezogen. Sofort habe ich wieder täglich getrunken. Inklusive morgendliches Händezittern. Blackouts häuften sich immer mehr. Freunde sprachen mich auf meinen Konsum an. Ich wollte davon nix hören, zumindest zu diesem Zeitpunkt. Mehrmals habe ich selber versucht, aufzuhören. Zweimal ist mir dies sogar einige Wochen gelungen. Entzugssymptomatiken beim Aufhören? Kann ich nicht komplett von der Hand weisen, waren diese aber händelbar. Überhaupt muss ich festhalten, dass es immer wieder „bessere Phasen“ gab. Eine „bessere Phase“ war zum Beispiel, anstatt einer Flasche Klarer abends nur ne Flasche Wein oder 4 Bier. Oder erst Abends anzufangen nicht mittags. Oder längere Zeiten ohne Filmrisse. Oder wenn ich während eines Praktikums nur an den Wochenenden getrunken hab (war zwar Großteile des übrigen Tages mit schlafen beschäftigt, aber die 4-6 Stunden habe ich irgendwie durch bekommen). Ab April diesen Jahres, war es dann mal wieder ganz heftig. Täglich trinken ab mittags. Oft mehrere Tage hintereinander ohne Erinnerungen, wie ich nach Hause gekommen bin, oder warum ich überall blaue Flecken hab, oder wo mein Portmonee hin ist… Kein schöner Sommer. Hab dann irgendwann im kompletten Vollrausch mit meinem Bruder korrespondiert und dieser ist dann zu meinen Eltern gegangen. Endresultat: Ich bin wieder zur Suchtberatung und bin schließlich am 21.7. zum ersten Mal in eine Entzugsklinik gegangen.

Bevor ich dort hin bin habe ich immer gedacht, dass dieser Punkt eventuell ein "Happyend" meiner Geschichte darstellen könnte. Im Klartext, dass danach einfach alles gut ist. Und jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, weshalb ich mich dazu durchgerungen habe doch selber mal einen Beitrag zu erstellen. Sowohl in der Klinik, als auch von der Beratungsstelle wurden mir weitere Therapieschritte ans Herz gelegt. Während meiner Zeit dort, habe ich mich vehement gegen eine stationäre Langzeitreha gewährt. „Wieder eingesperrt! Mein Studium!“ waren die Hauptargumente dagegen. In den ersten Wochen draußen, fiel es mir dann ziemlich schwer (hab jeden gehasst, der mit einer Flasche hinter mir an die Kasse getreten ist, oder jeden Supermarkt dafür, dass er Alkohol im Sortiment hat, konnte das Zeug einfach nicht sehen). Außerdem steht mein Studium eh still (Habe dann doch einige Fristen überstrapaziert, weshalb ich dieses Semester eh nicht wie geplant den Master antreten konnte.). Deshalb habe ich von meiner Beraterin alles für die Langzeittherapie auf den Weg bringen lassen. Die Antragsbewilligung hat sich aber immer weiter nach hinten verzögert. Vor allem, weil ich immer wieder zu lange gebraucht habe um erforderliche Unterlagen einzureichen. Es ging mir nämlich irgendwann besser. 3 Monate habe ich auch ohne irgendwas zu tun nicht getrunken. Was im ersten Moment jetzt sehr gut klingt, wird in der Retroperspektive ein wenig dadurch geschmälert, dass ich öfters als je in meinem Leben vorher gekifft habe. Nicht täglich, aber mehrmals die Woche. Außerdem mach ich unterm Strich gar nix. Anfangs habe ich mir noch Aktivitäten gesucht. Jetzt häng ich einfach nur noch rum und lebe in den Tag. Dann hät ich vor zwei Wochen endlich den Therapieplatz haben können (wohl jemand abgesprungen). Ich hab nicht zurückgerufen. Drogenscreening hät ich vermutlich eh nicht überstanden. Generell befinde ich mich wieder in einer nicht allzu guten Phase. (Schlaf schlecht, keinen Antrieb, morgens nicht aus dem Bett.. Und dann hab ich auch zwei Tage wieder getrunken. Wieder viel zu schnell, heftig. War ziemlich voll, (vertrag auch nix mehr, sollte man dazu sagen……). Hätte nächsten Monat abermals die Chance zur Therapie.
Im Endeffekt, ist es so, dass ich nicht richtig in der Lage bin die Dinge für mich klar auf den Punkt zu bringen. Ich finde keine Antwort auf die Frage, ob es jetzt sinnvoll ist, doch noch eine Therapie zu machen. Manchmal hinterfrage ich sogar, ob ich mir die ganze Sache nur eingeredet habe. Es gab ja auch immer "besser Phasen". Vielleicht muss ich mich einfach nur am Riemen reißen. Hab auch jetzt nach zwei Tagen wieder aufgehört zu trinken. Zeit um in Langzeit zu gehen hätte ich ja, aber es ist doch vielleicht übertrieben. In der Entzugsklink, habe ich einige Menschen gesehen, die schlimmer vom Alkohol gezeichnet sind als ich. Wenns mir gut geht, erscheint es mir lächerlich noch eine LZT zu machen.Wenns mir aber schlecht geht, dann sehn ich mich danach mehr zu tun, oder verfluche, dass ich nicht ans Telefon gegangen bin. Leider sind dann „andere Maßnahmen“ schneller wirksam als warten.

Was ich mir jetzt davon erhoffe das ich hier rein schreibe? Ich glaube, dass es doch mal ganz gut tun kann eine Meinung zu hören von jemanden, der mehr Ahnung von der Materie hat als ich und dabei gefällt mir die gewisse Anonymität sehr gut, die hier gegeben ist. Außerdem muss ich beim Schreiben feststellen, wie schön es ist, seinen Gedanken in irgendeiner Form Luft zu machen. Es tut mir Leid, wenn mein Text jetzt doch sehr lang geworden ist und das ich beim Schreiben ein wenig durcheinander vorgehe. Ich tu mich sehr schwer damit zu verbalisieren was mich beschäftigt und das scheint nicht nur im mündlichen vorzuliegen, wenn ich jetzt nochmal quer lese. Generell herrscht ein ziemliches Chaos in meinem Kopf.

Vielen Dank falls es jemand doch ausgehalten hat bis hierhin zu lesen und über Antworten würde ich mich außerordentlich freuen

Liebe Grüße
Marco


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Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.239

11.11.2017 07:13
#2 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Moin Marco,

erstmal "Willkommen" an board und klasse, dass Du hier schreibst. Ich lese bei Dir eine vage Hofffnung aus deinen Zeilen heraus, dass Du doch kein Alkholiker bist, quasi gibt's da zwei Marco's in Dir, der eine weiß sehr genau was los ist (= Alkoholiker), der andere Teil von Dir kann sich damit nicht abfinden bzw. sucht nach schnellen Lösungen respektive die Wunderheilung / Recovery, einfach so, Zack.

Ich habe das ähnlich wie Du erlebt, ein Trinkpausenkünstler und in der Zeitspanne des Nicht-trinkens war dann alles wieder relativiert, frei dem Motto geht doch, irgendwann wird sich das Problem ganz ohne eigene Aktivität von selbst erledigen, wenn erst (der job, die Partnerin, die Gefühlslage, das Geld, Glück), dann wird ... nichts wird, irgendwann war die Trinkpausenkunst erledigt, weil Geist - Körper - Seele nur noch Sprit wollten und es gab kein Wenn-Dann mehr, sondern nur noch Saufen.

Es gibt kein schlussendliches Happy - End, der alkholofreie Weg an sich ist für einen Alkoholiker das Happy - End und dazu gleich noch dauerhaft und nicht der große Abschlussknaller, oder anders ausgedrückt, für einen Alkoholiker ist NIcht-Saufen die reinste Form der Selbstliebe.

Du hast die Chance aufzuhören, jetzt, oder es geht halt weiter runter in deinem Leben, bist schon ordentlich mit dem Aufzug runter gefahren und musst halt erstmal übers Treppenhaus wieder hochmarschieren, dauert zwar etwas - aber es lohnt sich. Ich bin auch überzeugt Du weißt wohin dein Weg führt wenn Du weiter säufst, das muss Dir keiner sagen, es gibt auch keinen hier der mehr Ahnung vom Saufen hat als Du, was es gibt sind trockene Alkoholiker, deren Weg kannst Du dir anschauen und keiner von denen wird sagen, dass sich der Weg hin in die Nüchternheit nicht gelohnt hat.

Tue was für Dich, es ist Dein Leben, vergeude es nicht.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


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nino Offline



Beiträge: 80

11.11.2017 19:24
#3 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Lange Texte sind doch gut, dann erfährt man auch etwas über Dich und Deine Gedanken. Na, dann herzlich Willkommen.
Spontane Gedanken: Bis zum Punkt, den Du als "Happy End" bezeichnet hast, dachte ich schon, Du kennst den Weg nicht nur, sondern bist ihn ja gegangen - kennst die Angebote, hast erfahren was sie bringen. Wäre natürlich jetzt nicht anders, das kannst Du wieder in Angriff nehmen. In der Gruppe meiner ambulanten Reha gab es etliche, die zu einem zweiten Anlauf wieder da sind, das bringt keinen Suchtberater in schlechte Stimmung, wenn Du beim ersten Mal nicht erfolgreich warst.
Ich sortiere für mich auch noch, welche Angebote mir wirklich helfen und wie ich mit der Abhängigkeit umgehe. Zumindest für mich habe ich festgestellt, dass es keine festen Regeln gibt, die ich blind übernehmen kann (im Sinne von: "geh IMMER in eine SHG, erzählt ALLEN von der Abhängigkeit, oder ähnliche absolute Grundsätze. Das hatte ich zwar gehofft, weil es einfach wäre, aber gibt es so nicht) - das einzige, was ich mir felsenfest im Kopf verankere ist, dass die Abhängigkeit bleibt - trink ich ein Bier, fang ich wieder an zu saufen. Ansonsten kenne ich die Gedanken mit "ist nicht so schlimm" sehr gut - und bin da ähnlich wie Du auch auf die Nase gefallen: "es geht mir ja so viel besser, da kann ich ja mit Freunden einen bechern und trinke künftig auch nur noch bei fröhlichen Anlässen"... tja, hält bis zum ersten Frust. Da macht man die erste Ausnahme und die wird wieder zur Regel.
Die Therapie würde ich an Deiner Stelle auf jeden Fall angehen, selbst in der sachlich-kalt kalkulierenden Sicht der Rentenversicherung steht ja, dass es nicht nur um "Wiederherstellen" der Arbeitsfähigkeit geht, sondern auch um deren "Bewahrung", dass Du gar nicht erst weiter in den Sumpf rutscht. Dass es mit Alk/Drogen nur in die Richtung geht, hast Du ja selbst schon erfahren, auch wenn natürlich im Vergleich mit anderen Betroffenen scheinbar immer noch viel Luft nach unten bleibt. Trotzdem ist die Richtung die gleiche und früher von diesem Weg abzubiegen, ist sicherlich einfacher. Mag weniger dramatisch wirken als die Story, die die Wendung erst unter der Brücke genommen haben, dafür ist aber auch weniger Mist wegzuschaufeln.


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ame Offline




Beiträge: 88

11.11.2017 23:37
#4 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Sálü Marco

willkommen!

ich finde deinen Text gar nicht so lang.
vielen dank für deine offenheit und den mut, dich hier aufzuschreiben.
wortverwirrtheit *könnte* auch vom substanzkonsum herrühren.
chaos im kopf ist nichts schlimmes oder ungewöhnliches in krisensituationen.
auch dafür ist ja das 'aufschreiben' ganz nützlich.
es hilft, gedanken klar zu äußern, gefühle in worte zu fassen und zu "sehen, was ist".

deine hoffnungsfrohen zweifel kenne ich ganz gut, dass es mit einem selbst doch noch gar nicht "soo" schlimm sein möge.
aber mal ehrlich: man kann niemanden so gut betuppen wie sich selbst!
ich saß schon in der klinik und dachte immer noch:
"nee nee, ich bin keine alkoholikerin. die merken bestimmt gleich, dass sie sich geirrt haben und schicken mich wieder weg."
keiner kam, keiner hat mich heimgeschickt.

ich habe noch nicht erlebt, dass eine person, die nachts um halb drei sturztrunken und doch gleichzeitig glockenwach
aufrecht im bett sitzt und sich fragt, ob vielleicht ein alkohol- (oder sonstiges sucht-)problem vorhanden sein könnte -
nicht auch tatsächlich eines hatte.


für mich klingt dein bericht so, als ob du nichts zu verlieren hättest, wenn du die therapie jetzt angehst.
deine ängste und zweifel kann ich nachvollziehen. die sind sehr typisch für diese situation; auch so etwas wie scham, es nicht alleine zu schaffen.
(nein, sie werden dich nicht wieder nach hause schicken )

den master unter drogen zu bewältigen, halte ich für ... *ähem* ... schwierig.
wäre es nicht ein gutes zwischenziel, diese herausforderung bei klarem verstand zu bewältigen?

du hast schon selbst geschrieben, wie ein für dich guter weg aussieht.
in meinen augen hast du den ersten teil gut zurückgelegt, die schwierigste hürde genommen:
hast dein problem erkann, dir hilfe gesucht und angenommen.

jetzt gerade klingt es nach ein bisschen rum-eiern, noch mal nachspüren, dich selbst überzeugen ...
es folgt (- und davon gehe ich aus, sonst wärest du nicht hier und hättest nicht diesen reflektierten, durchaus selbstkritischen und zugleich zuversichtlichen "einstand" gegeben -):

kraft tanken für die nächsten schritte, neuen anlauf nehmen und ...
auf ins nächste abenteuer!

eine meiner größten abstinenzlehrerinnen hat gesagt
"wir haben alleine getrunken. aber wir heilen nicht allein." (Laure Charpentier)
in diesem sinne!

weggefährten sind hier (und auch anderswo) zahlreich zu finden.

you'll never walk alone!




ame (aka amethysmena)
„Die beste Droge ist ein klarer Kopf.“


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Vianne Offline



Beiträge: 220

12.11.2017 11:00
#5 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Servus Marco,

und herzlich willkommen

Du bist hier genau richtig. Ich bin auch noch relativ neu hier und hab hier im Forum
viele nette Leute, teilweise auch persönlich bei einem Forumstreffen, kennengelernt.

Ich habe keine LZT gemacht, mache aber eine ambulante Psychotherapie und war schon
mal auf eine psychosomatischen Reha, also hab schon Therapieerfahrung, und ich
gehe zu AA.

Ich bin seit Anfang Juli trocken und es funktioniert für mich, mir geht es besser als ich
es mir nach so kurzer Zeit hätte vorstellen können.
Ärger mich manchmal ein bisschen, dass mir das nicht früher aufgefallen ist, dass ich 90% meiner Probleme
nur durchs Nüchtern-bleiben lösen kann, aber es ist so.

Bei mir wars objektiv betrachtet vielleicht sogar noch "weniger schlimm" als bei dir,
ich bin trotzdem Alkoholikerin.

Ein Alkoholiker, eine Alkoholikerin -- das ist ein Mensch, der mit Alkohol
nicht umgehen kann. Es ist jemand, der keinen Alkohol trinken darf,
weil er damit seine Psyche, seinen Körper und seine sozialen Beziehungen
kaputt macht: das reicht für mich als Definition aus.

Der Alkohol hindert einem am Leben und macht einem alles kaputt,
jemand der sowas erlebt hat oder noch erlebt, ist (meiner Meinung nach) Alkoholiker,
WHO-Definition hin oder her.

Das ist für mich auch kein "Stigma" oder eine Abwertung,
ich bin halt ein Mensch, der nicht trinken kann, und
das macht mich nicht besser oder schlechter als andere Menschen,
die das besser können. Es ist für mich keine "Riesensache",
ich kann nicht trinken, weil ich mir damit sonst
mein ganzes Leben zerstöre.

Die Sucht ist bei mir und ich glaube, bei vielen ein Symptom für was anderes,
nämlich, dass ich nicht wirklich gelernt habe "wie Leben geht" --
und das muss man "nachlernen", nur nix mehr saufen allein reicht nicht,
der Neuanfang erfordert auch eine seelische Veränderung,
eine Neuorientierung, das heißt ich muss mein Leben ändern,
und das kriegt man allein wahrscheinlich nicht gebacken,
da braucht es Hilfe von außen.

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest und die für dich
richtigen Angebote wahrnehmen kannst.

Das Schreiben hier im Forum hat mir sehr geholfen, für mich die notwendige
Klarheit zu finden, fühl dich hier herzlich aufgenommen,
das ist ein guter Ort zum Nüchternwerden.

Liebe Grüße!

Vianne


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grufti Offline




Beiträge: 3.597

13.11.2017 00:25
#6 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Hallo Marco,

herzlich willkomen im Club!

Ich glaube auch, du kannst dir jeden Gedanken daran sparen, dass "es" bei dir nicht so schlimm sein könnte und du aus eigenen Kräften der Suchtspirale entkommen könntest. Sei lieber schlau und mach es besser als ich, ich musste (geschätzt) zwei Jahrzehnte älter werden, bis ich's kapiert habe. Und frage nicht, wieviel Leid ich mir erpart hätte, wenn ich in deinem Alter schon bereit gewesen wäre, eine Therapie zu machen und diese auch aktiv anzunehmen.

Ich habe damals vor über elf Jahren übrigens auch meinen ersten Anlauf zur Trockenheit mithilfe dieses Forums gemacht und ich kann immer noch nachfühlen, was in einem vorgeht, wenn man kurz nach Mitternacht den ersten Beitrag hier schreibt.

Für mich hat sich der Weg gelohnt und ich wünsche dir, dass es bei dir genau sein möge wie bei mir, nur etwas schneller als bei mir soll es gehen, denn ich habe nach der Anmeldung hier im Forum noch ein Jahr gebraucht, bis ich's kapiert hatte.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


3 Mitglieder finden das Top!
Marco Offline



Beiträge: 5

19.06.2018 14:32
#7 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Hallo,

erstmal auch wenn es sehr spät kommt, danke für die Antworten :). Spät auch deswegen, weil ich meinen Beitrag am 11.11. verfasst habe, am 15.11 ging es dann los und das mit Karacho. Heftig, schnell und viel, wie schon immer halt. In der Retroperspektive, waren es nur 48 Stunden, in denen ich getrunken hab. Währenddessen hab ich dann doch einen halbwegs schlauen Moment gehabt und bin zu einer Bekannten gegangen (weiß allerdings nicht so richtig warum), die dann spontan für mich entschieden hat, dass man die örtliche Entgiftungsstation ansteuert. Bin da dann gegen Abend am 17. eingelaufen, mit ziemlich viel aufm Trafo. Erinnerung wie ich hin gekommen bin hat ich nicht, aber gelaufen bin ich in der Tat noch. Nach vier Stunden Schlaf, saß ich dann auch wieder im Raucherraum und muss mir eingestehen, dass ich nicht weiß, was gewesen wäre, wenn ich zu Hause wach geworden wäre, wo ich bestimmt noch nen Schluck in der Flasche gehabt hätte. Pervers an der Sache ist, dass ich die ganze Situation anfangs und noch Besoffen, relativ witzig fand, wobei sich das auch mit tiefer Resignation abwechselte, Stimmungsschwankungen vom feinsten irgendwie. Später war es dann nur noch kacke, musste schließlich auch bei meinen Eltern bescheid sagen, warum ich nicht nochmal zu Besuch komme, bevor ich in die LZT gehe. Die hab ich dann auch schließlich angetreten, nahtlos von der Psychiatrie aus. Hab mir nämlich zu dem Zeitpunkt de facto nicht zugetraut, dass ich ne Woche überlebe, wenn ich nicht pusten muss.

Ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, kam mir alles anfangs ziemlich bescheiden vor, vor allem die Gesamtsituation, weil noch relativ jung und schon an einem Ort, mit dem man nicht unbedingt im Lebenslauf angibt. Tut mir leid wenn das jetzt so negativ klingt… :) Ich muss aber doch festhalten, dass ich es nicht bereut hab und auch die 4 Monate kamen mir nicht so lange vor, wie ich anfangs gedacht habe (manchmal denke ich ich hätte noch verlängern sollen). Ich habe definitiv einiges über mich gelernt und weiß de facto mittlerweile, dass ich eben zu jener Gruppe, gehöre die nicht mit Alkohol umgehen kann. Also kurzum, dass ich Alkoholiker bin und nein auch kein harmloser Fall, oder kurz vor Alkoholiker oder so, was ich mir oben allem Anschein nach versucht habe einzureden. Auch über Sachen zu reden, hab ich mittlerweile besser drauf, beziehungsweise habe ich festgestellt, dass es eine Familienangehörige gibt mit der ich über alles sprechen kann und das obwohl sie genug Grund hätte gar nicht mehr mit mir zu reden… Außerdem weiß ich jetzt das ich Sport liebe. Ich bin so schlank wie ich das letzte mal mit 16 war und hab dazu mal so was, was man als Muskeln bezeichnen könnte. :D Druck hab ich in der Zeit in der Klinik, bis auf zwei Ausnahmen (eine war davon auf der Heimreise) auch nie wirklich gehabt, höchstens mal den Gedanken, bin also auch während der Zeit dort Rückfall frei geblieben.

Ein Zustand der inzwischen 7 Monate anhält. Auch Cannabis habe ich keins mehr konsumiert und weitestgehend liebe ich es Nüchtern zu sein. Ich koche gerne und schmecke was, ich mag die Natur ohne Nebel, ich weiß sogar die Parks wieder zu würdigen, oder schönes Wetter oder auch nur Kaffee zu trinken ohne Angst, das der sofort zurückkommt oder… Liste könnte lange fortgesetzt werden. Weiter oben habe ich weitestgehend geschrieben und das ist halt die Kehrseite. Weil es gibt auch andere Tage, bzw. Schattenseiten. So gehe ich zum Beispiel abends so gut wie nie irgendwo hin, eine Sache, die ich immer gerne gemacht habe… zumindest dachte ich das, weil die Versuche, die ich bisher unternommen habe fand ich vorsichtig ausgedrückt zum kotzen. Ich mag es einfach nicht betrunkene Menschen zu sehen und ja glaub auch echt das da n tacken eifersucht dabei ist, eben jener tolle Gedanke nur einmal wieder so selbstbewusst zu sein. Gibt halt so n paar Teile meiner Persönlichkeit, mit denen ich nicht gut zurecht komme und die korrigiert der Alk immer ganz gut für den Moment zumindest, bzw. ist mir dann alles egal und der Zustand kommt mir manchmal sehr erstrebenswert vor. Gibt leider auch viel zu viele Sachen, die ich einfach nicht kenne ohne Getrunken zu haben (früh angefangen, schnell gesteigert und so) und gerade im Puncto Gefühle, die ich eh ungern zeige, wäre es manchmal schön, sie zu eliminieren. Und dann kommt der Saufdruck. Versuch immer mir einzureden, dass der nicht da ist, aber sich selbst verarschen klappt ja ehr weniger gut. Zuletzt am Sonntag (es gab nen grund, also kein spontan anfall), sogar mit zittern und der absolut doofen Idee abends um elf noch Tabak zu kaufen (war eigentlich auf e zigarette umgestiegen) und war im Nachhinein schon nicht so clever an Bierflaschen vorbei zu müssen und der Weg hin war schon sau ätzend. Ich habe nicht zugegriffen. Dabei hilft vielleicht auch die Tatsache, dass ich noch ne ambulante Reha mache, also Urin abgeben bzw. Pusten muss. Und nebenbei ist es für mich hilfreich sich vor Augen zu führen, was dann wieder passiert, weil im November wollt ich auch nur ne Flasche Wein trinken und es ging bei mir ja letztendlich immer darum voll zu sein, also was zu merken und deshalb würd ich auch nie nur eine Flasche Bier trinken.Am Rande sei erwähnt, dass mir das reden in der Gruppe nach wie vor recht schwer fällt, weshalb ich nochmal hier nen Versuch wage :).

Manchmal habe ich echt Angst, dass ich eben in einem solchen Moment einfach zuschlage und dann geht die ganze Scheiße wieder von vorne los und kommt mir wahrscheinlich anfangs auch noch mega toll vor (war sogar im November so und das obwohl ich die meiste Zeit bei arschkaltem Wetter auf ner Parkbank gesoffen hab). Außerdem nervts, dass ich nach wie vor dann und wann druck spüre, der doch massiv werden kann. Ich hoff, dass das Dreckszeug irgendwann nicht mehr das erste ist, was mir durch den Kopf schwirrt, sobald ich mit irgendeiner Sache nicht zurecht komme oder ne komische emotionale Lage hab. Positiv seh ich selber jedenfalls, dass ich anscheinend schon n paar Sachen, der ganzen Geschichte entgegensetzen kann. Außerdem weiß ich, dass ich an mir selber arbeiten muss, damit meine Besonderheiten mir nicht ständig im Wege stehen, geht halt alles ziemlich langsam, so zumindest nach meinem Empfinden... Falls einer Lust hat mir seinen Eindruck zu schreiben, würd mich das sehr freuen und danke fürs lesen :D
L.G. Marco und sorry für den langen Text


4 Mitglieder finden das Top!
ame Offline




Beiträge: 88

19.06.2018 15:26
#8 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

moin Marco

ich bin gerade richtig froh, das von dir zu lesen!

nicht, dass es dir so schlecht ging, sondern dass du so viele konkrete schritte unternommen hast und unternimmst,
um dein LEBEN ohne drogen zu bewältigen.
respekt!

leider habe ich gerade keine zeit für eine ausführliche antwort, deswegen nur ganz kurz:

bei mir ging es im ersten jahr nur und nur darum, erst einmal möglichst viel abstand zwischen mich und die droge zu legen.
tag für tag, schritt für schritt.
mir war, als müsste ich über rohe eier balancieren.
es ist mir gelungen, und es hat sich gelohnt.

dass du das (irgendwann) mal von dir sagen kannst, das wünsche ich dir auch!




ame (aka amethysmena)
„Die beste Droge ist ein klarer Kopf.“


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trollblume Offline




Beiträge: 3.564

19.06.2018 21:55
#9 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

hallo Marco

schön zu lesen das es Dir gelungen ist
einen Abstand zwischen Dir und dem Gift herzustellen


Was mir konkret geholfen hat

mein Mantra: das erste Glas stehen lassen........weil daraus wurden ja immer anderthalb Flaschen +-.......auf diese Erfahrung/Wiederholung
hatte ich echt keinen Bock mehr aus tiefster innerer Überzeugung

und dann sowas altmodisches wie den persönlichen Notfallkoffer

dazu gehörte u.a.
hier schreiben
jemanden anrufen und verabreden und oder reden auch über "Suchtdruckanwandlungen"

spontan raus aus der Hütte und was anderes/schönes machen
Einmal hab ich mich ins Kino eingeladen und mir ein Eiskonfekt spendiert

Soziale Kontrolle installiert: sprich alle meine Lieben waren informiert über meine Erkrankung ,meinen Willen zu gesunden


und dann kam auch die Selbstdisziplin dazu ....ich hab mir Ziele gesetzt.... Alternativen,neue Hobbies zugelegt

Wichtig für mich war auch der äußere Rahmen
ambulante Suchttherapie shg etc.

je mehr Tage vergehen um so mehr lernst Du das neue Leben schätzen und lieben auch wenn es Tiefs gibt.
Dein nüchterner Verstand gibt Dir andere Lösungsansätze ....


und reden reden reden über Gefühle Befindlichkeiten nur so lernst Du Dich kennen auch gerade über das Feedback

.....allerdings solltest Du bei der Wahl Deiner Gesprächspartner schon sorgfältig auswählen
auf das es nach vorne geht und nicht zurückführt ins alte Elend

von so manchemmancher mußte ich mich trennen

das auch nur mal kurz

wenn Dich mehr Details interessieren, kannste ja mal in meinem alten Thread nachstöbern

.....wie komm ich raus aus der Sucht.....


Gutes Gelingen beim Projekt "Durchtrocknung"



Wünscht Dir Vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


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Marco Offline



Beiträge: 5

19.06.2018 23:29
#10 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Vielen Dank für die Antworten euch beiden.
Das ist echt gut zu lesen, dass das bei euch irgendwann besser geworden ist und auch, dass ich eben nicht der einzige bin, der sich nach 7 Monaten noch zeitweise quält. Im Puncto neue Hobbys, hab ich ja den Sport für mich entdeckt (mach ich auch fast täglich), wäre nur vielleicht doch mal ne Überlegung sich noch was zu suchen, wo mehr soziale Interaktion im Fokus steht, als im Fitnessstudio und beim Joggen/Schwimmen.

Ist nämlich schon nen Tacken leerer geworden, was menschliche Kontakte bei mir angeht. Manches hat sich erledigt, weil ich eben nicht mehr am Start bin auf der nächsten großen Fete, bzw. auch teilweise keinen Bock drauf hab mich daneben zu setzen wenn der Joint kreist oder der Korn aufm Tisch steht. Des Weiteren wird sich noch mehr erledigen, weil mein Jahrgang fertig wird, also weg geht. Fand ich bis jetzt relativ schlimm, aber anderseits werden dadurch die Leute minimiert, die meine Großtaten von früher noch kennen und deshalb unbedingt mit mir darüber reden wollen, wie geil das letzte Besäufnis war, bzw. wo ich denn war oder so was, kann man also doch n bissel positiv sehen. Und außerdem gibt es meine WG ja noch, bei der ich, weil ich bei einzug schonmal was ändern wollte, nicht die gewählt hab in der große Vortrinkgelage stattfinden (gibt's bei uns nämlich nicht)

Mit dem Notfallkoffer, hab ich jetzt schon öfters gehört und denke das ich mir echt mal so n paar Handlungsschritte aufschreiben werde... Passt ja bequem ins Portmonee und wie gesagt es gibt ja wen aus meiner Familie, den ich immer kontaktieren kann und die mir auch bis jetzt immer noch was positives zu sagen wusste. Hab nur halt Angst, dass ich der irgendwann auf den Keks gehe, weil bin halt nicht ihr Sohn und schreib deshalb immer erst wenn ich nicht mehr weiter weiß (Sie selber sagt aber immer, dass ich mich immer melden kann).


L.G. Marco


Julia Offline



Beiträge: 405

20.06.2018 08:22
#11 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Hi Marco

Glückwunsch zu deinen 7 Monaten ohne Alkohol. Super Sache!

Evtl. kannst du über einen Verein oder eine ehrenamtliche Tätigkeit neue Kontakte knüpfen? Was machst du denn gern ausser Sport? Oder Sport in ner Mannschaft machen. Nicht nur allein trainieren und schwimmen gehen. Vielleicht Volleyball oder so.

Mit ner Leidenschaft sich ner Sache annehmen. Dort von Beginn an sagen, dass du nichts trinkst (dann wirst auch nicht genervt). Vielleicht bist du ja gerade eh in ner Lebensphase / einem Lebensalter, in dem man sich bisschen neu orientiert. Neue und wohltuende Kontakte wären sicher eine Chance, mehr Lebensfreude zu erfahren. Mit dem alten Saufjoggels hat man das ja nicht, wie du auch schreibst.

Rein ins pralle Leben und viel Freude!

Liebe Grüsse
Julia

********
"Leben allein genügt nicht, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muß man auch haben".
(H.C. Andersen)


2 Mitglieder finden das Top!
newlife Offline



Beiträge: 3.895

21.06.2018 07:00
#12 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Kann mich dir nur anschließen, Marco. Die soziale Interaktion isses, die für mich auch essentiell ist. Fitnessstudio ist nicht mehr als ne Ablenkung vom Alleinesein, Mannschaftssport ist da wiederum was anderes, da wird nämlich darüber hinaus auch noch gelebt.


Marco Offline



Beiträge: 5

21.06.2018 13:11
#13 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Hey, danke euch beiden für die antworten. Und ja mit den sozialen kontakten, stimmt schon. Ich mach das mit dem fitnessstudio zwar echt gerne und will das beibehalten, aber da ist man wie gesagt immer für sich irgendwie. Wollte demnächst mal zum hochschulsport gehen, vielleicht gibt es da ja wen der nicht übermäßig trinkt. Ist nämlich leider so das bei studenten viel getrunken wird. LG marco


Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.239

21.06.2018 15:16
#14 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Zitat von newlife im Beitrag #12
Fitnessstudio ist nicht mehr als ne Ablenkung vom Alleinesein, Mannschaftssport ist da wiederum was anderes, da wird nämlich darüber hinaus auch noch gelebt.


Stimmt so meines Erachtens nicht und ist sehr engstirnig und unkritisch gedacht, eine gefährliche Aussage für trockene Personen. Bei näherer Betrachtung und Überprüfung wird im Mannschaftssport i. d. R. sehr viel Alkohol konsumiert und das nasse Schmiermittel wird im Mannschaftssport sehr gerne im Kontext Zusammenhalt und Einheit und Team eingesetzt. Da kann's durchaus als Einzelsportler und Individualist im Fitness-Center als trockener Alkoholiker der Anfangszeit angenehmer sein. Ich weiß wovon ich spreche, da ich in verschiedensten Sportarten in Clubs resp. Mannschaftssport unterwegs war/bin.

Klasse Marco, dass du trocken bist und etwas für dich machen möchtest, wie du geschrieben hast, sprichst ja nix dagegeben sich mal 'nen Mannschaftssport (Uni bspw.) anzusehen und falls zuviel Sprit konsumiert wird eben nicht beizutreten. Nachschauen und selbst entscheiden. Ich empfinde soziale Interaktion sehr wichtig, auch und gerade im Sport und habe das Glück, dass in meinem sportlichen Umfeld (jetzt, weil ich mir das bewusst ausgesucht habe) nicht viel Alk konsumiert wird.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


MichaelKleeberg2 findet das nicht gut!
newlife Offline



Beiträge: 3.895

21.06.2018 16:00
#15 RE: Der erste Teil meines Weges? antworten

Zitat
Bei näherer Betrachtung und Überprüfung wird im Mannschaftssport i. d. R. sehr viel Alkohol konsumiert und das nasse Schmiermittel wird im Mannschaftssport sehr gerne im Kontext Zusammenhalt und Einheit und Team eingesetzt.



Schlimm, dass es nicht mal möglich ist, gewisse Dinge mal stehen zu lassen und es immer wieder Menschen gibt, die grundsätzlich mal alles anders sehen müssen. Niemand muss hier im Land Alkohol trinken und für Menschen, die oft alleine waren zu Saufzeiten ist es empfehlenswert, sich Kontakte aufzubauen um soziale Fähigkeiten entwickeln zu können. Und auch ich weiß, wovon ich spreche.

Mannschaftssport wurde sogar in unserer Langzeitherapie empfohlen und ich sollte als Wochenenderprobung damals einen Verein aufsuchen. Also sofort zu Beginn und ohne Zögern. Denn wer zögert, wird viele Dinge vielleicht niemals tun.


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