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Saufnix
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Dieses Thema hat 231 Antworten
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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Guidoof Offline



Beiträge: 131

25.02.2018 17:54
#211 RE: Story antworten

admin. edit

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Hallo zusammen,

okay, denen die meine Einleitung mit Skepsis betrachten kann ich sagen, dass ich weder an Gott glaube, noch auf sonstige Weise religiös unterwegs bin. Ich bin vor 22 Jahren aus der Kirche ausgetreten und stehe den "Machenschaften" einiger Institutionen manchmal kritisch, manchmal traurig und manchmal auch wütend gegenüber.

Hin und wieder aber auch mit Hochachtung und Bewunderung!

Als meine Tochter das "Interview mit Gott", welches sie aus dem Religionsunterricht mit nach Hause brachte, aber in Papierform in ihren Händen hielt, um es mir zu zeigen, waren wir uns beide einig, dass es unglaublich schön ist und Botschaften in sich verbirgt, die nachdenklich stimmen und dennoch ein gewisses Maß an Lebensfreude wecken, ohne dabei auf die Knie gehen zu müssen!

Aber nun mal zu mir. Oder sollte ich lieber sagen: zu dem der ich mal war, zu dem was aus "ihm" geworden ist?

Keine Ahnung, denn ich hatte mir eigentlich vorgenommen nur ein kurzes Hallo hierzulassen, mit dem Hinweis, dass ich mich wieder melde wenn alles geregelt ist bzw. ich es soweit in Worte gefasst kriege, dass diese die Erlebnisse seit Mai 2017 auch tatsächlich beschreiben.

Es ist jetzt nicht so, dass ich das Sprechen verlernt habe. Aber tatsächlich ist so unglaublich viel passiert, dass ich mir manchmal die Frage stelle, ob es überhaupt in einen Beitrag passt.

Aber der Reihe nach!
Ich bin trocken in das neue Jahr gekommen, habe die dritte und letzte Runde meiner Therapie begonnen und erfreue mich -nach wie vor- an meiner Abstinenz und dadurch auch an meinem Leben - wenngleich es nicht immer leicht ist, dem Leben die richtigen Antworten auf die Fragen zu geben, die es an mich stellt. Insbesondere dann nicht, wenn ich ihm mit Gegenfragen komme.

Ich habe mich, nachdem ich mich gefestigt und in ein sicheres Umfeld begeben habe, an Dinge gewagt, die längst überfällig waren. An Dinge die ich ewig vor mir her geschleppt habe, um sie dann, irgendwo in der Vergessenheit, liegen zu lassen. Dinge die wieder auf mich zurückgekommen sind, als auch das letzte bisschen Nebel in der Ferne verschwunden ist.

"Leider" hat mir das nicht immer den gewünschten Erfolg gebracht, sodass ich hier und da auch Tiefschläge einstecken musste.

Konkret ist mir, fast genauso schnell wie sie entstanden ist, die neue Freundschaft von der ich hier einmal berichtet habe verloren gegangen, womit ich zu dem Zeitpunkt nicht gerechnet habe.

Grundsätzlich ist es ja so, dass Freundschaften, Partnerschaften, sonstige Bindungen auch in die Brüche gehen können, dass man loslassen können sollte, wenn es in die falsche Richtung geht, wenn mehr Leid als Freude entsteht und was sonst noch alles mit reinspielt.
Die Umstände waren dennoch nicht schön und haben mich lange nachdenken lassen.
Da es aber wirklich eine sehr persönliche Erfahrung war, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen.

Dann habe ich angefangen meine Finanzen in den Griff zu kriegen, da sie einen nicht unerheblichen Teil meines Trümmerhaufens ausmachen.
Anfangs -also nach dem letzten Glas- habe ich mich zwar schon an diese Hürde herangewagt, mich jedoch vor die Frage stellen müssen, ob ich tatsächlich "Guido der Unbesiegbare" bin, oder ob ich nicht lieber beim Bäcker nachfrage, ob er mir beibringen kann wie man kleine Brötchen backt!?

Da Unbesiegbarkeitswahn und kleine Brötchen backen (und hiermit meine ich mich demütigen zu lassen) jedoch nicht zu meinem Naturell gehören, habe ich mich schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen begeben und angefangen zu sortieren, zu rechnen, schönzurechnen, durchzustreichen, ehrlich zu rechnen, um mir dann die Tatsachen vor Augen zu führen.

Dass es ein echter Brocken wird, der einen langen, aufwendigen und vor allem ermüdenden Prozess in Gang setzt, war mir von Anfang an klar. Auch war mir klar, dass ich an einem Punkt ankommen werde, der mich ein weiteres Mal darauf hinweisen wird, dass es immer die Hoffnung ist, die zuletzt stirbt.

Naja und so ist dann auch der Tag gekommen, an dem ich mich von meinem "geliebten" Motorrad trennen musste, was mir zunächst -obwohl ich es wusste und mich gedanklich darauf vorbereiten konnte- einen ganz schönen Tiefschlag verpasst hat.

Am 13. Oktober hat mich, eher zufällig, die Nachricht erreicht, dass sich ein ehemaliger (Sauf- Kiff- ...) Kumpel von mir endgültig um die Ecke gebracht hat.
Und obwohl ich schon länger nur wenig und seit Beginn meiner Abstinenz auch gar keinen Kontakt mehr zu ihm gepflegt habe, sind noch einmal die ganzen Abende, die ganzen Gelage und die Sinnlosigkeit vor mir abgelaufen, wie ein Albtraum. Unser Gegacker und der damals tatsächlich noch vorhandene Unbesiegbarkeitswahn, haben in diesem Traum keine Rolle mehr gespielt, da all das doch auch nur ein Teil des Weges seines zielgerichteten Selbstmord über Jahrzehnte war.
Als mich die Nachricht erreicht hat, war ich endlos traurig, denn alles was geblieben ist, ist der Autopsiebericht, seine trauernden Eltern, die Vorwürfe und der Grabstein - sonst nichts.

Ich musste mich an diesem Tag an einen Bericht von LostHoney erinnern, in dem sie schrieb, dass sie sich vorgenommen hat mal wieder richtig zu flennen (oder so ähnlich), was aber nicht hingehauen hat.
Mir ging es zunächst ähnlich, weil ich die Oberhand nicht verlieren wollte. Aber je länger ich darüber nachgedacht habe, desto intensiver hat sich der Wunsch in mir breit gemacht es doch zu tun und sich verselbständigt, sodass ich alles rausgelassen habe, was an Rotz und Tränen in mir dringesteckt hat.

Irgendwie befreiend! Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass es echte Tränen waren, die recht salzig und nicht nach Schnaps geschmeckt haben.

ABER !

Neben all der Tragik und den Kämpfen die ich auf dem einen oder anderen Schauplatz austragen muss(te), habe ich mich nicht aufgegeben und nehme fröhlich am Leben Teil.

Ich bin sportlicher geworden und habe im letzten Jahr sogar meinen Rettungsschwimmer in Silber nachgeholt (nach 33 Jahren :-))
Für das nächste Frühjahr habe ich mich für den Goldkurs angemeldet und bin auch sonst viel im Schwimmbad.

Was die Arbeit betrifft, habe ich die Aussage meiner Therapeutin verinnerlicht, die sie in einem der Einzelgespräche getroffen hat. Nämlich die, dass man nicht viel davon hat, wenn man seinen Arbeitgeber wie einen Freund behandelt. Punkt!

Ich bin zwar immer noch gern in der Firma und meinetwegen auch bis zur Rente - aber nur noch ohne die Aufopferung, die mich beinahe in die Selbstaufgabe getrieben hätte.

Und auch ohne dem Glauben, dass ohne mich nichts geht!

Es ist wirklich viel passiert, aber nichts davon hat gereicht um mich selbst dabei zu vergessen und wieder zum Alkohol zu greifen.

Tatsächlich habe ich jede Entscheidung getroffen, weil ich sie treffen wollte, weil das Eine oder das Andere -so weh es manchmal auch tut- einfach vernünftiger ist.

Das hätte dieses Häufchen Elend, aus meinem ersten Post hier nicht hingekriegt. Ganz bestimmt nicht, denn das hätte der Alkohol zu verhindern gewusst.
Ich möchte mich nicht distanzieren von all dem was einmal war und auch künftig nicht so tun, als hätte alles nicht stattgefunden. Nur vergleichen lässt sich "damals" und heute allerdings sehr schwer.

Und ich habe all diese Dinge nicht in die Spur gebracht weil mir gerade nichts besseres einfiel, sondern vielmehr weil ich angefangen habe, mir all die "Geschichten" die ich mir erzähle auch zu glauben.

Ja, weil ich angefangen habe an mich selbst zu glauben und weil es mir mein alkfreies Leben wert ist, ist alles so wie es ist. Und so wie es ist, ist es geil!

Der größte Teil meiner Probleme ist das Ergebnis meiner Sucht. Aber jeder Zentimeter, den ich heute weiterkomme, ist ein Gewinn den ich durch meine Trockenheit erzielt habe. Ein Gewinn, der das Ergebnis vom Alkohol immer weiter schmälern lässt.

Die die an ihrer Sucht verreckt sind, kann ich nicht wieder zum Leben erwecken, aber das Motorrad auf dem ich eines Tages sitzen werde, das wird bald für mich gebaut - denn diesen und viele andere Träume sowie Ziele, gebe ich nicht auf!

Liebe Grüße,

Guido


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Guidoof Offline



Beiträge: 131

02.04.2018 18:53
#212 RE: Story antworten

Hallo zusammen,

also vorweg wünsche ich erst einmal frohe Ostern, in der Hoffnung, dass ihr die freie Zeit auch genossen habt.

Ich habe die letzten Tage hier viel heimlich mitgelesen (hihi) und nutze jetzt mal die Gelegenheit, ebenfalls ein paar Worte loszuwerden, die mir so durch den Kopf gehen.

Beginnen möchte ich mit einem meiner Lieblingszitate. Allerdings nicht weil ich mir -je nach Tagesform- das Beste raussuche, um dann der gesamten Menschheit damit auf den Sender zu gehen, was für ein geiler richtungsweisender Typ ich doch geworden bin, sondern weil es den Nagel tatsächlich auf den Kopf trifft:

Mein Weg begann dort, wo ich aufhörte den Weg der anderen zu gehen.

Die Herkunft ist mir unbekannt (admin.edit)

Ich bin wirklich nicht der Typ der andere belehren will und ich habe, unbestritten, soviel Scheiße in meinem Leben gebaut, dass es eigentlich für zwei reichen dürfte. Und ich bin mir auch völlig im Klaren darüber, dass ich es schon lange vor der Kapitulation gespürt habe, dass mich meine Art zu leben eines Tages in den Abgrund stürzen wird. Dennoch habe ich es zugelassen! Warum? Weil es einfach und bequem war! Nicht nachdenken, Schuldzuweisungen formulieren und dann voll rein in die Schlacht.

Ich war so perfektioniert darin mich selbst zu bescheißen, dass ich am Ende feststellen musste, dass ich nichts von alldem besitze, von dem ich immer geredet habe. Und das was ich tatsächlich mal besessen habe, habe ich -Stück für Stück- in den Abgrund geschmissen, während ich schallendes Gelächter hinter mir gehört und verzweifelte Gesichter vor mir gesehen habe.

Nur weil ich mithalten wollte, weil ich mich auf ein Spiel eingelassen habe, das im Grunde genommen nichts mit dem Menschen zu tun gehabt hat, der ich war, als ich auf die Welt gekommen bin.

Das Gute aber daran ist, dass ich es gepeilt und verinnerlicht habe, dass es nur mein eigener und nicht der Wille anderer sein kann, der mich in die Lage versetzt, mir -Stück für Stück- etwas zurückzuerobern, das ich mir selbst genommen habe: Meine geistige Freiheit und meinen eigenen Willen.
Meinen Willen, meinen eigenen Weg zu gehen! Und es ist mir dabei egal, wie holprig und steinig er sein wird. Ich passe schon auf, dass ich nicht wieder am falschen Hebel ziehe und mich dabei überschlage.

Es sind doch nicht meine Träume die mich beschissen haben, sondern ich war derjenige, der sie betrogen und "idiotischerweise" gerade dorthin gepflanzt hat, wo ich nie sein wollte.

Auch ich werde eines Tages, unweigerlich, das Kreuz erreichen, welches schon heute für mich aufgestellt ist. Aber ich möchte auf dem Weg dorthin zu keiner Sekunde mehr sagen wollen, dass ich nicht alle Mittel ausgeschöpft habe, die mir zur Verfügung stehen.

Und wisst ihr was cool ist?

Ich habe keine Angst mehr davor erwischt zu werden, denn ich habe nichts mehr zum verstecken, da alles raus ist.

Ich weiß nicht mehr genau ob ich es hier schon einmal erwähnt habe, aber ich bin überzeugt davon, dass Menschen die zu Hass neigen, in der Regel auch sich selbst hassen.

Ich hab mich mit all diesen Gefühlen wie Wut, Jähzorn, Rache und eben den Hass auf mich selbst lange auseinandergesetzt, was eine leidvolle Erfahrung war - Und dennoch eine der wichtigsten die ich je machen konnte.

Ich will nicht behaupten, dass ich mich bis in alle Ewigkeit ergründet habe, oder es nie wieder eine Situation geben wird, in der ich vielleicht doch nicht der Herr meiner Sinne bin und überreagiere. Aber ich fange an mich zu erkennen und mich viel besser zu verstehen und das ist total schön. Weil viel ruhiger und gelassener.

Der Alkohol kann mich, mitsamt seinen ebenso hinterlistigen Freunden, nach wie vor am Arsch lecken!

Tabula rasa!

Liebe Grüße

Guido


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Sadgirl Offline




Beiträge: 366

02.04.2018 19:00
#213 RE: Story antworten

Du solltest (ernst gemeint) Deine Biographie schreiben!
Nicht nur weil Deine Post's stets Hand und Fuß haben, eine Wiedererkennung haben, nein-auch weil Du es meisterlich verstehst, mit Worten zu jonglieren und einen Inhalt zu zaubern, der einen gerne lesen lässt.
So schön, dass Du wie geschrieben empfindest!
GLG
Silke

Was ist, ist. Was nicht ist, ist möglich.


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Guidoof Offline



Beiträge: 131

02.04.2018 23:36
#214 RE: Story antworten

Hallo Silke,

vielen Dank für die Blumen, über die ich mich sehr freue!
Ich kann das Kompliment aber auch ungefiltert zurückgeben, denn unter Deinen Beiträgen habe ich auch noch keinen gefunden, auf den ich gern verzichtet hätte.

Dir drücke ich die Daumen, dass Du, für das was Dich gerade bewegt, schnell die Mitte findest. Obwohl ich mir sicher bin, dass Dir das gelingen wird.

Und "vorsichtshalber" gute Besserung, da ich nicht weiß wie so ein Schleudertrauma verläuft!

Gute Nacht und liebe Grüße
Guido


Sadgirl Offline




Beiträge: 366

03.04.2018 05:53
#215 RE: Story antworten

Guten Morgen,
herzlichen Dank! :-)
Ein Schleudertrauma verläuft in der Regel, wenn ausreichend Ruhe gehalten wird, recht glimpflich ab; die Ersten Tage mit schicker Halskrause und Bestrahlung, danach mit Geduld und notfalls Schmerzmittel. Da ich eine bockige Löwin bin, habe ich darauf verzichtet und nach 2 Tagen Ruhe wieder Sport getrieben. Das Trauma ist nahezu weg, mit dem Schock hatte ich schwer zu kämpfen; der Gegner hatte mich am Unfallort, obwohl er Schuld hat, übel beleidigt und angepöbelt. Zum Glück habe ich eine unbeteiligte Zeugin. Wird vor Gericht gehen......
Was mein aktuelles "Problem" betrifft: Ich habe große Probleme, Menschen durch meine Kritiken, oder Entscheidungen zu verletzen. Langfristig wird mir nichts anderes übrig bleiben. Zunächst bekommt jeder eine Chance....
Einen schönen Frühlingstag und hoffentlich bald wieder ein Motorrad für Dich!
LG Silke

Was ist, ist. Was nicht ist, ist möglich.


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Guidoof Offline



Beiträge: 131

28.04.2018 23:57
#216 RE: Story antworten

Guten Abend zusammen

mal ein kleiner Zwischenstand:

Ich bin seit zwei Wochen dabei, für das goldene Rettungsschwimmabzeichen zu trainieren bzw. hat der Kurs begonnen. Und da ich das unbedingt schaffen will, bin ich heute 2:38 Stunden am Stück geschwommen und habe dabei 5050 Meter zurückgelegt.

Naja und als ich dann völlig geschafft, aber glückselig, aus dem Wasser gekommen bin, hatte ich endgültig das Gefühl, dass aus Alkohol wieder Blut geworden ist, das mir durch Herz und Venen schießt.

Vielleicht eine eigenwillige Beschreibung, aber ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal so konsequent ein Ziel verfolgt habe. Zumindest keines, das ich auch wirklich erreichen will. Und da habe ich plötzlich den Gedanken an das Blut in meinem Herzen gehabt - HERZBLUT eben.

Ein geiles Gefühl.

Und wenn sich jetzt die Frage stellt, warum ich dieses Gedankenspiel hier mit euch teilen möchte, dann liegt die Antwort ganz einfach darin, dass mir zu schlimmsten Saufzeiten solch ein Erfolgserlebnis niemals vergönnt geblieben ist, denn da habe ich maximal in einer, mit Bier aufgeschäumten, Pulle Vodka gebadet. Und hier geht es ja immer noch um Sucht und dem was wir aus ihr machen.

Da ich niemanden kenne, der es verwirklichen könnte, kann ich nur mich selbst bitten. Mich selbst bitten, dafür zu sorgen, mich und all die Schönheit, die mich von Zeit zu Zeit mal besuchen kommt, nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

Gute Nacht, liebe Grüße und bis bald!

Guido


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Julia Offline



Beiträge: 171

29.04.2018 08:41
#217 RE: Story antworten

Lieber Guido

Danke fürs Teilen deiner "Herzblut-Erfahrung". Das ist wunderbar

Schönen und erholsamen Sonntag.

Liebe Grüße
Julia

-------------------------------------------------
"Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farben deiner Gedanken an" (Marc Aurel)


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newlife Offline




Beiträge: 3.802

29.04.2018 09:00
#218 RE: Story antworten

Absolut stark Guido. Hatte mal ein ähnliches Erlebnis beim Radfahren. Da hatte ich die innere Grenze bereits überschritten und konnte darüber hinaus Kräfte mobilisieren, die ich zuvor noch nicht kannte. Alles war auf einmal wieder leicht und ich spürte meinen Körper in noch nie dagewesener Form. Diese Überwindung war ein Muss, denn wir hatten noch 30 km bis zum Parkplatz zu fahren.
Bis heute unvergesslich, ich war damals 19.

on the way...


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Guidoof Offline



Beiträge: 131

29.04.2018 11:33
#219 RE: Story antworten

Vielen Dank, liebe Julia!

Ich wünsche Dir auch einen schönen und erholsamen Sonntag!

Liebe Grüße,
Guido


Guidoof Offline



Beiträge: 131

29.04.2018 11:35
#220 RE: Story antworten

Hey Newlife,

in Anbetracht der Tatsache, dass Du noch 19 Kilometer vor Dir hattest, kann ich auch im Nachhinein meinen Hut ziehen!

Mach das doch bei Gelegenheit mal wieder.

Beste Grüße und auch Dir einen schönen Sonntag

Guido


Guidoof Offline



Beiträge: 131

29.04.2018 11:37
#221 RE: Story antworten

Uuuups ich sehe gerade, dass Du noch 30 Kilometer vor Dir hattest, als Du 19 warst und nicht umgekehrt :-)

Also noch einmal den Hut gezogen!


Julia Offline



Beiträge: 171

29.04.2018 12:46
#222 RE: Story antworten

Zitat von Guidoof im Beitrag #219
Ich wünsche Dir auch einen schönen und erholsamen Sonntag!


Danke, lieber Guido. Ich muss heute noch 20 Paper von Studierenden bewerten (mit persönlicher Rückmeldung) - auch irgendwie ein Marathon

Ich machs aber gern, weil sie sich echt voll reingehängt haben (sechs habe ich schon durch) und meine Studis eh sehr schätze. Außerdem schaffe ich mit Blick auf meine wunderbare Terrasse/Garten. Alles blüht und die Vögel zwitschern. Es ist so friedlich. Dienstag ist ja zum Glück Feiertag, da mach ich mir dann einen schönen freien Tag (Fahrradtour am See).

Am 5. Mai macht das Freibad bei mir um die Ecke auf. Ich freue mich schon wie Bolle! Jeden Tag schwimmen gehen - yes! I love it!

Hoffe dein Körper schmerzt nicht zu sehr

Lieber Sonntags-Gruß
Julia

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"Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farben deiner Gedanken an" (Marc Aurel)


2 Mitglieder finden das Top!
newlife Offline




Beiträge: 3.802

29.04.2018 13:32
#223 RE: Story antworten

Hey Guido,
ich weiß nicht, ob so etwas gesund ist. Ich habe da eindeutig über meine Verhältnisse gelebt. Ich war mit einem sehr geübten Radfahrer unterwegs und die gesamte Tour hatte rund 80 km und das im Odenwald, wo nicht nur Flachland ist.
Ich wollte mir das damals beweisen, denn auch in dieser Zeit war ich schon ziemlich sprittig unterwegs.

Ich ging sozusagen an meinen Reserverkanister, von dem ich bis dahin gar nicht wusste, das es so etwas gibt. Ich war an dem Punkt, wo nix mehr ging und ich auch auf ner Parkbank übernachtet hätte. Dann aber sagte der andere, dass es trotzdem weiter geht und das auch möglich ist. Es kostet enorme Überwindung, aber ich werde es erfahren. Der wusste genau, von was er spricht.

Ja sicher. So etwas in der Form hatte ich nie zuvor und auch nie danach wieder erlebt. Eine solche Leichtigkeit die nur durch Ausschüttung körpereigener Substanzen möglich war, die aber ganz sicher Notfallreserven sind und mit denen man nicht spielen sollte. Der Körper sendet nicht umsonst bereits zuvor Warnsignale aus.

Toll und unvergesslich, ganz klar. Schön, dass ich eine solche Erfahrung einmal hatte. Alleine und ohne Druck würde ich soweit nicht gehen wollen. Kannst auch durch nen Herzkasper abschmieren.

on the way...


Atlas Offline



Beiträge: 3

23.05.2018 10:56
#224 RE: Story antworten

Absolut toller Beitrag, RESPEKT Uwe! ! 👏👏👏👏👏

LG vom noch nicht den Mut findenden Atlas (ine)


Guidoof Offline



Beiträge: 131

13.06.2018 22:45
#225 RE: Story antworten

Guten Abend zusammen,

ich wollte mal einen kleinen Zwischenstand melden und euch dabei ganz stolz verkünden, dass ich -seit ca. 1,5 Stunden- im Besitz des Rettungsschwimmabzeichens in Gold bin :-)

Ich bin da ganz besonders stolz drauf, weil mir etwas gelungen ist, was ich vor zwei Jahren noch für undenkbar gehalten habe, obwohl ich es tief im Herzen immer machen wollte. 33 Jahre lang aber -immer wieder- an meiner Gier nach meinem verkackten Ex-Kumpel dem Alkohol gescheitert ist.

Das bringt mich jetzt dazu mir, zur Feier des Tages, eine zuckerfreie ;-) Fritz Kola zu gönnen. Und das mit der Gewissheit, dass immer irgendetwas geht, wenn man nur nicht aufhört, den Glauben an sich selbst zu verlieren.

Und von jetzt an geht jeder Cent -den ich opfern kann- in die Spardose, für mein nächstes Projekt: Ein neues Motorrad :-)

Wird langwierig, aber die Vorfreude zählt mit!

Beste Grüße an euch und eine angenehme Nachtruhe

Guido


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