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Saufnix
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Dieses Thema hat 355 Antworten
und wurde 27.995 mal aufgerufen
 Deine eigene Alkoholkarriere
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Tanja Offline



Beiträge: 291

21.02.2015 08:07
#16 RE: Der Anfang antworten

PS: für die, die immer wieder zur Therapie raten: ich bin seit fast 3 Jahren nicht krankenversichert. Auch wenn ich eine persönliche Abneigung zu dieser habe und mir manchmal insgeheim wünsche etwas Zeit NUR FÜR MICH zu haben, würde dies bedeuten, eine monatliche Nachzahlug von min. 160.-€ zu zahlen (5769,00€) zu zahlen. Das wäre gleich einem Bankrott. ....mein armer Schatz.

wenn ich trinke, kann ich böse sein. Ich mache zwar die Buchführung, aber so miserable(besoffen), dass es abzusehen ist, wann sie uns den Laden zumachen werden.


Tanja Offline



Beiträge: 291

21.02.2015 08:22
#17 RE: Der Anfang antworten

Hallon Karlberd,

ja, ich habe gesoffen. Ich sass fast eine Std, da un hab überlegt, was denn nun vernünftiger, bessser für mich wäre. Depressionen sind das Schlimmste mir erdenkliche. Da Sauf ich lieber. ....und meinen Suff will eh keiner sehen. Nur hier im Forum wird es als ernstes Problem angesehen.


Freddy72 ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2015 08:22
#18 RE: Der Anfang antworten

Und was kostet der Steuerberater? 200 Euro im Monat? Krankenversicherung musst Du unbedingt machen.


Tanja Offline



Beiträge: 291

21.02.2015 08:24
#19 RE: Der Anfang antworten

das hat der Geldeintreiber auch gesagt :-)


Gmoastier Offline




Beiträge: 2.175

21.02.2015 08:33
#20 RE: Der Anfang antworten

Hallo Tanja
Und wenn Du mal nachrechnest,dann kommt tägliches,sinnloses saufen auch nicht billiger,als Steuerberater und Krankenversicherung.
(nicht falsch verstehen,nur meine Meinung)

Gruß

Alle glaubten es geht nicht,bis einer kam und es einfach tat!


Logo Offline



Beiträge: 554

21.02.2015 08:35
#21 RE: Der Anfang antworten

Hallo Anja,


leider antwortest Du KB nicht auf seine Frage ob Du wieder getrunken hast. Ist aber auch müßig, ob oder ob nicht.

Ich weiß nicht, warum Du immer wieder auf das Thema "Therapie" kommst und von Dir aus immer wieder beteuerst, warum Du keine Therapie machen willst/kannst/darfst/sollst/...?

Niemand hier drängt Dich zu einer Therapie.
Keiner von uns kann Deine Situation beurteilen.
Niemand hier kennt Deine inneren Antriebe und/oder Blockaden.
Keiner ist wirklich im Bilde wie sich dein soziales Umfeld auf Dich und Deine Entscheidungen auswirkt.

Die Menschen hier erzählen Dir daher lediglich von ihren eigenen Erfahrungen. Es ist an Dir, für Dich im Einzelfall zu bewerten, ob deren Erfahrung für Dich hilfreich sein kann oder nicht.
Darüber bist Du niemand Rechenschaft schuldig.


Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich Dir jedoch sagen dass ich ein Abwehrverhalten, wie Du es an den Tag legst, schon sehr oft gesehen habe. Ich habe es bisher immer an Menschen beobachtet, die sich selbst ganz klar darüber waren, dass sie suchtkrank sind, und die für sich selbst wussten, dass sie es in der Vergangenheit nicht geschafft haben, daraus auszusteigen. Die aber in gleichen Atemzug Angst vor den Folgen hatten, sich "zu outen" und externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für sie alle war es die "persönliche Bankrotterklärung" ihrer jahrelang gepflegten Ausreden vor sich selbst. Warum?

Es ist eine Sache, sich selbst einzugestehen, Alkoholiker zu sein und das völlig anonym in einem öffentlichen Forum auch zu schreiben.
Es ist eine ganz andere Sache, sich einem Dritten (z.B. Arzt oder Suchtberater) im persönlichen Gespräch anzuvertrauen und um Hilfe zu bitten in dem Wissen, dass dann die eigene Krankheit unweigerlich zu einem Teil "öffentlich" wird.
Es ist noch eine andere Sache, sich der Herausforderung dieser Krankheit zu stellen und das eigene Leben dahin gehend zu verändern, dass ich meine eigene Krankheit dauerhaft zum Stillstand bringe und gleichzeitig ein zufriedenes Leben erarbeite. Das bedeutet nämlich schonungslose Ehrlichkeit sich selbst gegenüber, und konsequentes Handeln über einen langen Zeitraum hinweg.

Das kann jede(r) Einzelne alles komplett im stillen Kämmerlein mit sich selbst ausmachen und das Rad damit neu erfinden.
Es steht aber jedem auch frei, von der Erfahrung anderer zu profitieren und sich Hilfe zu holen, welche Art von Hilfe auch immer.

Was ich aber noch nie funktionieren sah, waren die Menschen, die meinten, sie müssten "under the cover of darkness" im Verborgenen sich selbst "heilen", nur um im täglichen Leben nicht stigmatisiert zu werden.

Diesen Versuch unternimmt garantiert die Masse aller Alkoholiker irgendwann einmal.
Ich kenne persönlich nur Menschen, die damit auf die Schnauze gefallen sind.

Diejenigen, die über viele Jahre und Jahrzehnte rückfallfrei trocken blieben, haben sich alle irgendwann geoutet (ohne mit einem Schild um den Hals herumzulaufen) und Hilfe geholt.
Und ich habe in keinem Land dieser Welt so viel Hilfsangebote für Suchtkranke (auch nicht krankenversicherte!) gesehen, wie in Deutschland.

Da ist praktisch für jeden was dabei.

Nur: auf den Weg machen und seine Hände aus den Taschen bekommen, das muss jede(r) für sich selbst. "Nur" nichts trinken reicht nicht - bei keinem Alkoholiker.

cu, Logo


P.S.: Es liegt an jedem Einzelnen, was er aus seinem Leben machen will und wie er das will.


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Katro Offline



Beiträge: 121

21.02.2015 08:47
#22 RE: Der Anfang antworten

Hallo Anja,

Zitat von Tanja im Beitrag #17
Depressionen sind das Schlimmste mir erdenkliche. Da Sauf ich lieber. ....

diese Argumentation läuft ins Leere...
...am Ende bleiben dir nicht nur die Depressionen erhalten, sondern du hast dir darüber hinaus weitere Probleme eingehandelt, die auf den übermäßigen Alkonhol"genuss" zurückzuführen sind.

Es gibt m.E. nur einen Weg in ein besseres Leben. Und der führt vom Alkohol (und sonstigen Abhängigkeiten) weg.

Viele Grüße
Katro


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Tanja Offline



Beiträge: 291

21.02.2015 08:54
#23 RE: Der Anfang antworten

Hallo Logo.

dank dir für deine ausführliche Antwort.
Aber ich denke immer noch, dass ich es hätte schaffen können, wenn im nüchternen Zustand nicht die Depressionen gekommen wären.


Tanja Offline



Beiträge: 291

21.02.2015 09:10
#24 RE: Der Anfang antworten

Hey Katro,
ich weiß, dass du recht hast, aber gerade tut es einfach nur gut, in Selbstmitleid zu zergehen. Morgen ...


MichaelKleeberg2 Offline



Beiträge: 262

21.02.2015 10:42
#25 RE: Der Anfang antworten

Zitat von Katro im Beitrag #22
Hallo Anja,
Zitat von Tanja im Beitrag #17
Depressionen sind das Schlimmste mir erdenkliche. Da Sauf ich lieber. ....

diese Argumentation läuft ins Leere...
...am Ende bleiben dir nicht nur die Depressionen erhalten, sondern du hast dir darüber hinaus weitere Probleme eingehandelt, die auf den übermäßigen Alkonhol"genuss" zurückzuführen sind.

Es gibt m.E. nur einen Weg in ein besseres Leben. Und der führt vom Alkohol (und sonstigen Abhängigkeiten) weg.

Viele Grüße
Katro





manchmal hab ich den eindruck, eigene erfahrungen werden durch standart wiederholungen aus dem lehrbuch ersetzt. oder katro hat sie vergessen, die eigenen erfahrungen. das leid.


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Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

21.02.2015 11:16
#26 RE: Der Anfang antworten

Zitat von Tanja im Beitrag #23

Aber ich denke immer noch, dass ich es hätte schaffen können, wenn im nüchternen Zustand nicht die Depressionen gekommen wären.


oder wenn das geschäft ein bomben erfolg gewesen wäre
oder wenn du im lotto gewonnen hättest
oder oder oder ....

und noch nicht mal bei diesen *oder und wenn* kannst du sicher sein das das alles nicht doch genau so gekommen wäre.
diese grüblerei ist kontraproduktiv und brinkt dich nicht weiter, hindert dich sogar noch.

übrigens

suchtberatung und selbsthilfegruppen kosten nicht einen cent
nur etwas zeit, einsicht und dein selbstmitleid.

du allein hast die macht diese krankheit zum stillstand zu bringen. ist das nicht wunderbar?
dazu mußt du aber aktiv werden!
durch jammern und grübeln wird sich nicht wirklich etwas verändern.

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


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Logo Offline



Beiträge: 554

21.02.2015 11:24
#27 RE: Der Anfang antworten

Zitat von Tanja im Beitrag #23
[...]Aber ich denke immer noch, dass ich es hätte schaffen können, wenn im nüchternen Zustand nicht die Depressionen gekommen wären.



Hallo Anja, wie gesagt, Du bist hier niemand Rechenschaft schuldig - außer Dir selbst.

Und so lange Du Dich noch so offensichtlich selbst belügst (siehe das Zitat), wirst Du auch nicht willens sein, Deinem Leben die notwendigen Änderungen zu verpassen.


Aufgemerkt: solange ein Alkoholiker noch versucht, die Rosinen rauszupicken (im Sinne von: ich mache das heimlich, das geht nicht weil ..., jenes geht nicht weil...), ist er von echter Einsicht noch meilenweit entfernt.

Diese Aussage ist weder ein Dogma, noch aus einem Lehrbuch. Das ist meine Erfahrung aus dem Umgang mit meiner Suchtgeschichte und den vielen Alkoholikern, die ich in den letzten gut zehn Jahren meiner Trockenheit näher kennen gelernt habe.

Aber es war schon immer das Vorrecht der Betrunkenen, sich die Welt anders zu vermitteln, als sie ist. Sonst hätten die allermeisten Alkoholiker rechtzeitig "die Bremse reingehauen" und es wäre beim Missbrauch geblieben.

Hätte, hätte, Fahrradkette...

cu, Logo


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trollblume Offline




Beiträge: 3.423

21.02.2015 18:21
#28 RE: Der Anfang antworten

Zitat von Tanja im Beitrag #23
Hallo Logo.

dank dir für deine ausführliche Antwort.
Aber ich denke immer noch, dass ich es hätte schaffen können, wenn im nüchternen Zustand nicht die Depressionen gekommen wären.




Dann wär was anderes "gekommen"
Mach Dir nix vor.........
Krankenversicherung nachzahlen ist Mist aber machbar....auf Ratenzahlung versuchen,
auch dabei helfen einem Menschen in der Suchtberatung oder Therapieeinrichtung
..... und irgendwann hast du Dein Leben und Deine durch Suff und Schluderei versäumten/verschleppten Geldgeschichten wieder ins reine gebracht.

Durch Kopf in den Sand stecken gehen die Schulden eh nicht weg, Du vertagst das Ganze nur


Packs an!




LG Vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


grufti Offline




Beiträge: 3.484

21.02.2015 20:35
#29 RE: Der Anfang antworten

Hallo Anja,

du musst dich krankenversichern!!! Ohne Wenn und Aber.

Und zwar unabhängig davon, ob du nun eine Therapie machen willst oder nicht.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


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Biene Offline




Beiträge: 352

22.02.2015 11:39
#30 RE: Der Anfang antworten

Hallo Anja,

bist du denn verheiratet?
Dann kannst du dich doch bei deinem Mann mitversichern lassen.

Bei dem Gesetzlichen dürfte das kein Problem sein. Bei Privatversicherten weiß ich nicht so genau ob das auch ohne Mehrkosten ist.

Viele Grüße

Biene


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