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Saufnix
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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Akute Hilfe
Seiten 1 | 2
Ahoch2nachM Offline



Beiträge: 50

18.12.2013 18:43
RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

...ich hoffe ich schreibe in den richtigen Bereich.
Ansonsten bitte ich höfflichst um entschuldigung.

Also, ich hatte mich ja schon ein wenig vorgestellt und bis jetzt klang ich ja auch sehr euphorisch und
-Honigkuchenbackebacke-,
Aber, das dies nicht so auf Dauer sein kann, weiss ich, und bekomme seit gestern auch die Bestätigung.
Seit gestern habe ich Suchtdruck, heute auch.
Ich habe bei meiner SB letzte Woche eine ambulante Therapie angesprochen, welche ich auch unbedingt machen möchte.
Mein Problem ist, dass diese Therapie erst in 6 Wochen starten soll, die SB begründet das so, da man erst sehen will wie ernst es mir auch damit ist, so wegen Rentenversicherungsträger und so....KP..

Wie erwähnt, seit gestern kommt der Suchtdruck und ich versuche mich best möglichst zu beschäftigen....
aber 6 Wochen sind sooo lang

Gibt es auch schnellere Wege an einer Therapie teilzunehmen?
Es ist mir auch wichtig, da ich gerade jetzt sehr viel Zeit habe.


Würde mich über Antworten freuen.

[ Editiert von Ahoch2nachM am 18.12.13 18:44 ]


Komplex Offline



Beiträge: 3.772

18.12.2013 18:55
#2 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Hallo,

ich habe auch eine ambulante Therapie gemacht, Einzeltermine und Gruppe einmal die Woche.

Vor der eigentlichen Therapiephase lief dort auch eine "Probephase" von rund 4-5 Wochen. In dieser Zeit waren aber nach Bedarf auch schon Einzeltermine drin, so dass die Probephase bereits sehr der dann folgenden glich.

In der Probegruppe wars erst mal etwas anders, das lag bei mir daran, dass dort Viele "Scheinkandidaten" waren, hauptsächlich solche, die irgendwie versuchten, einen Nachweis für ihre MPU zu bekommen, und offensichtlich trotzdem nicht trocken waren.

An Deiner Stelle würde ich einfach mal Deine Suchtberaterin ansprechen, welche Möglichkeiten es gibt, diese Wochen einigermaßen betreut und gesichert zu verbringen.

Planst Du eine tägliche Therapie?

____________________________________________________


Ahoch2nachM Offline



Beiträge: 50

18.12.2013 19:03
#3 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Zitat
Planst Du eine tägliche Therapie?



Gute Frage. Ich kenne mich ehrlich gesagt mit den ganzen Möglichkeiten nicht aus.
Möglich wäre dies zZ auf jeden Fall und würde auch Sinn machen, denn wenn, dann auch richtig!

Was ich in Eigenregie angehe ist, 2 x SHG Woche
(hier könnte ich mir evt noch andere Gruppen raussuchen) /
&
1 x SB Termin / Woche (hier geht nur einmal, oder macht es Sinn sich noch einen anderen Berater hinzuzuziehen? ich glaube nicht, oder?)


Morgen habe ich auch wieder einen SB Termin und werde es mal ansprechen, zusätzlich wollte ich euch aber auch noch Fragen.

[ Editiert von Ahoch2nachM am 18.12.13 19:04 ]


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

18.12.2013 19:29
#4 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

bei einer ambulanten therapie
musst du wirklich aufpassen.

da gibt es zu grosse unterschiede.

ich hatte zusätzlich zur shg die ambulante therapie,
einmal die woche ,und monatliche einzelgespräche.

ich bin allerdings in einer nachsorgegruppe gelandet.

also in einer gruppe ,in die leute gehen die mit ihrer stationären langzeittherapie fertig waren.

ich war anfangs sehr enttäuscht ,
weil einer nach dem anderen wieder anfing zu saufen,
und das so kurz ,nach einer langzeittherapie.

später wurde es dann doch eine gute therapie.
allerdings irgentwie nur eine gut geleitete shg.

richtige therapie hatte ich mir etwas anders vorgestellt

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Komplex Offline



Beiträge: 3.772

18.12.2013 19:35
#5 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Zitat
Gepostet von pueblo
bei einer ambulanten therapie
musst du wirklich aufpassen.

da gibt es zu grosse unterschiede.

ich hatte zusätzlich zur shg die ambulante therapie,
einmal die woche ,und monatliche einzelgespräche.

ich bin allerdings in einer nachsorgegruppe gelandet.

also in einer gruppe ,in die leute gehen die mit ihrer stationären langzeittherapie fertig waren.

ich war anfangs sehr enttäuscht ,
weil einer nach dem anderen wieder anfing zu saufen,
und das so kurz ,nach einer langzeittherapie.

später wurde es dann doch eine gute therapie.
allerdings irgentwie nur eine gut geleitete shg.

richtige therapie hatte ich mir etwas anders vorgestellt



Einzeltermine nur einmal im Monat hielte ich allerdings auch für viel zu wenig.

Und ich war in einer Gruppe, die "gemischt" war. Nachsorge und auch "Frischlinge" wie ich.

Die Rückfälle habe ich immer sehr bedauert, nach einer Bindungsphase war das dann auch recht schmerzhaft, bei Einzelnen zu erleben, allerdings, ganz offen gesagt, hat mir das auch ein Stück weit geholfen, als "Rückkopplung" zu mir und meinem Umgang damit.

Edit: @Hochmal: Wenn du die Zeit hast, würde ich an Deiner Stelle auch mal über eine tägliche ambulante Geschichte denken. Je nachdem aber auch, was du Dir selber "zutraust" und vor allem, vovon Du meinst, dass Du schaffst. Und nicht überfordern...

[ Editiert von Komplex am 18.12.13 19:41 ]

____________________________________________________


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

18.12.2013 19:52
#6 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

entäuscht -ist vieleicht auch nicht das richtige wort.

schockiert könnte auch passen,oder sogar komisch.

ich selber fing ja im jahr 2000 nach fast 8 monatiger trockenheit ,wieder an zu saufen(und das dann gleich 10 jahre lang)
allerdings besuchte ich damals "nur eine shg"

ich weiss also wie das ist wieder anzufangen.
ich habe nur nicht erwartet,das es so schnell nach einer therapie ,bei einigen wieder los geht.

nach entgiftungen,ds wusste ich ja.
das viele wieder anfangen kaum sind sie aus dem kh-haus entlassen.
und das verstehe ich auch.
der alkohol hat ja nun mal wahnsinnige kraft..

nur eben nach einer stationären langzeit
so schnell wieder
das verstand ich halt nicht

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muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Ahoch2nachM Offline



Beiträge: 50

18.12.2013 20:40
#7 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

zunächst einmal Danke für eure persönlichen Einblicke bez. eurer Erfahrungen einer ambu. Thera.

Zitat
was du Dir selber "zutraust"


Das muss ich natürlich noch rausfinden. Weiss ja nicht ob es da psychische Fallen gibt bez. der Aufarbeitung.
"Wieso, weshalb, warum bist/wurdest Du süchtig?"

Ich weiss aus anderen Ecken, dass die zu thrapierenden Menschen wieder angefangen haben zu ballern, weil die Vergangenheitsbewältigung einfach zu viel für sie war, dass möchte ich selbstverständlich vermeiden.


Zumindest weiss ich jetzt auch, dass diese Wartezeit durchaus normal ist.
MOrgen weiss ich dann auch schon mal mehr.

[ Editiert von Ahoch2nachM am 18.12.13 20:41 ]


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

18.12.2013 22:21
#8 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Zitat
Das muss ich natürlich noch rausfinden. Weiss ja nicht ob es da psychische Fallen gibt bez. der Aufarbeitung.
"Wieso, weshalb, warum bist/wurdest Du süchtig?"



weshalb nennst du das psychische falle?

Sucht kommt nicht von Drogen, sondern von betäubten Träumen, verdrängten Sehnsüchten, verschluckten Tränen und erfrorenen Gefühlen.

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Ahoch2nachM Offline



Beiträge: 50

18.12.2013 23:11
#9 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Psychische Falle in dem Sinn, dass ich auf etwas in der Vergangenheit stossen könnte, was mich in der Gegenwart zerreissen könnte.

So war das irgendwie gemeint.


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

18.12.2013 23:25
#10 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Zitat
Gepostet von Ahoch2nachM
Psychische Falle in dem Sinn, dass ich auf etwas in der Vergangenheit stossen könnte, was mich in der Gegenwart zerreissen könnte.

So war das irgendwie gemeint.



Hast Du Angst davor, die " Black Box" zu öffnen?

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

18.12.2013 23:40
#11 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

sucht hat nun mal wirklich, immer eine geschichte.

letztendlich weiss man eh ,
warum man getrunken hat-

bzw was da in einem sitzt.

warum sich nicht mal etwas klarheit verschaffen?
einmal da hinterhergehen?

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Ilo132 Offline




Beiträge: 1.442

19.12.2013 00:02
#12 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Wenn man sich Klarheit über die Vergangenheit verschafft,
hat man sie auch sehr präsent vor Augen .
Und damit verbunden auch die ganzen Gefühle die man dadurch hatte.Das kann durchaus sehr belastend sein.

Und gerade dadurch kann auch Suchtdruck entstehen.
Weil man muß sie aushalten können.
Man kann /will sie ja nicht mehr im Suff ertränken.

Diese Klarheit/Bearbeitung sollte schon im geschützten Raum erfolgen.
Man sollte aber nicht vergessen das man irgendwann wieder alleine damit dasteht und dann damit umgehen muß.

Dennoch bin ich dafür das man es sich ansieht,
weil ich glaube selbst im Unterbewußtsein wirkt die Vergangenheit immer in einem mit.
Wenn man sich damit auseinandersetzt,
hat man aber die Möglichkeit für sich Bewältigungsstrategien zu erarbeiten,
oder sich Möglichkeiten zu erschaffen damit zu leben,
ohne das Gefühl zu haben.........
Ich halt es nicht mehr aus und der Wunsch abzutauchen wieder sehr präsent ist.

Ich kann sehr gut verstehen das man davor Angst hat,
ich weiß wie weh das tun kann und auch wie hoch der Suchtdruck werden kann.

Aber es lohnt sich.......
das neue Lebensgefühl was man dadurch erreichen kann ist der Mühe wert.

LG Ilo

Der Tag strahlt
in den schönsten Farben,
es duftet nach Leben,
und die Luft
schmeckt nach Glück.

Lieblingsspruch von der kleinen Ilo


Ahoch2nachM Offline



Beiträge: 50

19.12.2013 00:12
#13 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Zitat
Hast Du Angst davor, die " Black Box" zu öffnen?



Ich glaube ich lunze schon "unbewusst" rein, nicht hier und heute, aber ich ahne was mir da als Fratzenclown mit Uzi aus der Box springen könnte


Zitat
warum sich nicht mal etwas klarheit verschaffen?
einmal da hinterhergehen?


Klar, das ist der Grund warum ich das ganze ja nun angehen will


Zitat
weil ich glaube selbst im Unterbewußtsein wirkt die Vergangenheit immer in einem mit.



Der Meinung bin ich auch, wir sind im Unterbewusstsein gesteuerte Marionetten und wenn der Vogel nicht abgeschossen wird, der uns so steuert wie er uns steuert, ändert sich auch nichts


Boe Offline



Beiträge: 1.809

19.12.2013 10:21
#14 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Der Suchtdruck kam bei mir in rythmischen Phasen. Tag 3,4.....7,8....nach 14 Tagen wurde es viel leichter...

...................................
Leichtigkeit


vicco55 Offline




Beiträge: 2.562

19.12.2013 10:37
#15 RE: Ambulante thearapie, Fragen... antworten

Ich brauchte über 10 Jahre Abstinenz, um mich meinen Dämonen, meinen 'Kellergeistern' zu stellen. Zwischenzeitlich habe ich an allem möglichen Baustellen herumgedoktert, die sich letztendlich auf diese 'Kellergeister' zurückführen lassen. Ich konnte trotzdem diese Baustellen verhaltenstherapeutisch bearbeiten, sie nach und nach abschliessen. Ich hatte also ein realtiv gutes Standing, als ich dann ganz tief hinunter gestiegen bin; ich war fähig, der Erschütterung stand zu halten, weil ich mir zwischenzeitlich doch zumindestest 98% Sicherheit erarbeitet hatte.

Ich verstehe, wenn zu Beginn der Abstinenz gewünscht wird, lieber Therapeut, finde heraus, wo mein Grundübel liegt; das beseitigen wir und der Kas is bissen - ich bin trocken (etwas karikiert). Ich bin Tönisstein (alt) geprägt - da habe ich meine stationäre Kurzzeit gemacht -. D.h. Suchtgeschichte anschauen und sich verhaltenstherapeutische Werkzeuge erarbeiten, um das erste Jahr ganz einfach abstinent aushalten zu können. Danach dann so nach und nach an die Schlaglöcher gehen, die ich die ganzen Jahre über zugesoffen habe.

Für mich hat dieser Weg gepasst; d.h. nicht, daß es bei Dir auch so sein muß. Rauszufinden, welcher Weg für Dich passt, kannst Du eh nur, wenn Du Dich auf den Weg machst. Am Anfang geleitet und gestützt von Suchtberatung, Therapie (welcher Art auch immer), dann zunehmend alleine. Für mich ist es aber bis heute wichtig, daß ich Weggefährten (meine Gruppe) habe, denen ich Stütze bin und die mir Stütze sind.

Fazit: ich halte es für kontraproduktiv, zu früh zu tief zu gehen in einer Therapie. Ich glaube nicht an die Abkürzung. Auch wenns abgeschmckt klingt: erat aushalten lernen, dann ganz kleine Schritte. Ich habe 25 Jahre gesoffen, bzw. habe seit Kindheit an eine Suchtstruktur; dementsprechend dauert auch die Genesung. Den Alkohol hatte ich relativ schnell durch, mit meiner Suchtstruktur allgemein habe ich es heute nach fast 17 Jahre (Alkohol-)Abstinenz immer noch zu tun.

Just my 2ct
Viktor


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