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Saufnix
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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vicco55 Offline




Beiträge: 2.562

01.02.2015 10:29
#76 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Meinen Mostrich auch noch dazu.
1) Mir geht es ohne Alkohol blendend. Mir fehlt nichts. Warum also um Himmelstausendgottswillen sollte ich ausprobieren, ob ich vielleicht unter Umständen doch moderat trinken kann?
2) Ich bin und bleibe ein Suchtler. Ich habe eine Suchtstruktur in mir - und die war schon da, bevor ich meinen ersten Schluck Alkohol getrunken habe und meinen ersten Tschik geraucht habe. Diese Suchtstruktur bleibt mir; das weiß ich inzwischen. Na und? Die gehört zu mir und meiner Persönlichkeit; ohne sie wäre ich nicht der, der ich bin und den ich mag. Eso-Motivation hin und Selbstfindungsspruch her.

Frage: bin ich kein vollwertiger Mensch, weil ich keinen Alkohol mehr trinke? Das kommt so für mich bei Deinen Beiträgen durch.

Fazit für mich auch: Warum sollte ich mir nochmal freiwillig ein persönlichkeitsveränderndes aktives Zellgift einlitern, äh meinte natürlich mich daran delektieren?

An scheena Sonntig
Viktor


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Katro Offline



Beiträge: 121

01.02.2015 11:29
#77 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Du magst deine Suchtstruktur, Viktor? Prima, dann musst du dich auch nicht verändern.

Natürlich bist du ein vollwertiger Mensch, wenn du keinen Alkohol trinkst. Genauso wärst du ein vollwertiger Mensch, wenn du keinen Tomatensaft magst oder keine Vollkornnudeln isst.
Alkohol ist nicht wichtig. Kein Mensch braucht ihn zum (über-)leben. Er wird nur dann wichtig, wenn wir ihn missbrauchen, um einen bestimmten Gefühlszustand, auf den wir nicht verzichten wollen, auf Knopfdruck herzustellen .

Umgekehrt wird er augenblicklich (zumindest nach dem körperlichen Entzug) unwichtig, wenn wir entscheiden, auf diesen Gefühlszustand zu verzichten bzw. wenn wir akzeptieren, dass unser Körper diesen Gefühlszustand zwar selbständig herstellen kann, dies aber nicht auf Knopfdruck erledigt.

Dir auch einen schönen Sonntag, Viktor.
Katro


Bodhisattva Online




Beiträge: 1.048

01.02.2015 11:45
#78 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Hi Katro,

kann es sein das Du ein Riesenproblem mit DEINER EX-ALKOHOLSUCHT hast, wo Du doch jetzt erkannt hast, wie das HANDLING funktioniert, das es nur ein Symptom war mit der Sauferei und die Ursache auch mit wenig Alk bearbeitet werden kann. Ich lese das zumindest so raus.

Folgende Fragen habe ich:

(1) Warum trinkst Du derzeit Alkohol, was gibt er Dir?

(2) Warum warst Du deiner Ansicht nach Alkoholiker?

(3) Wem möchtest Du mit welchen Hilfestellungen hier im Forum helfen, Stichwort, wie von Dir erwähnt "andere Ansätze", erläutere das mal

(4) Warum wurde monatelang von Dir nur verklausuliert geschrieben, also nicht ein Wort davon das Du wieder trinkst?

Merci & Grüße, Bodhi


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trollblume Offline




Beiträge: 3.423

01.02.2015 11:46
#79 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Zitat von Katro im Beitrag #72
Nachdem sich mein Thread ziemlich verselbständigt hat, nun auch noch ein paar Worte von mir.

Mir ist beim Lesen in diesem und anderen Foren aufgefallen, dass viele Benutzer ihre Sucht als lebenslange Disposition betrachten. (Okay, ist ja auch die offizielle Meinung der Suchthilfe in unserem Land; insofern befindet man sich in „guter“ Gesellschaft.) Entsprechend wird auch nicht zwischen Vergangenheit und Gegenwart differenziert.
Bsp. aus den vorangegangenen Posts: Wenn man in der Vergangenheit erlebt hat, dass man nicht nur zwei Bier trinken kann, weil vom Empfinden her vier doch viel geiler sind, dann scheint man das auch heute noch so zu denken.
Und statt daran zu arbeiten, einen anderen Blick zu bekommen, beschließt man, jede Situation zu meiden, die dieses Verlangen auslösen könnte. Dabei geht man unterschiedlich konsequent vor. Die wohl konsequenteste Variante besteht meines Wissens darin, noch nicht einmal aus Gläsern zu trinken, die für den Alkoholgenuss gedacht sind.

Das ist sicherlich eine Möglichkeit, um die Basis für ein Leben zu schaffen, das nicht im Alkoholnebel verschwindet. Und wenn man sich dann anschließend um die Sucht als solche kümmert, ist ein solches Vorgehen sicherlich auch in Ordnung. Allerdings bin ich der Meinung, dass bei einer erfolgreichen Auseinandersetzung mit der Sucht, die Vier-statt-zwei-Glas-Bier-Geschichte gegessen sein müsste.

Ich habe wirklich große Probleme damit, die übliche Vorgehensweise bei der Suchtbewältigung als gut und richtig zu empfinden. Wirklich frei von Sucht scheinen die wenigsten Abhängigen dabei zu werden. Zumindest liest sich das in den Foren oftmals so.

Viele Grüße
Katro




moin katro,

ich denke es gibt Dispositionen, die man mit falschem Verhalten rauskitzeln kann.
Zu viel essen zu viel saufen etc.
Wenn der Körper das erstmal als normales Verhalten angelegt und gespeichert hat, ist es sehr sehr schwer,durch Verhaltensänderung eine Änderung der Informationen im Körper zu erreichen.

Jede Fettzelle die schon mal dick war zieht nach einer Diät jedes Mü Fett an sich wenn der abnehmwillige nicht lebenslang die Ernährung umstellt.
Essen muß man frau aber.

Beim Saufen ist es so, das ich persönlich bereits etliche Kandidaten erlebt hab, die schleichend oder nach 10 -20 Jahren krass rückfällig wurden,nur weil sie gedacht haben sie hätten die Sucht und süchtiges Verhalten hinter sich gelassen.

Alkohol muß ich nicht trinken um zu überleben oder gar um meine Lebensqualität anzuheben.

Ich kann ihn einfach weglassen und gut is.

Das hat mit vermeiden nix zu tun sondern mit Weitsicht

Ich wünsch Dir viel Spaß mit deinem Langzeitselbstversuch......möge er gelingen


Vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


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Ulli Q Offline



Beiträge: 1.810

01.02.2015 12:14
#80 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Eine Antwort auf diese Frage von Bothi:
(1) Warum trinkst Du derzeit Alkohol, was gibt er Dir?
würde mich ehrlich interessieren (Katro und Zwitsch). Ich kann außer einem "Ich hab's im Griff" nichts erkennen.

Jeder Anfang beendet. (M. Jung)


Katro Offline



Beiträge: 121

01.02.2015 14:27
#81 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Okay Ulli Q. u.a., dann mal Klartext: Ich möchte nicht so werden wie viele trockene Alkoholiker, die aus der Not eine Tugend machen und statt einer Gleichgültigkeit gegenüber dem Alkohol einen regelrechten Antialkoholismus entwickeln.

Der klassische Weg verläuft doch wie folgt: Kapitulation vor dem „Feind“ Alkohol, Akzeptanz der als Tatsache empfundenen Situation, anders als der Großteil der Bevölkerung nicht mit Alkohol umgehen zu können und Verhinderung „nasser“ Gedanken, indem sich der „trockene“ Alkoholiker ständig mit seiner Sucht beschäftigt.

Für mich ist der Alkohol nicht mehr wichtig. Ich muss mir heute nicht beweisen, dass ich „es“ im Griff habe. Es war mir aber wichtig, mich in der Anfangsphase meines Suchtausstiegs davon zu überzeugen, dass ich keine Angst vor einem Rückfall haben muss, wenn ich dem Alkohol nicht komplett die kalte Schulter zeige. Denn ich wollte nicht in der Angst vor der berühmten Cognacbohne leben.

Dass ich in diesem Forum nicht damit hausieren ging, Alkohol zu konsumieren -übrigens trinke ich ihn ab der 5. Woche meines Ausstiegs- liegt zum einen daran, dass ich keinen frischen Aussteiger auf dumme Gedanken bringen wollte und zum anderen daran, dass ich es in Bezug auf den Ausstieg für unwesentlich halte.
Wer keinen Alkohol (mehr) trinken möchte, macht das eben nicht. Seine Gründe interessieren mich nicht. Das ist allein seine Sache, wie die Nichtkomplettabstinenz meine Sache ist.
Wichtig ist das gedankliche Aufräumen mit der Sucht. Und wer das getan hat, der interessiert sich nicht mehr dafür, warum ein anderer Mensch Alkohol konsumiert. Vielleicht schmeckt er ihm, vielleicht liebt er das Spiel mit dem Feuer, vielleicht…

Zu guter Letzt noch folgendes: Ich finde es bedenkenswert, dass ich positive Kritik ausschließlich per PM bekomme, während Kritik, die dem „Mainstream“ entspricht, öffentlich geäußert wird.

Katro


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malo Offline




Beiträge: 1.684

01.02.2015 15:32
#82 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Zitat von Katro im Beitrag #81
Okay Ulli Q. u.a., dann mal Klartext: Ich möchte nicht so werden wie viele trockene Alkoholiker, die aus der Not eine Tugend machen und statt einer Gleichgültigkeit gegenüber dem Alkohol einen regelrechten Antialkoholismus entwickeln.

Der klassische Weg verläuft doch wie folgt: Kapitulation vor dem „Feind“ Alkohol, Akzeptanz der als Tatsache empfundenen Situation, anders als der Großteil der Bevölkerung nicht mit Alkohol umgehen zu können und Verhinderung „nasser“ Gedanken, indem sich der „trockene“ Alkoholiker ständig mit seiner Sucht beschäftigt.


Wichtig ist das gedankliche Aufräumen mit der Sucht. Und wer das getan hat, der interessiert sich nicht mehr dafür, warum ein anderer Mensch Alkohol konsumiert. Vielleicht schmeckt er ihm, vielleicht liebt er das Spiel mit dem Feuer, vielleicht…

Zu guter Letzt noch folgendes: Ich finde es bedenkenswert, dass ich positive Kritik ausschließlich per PM bekomme, während Kritik, die dem „Mainstream“ entspricht, öffentlich geäußert wird.

Katro



aber trotzdem kann über alles sachlich diskutiert werden, dafür befinden wir uns ja
in einem forum...

mir ist einiges was du schreibst zu absolut...das geht mir mit anderen meinungen hier
an board aber genauso..."jeder ist seines glückes schmied" trifft für mich ganz besonders
in der suchthilfe zu...darum gibt es auch keinen klassischen weg mehr,wie es früher vielleicht
eher der fall war...dafür ist die bereitschaft der kostenträger das geld für teure
therapien auszugeben viel zu sehr zurück gegangen...das zeigt sich insbesondere durch immer
neue konzepte die auf den suchthilfemarkt probiert werden und an den immer stärkeren trend
die suchthilfe dem selbsthilfesysten zuzuschustern...

wenn wir schon von klassisch reden, dann gehört wohl zumindest die ehrlichkeit zu mir selbst
unbedingt dazu...ehrlichkeit im öffentlichen raum ist da schon eher trockenabitur,
welches diejenigen, die dir nur über pn mit lob kommen noch nicht in der tasche haben dürften...

gedankliches aufräumen wie du es nennst, ist sicher auch ein notwendiger schritt, wenn ich gesunden will
greift das aber meines erachtens zu kurz...da alkoholismus eine persönlichkeitsverändernde wirkung hat,
ist es hilfreich seine eigene erstmal kennenzulernen damit ich eine ahnung davon bekomme warum ich so
bin und denke wie ich bin...dazu muss ich schmerzhafterweise in meine menschwerdung eintauchen, weil
da nunmal meine denke entstanden ist...oftmals manipuliert durch ein selber krankes umfeld...
und dann haben wir immer noch unser emotionales ich, welches mein denken, wenn ich trocken leben will,
massiv beeinflusst...

alles sehr kompliziert, darum gibt es auch keinen königsweg außer "lass das erste glas stehen"...

und mich hat es ernsthaft noch nie interressiert warum andere menschen alkohol trinken oder eben nicht...
hauptsache ich brauche es nicht mehr...

wer jeden tag kämpft
muss eines tages verlieren


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vicco55 Offline




Beiträge: 2.562

01.02.2015 15:34
#83 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Hi Katro,

dieses Starren von "trockenen" Alkoholikern auf ihren Ex-Suchtstoff Alkohol wie ein Kaninchen auf eine Schlange kenne ich nur von den sog. (von mir so getauften) "Stalingrad-Trockenen". Das sind diejenigen, die u.a. ihren Lebenssinn daraus ziehen, Ex-Alkoholiker der strengen Observanz zu sein. Das wäre ja nicht so schlimm, würden sie diese strenge Observanz nicht ihrer Umwelt aufdrücken wollen.

Ich persönlich habe hier an Board schon des öfteren geschrieben, daß ich Respekt, aber keine Angst vor Alkohol habe. Wie andere schon schruben, geht es nicht um den Alkohol, den ich in Winzform aus Versehen zu mir nehmen könnte (die berühmte Praline), sondern einzig und allein um die freie Entscheidung, Alkohol in welcher Form auch zu mir zu nehmen. Dies tue ich schon des längern nicht und habe es auch nicht vor. Ich habe nämlich einen verdammten Respekt vor den Vorgängen in meinem Körper. Ich stelle mir das so vor (wie ein Otto-Sketch aus uralten Zeiten): Bin auf einer Einladung und kann/will das berühmte Sektglas nicht abwehren. Ich setze es an und trinke einen Schluck: "Gurgel an Leber: Achtung Junge, Du bekommst mal wieder richtig Arbeit. Leber an die Enzyme: Jungs, eeendlich, Produktion hochfahren, es gilt mal wieder. Leber an Großhirn: Freu Dich, Du wirst endlich mal wieder eingelullt. Großhirn an alle: Boah, endlich, Entspannung <flöööt>, Wohlgefühl <träller>. Alle an Großhirn: Mehr, mehr. Großhirn an Arm: schütt endlich den Rest rein. Augen schaut, wo ihr mehr bekommt; vor allem nicht diesen Plembel, sondern sucht gefälligst was Gscheits mit anständigen Umdrehungen."

So würde es wohl bei mir ablaufen. Wüßte nicht, wie ich vom Kopf her innerkörperliche Abläufe beeinflussen könnte. Im übrigen würde ich schon länger wieder trinken (bzw. wäre schon längst auf dem Friedhof meiner Wahl), würden meine Gedanken nach den langen Jahren meiner Abstinenz immer noch ständig um bösen Suchtstoff kreisen.

Gruß
Viktor

PS beim Nachlesen Deines letzten Posts fiel mir noch ein: Du hast hier öffentlich respektvolle, neugierige Anfragen, nebst Schilderungen, warum Dein Weg beim jeweiligen Poster wohl so nicht funktioniert, bekommen. Von Kritik habe ich nichts gelesen; es sei denn, Du verwechselst nicht bedingsungslose Zustimmung bereits mit Kritik. Kann ja sein. Da wärst Du nicht er erste, der so reagiert. Vor allem nicht der Erste, der noch trinkt. Scheint ein Charakteristikum zu sein.


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newlife Offline




Beiträge: 3.490

01.02.2015 17:58
#84 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Hi Katro,

ja, jetzt muss ich doch auch nochmal was loswerden. Die so militanten Antialkoholiker. Es gibt solche und ich mag sie auch nicht. Das merkt man ja ab und an auch an meiner Art und Weise zu argumentieren hier im Forum. Mein persönliches Ziel sieht da auch anders aus. Ich habe mich ja mal versucht als Suchthelfer, habe aber erkannt, dass es nicht meine Welt ist.

Ich lebe aber dennoch clean und trocken, weil ich übelst abhängig bin und ja, auch ich bin heute noch süchtig. Es ist die Struktur, die ich einfach habe. Du beschreibst ja einen anderen Ansatz und meinst, wir sollten an der Struktur arbeiten, dass wir gar nicht mehr das Gefühl haben, süchtig zu sein. Du merkst auch an, ob wir es vielleicht gerne sind?

Ich glaube einfach nicht, dass ich dahinkommen kann und keine Überreste der Sucht mehr bleiben, so dass ich etwas trinken kann. Im Grunde genommen hätte ich zwar auch lieber keine Sucht, aber ich hab mich damit abgefunden, dass ich eine habe. Nicht nur eine, ich bin mehrfach abhängig. Ich zeige zu den stoffgebundenen Süchten auch verschiedene süchtige Verhaltensmuster, die sich in anderen Lebenslagen wiederspiegeln. Wenn ich am PC verharre und mir was in den Kopf gesetzt habe, kann ich nicht mehr aufhören. Es kann sein, dass ich vergesse zu essen, nicht schlafen kann, u.s.w, weils in mir brodelt. Auch durch solche eigene Überforderung bin ich schon rückfällig geworden und fing an zu saufen oder nahm Drogen oder beides. Weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Ich habe mich selbst nicht mehr so aushalten können.

Weisst du, es sitzt verdammt tief. Es ist Teil meiner Persönlichkeit und ich weiss, dass ich mehr auf mich zu achten habe, als nichtsüchtige Menschen. Somit verbringe ich viel Zeit mit anderen Menschen, gehe gerne zum Sport, in die Sauna und gucke vorrangig auf solche Aktivitäten, die meinem Körper und Geist guttun.

Ich verfalle durchaus auch mal wieder in solche PC Basteleien und muss mich dann bremsen und merke auch, dass es mir im Anschluss schlechter geht, als wenn ich beim Sport oder in der Sauna war. Mir tun einfach manche Dinge nicht gut und daran habe ich zu arbeiten, wenn ich sauber bleiben will.

Jetzt nochmal zurück zum Anfang meines Beitrages. Ich muss mich wegen meiner Trockenheit und Cleanheit doch nicht unbedingt aus dem Fenster lehnen. Ich schreibe hier über Sucht und in der SHG rede ich drüber und ich muss es auch tun, weil ich es ohne Hilfe nicht schaffe. Finde ich aber nicht schlimm, denn dafür gibt es diese Hilfe ja.

Ich lebe ansonsten doch ganz normal. Habe gesellschaftliche Kontakte, habe Spaß, mache Sport, wir sitzen dann zusammen und ja, ich trinke dann nicht. Weshalb sollte ich denn dort Alkohol trinken? Für was sollte der denn nach dem Sport gut sein? Ich bin und bleibe doch viel fitter, wenn ich keinen trinke, oder vertue ich mich da gerade?

Im Grunde habe ich doch da die richtige Antwort gegeben. Kein Gift ist doch besser, als ein bisschen Gift. Das ist im Übrigen für jeden Mensch besser. Warum die meisten dennoch Bier "picheln"... Ja, so ist eben unsere gesellschaftliche Denke, aber ich brauche doch nicht alles mitzumachen.

Enjoy the freedom...


Zwitscherer Offline




Beiträge: 1.703

01.02.2015 18:33
#85 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Lieber Newlife,
in meinem speziellen Fall darf ich gar kein Bier verteufeln, sonst müsste ich nämlich schnurstracks in meiner Brauerei kündigen. Aber bei Dir hab ich öfters das Gefühl, Du bist näher dran an den Mitteln als ich auf Arbeit.

Ciao Zwi


1 Mitglied findet das Top!
newlife Offline




Beiträge: 3.490

01.02.2015 18:51
#86 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

ich habe den Eindruck nicht, Manfred aber anscheinend auch. Dann erklärt mir das doch mal bitte, wie ihr zu der Annahme kommt.

Enjoy the freedom...


newlife Offline




Beiträge: 3.490

01.02.2015 19:39
#87 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

ich warte auf Antworten und ich will auch welche, zumal das jemand behauptet, der selber säuft.

Aber nix für ungut. Vielleicht übersehe ich was und ihr schreibt was, worüber ich mal nachdenken kann. Ich hoffe also auf (hoffentliche hilfreiche) Beiträge. So gerade zum Spaß kommt man ja nicht auf eine solche Annahme und mit Spaß hat das auch nix zu tun.

Ich bin sehr froh nach nunmehr einem knappen Jahr nicht rückfällig geworden zu sein, das könnt ihr mir glauben.

Enjoy the freedom...


malo Offline




Beiträge: 1.684

01.02.2015 20:12
#88 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

lass dich von solchen behauptungen doch nicht ärgern...es gibt halt leute, die sich auf
substanzielle Konversation nicht einlassen können...warum?...vielleicht weil keine substanz
da ist...vielleicht auch,weil sie Angst haben, sich beim austausch hier selber auf die Schliche zu
kommen...

wer jeden tag kämpft
muss eines tages verlieren


Katro Offline



Beiträge: 121

01.02.2015 21:02
#89 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Hallo Newlife,

ich habe eine klare Position zur Sucht und darüber hinaus aus meinem Erleben auch eine für mich stimmige Position zum Ausstieg aus der Sucht. Und ich habe die, so meine ich zumindest, auch ausreichend beschrieben.

Was ich in der Suchtliteratur und in Foren lese, deckt sich nicht mit meinem Erleben. Und ich habe auch gelesen, dass diese einseitige Ausrichtung des Suchtausstiegs auf die Abstinenz die überwiegende Zahl der Abhängigen davon abhält, sich frühzeitig darum zu kümmern, einen Weg zu finden, der es ihnen ermöglicht, aus ihrer Sucht auszusteigen, was zur Folge hat, dass sie immer tiefer in den Alkoholismus abgleiten und meist erst dann Hilfe suchen, wenn nichts mehr geht.
Aus meinem Erleben heraus geht es auch anders. Ich muss mich nicht so lange in meiner Sucht verstricken, bis nichts mehr geht, sondern kann einen Ausstieg hinbekommen, der einen klaren Schnitt mit meinem bisherigen suchtgesteuerten Leben darstellt, aber kein Alles oder Nichts bedeutet.

Alkohol ist nicht wichtig. Das habe ich schon mehrfach deutlich gemacht. Wichtig ist nur, dass man aus seiner Suchtspirale heraus kommt.
Und wenn du -oder wer auch immer- entscheidest, keinen Alkohol mehr trinken zu wollen, dann ist das in meinen Augen gut. Aber es ist nur eine von mehreren Möglichkeiten, wieder ein Leben führen zu können/dürfen, das nicht in erster Linie von einer Sucht bestimmt wird.

Alles Gute
Katro


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Zwitscherer Offline




Beiträge: 1.703

01.02.2015 21:44
#90 RE: Mein Weg aus dem Suff antworten

Hi Newlife,
ich war unterwegs, deshalb jetzt erst ne Antwort. Also für mich bist Du in keiner Hinsicht richtig clean, das betonst Du zwar, aber der Text, der in jeder 3. Zeile Alk und Drogen erwähnt, trieft sowas von einer inneren Gier. Ich glaube, das Ding ist noch lange nicht gegessen. Da sitzt noch ein richtiges Monster vor Dir. Aber alles in allen scheinst Du doch ein ganz Netter zu sein, der es auch allen recht machen will. Was triggert Dich eigentlich an hin und wieder eingeworfenen Infos von " Nochkonsumenten " an, immer Deiner alten Zeit zu begegnen, wo Du auch noch drauf warst ? Ich bin und war ein Süchtler, dann der Sport, hilft mir, aber ich habe immer noch keine Beziehung. Eine Frage, möchtest Du eine ehrlich liebevolle Beziehung mit einer Frau ?

Ciao Zwi


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