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Saufnix
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Dieses Thema hat 27 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

21.01.2012 10:10
#16 RE: Was ich beobachte...... antworten

Ja....und es bei dem erlebten Zustand beläßt und nicht noch der Gier nach mehr

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Komplex Offline



Beiträge: 3.773

21.01.2012 10:12
#17 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von septembersonne
Ja....und es bei dem erlebten Zustand beläßt und nicht noch der Gier nach mehr



yepp. Nennt man das dann "erwachsen"?

Gruß
Andreas, i-Dötzchen

____________________________________________________


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

21.01.2012 10:20
#18 RE: Was ich beobachte...... antworten

Ne....würde eher sagen....genußvoller Verzicht

Zufriedenheit durch Verzicht eben.

LG

Manuela

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Clavis Offline




Beiträge: 1.088

21.01.2012 10:22
#19 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Komplex

Zitat
Gepostet von septembersonne
Ja....und es bei dem erlebten Zustand beläßt und nicht noch der Gier nach mehr



yepp. Nennt man das dann "erwachsen"?

Gruß
Andreas, i-Dötzchen




Weis nicht.....

Viele Wege führen nach Rom - aber nicht "Alle"

Achte auf Deine Worte, sie könnten Wirklichkeit werden

Die Wahrheit macht Dich frei, aber vorher macht sie Dich fertig

Ratschläge sind auch Schläge








Dankbar frei von Alkohol-Nikotin-Medikamenten und anderen Drogen, auch frei von vielem Anderen -
Frei eben.


Ivvan ( gelöscht )
Beiträge:

21.01.2012 10:32
#20 RE: Was ich beobachte...... antworten

Ja, wie geht`s mir? Also: Mir geht es gut!
Wie für mich das letzte Jahr war? Naja, eher mittelmäßig. Könnt Ihr ja in meinen diversen Threads nachlesen..
Aber was zählt ist jetzt.

@wert52
.....heute nix saufen.
das ist mein grundstein
.
Meiner auch! Und morgen, und übermorgen, und überübermorgen.......

@ zai-feh
.....Und dann - als die erste wirklich "Leidenssituation" kam (Selbstmord einer Freundin, Herzinfarkt meines Vaters), musste ich feststellen, dass ich nichts hatte, dem entgegen zu setzen. Ich bekam eine Depression.
Das tut mir leid


@ septembersonne:

Nein, ich lebe nicht allein. Mein Mann ist aber nur am WE zuhause.
Das Pferd gibt es auch noch, aber ich kann ihn nicht mehr täglich reiten. Arthrose
Dafür gehen wir aber, wenn ich eben nicht reite, spazieren. Es ist sehr schön mit diesem riesigen, ruhigem, Tier durch den Wald zu wandern. Völlige Ruhe. Und ich kann mir alles von der Seele reden. Selbstgespräche sind was herrliches - fast wie eine Therapie.

Angst- und Depressionen habe ich so gut es geht im Griff, Dank der Tabletten, die ohne Alk natürlich besser wirken können.

LZT nee, ich kann mir das für mich nicht vorstellen,
aber die SHG hilft.

Bei mir war es am Anfang des ersten Jahres eher Motivation, Ehrgeiz, Neugier,freudige Erwartung,Begeisterung, Fantasie...etwas aus dem "Scherbenhaufen" zu machen.
So geht es mir auch - ein Bisschen.
Ehrgeiz zu besiegen und Neugier, die Dinge von anderen Seiten zu sehen.
Fantasie hatte ich immer schon


@ rocaille
........Worum geht es dir denn eigentlich?
Naja, worum wohl, gesund zu werden.

........du lässt die Puppen gerade auf eine ganz subtile Art und Weise tanzen.
Hä? Verstehe ich nicht.

@ Clavis
Wenn ich etwas verstanden habe, ist das Thema vom Tisch und ich brauche es nicht mehr erwähnen.
Aha? Für mich nicht. Ich arbeite daran, daß sich nicht wieder ein Fehler einschleicht. Das heißt aber nicht, daß ich auf der Stelle stehe und immer wieder daran "rummache"

Muß jetzt los!
Tschüß und Gruß
Ivvan


Galini Offline



Beiträge: 1.686

21.01.2012 19:43
#21 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von grufti
Hallo Galini,

"Und beim Lesen von zai-feh kriecht mir ein leichter Schauer über den Rücken, da habe ich ja noch die besten Aussichten, in eine bildschöne Depression reinzuschlittern."

Lass dich nicht beirren.

"Mein Bruder, der damals Arzt in der Psychiatrie war, hatte mir das allerdings erklärt, dass diese "reaktive" (der Ausdruck wird heute nicht mehr verwendet) Depression bei vielen entzogenen Süchtigen auftritt. Im Schnitt zwischen 6 Monaten und 2 Jahren nach Beginn der Abstinenz."

Wer weiß, wie viel "viele" sind. Ich selbst bin jetzt 5 Jahre trocken, von Depression keine Spur. Ich kann auch aus meiner Erfahrung mit anderen Alkoholikern nicht bestätigen, dass in dem genannten Zeitraum Depressionen gehäuft auftreten würden. Natürlich gibt es Leute, die in dem Zeitraum eine Depression entwickeln, aber ich frage mich, ob da in allen Fällen ein Zusammenhang mit der Trocknung besteht.

Aber wissen tu' ichs natürlich auch nicht.

Drum tät ich an deiner Stelle einfach so weiter machen und mich über jeden trockenen Tag freuen.



Hallo Grufti

Dankeschön, du machst mir Mut!

Ich lese gerne deine Beiträge, die Hand und Fuß haben!
Toll, dass du schon 5 Jahre geschafft hast!

LG Galini

Wer ein WOFÜR im Leben hat
der kann fast jedes WIE ertragen....

Friedrich Nietzsche


Valduz Offline



Beiträge: 149

21.01.2012 21:49
#22 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Rocaille

Zitat
Gepostet von Ivvan

Mir geht es so, daß ich jetzt erst, nach fast einem Jahr auf und ab, endlich verstanden habe (jedenfalls bilde ich mir das ein), um was es eigentlich geht.



Worum geht es dir denn eigentlich?




Zitat
Vielleicht dauert es so lange, bis der Ernst der Lage verstanden wird, so geht es mir zumindest.



Vielleicht




Und ganz interessant zu lesen für mich wäre: Was beobachtest du denn bei dir?


Ich weiß nicht, möglich, dass es nur mir so vorkommt, aber mir scheint, du lässt die Puppen gerade auf eine ganz subtile Art und Weise tanzen.





Ich verstehe zwar was du meinst, aber gleichzeitig fühle ich mich bei Ivvans´ Beitrag an meine eigene "Geschichte" erinnert...ich habe auch ewig und immer wieder geglaubt ich hätte etwas verstanden bis zu meinen letzten Rückfall vor knapp 20 Monaten...mir wurde auf einmal klar das ich überhaupt nichts verstanden habe...das ich nicht einfach ein Alkoholproblem habe und aufhören kann zu trinken und gut ist sondern das ich krank bin und mich darum kümmern muss, verstehen muss was überhaupt los ist mit mir und das ich mein Leben verändern muss und nicht einfach nur den Alkohol weglassen kann...das habe ich zwar vorher auch gesagt, aber ich hatte es irgendwie nicht wirklich verstanden....schwer zu beschreiben das...

Wenn ich noch einmal entscheiden muss würde ich mich für eine stationäre Therapie entscheiden statt für eine ambulante...ich beneide die Absolventen“ einer stationären Therapie fast, sie hatten wirklich Zeit sich mit ihrer Krankheit und dem geschundenen Ich zu beschäftigen ...andererseits wäre ich zu Beginn meiner ambulanten Behandlung gar nicht bereit gewesen mich so weit zu öffnen wie ich glaube das es von Nöten gewesen wäre in einer stationären Therapie...

Nach etwa 20 Monaten Abstinenz fühle ich mich immer noch ziemlich am Anfang, aber nicht mehr verwirrt und, Gott sei Dank, die Sehnsucht nach Alkohol ist mit der Einsicht meiner Erkrankung bei meinem letzten Rückfall verschwunden, ich vermisse ihn überhaupt nicht mehr...dafür fresse ich viel zu viel Schokolade, auch wenn ich das Rauchen aufgeben konnte so bleiben meine süchtigen Strukturen doch recht stark...ich war tatsächlich schon vor dem ersten Glas Alkoholiker oder besser ;ein Süchtiger!
Aber trotz aller Schwierigkeiten hat mich die Abstinenz schon jetzt reich beschenkt und es macht mir Spaß mein Leben aktiv zu gestalten. Jeden Tag aufs neue! Mein Gott, wenn ich mir vorstelle wie viel Lebenszeit und Kraft ich früher einfach so verschwendet habe, mir wird ganz blümerant...aber es ist eben Teil meiner Krankheit und ich habe es fast geschafft nicht mehr im Gestern zu Bedauern und mich zu schämen, sondern das - oder besser: mein Morgen, und vor allem Heute, zu gestalten...wie gesagt: fast, noch nicht ganz...

Und so kann ich wirklich sagen, dass es mir abstinent um einiges besser geht als ich mir das nass jemals hätte erträumen lassen...mein Leben ist zwar komplett anders als ich es gedacht hätte, aber dieses Bild dem ich da nach gerannt bin war ja auch nicht von mir gemalt ...ich muss mir mein eigenes erst mal ausdenken und ausprobieren....anstrengend aber sehr spannend, auch wenn das jetzt platt klingen mag...ich lebe entschleunigt und tatsächlich sehr bewußt und das fängt an mir immer mehr Spaß zu machen, Alltag zu werden...

So wünsche einen schönen Sonntag


Rocaille ( gelöscht )
Beiträge:

22.01.2012 08:30
#23 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Valduz
aber dieses Bild dem ich da nach gerannt bin war ja auch nicht von mir gemalt ...ich muss mir mein eigenes erst mal ausdenken und ausprobieren....anstrengend aber sehr spannend,



Hauptursache und Lösungsmodell!


Ulli Q Offline



Beiträge: 1.810

22.01.2012 21:19
#24 RE: Was ich beobachte...... antworten

Euphorisch war ich nie, jedenfalls nicht nüchtern.
Wenn ich allerdings getrunken hatte, dann hatte ich schon Höhenflüge, gefolgt von sentimentalen Anwandlungen und großem Katzenjammer.

Heute bin ich eher verwundert, denn beglückt über mich: Dass du das wirklich geschafft hast, ein Jahr nicht zu trinken....

Das Höchste der Wohlgefühle ist bei mir - so dann und wann -eine tiefe, sich warm anfühlende Zufriedenheit, keine Scham, keine Schuld, es ist gut, so wie es ist.
Euphorie geht irgendwie anders. Solche (Glücks-)Gefühle machen mir eher Angst, (wieder) die Kontrolle zu verlieren.

Ulli

Jeder Anfang beendet. (M. Jung)


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

22.01.2012 21:24
#25 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Ulli Q
Das Höchste der Wohlgefühle ist bei mir - so dann und wann -eine tiefe, sich warm anfühlende Zufriedenheit, keine Scham, keine Schuld, es ist gut, so wie es ist.



Das klingt unheimlich gesund.


Ulli Q Offline



Beiträge: 1.810

22.01.2012 21:30
#26 RE: Was ich beobachte...... antworten

Danke für die Rückmeldung, lieber Obi. Ich denk' manchmal, bei mir fehlt was

Jeder Anfang beendet. (M. Jung)


Maja82 Offline




Beiträge: 5.091

22.01.2012 22:10
#27 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Galini
Hallo Komplex,

ich gehöre auch zu den Neulingen (heute auf den Tag 9 Monate trocken) und habe bis jetzt keine Probleme mit der Tatsache, dass ich nie wieder Alkohol trinken darf.

reinzuschlittern..

LG Galini



hey galinchen das ist sehr gut,.... ich hatte lange zeit bei dem gedanken *nie wieder alk* totale angstgefühle...

schön das bei dir nicht so ist

Liebe Grüße Maja


Usa Offline




Beiträge: 356

07.02.2012 15:03
#28 RE: Was ich beobachte...... antworten

Zitat
Gepostet von Ulli Q
. . . Ich denk' manchmal, bei mir fehlt was



Das denk ich nicht Ulli,
bei mir ist es morgen auch ein ganzes Jahr her, dass ich aufgehört habe mit dem Trinken, und ich kann für mich feststellen, dass es ein schweres aber bedeutsames Jahr war, das wichtigste für mich in meinem Leben.

Wie schon oft hier geschrieben, ist es nicht einfach mit dem „NICHTTRINKEN“ getan, dass hatte ich 3 Jahre mal absolviert, aber wirklich aufhören ist mehr.

Euphorie hatte ich auch nicht, es gab vor einem Jahr nur Aufhören, so oder so, entweder ganz oder nur mit dem Trinken, ich war so tief seelisch unten, es gab nichts mehr dazwischen, und so hab ich mich entschlossen - aufhören mit dem Trinken - und Leben lernen.

Und das musste ich tatsächlich, und ich muss es noch, denn anderes hab ich es nie gelernt, ich hab mein ganzes Leben kaum ohne Alkohol gelebt. Phasenweise mal, aber nie wirklich dauerhaft.

Alkohol war immer für mich da, wenn es mir schlecht ging, wenn es mir gut ging, wenn ich Angst hatte, wenn ich einsam war, es hat mir seinerzeit die erwartende Erfüllung gegeben, zur Trauer, zum Frohsinn, zum Mut, aber ich bin niemals auf Dauer glücklich gewesen.

Das letzte Jahr war hart, anfangs ging es mir extrem schlecht, sowohl körperlich als auch seelisch, ganz schlimm.
Dennoch, für mich stand nie zur Debatte, vielleicht doch nochmal ein Gläschen, das war mir klar, das geht nicht, aber das ich es auch nicht vermisse, es nicht mehr brauche, vor allem nicht mehr brauche, da wollt ich hinkommen.

Ich war teilweise sehr depressiv, besonders letztes Jahr im Oktober, da ging es mir nochmal besonders schlecht, aber trotzdem hab ich nie daran gedacht, nun doch mal ein Gläschen zu trinken, nicht weil ich eine Heldin bin, sondern weil die letzen Gedanken, die letzten erlebten Situationen mit Alkohol noch so tief saßen, dass ich wusste, nichts geht schlimmer.

Wo steh ich nach einem Jahr?
Ich bin unheimlich stolz auf das was ich geleistet habe. Die Schuldgefühle haben mich noch nicht verlassen, ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, muss lernen, dies zu akzeptieren, dennoch bin ich selbstbewusster, mit mir im Reinen auf jeden Fall, nicht immer glücklich, aber das erwarte ich auch nicht.

Es hat sich gelohnt, und es lohnt sich noch, jeder trockene Tag macht mich stärker, klingt vielleicht alles theatralisch, aber genauso empfinde ich es.

Und morgen feiere ich mit meiner großen Tochter meinen 1. Trockenen Geburtstag.
Und auf jeden Fall denke ich da an alle Saufnixen, hier mich angemeldet zu haben, war der 1. Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ich nicht mehr so oft hier bin, vergesse ich nicht,
!!! dass die Saufnixen die erste wirkliche Hilfe für mich waren, ich weiß nicht, ob ich sonst schon da wäre, wo ich jetzt bin, eher nicht !!!
also, darauf gebe ich gleich mal eine Runde Saft aus,
Ein Prost und ein Dank an Euch Alle.

Ganz lieb grüßt und drück Euch Usa

Es ist besser, geringe Taten zu vollbringen, als große zu planen.
(Chinesisches Sprichwort)


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