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Saufnix
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Dieses Thema hat 76 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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pueblo Offline




Beiträge: 2.288

27.10.2011 08:56
#31 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

meine erfahrung,
sagt mir mittlerweile ganz klar:

das viele leute die eine stationäre therapie gemacht haben,

und jetzt zum beispiel ,zur nachsorge ,in einer ambulanten thera sind .
überhaupt nicht, ernsthaft trocken werden wollten.

mit: ernsthaft,
meine ich:
von sich selber aus,für sich.

da hab ich zb,
ohne stationäre thera,
mehr gelernt.

also sind die rückfälle vorprogramiert.

das ist nicht nur meine erfahrung,
sondern deckt ,
sich zumindest zt,
mit anderen,
die in der ambulanten ähnliche erfahrungen machen(machten)

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


yossarian Offline




Beiträge: 49

27.10.2011 08:58
#32 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Hi Dirk,

es geht nicht darum, auf irgendeiner "hohen" Ebene zu diskutieren, sondern um Klärung von Inhalten. Viele Menschen benutzen Begriffe wie "grundlegende Charaktereigenschaften" und ich bezweifele sehr, daß die Zuhörer/Leser immer das gleiche darunter verstehen wie der Sprecher/Autor. Darum finde ich es nicht schlecht, mal innezuhalten und zu klären, was eigentlich gemeint ist.

Viele Menschen benutzen "grundlegende Charaktereigenschaften" in dem Sinne, daß sie quasi in Stein gemeißelte Eigenschaften eines Menschen seien. Wenn es so etwas wirklich gäbe, dann hätte das weitreichende Konsequenzen. Dann wäre Therapien prinzipiell sinnlos, dann müßten alle Straftäter grundsätzlich in Sicherungsverwahrung, dann gäbe es nach mehrmaligem falschem Parken keinen Führerschein mehr, usw usw. Dann frage ich mich, wie ein durch und durch süchtiger Mensch wie ich überhaupt suchtmittelfrei leben kann. Denn dazu müßte ich eine "grundlegende Charaktereigenschaft" umdrehen.

Selbst wenn die Psychologie nicht dein Thema ist, so lohnt es sich trotzdem, darüber nachzudenken, was für logische Konsequenzen sich aus einem Begriff ergeben, den man einfach so in eine Diskussion einstreut.

Grüße

Yossarian


[edit] etwas vergessen:

letztendlich steckt hinter solchen Begriffen ein recht altertümliches Bild davon, wie Menschen "funktionieren". Etwa so wie der 80 Jahre alte Käse, den die AA-Literatur heute noch verbreitet.

[ Editiert von yossarian am 27.10.11 9:05 ]

Seitdem Siegfried Kauder sich zum Internet äußert, da bekommt der Begriff "Kauderwelsch" eine völlig neue Größenordnung.


waldkatze Offline



Beiträge: 207

27.10.2011 09:04
#33 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Du verwechselst Eigenschaften mit Verhaltensstrategien.

Eigenschaft: introvertiert

Verhaltensmuster: bei Stress essen (rauchen)

Ersteres ist angeboren und kann nicht wirklich verändert werden. Zweiteres ist konditioniert und kann verändert werden, wenn auch sehr schwer.


Lauralisja Offline




Beiträge: 1.644

27.10.2011 09:04
#34 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Hallo Pueblo - Du hast schon recht. Aber jeder muss ja erstmal zu dem Punkt, an dem er ernsthaft will, ohne Bedingungen, kommen.
Einige machen das in Therapien, andere vorher.

Ich könnte mich damit brüsten das ich nur eine Entgiftung gebraucht habe. Ist aber reiener Selbstbetrug. Ich habe genauso rumgeeiert und mein Leben aufs Spiel gesetzt wie alle anderen auch - halt eben nur mit mir und nicht in Therapien und Entgiftungen.

Und jedes Mal habe ich es in dem Moment, in dem ich beschlossen habe, ich trinke nicht mehr, ernst gemeint. Nur war ich nicht bereit, alles dafür zu tun.

"Großer Gott, laß meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!" Selma Lagerlöf


yossarian Offline




Beiträge: 49

27.10.2011 09:11
#35 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Hi,

Zitat
Gepostet von waldkatze
Du verwechselst Eigenschaften mit Verhaltensstrategien.

Eigenschaft: introvertiert

Verhaltensmuster: bei Stress essen (rauchen)

Ersteres ist angeboren und kann nicht wirklich verändert werden. Zweiteres ist konditioniert und kann verändert werden, wenn auch sehr schwer.



Mit wem sprichst Du? Meinst Du mich?

Falls ja, dann liefere mir mal eine nachvollziehbare Begründung dafür, daß "introvertiert" eine angeborene Eigenschaft ist. Das kann genauso dadurch enstehen, daß ein Mensch durch welches Ereignis auch immer Angst vor anderen Menschen hat.

Grüße

Yossarian

Seitdem Siegfried Kauder sich zum Internet äußert, da bekommt der Begriff "Kauderwelsch" eine völlig neue Größenordnung.


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

27.10.2011 09:20
#36 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

hab doch selbst jahre gebraucht.
und ich sprech mich auch nicht frei.
(wer weiss ,schon was kommt)

ist wie du sagst.
ich hab die schnauze vom alk voll.
nir ekelte es vor mir selbst ,
beim aufdrehn der flachmänner.

ich find es nur nicht schön ,
wenn leute schon nach so relativ kurzer zeit:
also thera ca 4 monate , vorher entgiftung ,
auf den thera- platz warten usw.

dann sitzen sie in der nachsorge,
und haben schon, kein wirkliches intresse mehr
trauriger weise merkt man das richtig,
manche geben es auch unverholen zu.

das positive ,
ist aber auch ganz klar.
ca die hälfte hat für sich aufgehöhrt.
und das macht spass , mit dehnen zu reden

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


newlife Offline




Beiträge: 3.490

27.10.2011 10:36
#37 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

ich glaube von mir inzwischen, dass ich alles weiß und (vielleicht) auch eine gewisse Zeit trocken leben kann. Mir gehts ja auch nicht schlecht dabei und ich funktioniere wieder gut auf der Arbeit. Der geregelte Tagesablauf hilft mir beim Trockenbleiben, ohne ihn wäre ich schon längst wieder im Dreck.

Das schlimme ist halt, dass ich Phasen habe, wo ich gerne mal so 'nen richtig klatschnassen 'Ausflug' machen würde. So richtig losgelöst von allem. Habe keine Familie und keine Angehörigen, also könnte ich mir mal ne Auszeit nehmen und einen Urlaub buchen mit ner Entgiftung hinten dran.

Sind saublöde Gedanken, ich weiß. Ich schieb sie jetzt beiseite und arbeite weiter. Ich bin halt ziemlich durchgeknallt und manchmal bin ich das sogar noch gerne.

Gruß
Dirk

Enjoy the freedom...


Lauralisja Offline




Beiträge: 1.644

27.10.2011 10:53
#38 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Hallo Dirk,

ist es wirklich der Wunsch zu trinken, oder eher der Wunsch nach einer Pause?

Ich hatte sehr lange das Gefühl, ich bräuchte mal eine Auszeit von mir selbst. Das, was mir früher immer mal der Alkohol verschafft hat. Trocken ging as dann nicht mehr. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mich an mich zu gewöhnen.

Ich wollte da nie saufen, ich wollte immer nur mal Urlaub von mir selbst.

LG, Uta

"Großer Gott, laß meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!" Selma Lagerlöf


waldkatze Offline



Beiträge: 207

27.10.2011 11:39
#39 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Zitat
Gepostet von yossarian


Falls ja, dann liefere mir mal eine nachvollziehbare Begründung dafür, daß "introvertiert" eine angeborene Eigenschaft ist. Das kann genauso dadurch enstehen, daß ein Mensch durch welches Ereignis auch immer Angst vor anderen Menschen hat.




Die Anlage dafür ist angeboren. Merkt man schon bei kleinen Kindern, dass die unterschiedlich sind.
Die einen gehen offen und neugierig auf andere Kinder zu, die anderen sind vorsichtig und zurückhaltend.
Dazu gibt es auch interessante Zwillingsstudien. Wenn eineiige Zwillinge bei der Geburt getrennt werden und in unterschiedlichen Umfeldern aufwachsen, zeigen sie trotzdem ähnliche Charakterzüge.

Selbst Katzenkinder sind von Geburt an unterschiedlich... und die teilen ja nun alles: den selben Bauch (Ernährung, Stresslevel, Hormonspiegel der Mutter), das selbe Nest, die selben Umfeldbedingungen, die selben Menschen
Trotzdem sind sie von Anfang an alle völlig unterschiedlich in ihrem Wesen.
Wo sollen sie das erworben haben, wenn nicht genetisch?

Aber darüber zu diskutieren macht keinen Sinn.... das tun die Soziologen und Biologen schon seit vielen Jahren

Natürlich prägt die Umwelt genauso. Sie baut auf den Anlagen auf.


Nachtrag:

was du hier wieder verwechselst ist eine angeborene Eigenschaft (introvertiert) und eine erworbene Störung (Trauma oder Angststörung).

Das Ergebnis ist auch kaum das gleiche. Introvertiertheit hat nicht per se was mit Angst vor Menschen zu tun.
Es ist einfach eine andere Herangehensweise an Menschen und Dinge. Zudem sind Introvertierte nicht unbedingt unglücklich damit.

Diejenigen mit erworbener Angststörung durch ein Ereignis in der Regel aber schon!

[ Editiert von waldkatze am 27.10.11 11:44 ]


yossarian Offline




Beiträge: 49

27.10.2011 12:33
#40 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Hi waldkatze,

so,so interessant. ich verwechsle etwas aber Du kannst es nicht einmal begründen, sondern wiederholst nur das Gleiche noch einmal. Du hast völlig Recht, auf diese Art braucht man nicht zu diskutieren. Behauptungen ohne nachvollziehbare Begründung sind wie Argumentation durch Fußaufstampfen.

bye, bye

Seitdem Siegfried Kauder sich zum Internet äußert, da bekommt der Begriff "Kauderwelsch" eine völlig neue Größenordnung.


Andy1 Offline




Beiträge: 1.385

27.10.2011 14:16
#41 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Zitat
Gepostet von pueblo
meine erfahrung,
sagt mir mittlerweile ganz klar:

das viele leute die eine stationäre therapie gemacht haben,

und jetzt zum beispiel ,zur nachsorge ,in einer ambulanten thera sind .
überhaupt nicht, ernsthaft trocken werden wollten.

mit: ernsthaft,
meine ich:
von sich selber aus,für sich.

)



Das kannst du nicht über den Kamm schieben.
Ich mache zur Zeit Nachsorge + noch eine andere Gruppe nicht aus Spaß.
Gerade die Nachsorge ist viel intensiver als z.B. eine allgemeine SHG ohne leitenden Therapeuten.

Ich habe 3 stationäre hinter mir und mir genau angeschaut warum es beim ersten mal und beim zweiten mal nicht geschnakelt hat. Was hat bei den ersten zwein gefehlt, dass ich nicht trocken blieb? Was hat bei anderen gefehlt, die z.B. schon seit 15 Jahren trocken waren und wieder gekippt sind?

Leichtsinn, nicht ernsthaft wollen, erst mal schauen was da eigentlich abgeht? Werd ich bei nächster Gelegenheit wieder rückfällig wenn mir eine Laus über die Leber läuft? Bei welchem Schicksalsschlag würde ich wieder zur Flasche greifen? Kindestod z.B.? Habe ich denn jetzt wirklich die Krankheitseinsicht? Ist da noch das Wunschdenken sich einfach mal wieder wegbeamen zu wollen? Erleichtern?

Wenn jemand schon mal im Krankenhaus einen Entzug gemacht hat, weiß er, dass etwas mit seinem Alkoholkonsum nicht stimmt. Ein Frühlingsspaziergang ist es nicht. Erste Schritte werden gemacht, Rückschläge wird es bei dem einen oder anderen geben. Vielleicht Schwamm drüber und weitermachen oder weitere Hilfe annehmen.

Einhellige Meinung ist jedenfalls, dass Menschen mit Suchtproblem bessere Chancen in einer stationären Therapie haben, wenn sie bereits im Vorfeld sich mit dieser Krankheit befasst haben, SHGs bereits kennen und Gruppenerfahrung haben oder vor einer stationären Therapie bereits über einen längeren Zeitraum trocken sind.

Ich selbst bin die ersten 2 male klatschnass aufgeschlagen.
Kein guter Start fand ich im Nachhinein. Es brauchte erst einmal eine gewisse Zeit um zu kapieren was los ist und was ich los haben will.
Da kam auch flugs die therapeutische Frage: "Was wollen sie eigentlich hier"? und du sitzt da und laberst was von "will eben nicht mehr trinken" und wartest auf die göttliche Eingebung.

Ich habe mir dieses mal und es soll das letzte mal gewesen sein mich genau gefragt was ich will und wie ich mir die Therapie vorstelle. Ich habe mir sogar den Therapeuten mit dem ich bereits Kontakt hatte in der stationären Therapie ausgesucht. Okay ich bekam ihn schlussendlich nicht. Er ist selbst krank geworden aber sein Ersatz arbeitete ebenfalls auf meiner Wellenlänge. Darum ging es mir.
Ich habe ein Recht hier mit zu entscheiden.
Was nützt mir die Therapie, wenn der Therapeut zu mir und ich nicht zu ihm keinen Draht habe?
Was nützt mir die Therapie, wenn ich in der mit eingebundenen Arbeitstherapie alleine das Hallenbad putzen muss. Klasse. Machte ich dieses mal nicht. Streik. Und ich setzte durch, dass ich Gartenarbeit machen werde. Und zu allem Glück arbeitete ich mit einem Mitpatienten zusammen, der schon 11 Jahre trocken ist sich aber dennoch für eine Festigungstherapie entschied.
So hatten sich 2 gefunden die aktiv und positiv, wie uns von der Klinkleitung gesagt wurde, an unserer und auch im Allgemeinen an der Therapie beitrugen.

Die Sucht hat nur soviel Macht, wie du ihr gibst.

Spieler


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

27.10.2011 14:30
#42 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

ich schieb nicht alle über einem kamm.
hab selber lange hgenug gesoffen.

es macht nur keinen spass,
wenn man selber multieviert ist,
unmultiviete leute zu treffen.

fussballspielen , mit leuten die keinen spass dran haben,
macht auch keinen

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muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


newlife Offline




Beiträge: 3.490

27.10.2011 14:42
#43 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Liebe Uta

danke für deinen Kommentar. Ich kann deine Frage leider nicht beantworten. Ich weiß einfach nicht, warum das so ist. Ich glaube es ist schon sowas wie abschalten wollen oder einfach mal wieder ausbrechen zu wollen aus dem Trott oder vielleicht auch nur das Anfluten der Droge genießen zu wollen. Keine Ahnung, es ist einfach süchtiges Denken. Ich stelle dann die erlebten äußerst unangenehmen Folgen dagegen und bleibe wieder trocken. So mach ich das bereits die ganze Zeit und es funktioniert ja auch.

Hätte ich auch Verantwortung anderen gegenüber (Familie), könnte ich mir vorstellen, dass ich inzwischen eine stärkere Haltung einnehmen hätte können. Andererseits will ich aber auch gar nicht so viel Verantwortung haben und wäre total überfordert. Seit ich zuhause ausgezogen bin (mit 18) lebe ich schließlich alleine.

So steht bei mir auf der einen Seite die Vernunft und die Erinnerung an die schlimmen Dinge und auf der anderen die Sucht, die auch versucht, sich ihren Weg zu bauen.

LG
Dirk

Enjoy the freedom...


Lauralisja Offline




Beiträge: 1.644

27.10.2011 15:04
#44 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Klingt echt anstrengend.

Trocken werden konnte ich nur alleine, ich habe die ersten 5 Jahre allein gelebt und das war sehr gut für mich. Ich hatte mit mir genügend zu tun, für eine Beziehung wäre da gar kein Platz gewesen.

"Großer Gott, laß meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!" Selma Lagerlöf


Andy1 Offline




Beiträge: 1.385

27.10.2011 15:07
#45 RE: Alkohol überall - Einblicke & Rückblicke antworten

Zitat
Gepostet von newlife
ich glaube von mir inzwischen, dass ich alles weiß und (vielleicht) auch eine gewisse Zeit trocken leben kann. Mir gehts ja auch nicht schlecht dabei und ich funktioniere wieder gut auf der Arbeit. Der geregelte Tagesablauf hilft mir beim Trockenbleiben, ohne ihn wäre ich schon längst wieder im Dreck.

Das schlimme ist halt, dass ich Phasen habe, wo ich gerne mal so 'nen richtig klatschnassen 'Ausflug' machen würde. So richtig losgelöst von allem. Habe keine Familie und keine Angehörigen, also könnte ich mir mal ne Auszeit nehmen und einen Urlaub buchen mit ner Entgiftung hinten dran.

Sind saublöde Gedanken, ich weiß. Ich schieb sie jetzt beiseite und arbeite weiter. Ich bin halt ziemlich durchgeknallt und manchmal bin ich das sogar noch gerne.

Gruß
Dirk



Dieser Post hätte vor ein paar Jahren auch von mir kommen können Dirk.

Ich habe diesen "Ausflug" gemacht. Nein es waren "Ausflüge" und irgendwann hilft dir keiner mehr wirklich gerne und vor Allem nicht mal mehr du selbst. Das Vertrauen wird immer weniger und du hast keine Kraft mehr.
Da hilft auch die anschließende Entgiftung nichts mehr. Dann hilft nur noch Kapitulation und professionelle Hilfe. Ist die Kraft wieder ein wenig da, heißt es erst wieder den Druck aushalten zu lernen. Ein mühsamer Weg für den vermeintlich schönen "Ausflug".

Mit den saublöden Gedanken in diesem Fall ist es bei mir so, dass sie weg sind und selbst das macht mir manchmal Sorgen.
Wenn mich die Werbung zulabert, schiebe ich es auch weg.
Flutsch und weg.
Gestern dachte ich darüber nach warum ich es wegschiebe. Ist es pure Angst? Oder ist es einfach kein Bock mehr oder eben die Einsicht mir über ein frisch Gezapftes keine Gedanken mehr machen zu wollen bzw. zu müssen?

Ich glaube, dass die Verinnerlichung der Kapitulation langsam voranschreitet. Unbewusst, und das ist gut so!

Es gibt schönere Ausflüge!!!

Die Sucht hat nur soviel Macht, wie du ihr gibst.

Spieler


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