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Saufnix
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Dieses Thema hat 36 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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lilalaune Offline



Beiträge: 55

10.10.2011 16:18
#16 RE: Antidepressiva antworten

Hallo Eva,

wie sieht es jetzt nach ca. 14-tägiger Einnahme der Tabletten bei Dir aus? Hast Du noch das Gefühl jetzt geht es besser?
Habe heute mit der Einnahme begonnen und hoffe mal meine Stimmung wird vielleicht nach 2 Wochen besser. So wie es jetzt ist (ohne Tabletten), bringt es auch nichts.
Wäre nett von Dir hören.

LG Lilalaune


relaTIEF ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2011 16:58
#17 RE: Antidepressiva antworten

Hallo Lilalaune,

ich hoffe, Du hast eine gute Entscheidung für Dich getroffen.

Richtig gerechnet, Pille Nr. 14 wurde heute verzehrt.

Es ist für mich okay und ich fühle mich gut Ich habe morgens nach der Einnahme (also ca. 1 Stunde später) etwas mit Müdigkeit zu kämpfen, fühle mich gelegentlich danach etwas "panisch". Im Ergebnis ist es aber gut. Es hängt aber auch davon ab, wie mein Tagesablauf geplant ist.

Allerdings fallen mir "normale Sachen" leichter, ich bin weniger im Streß, ausgeglichener.

Es ist nun durchaus möglich, dass die Dosis erhöht werden soll/kann etc. Zumindest habe ich mir dies zusammen gelesen warum einen Arzt fragen.

Ich nehme das Medikament in der vorhandenen Medikation noch 1 Woche weiter und habe schon einen Termin für die nächste Woche mit dem verschreibenden Arzt vereinbart.

Mal schauen, wie es wird. Es ist nicht alles perfekt, aber ich fühle mich wesentlich besser. Und zugenommen habe ich ebenfalls auch weiterhin nicht, eher noch ein Kilo weniger.

LG
Eva


lilalaune Offline



Beiträge: 55

10.10.2011 17:25
#18 RE: Antidepressiva antworten

Hallo Eva,

danke für die schnelle Antwort.

Kann ja nach der einmaligen Einnahme noch gar nichts sagen, nur hoffen eben, dass es etwas bringt.

Habe am 10.11. einen Termin bei dem Arzt und falls was wäre soll ich mich zwischendurch nmelden. Soll ja 20 mg nehmen, abwarten wie es damit wird. Müde war ich sowieso schon immmer, auch ohne Tabletten. Nun, vielleicht bessert sich dies ja nach einiger Zeit und werde nochmal irgendwann topfit.

Aber Du machst mir Mut, daß sich was bessert und ich dadurch viel mehr Kraft für meinen Alltag und die Therapie bekomme.

Viele Grüße


swajj14 Offline




Beiträge: 793

09.12.2011 11:52
#19 RE: Antidepressiva antworten

Da ich seit Juli psychisch ganz schön in den Seilen hänge, war ich gestern bei meiner Ärztin und sie würde mir gerne AD verschreiben, damit ich aus den Loch wieder rauskomme. Gleichzeitig habe ich eine Überweisung für einen Neurologen, der es letztendlich entscheiden soll, AD`s und wenn ja was.

Mein Mann war wenig begeistert, worauf ich mich im Internet versucht habe, schlau zu machen. Ehrlich gesagt, hat es mich noch mehr verwirrt.

Wie ist es mit der Abhängigkeit?
Nebenwirkungen?
gelesen habe ich auch, dass es Studien gibt, die eine Wirksamkeit von AD`s bei Depressionen garnicht beweisen und in Frage stellen.

Sicherlich werde ich den Neurologen daraufhin ansprechen, aber bekomme ich eine ehrliche Antwort?

Kennt jemand eine Seite im Internet, wo ich mich informieren kann, ohne das die Pharmaindustrie oder sonst ein "Geldmacher" dahintersteht.

Fakt ist, so kann ich nicht mehr lange weitermachen. Gleichzeitige Suche nach einem Psychotherapeuten ist auch sehr problematisch, nur Absagen, nicht mal eine Möglichkeit, um auf eine Warteliste zu kommen. Und das alles bei einem Gemütszustand, wo mir "alle eigentlich in die Tasche rutschen könnten".......

Liebe Grüße
swajj14


Callysta Offline




Beiträge: 8.240

09.12.2011 13:12
#20 RE: Antidepressiva antworten

Ich kann Dich nur ermuntern, Dir da Hilfe zu suchen. Habe ich auch gemacht - der Druck arbeitsseitig ist im Moment überdurchschnittlich hoch und dazu kamen noch ein zwei andere Dinge, die zuviel Platz in meinem Kopf eingenommen haben.

Ich lief unrund und habe mich teilweise selbst kaum wiedererkannt, so trübe war ich drauf. Ich habe mit meinem Neurologen gesprochen und nehme seit 6 Wochen nun wieder Venlafaxin. Nur ein Drittel der Dosierung, die ich damals zur Beginn meiner Abstinenz hatte, aber ich komme gut damit zurecht.Es half mir, wieder in Balance zu kommen. Und ich habe lange überlegt, ob ich diesen Schritt gehen will, aber mittlerweile stehe ich hinter der Entscheidung.

Abhängig machen sie nicht, das einzig negative ist die ANfangsphase, denn die Nebenwirkungen erinnern stark an Entzugssymptome. Aber wenn man das weiß, kann man es aushalten - nach einer Woche ist das auch vorbei.

Sprich mit Deinem Hausarzt darüber und versuch, einen Termin mit einem Neurologen zu bekommen - auch wenn das oft wirklich lange Wartezeiten erfordert

Wenn die Musik beginnt, dann dreht sich der Tanzbär...


Angsthäsin Offline




Beiträge: 2.029

09.12.2011 13:21
#21 RE: Antidepressiva antworten

Hi Swajj

ich habe selbst lange AD`s genommen.
Richtig ist, dass es verschiedene AD`s mit verschiedenen Ansatzpunkten gibt. Nicht jedem an Depressionen erkrankten hilft auch jedes AD. Du musst da u.U. eine Weile herumprobieren, bis Du "Dein" AD gefunden hast, dass Dir gut hilft.
Auch in den Nebenwirkungen reagiert jeder anders auf so ein AD.
Es gilt also für Dich herauszufinden, welches AD Dir wirklich hilft, dessen Nebenwirkungen für Dich nicht vorhanden oder zumindest akzeptabel sind. Viele Nebenwirkungen verschwinden auch nach einiger Zeit der Einnahme.

So ein AD wirkt erst nach 2-4 Wochen regelmäßiger Einnahme, Du brauchst schon ein wenig Geduld. Wenn es dann nicht passt oder die Nebenwirkungen für Dich nicht tragbar sind ab zum Arzt und etwas anderes probieren.
Manchmal brauchts auch 2 verschiedene AD`s.

Ganz wichtig: Ein AD macht NICHT abhängig. Manche sollen ausgeschlichen werden, ich selbst habe aber jedes AD sofort beenden können.

Für mich war die Einnahme eines AD`s sehr segensreich. Es hat quasi die Vorraussetzungen dafür geschaffen, dass ich überhaupt therapiefähig war.

Und die begleitende Therapie hat mich dann letztendlich aus den Depressionen geholt. Ohne AD wäre das nicht möglich gewesen.
Nur mit AD allein und ohne Therapie allerdings auch nicht.

Liebe Grüße
Tina

Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt. :zwinker1:


swajj14 Offline




Beiträge: 793

09.12.2011 13:35
#22 RE: Antidepressiva antworten

Hallo Tina,
lieben Dank für Deine Informationen, dass hilft mir schon mal etwas weiter.

Gestern war ich noch der Ansicht, ohne AD`s komme ich jetzt nicht mehr aus der Situation heraus. Aber dann die Diskussion über Abhängigkeit und eine daraus entstandene Drogenkarriere und nicht zuletzt die Info`s, die ich im Internet gefunden habe, haben mich doch stark verunsichert.

Liebe Grüße
swajj14


Angsthäsin Offline




Beiträge: 2.029

09.12.2011 13:43
#23 RE: Antidepressiva antworten

Da kann ich Dich beruhigen, AD`s machen definitiv nicht abhängig. Da gibts keine Drogenkarriere.

Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt. :zwinker1:


newlife Offline




Beiträge: 3.490

09.12.2011 19:58
#24 RE: Antidepressiva antworten

Hallo swajj,

ich habe unterschiedliche Erfahrungen mit ADs gemacht. Ich wurde in der Entgiftung auf 20mg Citalopram und 30mg Mirtazapin eingestellt. Das Citalopram sollte mir es leichter machen, mit meinen Ängsten klarzukommen, es half aber mir überhaupt nicht. Das Mirtazapin schlug ganz gut an, es machte mich müde und ich konnte nach der akuten Entzugsphase nach einer Woche auch damit ganz gut schlafen. Ich nehme es heute noch und das Citalopram wurde während meiner LZT gegen Venlafaxin ausgetauscht. Das Medikament hat mir wirklich gut geholfen auch wieder in den Arbeitsalltag einzusteigen. Ich nehme davon nur noch 75mg und komme soweit klar. Leider wird der Körper davon abhängig. Du hast Entzugssymptome, wenn du es vergisst zu nehmen. Dein Kopf ist sehr durcheinander, einen Druck im Kopf und etwas Schweissausbrüche.

Gruß
Dirk

Enjoy the freedom...


Callysta Offline




Beiträge: 8.240

09.12.2011 20:04
#25 RE: Antidepressiva antworten

Zitat
Gepostet von newlife
Leider wird der Körper davon abhängig. Du hast Entzugssymptome, wenn du es vergisst zu nehmen. Dein Kopf ist sehr durcheinander, einen Druck im Kopf und etwas Schweissausbrüche.



Kann ich nicht bestätigen, mir fällt gerade ein, dassich meine Tablette heute noch nicht genommen habe (tue das immer morgens als erstes)

Allerdings sollte man es ausschleichen, nicht von 100 auf 0 absetzen

[ Editiert von Callysta am 09.12.11 20:05 ]

Wenn die Musik beginnt, dann dreht sich der Tanzbär...


newlife Offline




Beiträge: 3.490

09.12.2011 20:25
#26 RE: Antidepressiva antworten

@Callysta

am ersten Tag hatte ich das auch noch nicht so bemerkt. Ich hatte die aber am WE, als ich nicht zuhause war mal nicht dabei und ich fühlte mich dann zunehmend schlechter. Bei weitem war es nicht so schlimm, wie ein Alkentzug, aber eben körperliche Reaktionen.

Enjoy the freedom...


Callysta Offline




Beiträge: 8.240

09.12.2011 20:32
#27 RE: Antidepressiva antworten

Ja, aber deswegen bist Du nicht abhängig, das sind halt die Absetzerscheinungen, deswegen soll man die Dosis verringern.

Trevilor bzw. Venlafaxin mcht definitiv nicht abhängig - verantwortungsvoll damit umzugehen ist aber Voraussetzung, dass es wirkt, also regelmäßige Einnahme. Ich habe immer welche im Portemonnaie - genauso wie mein Levocomp, da ist es nämlich ähnlich

Wenn die Musik beginnt, dann dreht sich der Tanzbär...


newlife Offline




Beiträge: 3.490

09.12.2011 21:00
#28 RE: Antidepressiva antworten

ja Katrin. Ich erinner mich noch als ich damit begann. Ich fühlte mich irgendwie drauf, nach 3 Tagen gab sich das dann aber. Es nahm mir aber wirklich ein Großteil meiner Ängste. Ich habe nie aufdosiert und bin bei 75mg gelieben, obwohl mir in der Reha-Klinik 150mg empfohlen wurden. Es ist mit Sicherheit keine Sucht, wie bei Benzos. Von den Tavor hätte ich am liebsten direkt mal 5 genommen, wenn ich die zuhause gehabt hätte.

[ Editiert von newlife am 09.12.11 21:02 ]

Enjoy the freedom...


Callysta Offline




Beiträge: 8.240

09.12.2011 21:08
#29 RE: Antidepressiva antworten

Ich betone das auch nur so vehement, weil es sonst abschreckt, wenn es heisst, das Zeug macht abhängig.

Die Absetzsymptome sind eklig, sind vermutlich genauso grßlich wie die Nebenwirkungen, die man beim Ansetzen haben kann. Ich hab mich wie auf Entzug gefühlt, aber ich wusste ja zum Glück, dass es nur kurz so ist

Wenn die Musik beginnt, dann dreht sich der Tanzbär...


Ivvan ( gelöscht )
Beiträge:

10.12.2011 10:09
#30 RE: Antidepressiva antworten

Das kenne ich auch, die Absetzsymptome bei Trevilor (Venlafaxin). Ist unangenehm, aber auszuhalten. Man muß es nur langsam machen - mehrere Wochen!

Ich nehme seit einem Jahr 1 x am Tag Sertralin 100mg, nachdem ich über 3 Jahre herumexperimantieren mußte, bis ich das richtige fand. Wobei es nicht heißt, daß DAS jetzt das richtige für alle Zeit ist, aber: Es geht mir besser, vor allem seit ich nix mehr trinke. Mit dem Alk in Kombination konnte es einfach nicht richtig wirken. Der Morgen nach dem Alkohol war immer schlimmer als alles andere .
Jetzt, ohne, geht es wirklich besser.
Deshalb: Nimm die Dinger!!!
Gruß
Ivvan


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