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Saufnix
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Dieses Thema hat 66 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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Ivvan ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2011 12:42
#46 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von yulia
..........Und, für was sollte das jetzt gut sein?

Momentan streiten da Stimmen in mir, es ist der Wahnsinn. Ich werde dennoch jetzt mal nicht aufgeben, sondern einfach so weitermachen. Die Stimme, die mir immer zuflüstert, dass es doch eh nichts bringt, schiebe ich erst einmal beiseite. Ist allerdings schon eine ziemliche Anstrengung.



Genauso geht es mir auch! Ich denke aber, daß liegt auch an der Depression. Das sogenannte Morgentief ist ein typisches Anzeichen dafür. Morgens aufwachen und sich zu fragen: Wofür das alles?! Früher kam morgens noch die Angst dazu, abends in Trinklaune irgendetwas Blödsinniges beschlossen zu haben und da jetzt nicht mehr herauszukommen. Das ist ja noch schlimmer....

Beispiel:
Ich habe, in der Vorfreude auf den abendlichen Alkoholgenuss, meinem Mann vorgeschlagen in die Pfalz zu ziehen (mein Mann ist Kurpfälzer). Die Abende in gutgelaunter Trinkbereitschaft für das alkoholische Kaltgetränk, haben mich (uns) dann planen lassen. Ein kleines Häuschen mit Garten, das Pferd in einem kleinen Offenstall, Freunde, Bekannte, Verwandte in der Nähe.....was kann es Schöneres geben.
ABER das Dumme ist, und das hatte ich mal wieder ganz vergessen: Man nimmt sich ja immer mit!!!!

Und so langsam, gaaanz laaangsam, mit eintretender Nüchternheit wurde mir bewußt: Ich will gar nicht umziehen!!! Die Häuser die es dort gibt sind alle scheußlich, oder zu teuer. Der Gaul ist in dem hiesigen Stall bestens versorgt, ist schon 21 und ich habe ihm beim Einzug versprochen: nur mit den Hufen voran hier raus.... Und die Stallgeminschaft paßt auch. Es ist immer jemand da, der sich kümmert, wenn man mal keine Zeit hat, im Urlaub ist, etc. Klar, so`nem Pferd paßt`s überall wo es was Gutes zu fressen gibt, aber mir eben nicht.
Also, wozu umziehen? So einfach geht das nicht. So einfach kann man sein Leben nicht ändern.
Und da sind wir wieder beim Thema, Yulia! Es sollte mal wieder etwas von aussen her!
Wahnsinn, ein Umzug!!!
Gut, ich war bei diesen Planung doch schon etwas hin und her gerissen, da ich, so blöd es klingt, unglaublich an meinem jetzigen Pferdestall hänge. Ich war schon mal 2 Jahre woanders, habe aber ziemlich gelitten. Verrückt, oder?
Ich habe das Pferd während meiner Psychoanalyse gekauft. Alles was damit zutun hat, hat meine Entwicklung zu der Person, die ich jetzt bin, enorm beeinflusst. So verbinde ich diese Gegend hier einfach mit Heimat.
Aufgewachsen bin ich in Hamburg. Meine Heimat aber ist die Schwäbische Alb. ich schreibe das hier ganz ehrlich, und wahrscheinlich fasst sich jetzt jeder an den Kopf: Hamburg vs. Schwäbische Alb?? Das kann ja wohl nicht wahr sein?? Aber so ist es eben. Ich habe sehr traurige Erinnerungen an HH, und war in den letzten 5 Jahren nur ein einziges Mal dort, und das nur um meinen Eltern einen Gefallen zu tun. Ich halte das da kaum aus....
Naja, zuviel gefaselt.....Sorry
Jetzt, wo ich nicht mehr trinke, sehe ich diese Gedanken, im wahrsten Sinne des Wortes nüchtern!
Doch wie sagt man so schön? "Wie sag ich`s meinem Kinde?"
Meine Schwiegermutter zeigt mir ständig Exposés von 70ger Jahre-Schaudern an der Pfälzer Weinstraße, und mein Mann kommt jetzt auch so langsam, nach anfänglichen Zögern, "in Schwung".
Schwierig ihm zu sagen, daß ich eigentlich unsere jetzige Wohnung doch ganz schön fände. Da war man doch ein bisschen beleidigt.....
Naja, besser jetzt als wenn`s soweit ist, und das große Heulen losgeht....
Aber da sind wir auch bei einem guten Thema! Die Wahrheit sagen, bzw. das zu offen auszusprechen, was man wirklich möchte und was nicht. Ich habe immer das getan, was andere von mir verlangten, und das gesagt, was andere hören wollten. Das geht jetzt nicht mehr!

Und DAS ist auch so ein Thema:

Zitat
Gepostet von pueblo
geht doch gar nicht ums rausgehn. geht doch nur darum ,
etwas zu tun, was dir gut tut. also womit man zufrieden ist.

und wenn man sich zuhause wohlfühlt, ist das auch ok.
bild malen oder was weiss ich.

oft steckt eine art gesellschaftszwang dahinter......
das schlechte gewissen ,wird einem oft von aussen gemacht.
also weil alle was machen, muss ich auch. ne ich nicht mehr



Danke Pueblo!

Zitat
Gepostet von Usa
Da muss ich aufpassen, gerade im Moment habe ich wieder so eine Phase. Ich hänge zwar nicht nur im Board rum, aber ich mag gar nicht rausgehen. Nach Feierabend sowieso nicht, und am WE auch nicht, am liebsten zu Hause und ganz allein. Wenn ich mich jedoch überwunden habe, ist es meist auch ganz schön, aber eh ich mich überwunden habe .



Das ist genau auch mein Problem!!Und da passt auch ein Bisschen das Gesagte von Pueblo dazu.
Ist doch egal, wichtig ist der Moment. Selbstverständlich möchte ich es jetzt nicht unterstützen, sich der Außenwelt vollkommen zu entziehen, aber Du kannst Dich ja offenbar doch ab und zu überwinden raus zu gehen.
Ich habe das Ross. Da gehe ich hin; sonst nur das nötigste wie Arzt, Einkaufen, etc.. Das war`s. So ist es nun mal. Früher habe ich die anderen (siehe Antwort vorher) noch bewundert, jetzt bin ich dabei es zu akzeptieren, daß es so ist wie es ist.
Ich glaube wirklich, daß auch immer ein bisschen Gesellschaftsdruck dazu kommt unbedingt etwas tun zu müssen!!!

Zitat
Gepostet von funkelsternchen
warum weiß deine FREUNDIN nix von deinem problem? widerspricht sich, find ich. wem lügst du denn was vor? dir oder ihr?

funkelsternchen



a) kann es natürlich sein, daß man sich noch ein Türchen offen halten möchte..., das wiederum glaube ich in diesem Fall bei Usa aber nicht!!!!!!
sondern b)
es handelt sich bei dem Problem Alki zu sein doch um etwas ganz Intimes, finde ich zumindest. Meine Freundinnen wissen auch nix davon. Es fragt auch keiner, warum ich bei einem Treffen keinen Alkohol möchte. Wenn wir uns treffen und das obligatorische Proseccochen gereicht wird, sage ich immer einfach nur :"Nein danke!", "Wirklich nicht?", "Nein danke, wirklich nicht!"

Wir schaffen das!
Gruß
Ivvan


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2011 12:54
#47 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von Ivvan

...es handelt sich bei dem Problem Alki zu sein doch um etwas ganz Intimes, finde ich zumindest.

...finde ich nicht!

Intim fand ich es nur, als ich noch gesoffen habe.

Jetzt gehe ich zumindest so offen damit um, wie erforderlich ist, um Mich nicht in Widersprüche zu verstricken!


Gruß
Dirk


yulia Offline



Beiträge: 383

05.08.2011 13:41
#48 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von dry68

Zitat
Gepostet von Ivvan

...es handelt sich bei dem Problem Alki zu sein doch um etwas ganz Intimes, finde ich zumindest.

...finde ich nicht!

Intim fand ich es nur, als ich noch gesoffen habe.

Jetzt gehe ich zumindest so offen damit um, wie erforderlich ist, um Mich nicht in Widersprüche zu verstricken!


Gruß
Dirk





Ich habe auch noch Schwierigkeiten damit, mich offen als Alki zu benennen. Da spielt sicherlich auch mit rein, dass ich immer versucht habe, perfekt zu sein. Das kratzt jetzt an meiner Fassade und ich fühle mich dadurch wahnsinnig unwohl.

Damit ist sicherlich die Angst verbunden, dass mich niemand mehr mag. Oder auf mich herabblickt. Oder.... weiß noch nicht. Muss ich nochmal drüber nachdenken.

yulia
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Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht.

Charles Dickens


funkelsternchen Offline



Beiträge: 3.808

05.08.2011 13:43
#49 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

mit dem sich zurückziehen wird nur eines erreichtwerden - du wirst dich einsamer, depressiver, unglücklicher fühlen. es ist einfach so, dass positive impulse von außen kommen. das hat nix mit irgendwelchen erwartungshaltungen zu tun, das sind verdammte tatsachen. das heißt doch nicht, dass du jetzt tgl, auf die piste musst, oder zur partylöwin mutieren und auch nicht, dass du allen zu erzählen hast, dass du alkoholikerin bist. 1., ist das bitteschön immer noch jedem selber überlassen, aber ich verstehe unter freundschaft eben auch ehrlichkeit und offenheit, gerade wenn es um krankheit geht und 2. findet leben einfach draußen statt. der mensch ist keine insel.

funkelsternchen


Magusa Offline



Beiträge: 856

05.08.2011 13:54
#50 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Ich schliess mich da mal Funkel an.

Du brauchst kein Schild:ich bin Alkoholikerin, ebenso so wenig wie ein Schild : ich habe einen schweren Bandscheibenvorfall.
Du hast eine Krankheit, schlimm genug, geh raus, dort findet das Leben statt, und outen, überflüssig,
und grübeln bringt überhaupt nichts !
Manfred

Alles in Aachen:zwinker1:


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

05.08.2011 13:57
#51 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

also , kann schon sein ,
das irgentwelche die nase rümpfen.
na und sollen sie doch.

ich hab bis jetzt durchweg,
nur positive resonantzen bekommen
(bekanntenkreis)

allen erzählte ich es auch nicht,
bei weiten nicht.

aber : find ich gut das du nichts,
mehr trinkst usw ,
ist doch ok.

und aufgezwungen wird mir nichts.
das "nein" reicht völlig,
was die dann daraus machen sollten,
intressiert mich nicht.

und was mich zb ärgert(privat)

ich hab auch gar keine lust,
wie ich es zb schon hatte ,
fragen über sucht ,
wie hast du aufgehört usw,
zu beantworten ,
und daraus eine diskussion zu machen

die fragen , reden usw.
letztendlich ändert sich eh nichts .

(ich war ja auch nicht anders)

sucht bleibt hier, und in der shg.
ansonsten trinke ich nicht,
und fertig.

hab auch schon gesagt:
wenn du die schnauze voll hast höhr auf.
gibt suchtberatung und selbsthilfegruppen,
da kannst du dich drann wenden,
die helfen.

komisch das dann ruhe war,
das will nähmlich keiner höhren


durchweg stimmt nicht ganz ,
am anfang einmal nicht.
aber dann sind es trotzdem noch 99%
positive resonantzen

[ Editiert von pueblo am 05.08.11 14:07 ]

___________________________________________________
muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

05.08.2011 14:00
#52 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von yulia


Damit ist sicherlich die Angst verbunden, dass mich niemand mehr mag. Oder auf mich herabblickt. Oder.... weiß noch nicht. Muss ich nochmal drüber nachdenken.[/b]

...tue das ruhig...ich meine das Nachdenken

Und Du wirst feststellen, dass keiner jetzt auf Dich herabblicken würde/könnte, der es gut mit Dir meint.

Und, dass die Jenigen, die Dich früher - als echte, nüchterne Yulia gemocht haben - auch weiterhin mögen.

Und all die Anderen - die Dich, oder die Du sowieso nur benebelt ertragen konntest - können und müssen Dir eh zukünftig gestohlen bleiben.


Gruß
Dirk


yulia Offline



Beiträge: 383

05.08.2011 17:22
#53 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von Ivvan

Genauso geht es mir auch! Ich denke aber, daß liegt auch an der Depression. Das sogenannte Morgentief ist ein typisches Anzeichen dafür. Morgens aufwachen und sich zu fragen: Wofür das alles?! Früher kam morgens noch die Angst dazu, abends in Trinklaune irgendetwas Blödsinniges beschlossen zu haben und da jetzt nicht mehr herauszukommen. Das ist ja noch schlimmer....

[/b]



Ja, ich leider auch unter Depressionen, ist aber schon besser geworden ohne Alk. Dem Morgentief kann ich nur am Wochenende entkommen, ich schlafe dann zwar auch nur bis 8/8.30, aber dann mache ich mir Kaffee und gehe mit einer schönen großen Tasse voll erst mal wieder ins Bett, Zeitung mitgenommen, mit dem Liebsten gequatscht und schon bin ich um 10 ein ganz anderer Mensch...

Aber während der Woche ist es schon schwer.

Trotzdem gibt es auch bei Depressionen 2 Einstellungen, zumindest bei leichteren (die schweren habe ich in der Klinik verbracht): Ich kann mich hineinfallen lassen oder ich kann versuchen, dagegen anzukämpfen. Und ich habe genausowenig wie beim Alk Lust, mich von einer Depression beherrschen zu lassen. Ihr seht, ich bin momentan in Kampfeslaune.

Und das werde ich jetzt nutzen, solange es geht. Wehklagen kommt später!!!

yulia
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Charles Dickens


Usa Offline




Beiträge: 356

05.08.2011 23:19
#54 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von yulia

Kann mir vorstellen, dass das ein harter Abend wird. Pass auf Dich auf!

Bin in solchen Situationen auch schon mal "krank" geworden, Magen-Darm kommt da immer gut...



Nein yulia, das ist es nicht, ich tue mich im Moment einfach schwer, überhaupt erstmal weg zu gehen, und dann so diese Geselligkeiten so artig am Tisch, die mag ich nicht so sehr, ich empfind das immer etwas krampfig, kann ich schlecht beschreiben, war dann aber doch, und es war schön.

Nicht zu trinken fiel mir nicht schwer, wurde auch nicht gefragt warum nicht oder so, das war alles gut so wie es war.

Ich bin stolz auf mich, wie ich es noch nie gewesen bin, bin stolz bis hierher erstmal gekommen zu sein, vor allem im Kopf, und ich bin mir sicher, ich komme auch noch weiter.
Für mich selbst habe ich diese Alkoholkrankheit angenommen, aber beispielsweise mit meiner Freundin darüber zu reden, vor ihr dazu zu stehen, das kann ich noch immer nicht.
Diese Mengen die ich all die Jahre geschluckt habe, und dieses daraus oftmals resultierende Fehlverhalten meinerseits, dafür schäme ich mich nach wie vor, damit kann ich mich noch nicht auseinandersetzen.

PS: Ich hoffe, Dein Abend war auch schön gewesen .

GlG Usa

Es ist besser, geringe Taten zu vollbringen, als große zu planen.
(Chinesisches Sprichwort)


Gret Offline



Beiträge: 21

07.08.2011 16:06
#55 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Hallo an alle User, die in diesem Beitrag geschrieben haben,
ich möchte euch ein großes Kompliment überreichen. Eure Konversation ist schon fast wie eine Selbstheilung und lässt mich meine inzwischen abstinente Zeit im Kopf nochmals Revue passieren.
Es sind Fragen aufgetreten, wie fülle ich die Leere auf, Spaßfaktor nach kurze Abstinenz möchte sich nicht einstellen. Ein wichtige Frage, das Outen gegenüber meiner Umwelt, zeigt mir doch, dass das Thema Alkohol nicht mehr so tabuisiert wird, wie noch vor Jahren.
Auch ich habe mir all diese Fragen gestellt und möchte sie kurz beantworten. Usa hat etwas ganz wichtiges geschrieben. Das Stolz sein auf „Sich“, ist meiner Ansicht nach schon die halbe Miete.
Ich kann heute wirklich behaupten, stolz zu sein. Es beflügelt das Selbstbewusstsein.
Anfangs konnte ich mir auch nicht vorstellen, alleine zu sein, habe oft Panikattacken bekommen. Doch mit der Zeit verschwanden sie. Depressionen stehen oft im Bezug zum Alkohol.
Die Leere verzog sich mit den Jahren immer mehr. Ich begann intensiv, mich mit mir auseinander zu setzen. Alten Lebensdinge wurden entweder saniert oder entrümpelt, um Platz für neues zu schaffen. Die Vergangenheit wurde aufgearbeitet und konnte sie dann loslassen.

Ich bin zum Beispiel in eine kleine neue Wohnung gezogen, um alles was mich mit dem Alkohol verband, hinter mir zu lassen.

Den Spaß habe ich mir hart erarbeitet, denn auf Partys oder geselliges Beisammensein fand ich schon immer anstrengend, auf Kommando lustig zu sein. Aber mittlerweile wissen meine richtigen Freunde um meine Abstinenz Bescheid. Sie akzeptieren es voll und ganz. Und hier ist der nächste Punkt, das Outen. Warum müssen wir uns vor anderen Rechtfertigen, warum haben wir Angst unserem Gegenüber zu sagen, nein ich möchte nicht trinken, ich lebe Abstinenz. Wer ein wenig Grips im Kopf hat, versteht sofort was gemeint ist, wenn wir uns outen. Ich habe fast nur gute Erfahrung damit gemacht. Bis auf Eine und davon habe ich mich getrennt.
Wer sagt uns eigentlich, dass wir die Problemfälle sind. Ist es nicht die Gesellschaft, die uns das überstülpt? Vielleicht klingen meine Worte ziemlich banal, aber manchmal sind es die einfachen Umsetzungen, sprich, diesen berühmten Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen, die uns daran hindern, das positive im Neuen zu sehen.

Liebe Grüße Gret


yulia Offline



Beiträge: 383

07.08.2011 22:24
#56 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von Usa


PS: Ich hoffe, Dein Abend war auch schön gewesen .

GlG Usa



Mein Doppelkopf-Abend war eigentlich ... na ja, hat mir nicht wirklich gefallen, und die beiden Tage danach auch nicht. Fühle mich innerlich doch sehr unter Druck, irgendwie etwas Machbares für mich zu finden.

Dabei weiß ich ganz genau, dass ich Geduld brauche. Aber woher nehmen?

Ich fühle mich momentan total leer, mein Kopf brummt und ich merke, dass Suchtdruck aufkommt. Na klar, mein "liebster" Problemlöser will sich wieder in mein Leben drängen. Also gehe ich jetzt lieber ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag!

Und ich habe zumindest das Glück, morgen und übermorgen auch noch frei zu haben, mal schauen, was ich mache. Fitness-Studio wäre schön, etwas Bewegung...

[ Editiert von yulia am 07.08.11 22:28 ]

yulia
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Charles Dickens


Komplex Offline



Beiträge: 3.878

08.08.2011 11:34
#57 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von yulia

Zitat
Gepostet von Usa


PS: Ich hoffe, Dein Abend war auch schön gewesen .

GlG Usa



Mein Doppelkopf-Abend war eigentlich ... na ja, hat mir nicht wirklich gefallen, und die beiden Tage danach auch nicht. Fühle mich innerlich doch sehr unter Druck, irgendwie etwas Machbares für mich zu finden.

Dabei weiß ich ganz genau, dass ich Geduld brauche. Aber woher nehmen?

Ich fühle mich momentan total leer, mein Kopf brummt und ich merke, dass Suchtdruck aufkommt. Na klar, mein "liebster" Problemlöser will sich wieder in mein Leben drängen. Also gehe ich jetzt lieber ins Bett. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag!

Und ich habe zumindest das Glück, morgen und übermorgen auch noch frei zu haben, mal schauen, was ich mache. Fitness-Studio wäre schön, etwas Bewegung...

[ Editiert von yulia am 07.08.11 22:28 ]




Hallo Yulia,

ich bin ein Meister des Haderns und drehe meine geringfügige Hirnmasse in trüben Zeiten gerne um 36000 Grad, bevor ich einen Pupsgedanken absondere.

Und ich bin intensiv damit beschäftigt, all diese Gründe, die mich hadern lassen, zu bearbeiten.

Daneben habe ich aber eine etwas pragmatischere Schiene aufgebaut und die heißt: "Ich werde". Also das Gegenteil von "Ich könnte", "Es wäre schön" usw.

Ich tue das ganz oft gegen meine innere Verfassung und es hilft. Je öfter desto zuverlässiger und selbstverständlicher. Irgendwann hat man dann den inneren Schweinehund auf Augenhöhe und kann ihn auslachen.

Aber es ist schwer, das sollte man nicht verschweigen.

____________________________________________________


yulia Offline



Beiträge: 383

08.08.2011 14:50
#58 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von Komplex

Hallo Yulia,

ich bin ein Meister des Haderns und drehe meine geringfügige Hirnmasse in trüben Zeiten gerne um 36000 Grad, bevor ich einen Pupsgedanken absondere.

Und ich bin intensiv damit beschäftigt, all diese Gründe, die mich hadern lassen, zu bearbeiten.

[/b]



Hallo Komplex,

da sitzen wir ja in einem Boot. Wenn Du der Meister des Haderns bist, bin ich das weibliche Pendent dazu. Schlimmer war es eigentlich nur zu Alkohol-Zeiten, weil ich zu der Zeit auch noch alles viel besser wußte als andere, nur gemacht habe ich nie was!

Was läßt mich eigentlich hadern? In vielerlei Hinsicht sind es die Stimmen, die ich in meinem Elternhaus gehört habe: Das ist zu teuer, das andere macht zu viel Mühe, das nächste dankt einem keiner, es hat sowieso niemand Lust dazu usw. usf. Es fällt mir sehr schwer, diese Negativ-Gedanken einfach abzustellen, sie sind schneller da als mein rationales Denken und lassen sich nicht so einfach verscheuchen.

Sobald ich eine positive Idee habe, sind also schon bis zu 10 Negativgedanken da. Oder auch mehr. Und dagegen heißt es nun, anzugehen. Gar nicht so einfach, ich gegen eine ganze Armee schlechter Gedanken. Aber dafür wahrscheinlich umso lohnenswerter.

Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben...

yulia
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yulia Offline



Beiträge: 383

08.08.2011 14:52
#59 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

P.S. Vielleicht sollte ich meinen Konfuzius-Spruch (s.u.) mal abändern, ob Nachdenken in meinem Fall das Edelste ist, ist fraglich. Sinnvoller scheint mir da das Nachahmen...

yulia
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yulia Offline



Beiträge: 383

08.08.2011 14:56
#60 RE: Hilfe - fühle mich verloren antworten

Zitat
Gepostet von Gret
Usa hat etwas ganz wichtiges geschrieben. Das Stolz sein auf „Sich“, ist meiner Ansicht nach schon die halbe Miete.
Ich kann heute wirklich behaupten, stolz zu sein. Es beflügelt das Selbstbewusstsein.



Danke, Gret, für Deinen Beitrag. Du hast Recht, diesen Stolz kann ich auch jetzt schon fühlen. Und er trägt mich auch ein Stückweit. So wie gestern, wo ich gedanklich kurz vor der Flasche stand, diesem aber nicht nachgegeben habe, weil ich dieses stolze Gefühl morgens so lieben gelernt habe. Stolz, wieder einen Tag ohne geschafft zu haben oder eine Woche oder einen Monat...

yulia
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