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Saufnix
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Dieses Thema hat 105 Antworten
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 Akute Hilfe
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AVE Offline




Beiträge: 3.081

21.06.2011 12:42
#76 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Zitat
Gepostet von newlife
Hat wenig mit wirklichen Gefühlen zu tun zumal es denen dort auch egal ist, ob du wieder säufst. Die Maschinerie funktioniert nach fertigen, ausgearbeiteten Konzepten 16 Wochen lang. Und du wirst auf jedenfall als "gesund" entlassen, ob es so ist oder nicht, interessiert niemanden wirklich.



Ist ja auch so.
Sie bieten an - machen musst DU.
So gesehen ist es mir z.B. auch völlig wurscht, ob jemand anderes wieder säuft oder nicht.
Hauptsache, ich saufe nicht wieder.


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

21.06.2011 12:44
#77 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Zitat
Gepostet von newlife

Zitat
Toll war, daß ich mich endlich mal kennen lernen konnte, daß ich mich endlich mal aushalten lernen konnte, daß ich mich endlich mal wieder geborgen, verstanden und aufgehoben fühlen konnte und nicht zuletzt, daß mich während dessen die ganze Welt außerhalb der Klinik mal gepflegt am verlängerten Rückgrat konnte.



wenn ich nicht so hinüber gewesen wäre, wär ich wohl direkt wieder zur Arbeit gerannt. Mich hats halt ungemein geärgert, dass ich nicht mehr leistungsfähig war und eine Schwäche zugeben musste. Arbeit war halt immer mein Standbein, woran ich mich hochzog, weils mir wichtig war. Egal wie ich aussah, wie ich stank. Ich ging fast immer hin, weil ich glaubte, wenn ich das nicht mehr packe, dann ist eh alles wurscht.
Es kam so wie es kommen musste. Als ich nicht mehr arbeiten konnte und so zerfressen war von Selbstzweifeln musste ich mich entscheiden. Ich habe mich richtig entschieden.

Geborgenheit und Aufgehobensein empfinde ich inzwischen auch in der SHG und mein Engegement in unserem Kreisverband.

In der Therapie kam halt vieles aufgesetzt und durchdacht rüber. Hat wenig mit wirklichen Gefühlen zu tun zumal es denen dort auch egal ist, ob du wieder säufst. Die Maschinerie funktioniert nach fertigen, ausgearbeiteten Konzepten 16 Wochen lang. Und du wirst auf jedenfall als "gesund" entlassen, ob es so ist oder nicht, interessiert niemanden wirklich.

[ Editiert von newlife am 21.06.11 12:35 ]




So hat halt jeder andere Erfahrungen und Sichtweisen und einen Königsweg gibt es ja nicht.

Fakt ist: mir hat die Zeit gut getan und ob mich ein anderer bei Entlassung als gesund betrachtet hat oder nicht, ist mir völlig egal. Ebenso, ob da eine Maschinerie dahintersteckt - völlig egal, so lange ich davon profitiert habe.


newlife Offline




Beiträge: 3.490

21.06.2011 13:50
#78 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Zitat
Klingt für mich nach der harten "Ich muss das alleine schaffen"-Nummer. So habe ich am Anfang auch gedacht. Mittlerweile merke ich aber, dass ich so stark bin, mir meine Schwäche(n) einzugestehen und mir Hilfe zu holen. Nicht winselnd, armselig und mitleiderregend, sondern souverän und die Lage richtig einschätzend.



@AVE
stimmt schon, was du schreibst. Hatte erhebliche Probleme, Schwächen zugeben zu können und mache ich auch heute nicht im Arbeitsumfeld, sondern nur dort, wo ich mich aufgehoben fühle. Also mit den Leuten aus der SHG. Da telefoniere ich auch viel und halte privaten Kontakt.
Das ist für mich eine ganze Menge. Früher war ich komplett introvertiert und ich habe keine Fehler gemacht und stand über allen Dingen. War jahrelang Einzelkämpfer und sehr scheu.

Das schöne an der SHG ist einfach, dass wir allesamt suchtkrank sind und da kein "Hilfeplankonzept" dahintersteht. Ich durchschaue sowas halt sehr schnell und in einer größeren Therapieeinrichtung mit über 200 Patienten wird das nunmal auch deutlich. Vielleicht wäre eine kleinere Einrichtung für mich besser gewesen und ich würde heute anders schreiben. Schade, vielleicht ist mir da auch was entgangen.

Gruß
Dirk

Enjoy the freedom...


John Barleycorn Offline



Beiträge: 23

21.06.2011 14:08
#79 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Zwischenbericht:

Habe mit meiner Schwester telefoniert unnd ihr von der jüngsten Entwicklung erzählt.
Sie weiss seit einigen Wochen von meinen Problemen.

Mein Vater arbeitet in derselben Stadt, in der ich lebe.
Er pendelt jeden Tag nach hause.
Wir treffen uns später am Bahnhof.
Ich fahre mit ihm nach hause.
Dann kommt die Beichte.

Meine Fresse, das wird hart... ich hab ziemlich Angst.

Aber es ging so schnell... vorgestern der Entschluss, morgen Therapie... ich hab Angst vor der Therapie, aber ich freu mich auf das, was danach kommt... aufs trocken sein, aufs wieder klar denken....

Ich werde versuchen, in der Klinik jeden Tag aufzuschreiben, was mir durch den Kopf geht, wie es mir geht etc... sofern ich denn einen Stift halten kann

Evtl. werde ich das ganze dann hier posten... so eine Art Entzugs-Tagebuch, damit andere wissen, dass man es schaffen kann und eas einen erwartet

Ich schreib heut abend nochmal

John


Ulli Q Offline



Beiträge: 1.810

21.06.2011 14:16
#80 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Da sieht frau mal wieder, dass Mut und Klugheit nichts mit dem Alter zu tun haben

Ich wäre froh gewesen, schon damals deine Erkenntnisse gehabt zu haben, John.
Alles Gute Ulli

Jeder Anfang beendet. (M. Jung)


Agua Offline



Beiträge: 543

21.06.2011 15:49
#81 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Hallo John,

wenn es Dein Vater weiss ist schon eine Menge Druck raus.

Drücke Dir die Daumen,

Agua


uta111 Offline



Beiträge: 2.325

21.06.2011 19:28
#82 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Hallo John,


Das liest sich ja alles sehr gut !

Da darfste schon mal ein wenig stolz auf Dich sein

Und was danach kommt - Du wirst es nie wieder missen wollen

Ich wünsche Dir für diesen Weg alles Gute und gaaaaanz viel Kraft.

LG UTA

Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.


John Barleycorn Offline



Beiträge: 23

21.06.2011 19:56
#83 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Nächster Zwischenbericht:

Hatte geade ein sehr, sehr langes Geepräch mit meinen Eltern.

Ab morgen früh, 9:30 Entzug... mei ne Mutter bringt mich hin.

Kann nicht mehr schreiben

Euer Joh n


Inessi Offline



Beiträge: 4.790

21.06.2011 19:59
#84 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

"Tränen reinigen die Seelen" heissts

Alles Gute dir.


u1953we Offline




Beiträge: 4.223

21.06.2011 19:59
#85 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

hallo john,

ich wünsche dir alles gute und halte die ohren steif. du wirst viel elend sehen, manchmal reicht das schon.

lg uwe


Tara5 Offline




Beiträge: 407

21.06.2011 20:20
#86 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Hi John,
ich finde es gut, dass deine Mutter dich begleitet!
Das klingt, als wäre es richtig gewesen, mit deinen Eltern zu sprechen.
Ich drück dir die Daumen und wünsch dir viel Kraft
LG Tara


Shinobu/Geduld


Gmoastier Offline




Beiträge: 2.175

21.06.2011 20:58
#87 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Klasse John

Gruß

Alle glaubten es geht nicht,bis einer kam und es einfach tat!


John Barleycorn Offline



Beiträge: 23

22.06.2011 07:19
#88 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Hey Leute

Das wird wohl erstmal mein letzter Eintrag sein. Fahre gleich los zur Klinik.

Vielen Dank an alle, die mir hier soviel Mut gemacht haben und mir immerwieder gute Ratschlägeg geben konnten!

Auf gehts!


karlbernd Offline




Beiträge: 4.397

22.06.2011 07:21
#89 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

eine gute entscheidung.
ich wünsche dir alles gute.

kb


Bea60 Offline




Beiträge: 2.400

22.06.2011 07:37
#90 RE: Meine Vorstellung - Ich will den Entzug wagen antworten

Klasse!
Alles Gute


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