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Saufnix
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Dieses Thema hat 62 Antworten
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katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 11:05
#16 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Michael, ich will und kann nicht darüber urteilen, ob du süchtig bist!

Aber wie ich meines Erachtens nach vorher hier schon geschrieben habe, süchtig zu sein hat nicht nur mit der Häufigkeit des Trinkens zu tun.

Wenn man immer wieder viel mehr trinkt als man möchte, einfach nicht mehr aufhören kann, obwohl man um die schlimmen Konsequenzen weiß, dann ist das auch süchtiges Verhalten. Wenn das einzige Kriterium füe die Alkoholabhängugkeit wäre, dass man die überwigende Zeit betrunken gewesen sein muss, wäre ich ja gar nicht hier.

Leider sind Süchte komplex und können sich in den verschiedensten Ausprägungen anschleichen. Ich habe keine Liste über meine Alkoholexzesse, mit Filmriss als Folge geführt, aber es waren sicher mehr als 200 oder 300. Und kein einziges mal wollte ich so viel trinken, dass ich meine Erinnerung verliere. Und trotzdem ist es immer wieder passiert weil ich wieder so viel getrunken habe. Was ist das wenn nicht Sucht? Denn wäre ich nicht süchtig gewesen und hätte eine Kontrolle darüber gehabt, was ich trinke, so hätte ich doch schon nach dem ersten krassen Absturz zukünftig einfach weniger getrunken. Ging aber nicht, so sehr ich das auch wollte!

Bedenklich finde ich es definitiv auch, dass du selbst dann trinkst, wenn du weißt, dass du damit dich und eventuell auch andere gefährdest (s. Autofahren am nächsten Tag). Das ist auch so eine Sache beim exzessiven Trinken, dass man sich ständig immensen Gefahren aussetzt. Das hat mich für letzten Endes den Ausschlag gegeben mit dem Trinken aufzuhören. denn allzu oft war ich in gefährlichen Situationen, die gerade noch so gut gegangen sind. Aber das hätte mit etwas weniger Glück auch ganz schnell mal anders ausgehen können!!


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 11:09
#17 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

@Minitiger:

DANKE! Ja, das triffts. Ne Weile nüchtern bleiben war jetzt nicht so das Problem. Aber nach 3 oder 4 Bier die Reizleine ziehen? Nee, das ging nicht! Und dann wollte ich auch die ganze Nacht weiter trinken, konnte absolut kein Ende finden....egal wo, mit wem, hauptsache der Alkohol fließt!!

Ok, eine Gamma-Trinkerin also dann!


Maja82 Offline




Beiträge: 5.091

06.03.2011 11:28
#18 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

ein "normaler" macht sich darüber glaube ich auch keine Gedanken. Er hört einfach auf wenn er keine Lust mehr hat

[ Editiert von Maja82 am 06.03.11 11:29 ]

Liebe Grüße Maja


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

06.03.2011 11:36
#19 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von Maja82
[b]ein "normaler" macht sich darüber glaube ich auch keine Gedanken. Er hört einfach auf wenn er keine Lust mehr hat



Ja, er behält die Kontrolle über sein Trinkverhalten und genau das unterscheidet ihn vom Süchtigen.

Und vor diesem Hintergrund wird auch klar, daß es völlig belanglos ist, ob jemand sich täglich vollaufen lässt oder nur einmal im Monat trinkt bis zum Filmriss - abhängig sind beide.


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 11:43
#20 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

ja, aber die Unterscheidung ist trotzem nicht ganz ohne.

Ein Spiegeltrinker kann relativ ungefährdet noch ein paar Tage weitertrinken, bei dem ist die Entgiftung das grössere Risiko.
Dagegen kann beim Rauschtrinker jeder Rausch der letzte sein, dafür kann er noch ziemlich lange ohne Entzugserscheingen einfach aufhören. Ich hatte die ja nach über 25 Jahren noch nicht.

Und dementsprechend unterschiedlich ist auch die Vorgehensweise. Ich würde nem Rauschtrinker, der noch pausieren kann, niemals raten, auf den Platz in der Entgiftung zu warten, wenn er grade den Drive hat, aufzuhören.


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

06.03.2011 11:50
#21 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von minitiger2
Ich würde nem Rauschtrinker, der noch pausieren kann, niemals raten, auf den Platz in der Entgiftung zu warten, wenn er grade den Drive hat, aufzuhören.



Scheint mir vernünftig - der Rauschtrinker hat ja auch keine körperlichen Entzugserscheinungen oder täusche ich mich da?

Was ich immer noch nicht ganz kapiert habe: welchen Unterschied gibt es zwischen dem Rauschtrinker und dem so genannten Quartalstrinker? Oder ist das das selbe?


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 11:51
#22 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von michael666
[b]@Inessi: Nein, süchtig bin ich nicht.

... was macht dich so sicher, nach allem was Du gelesen hast?


Gruß
Dirk


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 11:54
#23 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

ist nicht das gleiche. Der typische Quartalstrinker trinkt in der Trinkphase ein paar Tage/Wochen durch und hat dann Entzug.

Wie gesagt, ich hatte keinen Entzug...aber wie Du bei Newlife lesen kannst, hat er z.B dann irgendwann auch tagsüber getrunken und dann wird das natürlich spiegelmässig.
Also das ist unterschiedlich und geht auch unterschiedlich lang.


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 12:15
#24 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von minitiger2
[b]ist nicht das gleiche. Der typische Quartalstrinker trinkt in der Trinkphase ein paar Tage/Wochen durch und hat dann Entzug.




Zusammenfassend kann man sagen, dass die ersten 2 Trinkertypen, die Alpha und Beta Trinker als gefährdet eingestuft werden.

Hingegen die letzten 3 Gamma, Delta und Epsilon Alkoholiker schon als krank (i.d.R. auch mit allen Symptomen) bezeichnet werden.


Gruß
Dirk


michael666 Offline



Beiträge: 5

06.03.2011 18:02
#25 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

naja bei Sucht spricht man i.d.R. von körperlicher/psychischer Abhängigkeit und die gibts ja bei mir an einem normalen Tag nicht. Daher meine Sichtweise (wobei das von katha82 natürlich auch einleuchtend erscheint ). Das ich jedoch ein Problem habe bin ich mir bewusst.
Und ein Teil des Problems sind sicher die Freunde und die Trinkweise die mich eigentlich schon lange stört, da ich am wenigsten vertrage (zB wird beim Schnaps immer gleich eingeschenkt und wenn einer noch nicht fertig ist trinkt halt der schnell aus).
Und das zu ändern wird mir meiner Meinung nach leichter fallen als komplett drauf zu verzichten. Zumindest will ichs noch versuchen bevor ich merke dass ihr Recht hattet


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 18:20
#26 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von michael666

Zumindest will ichs noch versuchen bevor ich merke dass ihr Recht hattet



Ja, da scheints leider für dich erst mal dann wohl keinen anderen Weg zu geben. Wie gesagt, wahrscheinlich muss man das doch am eigenen Leib erfahren, bis man es glaubt.

Und nochmal, obwohl ich das nun schon zahlreich geschrieben habe...Abhängigkeit heißt nicht zwangsläufig, dass du die Droge täglich konsumieren musst, und auch nicht, dass du täglich das Bedürfnis hast sie zu konsumieren. Aber gut, ich gebe nun auf das immer wieder zu erklären.

Geh deinen eigenen Weg. Und wenn du merken solltest, dass das gemäßigte Trinken, welches du dir nun vornehmen willst nicht klappt, kannst du dich ja immer noch wieder an uns wenden....


Lissy01 Offline




Beiträge: 2.780

06.03.2011 18:23
#27 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Ich bin die Freundin eines trockenen ehemaligen Rauschtrinkers und ich erinnere mich mit Schrecken an die lange Phase, wo er versucht hat, den Konsum so zu kontrollieren wie Du es vor hast.

Das war einfach furchbar, weil die Psyche sichtlich nur drauf hin gearbeitet hat, wann darf ich endlich mal wieder.

Deswegen behaupte ich mal, daß die psychische Abhängigkeit an trockenen Tagen ebenso besteht, wie an Rauschtagen.

Und je länger er sich kontrolliert hatte, desto granatenhärter waren die Abstürze...

Natürlich hatte ich als Co den Rhythmus genauso drauf.
Das ganze Leben war davon bestimmt.

Aber da muß wohl jeder selbst durch.


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 18:55
#28 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von Lissy01


Und je länger er sich kontrolliert hatte, desto granatenhärter waren die Abstürze...




Ja, das kenne ich auch zur Genüge. Wenn ich mal 2 oder 3 Wochen nichts getrunken hatte, dachte ich mir meist "dann kann ich ja jetzt mal wieder ordentlich trinken nach der Abstinenz". Schon Tage vorher wartet man auf den Tag (oder bei mir waren es eigentlich immer Abende), an dem es so weit ist. Und dann ist der Vollrausch eigentlich schon vorprogrammiert


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

06.03.2011 19:11
#29 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Zitat
Gepostet von katha82
Schon Tage vorher wartet man auf den Tag (oder bei mir waren es eigentlich immer Abende), an dem es so weit ist.

Jo...da sieht man mal wieder, wie verschieden die Säufer so ticken



Ich als Spiegeltrinker, der den Alkohol nur als Mittel zum Zweck...also ausschließlich um "zu funktionieren" benutzte, kann Mich auch im Nachhinein nur sehr schwer in dieses Trinkverhalten reinversetzen!

Deshalb selbst für mich, als "durch und durch Alki" immer wieder sehr aufschlussreich


Gruß
Dirk


sandy_alex Offline




Beiträge: 96

06.03.2011 19:16
#30 RE: Erkennt man nach längerer Pause wieder Grenzen? antworten

Hallo michael666

Ich habe mal gegooglet und eine Seite mit den Trinkertypen gefunden, die seite ist nicht mit wissenschaftlichem unverständlichen Kram vollgepackt. Vielleicht kannst du dort deinen Trinkertypen selber herausfinden und dann entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

http://www.alkoholkrank-online.telebus.d...nkertypen.1.htm

Ich hoffe der Link bringt dich etwas weiter.


Lieben Gruß.

Sandy


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