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Saufnix
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Dieses Thema hat 66 Antworten
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Greenery Offline




Beiträge: 5.854

22.02.2011 21:16
#46 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Ralfi
Ich finde mit ein Hauptaspekt in der Erziehung ist es dem Kind Grenzen zu vermitteln.



Und ich finde mit einen Hauptaspekt in der Erziehung, einem Kind nicht die Flügel zu brechen, bevor es überhaupt realisieren kann, dass es welche hat.

"Grenzen vermitteln" heißt für mich, das Kind in die eigenen Begrenzungen zu zwingen, ein sehr sicheres Mittel zum Flügelbrechen. Aber vielleicht bin ich da auch einfach nur vorbelastet

Ich würd' dich übrigens jederzeit als Mama nehmen, Britta; irgendwo hab' ich neulich eine Signatur gelesen, die sinngemäß besagte, dass die meisten Kinder halt einfach zu schlampig in der Elternwahl sind

It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
J. Krishnamurti


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 21:44
#47 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Greenery


"Grenzen vermitteln" heißt für mich, das Kind in die eigenen Begrenzungen zu zwingen, ein sehr sicheres Mittel zum Flügelbrechen.

...so´n Quark!

Es gibt auch behutsame Wege seinem Kind die Grenzen zu vermitteln. Das hat m.E. nix mit Flügel brechen zu tun!

Ein Kind sollte mit gewissen Grenzen und Normen von Anfang an lernen umzugehen...um so leichter fällt es ihnen später, diese auch einzuhalten!

Sonst bricht es sich später im richtigen Leben vielleicht nicht nur den Flügel, sondern schnell mal das Genick


Meine Meinung!


Gruß
Dirk


Greenery Offline




Beiträge: 5.854

22.02.2011 21:49
#48 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von dry68
...so´n Quark!



Plagiat!

Zitat
Gepostet von dry68
Es gibt auch behutsame Wege seinem Kind die Grenzen zu übermitteln. Das hat m.E. nix mit Flügel brechen zu tun!

Ein Kind sollte mit gewissen Grenzen und Normen von Anfang an lernen umzugehen...um so leichter fällt es ihnen später diese auch einzuhalten!



Ich nenne das "soziale Kompetenz" vermitteln - "Grenzen setzen" (und das auch noch als Hauptaspekt von Erziehung) hat für mich einen üblen Beigeschmack, wobei ich ja schon angedeutet habe, dass ich da in gewisser Weise vorbelastet bin.

It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
J. Krishnamurti


obi68 Offline



Beiträge: 2.165

22.02.2011 22:13
#49 RE: Frage zur Prävention antworten

An die Grenzen stößt das Kind schon selbst irgendwann und wenn man sich dann damit zusammen mit dem Kind auseinandersetzt, hat das in jedem Fall mehr von "das Kind zu einem selbständigen Erwachsenen reifen zu lassen" als wenn Eltern dem Kind eine Grenze einfach im Vorhinein schon hinklatschen.

Ich verstehe schon, was Greens meint, glaube ich.


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 22:19
#50 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von obi68
[b]An die Grenzen stößt das Kind schon selbst irgendwann....

...mit Sicherheit tut es das .. ... irgendwann..


Komplex Offline



Beiträge: 3.836

22.02.2011 22:28
#51 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von obi68
An die Grenzen stößt das Kind schon selbst irgendwann und wenn man sich dann damit zusammen mit dem Kind auseinandersetzt, hat das in jedem Fall mehr von "das Kind zu einem selbständigen Erwachsenen reifen zu lassen" als wenn Eltern dem Kind eine Grenze einfach im Vorhinein schon hinklatschen.

Ich verstehe schon, was Greens meint, glaube ich.



Ich kann das mit dem "Grenzen setzen" nicht mehr hören. Mit diesem Hypebegriff werden doch wieder fast nur irgendwelche Autoren befeuert, irgend so einen Handlungskatalog hinzusudeln.

Kindern gegenüber gilt das Gleiche wie bei Jedem: Zuneigung und Respekt (da gehört für mich auch Verantwortung rein).

Mehr brauchts eigentlich nicht.

____________________________________________________


u1953we Offline




Beiträge: 4.223

22.02.2011 22:33
#52 RE: Frage zur Prävention antworten

nähkästchen,

mir ist es nicht vollkommen gelungen meine töchting so zu erziehen, dass sie ein unbeschwerdes leben führen kann. zu spät kam das umdenken. zu tief sitzt der druck, den ich unbewußt, während meiner saufzeit, auf sie ausübte.
ich kann heute drüber reden, reden darüber, was ich falsch gemacht habe. viel mehr geht nicht.
ist aber ein prima frauchen geworden.
sie zieht am wochenend aus und beginnt ne ausbildung in dresden. zieht in eine wg und dem vater blutet das herz.

lg uwe


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 22:53
#53 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Komplex


Kindern gegenüber gilt das Gleiche wie bei Jedem: Zuneigung und Respekt (da gehört für mich auch Verantwortung rein).

Mehr brauchts eigentlich nicht.[/b]

...und von wem sollen sie das lernen, wenn nicht von den Eltern?

Ach ja...bestimmt aus irgend so einem hingesudelten Handlungskatalog


marimba Offline




Beiträge: 897

22.02.2011 23:07
#54 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Ralfi
Kinder kommen gänzlich ohne Grenzen auf die Welt und müssen diese kennenlernen.


Wie kommst du darauf?
Kinder kommen doch völlig hilflos auf die Welt. Viel enger können Grenzen nach meinem Verständnis kaum sein. Ohne Hilfe keine Chance auf Überleben. Je mehr Hilfe desto weiter können diese Grenzen werden. Denke ich mir so.

Ist es nicht viel wichtiger zu vermitteln wie man Grenzen setzt? Sich selbst und anderen.

Die Maus steht für den inner groove, für ne einwandfreie Sache, für den Wunsch, daß es einen so richtig erwischt.
aus Koppstoff von Feridun Zaimoglu


Komplex Offline



Beiträge: 3.836

23.02.2011 08:00
#55 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von dry68

Zitat
Gepostet von Komplex


Kindern gegenüber gilt das Gleiche wie bei Jedem: Zuneigung und Respekt (da gehört für mich auch Verantwortung rein).

Mehr brauchts eigentlich nicht.

...und von wem sollen sie das lernen, wenn nicht von den Eltern?

Ach ja...bestimmt aus irgend so einem hingesudelten Handlungskatalog[/b]




??

Natürlich von den Eltern. Aber Kinder sind keine dumme, unselbständige Verfügungsmasse, sondern eigenständige Persönlichkeiten.

____________________________________________________


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

23.02.2011 08:40
#56 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Komplex


Natürlich von den Eltern. Aber Kinder sind keine dumme, unselbständige Verfügungsmasse, sondern eigenständige Persönlichkeiten.[/b]

...ich trage aber NOCH die Verantwortung für den weiteren Werdegang dieser eigenständigen Persönlichkeiten! Und warum soll ich ihnen meine Erfahrungen nicht mit auf den Weg geben?

Gut, ich will dieses Thema hier nicht noch mehr ausreitzen!

Nur so viel: Ich habe selbst 2 Kinder im besten Teeniealter, und glaube nicht, dass sie irgendwas "verpassen", nur weil sie die Grenzen einhalten, die wir ihnen gesteckt haben.

Ich denke, und vor allem sehe ich, es tut ihnen sehr gut und hilft ihnen in zu einem "gesunden" Start ins Leben


Gruß
Dirk


Komplex Offline



Beiträge: 3.836

23.02.2011 08:51
#57 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von dry68

Zitat
Gepostet von Komplex


Natürlich von den Eltern. Aber Kinder sind keine dumme, unselbständige Verfügungsmasse, sondern eigenständige Persönlichkeiten.

...ich trage aber NOCH die Verantwortung für den weiteren Werdegang dieser eigenständigen Persönlichkeiten! Und warum soll ich ihnen meine Erfahrungen nicht mit auf den Weg geben?

Gut, ich will dieses Thema hier nicht noch mehr ausreitzen!

Nur so viel: Ich habe selbst 2 Kinder im besten Teeniealter, und glaube nicht, dass sie irgendwas "verpassen", nur weil sie die Grenzen einhalten, die wir ihnen gesteckt haben.

Ich denke, und vor allem sehe ich, es tut ihnen sehr gut und hilft ihnen in zu einem "gesunden" Start ins Leben


Gruß
Dirk[/b]




Ich denke, wir meinen das Gleiche, beschreiben es nur aus verschiedenen Perspektiven.

____________________________________________________


Kleinerfuchs Offline



Beiträge: 3.725

23.02.2011 09:00
#58 RE: Frage zur Prävention antworten

Und ich vermute, daß "Grenzen setzen" hier gerade von jedem etwas anders definiert wird?


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

23.02.2011 09:11
#59 RE: Frage zur Prävention antworten

Zitat
Gepostet von Kleinerfuchs
Und ich vermute, daß "Grenzen setzen" hier gerade von jedem etwas anders definiert wird?


jo...das kann allerdings sein


...dazu vielleicht hier nochmal der Auszug vom Ralf, um den es ging!

Zitat
Gepostet von Ralfi
....
....
Ich finde mit ein Hauptaspekt in der Erziehung ist es dem Kind Grenzen zu vermitteln. Kinder kommen gänzlich ohne Grenzen auf die Welt und müssen diese kennenlernen.

Ganz wichtig halte ich, wie von dir angesprochen, daß das Kind die Konsequenzen seines Handelns tragen lernt.

Gruß Ralf[/b]



Dem ich so wie er da steht, voll und ganz zustimme!



Kleinerfuchs Offline



Beiträge: 3.725

23.02.2011 10:58
#60 RE: Frage zur Prävention antworten

"Grenzen vermitteln als Hauptaspekt der Erziehung."
"Grenzen setzen"

Da bleibt für mich trotzdem die Frage, was ist damit gemeint, wie füllt ihr die Begriffe.

Deswegen frag ich mich, ob Ihr nicht vielleicht von verschiedenen Sachen sprecht.

"Grenzen setzen" bedeutet ja je nach Erziehungsstil was völlig anderes.

Da gibts ja so ne ganze Bandbreite zwischen einem autoritären /autokratischen Erziehungsstil bis hin zu einem laissez-fairen, bei dem Grenzen nicht mal mehr theoretisch vorkommen. Ich schätze, die meissten Menschen treffen sich (zum Glück) mit ihrer eigenen Einstellung da irgendwo in der Mitte, beim partnerschaftlichen/demokratischen, je nach eigenen Erfahrungen und eigener Persönlichkeit mit mehr oder weniger "Ausschlag" in die ein oder andere Richtung.

Würdest Du (Dirk, oder auch Ralfie) für mich z.B. den Begriff "Grenzen setzen" durch "verlässlichen Rahmen, innerhalb dessen das Kind sich bewegen kann" ersetzten würde ich selbst z.B. schon anders darauf reagieren.

Meine eigenen Kids haben Grenzen, da gehts nicht drüber, keine Diskussion. Manche Dinge davon sind schlicht lebensnotwendig (z.B. Thema Verkehrserziehung, ich kenn kein einziges Elternteil, daß sich an dem Punkt nicht durchgesetzt hat und auch durchsetzen konnte) andere erleichtern das Leben schlicht für alle Beteiligten. Zubettgehzeiten z.B. in der Schulzeit, keine Diskussionen, keine Verhandlungen.

In anderen Bereichen lass ich ihnen Spielräume, und machnmal diskutieren die mich dann in Grund und Boden.
Ich fahre meisst damit gut. Ich hab fast immer unaufgeräumte Kinderzimmer, aber fast immer aufgeräumte Kinder. Heißt nicht, daß ersteres nicht verbesserungswürdig wäre.

Ich gehör ansonsten zu den Weicheiern die, wenn sie es für nötig erachtet haben ihren Kids mal den Marsch zu blasen bzw. ihnen irgendwas zu verbieten z.B. erstmal heimlich ne Runde heulen gehen, weil ich das überhaupt nicht abkann, wenn ihre Kinder frusrtiert sind.

Erziehung ist für mich ein Thema, das eigentlich gar nicht in einem Forum behandelbar ist, ich glaub nur wenig ist so sehr von der eigenen Persönlichkeit und den eigenen Erfahrungen geprägt wie Meinung über das, was Erziehung ausmacht.

Darum halte ich persönlich mich hier bei diesem Themen meißt raus und bin hier nur reingeraten weil ich "Abschreckung" und "Prävention" nicht für etwas halte, was vereinbar ist.

Es gibt auch nie Patentrezepte, da ist die Supernanny für mich immer ein gutes Beispiel. Das, was sie da vermittelt kommt wohl tatsächlich aus der systemischen Familienarbeit und ist pädagogisch betrachtet o.k. (Inhaltlich. Ansonsten finde ich diese Vorführerei von Kindern entsetzlich.)

Ein Freund von mir arbeitet widerum in der Familienhilfe und könnte regelmässig schreien, wenn einer seiner Klienten mal wieder irgendeinen pädagogischen Winkelzug der Supernanny auf sein Kind angewendet hat und sich wundert warum das jetzt gar nicht so funktioniert hat wie bei ihr.
Erziehung ist keine Technik, und Kinder funktionieren nicht.

Insgesamt ist für mich selbst eben ein anderer der Hauptaspekt in der Erziehung. Komplette Annahme des Kindes gegenüber. Die Grundhaltung eben.

Ist ein Kind für mich eine eigenständige Persönlichkeit, der ich helfen kann die angelegten Talente, Eigenschaften und was es sonst noch ausmacht zu entwickeln, und das ich z.B. unterstützen kann, indem ich ihm zu irgendwas nicht meine Meinung übermittel, sondern dem ich die Instrumente mit auf den Weg geben kann, mit dem es sich eine eigene Meinung bilden kann, oder ist es für mich ein unfertiger Erwachsener, den ich zu formen hab, am besten noch nach meinem eigenen Bild? Allein den Aspekt mal zu beleuchten finde ich persönlich lohnenswert.

Spätestens da darf dann aber auch mal der Erwachsene beginnen, sich selbst zu begrenzen, und vor allem immer wieder zu hinterfragen warum er eigentlich was tut, und warum es ihm z.B. wichtig ist, einen bestimmten Wert oder eine Norm zu vermitteln.

Sö, Predigt beeendet, wie gesagt fühl ich mich grundsätzlich unwohl bei dem Thema, ich diskutier auch im real life kaum mit irgendwem über Erziehung, geht immer schief.

LG, Britta


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