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Saufnix
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Dieses Thema hat 83 Antworten
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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Satyria ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 15:58
RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Montag, 10.01.2010

Mal wieder habe ich gestern das letzte Mal Alkohol getrunken. Ich glaube mir selber nicht mehr, denn ich habe schon sehr oft das letzte Glas getrunken. Dennoch, dann kann ja ein Mal mehr oder weniger nicht schaden.

Den letzten großen Vorsatz hatte ich – natürlich – zu Silvester. Im nächsten Jahr wird alles anders. Wie eigentlich jedes Jahr. Silvester war ich sehr betrunken. Ich weiß, dass meine Obergrenze zur Zeit 4 große Biere sein sollten und auch sind, denn dann geht’s mir am nächsten Tag schon schlecht genug. Keine Ahnung wie viele es Silvester waren. Vielleicht 6? Ich weiß auch nicht wie ich ins Bett gekommen bin. Am nächsten Morgen war ich wenigstens nicht so spät aufgestanden aber es ging mir doch sehr komisch.

Alles nicht so schlimm. Wären da nicht zwei kleine Kinder. Der Große steht morgens um sechs auf und möchte natürlich gerne auch Aufmerksamkeit. Meistens kriegen wir das ja hin. Ich trinke ja auch nicht jeden Tag. Und auch nicht immer so viel. Manchmal wird er aber auch bis 7 oder halb 8 vor den „Kleinen Maulwurf“ gesetzt. Mama klappt dann auf der Couch noch mal kurz die Augen zu. Das sind, wie gesagt Ausnahmefälle, aber schon vorgekommen. Nun aber das Schlimmste: Der Kleine wird erst ein halbes Jahr alt und wird noch gestillt! Ich denke zwar, dass ich in der Regel keinen Restblutalkoholwert mehr habe wenn ich ihn morgens füttere aber sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein. Einmal kam es auch schon vor, dass er nachts wachgeworden ist und ich ihn gestillt habe, obwohl ich einen sitzen hatte. Ich weiß nicht warum, aber seit Silvester verweigert der Kleine das Fläschchen. Als würde er mich in meinem Vorhaben unterstützen wollen. Er zwingt mich, ihn zu stillen, nicht auf Fertigmilch auszuweichen falls es mal wieder zu viel geworden ist. Als wüsste er worum es geht.

Hat aber nicht viel genützt. Am letzte Mittwoch. Mann hinterm Computer abends verschwunden. Im Fernsehen ein Film, den ich sehen wollte (Sex and the City) und der geht eigentlich so richtig gut mit einem Glas Wein...

Nach ca. 3 Gläsern ins Bett gegangen und am nächsten Tag eine schöne Birne gehabt. Ich kann nicht sagen, dass ich nicht funktioniere. Um sieben waren beide Kinder angezogen und am Frühstückstisch. Mami hatte auch ganz gute Laune, hat viel gelacht und gesungen. Denn – natürlich – hatte sie ein Mordsschlechtesgewissen. Nun ja, wenigstens hatte ich nicht die ganze Flasche ausgetrunken.

Donnerstag war nichts weiter. Am Freitag ging Männe feiern abends. War auch klar dass er nicht sehr früh nach Hause kommt. Es wurde eine bestandene Prüfung in der Stammkneipe zelebriert. (Um sechs war er dann zu Hause.) Problem: Da wachte ich auch mit einem Brummschädel auf. Warum? Weil ich am Abend vorher nur noch das Glas Wein aus der angebrochenen Flasche getrunken habe. Naja. Und dann mir noch zwei Bier geholt habe. Und dann noch zwei. Und dann noch ein letztes obwohl 5 ja eigentlich gar nicht gehen. Aber nach dem 4. ist man auch nicht mehr ganz so diszipliniert nicht? Und das alles in dem Wissen dass ich auf jeden Fall mit den Kids aufstehen muss und der Kleine ja grade kein Fläschchen annimmt. Herzlichen Glückwunsch, Supermama! Um 2 Uhr raffte ich mich dann auch auf und ging ins Bett. Kostet ja immer eine Menge Überwindung wo es doch gerade so lustig ist.

Lustig? Was denn? Nun ja. Mitm Bier in der Hand vor youtube sitzen und „Grey’s Anatomy“ in kleinen Teilen gucken. Manchmal auch Kinderfotos. Jedenfalls ganz allein und eigentlich auch ganz bemitleidenswert. Aber in dem Moment fühlt man das nicht so.

Gut trinken lässt es sich natürlich auch am Telefon. Immer gern, wenn ich abends mal wieder alleine bin. Gerne auch mit meiner Mutter, die ich in regelmäßigen Abständen dann auch in ihrem Keller in den Bierkästen rumwühlen höre. Na, man wird ja mal ein Bierchen zusammen trinken können, nicht? Konnten wir schon immer gut. In letzter Zeit nicht mehr so. Ich selber hatte 2009 schwere Depris, nach dem mein Großer abgestillt war vor allem. Ich habe mich an eine Suchtberatung gewandt, die mich aber als Missbräuchler einstuften und für die gäbe es keine Hilfsprogramme. Man konzentriere sich auf richtige Alkoholiker. Meine Mutter sagt auch immer, dass wir keine Alkoholiker sind. Und seiner Mutter kann man ja glauben oder? Eine Woche nach dem 1. Gespräch in der Suchtberatung stellte ich fest dass ich zum 2. Mal schwanger bin. Nicht geplant! Dennoch, wir haben uns dafür entschieden und ich denke auch dass das richtig war.

Ab da hatte ich natürlich kein Alkoholproblem mehr. Nein. Ich habe bis zum Tag der Geburt nichts mehr angerührt. Meine Mutter schon. Als ich im Februar 2010 mit meinem Sohn in einer Schwangerenkur bzw. Mutter-Kind-Kur war, eröffnete uns mein (Stief)Vater dass er sich nach 22 Jahren Beziehung nun noch in eine andere verliebt hat. Von Februar bis September zog sich die Entscheidungsfindung hin. Man wollte, man wollte nicht, man wollte doch wieder... Am Ende ist er ausgezogen.

Im Sommer hat meine Mutter zwei Wochen bei uns verbracht. Zusammen mit meinem kleinen Bruder (10). Das war, weil wir ja auf das Baby warteten und ich den Großen (20 Monate zu dem Zeitpunkt) auch noch zu versorgen hatten. Am ersten Abend sagte sie mir dass sie das Bier sich nun mal abgewöhnen wolle und müsse. An diesem ersten Abend trank sie nicht. Die folgenden 2 Wochen jeden Abend. Punkt 18 Uhr, runter in den Spätkauf, Bierchen auf. Ich war fuchsteufelswild. Vor allem weil es kein Reden gab. Sie wollte nicht bevormundet werden. Mein Bruder kenn das schon so, dass sie eigentlich immer erst nach 10 Uhr aufsteht und auch nicht reagiert wenn man sie weckt.

Nun ja, aber zurück zu mir. In der Zeit vor Weihnachten trank ich zu häufig, zu viel. Und war sehr enttäuscht dass ich nach so langer Abstinenz und der Erfahrung nach der 1. Schwangerschaft doch wieder so schnell in die Falle tappe. Also setzte ich mir Silvester als Endpunkt.

Was Mittwoch und Freitag passierte habe ich schon geschrieben. Samstag war nichts. Gestern war ich mit Freunden unterwegs in einem Alternativkino wo man auch rauchen und Bier trinken kann. Urig. Ich muss schließlich auch mal raus, sehe den ganzen Tag nichts anderes als Kinder und eine Wohnung die ich ständig sauber machen muss und Wäsche und liegengebliebene Uni-Arbeiten und unaufgeräumte Schreibtische und Bioessen was gekocht werden will... Und so weiter.

Gestern jedenfalls. Ein Bier vor dem Film. Während des Film noch 2. Danach noch eins. Und natürlich noch ein Fußpilz aufm Nachhauseweg. Warum auch nicht. War gar nicht so spät im Bett aber immerhin mit 5 großen Bieren intus.

Heute früh hatte ich einen mächtigen Kopf dran aber ich stand punkt um 6 in der Küche und habe Kakao gekocht. Kinder fertig machen, wie jeden Früh. Windeln, stillen, anziehen, Frühstück machen, aufs Töpfchen gehen, wieder anziehen... Mein Großer ist grad in der Trotzphase und hat heute morgen mal wieder nichts so gemacht wie ich ihn darum gebeten habe. Ständig muss ich ihn durch die ganze Wohnung jagen und er freut sich, dass ich fast ausflippe. Erziehungsfalls Nr. 1. Mama sieht so lustig aus, wenn sie schreit. Mal sehen ob das noch mal klappt. Tja, aber in Fallen reintappen, das kann ich eben.

Und dann sehe ich mir plötzlich dabei zu, wie ich ihm eine scheuere! Nicht doll aber das tut nichts zur Sache. So was sollte mir niemals passieren! Sowas darf nicht passieren! Ich, die meiner Mutter damals sagte, wer haut hat sowieso Unrecht egal warum er der Meinung ist hauen zu dürfen! Das hat sie meinem Stiefvater dann auch irgendwann beigebracht. Und nun steh ich da. Habe Angst, meinen Sohn in den Kindergarten zu bringen weil ich denke, die riechen dass ich eine Fahne habe. Zu Hause lassen möchte ich ihn aber auch nicht, ich komme heute einfach nicht mit ihm klar. Ich darf ihm nicht weh tun!

Am liebsten würde ich das Baby auch gleich mit abgeben. Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin nur noch dazu da, Bedürfnisse zu befriedigen. Ich selbst habe keine mehr. Doch, eins. Kein Bedürfnis sondern etwas was man sich ab und an einfach mal gönnen sollte. Was? Richtig.

So habe ich in meinem alkoholfreien Jahr schon drei Vollbetankungen gehabt. Und wir haben erst den 10. Mit wem soll ich reden? Mit Mutter am Telefon? Wahrscheinlich nicht. Männe, der sein Feierabendbier mit Sicherheit nicht verteufeln lässt. Seine ab-und-an-Ausrutscher bis zum Morgengrauen braucht er auch. Hat er schon immer so gemacht.

Jedenfalls habe ich gestern mal wieder das letzte Glas getrunken.

Und ich erzähle es euch.

[ Editiert von Satyria am 10.01.11 16:08 ]


Ruby Offline



Beiträge: 2.696

10.01.2011 16:22
#2 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten


erst einmal willkommen hier im Forum.
Danke für deine Geschichte.
Ich, als Mutter von zwei Kindern, kann dir nur raten,
druck dir deinen Text aus und geh los dir Hilfe holen.
Hausarzt, Suchtberatung...es gibt viele Angebote.
Denk dran, es wird nicht besser eher immer schlimmer.
lg Ruby

es sind die kleinen Dinge im Leben...


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 16:55
#3 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Liebe Satyria,

herzlich willkommen hier

Ich habe deinen Text eben durchgelesen. Oh Mann, du hast zwei Kinder und das eine stillst du auch noch und das auch noch mit Alkohol im Blut. Du schreibst an einer Stelle, dass dein Alkoholkonsum ohne deine Kinder kein problem wäre. Sehe ich anders. Dann wäre es auch schon ein großes Problem, aber so ist es das noch mehr. Du musst auf jeden Fall etwas machen und dir Hilfe holen um dauerhaft nicht mehr zu trinken. Und, dass deine Mutter auch trinkt ist schlimm, aber keine Rechtfertigung - das solltest du dir nicht zum Vorbild nehmen. Und, dass zu "Sex and the City" gut ein Glas Wein passt mag sein. Doch ich habe den Film letzten Mittwoch auch geschaut und dabei einen Chaitee getrunken, was auch ganz wunderbar gepasst hat. Was ich damit sagen will....wer trinken will findet eine Vielzahl von Gründen!

Dein Wunsch ist da nicht mehr zu trinken, festige ihn und setze ihn um. Wegen der Kinder und auch wegen DIR!

Herzlcihen Gruß


Satyria ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 17:10
#4 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Liebe Katha82,

danke für deine Antwort. Und: Du hast recht. Nur eines war vielleicht missverständlich von mir ausgedrückt. Ich denke keineswegs, dass mein Trinken ohne Kinder kein Problem wäre! Nur, der Druck ist jetzt höher etwas zu tun. Ich bin innerhalb von 3 Monate wieder auf dem besten Wege, richtig tief reinzurutschen und es sind in erster Linie die Kinder denenzuliebe ich das verhindern möchte!

Wäre ich nur für mich würde es vermutlich noch länger dauern bis ich aktiv werde.

Letztlich aber möchte ICH endlich wieder glücklich werden. Ja.


Bea60 Offline




Beiträge: 2.402

10.01.2011 18:10
#5 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Zitat
Gepostet von Satyria
Montag, 10.01.2010
Nun aber das Schlimmste: Der Kleine wird erst ein halbes Jahr alt und wird noch gestillt! Ich denke zwar, dass ich in der Regel keinen Restblutalkoholwert mehr habe wenn ich ihn morgens füttere aber sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein. Einmal kam es auch schon vor, dass er nachts wachgeworden ist und ich ihn gestillt habe, obwohl ich einen sitzen hatte.



Hallo Satyria und Willkommen hier.

Das was Du oben geschrieben hast, macht mich unsagbar wütend!!
Hör auf zu saufen, oder still den Kleinen ab!!

Mehr kann ich im Moment zu Deinem Post nicht schreiben, denn ich habe einen solchen Zorn in mir!


trollblume Offline




Beiträge: 3.426

10.01.2011 18:19
#6 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Zitat
Gepostet von Satyria
Montag, 10.01.2010

Mal wieder habe ich gestern das letzte Mal Alkohol getrunken. Ich glaube mir selber nicht mehr, denn ich habe schon sehr oft das letzte Glas getrunken...

...Alles nicht so schlimm. Wären da nicht zwei kleine Kinder.......

........ Nun aber das Schlimmste: Der Kleine wird erst ein halbes Jahr alt und wird noch gestillt! Ich denke zwar, dass ich in der Regel keinen Restblutalkoholwert mehr habe wenn ich ihn morgens füttere aber sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein...







Und natürlich noch ein Fußpilz aufm Nachhauseweg.


[ Editiert von Satyria am 10.01.11 16:08 ]



hallo satyria
also:so was ekliges hab ich nie getrunken




ansonsten kann ich mich in vielen teilen deines einstandsposts gut selbst erkennen
und ich wünsche dir von herzen,das es diesmal wirklich das letzte glas gewesen sein darf

herzlich willkommen hier an board.

mir hat das anmelden hier geholfen, dem gift ein ende zu setzen...in verbindung mit einer suchtberatung und einer darauf begonnenen ambulanten suchttherapie.(ichnehmmichunddasproblemernst-faktor ist nicht zu unterschätzen)
seitdem gehts in kleinen schritten voran und mein leben hat wieder würde und qualität gewonnen

liebe grüße vera

Wer seinen Hafen nicht kennt,für den ist jeder Wind der falsche
(Seneca)


klara himmel Offline



Beiträge: 158

10.01.2011 18:51
#7 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Hallo Satyra,

ich finde gut, dass du hier schreibst und hier ein gutes Forum gefunden hast... was dir mit Sicherheit auch deine Augen öffnen wird, wenn du dazu bereit bist.

Zitat
Gepostet von Satyria Montag, 10.01.2010 Nun aber das Schlimmste: Der Kleine wird erst ein halbes Jahr alt und wird noch gestillt! Ich denke zwar, dass ich in der Regel keinen Restblutalkoholwert mehr habe wenn ich ihn morgens füttere aber sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein. Einmal kam es auch schon vor, dass er nachts wachgeworden ist und ich ihn gestillt habe, obwohl ich einen sitzen hatte.



Was du da schreibst, hat mich sehr schlucken lassen! In dieser heute so aufgeklärten Welt sollte es dir doch bekannt sein wieviel Promille pro Stunde beim Schlafen abgebaut wird. Das kannst du ganz locker nachrechnen, google mal. Auch gibt es genügend Promillerechner.

Ich habe meinen Sohn auch 1 Jahr gestillt und zweimal in dieser Zeit, wegen Festlichkeiten, Wein getrunken. Im nachhinein muss ich mich nun selbst loben, ich war zumindest mal so schlau und habe meine Milch vorher abgepumpt und in den Kühlschrank gestellt, so dass am nächsten Morgen eben diese Ration fällig war. Das sagte mir einfach mein Bauch und Kopf!

Das dein Sohnemann seit Silvester nun lieber nur noch gestillt werden will, hängt mit der Wirkung zusammen. Du hast ihn berauscht. Wirklich klasse, so saugt dein Kleiner die Sucht schon mit der Muttermilch ein!

Worüber ich bei deinem Bericht auch gestolpert bin, sind 3 Gläser Wein und den Rest der Flasche lass ich stehen? Bei mir waren es auch oft 3 Gläser Wein, aber die Flasche war dann leer.....

Ich finde es klasse, dass du hier gelandet bist. Versuche die nächsten 24 h keinen Alkohol zu trinken. Denke in kleinen Schritten und suche dir eine SHG. Ganz wichtig!

ehemals Bordeauxnixe von 2004 - 2010:hallo1:


Satyria ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 19:59
#8 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Vielen Dank für Eure Antworten.

Ihr habt recht mit den Dingen, die ihr sagt. Und das WISSEN tu ich auch. Das danach handeln ist etwas schwieriger. Schätze sonst wären wir alle nicht hier.

Etwas Selbstverteidigung habe ich dennoch hervorzubringen. Ich habe immer MuMi abgepumpt bevor ich getrunken habe. In den letzten 4 Wochen hat der Kleine Flasche bekommen wenn es so war. So auch zu Silvester.

Aber vielleicht war er wirklich vom "Rest" berauscht und das ist schlimm.

Für den Rat "aufzuhören zu saufen" bin ich sehr dankbar. Ich bin dabei.

Euch wünsche ich eine Gute Nacht.


Kleinerfuchs Offline



Beiträge: 3.725

10.01.2011 20:02
#9 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Hi Satyria- das mit dem Stillen hatte ich überlesen, da unterscheidet sich unsere Geschichte dann doch
Ich hatte aus anderen Gründen bereits im Krankenhaus abgestillt. Das solltest Du auch tun, google mal nach "Stillen und Alkohol" da wirds mir echt anders.
In Deinem Fall fänd ichs übrigens mehr als angeraten Dich und Dein Baby morgen einzupacken und Deinen Hausarzt aufzusuchen und einzuweihen.


Satyria ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 09:30
#10 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Hi,

normalerweise würde ich zustimmen. Hausarzt ist wohl ein guter Ansprechpartner. Aber: Ich habe Angst. Bzw. ich schäme mich so! Ich hasse das Gefühl, dass ich vom Gegenüber verachtet werde. Denn obwohl ich Fehler mache, habe ich das nicht verdient.

Ich denke, dafür brauche ich noch ein paar Tage.


septembersonne Offline




Beiträge: 5.736

11.01.2011 09:40
#11 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Zitat
Gepostet von Satyria

Aber: Ich habe Angst. Bzw. ich schäme mich so! Ich hasse das Gefühl, dass ich vom Gegenüber verachtet werde. Denn obwohl ich Fehler mache, habe ich das nicht verdient.




Hallo, Satyria und Willkommen hier im Forum!


Hast Du denn nicht Angst davor, was Du Deinen Kindern antust und wie sie später einmal zu Dir stehen werden?

Ich bin echt erschüttert über Deinen Beitrag....

Hast Du Dir je Gedanken gemacht, wie sich Muttermilch zusammensetzt?

Angst läßt sich überwinden, wenn hinter einem Menschen eine größere Angst steht.


Gib Dir eine Chance.....und ab zum Arzt!


LG

Manuela

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 09:41
#12 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Zitat
Gepostet von Satyria
Ich hasse das Gefühl, dass ich vom Gegenüber verachtet werde.



jo...ich denke, dass DU Dich verachtest und vielleicht auch Alkoholiker allgemein.

Und dann projizierst Du...wenn Du Dich scheisse findest, muss Dich Dein Arzt ja auch verachten bzw. scheisse finden.

Wenn der aber auch nur halbwegs professionell ist, dann bist Du für den einfach krank. Und dann macht er halt seinen Job.


Bea60 Offline




Beiträge: 2.402

11.01.2011 10:03
#13 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

Zitat
Gepostet von Satyria
Hi,

normalerweise würde ich zustimmen. Hausarzt ist wohl ein guter Ansprechpartner. Aber: Ich habe Angst. Bzw. ich schäme mich so! Ich hasse das Gefühl, dass ich vom Gegenüber verachtet werde. Denn obwohl ich Fehler mache, habe ich das nicht verdient.

Ich denke, dafür brauche ich noch ein paar Tage.



Ja, dann lieber weiterhin das Kind schädigen


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 10:04
#14 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

macht doch nix, ist doch ihr Kind


Satyria ( gelöscht )
Beiträge:

11.01.2011 10:32
#15 RE: Das letzte Glas... (Sorry, langer Text) antworten

So,

ich versuche es noch mal so herum. Ich saufe nicht ständig stillend und schädige mein Kind nicht in einem fort. So ist es einfach nicht. Ich habe die Schwangerschaft über sowie die 1. drei Monate gar nichts getrunken. Dann ging es los mit dem "halben Gläschen Sekt" was man auch von allen Seiten als unbedenklich gestempelt bekommt. Dann ging es weiter mit einem Glas Wein am Abend wenn der Kleine im Bett war. Bei Stillpausen um die 8 Stunden auch kein Problem.

Ich bin Anfang November dann mal wieder unterwegs gewesen, auch mit ordentlich abgepumpt und so weiter. Von da passierte das so ein Mal die Woche. Wie gesagt, immer mit abgepumpter Milch als Vorrat. In der Vorweihnachtszeit begann ich mir Sorgen zu machen, dass ich wieder in alte Muster fallen, denn ich dachte ja ich hätte das überstanden. Die abgepumpte Milch wurde nun knapp und ich ging im "Notfall" zum Fertigfläschchen über. Bis auf das eine Mal eben. Das hat mir selber so sehr Angst gemacht dass ich wusste, ich kann den Alkohol nicht ab und das der aus unserem Leben verschwinden muss.

Mein Eingangstext beschreibt die Situation wie sie sich jetzt zugetragen hat. Weder habe ich vorher regelmäßig drei Mal die Woche getrunken, noch jedes Mal so viel.

Natürlich google ich dauernd nach "Alkohol und Stillen" und klar habe ich zu oft morgens den Onlinepromillerechner bemüht um zu schauen ob ich wieder stilltauglich bin. Aber der Punkt ist ja, dass man das eigentlich nicht tun müssen sollte.

Ja, ich habe Angst dass ich meinen Kindern schade und so weiter. Und deshalb will ich es richtig machen.

So das dazu. Allerdings, und das weiß ich auch, bin ich auf keinem guten Wege gewesen und meine Hoffnung war und ist, rechtzeitig (wenn man davon üerhaupt sprechen kann) die Notbremse zu ziehen und auf Null zu gehen. Ich pack das mit dem Gläschen in Ehren einfach nicht und es fällt mir leichter gleich gar nichts zu trinken als 1 Bier oder 1 Wein.

Und nein, ich verachte Alkoholiker nicht. Ich respektiere sie als Menschen, die genauso versuchen wieder ins Lot zu kommen wie ich auch. Ich frage auch nicht ob sie nicht an die Menschen gedacht haben, die sie vielleicht umbringen könnten wenn sie besoffen Auto gefahren sind. Die Antwort kennen sie selbst am besten.

Ich verachte mich selbst, ja, das ist leider richtig. Und daran muss ich arbeiten.


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