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Saufnix
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Dieses Thema hat 73 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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Katzenprinzessin Offline




Beiträge: 31

08.01.2011 22:32
#31 RE: fang blos wieder an antworten

Hallo Pueblo und hallo an all die anderen antwortenden Saufnix Freunde,

Dein Post hat bei mir auch einige Gedankensteinchen ins Rollen gebracht.

Als ich noch in der Langzeit war und zum ersten Mal Besuch hatte und mit meiner Mutter essen war, hat sie sich sofort einen Wein bestellt und mir diesen dick und fett gegenüber gestellt. Ich war total sauer, sagte aber nichts. Ich fühlte mich einfach unverstanden.

Später sagte uns der Therapeut: Die anderen werden sich nicht lange darum kümmern wie es Ihnen mit Alkohol geht und ihnen den vor die Nase stellen. Das fand ich krass.

Bei Festen und Feiern trinken natürlich bei uns alle und stellen mir die Getränke vor die Nase und ich sage mir heute warum auch nicht. Schlimmer fände ich es jetzt auch, wenn sie alle beim Wasser dasitzen würden, solange ich dabei bin um dann heimlich nach drausen zu schleichen und zu trinken. Da würde ich mir wie Du es ausgedrückt hast schon wie ein Behinderter vorkommen.

Übrigens fand ich Deinen Vergleich mit dem Behinderten recht treffend. Viele haben ja ebenfalls schon die Erfahrung machen können, dass z.B. körperlich Behinderte sehr empfindlich reagieren, wenn man anfängt sie zu betüteln und zeigen wollen, dass sie ganz gut auch mit ihrer Behinderung alleine zurecht kommen.

Du schreibst allerdings auch, dass Du wie alle gefragt werden möchtest, ob Du etwas trinken willst - oder habe ich das mißverstanden. Damit hätte ich zumindest bei Leuten, die über mich Bescheid wissen große Probleme.

Tja wie mit dem Umfeld und seinem (auch verständlichen) Unverständnis umgehen ???

Du hast mich da wirklich stark ins Nachdenken gebracht, denn bei mir ist es so, dass ich manchmal richtiggehend vor Alkbedingten Anlässen (Feste, Feiern) flüchte, oder mir dreimal überlege überhaupt hinzugehen.

Wirklich wohl fühle ich mich momentan bei Zusammenkünften wirklich nur in der SHG (wir haben auch Weihnachtsfeiern oder wandern zusammen).

Aber ob das die Lösung ist, ich meine die Flucht.

Eines habe ich jedenfalls für mich erkannt. Es geht bei der Abstinenz nicht um das nicht dürfen, sondern um eine eigene persönlich Entscheidung, denn wie schon so treffend von Dir formuliert, dürfen dürfen wir alles auch saufen. Wir haben uns aber dazu entschieden es bleiben zu lassen, weil wir wissen, dass wir alkoholkrank sind und schon das 1. Glas den Absturz vorprogrammiert, der uns dann die "Entwicklungstreppe" nach unten katapultiert.

Deshalb will ich auch von sogenannten Pillen nichts wissen und egal was es geben würde, ich würde es nicht ausprobieren wollen.

Für mich geht es ja nicht um das trinken im Sinne von Schmecken und Genießen wie bei Nichtalkoholikern (ein edlere Wein zum guten Essen), sondern um die Wirkung, die der Alk hervorruft. Für mich war Alk eine Art Medizin, die bei mir eine gewisse Wirkung erzielte, so dass ich mich zuerst frei und losgelöst fühlte und sofort nach immer mehr verlangte um dieses (vorgegaukelte) Freiheitsgefühl ohne die lähmenden Ängste zu verstärken. In diesen Momenten dachte ich nie an das furchtbare "Danach". Das schreckliche Aufwachen mit noch schlimmeren Ängsten kam erst hinterher.

Was mich natürlich nie daran hinderte trotz aller guten Vorsätze wieder zu meiner Medizin zu greifen, um wenigstens jetzt für den Moment die nächsten Stunden dieses Losgelöstsein diese scheinbare Freiheit zu spüren.

Aber ich bin auch nachsichtig mit meinen Mitmenschen geworden, ich akzeptiere, dass mich und meine Gedankenströme nur jemand verstehen kann, der wie ich Alkoholiker ist.

Sauer würde ich bei so Worten werden wie "trink doch nur 2 Bier/oder nur Bier" "das kann doch nicht schaden" "reiß dich doch zusammen und verdirb uns nicht den Spaß". Da wäre bei mir zumindest der Ofen aus.

Ich erwarte nicht, dass die anderen mich verstehen, aber ich möchte, dass man meine Abstinenz akzeptiert und dass erwarte ich auch von denen, die nichts von meiner Alkkarriere wissen.

Wenn ich mit Kollegen auf der Weihnachtsfeier bin und nein danke sage, dann ist das so aus basta.

Viele vernünftige Menschen trinken nicht, weil sie noch Auto fahren müsssen oder es schmeckt ihnen nicht.

Wenn ich ein bestimmtes Essen nicht mag, will ich schließlich auch nicht überredet werden.

Und noch etwas fällt mir dazu ein:

Wenn jemand eine Allergie gegen ein bestimmtes Lebensmittel hat und die anderen wissen das, wird man doch auch nicht denjenigen dazu überreden wollen, doch von dem Lebensmittel zu essen (ich denke da einfach mal an eine Allergie gegen Nüssen, die richtiggehende Allergieschocks auslösen können).

Was anderes ist mir noch aufgefallen: es macht mit Dir keinen Spaßt mehr, wenn Du nichts trinkst.

Ist jemand nur lustig und gut drauf, wenn er Alkohol trinkt??? Wer so denkt könnte eventuell ebenfalls ein Problem haben. Denn genauso dachte ich zumindest von mir. Nur mit Alk war ich schlagfertig, witzig, gut drauf und lustig.

Wie gesagt, hier wurde Einiges bei mir in Gang gesetzt und so ganz sortieren oder gar lösen kann ich es auf Anhieb auch nicht. Finde es aber gut, dass man so immer wieder neue Anregungen bekommt, denn mich bringt das auch weiter.

Vielleicht sprichst Du Deine Kumpels mal drauf an, was Dich stört. Ich wäre wirklich auf die Reaktionen gespannt.

Euch noch allen eine gute Nacht.


newlife Offline




Beiträge: 3.895

08.01.2011 23:40
#32 RE: fang blos wieder an antworten

Zitat
Aber ich bin auch nachsichtig mit meinen Mitmenschen geworden, ich akzeptiere, dass mich und meine Gedankenströme nur jemand verstehen kann, der wie ich Alkoholiker ist.



Hallo Katzenprinzessin,

sehr schöne Beiträge von dir. Die Inhalte geben einiges an Erfahrung im trockenen Leben wieder, die du nun schon hast sammeln können. Ich denke aber in vielen Dingen, die du beschreibst, exakt genauso.
O.g. habe ich mal herausgehoben, da ich glaube, dass es so ist, aber hin und wieder noch etwas wackelig bin. Ich habe auch immer versucht, es allen recht zu machen, aus dem Grund, dass sie mich in Ruhe lassen. Ich wollte immer genügend Freiraum für mich, damit ich ungestört meiner Sucht nachgehen konnte. Jetzt sieht das natürlich anders aus. Ich verhalte mich ähnlich wie du. Ich gehe oft früher, weil ich mich in einer Saufrunde sehr schnell unwohl fühle. Ich war auch immer der letzte und blieb oft noch allein irgendwo hocken und soff weiter. Ich konnte halt nicht aufhören. Oder Tanke und ab in die Wohnung damits niemand sieht. Heute nehme ich mir mein Recht und gehe, wenn es mir dann besser geht. Ich habe einige Kontakte aufgebaut zu anderen trockenen Alkoholikern und ich bin demzufolge meistens nicht alleine. Das hilft ungemein und trägt sehr zu meinem Wohlbefinden bei.

Ich werde auch früher müde und will dann schlafen und freue mich auf eine ruhige, erholsame Nacht. Das ist verdammt viel wert.

Gruß
Dirk

on the way...


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

09.01.2011 11:11
#33 RE: fang blos wieder an antworten

@katzenprinzessin, die wenigen die das wissen stellen mir auch nichts hin. nur wen da fremde mit bei sind möchte ich genau so gefragt werden.freunde sind von meiner seite aus eh nur noch 2 da , davon einer seit 1984 trocken.alle andern sind eher freunde von meiner freundin. eine dabei die es so besonders gut meint. aber auch durch sehr viele schlechte erfahrungen geprägt ist( 1mann trinker und spieler)das mit dem spass ist nicht ganz so. freüher in trinkpausen war ich euporisch , bekam ich aber schon viele antworten drauf. hab ja alles gemacht um mich zu beloben hinterher(saufen)zur shg fahr ich auch sehr gerne,und da sind mir die meisten auch sehr sympatisch.ps:so klar möcht ich schreiben können und mich ausdrücken.
@newlife ich mied dieses jahr auch unseren weihnachtsmarkt zb zumindest in dehn abendstunden.weiss ja wie das früher geendet ist. nein ich hatte nicht ml angst zu saufen ,ich hatte keine lust drauf , genau wie diese weihnachtsfeier unserer firma, da hätte ich erklären müssen. also weggeblieben ,gab zwar ärger aber egal.spiele auch immer öfter mit dem gedankn an eine tehrapie. das hat sich letztmal in der shg wieder etwas zerschlagen (das genaue nachfragen)ist aber nicht schlimm ,ich habe viel zeit,das in angriff zu nehmen. und muss erst alles andere auf die reihe bekommen. meinen job an dem ich nicht mehr besonders hänge wäre ich dann auf jedenfall los. ambulant geht auch nicht . (zuviel montage)unregelmässige arbeitszeiten. privat drücken schulden und unterhaltszahlungen. job deshalb los weil ich pechhatte und schon zuviel krank war ,beschrieb ich schon unter trinke im mitglieder bereich.und noch brauch ich das geld dringent. ansonsten bin ich aber gut zufrieden , das auch noch mal angemerkt!im grunde ist nähmlich alles gut!!! und ein paar schwierigkeiten haben viele . und heute ist mein 100 tag ohne alk, kann ich jetzt schon so schreiben ,weil ich genau weiss das ich heute auch nichts trinke

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muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Mus Musculus ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 12:02
#34 RE: fang blos wieder an antworten

Hallo Pueblo!

Könntest Du mir einen Gefallen tun? Bitte mach doch ab und an einen Absatz bei Deinen Beiträgen. Es liest sich sonst sehr schwer. Das wäre Klasse!

Gruß
Sabine


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

09.01.2011 12:05
#35 RE: fang blos wieder an antworten

danke ,ist deshalb weil ich mich mit pc kaum auskenne! und ausser std-zettel schon jahrelang nichts geschrieben habe. bin schon froh das ich ein komma hinbekomme.
meinst du das,in etwa so?
mit absatz

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muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Mus Musculus ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 12:08
#36 RE: fang blos wieder an antworten

Na fast

Ungefähr so:

Also ab und zu eine Leerzeile dazwischen machen. Kriegste schon hin.

Gruß
Sabine


pueblo Offline




Beiträge: 2.288

09.01.2011 12:08
#37 RE: fang blos wieder an antworten

ja ich habe da echte schwierigkeiten , mit gramatik usw.viel vergessen im laufe der jahre

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muss es immer erst zappenduster werden,bevor uns ein licht aufgeht


Mus Musculus ( gelöscht )
Beiträge:

09.01.2011 12:13
#38 RE: fang blos wieder an antworten

Mit ein bischen Übung kommt das schnell wieder. Du schreibst ja verständlich, nur etwas "kompakt"

Schönen Tag noch und trocken bleiben, egal was die anderen erzählen!

Lieben Gruß
Sabine


fuertewilli Offline



Beiträge: 5

09.01.2011 14:33
#39 RE: fang blos wieder an antworten

für andere war es nätürlich einfacher mit mir wie ich gesoffen habe weil tagsüber auf der Arbeit habe ich mich zusammengerissen,habe immer alles gemacht um nicht besonders aufzufallen,wollte immer lieb Kind sein(ein Alki kämft ja auch um Lob und Annerkennung).
Ich selber habe mich ja immer runtergerissen weil ich es nicht schaffte die Flasche stehenzulassen,also versuchte ich mir Lob von anderer Seite zu holen.
Nein sagen konnte ich nicht sonst würde man mich ja nicht mögen.
Heute bedeutet bei mir ein nein ein nein und die anderen akzeptieren es auch und O ein Wunder keiner ist deswegen sauer auf mich und wen ist es demsein Problem.
In der Saufzeit war ich ja nie ich selbst wollte immer ein anderer sein.
Quatsch.
Sei du selbst,den alle anderen gibt es schon

Je steiniger mein Weg, nur langsam voran ich komm, umso mehr Halt bekomm ich unter meine Füße
:gruebel:


tommie Offline




Beiträge: 10.571

09.01.2011 15:30
#40 RE: fang blos wieder an antworten

Hhhmmmmm

wenn andere ein Problem damit haben, dass ich keinen Alk trinke, so ist das deren Problem.
Das sage ich denen bei Nachfrage auch gerne:

Er/Sie "Es wäre besser, du würdest wieder etwas trinken"

Ich "Ja klar wäre es das, aber nur für dich"




tommie

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.


newlife Offline




Beiträge: 3.895

10.01.2011 10:09
#41 RE: fang blos wieder an antworten

Zitat
wenn andere ein Problem damit haben, dass ich keinen Alk trinke, so ist das deren Problem.



yep. So isses.

Die Erfahrung mache ich auch gelegentlich. Es gibt Personen in meinem Umfeld die gerne etwas trinken, weiterhin mit mir Kontakt haben, aber doch irgendwie anders.
Sie wissen nicht so recht wie, weil doch der Alkohol die Grundlage Nr. 1 für unsere Freundschaft war.
Das sind jetzt aber keine Alkis, weil derjenige der sich zuhause immer abschießen musste, war ich. Das bekamen die anderen nicht so mit.
Jetzt ist es für viele halt schwieriger, aber es ist halt deren Problem.

Gruß
Dirk

[ Editiert von newlife am 10.01.11 10:12 ]

on the way...


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 10:33
#42 RE: fang blos wieder an antworten

"Das sind jetzt aber keine Alkis" schreibst du. Aber bist du dir da sicher? Wenn Alkohol die Grundlage eurer Freundschaft war, ist das ja schon etwas komisch. Jemand der selbst keinerlei Probleme mit dem Alkohol hat, dem sollte es doch völlig egal sein, ob sein Gegenüber trinkt, bzw es im Zeifelsfall eher noch als unangenehmen empfinden. Es wird mir doch erst dann wichtig, ob jemand trinkt wenn mir selbst das Trinken extrem wichtig ist, weil ich dann mittrinker brauche um meinen eigenen Konsum zu rechtfertigen.
Und ist nur jemand ein Alki der sich allein zu Haus abschießt? Hab ich in meinem ganzen Leben ja kein einziges mal gemacht, "Alki" bin ich trotzdem!


newlife Offline




Beiträge: 3.895

10.01.2011 10:52
#43 RE: fang blos wieder an antworten

@katha82

Stimmt, sicher kann ich mir da nicht sein. Ich glaube halt, dass sie keine Alkoholiker sind.
Sie haben Familie und machen auch viele Dinge, wo sie nicht trinken.
Wenn wir uns aber getroffen haben, dann wurde immer gesoffen. Auch waren wir schon zusammen im Urlaub, 10 Personen und wir standen alle permanent unter Dauerstrom.

Für die anderen ist das dann mal "Saufurlaub" und wenn sie zuhause bei ihrer Familie sind, hört das auch wieder auf.

Und da liegt ja der Unterschied. Ich hatte immer Probleme mit dem Aufhören und trank täglich. Die Abstürze nahmen zu, auch alleine in der Wohnung. Entsprechende Entzüge und nachtanken und was weiß ich nicht alles. Das haben meine Freunde wohl alles nicht.

Gruß
Dirk

on the way...


katha82 ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2011 11:08
#44 RE: fang blos wieder an antworten

Hm, ja gut, ich will auch nicht über deine Freunde urteilen und das ist ja auch für mich völlig irrelevant, ob sie Alkoholiker sind oder nicht. Ich denke nur, das es zu einfach wäre, dass nur derjeniger, der täglich zu Hause trinkt ein Alki ist. Dann wäre ja hier ja völlig fehl am Platz. Ich hab auch nicht täglich getrunken, nicht allein zu Haus und habe auch noch andere Dinge gemacht als Trinken, doch einmal betrunken (auch wenn das zeitweise nur so ein bis zweimal im Monat, zu anderen Zeiten jedoch auch öfter vorkam) habe ich sehr oft bis zum Filmriss getrunken. Ich habe mich z.B. auch in Saufurlauben zugeschüttet und habe danach erst mal ein paar Wochen nichts getrunken. Andererseits hatte ich halt in meinem noch nicht mal ganz 30-jährigen Leben so an die 200 Blackouts.

Was ich damit sagen will...es gibt doch ganz unterschiedlich Formen des Alkoholismus. Das sieht man doch schon hier auf dem Portal an den ganz verschiedenen Geschichten. es geht mir wirklich nicht darum, ob deine Freunde Alkis sind oder nicht, sondern darum, dass es zu einfach wäre daran, ob jemand täglich trinkt oder zwischendurch auch mal nicht, den Alkoholismus festzumachen. Das hat mich u.a. ja auch dazu gebracht jahrelang rumzueiern und mir immer wieder zu sagen, dass es ja bei mir nicht "so schlimm" ist weil ich ja auch viele Tage am Stcük ohne Alkohol kann und nur in Gesellschaft trank. Das Leid, welches der Alkohol mir gebracht hat. war dadurch auch nicht geringer.

So oder so, Leute mit denen man nur unter Alkohol gut zurecht kommt, sind schon eher zweifelhafte "Freunde". Das merke ich in meinem sogenannten Freundeskreis auch gerade wieder. Und bei mir sind das ganz sicher diejenigen, die selbst zu viel saufen. Den anderen ist es egal, dass ich nicht mehr trinke, bzw. sie sind stolz auf mich!


newlife Offline




Beiträge: 3.895

10.01.2011 11:30
#45 RE: fang blos wieder an antworten

Hallo katha,

du hast mit allem Recht, was du schreibst. Nun, ich weiß auch einiges über Alkoholismus, habe ja auch LZT gemacht.

Ob jemand Alki ist, da muss er schon selbst draufkommen.

Viele trinken gerne, trinken auch zuviel und kommen aber damit klar. Sie fühlen sich nicht durch das Suchtmittel eingeschränkt in ihrem Leben.

Ein paar Stationen stichwortartig von mir:

Trinkbeginn so mit 18 Jahren - Der Alkohol bedeutete mir direkt sehr viel - Regelmäßiges Trinken auch alleine bereits mit 19/20 - Kontakte nur zu Personen die auch tranken - Zwischenzeitlich leichte Besserung des Trinkverhaltens, Abstürze aber oft am WE - Einige Zeit später wieder täglicher Konsum - Abstürze am WE, oft auch schon Donnerstags - Erste körperliche Entzüge - Zwanghaftes Einschränken des Trinkens - Trinkpläne (nicht so früh anfangen, da sonst Absturzgefahr zu groß) - Gedanken kreisen nur noch um Alkohol - Abstürze 3 - 4 mal die Woche - Zu wenig Alkohol = körperliche Entzüge, Psychische Probleme (Depressionen, Angstzustände, völlige Schlaflosigkeit)

Hier höre ich jetzt auf, meine Entwicklung ist eindeutig. Ich war so eingeschränkt in meinem Handlungsfeld, dass ich nicht mehr arbeiten konnte, ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, weil sich noch das Suchtmittel in der Birne breitmachte. Dennoch hatte ich noch vereinzelt bessere Tage dabei, wo ich immer noch glaubte, ich krieg das alleine wieder hin.

Ich habe das mal so zusammengefasst, weil ich inzwischen glaube, dass die Entwicklung einer Sucht durchaus in einem früheren Stadium erkannt werden kann.

Entscheidend dabei ist in erster Linie die Bedeutung und der Stellenwert, den das Suchtmittel für die Person hat. Und die ist bei meinen Freunden durch ihre Familie und durch sonstige Aktivitäten wohl doch anders gelagert, als bei mir.

Gruß
Dirk

[ Editiert von newlife am 10.01.11 11:31 ]

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