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Saufnix
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Dieses Thema hat 40 Antworten
und wurde 2.619 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
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septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

09.01.2011 16:30
#31 RE: Wie nun weiter? antworten

Aber ich denke, Cellistin, gerade die Grundlage kann er sich sehr wohl allein schaffen, nach seinen Wünschen, Vorstellungen, Möglichkeiten.... und wenn eine "helfende Hand ", als Motivation zur Seite steht...auch gut.

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Angsthäsin Offline




Beiträge: 2.029

09.01.2011 16:31
#32 RE: Wie nun weiter? antworten

Hallo Cellistin,

wenn X nicht die Konsequenzen seiner Sauferei tragen muss, warum soll er dann was ändern?

Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden.
Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt. :zwinker1:


Cellistin Offline



Beiträge: 18

09.01.2011 16:38
#33 RE: Wie nun weiter? antworten

Liebe Septembersonne, liebe Angsthäsin,

Danke für Eure Antworten. Ihr habe schon recht, dass er dafür verantwortlich ist. Das Szenarion vor meinen Augen ist nur, dass er kommenden Sonntag entlassen wird und dann in ein Loch, in das alte Loch fällt. Die Wohnung ist zu zweit nicht innert eines Tages vom Müll befreit; ich schreibe hier nur vom Müll.

Gemeinsam aufräumen möchte ich nicht, da mir dies dann schon wieder zu weit geht; ich bin nicht sein Betreuer etc., ich habe genug gemacht. Dieses "gemeinsame aufräumen" würde ihm nach meinem Gefühl eventuell zu dem Denken veranlassen, dass ich weiterhin "springe" und mache.

Entmüllt und ein Zettel auf dem Tisch mit "der Anfang ist gemacht, nun Du" wäre ein Anfang und er wäre überschaubar in der Pflicht.


Ralfi Offline



Beiträge: 3.522

09.01.2011 16:53
#34 RE: Wie nun weiter? antworten

Hi Cellistin,

ich finde das Aufräumen der Wohnung ein absolutes No Go!

Ich würde die Wohnung ohne triftigen Grund nicht betreten.

Gruß Ralf

Zufriedenheit hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
es hängt nur davon ab, was du denkst.


LostHoney Offline



Beiträge: 1.154

09.01.2011 17:01
#35 RE: Wie nun weiter? antworten

Zitat
Gepostet von Cellistin

[ Das Szenarion vor meinen Augen ist nur, dass er kommenden Sonntag entlassen wird und dann in ein Loch, in das alte Loch fällt.[/b]



Lass die Verantwortung da wo sie hingehört. Bei ihm.


Cellistin Offline



Beiträge: 18

09.01.2011 17:04
#36 RE: Wie nun weiter? antworten

Okay und danke auch für Eure Antworten. Ich werde also in Richtung Wohnung nichts unternehmen, die Gründe leuchten mir ein.

[ Editiert von Cellistin am 09.01.11 17:04 ]


klara himmel Offline



Beiträge: 158

09.01.2011 20:06
#37 RE: Wie nun weiter? antworten

Hallo "unechte Chellistin",

du warst für ihn da als er selbst nicht in der Lage war sich selbst zu helfen. Das war absolut richtig!

Du hattest ein schlechtes Gewissen wegen eines gefühlten "Verrates". Wenn du nun seine Wohnung vom "seinem" Müll entfernst, dass wäre dann vielleicht wirklich eine Art "Verrat". Ein absolutes NoGo!

Wenn er zurückkommt, dann sollte er selbst dafür sorgen, seinen selbstverursachten "Müll" zu beseitigen.
Dieser Müll ist auch ein Spiegel seines Zustandes und nimm ihm bitte nicht die Chance, auch in diesen Spiegel zu schauen!
Nur er selbst kann dafür Sorge tragen wieder Struktur in sein Leben zu bekommen. Das wird ihm wahrscheinlich schwer fallen, da er sich vermutlich erstmal selbstbemitleiden wird.
Fall´ dann bitte nicht darauf rein!!! Alkoholiker haben oft so eine Bedien-Mentalität. Das Aufräumen und alles was danach kommt, kannst du ihm ebenfalls nicht abnehmen!

[ Editiert von klara himmel am 09.01.11 20:11 ]

ehemals Bordeauxnixe von 2004 - 2010:hallo1:


Cellistin Offline



Beiträge: 18

10.01.2011 00:51
#38 RE: Wie nun weiter? antworten

Liebe Klara, auch Dir herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich habe das Projekt "Müllbeseitigung" nun auch ad acta gelegt. Aufgrund dieses Zitats

Zitat
und das mußt DU in ordnung bringen? weil du so ein guter mensch bist? meiner meinung nach bist du nicht gefährdet co zu werden, du bist schon voll drin.



habe ich hier hinsichtlich Co-Abhängigkeit nachgelesen. Offen ist für mich die Frage geblieben, wann denn eine Co-Abhängigkeit besteht.

Mit X und Freundin habe ich, wie ich es auch beschrieben habe, so manches Glas Wein getrunken. Es ist mir dabei nicht aufgefallen, dass X ein Problem hat. Entweder bin ich zu oberflächlich, oder ich wollte es nicht sehen, oder ich habe selbst einen bedenklich leichtsinnigen Umgang mit Alkohol oder oder oder. Bzgl. der Frage des eigenen Umgangs denke ich nach.

Jedenfalls wäre ich dann seit dem 27.12.2010 Co, beginnend damit, dass ich die Freundin von X aufgenommen habe. Hätte dies aber nicht jeder gemacht, der die Möglichkeit dazu hat? Die Freundin könnte meine Tochter sein; wir begegnen uns auf Augenhöhe. Dies gleich dazu, ehe unausgelebte Muttergefühle als Ursache diagnostiziert werden. Ihr, der "echten" C. musste geholfen werden. Sie hatte Obdach, Essen, Trinken, jemanden zum reden und Schutz, bis sie nunmehr eigenständig wieder untergekommen ist. Dies finde ich richtig.

X ist genauso mein Freund. Ich differenziere hier, dass ich sein Verhalten indiskutabel finde, ihn als Menschen aber schätze. Unter Verhalten subsumiere ich auch seine Sucht, wenn diese Terminologie auch nicht vollumfänglich passend ist.

Zunächst bestand meine Intention alleinig darin, meine Freundin zu schützen, mittelbar auch darin, ihm aus diesem Alkoholkreislauf (trinken/wach) zu helfen. Er hat sich ja ständig verletzt etc. pp. Dass er nun auf der Suchtstation ist, hat sich aus den Halluzinationen ergeben.

Einen Ansatz zum "Co" entdecke ich in meinem insistieren auf eine anschließende Therapie. Allerdings verbuche ich dies für mich eher unter die Rubrik Besserwisserei und Oberlehrertum, der mir nicht zusteht. Ihm, also X, gegenüber habe ich es jedoch lediglich in einem Satz erwähnt und das Thema gelassen, als er es negierte.

Die (mittlerweile gestrichene) Entmüllungsaktion galt lediglich dem Aspekt geschuldet, dass er in ein "ordentliches Heim" zurück kommt und seine gesamte Kraft der Ordnung seines Lebens widmen kann. Es ist gestrichen, wie vorerwähnt.

Was ich für mich will, ist nun etwas Ruhe und einfach mein Leben zurück. Dies ergänze ich mal insofern, dass ich keine Angst haben will, dass etwas passiert, wenn er wieder daheim ist. Und es liegt mir natürlich etwas an ihm, wobei ich gar nicht abschätzen vermag, ob wir in absehbarer Zeit überhaupt wieder an einem Tisch gemeinsam sitzen können. Dies ist für mich im Moment auch nachrangig.

Mir stellt sich die Frage, eben aufgrund des aufgezeigten Zitats, ab wann jemand "Co" ist und wann die Grenze von christlicher Nächstenliebe und auch Freundschaft überschritten ist. Wir haben hier ja nicht nur gemeinsam weingeschwängerte Zeiten verbracht, sondern auch gemeinsam in der Bibel gelesen, Andachten gehalten etc.

Und hieraus stellt sich mir auch weiter die Frage, wie ich mit ihm umgehen soll, wenn er wieder hier ist.


klara himmel Offline



Beiträge: 158

10.01.2011 02:50
#39 RE: Wie nun weiter? antworten

Hallo Cellistin,

da ich noch wach bin, möchte ich dir gleich antworten.
Ob du schon im Co-Verhalten bist, mag ich nicht zu beurteilen. Ich selbst bin vorsichtig gesagt eine Ex-Co!

Deine Gedanken nun nachträglich bzgl. seiner Wohnung weisen vielleicht drauf hin, dass sich da schon ein gewisses Verhaltenschemata eingeschlichen hat. Letztendlich kannst nur du selbst, so etwas beantworten. Da gibt es einen Test hier auf Saufnix. Vielleicht hilft er dir weiter! Ich hatte vor 10 Jahren so einen Test mal gemacht, weil ich schon was ahnte und hatte volle Punktzahl sozusagen, und das Thema danach noch jahrelang verdrängt.

Das du deiner Freundin in der Not geholfen hast, ist in meinen Augen eine Selbstverständlichkeit und hat nichts mit Co zu tun. Es ist eine Lösung gefunden worden und du hast dein Reich wieder. Allerdings wie deine Freundin zukünftig mit ihrem Freund umgeht, ist ihr Problem und nicht deines. Dies liegt nicht in deinem Verantwortungsbereich.Du kannst ihr nur als wirkliche Freundin zu Seite stehen. Authentisch, offen und ehrlich!

Der Herr ist erwachsen genug seinen Saustall selbst aufzuräumen. Oder hat er irgendeine körperliche Behinderung wie z.B. beide Arme oder Beine in Gips, die ihn daran hintern könnte?

Es heißt: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

Ich bin auch Christin und hatte früher, schon als Kind, dieses Gebot fatalerweise falsch verstanden. Es heißt nicht:....mehr als dich selbst!

Ich wollte kurz noch drauf eingehen, dass der Nachbar sehr gut manipulieren kann. Vermutlich ist dies eh´eine Gabe von ihm. Als Alkoholiker verstärkt sich diese Gabe leider noch um ein vielfaches und bei Co´s ist das keineswegs anders.

ehemals Bordeauxnixe von 2004 - 2010:hallo1:


Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

10.01.2011 06:31
#40 RE: Wie nun weiter? antworten

Zitat
Gepostet von LostHoney


Lass die Verantwortung da wo sie hingehört. Bei ihm.[/b]




--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


Callysta Offline




Beiträge: 8.240

10.01.2011 06:50
#41 RE: Wie nun weiter? antworten

Zitat
Gepostet von tommie
Wenn du aufräumst, ist es deine Ordnung.
Wenn er äufräumt, ist es seine Ordnung.


Unterschreibe ich! Ich musste meine ganzen Flaschen- nund Dosenleichen am ersten Tag "Belastungserprobung" während der Entgiftung selber wegräumen.

Belastungserprobung heisst, ich durfte, nein musste sogar nach eienr Woche in der Klinik eine Nacht zu Hause schlafen.

Ich kam also entgiftet (seit Jahren das erste Mal komplett nüchtern und klar, weil sonst immer auf Pegel von mindestens 1 Liter Sekt/Wein/Bier) nach Hause und sah das gesamte Elend in seiner ekelhaften Deut´lichkeit.

Ich hab mich so vor mir selbst geekelt, als ich das weggeräumt habe - und das war wichtig!

Wenn die Musik beginnt, dann dreht sich der Tanzbär...


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