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Saufnix
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Dieses Thema hat 53 Antworten
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 Akute Hilfe
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aser Offline




Beiträge: 26

29.12.2010 18:45
#16 RE: Hallo antworten

nabend

Da ich Anfänger in Sachen Chat Foren und PC bin (hab mir erst in der Thera. so ein Teil zugelegt ) weis ich nicht ob die Anmeldung im Forum am richtigen Platz ist.
Wollte auch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
Ist totales Neuland für mich über ein Forum bzw. über einen PC Sich mit jemand zu Unterhalten.
Hab ja nur stumm Mitgelesen.

Hollo Tina und Grufti
Grufti danke für den Spruch, brauchst es mir nur nachmachen
Gibts däfür auch ne Gebrauchsanweisung?

Zu meiner alk.Geschichte.
Bis vor drei, vier Jahren war auch alles o.k. mal ein Bier oder ein Glas Wein Beruflich nur nach oben. Familie Kinder Freizeit,Hobby Geld alles da.
Abends ein Glas zu Abschalten eins zwei drei......
Es steigerte sich langsam aber Stetig. Trank "nur" abends.
Hat mich dann im Juni umgehauen einfach so.
Entg. Thera.

Zum Stress hab ich in der Thera.schon einiges gelernt,es gibt genug andere Sachen um mit im fertig zu werden.
Bei mir war es bis jetzt halt alk.

Hi newlife
Beidir ist es wohl so wie minitiger2 es sagt das Du ohne Stress trinkst und mit Stress nicht?
Jeder Mensch ist anderst und doch alle gleich.

aser


grufti Offline




Beiträge: 3.484

29.12.2010 19:58
#17 RE: Hallo antworten

Hallo aser,

"Grufti danke für den Spruch, brauchst es mir nur nachmachen
Gibts däfür auch ne Gebrauchsanweisung?"


Na ja, bei mir waren es die folgenden Dinge, die (glaube ich) entscheidend waren:

- Der letzte Tag, an dem ich gesoffen habe, war so grausam, dass ich am nächsten Tag kaputt genug war, in die Entgiftung zu gehen.

- Die Möglichkeit, gleich anschließend eine ambulante Therapie zu beginnen, ohne große Wartezeit (in der ich es mir vielleicht anders überlegt hätte)

- Ich habe ganz kurz vor der Therapie in einer SHG eine Frau getroffen, die in der gleichen Einrichtung Thera gemacht hat und mir geraten hat, alles einfach mal mitzumachen, nichts zu hinterfragen, jede Hilfe annehmen und nichts mehr besser wissen. Das habe ich gemacht, und habe mir aus der Therapie mitgenommen, soviel ich konnte.

- Am Ende der Therapie wurde mir geraten, mich einer SHG anzuschließen. Das habe ich auch gemacht und bin nun nach einigen Probebesuchen bei anderen Einrichtungne in einer gelandet, in der ich mich wohlfühle und gerne jede Woche hingehe.

- Ich hadere nicht mit meinem Schicksal, niemals mehr trinken zu dürfen, sondern sage mir jeden Tag, heute trinke ich nicht. Wenn ich irgendwann mal der Meinung sein sollte, mit Alkohol ist das Leben angenehmer als ohne, dann trinke ich wieder, wer will es mir auch verbieten.

Irgendwie so so ähnlich läuft es bei mir, und natürlich kommt noch hinzu, dass es mit zunehmender Dauer der Trockenheit auch einfacher wird, nicht zu trinken.

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


Lisahh Offline



Beiträge: 142

29.12.2010 20:15
#18 RE: Hallo antworten

Erstmal. Moin Aser und Willkommen hier!


Zitat
Gepostet von minitiger2
Mit Stress musste ich auch erst umgehen lernen.

Wobei Stresstrinken für mich Belohnungstrinken nach überstandenem Stress ist. Im späteren Zustand auch die einzige Möglichkeit, überhaupt wieder runterzukommen. Oder auch das Einzige, für das die Energie noch reicht.

Auf jeden Fall Feierabendtrinken und genauso ungebremst, wie der Stress davor war.

In der Stressituation selbst hätte ich gar nicht trinken können. Kann ich mir bis heute nicht vorstellen, wie das geht.




Joh Minitiger, das kenne ich auch.
Bin in einem typischen Klein-Unternehmerhaushalt großgeworden, kannte von Anfang an nix andereres als Arbeit, Stress, Powern, Arbeit....

Ich war unfähig mir Freizeit zu nehmen, abzuschalten, zur Ruhe zu kommen. Jahrelang. Irgendwann hat denn der Alk diese Funktion übernommen. So war ich manchmal - Dank meines Zustandes - gezwungen, mal auszusetzen. oftmals leider in den unpassendsten Momenten.

Es fällt mir bis heute nicht leicht, wirklich die Arbeit liegen zu lassen, da ich selbstständig bin und auch viel von zu Hause aus arbeite, da ist das Laptop stehts in Sichtweite.

Aber ich lerne es Schritt für Schritt immer besser, einfach mal zu relaxen, ein Buch zu lesen, ein Spiel zu spielen, einen Film von Anfang bis Ende gucken usw.
Oder ich lese stundenlang hier, auch das tut mir oft gut.
Es ist ein langer Prozess, aber je länger und selbstverständlicher ich trocken bin, desto besser klappt es, weil ich allgemein ausgeglichener bin und Signale von Körper und Seele viel besser wahrnehmen kann. Und auch weil kein schlechtes Gewissen mehr bohrt, weil ich schon wieder 6 Halbe im Kühlschrank geparkt habe, die weg müssen...

Es läuft ganz gut mit der Stressbewältigung, möcht ich mal sagen, auch wenn der Motor noch manchmal stottert.

Nach oben gelangt man nur von unten! :grins2:


Ralfi Offline



Beiträge: 3.522

29.12.2010 20:40
#19 RE: Hallo antworten

Hi aser,

Zitat
Zum Stress hab ich in der Thera.schon einiges gelernt,es gibt genug andere Sachen um mit im fertig zu werden.



das Beste finde ich immer noch gar keinen negativen Stress über längere Zeit aufkommen zu lassen.

Um herauszufinden was dir nicht gut tut horch einfach jeden Abend ein paar Minuten in dich hinein.

Gruß Ralf

Zufriedenheit hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
es hängt nur davon ab, was du denkst.


aser Offline




Beiträge: 26

29.12.2010 21:54
#20 RE: Hallo antworten

Hi Lisahh und Ralfi

Die Beschreibung von Dir könnte kurz abgewandelt auch meine sein.
Geht nicht
Gibts nicht
Kann ich nicht
Mach ich nicht .........
Gabs bei mir nie! Naja mein Motor stottert auch mehr als das er läuft. Noch

Ralfi wie geht das kein negativer Stress aufkommen lassen
Bei mir stand er immer in voller Größe vor der Tür.

aser


Lisahh Offline



Beiträge: 142

29.12.2010 22:24
#21 RE: Hallo antworten

Zitat
Gepostet von aser
Hi Lisahh und Ralfi

Die Beschreibung von Dir könnte kurz abgewandelt auch meine sein.
Geht nicht
Gibts nicht
Kann ich nicht
Mach ich nicht .........
Gabs bei mir nie! Naja mein Motor stottert auch mehr als das er läuft. Noch

Ralfi wie geht das kein negativer Stress aufkommen lassen
Bei mir stand er immer in voller Größe vor der Tür.

aser



Zumindest bei mir funktioniert es nur über genau hinschauen und RECHTZEITIG! "Stopp" sagen.
Dazu musste ich auch lernen "nein" zu sagen. Zu anderen, aber primär auch zu mir selbst. Hartes Training für eine Perfektionistin wie mich.

Aber wie bei allen anderen Dingen auch, zeigt sich, dass regelmäßiges und hartes Üben langsam aber stetig zum Erfolg führt. Und von Monat zu Monat fällt es mir leichter, auch weil ich gelernt habe, dass all die befürchteten negativen Konsequenzen,wenn ich mal nicht auf Hochtouren fahre oder nicht alle Arbeit an mich reiße, nicht eintreten. Ist halt wirklich ein Lernprozess.

Im besten Sinne: learning by (not-)doing.

Nach oben gelangt man nur von unten! :grins2:


aser Offline




Beiträge: 26

30.12.2010 00:03
#22 RE: Hallo antworten

Danke Lisahh

Es sind harte aber wohl wahre Worte!
Werde mein Leben wohl Umstrukturieren müssen
Kleine Schritte füren auch ans Ziel.

LG aser


newlife Offline




Beiträge: 3.488

30.12.2010 08:07
#23 RE: Hallo antworten

@aser

Nachträglich von mir natürlich auch ein herzliches Willkommen. Wie konnte ich das vergessen, den Threadersteller zu begrüßen. Sorry.

Zitat
weil Du dafür sorgst, dass der Stress nicht aufhört.

Das ist aber auch ne Form der Suchtverlagerung.



@minitiger
Du hast da nicht unrecht. Ich muss mich ständig beschäftigen und irgendwas tun. Arbeit, SHG, danach noch nen PC aufsetzen und nebenher ebay, u.s.w. Bis ich müde bin und mir die Augen zufallen. Dann komm ich am besten klar.

Stellt sich sowas wie Langeweile oder Nullbock ein, kommt auch der Saufdruck. Zwar nicht mehr so heftig wie zu Beginn, aber es kommt schon vor.

Ich kann vielleicht mal einen Tag ruhiger sein und entspannt zu Hause bleiben. Wenn dann aber am nächsten Tag wieder alles so trist ist, krieg ich meist nen Rappel. Gerade WEs wo noch ein Feiertag dranklebt, wie es am 1. Nov. 2010 war, sind nicht einfach für mich.

Gruß
Dirk

Enjoy the freedom...


aser Offline




Beiträge: 26

30.12.2010 09:20
#24 RE: Hallo antworten

hi newlife

Zitat
Stellt sich sowas wie Langeweile oder Nullbock ein, kommt auch der Saufdruck



Das ist meine größte Angst nach der Thera
10-12 Stunden Arbeit Fam.Haus Garten Tiere... alles Erledigen
auch ohne Alk.
Da ich aber ein Arbeisteir bin , und meinen Körper recht gut kenne habe ich echt schiss davor kürzer zu treten.
Wenn ich Zeit habe kommt da der Saufdruck noch mehr??????
Es ist ein Teufels kreis wo ich noch keinen richtigen Ausgang finde.
Eines ist KLAR der Stress machte mich zum Alkoholiker.

aser


kranliner Offline



Beiträge: 572

30.12.2010 09:39
#25 RE: Hallo antworten

Zitat
Gepostet von aser

Eines ist KLAR der Stress machte mich zum Alkoholiker.

aser



Solange Du so Ursachenforschung betreibst, wirst Du noch viele andere Auslöser (Gründe..:sly finden, wenn dieser mal nicht greift.

Klaus


funkelsternchen Offline




Beiträge: 3.794

30.12.2010 09:57
#26 RE: Hallo antworten

es muss aber ebenso klar sein, dass, wenn der stress nicht da ist, du nicht automatisch trinken MUSST. es ist vll. der druck da, mag sein, aber es kann dich verdammt noch mal keiner dazu zwingen, außer du dich selber. deshalb kann ich persönlich nicht nachvollziehen, wie "man" angst vor irgendwelchen situationen haben kann. im klartext heißt das, du traust DIR selber nicht über den weg.

funkelsternchen

_______________________________________________

Die Mutter der Idioten ist immer schwanger


newlife Offline




Beiträge: 3.488

30.12.2010 10:07
#27 RE: Hallo antworten

Du wirst in der Therapie lernen, dass du nicht trinken MUSST, wenn der Druck kommt. Er kommt mal in Form von Saufgedanken daher, mal auch heftiger, wenn Situationen an bestimmte Sauferinnerungen geknüpft sind. Es gab nunmal auch die Zeit, wo es "Spaß" machte, sich so ordentlich einen zu braten. Wäre dem nicht so, wäre wohl niemand von uns abhängig geworden.

Ich hatte jedoch nach Entgiftung und Therapie nie so derben Druck, wie im letzten Vierteljahr wo ich noch soff. Da war es wirklich nicht mehr auszuhalten und wenn ich nicht trinken konnte, bin ich bald wahnsinnig geworden. Ein großer Teil waren natürlich Entzugssymptome, die fallen aber weg, du musst also "nur" mit deinen Gedanken klar kommen. Das ist aber machbar, wenn du dir vor Augen hälst, wie schlecht es dir geht, wenn du trinkst.

Gruß
Dirk

Enjoy the freedom...


aser Offline




Beiträge: 26

30.12.2010 15:44
#28 RE: Hallo antworten

Zitat
wie "man" angst vor irgendwelchen situationen haben kann. im klartext heißt das, du traust DIR selber nicht über den weg.



@funkelsternchen

Vieleicht war meine Wortwahl etwas überzogen,könnte auch sagen ein ungutes Gefühl.
Hat nicht jeder vor etwas Neuem seine Gedanken auf das neue gerichtet sei es im negativem oder positivem einer mehr andere weniger. Freude---Angst?

So wie Ralfi es sagt, Horche ein paar Minuten in dich hinein.
Ja es macht mir in gewisser Weise Angst was nach der (Käseglocke)Thera.kommt.

Trauen tu ich nur ganz wenigen und "mir"zurzeit am wenigsten. Hab mit dem Alk. wohl auch ein stückweit vom Selbstvertrauen eingbüßt zu lange und oft habe ich mich selber,und andere Belogen.

Tarnen u Täuschen gehören wohl zum Alk.
Auch diesen Teil von mir muss ich auf meinem Weg neu lernen.

aser


aser Offline




Beiträge: 26

12.01.2011 19:10
#29 RE: Hallo antworten

Guten abend

Tja meine Therapie neigt sich dem ende entgegen noch fünf Tage .
Habe eine menge Positiver aber auch negative Erkenntnisse aus den letzten Wochen für mich aufgenommen die Gespräche mit den Therapeuten waren nicht immer Einfach und Befriedigend aber dennoch sehr hilfreich und konstruktiv für ein neues Leben ohne Alkohol.

Der Umgang miteinander, sowohl Patienten als auch Therapeuten waren immer von einer ruhe begleitet die ich zuvor noch nicht gekannt habe kein Stress keine Hektik alles ausgeglichen in ruhe und gelassen. Dachte oftmals abseits der Realität draußen im realen leben . In zwischen denke ich diesbezüglich anders.

Mann muss halt wollen , ohne Wille an sich und seiner Umgebung zu Arbeiten kann man es für die Zukunft gesehen wohl kaum erreichen Abstinent zu Leben.
Es ist ein langer und schwieriger Weg.

Die grunlagen das Wissen über die Krankheit Alkohol und der Umgang sind mir ausführlich und zu genüge aufgezählt worden, die werden mich für den Rest des Lebens begleiten.
Die nötige Ruhe und Gelassenheit im Beruf sowie Privat versuche ich noch zu
erreichen so Stück für Stück eins nach dem andern , die erste Schritte sind schon getan wen auch nur im Gänsemarsch .

Das Unbehagen (angst)was nach der Therapie kommt ist nicht weg aber wesentlich kleiner geworden. Ich trage es mit einer gewissen Gelassenheit .
So schlimm kann es ja nicht werden.

LG aser


wootsdock ( gelöscht )
Beiträge:

12.01.2011 21:51
#30 RE: Hallo antworten

Hallo aser,

Ein Willkommen, hier kannst du dich gut austauschen. Auch wenn es andere schon geschrieben haben, kann ich Dir nur empfehlen, wenn Deine Therapie zu Ende ist, eine reale SHG zu suchen und Saufnix als 2. SHG zu nutzen, und möge das Forum Dir genauso viel helfen wie mir.

Lieben Gruß.
Boris


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