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Saufnix
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Dieses Thema hat 26 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

11.10.2010 18:10
#16 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von DerNick
[b]Jo Dirkhardy.
Ich bin dann mal an der Oder.


schön....und ich an der Elbe

und??? wie wie is bei Dir mit f/Fischen?



Elefantino Offline




Beiträge: 4.208

11.10.2010 18:10
#17 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von dry68

...oder die...Zitat Nick: "Panikmache" eines Delieriums



Sag mal Dirk,

kriegst Du eigentlich noch irgendetwas richtig gelesen?
Panikmache ist kein Zitat Nicks, er hat lediglich die Threaderöffnerin zitiert, beziehungsweise damit - und zwar extra in Anführungszeichen - einen gängigen Diskussionsvorwurf dargestellt.

Irgendwie läufst Du unrund dieser Tage....


Christoph

Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche


F.W. Bernstein


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

11.10.2010 18:19
#18 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von Elefantino


Sag mal Dirk,

kriegst Du eigentlich noch irgendetwas richtig gelesen?

Jo...bei Dir klappts immer....weil Du gut sichtbar zitierst


Gruß
Dirk


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

11.10.2010 18:26
#19 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von Elefantino


Irgendwie läufst Du unrund dieser Tage....


Christoph[/b]

Ja, das stimmt sogar, Chris...aber auf anderer Ebene...will mich aber hier (noch) nicht auskotzen

Gruß
Dirk


Elefantino Offline




Beiträge: 4.208

11.10.2010 18:31
#20 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Kannst auch gerne per mail kotzen, wenn Du magst.

Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche


F.W. Bernstein


Sophie69 Offline




Beiträge: 103

11.10.2010 22:15
#21 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Hallo,

Obi, Elefantino!!!

Wieso versteht ihr den Sinn meiner Frage nicht?
Es war nämlich gar keine Frage, sondern eine Feststellung!

Es wird hier ( zu Recht) immer vor einem kalten Entzug gewarnt. Ist auch ok.

Ich frage mich bloß die ganze Zeit, warum man den Menschen, die entschieden haben mit dem Trinken aufzuhören so viele Horrorgeschichten erzählt, von wegen kalter Entzug, Krampfanfälle, Delirium und und und...

Genau wie ihr, bin ich der Meinung, dass weitersaufen immer noch wesentlich gefährlicher ist!!!!

Aber ihr müsst mich auch nicht verstehen. Hab ja selbst Probleme damit, sonst hätte ich diesen Beitrag ja gar nicht veröffentlicht

Schönen Abend noch!!!!

[ Editiert von Sophie69 am 11.10.10 22:23 ]

Ganz liebe Grüße!
Sophie :wippe:

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.
(Johann Wolfgang von Goethe)


Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

12.10.2010 06:11
#22 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von Sophie69
Hallo,

Obi, Elefantino!!!



Ich frage mich bloß die ganze Zeit, warum man den Menschen, die entschieden haben mit dem Trinken aufzuhören so viele Horrorgeschichten erzählt, von wegen kalter Entzug, Krampfanfälle, Delirium und und und...



[ Editiert von Sophie69 am 11.10.10 22:23 ]




hi sophie

ich gehör zwar nicht zu den angesprochenen
möchte dir die frage aber beandworten.
schon weil du den begriff "horrorgeschichten" in diesem zusammenhang benuzt.

es sind nähmlich gar keine geschichten
sondern persönliche erfahrungenun
und teil der vergangenheit von so mancheinem .

ich selbst hab es schon 3 mal erlebt
das jemand den ich kannte daran gestorben ist
und wie oft einer ernsthafte probleme hatte grade noch so die kurve bekommen hat
weiß ich schon garnicht mehr.

der letzte ist so 3-4 jahre her.
der ist an seiner eigenen zunge erstickt
dann war da noch einer,
dem sind die krampfadern in der speiseröhre geplazt
( wobei in der familie auch mal eine junge frau so starb, aber da war ich noch ein kind )
und einer hat wärend des kalten entzuges so durchgedreht
das er sich in den mund geschossen hat.

das sind jetzt nur die todesfälle,
mit etwas glück, überlebt man das ja auch
wenn eines dieser dinge auftritt.

ein paar hier, könnten dir ihre selbsterlebten geschichte erzählen.

meißt passiert das im kalten entzug.

unter ärztlicher aufsicht und entgegen wirkenden medikamenten
ist man auf der sicheren seite
und bekommt notfalls sofort hilfe.

ja, ich warne neulinge auch dringend vom kalten entzug ab
und erzähle schon mal horrorgeschichten meine erlebnisse,
aber nicht weill ich irgend jemanden angst machen will.

oder eigendlich doch,. . . . .

er soll soviel angst vorm kalten entzug bekommen
das er sich schleunigst in die nächste klinik begibt.

ich weiß die prozentzahlen nicht,
aber die gefahr zu sterben wenn man allein im stillen kämmerlein entzieht
ist recht hoch,
und noch höher ist die möglichkeit ernsthaften schaden zu nehmen.

natürlich geschied meißt garnichts
und es geht gut.
aber ich habe solche todesfälle im bekanntenkreis
schon öffter erlebt
als andere tödliche unfälle

spätestens wenn du mal auf einer beerdigung warst
von einem menschen den du kanntest und vielleicht sogar sehr mochtest,
wirst du auch versuchen jeden davon abzuhalten
der dir erzählt,
er will es allein versuchen.

du siehst, keine horrorgeschichten vom hörensagen
sondern realität.

grade gestern hatte ich gruppe.
einer der nach rückfall nicht in die klinik wollte,
hat zuhause,
im kalten entzug einen schlaganfall bekommen.
ob es einen zusammenhang gibt,
ist noch nicht bekannt,
aber möglich.

nun liegt er auf intensiv
ist aber fixiert, weil er randaliert.

zumindest war so die info der ehefrau.

ich kenn den nicht näher, weill ich die gruppe nur sehr unregelmäßig besuche
und der noch neu ist.

aber er wurde von der gruppe vorgewarnt und kannte das risiko.


lg, mary

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


septembersonne Offline




Beiträge: 5.736

12.10.2010 07:40
#23 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Hallo, Sophie


Durch das Ausfallen der sedierenden Wirkung des Alkohols kommt es im Alkoholentzug zu gravierenden Abweichungen des Neurotransmittergleichgewichtes im Gehirn.

Das Gehirn ist hoch erregbar, die individuelle Krampfschwelle kann überschritten und ein generalisierter epileptischer Anfall ausgelöst werden.


Schon nach 3-5 Wochen Abstinenz normalisieren sich die Stoffwechselaktivitäten im Gehirn, in wie weit das zu einemn Krampfanfall führen kann ist durch Studien nicht belegt und ob es mit der Schwere und Dauer der Erkrankung einen Zusammenhang gibt.


Ich weiß nur, das mich dauerhafte Abstinenz vor weiteren Schäden schützen kann, so wie eben die dauerhafte Einnahme eines Medikamentes bei chronischen Erkrankungen.....und wie war das mit der Packungsbeilage....


Auch ich hatte zwei Krampfanfälle,aber am Anfang meiner Entgiftung.


LG

Manuela

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Elefantino Offline




Beiträge: 4.208

12.10.2010 08:02
#24 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von Sophie69
Hallo,

Obi, Elefantino!!!



Ein Ausrufezeichen hätte genügt, ich höre Dich ja.

Zitat

Es wird hier ( zu Recht) immer vor einem kalten Entzug gewarnt. Ist auch ok.


Ich finde das nicht nur ok., sondern sehr verantwortungsvoll von tommie und allen Anderern, die in dieser Weise warnen.

Zitat

Ich frage mich bloß die ganze Zeit, warum man den Menschen, die entschieden haben mit dem Trinken aufzuhören so viele Horrorgeschichten erzählt, von wegen kalter Entzug, Krampfanfälle, Delirium und und und...


Eben weil nicht wenige Menschen, die in diesem Forum aufschlagen, sich mit dem Gedanken tragen, kalt zu entziehen. Und es ist richtig und wichtig, denen vor Augen zu führen, was passieren kann.

Zitat

Genau wie ihr, bin ich der Meinung, dass weitersaufen immer noch wesentlich gefährlicher ist!!!!


Zum Weitersaufen wird hier doch auch niemand aufgefordert. Außer vielleicht so lange, bis er die angedachte stationäre Entgiftung sicher erreicht hat.
In diesem Zusammenhang auch noch eine Horrorgeschichte, die aus dem richtigen Leben stammt.
1998 war ich in einer stationären Entgiftung. Als wir vor dem Haus rauchten, sahen wir einen Mann auf das Gebäude zu gehen. Plötzlich fiel er - wie vom Blitz getroffen - rückwärts um, schlug mit dem Schädel auf den Asphalt und krampfte. Er gab später an, dass er 2 Tage vorher aufgehört hatte zu trinken, weil er gerne mit 0 Promille in die Klinik kommen wollte. Ich glaube kaum, dass er die Muße hatte, sich mit der statistischen Wahrscheinlichkeit dessen, was ihm passiert war, zu befassen, denn er hatte ein Blutgerinsel im Gehirn davongetragen, und sah sich mit einer Operation am offenen Hirn konfrontiert. Davor hatte er große Angst, als ich ihn das letztemal sprach, er wurde dann zur OP-Vorbereitung verlegt.
Das hätte er alles möglicherweise vermieden, wenn ihn jemand eindringlich genug vor einem kalten Entzug gewarnt hätte, und er seinen "Level" bis ins Krankenhaus gehalten hätte.

Zitat

Aber ihr müsst mich auch nicht verstehen.


Stimmt!

LG

Christoph

Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche


F.W. Bernstein


Sophie69 Offline




Beiträge: 103

12.10.2010 08:34
#25 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Guten Morgen,

@ Christoph: sorry wollte dich nicht anschreien, bin es aber schon so gewohnt mit den ganzen Ausrufezeichen, weil ich wohl zu oft mit meinen Kids simse!

Bis dahin habe ich jetzt schon etwas mehr verstanden. Die ersten Tage Wochen sind am gefährlichsten. Danach ist es halt Pech, wenn man doch noch am Entzug stirbt.

@ Septembersonne: Die Erklärung mit den Neurotransmittern, da kann ich was mit anfangen! Danke

@Mary

Wahrscheinlich würde ich das Ganze nicht mehr als "Horrorgeschichten" oder "Panikmache" bezeichnen, wenn ich so eine Situation schon mal im näheren Umfeld erlebt hätte!

Ich hoffe aber, dass ich niemals in solch eine Situation komme. Und irgendwann kommt diese Erkenntnis in meinem Kopf auch so an ?

Schönen Tag noch

Ganz liebe Grüße!
Sophie :wippe:

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.
(Johann Wolfgang von Goethe)


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

12.10.2010 09:43
#26 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

Zitat
Gepostet von Sophie69
Wahrscheinlich würde ich das Ganze nicht mehr als "Horrorgeschichten" oder "Panikmache" bezeichnen, wenn ich so eine Situation schon mal im näheren Umfeld erlebt hätte!


Bei uns damals gehörte es zur Therapie, dass wir eine nächtliche Delir-Wache hatten. 2-3 "Delire" waren immer vorhanden. Die waren am Distra-Tropf. Und die Anweisung lautete: "wenn er unruhig wird, dann drehst du die Klemme etwas auf, aber nicht zu weit, sonst wacht er gar nicht mehr auf".
Sprach's und ging! und das nachts von 2 bis 4 Uhr. Und der Mann liegt an dicken Lederriemen, damit er nicht aufstehen könnte. "Meiner" lag 2 Tage im Delir, dann wachte er auf. Das allerschlimmste aber für mich war, dass ich ihn kaum wiedererkannte im Gesicht. Er war nicht mehr so schrecklich entstellt. Und er selber? wollte das alles nicht glauben.
Aber es hat doch sehr geübt, bei mir.
Das war nicht Panik, sondern die Realität, Max


newlife Offline




Beiträge: 3.665

18.10.2010 12:01
#27 RE: Delirium und Krampfanfälle antworten

ich dachte als Entgiftling zunächst, ich komme ganz gut durch. Bin mit Tavor versorgt eingeliefert worden. Dann dieses eklige Distra, was ich dann nicht mehr nehmen wollte.
"Ich kann es jederzeit bekommen, wenn ich es brauche..."

Pah, brauch ich nicht. Das ging sonst auch immer ohne alleine in der Wohnung...

Ja, so unwissend war ich seinerzeit. Nachdem ich kein Distra mehr nahm, schlief ich gar nicht mehr. Tagsüber ging es einigermaßen und nachts rannte ich wie angestochen auf der Station rum. Nach einer knappen Woche spielten mir meine Nerven nochmal einen derben Streich, so dass ich dachte ich ersticke im Bett. Tags darauf hatte ich Geburtstag, man war das geil. Aber es ging dann langsam aufwärts.

Es ist in allen Fällen eine ärztlich überwachte Entgiftung nötig. Die Symptomatik ist in ihrer Art und Ausprägung nicht vorhersehbar. Hat mit dem biochemischen Gehirnstoffwechsel zu tun, auf den wir Menschen bekanntlich keinen Einfluss nehmen können.

Gruß
Dirk

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