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Saufnix
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Dieses Thema hat 63 Antworten
und wurde 4.272 mal aufgerufen
 Akute Hilfe
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Tzili Offline




Beiträge: 92

07.04.2010 11:40
RE: Kalter Entzug antworten

Hallo, ich bin neu hier und über einen Freund hier gelandet.

Das ich Alkoholikerin bin "weiß" ich schon länger, akzeptiert hab ich erst vor ca. 3Monaten.

Entgiftung und Therapie sind schon in die Wege geleitet....

Nun meine Frage: Hat jemand schon mal einen kalten Entzug gemacht und weiß um die körperlichen Symptone?

Ich weiß das er gefährlich ist und habe auch gar nicht die Absicht einen zu machen..... zur Erklärung.

Ich hab über Jahre täglich viel Wein getrunken, zum Schluß auch harte Sachen..... jetzt hab ich mich vor etwa 3Monaten auf Weinschorle runtergepegelt und kam damit gut klar .... nicht weggebeamt, nicht betrunken, aber keine Entzugserscheinungen.

Gestern hatte ich einen stressigen Tag und ich hatte auch gar keine Lust auf meine Schorle und hab statt dem üblichen Pegel von ca. 1- 1einhalb Flaschen incl. Wasser nur eine halbe getrunken.

Folgen: Gliederschmerzen, Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen, kalter Schweiß, Zittern... und irgendwann hatte ich das Gefühl meine Nieren zerreißt es.
Ich hatte schrecklich Durst und hab über die Nacht ne Flasche Wasser und eine Fl. Cola getrunken.... das hat das ganze gelindert, allerdings kam jeweils nach ca. einer halben Std. die Flüssigkeit vorne und hinten wieder raus.

Ich muß dazu sagen daß ich im höchsten Grad psychosomatisch Veranlagt bin und unter extremen Stress nicht unterscheiden kann wo mein Kopf jetzt spinnt oder es eine körperliche Ursache hat.....

Wöre also nett wenn da jemand Erfahrung hat und mir da weiterhilft.

Vielen Dank im vorraus

Tzili


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

07.04.2010 11:48
#2 RE: Kalter Entzug antworten

Hallo, Tzili und

Schön das Du hier selber schreibst, Du bist doch "Nora", nicht?

Darf ich fragen wann Deine Entgiftung beginnt?

LG

Manuela

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Tzili Offline




Beiträge: 92

07.04.2010 11:57
#3 RE: Kalter Entzug antworten

Danke für das willkommen!!!!Tja, ich bin tatsächlich Nora und sobald ich meinem Vermieter über den Weg lauf würg ich ihn grrrrr!!!!!!

Nee, passt schon, nur das er eben am falschen Ende angefangen hat und ich noch längst nicht trocken bin.

Die Entgiftung soll nächste Woche starten.....

Alles Liebe

Tzili


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

07.04.2010 12:08
#4 RE: Kalter Entzug antworten

Nun würg ihn lieber nicht, geht ja auch um Deine "Bleibe" z.Zt. und er macht sich echt Gedanken.

Trink weiter bis zur Entgiftung Deine Weinschorle.

Deine jetzigen Beschwerden können auch durch einen Magen-Darm-Virus verursacht sein, aber wie Du ja schon gelesen hast, mach keinen kalten Entzug, er kann lebensgefährlich sein.

Versuch viel zu trinken, besonders Tee mit einer Prise Salz und Traubenzucker und das alle 10 Minuten eßlöffelweise einnehmen, damit Dein Kreislauf sich stabilisiert.


Gute Besserung!

LG

Manuela

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


Hasi 1410 Offline




Beiträge: 64

07.04.2010 12:10
#5 RE: Kalter Entzug antworten

Liebe Tzili!
Auch von mir ein herzliches Willkommen an Board!
Die Symptome, die du schilderst, sind meiner Meinung nach
die klassischen Symptome eines kalten Entzuges (kenn ich,
aber nicht zu empfehlen!!!)
Vielleicht solltest du bis zur qualifizierten Entgiftung
doch lieber kontrolliert weitertrinken. Mir ist zwar dabei
nichts passiert, aber ich verbuche das mal unter Glück.
Angenehm ist so ein kalter Entzug auch nicht. Hat was von Vorhölle!
Ansonsten gratuliere ich dir zu deinem Entschluss, mit dem
Trinken aufzuhören. Bei mir war es der Beste meines Lebens!

Liebe Grüße
Gaby


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2010 12:17
#6 RE: Kalter Entzug antworten

Hallo und willkommen hier bei Saufnix, Tzili


schön, dass Du jetzt auch selber hier schreibst...schon ein guter Schritt, glaub ich...obwohl es dem Sebastian sicher auch "gut tut"...und ebenso helfen kann.


Gruß
Dirk


Tzili Offline




Beiträge: 92

09.04.2010 02:00
#7 RE: Kalter Entzug antworten

So, ihr Lieben.... erst mal vielen Dank für eure Antworten und Anregungen....

Mir gehts wieder "gut", war wohl alles zusammen, krank, Psycho und Entzug.

Jetzt hab ich aber gleich das nächste Thema, bzw. Frage:
Ich will ja dringend in die Psychosomatische nachdem ich den Alk im Griff hab.

Jetzt sagte die Suchtberatung das nach der Entgiftung die Entwöhnung kommt und mir war nicht klar das Entwöhnung Drogen/Suchtklinik heisst und natürlich auch erstmal bewilligt werden muß.

Die Rentenversicherung bewilligt mir aber auf keinen Fall 2 Therapien.....

Da ich aber auf jeden Fall so schnell wie möglich entgiften will, nächsten Mittwoch (hab die Nase sowas von voll im endeffekt wegen dem kalten Entzug noch Alk zu mir zu nehmen), hab ich beschlossen die "Entwöhnung" daheim zu machen, d.h. die 6Wochen bis zur Psychosomatischen, das trocken sein (und bleiben) allein hinzukriegen.

Die Psychosomatische verlangt das sowieso, aber egal ob mit oder ohne Klinik.

Hat jemand Erfahrung damit gemacht oder eine Meinung dazu?

Freu mich auf eure Antworten.....

Alles Liebe... bis denne

Tzili


Friedi Offline



Beiträge: 2.581

09.04.2010 08:38
#8 RE: Kalter Entzug antworten

Zitat
Gepostet von Tzili
... hab ich beschlossen die "Entwöhnung" daheim zu machen, d.h. die 6Wochen bis zur Psychosomatischen, das trocken sein (und bleiben) allein hinzukriegen.

Die Psychosomatische verlangt das sowieso, aber egal ob mit oder ohne Klinik.

Hat jemand Erfahrung damit gemacht oder eine Meinung dazu?



Hallo Tzili,

ich habe aus Unwissenheit kalt entzogen, wusste nicht, welches Risiko ich damit eingehe. Es war furchtbar, aber ich hatte Glück und bin ohne Schaden davon gekommen.

Ich bin anschließend zu den AA gegangen, anfangs drei Mal die Woche, habe Lebensgeschichten von Alkoholikern gelesen, wo immer ich welche fand und bin jetzt im achten Jahr rückfallfrei trocken.

Ins Meeting gehe ich immer noch durchschnittlich ein Mal wöchentlich. Außerdem stelle ich zusammen mit einer Gruppenfreundin alle zwei Wochen unsere SHG im Krankenhaus auf der Entgiftungsstation vor. Gerade nach diesen Krankenhausvorstellungen und Gesprächen mit Betroffenen bin ich nur noch dankbar und froh, dass ich vom Alkohol weg bin.

Langer Schreibe kurzer Sinn:
Es geht ohne LZT, wenn der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören, aus dem tiefsten Inneren kommt und du dir d i e Hilfe suchst, die du brauchst. Nur einfach den Alkohol wegzulassen, ohne 'begleitende Maßnahmen', ist auf Dauer eher nicht erfolgreich.

Friedi

____________________________________________________________________________________________________
Wenn du am Morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.
Marc Aurel


Sebastian H Offline



Beiträge: 7

09.04.2010 11:43
#9 RE: Kalter Entzug antworten

Hallo Friedi

um Mißverständnissen vorzubeugen, Tzili hat vor
Entgiftung in der Klinik 2 Wochen (?)
Entwöhnung daheim 4-5 Wochen
(Wegen der 6 Wochen Frist für die psychosomatische Klinik)
danach LZT 3 Monate...

Gruß Sebastian


septembersonne Offline




Beiträge: 5.735

09.04.2010 12:48
#10 RE: Kalter Entzug antworten

Zitat
Gepostet von Sebastian H
Hallo Friedi

um Mißverständnissen vorzubeugen, Tzili hat vor
Entgiftung in der Klinik 2 Wochen (?)
Entwöhnung daheim 4-5 Wochen
(Wegen der 6 Wochen Frist für die psychosomatische Klinik)
danach LZT 3 Monate...

Gruß Sebastian



Also Entgiftung (7-10) Tage ist mir schon klar, aber "Entwöhnung" allein daheim , wie soll das denn funktionieren

Eine stationäre Entwöhnungsbehandlung (meist 16 Wochen, kann auch noch verlängert werden)ist ein langer Prozeß, hier wird unter anderem auch die Wahrnehmungsfähigkeit unter Anleitung gezielt erweitert.

Die Erfolgsquoten von Entwöhnungsbehandlungen sind nicht so schlecht, wie oft vermutet.

Bei Alkoholabhängigen liegen sie kurzfristig bei 50-70%, mittelfristig immerhin bei 40-50%.

Ich habe vor fast 3 Jahren einen LZT gemacht und in der Klinik wurden auch psychosomatische Behandlungen durchgeführt.

Bei Patienten mit Doppeldiagnosen stand die Behandlung der Sucht im Vordergrund, macht für mich auch mehr Sinn.


LG

Manuela

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


prien42 Offline



Beiträge: 591

09.04.2010 13:17
#11 RE: Kalter Entzug antworten

Hier stimme ich manuela volkommen zu!!!!
also ich kenne des aus früheren sachen so:
entgiftung (in der regel 7 tage) übernimmt die jeweilige krankenkasse,die LZT ...in der regel de LVA!
weile se vorhin von 2 terapien geschrieben hatt!
de LZT zu hause zu absolvieren halte ich für unsinn!!!
in der klinik bekommt man durch das fachpersonal das wissen
vermittelt wie eine glückliche abstinenz aussieht & was du als betroffender zutun hast, damit rückfälle möglichst nich auftretten & es bei einer lebenslangen absinenz bleibt!
das geht nicht zu hause....uns schon garnicht im selbststudium!

was wir zutun haben wissen wir schon,man muss es nur noch anwenden:sly::sly::sly:


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2010 14:12
#12 RE: Kalter Entzug antworten

Zitat
Gepostet von septembersonne

Also Entgiftung (7-10) Tage ist mir schon klar, aber "Entwöhnung" allein daheim , wie soll das denn funktionieren



Warum soll eine Entwöhnung daheim nicht funktionieren?
Wenn der/diejenige vom Saufen dermassen die Schnauze voll hat, dass er Saufdruck widerstehen kann oder vielleicht gar keinen hat, dann steht dem meiner Ansicht nach nix entgegen.

Ich bin ohne Therapie 9 Jahre trocken...da kommen viele trotz Thera nie hin. Und ich bin bei weitem nicht der Einzige, der es so gemacht hat und dem es dabei gut gegangen ist.

Ich bin dafür, bei dem Thema bei der Wahrheit zu bleiben und nicht irgendwas zu erzählen, nur weil mans gerne glauben möchte.


Elefantino Offline




Beiträge: 4.207

09.04.2010 14:27
#13 RE: Kalter Entzug antworten

Recht hast Du, Minitiger.

Ich bin z.B. nach zwei Langzeit-Theras jeweils wieder rückfällig geworden. Trocken geworden bin ich im Anschluß an eine 21-tägige Entgiftung dann ohne weitere stationäre oder ambulante Therapie.

Meiner Meinung nach gibt es da keinen Königsweg, sondern nur individuell richtige Lösungen. Für mich gilt: Wer trocken wird und bleibt, hat es richtig gemacht, egal wie.

Für mich war wichtig, dass ich an dem Punkt angekommen war, wo ich mein alkoholisiertes Ich und meinen Gesamtzustand schlichtweg nicht mehr ertragen konnte. Wäre ich zu diesem Zeitpunkt in eine weitere Therapie gegangen, hätte das vermutlich auch funktioniert - ohne ging es dann aber eben auch.


LG

Christoph

Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche


F.W. Bernstein


Mary61 Offline




Beiträge: 6.128

09.04.2010 14:46
#14 RE: Kalter Entzug antworten

priem

auch ich hab keine thera gemacht.
aus heutiger sicht würd ich das aber tun,
das hätte mir vieles einfacher gemacht.

allerdings bin ich mir sicher,
das ich das ohne eine gruppe nicht geschaft hätte

mein tipp für dich,
wenn schon keine therapie,
dann eine selbsthilfegruppe in der du dich wohl fühlst
und zu der du vertrauen hast.

so ganz ohne unterstützung in den ersten trockenen monaten,
stell ich mir sehr schwer vor.

klappen kann das natürlich auch
so ganz ohne alles,
gibt einige "einzelkämpfer" hier, die es so geschafft haben

ich denke ohne meine gruppe, hätt ich es nicht.

lg, mary

--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden.
Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin.....
..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."


Kleinerfuchs Offline



Beiträge: 3.724

09.04.2010 15:04
#15 RE: Kalter Entzug antworten

Zitat
Gepostet von prien42
in der klinik bekommt man durch das fachpersonal das wissen
vermittelt wie eine glückliche abstinenz aussieht & was du als betroffender zutun hast, damit rückfälle möglichst nich auftretten & es bei einer lebenslangen absinenz bleibt!
das geht nicht zu hause....uns schon garnicht im selbststudium!



Ich bin in diesem Monat zwei Jahre trocken und habe einen von vielen möglichen Wegen gewählt, nämlich den von Dir für unmöglich erklärten Weg des
Selbsstudiums Zuhause. Ich habe keine Therapie gemacht- und werde diesbezüglich voraussichtlich auch keine mehr machen- und war bisher in keiner SHG.
Wenn Dir das Fachpersonal bereits mehrfach die "glückliche Abstinenz" erfolgreich eingetrichtert hat frage ich mich indess, wieso Du trinkst?


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