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Saufnix
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Dieses Thema hat 109 Antworten
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 Arbeitsplatz und Alkoholmißbrauch
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Kölnerin ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2009 16:10
#76 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Hi, klare Ansage - ich will da auch nicht hin. Daher habe ich mich in diesem Forum angemeldet. Bin aber bereit,mich acht Wochen lang foltern zu lassen, damit ich meinen Job zurück bekomme. Sei es nur für sechs Monate, dann nehme ich nur das Geld mit.

Zitat
Gepostet von vicco55
Hi Kölnerin,

kurz und knapp meine Empfehlung: laß es sein mit der Therapie in Tönisstein. So wie ich Deine Posts hier interpretiere, hast Du keinerlei Krankheitseinsicht (muß Du auch nicht). Ohne eine solche Einsicht biste wirklich fehl am Platz in einer "Trinkerheilanstalt" (Allein die Wortwhl ist schon diskriminierend).

Ich war vor zwölf Jahren in Tönisstein, am alten Ort noch im Brohltal. Was denkst Du, wie ich erstmal geflucht habe, als ich was von Doppelzimmer, von fehlendem TV ... gelesen habe. Letzendlich bin ich hin, weil ich was für meine Abstinenz tun wollte, weil ich was lernen wollte. Und stell Dir vor, ich habe auch die Doppelzimmer überlebt - im Gegenteil, die 8 Wochen waren das beste, was mir bis dahin in meinen damaligen 48 Jahren passiert ist.

Eine Prophezeiung kann ich ich Dir jetzt schon machen, mit der Einstellung, die Du hier zeigst, kriegste in Tönisstein keinen Fuß auf den Boden, hast nur Schwierigkeiten. Ich stell' mir grad die Kerstin vor, wie sie Dich in der Krabbelgruppe im Erstgespräch auseinandernimmt Bist Du Alkoholikerin? Wieviel hast Du getrunken? und und.. Dann der mündliche Lebenslauf in deiner Gruppe; wenn die 'Experten', Deine Mitpatienten Dich auseinander fieseln. Da ist völlig wurscht, was Du verdienst, für wen Du gearbeitet hast, welche Diplome Du hast. Da geht es nur um Dich - und das ist gut so.

Ich wünsche Dir gute Entscheidungsfindung
Viktor


Schneefrau Offline




Beiträge: 2.955

14.06.2009 16:12
#77 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Zitat
Ich glaube nach meinen Antworten nicht, dass dies das richtige für mich ist.



Hi an den Rhein!

ich habe mir aus bissi Zeit und Warterei hier nu mal deinen Thread durchgelesen und denke auch, dass du mit deiner Haltung zu dir selber und deinem Alkoholmissbrauch zur Zeit in einer Klinik wie der beschriebenen nicht richtig aufgehoben bist-liegt dann nicht an der Einrichtung selber, sondern ist dann ähnlich wie mit Psychothera, dass wenn du diese selber für lediglich "nicht-brauchendes-händchenhalten" und "alleine zu schaffen" abwertest, hat sie von Anbeginn an rein gar keinen Sinn...

Vielleicht hat sie/diese Therapiemöglichkeit ja zu einem anderen Punkt deiner Suchtkrankheit mit mehr innerer Abstinenzsehnsucht wieder einen- grade finde ich auch, dass du dich ledglich um deine Versorgungssituation nen Kopf machst, was im Kanon von Sucht allerdings nur ein Teilaspekt ist/sein kann.

Ev. intensivere Therasitzung zum Klären dessen, was du nebs dem Weitertrinken wirklich willst und brauchst, wäre sinnvoll.

Vielleicht liest man sich hier ja mal wieder, wenn du da angekommen bist- also am Entscheidungspunkt zum Thema Sucht- wo du freien und unverstellteren Blick auf dieses Handicap haben kannst

Schneefrau

--------------------------------------------------
First they ignore you, then laugh at you and hate you
Then they fight you, then you win
When the truth dies, very bad things happen
They're being heartless again

I know it's coming
There's gonna be violence
I've taken as much
As I'm willing to take

Why do you think
We should suffer in silence?
When a heart is broken
There's nothing to break

Tripping von Robbie Williams
( grade mein Motto-Song)


ulliulli Offline



Beiträge: 1.026

14.06.2009 16:31
#78 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

hallo kölnerin,

ich war 2007 in tönisstein und bei den vorstellungsrunden waren etliche da, die wiedereinstellungszusagen ihrer arbeitgeber hatten und manche gaben auch offen zu, nur wegen denen die 8 wochen "abreißen" zu wollen.

ihnen wurde klipp und klar gesagt, dass diese einstellung zum rauswurf führen werde, da die klinikstimmung nachhaltig gestört werden würde.

und glaube mir: es sind etliche geflogen, es wird einmal angezählt und wenn keine verhaltensänderung eintritt bist du tagsdrauf weg.

die klinik sieht sich nicht als willfähige gehilfin, dir ins mäntelchen der angeblichen abstinenz-bemühten zu helfen.

also ist der gang nach bad neuenahr für dich absolut unnötig.
ganz davon abgesehen: ich glaub, die sauna ist noch nicht repariert, der raucherbereich ist noch kleiner geworden und der fernseher auf dem zimmer kostet (dein eigenes) geld. zudem sind alle veranstaltungen - wie auch die mahlzeiten - pflicht, die anwesenheit wird überprüft.

urlaub ist das somit wirklich nicht.

für mich war es nur eines: 8 wochen hilfe, mein leben neu darzustellen und ohne alk weiter und vor allem wieder zu leben. für mich waren die 8 wochen die wichtigsten in meinem leben.
alles ne einstellungssache.

wünsche dir alles gute - du hast es in der hand,

ulli

"Wenn du laufen willst, lauf eine Meile.
Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, lauf einen Marathon" (Emil Zatopek)


Kölnerin ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2009 16:47
#79 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Ich habe in diesem Forum keine Antworten bekommen, ausgenommen diejenigen, dass Schreckliches auf mich wartet. Ich werde jetzt in mich gehen, wie weit ich mich foltern lassen möchte. Bislang war das nur sexuell - *editiert* oder so ähnlich. Ich habe keine Erfahrungen mit Psychofolter.


Die anonyme Alkoholikerin


Zitat
Gepostet von Grosser Bruder
Hi Kölnerin,

dann berühren dich die Fragen:

- trinken oder nicht trinken
- EU-Rente oder nicht
- alter Arbeitgeber oder neue Stelle
- Therapie oder nicht

doch nicht wirklich. Deinen Wunsch, Mutter zu sein, kann dir doch niemand erfüllen !?

Was für einen Sinn siehst du denn in deinem Leben?


LG
Werner


Kölnerin ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2009 17:00
#80 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Zitat
Gepostet von Grosser Bruder
Hi Kölnerin,

dann berühren dich die Fragen:

- trinken oder nicht trinken
- EU-Rente oder nicht
- alter Arbeitgeber oder neue Stelle
- Therapie oder nicht

doch nicht wirklich. Deinen Wunsch, Mutter zu sein, kann dir doch niemand erfüllen !?

Was für einen Sinn siehst du denn in deinem Leben?


LG
Hallo, bin heute supergefrustet. Habe aber gehört, was ich ohnehin schon wusste. Ich will nur meinen Job zurück. Sonst nichts. Weiss nicht, warum ich mich dafür in dieser Einrichtung foltern lassen soll. Würde gerne lieber den Platz an jemanden abtreten und meinen Perso dafür zur Verfügung stellen. Ich sterbe wohl besser. P.
Werner


hasenherz Offline




Beiträge: 245

14.06.2009 17:03
#81 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Es scheint sie also zu geben, die edlen Alkoholiker, die trocken werden, weil sie abgeschworen haben und die unwürdigen, die die Trockenheit berechnend für ihre Zukunft einkalkulieren. So zumindest klingen für mich die Antworten einiger.

Ich finde die Abwägungen, die die Kölnerin macht, durchaus legitim. Sie will (vielleicht) nichts mehr trinken bis zur Wiedereinstellung, ich wollte ursprünglich erst mal 3 Monate nichts mehr trinken, manche nehmen sich die nächsten 24 Stunden vor.

Ich fühle mich in der SHG nicht besonders wohl, gehe aber dennoch hin. Therapie ist auch noch nicht vom Tisch. Der Weg in die Trockenheit ist ein Entwicklungsprozess, ich habe für mich die "große Einsicht" auch nicht in der Lostrommel gefunden. Es kommt stückchenweise, indem ich es "gehen lasse", indem ich meinem Ratio nicht traue und darauf vertraue, dass dieser Weg tausenden trockenen Alkoholikern auch geholfen hat.

Zu Dir, Kölnerin, erst mal herzlich Willkommen. Was mich an Deinen Kommentaren etwas stört, ist das ständige Hervorheben Deiner beruflichen Qualifikation und der Personen, die Du kennst. Hast Du so wenig, an eigener Geschichte?

Ich lese aus Deinen Überlegungen, auch für die Möglichkeit keine Therapie heraus, dass Du Dich durch Arbeit und berufliche Erfolge definierst. Meinst Du, dass reine ehrenamtliche Tätigkeiten Dich auf Dauer befriedigen würden?

Wofür hast Du vor Gericht für einen Vergleich mit Wiedereinstellungsklausel gekämpft, wenn Du dann darauf verzichtest?

Du bist ein Kopfmensch und kannst immer neu entscheiden. Was hindert Dich also, eine Therapie zu machen und diese auch mit einer Offenheit, mglw. Dinge anzunehmen? Hirnwäsche in der Form, dass Du nicht immer wieder neu Deine Entscheidung ändern kannst, bekommst Du nicht.

Es könnte auch eine Chance sein.

Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist ja immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
(Theodor Fontane)


Kölnerin ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2009 17:13
#82 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Edelalkoholiker will lieber sterben, als Eurem gefällign Arbeitsethos weiter nachzugehen. Habe ausgesorg. 100.00 Euro lassen sich nicht so schnell verbrauchen, eine Rente von 1300 Euro ist verdient. Warum sollte ich mich in der Klinik Tönisstein also foltern lassen? Petra

Zitat
Gepostet von hasenherz
Es scheint sie also zu geben, die edlen Alkoholiker, die trocken werden, weil sie abgeschworen haben und e Zukunft einkalkulieren. So zumindest klingen für mich die Antworten einiger.

Ich finde die Abwägungen, die die Kölnerin macht, durchaus legitim. Sie will (vielleicht) nichts mehr trinken bis zur Wiedereinstellung, ich wollte ursprünglich erst mal 3 Monate nichts mehr trinken, manche nehmen sich die die unwürdigen, die die Trockenheit berechnend für ihrnächsten 24 Stunden vor.

Ich fühle mich in der SHG nicht besonders wohl, gehe aber dennoch hin. Therapie ist auch noch nicht vom Tisch. Der Weg in die Trockenheit ist ein Entwicklungsprozess, ich habe für mich die "große Einsicht" auch nicht in der Lostrommel gefunden. Es kommt stückchenweise, indem ich es "gehen lasse", indem ich meinem Ratio nicht traue und darauf vertraue, dass dieser Weg tausenden trockenen Alkoholikern auch geholfen hat.

Zu Dir, Kölnerin, erst mal herzlich Willkommen. Was mich an Deinen Kommentaren etwas stört, ist das ständige Hervorheben Deiner beruflichen Qualifikation und der Personen, die Du kennst. Hast Du so wenig, an eigener Geschichte?

Ich lese aus Deinen Überlegungen, auch für die Möglichkeit keine Therapie heraus, dass Du Dich durch Arbeit und berufliche Erfolge definierst. Meinst Du, dass reine ehrenamtliche Tätigkeiten Dich auf Dauer befriedigen würden?

Wofür hast Du vor Gericht für einen Vergleich mit Wiedereinstellungsklausel gekämpft, wenn Du dann darauf verzichtest?

Du bist ein Kopfmensch und kannst immer neu entscheiden. Was hindert Dich also, eine Therapie zu machen und diese auch mit einer Offenheit, mglw. Dinge anzunehmen? Hirnwäsche in der Form, dass Du nicht immer wieder neu Deine Entscheidung ändern kannst, bekommst Du nicht.

Es könnte auch eine Chance sein.


vicco55 Offline




Beiträge: 2.562

14.06.2009 17:15
#83 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Hi Hasenherz,

soweit ich den Thread gelesen habe, spricht keiner der Kölnerin die Freiheit ab, sich zu entscheiden zwischen den div. Optionen. Im Gegenteil, der Tenor ist doch, greif Dir die Rente ab und schau erst mal weiter, sprich trink weiter.

Ich rate ihr lediglich von der Option Therapie mit ihrer derzeitigen Einstellung ab. Für wen Therapie 'Folter' ist ... naja, ich bin lieber ruhig, sonst muß Nuela eingreifen.

Meine Kristallkugel zeigt eine Frau, die noch einige Runden im Suchtkarusell drehen möchte. Die seien ihr von Herzen gegönnt.(*)

Gruß
Viktor


(*)Irgendwer muß doch noch Alkoholsteuer zahlen. Stell Dir mal vor, keiner raucht und säuft mehr. Der arme Finanzminister


Grosser Bruder Offline




Beiträge: 5.002

14.06.2009 17:20
#84 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Hi Kölnerin,

Zitat
Hallo, bin heute supergefrustet.



Vielleicht solltest du jetzt mal Pause machen.
Und eine SHG suchen, die zu dir passt, ist sicher nicht verkehrt. Du hast doch zum einen Zeit und außerdem nichts zu verlieren - sagst du jedenfalls selber.


LG
Werner

----------------------------------------------------------------
It's nice to be a Preiss, it's higher to be a Bayer


hasenherz Offline




Beiträge: 245

14.06.2009 17:24
#85 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Edelalkoholiker will lieber sterben, als Eurem gefällign Arbeitsethos weiter nachzugehen. Habe ausgesorg. 100.00 Euro lassen sich nicht so schnell verbrauchen, eine Rente von 1300 Euro ist verdient. Warum sollte ich mich in der Klinik Tönisstein also foltern lassen? Petra

Warum nicht?

Kohle beruhigt, aber sie macht nicht glücklich.

Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist ja immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
(Theodor Fontane)


hasenherz Offline




Beiträge: 245

14.06.2009 17:26
#86 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Zitat
Gepostet von vicco55
Hi Hasenherz,

soweit ich den Thread gelesen habe, spricht keiner der Kölnerin die Freiheit ab, sich zu entscheiden zwischen den div. Optionen. Im Gegenteil, der Tenor ist doch, greif Dir die Rente ab und schau erst mal weiter, sprich trink weiter.

Ich rate ihr lediglich von der Option Therapie mit ihrer derzeitigen Einstellung ab. Für wen Therapie 'Folter' ist ... naja, ich bin lieber ruhig, sonst muß Nuela eingreifen.

Meine Kristallkugel zeigt eine Frau, die noch einige Runden im Suchtkarusell drehen möchte. Die seien ihr von Herzen gegönnt.(*)

Gruß
Viktor


(*)Irgendwer muß doch noch Alkoholsteuer zahlen. Stell Dir mal vor, keiner raucht und säuft mehr. Der arme Finanzminister



Moin Vicco,

genau dies stört mich aber. Muss man wirklich für immer abgeschworen haben, um eine Therapie zu machen? Die Therapie selbst ist doch die eigentliche Chance, in die richtige Richtung geschubst zu werden. Viele Einsichten kommen doch erst damit.

LG
Hase

Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist ja immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
(Theodor Fontane)


dry68 ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2009 17:31
#87 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Zitat
Gepostet von hasenherz
Edelalkoholiker will lieber sterben, als Eurem gefällign Arbeitsethos weiter nachzugehen. Habe ausgesorg. 100.00 Euro lassen sich nicht so schnell verbrauchen, eine Rente von 1300 Euro ist verdient. Warum sollte ich mich in der Klinik Tönisstein also foltern lassen? Petra

Warum nicht?

Kohle beruhigt, aber sie macht nicht glücklich.


Hi HH,
schon der Vergleich Geld und Therapie geht völlig am Zweck einer solchen Vorbei

Warum fängst du jetzt auch schon damit an?


Gruß
Dirk


grufti Online




Beiträge: 3.482

14.06.2009 17:33
#88 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Hallo,

ich habe den Thread etwas auf mich wirken lassen und mir vorgestellt, was für ein Mensch da am anderen Ende der Leitung sitzt und was in ihm vorgeht.

Dass die Eingangsfrage ein schlechter Scherz ist, glaube ich jetzt nicht mehr.

Und wenn ich davon ausgehe, dass das

"Mein Ex-Mann ist vom vierten Stock gesprungen - alkoholisiert. Heute Schwerstbehindert. Ich leide, weil ich mir die Schuld gebe - Koalkoholikerin."
und das

"Das Kind stirbt in deinem Bauch, es gibt aber keinen natürlichen Abgang auf der Toilette mit viel Blut. Du musst also ins Krankenhaus und das ganze wegschaben lassen, damit du keine Infektionen erleidest. Es war immer ganz schrecklich, ein totes Baby im Bauch zu haben."

stimmt, dann denke ich:

Hier schreibt ein Mensch, der schon einiges mitgemacht hat, nun auch noch ein massives Alkoholproblem hat und deswegen die Arbeit verloren hat.

Eine ziemlich verzweifelte Situation, die er sich durch pseudointellektuelle Überlegungen (siehe die Pro- und Kontro-Liste) schönredet oder erträglich gestalten will.

Und deswegen finde ich es gut, dass sich dieser Mensch hier angemeldet hat, auch wenn's noch etwas dauern wird mit der Erkenntnis, dass das eigentliche Problem ein ganz anderes ist als im Eingangspost beschrieben.

Auch jetzt bleibe ich dabei, dass dir die Therapie im MOment wohl nichts bringen würde.

Meiner Meinung wäre aber ein Ansatz, wenn du über diese Aussage

"Ich habe in diesem Forum keine Antworten bekommen, ausgenommen diejenigen, dass Schreckliches auf mich wartet."

etwas nachdenken würdest. Du hast hier eine ganze Reihe von sinnvollen Antworten bekommen, du erkennst es nur noch nicht.

Übrigens:

Meiner Erfahrung nach erwartet dich wirklich Schreckliches, wenn du weitertrinkst. Bis zur Kapitulation ist es u.U. ein weiter Weg, gerade bei "kopfgesteuerten" Menschen.

Ich wünsche dir alles Gute und vielleicht schaffst du es ja, hier im Forum zu bleiben, auch wenn dir die Antworten nicht immer schmecken.

In diesem Sinne...

Liebe Grüße vom Grufti!
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)


hasenherz Offline




Beiträge: 245

14.06.2009 17:36
#89 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

Zitat
Gepostet von dry68

Zitat
Gepostet von hasenherz
Edelalkoholiker will lieber sterben, als Eurem gefällign Arbeitsethos weiter nachzugehen. Habe ausgesorg. 100.00 Euro lassen sich nicht so schnell verbrauchen, eine Rente von 1300 Euro ist verdient. Warum sollte ich mich in der Klinik Tönisstein also foltern lassen? Petra

Warum nicht?

Kohle beruhigt, aber sie macht nicht glücklich.


Hi HH,
schon der Vergleich Geld und Therapie geht völlig am Zweck einer solchen Vorbei

Warum fängst du jetzt auch schon damit an?


Gruß
Dirk




Womit fange ich denn an?

Ich setze mir hier nur nicht den Heiligenschein auf und behaupte, dass meine Gründe, nicht mehr zu saufen, absolut edel waren. Klar wollte ich nicht mehr, aber es gibt auch noch mehr Gründe, die dagegen gesprochen haben.

Die Ansichten der Kölnerin teile ich nicht, aber es steht mir schlichtweg nicht zu, sie deswegen zu verurteilen.

Bei Deinen Posts bekommt man mittlerweile den Eindruck, Du hast das Nichttrinken erfunden.

Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist ja immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
(Theodor Fontane)


hasenherz Offline




Beiträge: 245

14.06.2009 17:38
#90 RE: Rückfallquoten bei Alkoholikern Thread geschlossen

@ Grufti,

genau das denke ich auch!

Gleichermaßen meine ich jedoch weiterhin, dass eine Therapie nicht schaden kann, egal aus welchen Motiven. Wieviele Alkoholiker haben 2 und mehr gemacht, bis sie es gepackt haben.

Es reicht (für meine Sicht der Dinge), dass die Kölnerin einfach mal eine andere Sicht der Dinge gezeigt bekommt und immerhin trinkt sie dann mal 2 Monate nichts.

Das, was wir ein böses Gewissen nennen, ist ja immer ein gutes Gewissen. Es ist das Gute, was sich in uns erhebt und uns bei uns selber verklagt.
(Theodor Fontane)


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