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Saufnix
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Dieses Thema hat 42 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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uta111 Offline



Beiträge: 2.325

17.09.2008 14:09
#16 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Zitat
aber münchen bietet ja auch noch andere möglichkeiten als das oktoberfest!und sicherlich auch solche, auf denen weniger alkohol fließt!




Ich bin mir ziemlich sicher das München Möglichkeiten bietet auf denen garkein Alkohol fließt !

Z.B. die Frauenkirche mit einem unverwechselbaren Ausblick über die Dächer der Altstadt, der bei schönem Wetter sogar die ersten Alpenketten erkennen lässt.

Viel Spaß dort.

LG UTA

Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.


septembersonne Offline




Beiträge: 5.741

17.09.2008 14:14
#17 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Nun ich glaube nicht das mein Rat zu früh kommt. Wir wissen ja alle wie es so auf dem Oktoberfest zugeht und wie "Komasaufen" enden kann. Vielleicht ,Katrina denkt Deine Freundin ähnlich und hat das gleiche Problem.

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Das Leben ist schön, von " einfach " war nie die Rede.


HeinerHH Offline




Beiträge: 724

17.09.2008 14:49
#18 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Hi



und gleich zwei Fäden aufgemacht.

Nun ja inhaltlich sage ich mal so:
Mein Alk Papst Simon Borowiak, war laut eigenen Bekunden Auch "Quartalssäufer". So einmal alle 21 tage sich die kante geben, aber nicht mehr bestimmen können, wann Schluss ist.

Und durch das Anmelden und heir posten merkst du ja selber, dass du unsicher bist.

Ne Ferndiagnose ist schwierig, aber Suchtberatung kann ergooglet werden und ist anonym!

Und beißen tun die auch nicht, die helfen dir!
;-)

Wie gesagt, ob du abhängig trinkst, kann dir keiner im Internet sagen!

LG

Seit dem 10.03.06 trocken...
Immer noch trocken


Ingmarie Offline




Beiträge: 3.829

17.09.2008 14:49
#19 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Zitat
Gepostet von uta111
Z.B. die Frauenkirche mit einem unverwechselbaren Ausblick über die Dächer der Altstadt, der bei schönem Wetter sogar die ersten Alpenketten erkennen lässt.
[/b]


Liebe Uta,
aus der Sicht meiner heutigen fast 43 Jahre gebe ich Dir völlig recht - das ist auch was Tolles.
Als junge lebenshungrige Frau wie Katrina - mit grad mal 26 Jahren - (hiermit ein herzliches für Dich!) hätte mir das Anbieten dieser in meiner damaligen Wahrnehmung faden und grottenlangweiligen "Alternative" zu pulsierendem Nightlife wohl nur ein müdes, verächtliches Lächeln entlockt...

Ich war lange Jahre von 20 bis 32 Jahren selber ein Teil gerade der Münchner "Partyszene" und habe damals sicher nicht die Erlebniswelt der Sehenswürdigkeiten und schönen Aussichten gesucht - die warn mir damals ziemlich egal - ich wollte nachts "dabeisein", schick sein, lebenslustig, locker draufsein, tanzen, lachen, flirten, unverbindlich Spaß haben, Glamour, die Lichter der Stadt, das sexy Lebensgefühl der unbeschwerten Leichtigkeit des Seins, das Gefühl, jung und unbesiegbar zu sein - die Welt gehört mir, die Männer (und je nach Location auch die Fraun..) liegen mir zu Füßen und mein inneres Feeling fährt um die Wette Karrussell mit den Rhtythmen, Klängen, Farben, Berührungen, Blicken und Bewegungen... immer schneller und schneller.... der "Rausch der Nacht"...- *räusper* naja, so ungefähr
- all das, was das Nachtleben halt so ausmacht ....
Nun, das Oktoberfest tät ich persönlich mir auch mit noch so gefestigtem Abstinenzentschluss grad am Anfang ganz sicher nicht an, schon gar nicht abends. Und auch heute - ein paar promillefreie Jahre später, nach meinem Anfangen vom Aufhören - würd ich schon deswegen nicht mehr hingehen, weil das einfach nicht meine Welt ist und auch nie war - auch im Suff hats mir dort nie gefallen - gefallen hat mir auch da nur der oben geschilderte "Nightlife"-Aspekt daran.

Was ich Dir, Katrina - aber sagen mag ist: Ich kam übers Party/NightlifeSaufen zum abhängigen Trinken.

Am Anfang des Trinkenaufhörens ist da schon wegen der Verknüpfung im Kopf Ausgehen ein echter Krisenherd. Aber nach und nach, wenn Dir ernst ist, wirst Du merken, dass ALLES DAS was ich oben geschlildert habe dadurch nicht unmöglich wird - im Gegenteil... das Feeling gibts auch nüchtern... nur wirst Du vielleicht dann Deine Locations udn Deine Begleitung kritischer wählen.

Aber auch das Leben in alkoholischer Abstinenz kann MINDESTENS genauso intensiv, sexy, rauschhaft, lebensprall, gefühlsgeladen, leidenschaftlich, erlebnisreich, lustvoll, geballt undundund.. sein - ist aber - so find ich - eher was für Fortgeschrittene in puncto Nüchternheit.

Denn bevor Du nüchtern tanzen kannst, würd ich erstmal nüchtern "laufenlernen", so im übertragenen Sinne, verstehst Du - im ganz normalen Alltag und in ner längerfristigen Übungsphase.. .

So lang Du da noch so (verständlicherweise!) schwammige, wacklige Knie schon alleine beim Durch- und ZuDir-Stehen hast, empfehle ich aus eigener Erfahrung, solche Triggersituationen zu meiden.

Sag Deiner Freundin, was Dich bewegt. Offen, ehrlich. Wenn Deine Freundin echt eine Freundin ist, dann wird sie Dich nicht in eine Situation drängen, die in letzter Konsequenz für Dich schädlich bis tödlich sein kann.

Ein wahrer Freund will, dass es Dir gutgeht.

ich wünsch Dir alles Liebe und grüß mir München wenn Du fährst - da gibts so einige Locations wo ich heute gerne wieder hinginge, und da sind so einige dabei, die auch für eine Frischabstinente zu "meistern" sind.... die gibt es nämlich sehr wohl und auf die würd ich mich - statt Oktoberfest - wenn überhaupt erstmal verlegen.
...und beobacht ruhig auch mal in den Nobel- und NichtsoNobeldiscos dort die WIRKLICH tollen Frauen - die trinken... ...WASSER!

LG
IngMarie
Ex-Königin der Münchner Nacht...

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Einfach tun.
Der beste Zeitpunkt dafür: immer genau jetzt.


uta111 Offline



Beiträge: 2.325

17.09.2008 15:49
#20 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Liebe IngMarie !

Zitat
Liebe Uta, aus der Sicht meiner heutigen fast 43 Jahre gebe ich Dir völlig recht - das ist auch was Tolles.




Stimmt..ist sehr sehr schön dieses Gemäuer und interessant war es für mich bei der Führung zu erfahren, das kein Gebäude in der Innenstadt die beiden Türme des Münchner Wahrzeichens überragen darf

Zitat
Als junge lebenshungrige Frau wie Katrina - mit grad mal 26 Jahren - (hiermit ein herzliches http://bilder.nexusboard.net/1381/willkommen.gif für Dich!) hätte mir das Anbieten dieser in meiner damaligen Wahrnehmung faden und grottenlangweiligen "Alternative" zu pulsierendem Nightlife wohl nur ein müdes, verächtliches Lächeln entlockt...



Da gebe ich Dir auch vollkommen Recht.
Dein Beitrag in der Gesamtheit ist mal wieder sehr treffend !


LG UTA

Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.


katrina ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2008 21:34
#21 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

hallo,

nochmal vielen dank für die weiteren beiträge und das herzliche willkommenheißen...

ingmarie, du hast es sehr passend und präzise formuliert, was es ist, dass mich am nachtleben immer wieder so reizt. es geht um die spannung, das sehen und gesehen werden, sich in die nacht fallen lassen, etc. und leider habe ich mir in disesem zusammenhang das alkoholtrinken angewöhnt...als jugendliche war ich zunächst recht schüchtern. bald merkte ich dann, dass meine hemmungen und ängste verschwinden wenn ich was trinke, dass ich dann leichter jungs kennenlerne, mich eher mit fremden unterhalte, usw. ich bin somit beim trinken geblieben wenn es auf parties ging. nur leider hat es sich schnell ins gegenteil gekehrt...denn klar lernt man betrunken eher leute kennen. doch was für welche? und natürlich redet man freier und mehr? doch welchen stuss teilweise? das locker werden am anfang des abends schlägt schnell in unangenehmes verhalten um. deswegen hast du sicher recht damit, ingmarie, wenn du sagst, dass die wirklich tollen frauen wasser trinken!


Ingmarie Offline




Beiträge: 3.829

17.09.2008 22:54
#22 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Liebe Katrina, Du erinnnerst mich ganz ungemein an mich - all das hätt ich vor 16 Jahren sein können.

Auch ich hab übrigens den Alk zuerst als Katalysator für menschliche und männliche Kommunikationsanbahnung benutzt...
ich hab das schon in verschiedenen Beiträgen beschrieben, vielleicht liest Du ja mal den hier -->KLICK, das dürfte dir streckenweise bekannt vorkommen, oder? Und lies ruhig auch den: -->KLICK - auch da wusste ich genau, wovon ich schreibe...
Als ich so alt war wie Du - da hatte ich übrigens grad erstmal meinen ersten "richtigen" Rausch...

An dem Punkt, an dem Deine Schilderung eben endet - da ging es bei mir noch gute vier Jahre in dem Tenor weiter. Ich bildete mir ein, durch eine im Suff leichtfertig-lieblos-billigend und nicht vernünftig verhütete Schwangerschaft (von einem Mann, den ich nüchternen Kopfes nie auch nur meine Schulter hätte küssen lassen und den ich in der sechsten Schwangerschaftswoche schon - übrigens dennoch zum Glück. - in die Wüste schickte) könnte diesem Lebenswandel ein Ende setzen, also krieg ich das Kind mal und denk, dann wird alles anders, alles besser... gleich auch noch die Stadt gewechselt, und schon konnts losgehn mit dem neuen Leben, dacht ich...

Klar - Ausgehn war nicht mehr, insoweit ging der Plan auf - ich saß pleite, mutterseelenallein, überfordert und selbstmitleidig mit einem plärrenden, dreieinhalb endlose Jahre nicht durchschlafenden Bündel Mensch in einer fremden Stadt und ... soff halt dann zuhause. "Grund" hatte ich dann ja genug...

Es ging weiter in einer hastig-übereilt geschlossenen Ehe mit einem ebenfalls dem Trunk äußerst zugeneigten, zwar recht lieben aber mir sonst eigentlich gänzlich unbekannten und seelenfernen Herrn, eine Schnaps-Idee fürwahr... nüchtern und im "Vollbesitz unserer geistigen Kräfte" hätten wir uns beide nie und nimmer erwählt... und sind heute auch nicht mehr verheiratet. Aber das ist ne andre Geschichte...

Diese Begegnung und Verbindung mit dem Sofortauch-Ehemann (das mit der unreflektierten Blitzhochzeit unter Alkeinfluss kann halt nicht nur Britney Spears!) das waren letztlich zwei im Sprit Ertrinkende, die sich gegenseitig versuchten rauszuziehn und dadurch nur noch schneller absoffen..
Es war verbunden mit einem ad-hoc-Umzug von über 600 Kilometern, in der selbstbetrügerischen Hoffnung, mir selber und meinem selbstzerstörerischen Verhalten zu entfliehen. Wieder glaubte ich, dass dann bestimmt alles irgendwie besser wird und ich mich dann - mit nem Mann und Familie und so - "zusammenreißen" es halt nicht mehr so "übertreiben" und "im Griff haben" können würd. Das schaffte ich genau sechs Wochen lang, dann war mir und auch dem Manne klar, dass ich ein ernstes Problem hatte und schon längst keine Kontrolle mehr hatte. "Grund" war da unter andrem auch die verzweifelte aber zu späte Erkenntnis, was ich mir mit dieser Entscheidung für das Zusammenleben mit diesem Mann da überhaupt angetan hatte...
Die schon langgehegte Einsicht allein allerdings - dass ich Alkoholikerin bin - die war für sich auch noch nix wert - es folgte im Gegenteil dann erst so richtig die akute Glanzzeit meiner richtig heftigen Saufzeit, ich trank "auf Abriss" und verheerender denn je; funktionierte zwar noch irgendwie, fast ein Jahr lang, aber es war allen klar, dass ich zugrunde geh wenn ich so weitermache......

Zehn Jahre von dem Punkt entfernt, an dem Du heute stehst - also mit 36 Jahren - da brach ich , die strahlende Glamour-Queen von einst - dann morgens um acht als Schatten meiner selbst weinend am Küchentisch zusammen, in meiner Kaffeetasse das zweite Viertel Wein, das mir schon beim würgend verprusteten ersten Schluck wieder brennend aus der Nase herauslief und mir übers zitternde Kinn troff, vermischt mit meinen Tränen und Rotz - und schier kaputtgehend vor Scham und Verzweiflung, weil ich gerade mein Kind mit der Taxe in den Kindergarten fahren ließ, weil ich selbst nicht mehr dazu in der Lage war, sie sicher hinzubringen.

All die Horrorszenarien, die Peinlichkeiten, die Schmach und vor allem die entsetzlichen Angstzustände und Schamgefühle, die inneren Nöte und die Panik die ich die letzten zwei so richtig heftig nassen Jahre bis zu diesem Punkt meines Lebens dann aufgrund meiner Hardcore-Sauferei erlebte und durchmachte, die würden allein ganze Threadseiten füllen.

Aber ich hoffe, es reicht auch so, um ein wenig nachzuvollziehen, warum es mich so anspricht, Dich zu lesen und warum ich Dir gerne aufzeigen möchte, wie das denn so weitergehen könnte, was harmlos mit ein bissel Lockermachen angefangen hat.....

Ich finds darum unendlich gut, dass Du so früh hier aufschlägst... ich wünsche selbst dem größten Unsympathen, und schlimmsten Feind nicht, dieses elende Hundeleben in der Hölle auf Erden zu führen (sie ist nicht heiß und trocken, die Hölle - sie ist NASS) und sich so entsetzlich zu fühlen, wie ich es in meiner Endphase tat.

Und ich wünsche Dir, es bleibt Dir erspart. Kümmer Dich gut um Dich - Du hast Dich nur einmal....

Liebe Grüße
IngMarie

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Einfach tun.
Der beste Zeitpunkt dafür: immer genau jetzt.


katrina ( gelöscht )
Beiträge:

17.09.2008 23:47
#23 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

hallo ingmarie,

danke auch für deinen neuen beitrag. in deinen älteren habe ich auch gelesen und in folgenden beschreibungen von dir konnte ich mich in der tat nahezu identisch wiederfinden:


"...er war zum Beispiel mein Aphrodisiakum, damit ich jene lieben oder zumindest begehren konnte, die ich nüchtern vielleicht gar keines Blickes gewürdigt hätte ... um mir so die Illusion von Nähe, Wärme und Selbstwert vorzugaukeln...
...mein Stimmungsmacher um meine Hemmungen und Unzulänglichkeitsgefühle zu überspielen...
...der Alkohol war auch mein Wundpflaster für jegliche Aufschürfung von Herz und Seele...
...mein geschmeidiger Balsam, um reibungslos jedem Konflikt aus dem Weg zu gehen...
...war mein Psychopharmakon um (unnötig viel) Mut für das zu finden was ich mich sonst nicht traute.."

genauso ist es auch bei mir...der alkolhol bringt mich dazu mich in eine andere, fremde, dem realen leben ferne welt zu bringen. ein leben in dem ich zumindest für eine weile glaube, dass alle mir nahe sind, und ich mutig, unendlich kontaktfreudig und begehrt bin. doch das erwachen am nächsten tag zerstört die illusion und ist umso dunkler! gibt es traurigeres als mit trockenen mund, pochendem kopfschmerz und verschmiertem make-up wach zu werden und nicht zu wissen wer eigentlich noch genau die person ist, die da neben einem liegt...?!

du schreibst es sei gut, dass ich jetzt schon hier auftauche...und das stimmt sicher. doch ist es meines erachtens so früh auch nicht, bedenkt man, dass ich dieses leben nun schon fast 10 jahre führe...

gerade auf der beziehungsebene habe ich vieles dadurch nüchtern gar nicht erlernt. erste küsse, erste dates...allgemein jemanden kennenlernen, gefühle bekennen. das alles hing für mich mit alkohol zusammen...genauso wie tanzen, o.ä. das alles muss ich im nüchternen zustand erst neu lernen!


Juma63 Offline




Beiträge: 2.638

18.09.2008 08:21
#24 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Liebe Ingrid!

Für den Beitrag #22 meinen und und

Fast habe ich mit an Deinem - GsD längst nicht mehr aktuellen - Küchentisch gesessen...nur, dort hast nicht Du gesessen, sondern meine beste Freundin.

Ich hoffe, sie wird diesen Thread irgendwann mal lesen. Sie liest seit einiger Zeit als Gast.


Dir liebe Katrina würde ich wünschen, dass Du den Absprung jetzt schaffst und nicht erst 10 oder 20 Jahre später.

Der Gewinn, den die Trockenheit mir (Dir) bringt, ist mit Gold nicht aufzuwiegen und ein klares, ungefiltertes, echtes Gefühl, dass Du Dir selbst bewusst und ohne nachträgliche Scham empfinden kannst, ist der Hauptgewinn.

"Nüchterne" Gefühle, egal, welcher Natur - ich möchte sie nicht mehr missen. Die schönen leidenschaftlichen schon mal gar nicht - eh klar , aber auch die traurigen, wütenden, enttäuschten oder verletzten Gefühle bringen mich heute weiter - sogar ein Stück näher zu mir - da ich sie wach und unverschleiert reflektieren kann , wo ich früher nur "weggespült" hätte, um kurze Zeit später am selben Punkt anzukommen.

Liebe Katrina, Ingrid hat es so schön gesagt:

Zitat
Kümmer Dich gut um Dich - Du hast Dich nur einmal....



Warte nicht mehr, unsere Lebenszeit ist unersetzbar. Und weils so gut passt, möchte ich hier die Signatur eines von mir sehr geschätzten Boardmitglieds verwenden:

Das Leben ist keine Generalprobe, es ist die Uraufführung.

LG,

Sabine

Liebe bedeutet, jemanden zu haben, der unsere Vergangenheit versteht, an unsere Zukunft glaubt und uns heute so annimmt wie wir sind. :love3:




Komm auf die Hufe, die ersten Hände, die helfen können, stecken in den eigenen Hosentaschen! Zitat Nonick


katrina ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2008 10:00
#25 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

nochmals vielen lieben dank für eure beiträge, dich mich in meiner einsicht und in meinem entschluss schon sehr bestärkt haben. ich sehe ein schönes wochenende in münchen vor mir...gleich werde ich noch einen reiseführer in der bibliothek ausleihen, und mir einiges heraus suchen was ich sehen will. und das oktoberfest gehört nicht dazu!

in diesem sinne werde ich mich für die nächsten tage verabschieden und sonntag berichten, wie es mir so ergangen ist!!


Soulstorm ( gelöscht )
Beiträge:

18.09.2008 10:08
#26 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Hallo Ingmarie,

Ein toller Beitrag, wie schon so oft !

liebe Grüße

Soul


katrina ( gelöscht )
Beiträge:

20.09.2008 20:28
#27 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

da bin ich wieder...zurück aus münchen. und ohne besuch auf dem oktoberfest, und ohne alkohol getrunken zu haben. allerdings musste ich frühzeitig fahren, da die freundin, die ich besucht hab unbedingt dorthin wollte, und sich nicht von dem plan abbringen ließ. obwohl ich ihr sagte, dass es mir in letzter zeit nicht gut geht und ich keinen alkohol trinken will. das hat mich sehr traurig gemacht denn schließlich bin ich nach münchen gefahren um sie zu sehen und nun hatte sie kaum zeit für mich und hat das bayrische massenbesäufnis einer stadtbesichtigung mit mir vorgezogen..
vielleicht ist es (zumindest in manchen fällen) doch nicht so ganz falsch, dass man abstand von seinen alten freunden nehmen muss?! zumindest von denen mit denen ich in erster linie das interesse "auf parties trinken" gemein hatte...


Ingmarie Offline




Beiträge: 3.829

20.09.2008 20:43
#28 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Wow, Katrina, das war sicher schwer!
... aber richtig...! .. kannst stolz sein, Du hast sehr eigenverantwortlich gehandelt - genau so gehts!!!

und weisst Du... die "Freunde" - die das Trinken vorziehen und Deine Akzeptanz vom Mittrinken abhängig machen... klingt vielleicht jetzt böse von mir: aber wenn Du durch ihren Einfluss "gerechtfertigt" lieber so weitermachst, dann denk dran:

... SIE gehen nicht an Deiner Stelle für Dich durch die Hölle eines jedesmal schlimmer werdenden Entzugs, DIE gehen nicht für Dich in die Entgiftung, DIE gehn nicht für Dich ins Krankenhaus... DIE gingen auch nicht anstelle für Dich in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie... und SIE gehn nicht für Dich auf den Friedhof, wenn Du denn vielleicht irgendwann da oder dort an diesen Orten landen wirst...

Liebe Zurückwillkommensgrüße
von
Ingmarie

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Einfach tun.
Der beste Zeitpunkt dafür: immer genau jetzt.


katrina ( gelöscht )
Beiträge:

20.09.2008 21:09
#29 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

ja, leicht war es nicht einfach wieder zu fahren...und sehr traurig halt. weil man eine freundschaft oder die illusion einer freundschaft aufgeben musste. kurz hatte ich auch mit mir gerungen, und überlegt mitzugehen, so "einmal noch"! doch dann habe ich mir bewusst gemacht wie ich mich im nachhinein fühlen würde, und wie viel besser es mir gehen wird mit klarem kopf und ohne kater zurück nach köln zu kommen! und so war es dann auch. aber es war schon hart zu merken, wie ich plötzlich ausgegrenzt wurde als ich sagte ich wolle diesmal nicht mit feiern gehen, nicht trinken...die freundin sagte mir, dann hätte ich nicht während des oktoberfestes kommen dürfen, das könne sie keinesfalls ausfallen lassen, entweder ich müsse mitkommen, oder alleine was machen. da habe ich mich entschlossen zu fahren...das oktoberfest dauert drei wochen, sie wohnt in münchen. mich hatte sie seit einem jahr nicht gesehen...wie wichtig kann so ein partytag sein, dass an dafür seine freundin (der es offensichtlich gerad nicht besonders gut geht) stehen lässt?! und gleichzeitig habe ich mich in tausend vergangenen situationen gesehen, in denen ich genauso oder ähnlich gehandelt hatte wie sie! die party, das vergnügen, der rausch geht üner alles. ohne rücksicht auf verluste! und dieses verhalten kommt mir nun so erbärmlich vor...das will ich nicht mehr! das kann doch kein lebensinhalt sein!


Grosser Bruder Offline




Beiträge: 5.007

20.09.2008 21:16
#30 RE: Partytrinken oder Abhängigkeit? antworten

Hi Katrina ,

Zitat
...die party, das vergnügen, der rausch geht üner alles. ohne rücksicht auf verluste! und dieses verhalten kommt mir nun so erbärmlich vor...das will ich nicht mehr! das kann doch kein lebensinhalt sein!


Hast du vollkommen Recht, ist auch kein Lebensinhalt.
Und im Übrigen: hast du gut gemacht, richtig .


Liebe Grüße
Werner

P.S.

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