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Saufnix
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Dieses Thema hat 305 Antworten
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 Deine eigene Alkoholkarriere
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Theo45 Offline




Beiträge: 1.963

06.06.2008 17:54
#31 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Und nun ?
Am Mittwoch versuchte meine Frau in die die Tagesklinik zugehen ,Doch eine Panik-Attacke Führte zum stationären Aufenthalt. Was mach ich nun mit meinem Schlechtem gewissen. Hätte es nicht anders kommen können . War es Falsch an mir und Meiner trockenheit weiter zuarbeiten -fesrzuhalten. Jet´zt hab i´ch die Gedanken an Alkohol ??

Lebe den Tag und las den Tag dich leben.


Ingmarie Offline




Beiträge: 3.831

06.06.2008 18:13
#32 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Lieber Theo,
erstmal mein Respekt für das was Du da mitmachst und vor allem WIE.

Aber: Mensch, was ne Frage ob es falsch ist an Deiner Trockenheit weiterzuarbeiten - ich finde, Dich um darum als oberste Priorität zu kümmern, ist das Verantwortungsvollste und Gescheiteste was Du für Dich (und damit auch für sie!) tun kannst!
denk doch nur mal wie das wär wenn Du NICHT trocken wärst...

Nicht Trinken das ist vielleicht nicht alles - aber ohne Abstinenz wär alles ... NIX!

Ich find das schon ganz richtig und wichtig, wie Du das alles nun angehst und wünsche mir, in einer ähnlichen Situation noch genauso geduldig, umsichtig und vernünftig handeln zu können.(Ich fürcht, ich würd eher wie ein aufgescheuchtes Huhn planlos durch die Gegend rennen.)

Bleib aufm Weg, Theo - der ist schon richtig denk ich.
LG
IngMarie

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einfach tun.
Der beste Zeitpunkt dafür: immer genau jetzt.


Theo45 Offline




Beiträge: 1.963

06.06.2008 19:06
#33 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Eben weil ich so Planlos rumlaufe ,bin ich so Ratlos.
Am Zweifeln.?.
Danke ingmarie
gruß Theo

Lebe den Tag und las den Tag dich leben.


mihu ( gelöscht )
Beiträge:

07.06.2008 09:51
#34 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

moin theo45,

ganz planlos bist du ja nun auch nicht. plan abstinenz hast du ja schon in der tasche - vergiß den nicht.

sonnige grüße
mihu


Theo45 Offline




Beiträge: 1.963

16.06.2008 19:03
#35 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Meine Abstinenz!
Jeeb da Arbeite ich dran. Oder muß dran Arbeiten.
Meine Frau ist immer noch sehr Deppressiev ,was mich Natürlich Kraft kostet .
Was es zur Zeit wieder Wett mach ,ist das ich zur Probe 3 mal in der Woche Arbeiten kann.
3-mal in der Woche ,kann ich wieder in meinem Beruf des Gärtners Arbeiten ,hole mir etwas Bestätigung , Struktur und kann sogar evt auf Dauer dort Arbeiten.
Gut auch das Meine Frau in dem selben Krankenhaus ist in dem ich Entgiftete und die therapie beantragt habe .
In den letzten Tagen bin ich Öfters mal wieder auf meiner alten Station gegangen ,um zu reden ,aber auch um mal Hinzusehen ,wo ich Nie mehr hin Will
Gruß Theo

Lebe den Tag und las den Tag dich leben.


Theo45 Offline




Beiträge: 1.963

20.06.2008 19:37
#36 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Heute ist nicht mein Tag
fühle mich völlig Hilfslos ,überlastet ..
Habe Heute ein Gespräch mit der Arztin meiner Frau gehabt.
Sie hätte nun eine Angst-Depression -psychose ???
wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll hat sie nicht gesagt.
Ich soll auf jedenfall versuchen mich abzugrenzen.
Gut gesagt. Kann ich das.? mich bei meiner Frau abgrenzen ,die mich jetzt braucht ?
Warum die medis nicht greifen ,konnte sie mir nicht sagen .Grmpf.

Lebe den Tag und las den Tag dich leben.


PeWe ( gelöscht )
Beiträge:

20.06.2008 19:44
#37 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Oh man Theo! Das hört sich wirklich nicht einfach an! Fühl Dich mal ganz doll gedrückt!

Ich wünsche Dir Kraft!
PeWe


genaro Offline




Beiträge: 5.488

20.06.2008 20:05
#38 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Die ärztin scheint klasse zu sein, theo.

abgrenzen.



wohl sieht sie, wie du dich ganz aufopfern willst für deine frau, was zum einen ja ehrenwert und vorbildlich ist,
mich rührt das auch ganz an, weiss nicht, ob ich das so könnte.

und weil sie dich so aufgelöst aufopferungsvoll erlebt, sagt sie: abgrenzen.

auf dich schauen. auf deine gefühle. auf dein leben. was dir gut tut. was nicht.
vielleicht machst du grad dein befinden arg an dem deiner frau fest?
schon wichtig, daß du ihr das gefühl gibst, daß du DA bist, wenn sie dich braucht!
Doch ist sie nach wie vor eine erwachsene frau!!!
und du bist ihr mann, partner, nicht pfleger und nicht pappi von ihr.

es könnte ihr helfen, wenn du vll mal wieder was tust, was du früher gerne getan hast und jetzt vor lauter aufopfern hast schleifen lassen?
mit klarer ansage an deine frau, was du wann tust, da braucht sie dann auch keine ängste zu haben.

abgrenzen...


heißt auch, grenzen zu setzen!
gerade auch zur partnerin!
Das berühmte und so wichtige NEIN in der liebe.

das war bei mir der grund, daß meine beziehungen zu frau immer scheiterten:
ich bin ein gottverdammter feiger ja-sager.
damit tue ich "ihr" keinen gefallen, ich schone lediglich mich selbst, denn bei einem NEIN muss ich zu mir stehen und dafür gerade stehen und die konsequenzen meines NEINs auch tragen, ausdiskutieren bis es beiden klar ist.
das habe ich bisher nicht gut hingekriegt, ich lerne. immer noch.

schön daß du hier bist theo, ich wünsch dir und deiner frau das beste,

günter

so, @ ingmarie, das ist mal wieder ein gehaltvoller beitrag,
garsoviele in der qualität waren vor meiner zeit hier an board von mann zumindest nicht zu lesen,
wie "man" meinen könnte, wenn die alten den alten zeiten nachflennen.

Du wirst Dich wundern was man alles kann, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. Juan Matus


Inessi Offline



Beiträge: 4.790

20.06.2008 20:20
#39 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Zitat
Gepostet von genaro

so, @ ingmarie, das ist mal wieder ein gehaltvoller beitrag,
garsoviele in der qualität waren vor meiner zeit hier an board von mann zumindest nicht zu lesen,
wie "man" meinen könnte, wenn die alten den alten zeiten nachflennen.


muss grad meine co-abhängige seite und meine beschützerinstinkte loswerden ,

daher, don gün: dass du die qualität in den beiträgen vor deiner zeit nicht zu erlesen vermagst,
liegt vll nicht am fehlen derselbigen darin, sondern eher am unvermögen deinerseits, diese zu erkennen, oder?


PeWe ( gelöscht )
Beiträge:

20.06.2008 20:26
#40 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Boaaaaaaah neeeee Genaro...bei Deinem kopfmäßigen, pseudotherapeutischen Gesülze wird mir wirklich tourmäßig schlecht!
Weißt Du was? Ich lese Dich einfach nicht mehr!

Schönen Abend noch!
PeWe


ulliulli Offline



Beiträge: 1.026

20.06.2008 20:29
#41 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

hi theo,

abgrenzen versteh ich nicht als "alleine lassen" oder "zurücklassen", sondern als "sich nicht überdecken lassen".

behalte dir einen freiraum, in dem dich für eine gewisse zeit, vielleicht nur ein paarmal eine paar minuten am tag zurückziehen kannst und mal luft holen kannst.

du solltest für dich mal abspannen, sonst drückt dich die belastung in die knie.

unter abgrenzen verstehe ich eine einstellung finden, seine eigenen bedürfnisse zu überprüfen und sie einzufordern.

grüsse, ulli

"Wenn du laufen willst, lauf eine Meile.
Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, lauf einen Marathon" (Emil Zatopek)


Ingmarie Offline




Beiträge: 3.831

20.06.2008 20:33
#42 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Lieber Theo ,
kann mir vorstellen, dass das gar nicht so einfach ist, dieser sinngemäße Rat, der nach meinem Verständnis aber schon recht konkret war und der da nach meinem Verständnis lautete: "lassen Sie das nicht an sich heran und nehmen Sie's nicht persönlich, lassen Sie ssich nicht manipulieren durch falsches Mitleid und machen Sie Ihr Ding".
Für Dich alles Gute - und berichte weiter, ich halt das für wichtig für Dich - ich glaube, das alleine hilft schon beim "Einsortieren" und Bewältigen.

Mannomann, das muss viel Kraft kosten.
Ich wünsch sie Dir.
LG
IngMarie

PS: Ehem, werter Günther, interessant dass Du Dich im andern Thread überhaupt mit angesprochen und gemeint fühlen tust - ich hatte Dich garnet aufm Zettel mit meiner Kritik von wegen Ungleichgewicht zwischen "Chatbeiträgen" und "Substanz". Aber jetzt wo Dus sagst...

finds eigentlich schon recht stimmig bei Dir .. muss ich glatt mal nochmal nachsehn ob ich da was überlesen hab...


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einfach tun.
Der beste Zeitpunkt dafür: immer genau jetzt.


Claudia73 ( gelöscht )
Beiträge:

20.06.2008 20:45
#43 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Lieber Theo,
da deine Frau doch jetzt stationär aufgenommen ist und sie in guten Händen und aufgehoben, würde ich mich wahnsinnig für dich freuen, wenn du in der Zeit mal nen Gang zurückdrehen könntest.

Versuche dir ganz bewusst Zeit für dich zu nehmen. Ja, auch an den 3 Tagen wo du in deinem Job arbeiten darfst

Pass gut auf dich auf, ja! Weisst du, ich war die letzten 4 Jahre auch psychisch ziemlich krank. Was es aber für mich nicht einfacher gemacht hat ist, dass er sich für sich in der ganzen Zeit nichts getan hat. Dies hat mich zusätzlich sehr belastet.

Alles Liebe und viel Kraft dir gewünscht
Claudia


uta111 Offline



Beiträge: 2.325

20.06.2008 20:49
#44 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Lieber Theo !


Zitat
fühle mich völlig Hilfslos ,überlastet



kann ich gut verstehen.


Ich sage hier ganz ehrlich, das ich mich nicht abgrenzen würde von meinem Partner !!!! Bleibe bei dem Spruch " in guten wie in schlechten Zeiten" auch wenn es mich meine letzte Kraft kosten würde.

Es ist verdammt hart was ihr da beide gerade erlebt und durchmacht . Zusammenhalt ist aber auch wichtig.

Klar musst Du auch an Dich denken. Ganz wichtig. Aber abgrenzen ??? das Wort wurde von der Ärztin falsch gewählt. MEINE Meinung.

Alles Gute für Euch

LG UTA

Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.


zai2feh ( gelöscht )
Beiträge:

20.06.2008 21:00
#45 RE: Mein weg bis zum Saufnix Antworten

Hallo Theo,

ich kenne die Situation, die Angst mit einem psychisch kranken Familienangehörigen. Mein (damals 13-, 14-jähriger) Sohn war depressiv mit psychotischen Ansätzen. Ich konnte nie sicher sein, ob er lebend wieder kommt. Unverletzt ist er selten gekommen. Er schnitt sich, dass wir ziemlich regelmäßig zum Arzt zum Verbinden mussten. Arme, Beine, Brust, Bauch. Alles war aufgeschnitten. Nicht kleine Kratzerchen, tiefe Schnitte, teilweise fast Stücke rausgeschnitten.
Das Elend und MEIN Leid dabei und MEINE Angst haben mich fast wieder in den Suff getrieben (damals bin ich bei Saufnix aufgeschlagen - also recht ähnlich wie Du) und in einen verstärkten Todeswunsch.
Abgegrenzt habe ich mich in dem Moment als ich MEINE Grenzen erkannte. Und die hieß: Ich kann ihm nicht mehr helfen. Und wenn er sich weigert, sich von kompetenter Seite helfen zu lassen, kann ich die Verantwortung für ihn nicht mehr übernehmen. Es war schlimm. Er weinte, wehrte sich, ich fühlte mich wie der allerletze Verräter, aber ich wusste, dass ich gerade für ihn stark sein muss und verlangen muss, dass er in die Klinik geht/bleibt und danach in eine Betreuung mit festen Regeln, die ich ihm nicht geben konnte. Dass ich nicht nachgeben darf, nur um MEINES "schlechten Gewissens" wegen, damit ich mich als Mutter nicht mies fühle. (In Deinem Fall als Partner).
Ich war damals wirklich am Rande MEINES Lebens angelangt.
Und was soll ich sagen: Das ganze hat ein Happyend.
Nach einem halben Jahr in der psychatrischen Klinik für Kinder und Jugendliche, kommt er nun nur in den Ferien und am WE heim, ist sonst in einer Außenwohngruppe eines Heimes, wo ihm die Grenzen gesetzt werden, die ich nicht setzen konnte. Er ist jetzt fast 16 Jahre, die körperlichen Wunden sind lange verheilt - ich glaube die seelischen mittlerweile auch, er hat gerade seinen Hauptschulabschluss gemacht und bereits einen Platz in einer Altenpflegehelferschule im Anschluss. Er ist ein "normaler" Jugendlicher. Nein, eigentlich ist er ein sehr reifer Jugendlicher jetzt, ohne dabei altklug zu sein, oder den Spaß, den Jugendliche haben zu vergessen.
Ich hatte mich damals "abgegrenzt". Nicht dass das angenehm war, aber ich weiß nicht, ob mein Sohn (und damit auch ich) noch leben würden, wenn ich dies nicht gemacht hätte.


Was ich sagen will: Bei psychischen Erkrankungen ist es für die Angehörigen genau wie bei einer Sucht. Du kannst Co sein, oder aus dieser Rolle heraustreten. (btw: Sucht ist vorrangig eine psychische Erkrankung). Auch ein psychisch kranker Mensch hat eine Eigenverantwortung. Nämlich alles was möglich ist, zu seiner Gesundung bei zu tragen. In dem Moment, wo Deine Frau ihre Erkrankung "auf Deinem Rücken" auslebt und nicht alle Angebote (Klinik, etc.) nutzt, die ihr zur Verfügung stehen, darfst Du, sollst Du, musst Du Dich "abgrenzen". Bedeutet: Nicht mehr in der "ermanipulierten" Form zur Verfügung stehen. Ich weiß, wie weh das tut und welche Angst das auslöst. Aber das ist der Weg.

Viel Kraft
Suse

btw: Ich glaube, ich muss meinem Sohni mal sagen, wie verdammt stolz ich auf ihn bin, was er aus sich und seinem Leben gemacht hat und macht.

OMG: ich hab' nen Roman geschrieben.


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