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Saufnix
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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 2.598 mal aufgerufen
 Ganz, ganz viele Fragen
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Grosser Bruder Offline




Beiträge: 5.007

03.04.2007 14:54
#16 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Moin, moin ,

mal eine chemische Antwort zu ADH geb' .

1.) Die Vorsilbe 'Alkoholdehydrogenase' bedeutet soviel wie 'weg' also wegnehmen.
2.) Der Wortteil 'Alkoholdehydrogenase' steht für Wasser.
Zusammen ergibt sich: Wasserentfernung aus Alkohol (dabei entsteht Ethylen, ein Gas - das kann Max mX bestätigen)
3.) Der Wortstamm 'Alkoholdehydrogenase' steht für 'gen' oder 'gegen' im Sinne von 'in Richtung von'
4.) Das Wort 'Alkoholdehydrogenase' brauch' ich wohl nicht zu erklären.

Zusammengefasst läßt sich die Veränderung von 'Alkoholdehydrogenase' (ADH) chemisch folgendermaßen erklären:
Wenn man aus Alkohol Wasser entfernt, entsteht das Gas Ethylen das nach oben steigt und durch die Nase entweicht.

Lieber Gruß
Werner

----------------------------------------------------------------
It's nice to be a Preiss, it's higher to be a Bayer


ewli Offline



Beiträge: 862

03.04.2007 15:22
#17 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten



Brüdi, Brüdi,

du zerstörst mein Weltbild... kann es sein, dass sogar große Brüder manchmal Blech reden??


ewli

Siehe: Ich bin der Metatron


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

03.04.2007 15:27
#18 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Zitat
Gepostet von Shiraz78
Hallo!

Was passiert mit dem ADH, das zuviel von der Leber produziert wurde, also wenn man wider Erwarten nicht weiter trinkt?

Shiraz





Ich denke mal,das wird irgendwann mal abgebaut...aber vorher drehste noch ordentlich am Rad (das weiß ich aus Erfahrung).

LG,Roswitha

Man sollte auch aus den Fehlern anderer lernen, denn kein Mensch hat so viel Zeit, sie alle selbst zu machen!


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

03.04.2007 15:48
#19 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

hallo GB,
exakt!! der Abbau, genauso wie die bösen Chemiker den Alk umgekehrt auch aus Ethylen und Wasser aufbauen können, und tonnenweise tun! aber mit andersartiger Reaktionsführung (wie man schon ahnt).
Ich denke aber nicht, dass die Leber auf Vorrat produziert. ich denke eher, dass sie dann im E-fall 'sich erinnert' und infolge von . . fleißig wird. Max


F10 2 Offline




Beiträge: 4.309

03.04.2007 16:05
#20 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

.......................

heißt das Enzym nicht Acetaldehyd....

und die Verstoffwechselung ******genase..

aber is ja sowieso bald ostern..

_____________________________________________________________________________________
Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

03.04.2007 16:13
#21 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

nee, der Aldehyd ist die Zwischenoxidationsstufe zwischen Alkohol und Carbonsäure, eine einfache organisch-chemische Verbindung.


tommie Offline




Beiträge: 10.571

03.04.2007 16:58
#22 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Hallo

das ADH ist für nen Trinker ja schon ne feine Sache , ADH, auch Chef-Enzym genannt.
Was dieses Phänomen des sofort-wieder-dort-einsteigen-wo sie-aufgehört-haben betrifft ist sich "die Wissenschaft" im Wesentlichen einig, dass dies am sog. MEOS (Mikrosomales ethanol-oxydierendes System) liegt.
Das MEOS bildet sich nie mehr zurück, ist immer für sündige Taten bereit.
Das MEOS ist auch der "Grund" dafür, dass geübte Trinker mehr vertragen ... führt aber glaub ich zu weit das klitzekleingenau zu erklären.


tommie

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.


tommie Offline




Beiträge: 10.571

03.04.2007 17:20
#23 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

... ich versuchs mal ...

ADH und MEOS:

Also ...

ADH ist ein Enzym das dafür sorgt, dass Alkohol in der Leber zersetzt wird.
Aus Alkohol wird Acetaldehyd.
Das Acetaldehyd wird unter Zuhilfenahme von Aldehyddehydrogenase zu Essigsäure gemacht

... usw ... usw ... usw ...

ADH sorgt auf diese Weise dafür, dass ca. 90% des Gesoffenen abgebaut wird, den Rest übernimmt das MEOS.

Bei vielem Trinken kommt die ADH für seine 90% nicht mehr alleine klar, und da springt jetzt das MEOS ein und übernimmt immer mehr quasi die Arbeit. Das können bis zu 60% werden.

Merke: Säufer saufen über das MEOS, "normal Trinkende" über die ADH.

Der Haken an der Sache ist, das MEOS bildet sich auch bei Abstinenz nie mehr zurück. Deshalb fängt ein länger abstinenter Trinker bei einem Rückfall nie bei Null an, sondern kann gleich wieder recht viel "vertragen".


tommie

Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.


Helianta Offline



Beiträge: 153

03.04.2007 18:52
#24 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Hi Tommy,

Danke für die erhellenden Worte, überhaupt nicht zu ausführlich, denn: Wissen ist Macht. In diesem Fall für mich über mich - und nicht vom Alkohol über mich.

Ich finds ganz gut, sich vorstellen zu können, was eigentlich körperlich durch den Alkohol ausgelöst wird, und weshalb der Alki so ein Verlangen entwickelt. Man könnte also ein "schwach sein" damit entschuldigen, aber man es auch so betrachten, wie die AA es tun, nämlich anzuerkennen, dass man dem Alkohol gegenüber machtlos ist. Denn dann wird noch klarer, warum sich das Verlangen nach Alk verselbstständigt und der Alki eben nicht nach einiger Zeit "ein gepflegtes Bier/Glas Wein zu sich nehmen kann, sondern gerade das erste Glas stehen lassen muss.


Hier steht ganz gut beschrieben klick

Zitat
Das MEOS ist schließlich für bis zu zwei Drittel des Alkoholumsatzes verantwortlich und wird auch nach längerer Abstinenz sofort wieder aktiviert. Diese Neuaktivierung wird als eine Ursache für das häufig zu beobachtende starke Verlangen nach größeren Alkoholmengen gesehen.



Inteessant fand ich auch den nächsten Absatz:

Zitat
Durch die beim Alkoholumsatz entstehenden Kondensationsprodukte wird die Dopamin-Produktion erhöht und der Botenstoff aktiviert die Rezeptoren an den Nervenzellen, so daß sich eine künstliche Zufriedenheit einstellt. Als Folge eines anhaltenden Überangebotes läßt die Empfindlichkeit der D2-Rezeptoren im Gehirn jedoch allmählich nach. Um den gewünschten Reiz auszulösen, ist mehr Dopamin notwendig. Das hat einerseits einen ansteigenden Alkoholkonsum zur Folge und anderseits wird der Betroffene unempfindlich für Reize, die im Normalfall das Gefühl der Zufriedenheit auslösen. Diese Reize wirken nicht mehr oder nur noch unzulänglich. Chronischer Alkoholmißbrauch kann den Spiegel der körpereigenen Opiate (Endorphine), die für das Wohlbefinden wichtig sind, um bis zu 50 % senken.


Grüße, Heliante

:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner


amethysmena ( gelöscht )
Beiträge:

03.04.2007 19:32
#25 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

na wunderbar!

jetzt habe auch ich noch etwas dazu gelernt.
vielen dank!


Helianta Offline



Beiträge: 153

03.04.2007 19:34
#26 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

will sagen, je mehr ich mir klar mache, dass das die Alkoholkrankheit eine solche ist und die körperlichen Zusammenhänge kenne, desto klarer wird mir auch die Ernshaftigkeit und Konsequenz, mit der man dann dabei sein muss. So mal eben lässt das nicht schaukeln.

Die Alkholkrankheit habe ich mir selber in jahrelanger Arbeit geschaffen, und nun lässt sie auch nicht mehr locker.

Die Emotionen - und Glücksgefühlstellen im Gehirn sind darauf eingerichtet, Alkohol als Reizstoff zu bekommen, und wollen den auch haben! Sie schreien förmlich danach.

Und mit "einem bischen" zu versuchen, den kurzen Kick zu bekommen, und dann zufrieden zu sein, wie ich es letzte Woche noch versucht habe, das KANN also überhaupt nicht funktionieren, weil der Körper dann automatisch nach einer größeren Menge Alkhohol verlangt.

Heliante

:
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner


suwe Offline




Beiträge: 956

04.04.2007 00:42
#27 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Zitat
Gepostet von pulsatille

Was ist denn PROM?



Ein PROM ist ein programmierbarer Speicherbaustein in elektronischen Geräten wie z.Bsp. Computer oder Telefonen, bei dem sich aber im Gegensatz zum Suchtgedächtnis die Daten löschen, bzw. überschreiben lasssen.

Von daher hinkt dieser Vergleich etwas, wenn schon, dann müsste es ein ROM (Read Only Memory) sein!

Ich habe jedenfalls noch niemanden kennengelernt, bei dem sich das Suchtgedächtnis hat umprogrammieren lassen!

Vielleicht meinte Fallada das in dem Sinne, wie Tina mit ihrer Liste, das man dem Suchtverhalten andere Dinge entgegensetzt und das quasi eintrainiert!?

Das ist dann natürlich ein extra Chip, den man erstmal einbauen muss und das gemeine ROM ist immer noch da, das kann man ja nicht entfernen (hat man in früheren Zeiten mal mit Lobotomie vrsucht :mauer, sprich, wenn man wieder Alkohol trinkt, wird es wieder aktiviert!

In diesem Sinne,

Das erste Glas stehen lassen!!!

LG Su

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.


fallada Offline



Beiträge: 2.386

14.04.2007 01:01
#28 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Hi suwe

"Ein PROM ist ein programmierbarer Speicherbaustein"

Richtig (Programmable ROM).
(Aber das "Fatale" an denen: Sie lassen sich nur in eine Richtung programmieren; alle, die _ich_ kennengelernt habe, von '1' nach '0', echt! Das "programmierbar" is also (etwas) irreführend... für nen Laien...)

"bei dem sich aber [...] die Daten löschen, bzw. überschreiben lasssen."

Falsch. Das geht bei einem EPROM (Erasable PROM).
(http://en.wikipedia.org/wiki/EPROM)

Öhm..., bin Tekki, der schon genug ((E)E)PROMs "gebrannt" hat...

Nix für ungut!

[ Editiert von fallada am 17.04.07 23:44 ]

"Wenn das das berühmte 'lange Glück' sein soll, dann lass ich meine Fenster lieber ungeputzt und beschäftige mich mit mir oder meinem Mann." -- 'Saftnase'


funkelsternchen Offline



Beiträge: 3.802

17.04.2007 19:23
#29 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

wenn ich das thema nochmals aufwärmen dürfte:
ich trinke mehr oder weniger seit ich 15 bin, jetzt bin ich 39. seit vielleicht 5 oder 6 jahren nehme ich zoloft, weil mein nervenarzt endogene depressionen diagnostiziert hat. die tabl. helfen mir sehr gut. ich "funktioniere" wieder. kann mein jahrelanger alk-mißbrauch so meinen hirnstoffwechsel verändert haben, daß ich an depris erkrankt bin?

funkelsternchen


Falballa Offline




Beiträge: 3.708

17.04.2007 19:39
#30 RE: Woran liegt es eigentlich, dass.. antworten

Hallo funkelsternchen

Das ist für mich so wie mit dem Huhn und dem Ei.

Was oder wer war zuerst da

Wichtig ist doch aufzuhören mit dem Alkohol!!!

Wenn ich das nicht getan hätte, dann hätte mich meine Derprierkrankung umgebracht, die konnte ich mir auch nicht wegtrinken, im Gegenteil.

Irgendwann hilft auch kein Alkohol und kein Zoloft und Co mehr.

Alles Gute für dich
wünscht dir Falballa

Ps Du willst doch leben und nicht funktionieren.

[ Editiert von Falballa am 17.04.07 19:46 ]

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