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Saufnix
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Dieses Thema hat 357 Antworten
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 Selbsthilfe und Gruppengespräche
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Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.242

29.04.2018 17:45
#346 RE: mal was machen.. antworten

Hi Uwe,

schön, dass ihr bei CliC das Angebot erweitert, bei uns in den Gruppen schlagen des Öfteren Konsumenten von illegalen Drogen auf, die dann sowohl NA als auch AA besuchen. Reine Alkoholikergruppen haben bei uns m. E. 20-30 % Anteil an polytoxen Personen. Bei einer anderen Organisation (fernab von AA) ist das ähnlich. Prinzipiell ist die Tür für jeden auf, und das Kernproblem der Sucht oftmals identisch, allerdings ist der Altersunterschied der (trockenen) Alkoholiker und der cleanen Personen in der Tat frappierend hoch.

Der Altersunterschied der cleanen personen und den trockenen Alkoholikern führt entsprechend auch zu verschiedenen Themen, bei einer Nicht AA Orga gibt's ne tolle Gruppe bspw. für < 35jährige Personen, passt dort sehr gut.

Durch die 12-Schritte ist ein Fundament bei AA gegeben, ganz gleich welcher Anonymous-Gruppe jemand angehört, da ist der Altersunterschied nicht wirklich so bedeutend.

Meine Beobachtung ist, dass Suchtverlagerung immer ein Thema ist, sei es von illegalen Drogen zu legalen Drogen oder umgekehrt.

Was therapeutische Wohneinrichtungen derzeit probieren, ist das Zusammenlegen von trockenen Alkoholikern und cleanen Personen, bei einer Orga funktioniert das aktuell gut, eine andere Orga macht derzeit ein Pilotprojekt.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.427

29.04.2018 18:04
#347 RE: mal was machen.. antworten

óla Bodhi,

Zitat von Bodhisattva im Beitrag #346


Was therapeutische Wohneinrichtungen derzeit probieren, ist das Zusammenlegen von trockenen Alkoholikern und cleanen Personen, bei einer Orga funktioniert das aktuell gut, eine andere Orga macht derzeit ein Pilotprojekt.

Grüße, Bodhi


wie jetzt. ? Du meinst Ex-Säufer und Ex-Illegale zusammen?

LG uwe

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Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.242

29.04.2018 18:10
#348 RE: mal was machen.. antworten

Zitat von F10 2 im Beitrag #347
Ex-Säufer und Ex-Illegale zusammen


Ja genau.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.427

29.04.2018 18:21
#349 RE: mal was machen.. antworten

Machen wir schon seit Beginn.

Am 01.04. ist unsere dritte WG auf 120 qm gestartet.

Wir machen generell keinen Unterschied im Rauschmittel.

Der Monotoxe- Anteil liegt aber bei 2 Bewohnern (von insgesamt 11)

Pilotprojekt....so als wären das orthodoxe Juden und Salafisten, die aufeinderprallen und die Sozial-Pädagogen geben alles?

Security, Mediatoren, Psychologen, Pfarrer stehen Gewehr bei Fuß bei dieser brisanten Mischung zwischen Leuten, die Suchtmittelabhängig sind/waren?

Mit Fördermitteln des BMAS?
Beobachtungszeitraum 3 Jahre?

Herrje

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Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.242

29.04.2018 18:55
#350 RE: mal was machen.. antworten

Hi Uwe,

das ist stark von euch und funktioniert auch gut nehme ich an, warum auch nicht, klar werden mit Süchtigen Pilotprojekte, Studien, Methoden ausprobiert, Konzepte entworfen und schlussendlich auch Geld verdient, was prinzipiell nicht verkehrt sein muss.

Was erkannt wurde von der Bundesregierung, ich hab's mal aus ner Hausarbeit von mir rauskopiert:
Die Nationale Strategie zur Suchtpolitik (2012) fasst die Widersprüche zusammen: „Größtenteils ist das Drogen- und Suchthilfesystem in Deutschland subsidiär aufgebaut und auf unterschiedliche Zuständigkeiten verteilt. Verschiedene und teilweise getrennt voneinander agierende Hilfe- und Beratungsangebote in der Suchthilfe, Jugendhilfe, Schule, Sozial- und Arbeitsverwaltung und im Gesundheitssystem arbeiten zu häufig neben- statt miteinander“ (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, S. 15).

Tja, ist da was passiert, wie läuft die Vernetzung resp. Kooperation von Leistungserbringer, wie ist der fachpolitische Diskurs zwischen der Landespolitik und den Leistungserbringern (also bspw. den freien Trägern?).

Um so mehr ich darüber in der Praxis sehe und erfahre umso komplexer erscheint mir das Thema, in den 60er und 70ern wurde Suchthilfe mit Selbsthilfegruppen gleichgesetzt, mittlerweile ist das mitunter knallhartes business und es geht um Abstinenz- und Akzeptanzparadigmen um die Verteilung von Fördergeldern und mitunter auch Machtstrukturen. Nur gibt's nachweislich mehr Drogentote in den letzten Jahren und die (registrierten!) Süchtigen werden nicht weniger.

Die hilflosen Helfer, wo ist die Grenze zwischen narzisstischer Befriedigung, echter Hilfe und Komplizenzschaft (Muttitum)?

Bei den professionellen Helfern bin ich zwiegespalten, viele haben sicherlich die besten Absichten, verstehen jedoch trotz aller theoretischen Belesenheit die Sucht nicht, und manche haben kapituliert, andere hingegen finde ich richtig gut. Wie in jedem job quasi.

So, meine SHG beginnt gleich.

Viel Erfolg weiterhin bei CliC.

Grüße, Bodhi

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F10 2 Offline




Beiträge: 4.427

28.10.2018 14:01
#351 RE: mal was machen.. antworten

10 Minuten Kurzvortrag waren "genehmigt". Da wir im Seminar weit über den Zeitplan waren und ich zudem der letzte vor der Mittagspause war, mußte ich improvisieren und vom "rudimentär" vorgefertigtem Entwurf der Rede Abstand nehmen, sowie auf schon Gesagtes eingehen-

Wir hatten aber im Anschluß genug Zeit unsere und andere Ansätze zum Thema " junge Selbsthilfe" an den Mann und die Frau zu bringen.
Und es gab natürlich wieder viele neue Knoten im Netzwerk.

Die Veranstaltung:


Der Kurzvortrag zum triggern für die zahlreichen Besucher aus der "Szene":



LG Uwe

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F10 2 Offline




Beiträge: 4.427

18.01.2019 07:29
#352 RE: mal was machen.. antworten

Schreib´ich doch im Januarloch einen Beitrag über unsere tolle Selbsthilfe.

Gäbe soooviel zu berichten, sind wir doch inzwischen in der alpinen Welt der Suchthilfe, ein nicht unerheblicher Gipfel.

Schwärmen wir doch auch öffentlich aus, formieren Stoßtrupps gegen die Unwissenheit und versuchen den Nato-Draht der Stigmatisierung zu durchtrennen....

Kleine Radiosendung gibt es heute:
Eilmeldung ++ Eilmeldung ++

CliC OnAir geht nun nach langer Vorbereitungsphase auf Sendung im Offenen Kanal Lübeck. Wir haben kurzfristig zur besten Sendezeit einen Platz dort bekommen.

Ihr möchtet dabei sein ???

Entweder an euren Radiogeräten auf 98,8 MHz, oder im Livestream hier: https://www.oksh.de/hl/hoeren/luebeck-fm-livestream/

Für Euch am Freitag den 18.01.2919 um 17:00 Uhr im Studio:
Der Eugen & Wolfgang

Clean ist Cool




Inhalt ist mit völlig unbekannt, hab´nur ein kurzes Interview gegeben. Hat alles das Team erledigt.
Dieses ist inzwischen auf knapp 20 Personen gewachsen. Das bedeutet monatliche Treffen und professionell begleitete Supervision (!) (Noch 1 x im Quartal). Außerdem verstärkten Einsatz im administrativen Teil. Dazu haben wir schöne , helle repräsentative Räume für die Arbeitsplätze angemietet ==> Ich bin ein Link, CliC mich an!

Und es gibt endlich, neben CliC Lübeck und CliC Neustadt/Holst. einen weiteren Ableger

CliC Husum geht im 2 Quartal 2019 an den Start. Ein motiviertes Team, welches sich in bestehenden alten, eingefahrenen Strukturen nicht mehr wohl fühlte, kaum Unterstützung bekam und nun wechselt.

Erstmal....

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F10 2 Offline




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19.01.2019 08:37
#353 RE: mal was machen.. antworten

Hier mal für alle zum Nachhören.

Zu Anfang gibt es - neben natürlich Musik - ein (nicht gestelltes) Interview mit mir,über die Enstehungsgeschichte und Motivation für (damalige)neue SHG-Konzepte.
Meine beiden Kollegen haben das,als erste Radiosendung, toll gewuppt!

Leider bin ICH musikalisch nicht so zum Zuge gekommen , aber war ja auch net meine Sendung...

Hier geht es zur Sendung ==> Zum Hören hier CliCen

LG Radion crowns the Video Star

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Virgil Hilts Online




Beiträge: 173

21.01.2019 21:05
#354 RE: mal was machen.. antworten

Ich habe mich gestern tatsächlich dazu entschlossen, unserem kleinen SHG Verein bei zu treten. Verein ist eigentlich nicht meins, aber um meine Trockenheit "zu manifestieren" und später selbst aktiv zu arbeiten ein wichtiger Schritt.
Wenns mit der Abstinenz weiter so gut klappt werd ich auf jeden Fall die Ausbildung zum ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer machen.
Fühlt sich richtig gut an!

Ich kann auch ohne Alkohol traurig sein. (Simon Borowiak)


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F10 2 Offline




Beiträge: 4.427

Gestern 12:03
#355 RE: mal was machen.. antworten

Die Ausbildung zu -jetzt - freiwilligen Suchtkrankenhelfer ist Klasse.

Und bringt, neben der Baiscs zur Sucht und Gesprächsführung, einenn nochmal an die alten Muster ran.

Wir schickn jedes Jahr Leute hin. Dieses Jahr sind es vier aus unserem Team.
Durchführen tun u.a. die großen Verbände.
Dieses Jahr sind wir bei den Guttemplern zu Gast, die uns zum Guttempler- Preis mitmachen lassen. (Also als Mitglieder praktisch)

Refinanziert von den KK.
Alle Teilnehmer und Referenten - die mir gut bekannt sind (also sowohl als auch) - sprechen von Super-Feeling und Riesenspaß bei aller Anstrengung.
Durchweg positive Rückmeldungen machen Spaß und tun für alle Beteiligten gut.

LG Uwe

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Guidoof Offline



Beiträge: 162

Gestern 18:02
#356 RE: mal was machen.. antworten

Moin zusammen,

ich habe über soetwas auch schon nachgedacht, was aber -bei mir persönlich- an den hohen Kosten von 1300€ gescheitert ist, die ich nicht "mal eben" wuppen kann.

Grundsätzlich habe ich aber auch Lust, etwas mehr Bewegung in die leicht verstaubten Ansätze zu kriegen.

Interessant, dass auch die KK da einspringen.

Über weiterführende Informationen würde ich mich freuen!

Besten Gruß
Guido


karlbernd Offline




Beiträge: 4.451

Gestern 20:07
#357 RE: mal was machen.. antworten

in meiner ehemaligen gruppe hat auch einer den "suchthelfer" gemacht.
er bekam das geld von der diakonie wieder.

er leitet die gruppe jetzt und ist ausserdem suchthelfer / berater in seiner firma, die sehr sehr gross ist.


Virgil Hilts Online




Beiträge: 173

Heute 10:41
#358 RE: mal was machen.. antworten

Die Kosten übernimmt unser Verein bzw. läßt sich das Geld dann später erstatten. Die Mitglieder, die die Ausbildung gemacht haben waren auch ausnahmslos begeistert und meinten ebenfalls, das es einen selbst nochmal ein ganzes Stück weiter bringt.

Den betrieblichen Ansatz finde ich auch sehr interessant, zumal die Firma für die ich arbeite sozialen Themen gegenüber recht aufgeschlossen ist. Abrr erstmal die Ausbildung und dann weiter sehen.

Etwas schade ist, das wir zwar immerhin 40% Frauen in der Gruppe haben, sich die wenigsten von ihnen aber weitergehend engagieren möchten. Gerade für hilfesuchende Frauen wäre es wohl wichtig, ihnen eine adäquate Ansprechpartnerin zur Seite stellen zu können. Wir arbeiten aber beharrlich daran die eine oder andere doch noch davon zu überzeugen ein wenig mehr zu machen

Ich kann auch ohne Alkohol traurig sein. (Simon Borowiak)


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