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Saufnix
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Dieses Thema hat 350 Antworten
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 Selbsthilfe und Gruppengespräche
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Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.241

29.04.2018 17:45
#346 RE: mal was machen.. antworten

Hi Uwe,

schön, dass ihr bei CliC das Angebot erweitert, bei uns in den Gruppen schlagen des Öfteren Konsumenten von illegalen Drogen auf, die dann sowohl NA als auch AA besuchen. Reine Alkoholikergruppen haben bei uns m. E. 20-30 % Anteil an polytoxen Personen. Bei einer anderen Organisation (fernab von AA) ist das ähnlich. Prinzipiell ist die Tür für jeden auf, und das Kernproblem der Sucht oftmals identisch, allerdings ist der Altersunterschied der (trockenen) Alkoholiker und der cleanen Personen in der Tat frappierend hoch.

Der Altersunterschied der cleanen personen und den trockenen Alkoholikern führt entsprechend auch zu verschiedenen Themen, bei einer Nicht AA Orga gibt's ne tolle Gruppe bspw. für < 35jährige Personen, passt dort sehr gut.

Durch die 12-Schritte ist ein Fundament bei AA gegeben, ganz gleich welcher Anonymous-Gruppe jemand angehört, da ist der Altersunterschied nicht wirklich so bedeutend.

Meine Beobachtung ist, dass Suchtverlagerung immer ein Thema ist, sei es von illegalen Drogen zu legalen Drogen oder umgekehrt.

Was therapeutische Wohneinrichtungen derzeit probieren, ist das Zusammenlegen von trockenen Alkoholikern und cleanen Personen, bei einer Orga funktioniert das aktuell gut, eine andere Orga macht derzeit ein Pilotprojekt.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.416

29.04.2018 18:04
#347 RE: mal was machen.. antworten

óla Bodhi,

Zitat von Bodhisattva im Beitrag #346


Was therapeutische Wohneinrichtungen derzeit probieren, ist das Zusammenlegen von trockenen Alkoholikern und cleanen Personen, bei einer Orga funktioniert das aktuell gut, eine andere Orga macht derzeit ein Pilotprojekt.

Grüße, Bodhi


wie jetzt. ? Du meinst Ex-Säufer und Ex-Illegale zusammen?

LG uwe

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Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.241

29.04.2018 18:10
#348 RE: mal was machen.. antworten

Zitat von F10 2 im Beitrag #347
Ex-Säufer und Ex-Illegale zusammen


Ja genau.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.416

29.04.2018 18:21
#349 RE: mal was machen.. antworten

Machen wir schon seit Beginn.

Am 01.04. ist unsere dritte WG auf 120 qm gestartet.

Wir machen generell keinen Unterschied im Rauschmittel.

Der Monotoxe- Anteil liegt aber bei 2 Bewohnern (von insgesamt 11)

Pilotprojekt....so als wären das orthodoxe Juden und Salafisten, die aufeinderprallen und die Sozial-Pädagogen geben alles?

Security, Mediatoren, Psychologen, Pfarrer stehen Gewehr bei Fuß bei dieser brisanten Mischung zwischen Leuten, die Suchtmittelabhängig sind/waren?

Mit Fördermitteln des BMAS?
Beobachtungszeitraum 3 Jahre?

Herrje

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Wer nach vorne kommen will, muss Regeln brechen. Wer innovativ sein will, muss Konventionen missachten. Wer Kreatives schaffen will, muss Bestehendes vergessen.


Bodhisattva Offline



Beiträge: 1.241

29.04.2018 18:55
#350 RE: mal was machen.. antworten

Hi Uwe,

das ist stark von euch und funktioniert auch gut nehme ich an, warum auch nicht, klar werden mit Süchtigen Pilotprojekte, Studien, Methoden ausprobiert, Konzepte entworfen und schlussendlich auch Geld verdient, was prinzipiell nicht verkehrt sein muss.

Was erkannt wurde von der Bundesregierung, ich hab's mal aus ner Hausarbeit von mir rauskopiert:
Die Nationale Strategie zur Suchtpolitik (2012) fasst die Widersprüche zusammen: „Größtenteils ist das Drogen- und Suchthilfesystem in Deutschland subsidiär aufgebaut und auf unterschiedliche Zuständigkeiten verteilt. Verschiedene und teilweise getrennt voneinander agierende Hilfe- und Beratungsangebote in der Suchthilfe, Jugendhilfe, Schule, Sozial- und Arbeitsverwaltung und im Gesundheitssystem arbeiten zu häufig neben- statt miteinander“ (Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, S. 15).

Tja, ist da was passiert, wie läuft die Vernetzung resp. Kooperation von Leistungserbringer, wie ist der fachpolitische Diskurs zwischen der Landespolitik und den Leistungserbringern (also bspw. den freien Trägern?).

Um so mehr ich darüber in der Praxis sehe und erfahre umso komplexer erscheint mir das Thema, in den 60er und 70ern wurde Suchthilfe mit Selbsthilfegruppen gleichgesetzt, mittlerweile ist das mitunter knallhartes business und es geht um Abstinenz- und Akzeptanzparadigmen um die Verteilung von Fördergeldern und mitunter auch Machtstrukturen. Nur gibt's nachweislich mehr Drogentote in den letzten Jahren und die (registrierten!) Süchtigen werden nicht weniger.

Die hilflosen Helfer, wo ist die Grenze zwischen narzisstischer Befriedigung, echter Hilfe und Komplizenzschaft (Muttitum)?

Bei den professionellen Helfern bin ich zwiegespalten, viele haben sicherlich die besten Absichten, verstehen jedoch trotz aller theoretischen Belesenheit die Sucht nicht, und manche haben kapituliert, andere hingegen finde ich richtig gut. Wie in jedem job quasi.

So, meine SHG beginnt gleich.

Viel Erfolg weiterhin bei CliC.

Grüße, Bodhi

Nicht die Dinge ändern sich: Wir ändern uns. (Henry D. Thoreau)


F10 2 Offline




Beiträge: 4.416

28.10.2018 14:01
#351 RE: mal was machen.. antworten

10 Minuten Kurzvortrag waren "genehmigt". Da wir im Seminar weit über den Zeitplan waren und ich zudem der letzte vor der Mittagspause war, mußte ich improvisieren und vom "rudimentär" vorgefertigtem Entwurf der Rede Abstand nehmen, sowie auf schon Gesagtes eingehen-

Wir hatten aber im Anschluß genug Zeit unsere und andere Ansätze zum Thema " junge Selbsthilfe" an den Mann und die Frau zu bringen.
Und es gab natürlich wieder viele neue Knoten im Netzwerk.

Die Veranstaltung:


Der Kurzvortrag zum triggern für die zahlreichen Besucher aus der "Szene":



LG Uwe

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