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Saufnix
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Dieses Thema hat 114 Antworten
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 Meckern, Toben, Alltagsfrust
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sole Offline




Beiträge: 2.336

10.03.2006 22:15
#31 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

@ papa

und das mit dem Arbeitsplatz an sich wird sich auch bald haben

Jeder Arbeitsplatz, jede Arbeitsstunde steht bei uns auf dem Prüfstand,
ich bin im Sommer 2004 mit einem Gipsarm zur Arbeit gekommen und musste mir einen Anschiss einfangen, weil ich Minusstunden gemacht habe !!!


Fenchelchen Offline




Beiträge: 198

10.03.2006 22:23
#32 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Zitat
Gepostet von sole
@ papa

und das mit dem Arbeitsplatz an sich wird sich auch bald haben

Jeder Arbeitsplatz, jede Arbeitsstunde steht bei uns auf dem Prüfstand,
ich bin im Sommer 2004 mit einem Gipsarm zur Arbeit gekommen und musste mir einen Anschiss einfangen, weil ich Minusstunden gemacht habe !!!




Ernsthaft? Na Hilfe..das ist wirklich heftig!!

VG von Fenchelchen
...die auch gern arbeiten würde, wenn es denn einen Job gäbe und die gleichzeitig auch die Streikenden verstehen kann


papa30 Offline




Beiträge: 19

10.03.2006 22:28
#33 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

@sole

Das ist schon Menschenunwürdig!
Aber um genau solche Ungerechtigkeiten zu unterbinden sollten Alle zu Verdies werden!

Gruß vom papa!


sole Offline




Beiträge: 2.336

10.03.2006 22:37
#34 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

@ Fenchelchen,

echt ehrlich, es ist wahr, wenn auch heftig.

Der Spruch: "Tue gutes und rede darüber" stimmt wirklich. Ich hab den Fehler gemacht, mein "Opfer" nicht an die große Glocke zu hängen. Habe mich meiner Aufgabe verpflichtet gefühlt und nicht geahnt, dass das so ausgehen kann.

Der Grund für die Minusstunden war, dass ich nicht Auto fahren konnte - Arm in Gips nach vor OP und nach OP. Fuhr bei einem Kollegen mit oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hinterher interessiert das niemand, es zählt nur, was die Stechuhr sagt.


Sierra ( gelöscht )
Beiträge:

10.03.2006 23:16
#35 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Guten Abend 69er,

habe die Diskussion verfolgt und, naja, bin auch so ein fauler, unprivatisierter Sack, der zur Zeit mit Verdi, wenn’s irgendwie geht, uff der Straß’ steht und seine Fahne zeigt. Obwohl ich nicht organisiert bin, weil - ja, weißte, weil halt trotz eines durchschnittlichen 10 bis 11 Stundenarbeitstages die Knete nicht so üppig ausfällt, dass ich langfristig meiner Family die 2 oder 3% Beitrag entziehen kann.
Ja, also, wie gesagt: Zehn Stunden sind es fast jeden Tag locker. Demzufolge sind das im Schnitt wenigsten 10, manchmal auch mehr Stunden, die ich über die vereinbarten 38,5 Stunden arbeite.

Diese 38,5 Stunden wurden seinerzeit - so jedenfalls dort, wo ich arbeite - hart erkämpft. Bedingung war: Von Verdi (damals noch DAG, DJV und IGM) unter der Bedingung „nur 38,5 Stunden“, dass eben mehr Leute eingestellt werden, indem der Betrieb dann über Vorruhestandsregelung ältere Kolleginnen und Kollegen in den verdienten Ruhestand entlässt (recht viele, die ich kenne, haben auch davon nicht sehr lange mehr etwas gehabt ), und dafür junge, neue Arbeitskräfte einstellt.
Nicht vereinbart, aber von den AG durchgepeitscht, war, dass diese jungen Leuten mit entsprechenden Verträgen - u.a. über andere Einstufungen u.a. - so geknebelt und finanziell runtergedrückt wurden, dass wir Alten oft sagen: „Für das Geld hätten wir hier nie angefangen!“ Also jedenfalls: Mit Familiengründung, eigene Wohnung, etc., eben allem, was zu einer soliden Existenzsicherung dazu gehört, ist da auf viele Jahre gesehen nicht viel drin - es sei denn, man findet, (darin kennst Du Dich ja anscheinend aus) einen Weg das restliche Geld über staatliche Quellen zu beschaffen.
Gleichzeitig zu dieser „nur 38,5 Stunden Woche“ traten wir 3 (drei) ursprünglich von Verdi geforderte zusätzliche Urlaubstage ab. Mit diesen drei Tagen, die wir also nicht erhielten, wurde dann - vordergründig, aber in Wirklichkeit dann doch nicht - der Vorruhestand gegenfinanziert.
Tatsächlich aber wurden inzwischen ganze Bereiche herunterrationalisiert. Die Arbeit, das darfst Du mir getrost glauben, ist garantiert nicht weniger geworden - aber wo zuvor (in meinem Bereich) sechs Leute Vollzeit beschäftigt waren, da sind es heute noch zwei und eine Teilzeitstelle …

Da wir, wie oben angeführt, Monat für Monat nicht wenige Überstunden anhäufen, aufgrund der Personalreduzierung und der anfallenden Arbeit aber diese Überzeit gar nicht abfeiern können, (manche Bereiche schieben Überstunden in Höhe von 150 Std. und mehr pro Mitarbeiterin vor sich her) ließen sich viele dann irgendwann diese Mehrarbeitszeit auszahlen. Das Resultat war:
Eine relativ hohe Besteuerung - womit u.a. dann dein ALG bezahlt werden kann ;-)
Eine relativ hohe Lohnkontenbelastung des Arbeitgebers.

Schnell war auch hier „die Patentlösung“ überhaupt gefunden. Mit massiven Entlassungsandrohungen wurde Verdi dazu genötigt - anders kann es kein „normaler“ arbeitender Mensch sehen, und selbst die AG geben das unter vorgehaltener Hand zu - einer neuen „Überstundenregelung“ zuzustimmen:
In Zukunft hatte jeder AN nur noch ein maximales Guthabenkonto von 20 Stunden, aber gleichzeitig ein minimales Sollkonto von 10 Minusstunden. Alle Stunden, die über diese 20-Std.-Guthaben gehen, und binnen eines Monats nicht „abgefeiert“ werden können - was in der Regel der Fall ist, also „, dass es aufgrund Personalreduzierung und anfallender Arbeit nicht möglich ist, sie abzufeiern“ - diese Mehrarbeitszeit wird dann ersatzlos „genullt“, soll heißen, z.B. ich habe jetzt wieder im letzten Monat Februar 18 Stunden „umsonst“ gearbeitet. Einfach so, für Nullkommanix.
Rechne ich nun diese 18 Std. nix zu meinem Gehalt, dann … nun, ich möchte Dich nicht langweilen, aber manchmal bin ich schon neidisch auf deine 0,0 Stundenwoche bei „deinem Verdienst“.
Ich hoffe, ich langweile Dich nicht mit diesen Hintergrundinformationen, da Du ja sehr großes Interesse an einer Privatisierung, z.B. meines Arbeitsplatzes hast.
Dazu möchte Dir allerdings auch nicht verschweigen, dass inzwischen sehr viele meiner Kolleginnen in Fremdfirmen beschäftigt sind, aber eben bei uns arbeiten. Ihr durchschnittlicher Verdienst liegt nach meinem Wissen - und das ist recht gut und detailliert vorhanden ;-) - auf unserem Lohn- und Gehaltsniveau. Allerdings - sie würden nicht nur unverzüglich vor Arbeitsgericht ziehen, wenn ihnen ihre Firma kurz mal 20 Stunden Lohn abziehen würden, sie würden höchstwahrscheinlich auch nie wieder Überstunden leisten, wenn es die Knete nicht gleich im Voraus auf die Kralle gäbe.
Ohne jetzt ins berufliche Detail gehen zu wollen nur soviel dazu: Gerade für jemand wie Dich - das schwör’ ich Dir - wären die Folgen katastrophal, weil Du keinen Ersatz dafür erhalten würdest. *g* Du wärst der Erste, der dann heulen würde …wetten?

Aber weiter, zu deinem Privatisierungswunsch: Nun bist Du ja einer, den das „harte Los der Arbeitslosigkeit“ getroffen hat - und der liebend gerne arbeiten gehen würde, wenn Dir etwas angeboten würde. Ich möchte Dir u.a. nicht verschweigen, und eventuell hast Du das schon selbst mitbekommen, dass die Angestellten und Beamte im öffentlichen Dienst es sind, die darüber wachen, dass einer wie Du von Geldgeilen, Menschen- und Arbeitskräfte verachtenden AGs nicht für einen Nuller zu Arbeit gezwungen werden können. Das heißt: Du brauchst z.B. keine Arbeit annehmen, bei der Du weniger erhalten würdest, als Du jetzt vom Staat erhältst. Das ist u.a. jenen, die gerne alles privatisieren wollen, ein dicker Dorn im Auge - und Du wärst der Erste, der das zu spüren bekommen würde. *g*

Kommst Du noch mit?
Du schreibst, dass so unglaublich viele Arbeitslose auf unsere Jobs scharf wären. Ja, ich stimme Dir zu: Allerdings muss ich Dir sagen, dass Du offenbar zeitlich und gedanklich irgendwann um „1980 - 90“ stehen geblieben bist. Damals wäre es wohl so gewesen. Dann kam die Zeit des „Hochtechnologie-Runs“, z.B. in Form des IT-Booms. Ich kam mir damals sehr verarscht vor, weil ich gegenüber den privaten Kollegen geradezu ein „Nasenwasser“ verdiente. Damals wurde ich oft mitleidig belächelt - und keine Sau verstand, warum wir, die „ÖTVler“ der Sicherheit unserer Arbeitsplätze den Vorrang vor recht hohen Verdienstmöglichkeiten gaben. Im Übrigen: Hätten viele dieser Hochverdiener von damals das „Mehr“-Geld auf die hohe Kante gelegt, dann würde sie die heutige Arbeitslosigkeit nicht halb so hart treffen.
Aber zurück zu deinen Arbeitslosen, die auf meinen Job so scharf wären, wenn er privatisiert wäre: Auch heute werden hin und wieder noch neue Stellen bei uns „geplant“. In den 80ern meldeten sich dann im Schnitt zwischen 300 und 500 Bewerber auf eine solche Stelle. Aus zuverlässigen Quellen ;-) kenne ich die aktuellen Bewerberzahlen: Im Schnitt sind es pro Stelle (ich spreche nicht von Lehrstellen!) gerade mal 30 bis maximal 50. Der überwiegende Teil davon springt spätestens dann von einem weiteren Wettbewerb ab, wenn sie die Gehaltsvorstellung der AGs hören. Ein weiterer, auch recht großer Teil, kann qualifikationsmäßig nicht mithalten, was dermaßen die weiteren Gehaltsbedingungen herunterdrückt, dass die Einstellungsbedingungen diesbezüglich von Jahr zu Jahr schlechter werden. Das Resultat: Auf Kosten und zulasten der langjährig, und gut qualifizierten Kolleginnen im ÖD werden Leute eingestellt, die nicht selten nicht einmal richtig rechnen und schreiben können, geschweige den zu entsprechend qualifizierter Arbeit fähig sind. Demzufolge werden dann die langjährig Beschäftigten auch noch als „Ausbilder“ missbraucht - ohne entsprechendes Entgelt dafür zu erhalten, und, indem sie eben „doppelt soviel arbeiten müssen“, da ja die Neuen gar nicht die Leistung bringen können, zu der sie eingestellt wurden.

Du hast recht, und auch hier stimme ich Dir zu: Die Konkurrenz wird durch Privatisierung solcher Jobs, wie sie eben der öffentliche Dienst für die Allgemeinheit verrichtet, enorm „angeheizt“. Allerdings, und auch hier scheint bei Dir irgendetwas stehen geblieben zu sein, nicht so, wie Du es Dir gerne erträumst.
U.a. haben Dir hier schon manche sehr qualifizierten Einblick in die Folgen für den Endverbraucher und Bürger gegeben. Wobei ich gestehen muss: Es ist mir eigentlich ziemlich schnuppe, ob Du in Zukunft zwanzig Kilometer zur nächsten Poststelle per Fuß laufen musst, weil Du das nötige Kleingeld für den privatisierten Busverkehr nicht hast, oder ob Du gar keine Post mehr bekommst, weil so etwas nur noch gut betuchte Privatleute und Geschäftskunden leisten können. Musst ja nicht alles lesen, und zu Fuß gehen tut auch gut.
Allerdings - ich nehme jetzt mal an, ich würde im Fall einer Privatisierung z.B. in den Straßenbau wechseln - würde ich Dich auch nicht kostenlos auf meinem privaten und für viel Geld fein asphaltierten Fußweg zur „Post“ laufen lassen. Solltest Du auch hierzu das Geld nicht haben - weil inzwischen ist auch das Arbeitsamt privatisiert, und so einer wie Du kriegt erstens kein „ALG“ fürs Nixtun mehr, und das, was Du, dank deines Protestes gegen uns faule Säcke, erreicht hast, ist, dass Du einen Job hast, der Dir garantiert nichts für Autostraßen- und Fußwegmaut übrig lässt - dann stapf eben über die - hoffentlich noch nicht privatisierten - Feldwege.
Beispiele solcher Art, wo „wir faulen Säcke“ für Dich jeden Tag den Arsch krumm machen, gibt es in solcher Menge, dass das hier den Forumsrahmen sprengen würde. Ich wette: Wenn Du mal ein kleines bisschen zu denken anfängst, dann kommst Du ganz von alleine drauf …
Du wirst zwar über kurz oder lang nicht nur pleite, sondern dazu auch noch völlig verarmt und mittellos sein, aber ich garantiere Dir: Du hast recht! Die Konkurrenz derer, die auch noch an den Rest deines Lebens wollen, die wird sehr groß sein. ;-)

Ich möchte Dir aber noch eines nicht verschweigen, weil Du offenbar weder die entsprechenden Informationen, noch die dazu nötigen Quellen und z.B. Zeitungen etc. erhältst. (Sag mal, ist bei Euch schon alles privatisiert??? ;-))
Sinn und Zweck jeder bisherigen EU-Erweiterung, ebenso wie jede Bemühung in Richtung „Öffnung der globalen Märkte“ ist nicht, wie Du es meinst, dass woanders billigere Arbeitskräfte beschafft werden können, die sich dann mit dem bisherigen Niveau ihres Landes zufrieden geben sollen.
Ziel und Zweck ist es das Lebensniveau in diesen Märkten anzupassen. „Anpassung“ heißt nichts anderes, dass, was einst „hoch“ war (Deutschland) auf die „Mitte“ herunter- und das, was einst „niedrig“ war, auch auf die Mitte „heraufgedrückt wird. Das kannst Du, wenn Du Dich auskennen würdest, seit vielen Jahren in Deutschland mit ganz konkreten Einkommenszahlen belegen. Bestimmt hast Du auch schon vom „Reallohnverlust“ gehört? ;-)

Verzeih bitte, wenn es sich lehrmeisterlich liest, aber das, was ich schreibe, kannst Du jederzeit auch selbst „erforschen“, in dem Du einfach mal die Daten und Fakten aus den von Dir kritisierten Bereichen anschaust, bzw. einfach mal beim nächsten Besuch mit deinem Berater vom Arbeitsamt darüber sprichst. Der ist übrigens höchstwahrscheinlich auch ein Angestellter im Öffentlichen Dienst, und wird Dir dann - das könnte ich fast wetten - sofort eine ganz private Stelle besorgen. Du wirst dann selbst nachforschen können, warum diese Stelle von dem Großteil deiner Schicksalsgenossen, entgegen deiner Prognose, nicht angenommen wurde. Aber: Dir machen ja unbezahlte Überstunden nichts aus, und, auch wenn dein zukünftiger Chef mit sehr harten Bandagen gegen seine Konkurrenten kämpft, Du wirst es eher dann diesbezüglich gemütlich haben, und Konkurrenz nicht fürchten müssen. Weil glaub mir: Für den Hungerlohn will ohnehin keiner arbeiten, der heute ALG erhält!

Sierra

[ Editiert von Sierra am 10.03.06 23:25 ]


polar Offline




Beiträge: 5.749

10.03.2006 23:47
#36 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

solange topmanager wie vasella von novartis lotto-sechser-saläre einstreichen, und zwar monatlich und handkerum die staatsangestellten streiken, macht irgendwer was falsch.

die privatisierung von staatsunternehmen dient immer der entlastung der haushaltskasse und ist eine kurzfristige lösung, die dann sehr viel mehr kosten kann, in dem fall nämlich wenn der privatisierte betrieb konkurs geht oder zu gehen droht und der staat aber laut verfassung die leistungserbringungspflicht hat. und somit für den schaden aufkommen muss.

lg

rolf


polar Offline




Beiträge: 5.749

11.03.2006 00:10
#37 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

bei uns wurden die "öffentlichen" in hochkonjunkturzeiten als schmalbrote und langweiler und was-weiss-ich noch alles bezeichnet.weil sie eben nicht auf der erfolgswelle mitgesurft sind, sondern ihren durchschnittslohn nach liste erhalten haben.
und heute wenns der privatwirtschaft dreckig geht ist dieser lohn plötzlich zuviel.
hör ich da etwa neid heraus?

rolf


Sonnensturm ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2006 01:44
#38 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Also, im ersten Moment war mir ja Dein Beitrag, Sierra, sehr schlüssig und logisch und gefiel mir sehr gut, war er ja auch umfassend und ausführlich , und dann versuchte ich mich in frühere Beiträge von Dir hineinzuversetzen...

Da hätte es dann ungefähr so gelautet: Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie einer die Position einer bestimmten Gruppe vertritt und einen Angriff auf eine andere Gruppe startet, die eine andere Position vertritt, wie hier die ver.di Fraktion und schon schreien alle ver.di Leute laut auf und beginnen ihre Position gegenüber der anderen Fraktion, hier in dem Fall 59er zu verteidigen.

Nun, anscheinend bist Du hier Betroffener und gehörst zur ver.di Fraktion. Da liest sich Dein Beitrag plötzlich ganz anders und sehr parteiisch.


Hallo fityniner,

am Ende fällt mir eigentlich dazu nur ein:
Du bekommst das im Leben, was Du Dir zutraust.

Traust Du Dir zu Angestellter sein, wirst Du Angestellter.

Traust Du Dir zu Unternehmer zu sein, wirst Du das auch.

Traust Du Dir zu, Superstar zu sein, wirst Du das auch.

Alles liegt in Deiner Hand, Dein Leben so zu verändern, wie Du es Dir vorstellst. Traust Du Dir allerdings nur das Leben zu, was Du momentan lebst, und wünschst Dir insgeheim ein anderes Leben, bist jedoch nicht bereit dazu Deinen eigenen Hintern zu bewegen, aus welchen (vorgeschobenen) Gründen auch immer, wirst Du wahrscheinlich darin weiter verharren und auf alle anderen schimpfen, die Dir angeblich, in Deinem Verständnis, den Weg zu Deinem Glück versperren und Dir immer wieder eine Gruppe suchen, die Dir in dem Momenat scheinbar im Weg ist, für Dein eigenes zufriedenes Leben, oder willkommen zum Ablassen Deines eigenen persönlichen Frusts.

Dabei liegt es doch nur an Dir, Deine Träume, sofern Du welche hast, umzusetzen und dabei wird Dir weder ver.di noch die Privatisierung, noch sonstwer bei helfen, im negativen oder im positiven Sinne.

In dem Sinne - Viel Glück.
sonnensturm

[ Editiert von Sonnensturm am 11.03.06 1:57 ]


Faust Offline




Beiträge: 5.515

11.03.2006 07:14
#39 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Guten Morgen, Sonnensturm

In Deinem letzten Beitrag ist das "Geheimnis Deiner Produktivität" wieder - oder immer noch - deutlich zu lesen.

Zu jedem Thema gibst Du Deinen Senf dazu,
unabhängig davon, ob Du verstehst, worum es geht, oder nicht.
Auch wenn Du Dir am laufenden Bande widersprichst...

Es gibt keine Situation im Leben,
in der ein Mensch wirklich "unparteiisch" sein kann.
Und Sinn macht's schon gar nicht, das sein zu wollen.

Menschen sind gesellschaftliche Wesen und in ihrer Existenz an die Gemeinschaft gebunden.
Sie können sich daher objektiven Wirkungsmechanismen nicht entziehen,
diese aber durch "Partei ergreifen" beeinflussen.

Dem fiftyniner ist nicht zu helfen,
so lange er "lernunfähig" bleibt...

LG
Bernd


fiftyniner Offline




Beiträge: 182

11.03.2006 08:49
#40 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Immer wieder toll, Eure Beiträge zu lesen......und recht belustigend außerdem.

Einerseits scheint diese Community fast ausnahmslos aus Ver.di- Fans zu bestehen, was erklärt, daß sich alle auf mich "eingeschossen" haben. Also absolut kein repräsentativer Querschnitt unserer Bevölkerung. Sonst wären auch mal ein paar andere Meinungen zu lesen gewesen. Aber gut, ich habe kein Problem damit.

@papa30: Bis jetzt lese ich vor allem Herumgejammere von den Ver.dis, wie wenig sie doch mit ihrem Lohn anfangen können. Mir braucht keiner vorzurechnen, was er sich vom Lohn leisten kann und was nicht.
Außerdem habe ich in der Schule recht gut aufgepaßt und konnte so meiner Tochter Nachhilfe in Deutsch, Mathe, Physik und Englisch geben, und noch einigen Kindern von Bekannten - umsonst übrigens.

Daß ich kein Angestellter im ÖD geworden bin, liegt daran, daß mir praktisches Arbeiten an der Maschine oder damals als Fliesenleger einfach besser gefällt. Mit meiner Hände Arbeit etwas schaffen und sehen, daß etwas daraus entsteht, DAS gefällt mir.

@sonnensturm: Solche Arbeitszeiten (85,5 h/ Woche) hab ich auf dem Bau auch durch - ohne Mehrlohn, denn die Überstunden mußten dann abgesetzt werden. Aber weder damals noch heute jammere ich deswegen.

* * * *
Okay, Ihr könnt weitermachen.....

P.S.: Ach so, @sierra, mit "meinem Berater vom AA" kann ich nicht reden; ich habe keinen. Arbeite nämlich seit 2004 in einer (privaten) Firma, die trotz momentaner Flaute keine Mitarbeiter entläßt und mich trotz 11monatiger Krankheit (Bandscheibenvorfall) weiterbeschäftigt hat.

Und P.S. @faust. Bißchen armselig, erst PN schicken und dann ne Ignore- Sperre......

[ Editiert von fiftyniner am 11.03.06 9:01 ]


Paphos Offline




Beiträge: 4.057

11.03.2006 09:14
#41 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Moin Sierra,

klasse Beitrag

So siehts nämlich tatsächlich aus,im öffentlichen Dienst.

Mit immer weniger Personal immer mehr Arbeit..das führt dann
dazu, das Unmengen von Überstunden geleistet werden müßen...

Zitat
Schnell war auch hier „die Patentlösung“ überhaupt gefunden. Mit massiven Entlassungsandrohungen wurde Verdi dazu genötigt - anders kann es kein „normaler“ arbeitender Mensch sehen, und selbst die AG geben das unter vorgehaltener Hand zu - einer neuen „Überstundenregelung“ zuzustimmen:
[quote]In Zukunft hatte jeder AN nur noch ein maximales Guthabenkonto von 20 Stunden, aber gleichzeitig ein minimales Sollkonto von 10 Minusstunden. Alle Stunden, die über diese 20-Std.-Guthaben gehen, und binnen eines Monats nicht „abgefeiert“ werden können - was in der Regel der Fall ist, also „, dass es aufgrund Personalreduzierung und anfallender Arbeit nicht möglich ist, sie abzufeiern“ - diese Mehrarbeitszeit wird dann ersatzlos „genullt“, soll heißen, z.B. ich habe jetzt wieder im letzten Monat Februar 18 Stunden „umsonst“ gearbeitet. Einfach so, für Nullkommanix



Das konnte bei uns gerade noch verhindert werden.Im Rahmen einer Betriebsvereinbarung.Geleistete Überstunden können so zumindest nicht verfallen.
Nützen tut das ganze aber auch nicht viel...nun schiebt jeder Mitarbeiter seine Überstunden vor sich her,denn abgefeiert werden können sie nicht,da das Personal fehlt...

Bei Neueinstellungen in einer Zweigstelle unseres Betriebes hat man es sich nun zu Nutze gemacht,das man letztes Jahr schon aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten ist.
Dort gilt nun ein schnell zusammen geschusterter Haustarifvertrag....
Dort dürfen dann die Leute für Rund ein Drittel wenigeer Geld schon mal 40 Stunden ran.
Weils so schön ist hat man auch gleich alle sonstigen freiwilligen Sozialleistungen gestrichen...
Selbstverständlich bekommt jeder auch nur einen befristeten 2 Jahresvertrag..
Wer diese 2 Jahre brav die Schnauze hält und alles mitmacht(auch regelmäßige Schulungen am Wochenende)natürlich ohne Bezahlung oder Stunden Gutschreibung,den verlängert man dann seinen Vertrag nochmal für ein Jahr,bevor man ihn dann rausschmeißt.......
Und das ist erst der Anfang......

Gruß
Peter


polar Offline




Beiträge: 5.749

11.03.2006 09:23
#42 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

hi 59er,

ich möchte hier niemandem was unterstellen, aber der tenor der meisten beiträge ist eigentlich eindeutig: es bringt dir nichts, als privater arbeitsloser für die privatisierung der öffentlichen dienste zu kämpfen.
das ist verlorene energie, weil dir bringts persönlich nichts, wenn dann beim öd stellen, leistungen, usw. abgebaut werden.
dass ein leistungslohn selbstverständlich wird, dass ein beamtenstatus in frage gestellt werden kann, bin ich einverstanden.
dass man private unternehmen dran beteiligen kann auch, das gibt geld und know-how.
aber ein öd sollte nicht in 1. linie gewnnorientiert sein, sollte er sollte einfach mal gut ausgebaut und fexibel da sein. es ist ein gegenwert für unsere steuern.
darum sollte der staat immer die finger drin haben.

dass ich mir jetzt die freiheit das als schweizer-kleinstprivater hier bei euch ninzuschreiben herausnehme, spielt keine rolle.
das prinzip ist bei uns wie bei euch das gleiche.

LG

rolf


soyyo Offline




Beiträge: 832

11.03.2006 10:03
#43 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

daß sich alle auf mich "eingeschossen" haben

hallo, Pappkamerad, selbst hingestellter,

in der Community wird halt bisweilen zurückgeschossen,

* * * *
Okay, Ihr könnt weitermachen.....zwinker1


jaaawolll


polar Offline




Beiträge: 5.749

11.03.2006 10:07
#44 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Zitat
Traust Du Dir zu, Superstar zu sein, wirst Du das auch.



also da, liebe sonnensturm, muss ich dir energisch widersprechen.

über superstare entscheidet einzig und allein der dieter bohlen.

LG

rolf


Sonnensturm ( gelöscht )
Beiträge:

11.03.2006 10:14
#45 RE: Spinnen die Ver.di's?? Antworten

Hi Faust,

Und grundsätzlich hab ich auch nix dagegen, wenn Menschen ihre Position vertreten. Besser eine Position, als keine Position oder rumgeiere oder sein Fähnchen nach dem (günstigsten) Wind zu hängen.

In dem Beitrag habe ich jedoch speziell Sierra und fityniner angesprochen.

Ich hab doch gar nix dagegen, daß Du jetzt Partei für Sierra ergreifst.

gruß
sonnensturm


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