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Saufnix
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Dieses Thema hat 113 Antworten
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 Selbsthilfe und Gruppengespräche
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Phoenixa Offline




Beiträge: 89

26.06.2005 09:51
#76 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hi,

Zitat malo:
"wer jeden tag kämpft
muss eines tages verlieren"

Geenaauu. Ist doch mein Reden.
Deswegen kämpfe ich nicht mehr.
Und wo es keinen Kampf gibt,
gibt es keine Gewinner,
gibt es keine Verlierer,
und dann gibt es auch keine K...

Ich versuche, das böse K-Wort mal für ne Weile nicht mehr zu benutzen. Das Wort schein mir hier zur Zeit ein wenig überstrapaziert...


@Limo:
sehr bedacht und und umsichtig geantwortet.
Respekt.


So,
und ich versuche jetzt mal meinen "inneren Schweinehund" zur K... zu bewegen und `ne Runde Sport zu treiben. Das Wetter ist nämlich gerade perfekt dafür. Schwanke noch zwischen Joggen und Rad fahren. Na ja, mal sehen.

Einen wunderschönen Sonntag euch allen

Phoenixa

[ Editiert von Phoenixa am 26.06.05 9:54 ]


tommie Offline




Beiträge: 10.571

26.06.2005 10:06
#77 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Zitat
Gepostet von HerrLimonade
Ich muss meinen eigenen Weg durchs Leben finden und für den muss ich alles selbst erkennen und entscheiden.



Moin moin limo

das blöde an der Alkoholabhängigkeit ist, dass manche zu lange für ihre Erkenntnis brauchen und sie nicht mehr selbst entscheiden können.

Nach "meiner" Erkenntnis ich bin Alkoholiker und brauche Hilfe hat es geschlagene 4 Jahre gedauert, bis meine Erkenntnis in einer eigenen Entscheidung fruchtete. Ein paar Tage länger, und andere hätten für mich entschieden!

Lass dir nicht zu viel ErkennungsZeit, limo, und entscheide möglichst schnell. Es besteht immer die Gefahr, dass der Alkohol oder jemand anders über dich bestimmt - die nehmen dann keine Rücksicht auf deinen ErkennungsStand.


tommie


Randolf Offline




Beiträge: 1.071

26.06.2005 10:12
#78 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Moin Ihrs,

ich habe bei meinem Ausstieg auch nicht lange nachgedacht, ob es jetzt DIE Kapitulation war, da kannte ich diesen Begriff und dieses Board noch gar nicht.
Klar gab's innerlich einen Quantensprung, der mich "wissen" ließ, dass es diesmal anders ist, als bei den Versuchen zuvor.Aber ich hab mich gar nicht mit der Frage aufgehalten, ob Wahrheit oder Trug.War riesig erleichtert, ohne die Drecksbrühe zu sein.
Und dann sind mir in der ersten Zeit ohne Alk ohnehin viele Dinge klargeworden, von selbst oder durch Anregungen durch das Board hier.

Schönen Sonntag

Randolf


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

26.06.2005 11:06
#79 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Huhu Limo,

ich bin auch ein Mensch, der sehr überprüft und hinterfragt, aber in Sachen Alkoholsucht schließ ich mich tommie an:

Zitat
Lass dir nicht zu viel ErkennungsZeit, limo, und entscheide möglichst schnell.

Zitat
Es besteht immer die Gefahr, dass der Alkohol oder jemand anders über dich bestimmt - die nehmen dann keine Rücksicht auf deinen ErkennungsStand.



Wahrscheinlich bist du auch so ein kleiner Perfektnionist, wie ich es früher war. Immer erst alles genau prüfen, abwägen, ausloten, damit man dann alles möglichst "fehlerfrei" durchziehen kann.
Deshalb möchte ihr die Mut zur "unperfekten" Abstinenz machen (unperfekt im Sinne von, nicht 100prozentig vorher zu wissen, ob die Abstinenz dir wirklich bei der Lösung deiner Probleme helfen kann). Es kann durchaus sein, dass du im Nachhinein siehst, dies oder das ist ganz anders, als du theroretisch dachtest. Das wirst du aber erst durch das TUN erfahren, nicht durch das theoretische Hinterfragen und Abwägen.

In Sachen Sucht kann es nur so gehen:

zuerst Abstinenz,
dann Selbsterkenntnis und eigene neue Entscheidungen für dein Leben!

Das ist sozusagen die Erste-Hilfe-Maßnahme, die "Wiederbelebung", die erst erfolgen muss, dann kann die "Therapie" erfolgen.

Solange du noch "Selbsterfahrung" in Sachen Suchtmittelkonsum machst, bleibt dir jegliche andere tiefgreifende Selbsterfahrung verschlossen.

Liebe Grüße
Gaby


Biene2 Offline




Beiträge: 4.231

26.06.2005 11:19
#80 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hallo Ihrs,

im Namen der sonntäglichen Denk-und Schreibfaulheit schließ ich mich da Gaby und Tommie an...

Erst die (provisorische)Abstinenz...dann erst kommt die Entscheidung zur (dauerhaften) Abstinenz.

Solange man noch Alkohol konsumiert,schützt die Sucht sich selber..und die heute getroffene Entscheidung wird morgen eh' wieder ertränkt.

Die Pulle trotz aller Gedanken-Akrobatik stehen lassen...und nüchtern werden...aber so richtig nüchtern...dann klappts auch mit der Entscheidung.


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2005 11:46
#81 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Zitat
Gepostet von HerrLimonade
Zur Einstellungsänderung, also ich sehe es so:

Nicht mehr zu Trinken ist eine Entscheidung. Dieser liegt die Einstellung zugrunde das das Leben ohne Alkohol besser ist, als das Leben mit Alkohol. Vor dieser Entscheidung hatte ich die Einstellung, dass das Leben nur mit Alkohol schön bzw. erträglich ist.

Ohne Alkohol ist das Leben besser als mit Alkohol, aber deswegen noch nicht automatisch schön. Damit es schöner wird, muss ich weitere Einstellungen ändern, z.B. meine bisherigen Herangehensweisen an Problemsituationen, meine Vorstellungen von Glück bzw. Belohnung, meine Einstellung was ich von meinem Leben erwarte und so weiter und so fort...

Das heißt meiner Meinung nach also, dass ich durchaus auch vor der Abstinenzentscheidung meine Einstellung ändern muss. Im Sinne von: von nichts kommt nichts.



Hi allerseits,

alles was hier diskutiert wird hätte mich persönlich nie dazu gebracht, mit dem Trinken aufzuhören.

Alkoholiker oder nicht? Das war mir egal, denn ohne Suff und ohne Rauch verreckt die andere Hälfte auch.

Auch die ganzen Begrifflichkeiten, Kapitulation undsoweiter, das waren damals für mich Begriffe aus irgendwelchen Alkoholikerorganisationen, die hatten allesamt nix mit meiner Person zu tun.

Was brauch ich da meine Einstellung zu ändern? Entweder es geht mir vom Trinken schlecht, oder ich überleg mir gar nicht daß ich aufhör. Ich musste nicht aufhören, ich musste mich auch nicht umbiegen damit ich das schaffe. Kein Mensch kann mir verbieten zu trinken, wer soll mir denn verbieten daß ich mich totsaufe wenn ich das besser finde als nüchtern zu leben?
Das bissel schlecht angesehen - spült sich doch runter.

Aber ich hatte doch einen Grund, warum ich überhaupt über meinen Alkoholkonsum nachgedacht hab, so wie jeder der hier auftaucht. Und dieser Grund war bei mir, daß es mir ganz einfach schlecht ging, und es ging mir immer schlechter, je länger ich getrunken hab. Mein Handeln war immer mehr um die Sauferei drumrumgebaut, und das wars mir auf Dauer nicht wert.

Der Rest ist einfach Erfahrung. Lange Jahre hab ich halt immer wieder Pausen eingelegt damit das Trinken wieder schön wird, und irgendwann wurde es halt nicht wieder schön.
Aber warum hätte ich denn damit aufhören sollen, solang ich irgendwas dran gefunden hab? Solangs mir trinkend gut geht, ist doch alles in Ordnung, oder?
Und wenns mir nicht mehr davon gutgeht und ich auch erkannt hab, daß ich aufhören will, brauch ich doch nicht mehr lange rumzumachen, was hindert mich denn?

Ich mach doch genau so lange mit einer Entscheidung rum, wie ich meine, etwas wollen zu müssen was ich in Wirklichkeit gar nicht will. Zum Beispiel, wenn ich im Grunde trinken will, aber nicht abhängig sein möchte. Da such ich nach dem Schlupflöchern, ja ich könnte doch eine der Ausnahmen sein...Solang will ich im Grund ja gar nicht mit dem Trinken aufhören, ich will nur ein gesellschaftliches Etikett abwehren oder hab irgendwelche Erwartungen an mich selbst wie ich in meinen Augen sein möchte.

Denn wenn ich aufhören will hör ich auf. Punkt. Die Brühe läuft mir nicht nach.

Das Leben wird auch nicht automatisch schöner, wenn Du mit dem Trinken aufhörst. Ja es gibt nicht mal ne Garantie ob es überhaupt auf Dauer schöner wird, denn Glück oder Pech hast du als nüchterner noch genauso. Du kannst auch genauso unappetitliche Krankheiten kriegen oder unerträgliche Nachbarn haben. Also Nüchternheit garantiert für gar nix.

Aber Du kriegst das Gefühl, da gibt es was wo Du macht was Du willst. Du lässt dir Dein Tun nicht von irgendwas diktieren, Du befreist dich von dem Irrglauben daß Du ohne Alkohol nicht leben kannst. Es hat was mit persönlicher Freiheit zu tun und damit auch was damit daß Du Dich auf Dauer selbst besser leiden kannst. Aber auch das musst du erst erfahren, da kannst Du Dich nicht hindenken.

meint

der minitiger

[ Editiert von minitiger2 am 26.06.05 12:04 ]


Max mX Offline




Beiträge: 5.878

26.06.2005 13:16
#82 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

hi,
"Gepostet von HerrLimonade
Zur Einstellungsänderung, also ich sehe es so:
Nicht mehr zu Trinken ist eine Entscheidung. Dieser liegt die Einstellung zugrunde das das Leben ohne Alkohol besser ist, als das Leben mit Alkohol"
Da würde ich heute noch trinken, oder tot sein!! Meine "Entscheidungsfindung" dauerte etwa 10 Jahre, bei voller Kenntnis der psychischen, körperlichen, medizinischen usw. Sachlage.
Mein Grund aufzuhören war alleine und einzig, dass ich mich selber nicht mehr ertragen konnte. D.h. ich konnte auch nicht eine (1) einzige Stunde so weiterleben. Da reichte der Begriff "Verzweiflung" bei weitem nicht aus.
ich grüße euch, Max


HerrLimonade Offline




Beiträge: 44

26.06.2005 16:47
#83 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Servus miteinander,

vielleicht habe ich mich bisher nicht ganz deutlich ausgedrückt.

Also ganz kurz nochmal:

Ihr habt ja auch mehr oder minder geschrieben, dass Ihr nicht mehr Trinken wolltet, weil Euch das Trinken, bzw. das Leben als Trinker zuwider war.
Also habt ihr beschlossen aufzuhören = Einstellungsänderung
Weil man kann ja auch weitersaufen, obwohl man es hasst, wissen wir ja alle (entpräche keiner Einstellungsänderung)

Aufgrund dieser Einstellungsänderung erfolgt die Entscheidung, nicht mehr zu trinken.
Mehr hab ich eigentlich nicht gesagt. Ich finde also den Widerspruch nicht so ganz. Vielleicht könnt ihr mir helfen?

Der einzige Grund, warum ich hier diese Wortklauberei betrieben habe, war klarzumachen, wie wichtig es für mich war, noch nass zu entscheiden, dass ich etwas ändern will. Gerade, wenn ich aussteigen will, BEVOR ich meinen absoluten Tiefpunkt erreicht habe.


Zitat Gaby:
?Solange du noch "Selbsterfahrung" in Sachen Suchtmittelkonsum machst, bleibt dir jegliche andere tiefgreifende Selbsterfahrung verschlossen.?

Das hab ich mittlerweile verstanden. Ich gebe Dir vollkommen recht, hundertprozentige Gründe trocken zu bleiben kann ich nass gar nicht finden. Da fehlt mir die Sichtweite. Es reicht zu erkennen, dass ich nicht nass bleiben will. Aber DIESE Erfahrung muss unbedingt sein, oder?


Zitat Roswitha:
?Erst die (provisorische)Abstinenz...dann erst kommt die Entscheidung zur (dauerhaften) Abstinenz.
Solange man noch Alkohol konsumiert,schützt die Sucht sich selber..und die heute getroffene Entscheidung wird morgen eh' wieder ertränkt.?

Unterschreib ich hundertpro. Merke in diesem Punkt nach wie vor den schwierigen Unterschied zwischen Erkennen und Praktizieren. Zwei paar Schuh?


Zitat minitiger2:
?Es hat was mit persönlicher Freiheit zu tun und damit auch was damit daß Du Dich auf Dauer selbst besser leiden kannst. Aber auch das musst du erst erfahren, da kannst Du Dich nicht hindenken.?

Das entspricht dem, was auch Gaby und Roswitha schrieben. Das war bis zuletzt immer ein Knackpunkt bei mir im Sinne von, ?warum soll ich aufhören zu trinken, was kommt danach??
Dass das so nicht geht, habe ich inzwischen eingesehen. Über das danach kann ich eben erst danach nachdenken.


Dennoch, worauf ich hinaus wollte und nun über einen so langen Weg noch einmal zurückkomme ist:

Um mit dem Trinken aufzuhören, muss ich meine Einstellung nass ändern, nicht mehr trinken zu wollen.
Ob ich nun meinen Tiefpunkt erreicht habe oder nicht.
Dass kann aber nur in negativer Richtung erfolgen. Im Sinne von: Ich will NICHT mehr trinken, weil ??..
In positiver Richtung, im Sinne von: Ich will aufhören zu trinken, damit?? scheint es nicht zu funktionieren. Weil hier der Alkohol die Sicht auf alles weitere versperrt.

Versteht Ihr meinen Denkansatz?
Wenn nicht immer schön angreifen (aber nur in der Sache bitte!). Nur so lerne ich?..

Die allerbesten Grüße
limo


HerrLimonade Offline




Beiträge: 44

26.06.2005 16:53
#84 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

so ein mist. habe in word geschrieben und rüberkopiert. da sind jetzt leider lauter fragezeichen drin, die nicht reingehören. verdreht teilweise ziemlich den sinn. also vorsicht bitte. missverständnisse sind so natürlich leicht vorprogrammiert.

besten gruß
limo


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

26.06.2005 17:12
#85 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hi Limo,

Zitat
Um mit dem Trinken aufzuhören, muss ich meine Einstellung nass ändern, nicht mehr trinken zu wollen.



Nein, nicht die Einstellung, das kommt später, den Entschluss musst du fassen und dann gleichzeitig Unterstützung holen!

Bei mir war es so, dass es mich am Schluss schon jeden Morgen angekotzt hat, dass ich schon wieder gesoffen hatte und ich mich gerädert fühle etc. Zig versuche allein aufzuhören, waren fehlgeschlagen, weil ich meine Einstellung gar nicht ändern konnte, solange ich keine Krankheitseinsicht hatte (und die hatte ich da noch nicht wirklich).

Mein Entschluss hieß dann:
Ich will es ehrlich und ernsthaft versuchen, ob ich es nicht auch ohne Alkohol durhalte - gerade auch, weil ich es hier von so vielen anderen las, die es geschafft hatten - und es war nur ein Durchalten bei mir am Anfang.Ich habe mir eigentlich gar nicht mal zugetraut, dass ich es schaffen könnte, bin von Tag zu Tag geeiert, irgendwie und oft haarscharf daran vorbei wieder zur Flasche zu greifen. Ich dachte noch "nass" - eine ganze Zeit lang. Das ich es durchhalten konnte, dabei half mir das Versprechen, dass ich mir selbst gegeben hatte. Nämlich mir keinen Vorzumachen und immer trotzdem erst versuchen zu reden, Hilfe zu holen, bevor ich trinke. Das habe ich gemacht und es funktionierte. Der Saufdruck ging in Gesprächen und beim Lesen hier tatsächlich wieder weg. Später kamen dann noch Suchtberater und Motivationsgruppe dazu, es entwickelte sich dann. Aber der Anfang war der Pakt mit mir selbst, dass ich ernst genommen werden will und deshalb auch zu allererst mich selbst ernst nehmen will.

So war das bei mir z.B.

Willst du denn noch weitertrinken oder nicht?
Hast du noch keinen Entschluss gefasst oder nimmst du dich selbst nicht ernst?

Gruß
Gaby


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

26.06.2005 17:20
#86 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Limo,

mir hat am Anfang die Einstellung geholfen:

Trinken anfangen, kannst du ja immer noch wieder. Was verlierst du schon, wenn du es ein paar Tage nicht tust.

Ich hörte nicht auf, mit dem Entschluss es für immer zu tun, ich wollte mal probieren, wie weit ich komme und immer wenn es schwer wurde, dachte ich: komm´noch ein Stückchen, noch ein Stückchen. Flaschen gibt es an jeder Tankstelle, die kannst du dir morgen auch noch holen.

So entwickelte sich das von Tag zu Tag bei mir.

Irgendwann habe ich dann auch kapiert, warum es bei den AA´s heißt: nur für heute, das erste Glas stehen lassen.
Genau das hatte ich nämlich gemacht.

Der Rest entwickelte sich dann und heute lasse ich es freiwillig und gerne stehen. Vermisse nichts mehr.

Die Probleme, die ich habe sind dadurch nicht verschwunden, aber zumindest habe ich jetzt die Möglichkeit mich damit auseinanderzusetzen und das zu ändern, was mir nicht passt in meinem Leben.

Gruß
Gaby


bordeauxnixe Offline




Beiträge: 673

26.06.2005 19:01
#87 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hallo liebe Phoenixa,

bitte nimm mein Posting nicht zu persönlich...Warum hat dich das so erregt?

Mir ging die Wortklauberei mit dem Wort "Kapitulation" etwas auf den Geist! Das war alles.

Natürlich weiß ich, dass du "trocken" bist. Und das ist auch gut so. Nur ob Trinkpause oder nicht, und vorher wissen und/oder nicht.....Sind das nicht einfach Versuche dich an einem Strohhalm festzuhalten?

Ich frage mich dennoch was diese vielen Gedanken, fast an Erbsenzählerei grenzend, sollen?

Sie erinnern mich an das typisch "nasse" Denken, von dem ich mich nicht ausschließen will. Habe ich auch noch sehr oft. Ich will mich da nur nicht mehr reinziehen lassen, da dieses Denken auch einige Gefahren birgt.

Über das Philosopieren erreiche ich weder den Einstieg in eine Trockenheit, noch erhalte ich sie mir dadurch, finde ich.

@Limo

Ich finde es gut, wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt. Nur glaube ich, dass du dich verrennst. In meinen Augen flirtest du mit dem Gedanken, einer Entscheidung, und hast immer noch genügend Gründe zu trinken. Dir geht es noch zu gut mit Alkohol! Das ist mal Fakt für mich. Und? Das ist halt so momentan noch. Akeptiere es einfach, so wie es ist!

Wenn du deinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hast, wirst du, solange du noch ein Fünkchen Lebenswillen hast, automatisch ohne Hinterfragen das 1.Gas stehen lassen.

Einstein?Ist zu Glück nicht mein Vorbild. Er war in vielerlei Hinsicht ein nicht so angenehmer Zeitgenosse, z.B. im zwischenmenschlichen, siehe seine 1.Frau, seinen kranken Sohn und anderen Wissenschaftlern gegenüber. Einstein ist für mich nicht das Ei des Kolumbuses, dafür hat er mir menschlich einfach zu wenig drauf gehabt und seinen Ruhm für sich alleine eingeheimste (obwohl da noch jemand hinten dran stand).

Wünsche dir einen wunderschönen Abend
laß´das 1.Glas stehen, wann du
es willst.

Liebe Grüße

Bordeauxnixe


Phoenixa Offline




Beiträge: 89

26.06.2005 19:47
#88 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hallo ihr,

hab gerade Gaby's Beiträge gelesen.

Mmh, ich weiß nicht. Bei mir hatte dieser Ansatz (erst mal Aufhören und dann mal gucken...) nicht funktioniert. Bei mir erkenne ich da die Denkweisen wieder, die ich noch aus meinen (monatelangen) Trinkpausenzeiten kenne.

Bei mir ist irgendwann (nachdem ich richtig auf die Nase gefallen bin...) der Groschen gefallen (=Einstellungsänderung). Rumgeeiere gab es danach vom ersten Tag an nicht. Ich wollte das nicht mehr und Punkt (=Entscheidung).

Die Frage ist nur, wie kriegt man den Groschen zum Fallen,
ohne vorher erst so richtig was auf die Mütze zu kriegen??
Bei mir war das leider wohl zwingend notwendig.

ratlos grüßt

Phoenixa


Phoenixa Offline




Beiträge: 89

26.06.2005 21:47
#89 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hallo Bordeauxnixe,

kein Problem, persönlich nehme ich das nicht. Du hoffentlich auch nicht.

Aber in der Sache leben wir wohl im Moment auf zwei Welten. Aber macht nichts. Let`s talk about it.

Auch dein jetziges Posting lässt meiner Ansicht nach erkennen, das du dich "im Recht" fühlst, bzw. dass du die "Wahrheit" erkannt hast und ich mich deiner Ansicht nach mich lediglich in einer Trinkpause befinde - Ich Unwissende?? Nur, weil ich eine andere Meinung zur hier diskutierten K...-Frage habe??

Das ist der Punkt, der mich nach wie vor stört. Deine Aussagen sind zumindest zwischen den Zeilen wertend. Du bist aber nicht im Besitz der einzig "wahren Erkenntis". Niemand ist das.

Aber lass mich dich etwas anderes fragen. Du nennst es "Wortklauberei" und "Erbsenzählerei" ich nenne es "Diskussion". Warum hast du soviel Angst davor?

Zitat:
"Ich will mich da nur nicht mehr reinziehen lassen, da dieses Denken auch einige Gefahren birgt"

Da muss ich jetzt mal kritisch nachfragen: Hast du selbst vielleicht einfach im Moment nicht den inneren Abstand, um dich mit den genannten Punkten auseinanderzusetzen? Dann würde ich deine Einstellung zumindest verstehen.

Aber warum sollen dann andere nicht darüber diskutieren, ohne gleich von dir in den Topf "Trinkpause" geschmissen zu werden? Und das ist wertend, denn es heisst im Klartext: "hat ihr eigenes Problem noch nicht erkannt, also was soll von ihren Postings schon zu halten sein..."


O.K. das war jetzt sehr überspitzt formuliert.
Aber ich hoffe, es ist deutlich geworden, was mich stört.


Zitat:
"Über das Philosopieren erreiche ich weder den Einstieg in eine Trockenheit, noch erhalte ich sie mir dadurch, finde ich."

Nein, da hast du recht. Man "philosophiert" über manche Themen eben einfach nur so hin. Weil ’ne Diskussion immer für ’ne neue Einsicht gut ist. Weil`s interessant ist. Weil`s Spass macht. Weil es einen einfach mal interessiert, was andere so über bestimmte Dinge denken. Interesse an dem, was andere so denken, hatte ich übrigens in meiner "nassen" Zeit nie. Durchaus möglich, dass ich da noch Nachholbedarf habe.

Als ich noch "nass" gedacht habe, wäre ich übgrigens nicht dazu nicht in der Lage gewesen, mir über so was kritische Gedanken zu machen. Geschweige den, auch noch öffentlich darüber zu schreiben. Ich kann nur über Dinge reflektieren und diskutieren, zu denen ich genügend Abstand habe. Und das tue ich mit um so mehr Begeisterung, je kontroverser das Ganze ist. That`s life!


So ist das eben bei mir.

Liebe Grüße

Phoenixa

[ Editiert von Phoenixa am 26.06.05 21:49 ]


Sonnensturm ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2005 22:06
#90 RE: Hi ihr Säufer - lasst uns gemeinsam kämpfen! antworten

Hallo Phönixa,

ich lese Dich schon eine ganze Weile, und Deine kritischen Gedanken, auch Dir selbst gegenüber, gefallen mir, ich weiß nur noch nicht so richtig warum, aber vielleicht kommt es mir, wenn ich mehr von Dir erfahre.

Gruss
Sonnensturm


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