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Saufnix
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Dieses Thema hat 93 Antworten
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 Akute Hilfe
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bordeauxnixe Offline




Beiträge: 673

13.06.2005 22:28
#31 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hallo startrust,

ich finde es gut, wenn du hier am Board schreibst! Willkommen hier im Forum!

Erzähl doch mehr von dir! Wie lange trinkst du schon etc.!


Liebe traurig,

auch ich möchte, dass du wieder lustig wirst. Die Schmerzen und das Problem Rücken bei deinem Mann sind das eine. Das Alkoholproblem jedoch das andere. Ich finde es natürlich genauso wie du als selbstverständlich, wenn du ihn bei seinem Rückenproblem unterstützt.

Ansonsten ist es für dich wichtig, dich um dich selbst zu kümmern. Nur er alleine kann seine Alkoholkrankheit stoppen und er will es, so wie ich das hier lese. Keiner führt ihm das Glas zum Mund, dass tut er ganz alleine und nicht du. Er alleine ist dafür verantwortlich, auch wie er dahin gekommen ist.

Wenn ich große Schmerzen habe, bin ich so geschafft, dass ich niemals auf die Idee käme oder gekommen wäre, diese mit Alkohol zu betäuben.

Es wäre für dich vielleicht gut, wenn du dir auch eine SHG suchst. Dir wird dann einges klar werden in bezug auf Alkoholismus.Du wirst die Krankheit lernen zu durchschauen. Auch deine Rolle als Co wird dir bewußt und du lernst "nicht für ihn zu denken und zu handeln".

Liebe Grüße

und ich wünsche Euch von Herzen alles alles Gute

Bordeauxnixe


beed Offline




Beiträge: 882

13.06.2005 23:48
#32 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Och Bea, wenn jeder zum Entziehen in eine Klinik eingewiesen werden soll, dann liegen die KK-Beiträge bald bei 30%.
Ein bisschen realistisch sollte man schon bleiben.

Klar ist es besser, doch man sollte den Ärzten auch so viel Kompetenz zugestehen, dass sie wissen, was sie da verschreiben und tun (gesetzt den Fall, der Patient war ehrlich).

Mein Arzt hatte mir zB auch mal Distra verschrieben (1-0-1). Das war aber schon, als es mir echt schwer fiel...
und das Zeug haut ja nun mächtig rein.

Als ich im Februar einen epileptischen Anfall mitten auf der Straße bekam, hat jemand den Notarzt geholt und die haben mich in die Klinik gefahren und 3 Tage mit Distra vollgepumpt, obwohl ich trocken war. Wie ich nachher erfuhr bekam ich 2-2-2-2-2-2 und am 3. Tag hieß es ich könne nach Hause gehen. Ich war aber schon so auf dem Zeug, dass ich durch das abrupte Absetzen gleich am nächsten Tag wieder einen Anfall bekam. Da bin ich mir garnicht mehr so sicher, dass zumindest die in den Kliniken wissen, was sie tun...

naja, so gehts eben...

LG
beed


Stardust ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2005 09:18
#33 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hallo Beed,

ich stimme Dir zu. Der Arzt hat mir gesagt, daß er nie Distra verschreibt, da der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben wird.
Das Gute war, daß ich zum Schlafen heute nacht kein Medikament brauchte. Das "beruhigende" an dem Medikament war, daß es verfügbar war.
Genauso war es am Sonntag. Meine Frau meinte ich könne Bier trinken, wenn ich wollte.
das war auch wichtig. Nicht Sie schiebt mich an sondern ich muß selbst sagen nein.
Im Moment ist es für mich wichtig die Würde zu haben mach es selbst und keiner zwingt Dich von außen. Hoffentlich kein zweischneidiges Schwert.
Traurig ist auch ganz froh, daß ich nix einwerfe und zwar aus freien Stücken.
Schade ist, daß wir nix unternehmen können (freizeitmäßig) denn sie ist im Moment erkältet.

Grüße Stardust


beed Offline




Beiträge: 882

14.06.2005 09:31
#34 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hi Stardust,

na das klingt doch schon ganz gut!

Mit dem Medikament hast Du recht - oftmals ist das Wissen um das Vorhandensein schon Beruhigung genug.

Bleib standhaft und Traurig 'gute Besserung'.

LG
beed


Igel ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2005 13:05
#35 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hi Beed,

teile deine Einschätzung, denke nicht das "man" Pauschal unterstellen sollte das Ärzte welche eine amb. Entgiftung duchführen/empfehlen verantwortungslos sind bzw. keine Ahnung haben.

Wenn der Patient ehrlich ist (da gehn wir jetzt mal von aus) dürfte ein (Sucht)arzt in der Lage sein zu beurteilen ob eine Stationäre Entgiftung erforderlich ist, oder nicht.

Ich halte es für "Gefährlich" hier die These zu vertreten das eine Entgiftung -nur- Stationär erfolgen kann sollte, weil alles andere "Lebensgefährlich" ist.

Klar, Experimente mit "Kaltem Entzug" können Tödlich enden, wenn man es alleine Probiert, deshalb halte ich (jetzt,nachdem mir das bewusst geworden ist)nix mehr davon und würde das auch nicht mehr wagen, keine Frage !.

Allerdings trifft dies nur und ausschliesslich -nur- auf eigene Versuche zu. Wenn ich zum (Fach)Arzt gehe, vertraue ich dem erstmal (warum würde ich sonst hingehn ?), wenn der mir sagt, das eine ambulante Entgiftung ausreicht, mache ich eine ?????? . Richtig !.. eine ambulante Entgiftung.


Ist meine eigene Erfahrung,

habe nach einigen sicherlich bedenklichen "Kalten Entgiftungen", zweimal ambulante Entgiftungen gemacht, mit Unterstürtzung von Medikamenten, wofür ich dankbar bin.

Allerdings hat mir "mein" Arzt gesagt das ich beim nächstenmal (hoffentlich nicht) keine Chance mehr habe, mit ihm eine ambulante Entgiftung zu machen, sondern, die würde dann schon Staionär sein. Denke das spricht nicht gerade gegen die Ärzte.

Ich hasse Pauschalisierungen, weil nach meiner Meinung Gefährlich.


Was soll ein Gast denken, welcher Beas Beitrag liest bisher mit "Kalten Entgiftungen" seine Erfahrungen gemacht hat und bedenken hat vor ner Stat, Entgiftung

Ganz einfach, mach ich ersmal weiter so.


Keine gute Idee.


LG
Lutz


beed Offline




Beiträge: 882

14.06.2005 13:39
#36 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Ja Igel, so ist es.

Natürlich ist es nie vorhersehbar, wie sich ein amb. Entzug entwickelt.
Der Patient ist zu Hause, nimmt seine Medis (oder auch nicht) und harrt der Dinge, die da kommen. Im Gegensatz zum KH hat er unvorteilhafterweise auch noch die Möglichkeit, sich Alk zu beschaffen, wenn er denn meint, dass es ihm doch zu unangenehm wird bzw. nimmt zuviel Medis oder eben auch zu wenig.
Der Kreislauf wird nicht überwacht, ebenso wenig die Menge an Flüssigkeit, die er zu sich nimmt.
Es ist nicht sichergestellt, dass immer jemand in der Nähe ist, für den Fall, dass er ins Delir gerät oder einen Krampf bekommt.

Das spricht selbstverständlich alles gegen einen amb. Entzug, zumal der Arzt ja auch nicht weiß, wie der Körper seines Patienten reagieren wird...

Auf der anderen Seite wäre es eben übertrieben, wirklich jeden in eine Klinik einzuweisen, teilweise ist nicht mal immer Platz.
Wie verantwortungsbewußt ein Entzugswilliger mit der Situation umgeht, bestimmt zum Teil auch den Verlauf und von daher müsste man vor allen möglichen Dingen warnen, denn auch Auto fahren kann lebensgefährlich sein.

Einerseits ist es unangenehmer, in einer Klinik zu entziehen - in unbekannter Umgebung, mit vielen Einschränkungen (die nichts mit dem Trinken zu tun haben) und unbekannten Menschen.
Andererseits ist Hilfe immer nur einen Knopfdruck und ein paar Sekunden entfernt, man muss sich nicht um Dinge kümmern, die zusätzlich Stress verursachen würden und hat das beruhigende Gefühl, im Falle von Komplikationen gleich behandelt zu werden.

LG
beed


Igel ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2005 13:47
#37 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

wohl war


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

14.06.2005 14:04
#38 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Ich bleibe bei meiner Meinung.

Wer Menschen schon im Delier hat sterben sehen wie ich, hat eben eine solche.

Zudem gehört die gesamte Suchtproblematik nicht zur Ausbildung eines Arztes ( ihr könnt gerne bei Helena nachfragen ).

Wenn ein Hausarzt ( nicht ein speziell ausgebildeter "Sucht" Arzt ) wild Medikamente verschreibt wie Distra - das nur im klinischen Bereich angewandt werden darf - handelt für mich einfach fahrlässig.

Jeder kann tun, was er für richtig hält - kalt entziehen daheim oder nicht.
Ich will hier nur auf die Folgen hinweisen.

Es gibt hier an board auch Menschen, die das versucht haben und einige Tage später in der Klinik reanimiert wurden, ihr könnt gerne bei Hyperlink nachfragen, oder wie tommie tagelang sich selbst gefährdend im Wahn war.

Für mich hat ein klinischer Entzug auch etwas ernsthaftes, es kann ein neuer Anfang sein - das das Eingeständnis ein Alkoholiker zu sein voraussetzt, und eben endlich mal etwas öffentlich passiert und dieses Daheimgemauschel für sich selbst aufhört.

Aber das ist meine Meinung.

Und zudem halte ich es von euch für fahrlässig, Neulingen hier zu zu erzählen, ein kalter Entzug zu Hause ist möglich, auch ihr wißt nicht, was dann demjenigen passieren kann.

Grüßle
Bea


beed Offline




Beiträge: 882

14.06.2005 14:17
#39 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Also Bea,

Erstens:

Was heißt hier "ihr" ratet Neulingen zum kalten Entzug????
Das habe ich NICHT gemacht!
Es ging um ambulant oder stationär, NICHT um kalten Entzug zu Hause!

Zweitens:

Ich habe beide Seiten dargestellt, sowie deren Vor- und Nachteile.

Du musst wenn, dann auch alles lesen und nicht nur was rauspicken. Die meisten Leute gehen nun mal zuerst zum Hausarzt, dafür kann ich auch nichts.
Und wenn Du so schlechte Erfahrungen mit Hausärzten hast, dann ist das eher Dein Problem, aber schere doch nicht gleich alle pauschal über einen Kamm.
Falls Du oben gelesen hast... in der Klinik haben sie mich falsch behandelt, das hat mein Hausarzt noch nicht.

LG
beed


Stardust ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2005 14:30
#40 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

so ein Mist,

meine Augen sind heute leicht gelblich. Die Leberwerte wurden vor 2 Wochen untersucht und waren in Ordnung.
Kann das jetzt der Schlafmangel sein oder können die Leberwerte innerhalb von 2 Wochen (also nach einem Exzess) sich dramatisch verändern? Der Therapeut bei dem ich gestern war meinte ich sehe noch "gut" aus. Der betreut eine Menge Alkoholiker und hoffe der kann das beurteilen.
Wie sind eure Erfahrungen?

grüße Stardust


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

14.06.2005 14:32
#41 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hi Beed !

Ich streite mich hier in diesem Fall einfach nicht mit dir.
Ich finde es nicht richtig, Neulingen zu erzählen, ein kalter Entzug zu Hause wäre möglich ( und genau das schrieb ich auch vorher schon).

Ein kalter Entzug zu Hause kann lebensbedrohlich werden.
Ein Delirium tremens hat eine Letalität von 5 %.

Das ist und bleibt meine Meinung, genau das schreibe ich hier schon über 2 Jahre.

Und damit ist die Diskussion jetzt für mich hier beendet.

Gruß
Bea


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

14.06.2005 14:38
#42 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hi Stardust !

Gelbes Augenweiß bedeutet immer einen Anstieg des Bilirubin (Gallenfarbstoff) im Blutserum.

Das kann verschiedene Ursachen wie das die Gallenflüssigkeit gestaut wird und nicht abfließen kann wie normal, bei zb Gallensteinen.

Es kann aber auch ein Zeichen des fortgeschrittenen Leberumbaus sein.

Lasse das abklären !

Gruß
Bea


beed Offline




Beiträge: 882

14.06.2005 14:48
#43 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Ja Danke fürs Gespräch Bea...

Ich weiß jetzt zwar nicht, was das soll und warum Du mir solches Zeug unterstellst, aber gut.

beed


benjina1111 ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2005 15:22
#44 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

hallo leute



wenn ich das hier alles so lese,wird mir ja angst und bange.
jeder hat so seine erfahrungen gemacht
wichtig ist auf jeden fall,was jeder daraus macht



liebe grüße
gaby


beed Offline




Beiträge: 882

14.06.2005 15:29
#45 RE: HIlfe, was kann ich tun? antworten

Hallo Gaby,

...Angst und Bange werden. Das sollte es meist schon.

Wichtig ist halt, dass der erste Weg immer zum Arzt führen sollte. Auch wenn es hier falsch dargestellt wird, aber draus machen kannst Du nur was, wenn die Rahmenbedingungen klar gesteckt sind. Experimente und auf die leichte Schulter nehmen können mächtig an den Baum gehen.

LG
beed


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