Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Saufnix
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 40 Antworten
und wurde 1.856 mal aufgerufen
 Ganz, ganz viele Fragen
Seiten 1 | 2 | 3
minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

09.05.2005 11:04
#31 RE: Rauchen antworten

Hi Gabi,

da könnte man jetzt hin oder her argumentieren.

Ich hatte schnelle Nebenwirkungen beim Rauchen denn ich musste ziemlich viel husten, vor allem am Anfang. Trotzdem konnte ich schon nach wenigen Monaten nicht mehr aufhören weil ich den Entzug nicht ausgehalten hab. Um beim Trinken zum wirklichen Kontrollverlust zu kommen, also unfreiwillig mehr zu trinken als ich mir eigentlich zugestanden habe, hab ich an die 25 Jahre gebraucht. Mir wars ja früher nie peinlich, denn es hat zum guten Ton gehört, schlecht aufzufallen.

Das Rauchen aufzuhören war viel schlimmer für mich als das Trinken aufzuhören. Geraucht hab ich von morgends bis abends bei wirklich jeder Gelegenheit, ich bin nicht mal aus dem Bett gekommen ohne, und als ich die erste Zigarette morgends rauschieben wollte war das schon nach 5 Minuten fast nicht mehr auszuhalten. Ich hab 4 Monate gebraucht bis ich das erste Mal wieder richtig locker drauf war, das war ich ohne Alkohol nach ein paar Tagen, und das hab ich von vielen anderen Leuten inzwischen auch gehört, daß sie monatelang auf dem Zahnfleisch dahergekommen sind.

Beim Alkohol war für mich eher die Schwierigkeit, nicht bei irgendeiner Gelegenheit wieder anzufangen, aber nicht zu rauchen hat mich von morgens bis abends einfach deprimiert...und das war die reine Sucht, das sich-selbst-etwas-versagen, auch wenn ich mich von Anfang an sehr bemüht habe das positiv zu sehen, es hat mich einfach runtergezogen.

Wenn das Suchtpotential wirklich geringer wäre dann frag ich mich auch warum es Leute gibt die es trotz Kehlkopfkrebs und Beinamputation nicht bleiben lassen können. Und das ganz ohne umnachtete Birne...aber jede Droge führt eben zu einer Art Bewusstseinsveränderung die viele glauben lässt daß es ohne nicht geht. Ich glaub sehr viele Raucher würden gerne aufhören wenn sie den Punkt finden würden, aber offensichtlich ist das auch nicht so einfach. Zweifelsohne ist das aber nicht bei allen gleich.

Und fürs Rauchen zu sterben rentiert sich eher noch weniger als für die Sauferei, denn du kriegst nicht mal ein besonderes feeling, es ist nur Suchtbefriedigung pur.

der minitiger


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

09.05.2005 11:57
#32 RE: Rauchen antworten

Hallo minitiger,

ich glaube, dass das Suchtpotential ziemlich gleich ist. Nicht höher oder niedriger. Das aber viel mehr Menschen nikotinabhängig sind als alkoholabhängig, da eben die „Nebenwirkungen“ beim Rauchen nicht gleich so drastisch sind, wie beim Alkohol. Husten ist halt doch nicht so schlimm, wie sich öfter alkoholbedingt gleich krankmelden zu müssen. (ich weiß, das stört auch nicht jeden...aber doch einige, nach einer gewissen Zeit, spätestens wenn sie fliegen).

Außer Husten hattest du ja vermutlich noch keine Schäden, d.h. du wolltest rein präventiv aufhören. Ich finde, dass ist viel schwerer, als wenn man beim Alkohol aufhört, z.B. aufgrund depressiver Stimmung, man kriegt sein Leben nicht mehr geregelt, Bluthochdruck, Leberwerte, Fahne an der Arbeit, Lappen weg o.ä. Aufgrund dieser massiven erkennbaren Schäden, will man irgendwann aufhören(der eine früher, der andere später). Ich könnte mir denken, dass du gar nicht aufhören wolltest, sondern es eben nur aus vermeintlichen Praventivgedanken machtest, oder? Das wäre dann kein Wollen, sondern ein selbst auferlegtes müssen. ( aus diesem Blickwinkel heraus, habe ich es selbst jahrelang nicht geschafft, dass Rauchen aufzugeben – jeder Kaffee, jedes Frühstück, jede Mittagspause ohne Zigarette war eine einzige Qual ). Für ein Kind, dass in mir heranwächst und auch danach zu Hause meinem Rauch ausgesetzt wäre, das war mir ein genug wichtiger Grund, um aufhören zu wollen. Ich will das nicht meinem Kind vorleben. Ich will ihm Hoffnung machen können, dass es andere Möglichkeiten gibt, zufrieden zu sein. Das ist eben meine große Motivation - aber jeder muss seine eigene finden.

Ich glaube sogar, dass ich z.B. gar nicht nikotinabhängig war, sondern nur "ritualabhängig". Nikotinpflaster zeigten bei mir 0 Wirkung, wobei das Rauchen von Kräuterzigaretten (ohne Nikotin) mich nichts vermissen lies. Es ist sicher eine persönliche Veranlagung, wer von welchem Stoff in welcher Geschwindigkeit abhängig wird. Ich kann gar nicht sagen, ab welchem Zeitpunkt ich z.B, vom Alkohol abhängig war. Ich habe schon mit 16 mir manchmal eine halbe Flasche Amaretto oder Apfelkorn reingekippt, um nichts mehr zu spüren. Sicher schon missbräuchliches Verhalten, aber noch keine Abhängigkeit. Die Abhängigkeit (also jeden Tag 1,2 Flaschen Rotwein und stets daran denken, das genug zu Hause ist), das kam erst viel später. Vielleicht mit 30 schätze ich. Aber auffallen tat mir das erst mit ca. 36 .

Wenn jemand richtig in der Sucht drinsteckt, dann ist es nicht mehr leicht aufzuhören, beim Rauchen, wie beim Trinken. Das erklärt für mich schon, warum z.B. Amputierte weiterrauchen. Irgendwie finde ich auch, dass die Nikotinsucht bei weitem nicht so ernst genommen wird, wie die Alkoholsucht. Ich kenne mehr rauchende als nichtrauchende Ärzte z.B.
Wenn man richtig in der Sucht drinhängt, hat man, glaube ich, bei keiner Sucht mehr viel vom Feeling. Es ist nur noch ein Hinterherrennen nach der Erleichterung, eine Fixierung, auf das was vermeintlich gut tut und die Abwärtsspirale wird immer schlimmer. Also ich fand es nicht mehr toll zuletzt mit dem Rotwein abends, ich fand auch meine Fressattacken in der akuten Phase der Bulimie eine ziemliche Quälerei, aber die Sucht trieb mich dazu es trotzdem zu tun - bis die Nebenwirkungen sooo schlimm waren, dass ich einfach nicht mehr wollte und mir Hilfe holte...

Liebe Grüße
Gaby


minitiger2 ( gelöscht )
Beiträge:

09.05.2005 13:49
#33 RE: Rauchen antworten

Hallo Gaby,

Es ging hier neulich in einem anderen Thread um die Frage ob man immer nur aus Erfahrungen lernt, also schmerzhaft, oder ob man auch dazu fähig ist etwas aus Einsicht zu tun bevor die Katastrophe eingetreten ist.

Zugegebenerweise hab ich das Heft gern selbst in der Hand, zumindest was meine Person angeht. Ich versuche zu verhindern daß ich etwas tun muss weil es nicht mehr anders geht.

Ich hätte noch weitertrinken können, denn noch hatte ich nix verloren. Ich hatte zum Zeitpunkt als ich aufgehört habe sogar schon vieles wieder aufgearbeitet was ich früher versemmelt hatte. Mich hat das Trinken und das morgendliche Aufwachen zu dem Zeitpunkt nur angekotzt, es stand als Hindernis in meinem Leben, und das Rauchen hat mich auch angekotzt. Also doch wieder das selbe.

Und andere hören nicht auf auch wenn sie schon vieles verloren haben, wenn sie also von der Logik her längst "wollen" müssten...

der minitiger


Adebar Offline




Beiträge: 2.527

09.05.2005 14:15
#34 RE: Rauchen antworten

Hi liebe Gaby!

Was les ich da,es gibt Zigaretten ohne Nikotin?
Da hab ich ja noch nie von gehört?
Hast Du da mal ein paar Info`s?

Jetzt hab ich mal wieder so viel Negatives (natürlich nichts Neues:grins2 übers rauchen gelesen,vielleicht würde ich die mal ausprobieren?

LG
Inge


Faust Offline




Beiträge: 5.512

09.05.2005 14:30
#35 RE: Rauchen antworten

Hallo Adebar,

frag mal Lisl nach der Quelle.
Sie hat das Zeug letztes Jahr zum Treffen in Köln geraucht.
Ich dachte erst, mein Weihnachtsbaum brennt...

Also, lieber höre ich ganz auf,
und das schaffe ich auch noch.

Alles hübsch der Reihe nach.

LG
Bernd


Adebar Offline




Beiträge: 2.527

09.05.2005 14:42
#36 RE: Rauchen antworten

@ Faust

Oooh,das hört sich ja verlockend an

Danke für die Info!

LG
Inge


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

09.05.2005 15:25
#37 RE: Rauchen antworten

Hallo Inge,

ich glaube, Lisl hatte diese Kräuterzigaretten aus der Apotheke. Für die Übergangszeit sicher ganz nützlich aber teuer.

LG
Adobe


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

09.05.2005 18:58
#38 RE: Rauchen antworten

Zitat
Und fürs Rauchen zu sterben rentiert sich eher noch weniger als für die Sauferei, denn du kriegst nicht mal ein besonderes feeling, es ist nur Suchtbefriedigung pur.





... das stimmt minidischer, du stirbst als Raucher bestimmt nicht sozialverträglicher.
Aber da Nikotin keine Rauschdroge ist, lebst du sozialverträglicher und deshalb kommt man auch schlechter von dem Zeugs los.
Weil die zwingende Notwendigkeit nicht gegeben ist.

liebe Grüße
Ramona


Frodo Offline



Beiträge: 226

09.05.2005 20:43
#39 RE: Rauchen antworten

@adebar

Die Kräuterzigaretten schmecken z.K.

Es gibt da aber noch die Schokoladenzigaretten. Die haben sich er auch kein Nikotin.

Mich hat das Rauchen jedenfalls extrem gesundheitlich belastet. Ich konnte, entgegen dem was einige Autoren schreiben, Nachts NICHT durchschlafen. Bin meistens 1-2 Mal wach geworden und musste Rauchen.
Husten hatte ich auch.

Es gibt ja Leute, die behaupten es wäre krankheitsmindernd, denn durch die dicke Teerschicht in den Bronchien haben es Bakterien und Viren richtig schwer. Nur die Krebszellen dafür umso einfacher.

Zum Suchtpotential:
Die Kids, die auf dem Schulhof mal EINE eben rauchen sind meist schon nach der ersten, spätestens nach der 2. Zigarette abhängig.

Von 2 Bier werde ich nicht abhängig.

Da frag doch mal einer, welches Suchtpotential größer ist.

Gruß
Micha


Adebar Offline




Beiträge: 2.527

09.05.2005 20:54
#40 RE: Rauchen antworten

Danke für den Tipp,Frodo!

Aber gibt das nicht ne fürchterliche Sauerei,wenn ich die anstecke???

LG
Inge


Joosi Offline




Beiträge: 2.036

09.05.2005 23:27
#41 RE: Rauchen antworten

Hi Inge,

es waren französische Kräuterzigaretten, die ich damals rauchte. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wo ich die her hatte? Aus Frankreich ?

Ich fand´die klasse. Aber immer wenn ich die rauchte, hatte ich sofort ein paar misstrauisch äugende Leute um mich rum, die wissen wollten, was ich da für ein Kraut rauche und ob das high macht.

Liebe Grüße
Gaby


Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  
disconnected Saufnix-Chat Mitglieder Online 1
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen