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Saufnix
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Dieses Thema hat 116 Antworten
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 Ganz, ganz viele Fragen
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carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 16:57
#106 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von Bea60
Und ich merke gerade wie gut es mir tut, das zu lesen aber nicht mehr leben zu müssen.[/b]



Hallo Bea, danke für die Antwort. kannst Du bitte für mich "gut" durch ein paar andere Wörter austauschen? Zum Beispiel Adjektive?

Carus


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 17:03
#107 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von Mary61

Zitat
Gepostet von Bea60

Zitat
Gepostet von AVE
Carus,

Ich habe betrunken die heftigsten Diskussionen geführt, über sinnlose Themen, mit Menschen, die mir nichts bedeuten; ich habe geheult ob der Gemeinheit anderer, ob der Schwere meines Schicksals - und vor allem: ob meines edlen Gedanken, mich selbst umzubringen, allein deshalb, damit diese ganzen Idioten mal sehen, was sie mit ihrem So-sein-wie-sie-sind anrichten. Ich wusste sogar schon, welche Musik man bei meinem Begräbnis spielen sollte, natürlich an Moll und Schmalz und Buhuhuu nicht zu überbieten...




@ Ave


Gut geschrieben - genau so war es

Und ich merke gerade wie gut es mir tut, das zu lesen aber nicht mehr leben zu müssen.






ohhh ja

ich weiß auch noch wie genial ich meine monolge fand ....
das hatte schon etwas von verklärtem unverstandenen genie

aber echt, wahr oder lebenswert war das alles nicht




Hallo Mary,

ich hatte meins öfter aufgeschrieben, aber es war dann, nüchtern betrachtet, nur haltloser Unsinn bzw. nur manchmal gut. Wenn ich was geschrieben hatte, musste ich nüchtern einen Großteil raus löschen oder es war so verquer, dass ganze Seiten unbrauchbar waren. Davon ist auch nichts mehr übrig.

Hier ist es ja auch aufgeschrieben, allerdings kann man es später, z.B. in einem Jahr nochmal nachlesen. Falles nicht gelöscht wird.

Was ich glaube ist, dass ich derzeit irgend einen Zug von Überheblichkeit drin habe. Das ist mir aber auch nur nach Hinweisen von anderen Forumsmitgliedern (halb)bewusst geworden. Ich muss das alles nochmal lesen, wenn ich anders drauf bin.

Carus


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 17:08
#108 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von Bea60
Ich denke auch mit Grausen daran,dass ich morgens immer mal wieder die
Wahlwiederholungstaste am Telefon gedrückt habe.
Nur wusste ich dann halt auch nicht mehr....

Dann wurde ich ja clever.
Habe mir immer beim Telefonieren Notizen für den anderen Morgen gemacht.
Mist war nur, dass ich mit dem kaum lesbaren Geschreibsel auch oft nichts anfangen konnte - oder die Erinnerungen kamen, waren aber mehr als peinlich.

Ich merke gerade, dass die Gedanken daran ganz viel mit mir machen.
Von Glücksgefühl bis Tränen in den Augen.....



Oh Mann, mir fallen gerade genau solche Sachen auch ein. Ich will da überhaupt nicht dran denken ... es ist vorbei, endlich!

Pfff. Mir kommt das jetzt irgendwie so vor, als sei ich vor einem Monat von einem Zug abgesprungen, der mit 100 in die falsche Richtung rast. Hoffentlich haben die das vergessen.

Carus


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 17:14
#109 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von Mary61
[quote]Gepostet von Bea60
Ich merke gerade, dass die Gedanken daran ganz viel mit mir machen.
Von Glücksgefühl bis Tränen in den Augen.....



in meinem magen schlagen auch grade die emotionen purtzelbäume..
wenn ich mich so zurück-erinnere ist vieles wieder da.
wenn ich wo nicht mehr hin will, dann ist das genau an diesen punkt!
oh man, was für eine scheiß zeit war das
und wie glücklich bin ich das es nur noch eine böse erinnerung ist!



Moment, mir fällt gerade auf, dass das ein grund ist, warum ich da nicht hin will, um das hoch zu holen. Ich könnte das nicht aushalten. Ich bin vorerst völlig zufrieden, wenn ich dem Gefühl widerstehen kann, das ich bekomme, wenn ich an roten Sekt denke. (Oder das ich bekomme, wenn ich das Wort "roter Sekt" schreibe.) Es ist wirklich nur die Vernunft, die mich gerade auf Kurs hält.

Carus

[ Editiert von carus am 09.08.13 17:17 ]


Adriana2 Offline



Beiträge: 2.441

09.08.2013 22:32
#110 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von carus
Pfff. Mir kommt das jetzt irgendwie so vor, als sei ich vor einem Monat von einem Zug abgesprungen, der mit 100 in die falsche Richtung rast. Hoffentlich haben die das vergessen.



Hallo Carus..

Das Absonderliche daran ist: du kannst auf diesen Zug jederzeit wieder aufspringen. Er hat seine Geschwindigkeit nicht verringert, du bemerkst das nur nicht sofort, (is glaub ich was mit Adaption?) aber - so geht der Zug dann auch weiter.
Aufsprung/Absprung, darin war ich mal Meisterin der Disziplin. Ich fand das sehr cool

Erbaulich, dass du hier so eine interessante Diskussion angestoßen hast
Was du hier an Erfahrungswerten und allem anderen liest ist, so seh ichs mittlerweile, mit Gold nicht aufzuwiegen. Bei mir war am Anfang auch: alles anders.. Und was mir summa sumarum retrospektiv am meisten geholfen hat war ***saufnix.

@alle: hier gibts Niemande/n - Niemande/n, gegen den/die ich was habe. Einzelne Positionen haben mich bisweilen zur Weißglut getrieben, aber das hab ich gerade gut im Auge. sn hat immer wieder neue Aspekte, genau wie das tägliche Leben.
In mir sitzt ein kleiner Teufel/Skorpion. Ich dachte, wenn ich den austrocknen lasse, verendet er (von Alan Carr gut beschrieben)von selbst. Nein, er möchte ab und an was geboten bekommen. Nur so am Rande erwähnt. Vllt. nur mein eigenes Ding, ich erwähns mal an dieser Stelle

Manchmal lesen sich Gedanken (hier oder sonswo), als wenn der letzte Schluss gezogen wäre. Aber das kann nicht sein,. Nur *eine* Entscheidung ist bei mir gefallen: den zur Abstinenz. Die Konsequenz dessen: ich sehe den Genuss von Alkohol als Rückfall, nicht mehr als "Ereignis"oder, wie an anderen Orten bisweilen zu lesen, als "neue Erkenntnis, aber auf gutem Weg".
Dir das Beste auf deinem Weg!

Adriana. Mit besten Grüßen

ps - ich möchte noch was einfügen, glaub das es hier grad passt, die
Sig von malo:
"Wer jeden Tag kämpft muss eines Tages verlieren".

Ich glaub, das Geheimnis heisst "Entscheidung".


AVE Offline




Beiträge: 3.081

09.08.2013 22:41
#111 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Hallo carus,
schön, dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten!

Zitat
Gepostet von carus
Wie lange hat es bei Dir gedauert, bis es sich "normalisiert hat?"


Dieses Rumgesuse hat sehr schnell aufgehört - sobald ich mit dem Trinken aufgehört hatte. Allerdings hat sich meine Denkweise nicht so schnell normalisiert. D.h. ich war auch nach dem konkreten Trinkstopp immer noch davon überzeugt, von Idioten umgeben zu sein.

Zitat
Wie lange dauert das in der Regel? Bzw. wie lange dauert es, bis man merkt, was in der Zeit unmittelbar nach dem Trockenwerden noch anders als "normal" ist?


Bei mir hat's lange gedauert.
Ich war Pfingsten 2007 in der Entgiftung und bin erst etwa ein Jahr später richtig abstinent geworden. In diesem Jahr war ich zwar schon auf der richtigen Spur, habe aber trotzdem weiter getrunken - und demzufolge konnten Dinge aus der Einzeltherapie (aber auch Erkenntnisse aus den Gruppensitzungen) einfach noch nicht fruchten. Echte Veränderungen in meiner Denkweise habe ich etwa ab Frühjahr 2009 (damals verstärkt jobbedingt) erkennen können. Insgesamt also knapp zwei Jahre.

Zitat
Vielleicht sind ein paar Monate ein nennenswerter Zeitraum?


Ein paar Monate sind zumindest ein toller Anfang!

Zitat
Man kann einen Monat doch schon nennen.


Ja, das tut auch der Seele gut.
"Ein Monat" klingt tatsächlich motivierender als "vier Wochen", und ich bin da sehr pragmatisch: Der Zweck heiligt die Mittel!

Zitat
Bzw. ab wann gilt es nicht mehr als Trinkpause? Kommt ein Jahr hin?


Absolut.
In der Fachliteratur (aber auch in vielen SHGs) spricht man von ziemlich genau einem Jahr der konsequenten Abstinenz (notfalls auch länger), um langsam aber sicher trocken zu werden. Das hat den einfachen Hintergrund, dass der Betroffene die Jahreszeiten, aber auch heikle Situationen wie Feiertage (Weihnachten, Silvester, Ostern), Geburtstage oder auch typische Volksfeste nüchtern durchlaufen sollte, ehe man von einer gewissen Stabilität ausgehen kann.

Wenn dann noch 'ne professionelle Begleitung dabei ist, z.B. ein Suchttherapeut, eine SHG, dieses Forum oder andere "Profis", dann stehen die Chancen gut, dass du lernst, dein Leben so zu gestalten, dass Alkohol partout keine Rolle mehr spielt. Als ich am Anfang stand, war ich genauso paralysiert von dem Gedanken, keinen Alkohol mehr trinken zu dürfen/sollen/können, wie jeder andere auch. Heute dagegen lebe ich komplett alkoholfrei und vermisse nichts, weil ich mich weiterentwickelt habe. Alkohol gehört nicht mehr zu meinem Leben. Es fühlt sich an, als würde ich an die selbstgemachten Kartoffelpuffer von meiner Oma denken. Meine Oma ist schon lange tot, und die Kartoffelpuffer haben mein Leben als 10jährige vergoldet. Heute bin ich 45 und kann lächelnd daran zurückdenken. Mehr nicht.

Liebe Grüße
Ave


AVE Offline




Beiträge: 3.081

09.08.2013 22:51
#112 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von carus
Ist das jemandem hier auch so gegangen, dass er nach dem Trockenwerden etwas kritischer wurde?


Nochmal ich.

Kritischer??? Gar kein Ausdruck!
Ich pendelte zwischen geduckter Haltung (Mein Gott, ich schreckliche Person!) und kläffender Angriffslust (Ja und??? Ich tu' wenigstens was dagegen), frei nach dem Motto: "Ich war besoffen und du bist doof, ich werde langsam nüchtern, aber du bist immer noch doof!"

Das gibt sich.
Ich wurde im Laufe der Zeit milder im Urteil über meine Umgebung.
Manchmal jedenfalls.


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 23:50
#113 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von Adriana2

Zitat
Gepostet von carus
Pfff. Mir kommt das jetzt irgendwie so vor, als sei ich vor einem Monat von einem Zug abgesprungen, der mit 100 in die falsche Richtung rast. Hoffentlich haben die das vergessen.



Hallo Carus..

Das Absonderliche daran ist: du kannst auf diesen Zug jederzeit wieder aufspringen. Er hat seine Geschwindigkeit nicht verringert, du bemerkst das nur nicht sofort, (is glaub ich was mit Adaption?) aber - so geht der Zug dann auch weiter.
Aufsprung/Absprung, darin war ich mal Meisterin der Disziplin. Ich fand das sehr cool

Erbaulich, dass du hier so eine interessante Diskussion angestoßen hast
Was du hier an Erfahrungswerten und allem anderen liest ist, so seh ichs mittlerweile, mit Gold nicht aufzuwiegen. Bei mir war am Anfang auch: alles anders.. Und was mir summa sumarum retrospektiv am meisten geholfen hat war ***saufnix.

@alle: hier gibts Niemande/n - Niemande/n, gegen den/die ich was habe. Einzelne Positionen haben mich bisweilen zur Weißglut getrieben, aber das hab ich gerade gut im Auge. sn hat immer wieder neue Aspekte, genau wie das tägliche Leben.
In mir sitzt ein kleiner Teufel/Skorpion. Ich dachte, wenn ich den austrocknen lasse, verendet er (von Alan Carr gut beschrieben)von selbst. Nein, er möchte ab und an was geboten bekommen. Nur so am Rande erwähnt. Vllt. nur mein eigenes Ding, ich erwähns mal an dieser Stelle

Manchmal lesen sich Gedanken (hier oder sonswo), als wenn der letzte Schluss gezogen wäre. Aber das kann nicht sein,. Nur *eine* Entscheidung ist bei mir gefallen: den zur Abstinenz. Die Konsequenz dessen: ich sehe den Genuss von Alkohol als Rückfall, nicht mehr als "Ereignis"oder, wie an anderen Orten bisweilen zu lesen, als "neue Erkenntnis, aber auf gutem Weg".
Dir das Beste auf deinem Weg!

Adriana. Mit besten Grüßen

ps - ich möchte noch was einfügen, glaub das es hier grad passt, die
Sig von malo:
"Wer jeden Tag kämpft muss eines Tages verlieren".

Ich glaub, das Geheimnis heisst "Entscheidung".




Hallo Adriana, danke für das Posting.

Mir ist die Signatur auch im Gedächtnis geblieben. Das kann man ja verschieden interpretieren. "Man soll in den Zustand kommen, bei dem man nicht mehr gegen die Sucht ankämpfen muss, sondern trocken lebt, ohne von dem Problem allzuviel zu merken." oder "Man soll sich nicht wundern über einen Rückfall, der gehört zum Kampf dazu." Oder "Wehe du kämpfts, dann wundere dich nicht, wenn du irgendwann verlierst."

Ich finde die erste Lesart am Besten.

Carl


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 23:54
#114 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von AVE
Hallo carus,
schön, dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten!

Zitat
Gepostet von carus
Wie lange hat es bei Dir gedauert, bis es sich "normalisiert hat?"


Dieses Rumgesuse hat sehr schnell aufgehört - sobald ich mit dem Trinken aufgehört hatte. Allerdings hat sich meine Denkweise nicht so schnell normalisiert. D.h. ich war auch nach dem konkreten Trinkstopp immer noch davon überzeugt, von Idioten umgeben zu sein.

Zitat
Wie lange dauert das in der Regel? Bzw. wie lange dauert es, bis man merkt, was in der Zeit unmittelbar nach dem Trockenwerden noch anders als "normal" ist?


Bei mir hat's lange gedauert.
Ich war Pfingsten 2007 in der Entgiftung und bin erst etwa ein Jahr später richtig abstinent geworden. In diesem Jahr war ich zwar schon auf der richtigen Spur, habe aber trotzdem weiter getrunken - und demzufolge konnten Dinge aus der Einzeltherapie (aber auch Erkenntnisse aus den Gruppensitzungen) einfach noch nicht fruchten. Echte Veränderungen in meiner Denkweise habe ich etwa ab Frühjahr 2009 (damals verstärkt jobbedingt) erkennen können. Insgesamt also knapp zwei Jahre.

Zitat
Vielleicht sind ein paar Monate ein nennenswerter Zeitraum?


Ein paar Monate sind zumindest ein toller Anfang!

Zitat
Man kann einen Monat doch schon nennen.


Ja, das tut auch der Seele gut.
"Ein Monat" klingt tatsächlich motivierender als "vier Wochen", und ich bin da sehr pragmatisch: Der Zweck heiligt die Mittel!

Zitat
Bzw. ab wann gilt es nicht mehr als Trinkpause? Kommt ein Jahr hin?


Absolut.
In der Fachliteratur (aber auch in vielen SHGs) spricht man von ziemlich genau einem Jahr der konsequenten Abstinenz (notfalls auch länger), um langsam aber sicher trocken zu werden. Das hat den einfachen Hintergrund, dass der Betroffene die Jahreszeiten, aber auch heikle Situationen wie Feiertage (Weihnachten, Silvester, Ostern), Geburtstage oder auch typische Volksfeste nüchtern durchlaufen sollte, ehe man von einer gewissen Stabilität ausgehen kann.

Wenn dann noch 'ne professionelle Begleitung dabei ist, z.B. ein Suchttherapeut, eine SHG, dieses Forum oder andere "Profis", dann stehen die Chancen gut, dass du lernst, dein Leben so zu gestalten, dass Alkohol partout keine Rolle mehr spielt. Als ich am Anfang stand, war ich genauso paralysiert von dem Gedanken, keinen Alkohol mehr trinken zu dürfen/sollen/können, wie jeder andere auch. Heute dagegen lebe ich komplett alkoholfrei und vermisse nichts, weil ich mich weiterentwickelt habe. Alkohol gehört nicht mehr zu meinem Leben. Es fühlt sich an, als würde ich an die selbstgemachten Kartoffelpuffer von meiner Oma denken. Meine Oma ist schon lange tot, und die Kartoffelpuffer haben mein Leben als 10jährige vergoldet. Heute bin ich 45 und kann lächelnd daran zurückdenken. Mehr nicht.

Liebe Grüße
Ave




Hallo Ave,

das mit den Jahreszeiten und den Festen war mir auch noch nicht eingefallen. Da ist was dran. Silvester. Geburtstag. Für mich werden wahrscheinliche die Urlaubsreisen am härtesten. Da war ich permanent betrunken 24/7. Ich weiß überhaupt nicht, was ich machen soll ohne Alk im Urlaub. Das wird wirklich schwer, auch gemessen an Wochenenden, wie heute.

Carus


carus Offline



Beiträge: 417

09.08.2013 23:59
#115 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

Zitat
Gepostet von AVE

Zitat
Gepostet von carus
Ist das jemandem hier auch so gegangen, dass er nach dem Trockenwerden etwas kritischer wurde?


Nochmal ich.

Kritischer??? Gar kein Ausdruck!
Ich pendelte zwischen geduckter Haltung (Mein Gott, ich schreckliche Person!) und kläffender Angriffslust (Ja und??? Ich tu' wenigstens was dagegen), frei nach dem Motto: "Ich war besoffen und du bist doof, ich werde langsam nüchtern, aber du bist immer noch doof!"

Das gibt sich.
Ich wurde im Laufe der Zeit milder im Urteil über meine Umgebung.
Manchmal jedenfalls.




Ein weiterer Punkt kommt mir auch ständig in den Kopf. Vielleicht ist das, was die hier als jahrelang allmählich einsetzende Genesung beschreiben, nichts weiter als normale Reifung. Nichtalkoholiker verändern sich doch auch über die Jahre.

Vielleicht bist Du einfach durch das Leben ruhiger geworden. Hast Dich weiter entwickelt, was auch ohne die Alkoholproblematik so gekommen wäre. Zum Beispiel wenn Du nie getrunken hättest.-

Carus


Ruby Offline



Beiträge: 2.696

10.08.2013 12:06
#116 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

diese Nachreifung war für mich auch ein ganz wichtiger Punkt.
Immerhin habe ich auch Jahre damit zugebracht, mich darum zu kümmern wie ich Alkohol kaufen, verstecken, Leergut entsorgen kann...habe ja auch immer ganz viel geschlafen und das Leben zog irgendwie an mir vorbei...

Als ich dann nüchtern war hatte ich echt zwei große Problem...wie bekomme ich die nötige Menge an Flüssigkeit in mich, die ich vorher mit Alk hatten und verdammt was mache ich mit der ganzen freien Zeit...

Es brauchte eine ganze Zeit mich darauf zu besinnen, was ich alles vorher gemacht habe. Mich an Vorlieben und Hobbys zu erinnern. Meine Zeit zu füllen....

Das wird carus, ich finde du machst das sehr gut
lg Ruby

es sind die kleinen Dinge im Leben...


Ruby Offline



Beiträge: 2.696

10.08.2013 12:07
#117 RE: Leberwerte. Was ist normal? antworten

morgen ist es 1 Monat

es sind die kleinen Dinge im Leben...


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