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Saufnix
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Dieses Thema hat 99 Antworten
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 Akute Hilfe
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anuschka Offline




Beiträge: 125

20.11.2004 11:54
RE: tag null antworten

heute geht es mir besonders schlecht! wie oft habe ich schon voller verzweiflung gesagt: "so schlecht ging's mir noch nie!"? und doch habe ich genau jetzt das gefühl, dass es ganz genau so ist. ich bin in meiner langen saufzeit sehr oft nachts aufgewacht mit entzugserscheinungen. und doch scheint es mir, als wäre es letzte nacht anders gewesen. seit einem jahr muss ich einen betablocker und noch ein anderes blutdruck-medikament nehmen. während ich saufe (bzw. in den nächtlichen entzugsphasen), ist mein blutdruck natürlich besonders hoch. letzte nacht, nach ca. 4 stunden schlaf wachte ich auf, mein kopf schien zerspringen zu wollen, mein herz schmerzte und klopfte bis zum hals und viiiiel zu schnell. ich hatte panische angst, das bild vor augen: ich kippe um und keiner kann mir helfen! "soll ich den notarzt rufen?", "nein, damit blamiere ich mich! der lacht mich sicher aus!", "nein, der würde mich womöglich ins krankenhaus einliefern lassen. darauf bin ich nicht eingestellt" ... "dumme" gedanken, ich weiss!
nun, ich schaffte es tatsächlich, liegenzubleiben und nicht nachzutanken (denn das war es ja, was mein körper wollte: sprit!). 1 stunde atemübungen und autogenes training taten glücklicherweise ihre wirkung ... ich schlief - unruhig zwar, aber ich schlief! - bis 10 uhr. aber ich war wie gerädert, als ich dann aufstand. und dann kam wieder: "so schlimm war es noch nie!" total matschig in der birne und mein körper fühlte sich an wie nach 8 stunden schwerstarbeit. (ich hatte gestern "nur" 1,5 l wein ... also kann es nicht an der menge liegen, einen ähnlichen zustand kenne ich höchstens aus der zeit, als ich noch flaschenweise schnaps konsumiert habe.)
und jetzt muss das erste glas wein herhalten, welches morgen durch distra ersetzt wird. ich habe ANGST! die angst entsteht durch meine gedanken, die ich mir über meine körperlichen symptome mache: kopfschmerzen = "schlaganfall!", herzschmerzen = "infarkt!", schummerig im kopf, wahrnehmungsstörungen = "delir!" usw. nichts von alldem, was ich befürchte, ist mir je passiert! und laut der letzten umfangreichen untersuchung vor knapp 8 wochen bin ich kerngesund! (bis auf die fettleber und den hohen blutdruck) mein arzt kennt mich gut und würde mich nicht zuhause entgiften lassen, wenn er da auch nur den geringsten zweifel hätte! und er hat langjährige erfahrungen mit alkoholikern.
nun wirken die ersten schlucke wein, und ich denke: "wird schon werden!", ich weiss aber genau, dass es heute nacht, spätestens morgen früh wieder so wie heute sein wird. wie werde ich damit umgehen (können)? ich werde nicht trinken! es wird nichts im haus sein, und ich werde nicht in der lage sein, mir etwas zu holen. (entzügig KANN ich gar nicht aus der tür) bringen wird mir auch niemand was.
wenn doch diese furchtbare angst vor dem umkippen und hilflos liegenbleiben nicht wäre! (ist das "todesangst"? oder insgesamt die verzweiflung darüber, so allein dazustehen?)
ich weiss, ihr ratet mir, ins krankenhaus zu gehen ... das WILL ich aber diesmal nicht!
sobald ich das erste glas stehenlasse, werde ich mich mit meinen ängsten auseinandersetzen müssen. ich hoffe sehr, dass mir das in den nächsten tagen hier erlaubt ist (ich weiss, das ist es!), und ich hoffe sehr, dass mein innerer kritiker das zulassen wird.
bin ich hier (unter "akut") überhaupt richtig mit dem thema? es kann sonst auch gern verschoben werden. hauptsache ich kann schreiben und werde möglichst auch "gehört"!
ich danke euch!
anuschka
*ich wollte meine probleme im alkohol ertränken, aber die sch....probleme lernten schwimmen.*


Winkelbube ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2004 12:13
#2 RE: tag null antworten

Schreib - anuschka - schreib.

Und sei sicher, Du wirst auch gelesen (gehört).

Gruss und Kraft von Ralph.


BellaT Offline




Beiträge: 96

20.11.2004 12:16
#3 RE: tag null antworten

Hallo Anuschka,

ich finde, das hört sich gar nicht gut an. Ich hatte zwar auch leichte Entzugserscheinungen (Scheißausbrüche, Kribbeln in den Fingern, Wirres Zeug geträumt) aber das sind ja Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was Du erlebst. Ich denke, Du solltest nicht allein sein. Gibt es Niemanden, der bei Dir sein kann??

Überleg Dir bitte genau, was Du Dir abverlangst...

Gruß BellaT


Adobe Offline




Beiträge: 2.561

20.11.2004 12:23
#4 RE: tag null antworten

Hallo Anuschka,

Deine körperlichen Beschwerden sind alles Entzug. Auch Deine Angst ist normal und gehört zu den Entzugssymptomen.

Wann sollst Du morgen Deine erste Dosis Distra nehmen? Schon morgens? Ist Dein Arzt dann greifbar?

Du wirst nach Distraeinnahme schlafen und von dem Entzug nichts spüren. Du wirst auch ruhig danach. Die Wirkung setzt ca. nach einer 1/2 bis 3/4 Stunde ein.

Bist Du bei dem Entzug alleine? Trotz Distra wäre es ratsam, wenn jemand bei Dir in der Wohnung wäre.

Ich wünsche Dir viel Kraft und gutes Durchhaltevermögen.

LG
Adobe


helena R ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2004 12:38
#5 RE: tag null antworten

Hallo Anuschka,

unter der Rubrik "Akut" bist Du absolut richtig!!!

Ich denke, Du weißt, was alles passieren kann, wenn Du alleine entziehst! Du hast ja schon jetzt sehr viel Angst davor, deutliche körperliche Entzugserscheinungen hast Du auch.

Ich würde Dir dringend raten, unter Aufsicht in der Klinik zu entziehen, wenn Du das absolut nicht willst, dann hol Dir jemand, der bereit ist, Dich zu begleiten zuhause, der im Notfall Hilfe holen kann.

Und wenn Dein Arzt im Moment nicht greifbar ist, Du das Distra aber erst morgen nehmen sollst, dann hab lieber Alkohol im Haus, denn auf einen Tag kommt es nicht mehr an, ist besser, als wenn Du in ein Delir rutschst oder Krampfanfälle bekommst.

Ich will Dir nicht noch mehr Angst machen, aber so sind nun mal die Tatsachen, deswegen: Geh wirklich besser in eine Klinik!!!!!!!!


Und: Schreib weiter hier!!

LG helena


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

20.11.2004 12:52
#6 RE: tag null antworten

Hallo anuschka,

was du dir abverlangst ist wirklich viel, ich würde dir raten wenn es nicht anders geht ruf den hausbesuchsdienst an. wenn du wirklich niemand hast der mal nach dir sehen kann.
gerade mit herz-Kreislaufbeschwerden ist ein Entzug ohne ärztliche Kontrolle nicht gerade risikolos.
ich will dir um gotteswillen keine Angst machen.
Aber werd´ bitte nicht übermütig.
Ansonsten das was hier schon gesagt wurde, schreib alles dir von der Seele, wir hören zu.
und natürlich wünsch ich dir ganz viel Kraft.

Und noch ne´kleine Anmerkung, vorsicht bei Beta-Blockern in zusammenhang mit Alkohol:

http://www.netdoktor.de/medikamente/100003904.htm

liebe Grüße Ramona


fallada Offline



Beiträge: 2.386

20.11.2004 13:22
#7 RE: tag null antworten

anuschka,

das Aufwachen mit Herzrasen kenn ich auch noch aus meiner aktiven Zeit:-( Und das Wort "Matschbirne" dachte ich, das wär von mir

Kannst du wirklich nicht deiner Tochter sagen, was du vorhast, und sie bitten bei dir zu sein? Nur so ne Idee...

Mineralwasser hast du reichlich da? Ich hab es in mich reingeschüttet, als wärs eine Wundermedizin. Manvhmal habe ich mir den innerlich den Spruch hergesagt: "Wasser ist Leben!" Keine Ahnung, wo ich den her habe

Viel Kraft,

fallada


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

20.11.2004 14:19
#8 RE: tag null antworten

Hi Anuschka !

Für meinen Geschmack ist das alles zu heftig, ein körperlicher Entzug kann zu einer lebensbedrohlichen Situation werden !!!

Zuerst einmal:

Distra ist ausschließlich für den klinischen Gebrauch gedacht ! Weil es Nebenwirkungen, heftige Puls - und Blutdruckschwankungen, die überwacht werden müssen machen kann und selbst sehr schnell abhängig macht.
Wer hat dir das verschrieben ? Ein wirklich guter Hausarzt sollte das nicht tun !

Und die Gefahr, das du in ein Delier fällst ist trotz Distra gegeben.

Kopfschüttelnde Grüße von
Bea


gepard Offline




Beiträge: 851

20.11.2004 15:04
#9 RE: tag null antworten

Hi anuschka,

du schreibst: "...ich weiss, ihr ratet mir, ins krankenhaus zu gehen ... das WILL ich aber diesmal nicht!"

Bist du denn schon mal in dieser Situation ins Krankenhaus gekommen? Vernichtende Ängste und Missempfindungen, die durch gesteigerte Selbstwahrnehmung ausgelöst werden, nennt man Panikattacken (Panikstörung), die du, wie du wiederholt erlebt hast, immer wieder heil überstehst. Da gibt es sehr gute Hilfe, vor allem von verhaltenstherapeutischer Seite. Panikstörungen sind recht verbreitet und auch sehr gut erforscht. Aber gerade wo du Blutdruck- und andere Probleme hast, ist es ein inakzeptables Risiko, wenn du dich ohne ärztliche Überwachung in eine Entzugssituation begibst. Warum willst du das denn nicht glauben, und warum willst du dir das denn antun?? Hast du mal daran gedacht, wenn es dir da so schlecht geht, den Notarzt zu rufen? Wenn du dazusagst, dass du Angst hast in ein Entzugsdelir zu fallen, darfst du auf JEDEN Fall mitkommen ins Krankenhaus, wo du dann wirklich in bester Obhut bist und du dir echt keine Sorgen mehr machen musst dass wegen Alkoholentzug was passieren könnte. Und mehr noch: man erleichtert dir im Krankenhaus von Anfang an die Unannehmlichkeiten, die ein Entzug in den ersten Tagen mit sich bringt.

An alle, die für den Entzug so gerne "massenhaft Mineralwasser" empfehlen, oder besser gesagt an die, die sich mit der Medizin besonders gut auskennen: Wie sieht es denn bei der Stoffwechselentgleisung während des Alkoholentzugs mit dem gestörten Wasserhaushalt aus? Ich meine vor allem das Stichwort Wassereinlagerung im Gehirn (Ödeme). Beim Entzug ist nicht nur der Wasserverlust gefährlich, sondern auch eingelagertes Wasser, das gar nicht abfließen kann (merkt man, wenn man trotz vielen Wassertrinkens fast nicht pinkeln kann) und auf Nervengewebe drückt.

Übrigens kann es gut sein, dass sich bei dauernder Alkoholfreiheit schon nach kurzer Zeit deine Blutdruck-Probleme relativieren und die Panikattacken besser werden.


anuschka Offline




Beiträge: 125

20.11.2004 15:13
#10 RE: tag null antworten

hallo, ihr alle!

wirklich super schön zu wissen, dass ihr da seid!

- heute halte ich ja noch meinen "notwendigen" spiegel.
- vorm ins bett gehen heute abend nehme ich dieses krampfhemmende mittel.
- für morgen habe ich 6 distra; die erste soll ich nehmen, wenn ich aufwache, aber nicht eher als 5 stunden nach meinem letzten glas wein; und dann so alle 4 stunden eine. und morgens und abends das krampfhemmende mittel. und montag um 9.30 h zum doc. für vorher habe ich dann noch eine distra.
- @ ramona ... danke für den link, habe gleich nachgeschaut, obwohl ja eh klar ist, dass medikamente (egal welche) mit alk nicht gut sind. und: ab morgen kann ich sie guten gewissens nehmen, denn dann trinke ich ja nicht mehr! (und vielleicht brauche ich die dann auch bald nicht mehr)
- @ helena ... ich weiss, dass du recht hast mit deinem rat, besser ins krkhs. zu gehen! und ich danke dir auch für deinen so eindringlichen rat. für mich ist es halt diesmal (und hoffentlich zum letzten mal!) so, dass ich es allein versuchen muss. aber ich packe mir noch heut nachmittag eine reisetasche mit dem notwendigsten und stelle sie bereit, für den fall, dass ich es morgen nicht packe. beim ärztlichen notdienst werde ich mich noch erkundigen, wie das laufen kann, falls ich morgen total nicht klarkomm.
- es gibt niemanden, den ich bei mir haben möchte im entzug.
- @ bea ... auch du liegst natürlich richtig mit deinen äusserungen. die meinungen über distra gehen sehr weit auseinander und die handhabung ist extrem unterschiedlich bei den ärzten. wie schon gesagt: mein doc ist ein erfahrener suchtarzt, der mich seit langem kennt, und deshalb vertraue ich seinem "urteil". vor etlichen jahren kannte ich einen arzt, zu dem all die gingen, die sonst nirgendwo mehr was kriegten. seine handhabe mit medikamenten und patienten fand ich auch sehr, sehr unverantwortlich! da bekam jeder alles, was er wollte, obwohl er z.b. wusste, dass die leute auf das zeug auch saufen oder es verticken etc.! wenn ich damals nicht genug eigenverantwortlichkeit besessen hätte, dann, glaub' ich, wär' ich schon nicht mehr!
bea ... wünsch mir bitte trotz deiner berechtigten bedenken soetwas wie glück!
- @ fallada ... mineralwasser habe ich reichlich da, und ich habe schon heute angefangen, mich damit zuzuschütten. meine tochter ist nicht in der stadt. ich würde sie auch nicht bitten ... sie ist schon viel zu lange "co"! (und selber magersüchtig) aber mein sohn schaut heut nochmal hier vorbei, und ihm werde ich sagen, dass er morgen nochmal reinschauen soll und ihm auch meinen schlüssel geben.
- und nun noch @ alle: ich weiss, was ich tue! eure ermahnungen waren bis hier gut und wichtig/richtig! wenn die NICHT kämen, könnte ich dieses forum gar nicht ernst nehmen, glaub ich. danke euch dafür! aber BITTE! macht mir nicht noch mehr angst, als ich eh schon habe!

und ich danke euch für die sorge und die guten wünsche!

jetzt mach' ich mir erstmal was zu essen, dann schlaf ich a bissl. heut abend bin ich sicher wieder hier.

bis dann ...

anuschka


Beachen Offline




Beiträge: 3.654

20.11.2004 15:21
#11 RE: tag null antworten

Hi Anouschka nochmal !

Zitat
... macht mir nicht noch mehr angst..



doch, und zwar deshalb, weil ich Menschen schon im Delier sterben sah.
Du hast das - falls es dazu kommt - überhaupt nicht mehr im Griff und kannst nicht mehr reagieren.
Und ich werde hier IMMER zum Ausdruck bringen, das ich absolut nichts davon halte zuhause kalt zu entziehen.

Noch dazu frage ich mich, welche Konsequenz dieses Spiel " mit dem Leben" und der Gesundheit haben soll.
Das du nächste Woche wieder weitertrinkst ?
Wie hast du dir das vorgestellt, die Zukunft ?

Gruß
Bea


miezegelb Offline




Beiträge: 2.677

20.11.2004 15:25
#12 RE: tag null antworten

Hallo gepard,

ein erhöhtes trinkbedürfnis ist in dem falle eigentlich normal. Man sollte auch etwas mehr trinken, da man ja in der nassen Zeit sehr viel Flüssigkeit zu sich genommen hat und die Nieren auch an eine "Durchlaufmenge" gewohnt sind.
Diese sollte man nicht abrupt einschränken um die Nieren nicht zu schädigen.

Was die Ödeme (Wassereinlagerungen) betrifft, so liegen die Ursachen hauptsächlich in einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche, Herzfehler, Venenklappen). Diese ödeme treten meisst in den Beinen oder Lunge auf, je nach dem wo der Defekt ist.
Man sollte aber bei derart Problemen den Arzt aufsuchen.

http://www.dkv.com/content_appl.phtml?co...nsuffizienz.htm


liebe Grüße Ramona


anuschka Offline




Beiträge: 125

20.11.2004 15:48
#13 RE: tag null antworten

hallo, bea!

ich entziehe nicht KALT! ich nehme distra und carba.

auch ich habe menschen sterben, menschen im und nach delier, menschen mit krämpfen und menschen mit schlimmsten folgeerscheinungen erlebt.

an anderer stelle habe ich meine einstellung zu diesem entzug schon ausführlicher beschrieben. was sich zu meinen vielen vergangenen (stationären UND ambulanten ... aber nie "kalten") entzügen im vergleich zu jetzt ganz klar verändert hat: ich DENKE nicht mehr, dass ich keinen alk mehr trinken will/ darf ... ich FÜHLE es jetzt. ich fühle den unwiderstehlichen drang nach der unabhängigkeit, die ich nach meiner letzten entgiftung spüren durfte. ich SPÜRE (nicht DENKE!), dass mein leben ausschliesslich in der abstinenz die qualität haben kann, die ich mir wünsche, und die ich mir endlich auch zugestehen will!

für's erste (für nächste woche) heisst das: nicht trinken!
am montag stelle ich mit meiner suchtberaterin einen antrag auf stationare nachsorge/ adaption/ betreutes wohnen.
wenn ich es allein nicht schaffe, trocken zu bleiben (und das war nunmal bisher so), muss ich mir eben hilfe organisieren. und das tue ich.

gruss, anuschka

es mag sich vielleicht widersprechen ... aber auch ich würde JEDEM alkoholiker raten, in einem krankenhaus/ unter ständiger beobachtung zu entgiften!

[ Editiert von anuschka am 20.11.04 15:53 ]


beed Offline




Beiträge: 882

20.11.2004 16:10
#14 RE: tag null antworten

Hallo anuschka,

hier mal kurz was zum Lesen bezüglich der Medis:


Clomethiazol (Distraneurin): breites Wirkungsspektrum; sedierend durch Verstärkung der GABA-Wirkung, sehr gut antikonvulsiv, antiadrenerg, gering antipsychotisch wirksam; gut mit Neuroleptika kombinierbar; durch die kurze Halbwertszeit (3 h) gut steuerbar; geringe therapeutische Breite; Suchtpotential. Nebenwirkungen: starke Bronchialsekretion, Hypersalivation, Erbrechen, Atemdepression. Wird in Deutschland beim einfachen Entzug häufig, beim schweren fast obligat eingesetzt. Dosierung: oral initial 2-4 Kaps. (384-768 mg), weiter 2 Kaps. alle 2 h; maximale Tagesdosis 24 Kps. Bei i.v. Gabe: 40-100 ml (320-800 mg) als Bolus, danach weiter 30-120 ml/h; nur unter intensiv-medizinischer Überwachung, rasche Umstellung auf orale Gabe anstreben.
Für Clomethiazol konnte gezeigt werden, daß es Entzugssymptome reduziert. Eine Aussage bezüglich Prävention von Delir und Krampfanfällen ließen die Studien nicht zu.

Carbamazepin (Tegretal u.v.a.): bei leichteren Symptomen einsetzbar; bei ausgeprägtem Delir unzureichende Wirkung; kein Suchtpotential. Nebenwirkungen: Schwindel, Ataxie, Tremor; manchmal schon im oberen therapeutischen Bereich; potentiell lebertoxisch; selten aplastische Anämie; teratogen. Dosierung: 600-1200 mg/d.
Carbamazepin mildert die Entzugssymptome. Es gibt aber keinen Beweis dafür; daß sie Delire und Krampfanfälle vermeiden können.
Alkohol ist als obsolet anzusehen.

>> Nun, ganz so auf der sicheren Seite ist man mit dem Zeug nicht. Ich muss zwar sagen, dass ich mit Carba und Dia recht gut über die Runden gekommen bin, ABER ich war nicht allein!

Auf jeden Fall wünsch ich Dir die Kraft, die Du brauchst und so gern haben möchtest!

LG
beed


gepard Offline




Beiträge: 851

20.11.2004 16:19
#15 RE: tag null antworten

anuschka, habe gerade gelesen, dass du bestens vertraut bist mit der Materie; kann dazu nichts mehr sagen

[ Editiert von gepard am 20.11.04 16:20 ]

miezegelb, ich meinte die Gehirnödeme, die beim Alkoholentzug auftreten können, nicht Ödeme wegen Herzinsuffienz

[ Editiert von gepard am 20.11.04 16:22 ]


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